sich die Hand geben, dann wissen sie daß nichts diese Gemeinschaft, die vor 15 Jahren gebildet worden ist, zerreißen kann.
Wenn nun die Blicke des ganzen deutschen Volkes wiederum nach München gerichtet sind, dann eigt sich, machtvoll wie nie zuvor, die Trauer um den
Verlust der Besten mit dem erhebenden Bewußtsein, daß ihre Toten von einem triumphalen Sieg gekrönt wurden. Ueber 130Nationalsozia- listen der deutsche Ostmark treten mit diesem Tag ein in die Opfergemeinschaft, die stets heilig zu halten unsere höchste Pflicht sein muß.
rin des JM.-Unteraaues 116 Wetterau Gertrud Samper zur JM.'Untergauführerin; die Führerin des JM.-Untergaues 253 Lahntal Liselotte Gehrke zur IM.-Ringführerin; die Führerin des JM.-Untergaues 254 Büdingen Hertha Diehl zur JM.-Untergauführerin; die Führerin des Unter- flaues 304 Vogelsberg Anneliese Kunz zur M- Ringführerin.
Im Führerkorvs des Gebietes 13 der HI. zum Oberstammführer: den Führer des Vannes 117, Wahl; den Führer des Bannes 254, Dolp; den Leiter der Abteilung für Gesundheitssührung im Gebietsstab, Dr. Kurt Feser; den Leiter der Kulturabteilunq, Dr. Franz Voesken; den Gebiets- beauftragten für Heimbeschaffung, Lünenschloß; den Beauftragten für Schul- und Hochschulfragen im Gebietsstabe, Reinhardt. Zum Oberjung,tamrn'üh- rer: den Führer des Jungbannes 254, Lindt. Zum Hauptfähnleinführer: den Führer des Jungbannes 88, Klingelhöfer.
Weitere Beförderungen.
Berlin, 8. Rov. (DRB.) Anläßlich des 15. Jahrestages des 9. November 1923 sprach der Ober,le SA.-Führer Adolf Hitler u. a. folgende Beförderungen aus: Zu Obergruppenführern die Gruppenführer Graf von Helldorf, Artur Racko- brandt, Wilhelm Freiherr von Schorlemer, Prinz August Wilhelm von Preußen, Fritz von Pfeffer, Prinz Philipp von Hessen, Ludwig Siebert, die Gauleiter Röoer und Schwede (Koburg), Christian Mergenthaler, Kurt Günther, Gauleiter Alfred Meyer. Zu Gruppenführern: Der Gauleiter des Gaues Ober-Donau August Eigruber, die SA.» Brigadeführer von Arnim, Michaelis, Haake, Lins- mayer, Nibbe, Uiberreither, Köhler, Schmid, stellvertretender Gauleiter Görlitzer, Damian und Franz Bock. Zu B rig ad e f üh re rn: der SA.-Führer Artur Hofmann, die SA.-Oberführer Zöberlein, Höflmayr, Raabe, Porath, Deller, Seifert, Zähle, Haucke, Schmidt, Voigt, von Helms, Görlitz, Behrens. Dem Erziehungshauptamt werden zugetsilt mit dem Dienstgrad Oberführer die Pgn. Gohdes, Manderbach, Bauer. Dem Personalhauptamt wird zugeteilt mit dem Dienstgrad Oberführer der Pg. Hermann Neef. Zum Sanitätsobergruppenführer befördert der Beauftragte der Obersten SA.-Führung zum Reichsärzteführer, Sanitätsgruppenführer Emil Ketterer.
Der Reichsführer ff hat mit Wirkung vom 9. November 1938 befördert: zu Brigadeführern Dr. Arthur Gütt, Oberhaidacher, Breithaupt, Chronauß; zu Oberführern Brinkmann, Ettel, Goedicke, Hecker, Köhn, Frhr. Kurt von Schröder, Baranowski, Müller Karzmann. Den Führer der 2. ^-Standarte des ^-Standortes Frankfurt a. M., ^-Obersturmbannführer Walter M o r e t h , zum //-Standartenführer.
verderblichste hält, der bekennt, daß selbst der Untergang der Freiheit in einem blutigen und ehren- vollen Kampf die Wiedergeburt eines Volkes sichert und der Kern des Lebens ist, aus dem einst ein neuer Baum Wurzel schlägt. „Nach diesen B e - kenntnissen habe ich auch 1923 gehan- bett, und aus dem damaligen Zusammenbruch ist tatsächlich jener Baum gewachsen, den wir heute als Großdeutschland bezeichnen", so ruft der Führer unter dem tosenden Jubel seiner alten Kampfgefährten aus. „Das Jahr 1923 war der Beginn der deutschen Wiederauferstehung, die damals die Schwächlinge nicht begreifen wollten und die selbst heute viele noch nicht verstehen. Ich hatte vor dem Marsch *ur Feldherrn. Halle vielleicht 70 000 oder 80 000 Anhänger. Ich erhielt nach diesem Marsch zwei Millionen! Aller- dings, in den Augen der bürgerlichen Parteien spielte bas keine Rolle, sie sahen nur' ein blutiges Ende. Sie haben allerdings nicht begriffen, daß das Größte der Geschichte sehr häufig tm Blut seinen Anfang nahm. Wir sind jedenfalls unseren Weg ge- gangen von einer Saalschlacht zur anderen, wir kämpften um Straßen und öffentliche Plätze und endlich um ganze Städte und Länder. So ist die nationalsozialistische Bewegung bis 1923 groß ge- worden, und so haben wir nach dem Jahre 1923 endlich ganz Deutschland erobert. 1
heule nun können wir auf einen großen geschichtlichen Erfolg zurückblicken! Es ist sehr selten einer Generation befchledeu, einen so gewaltigen Kampf zu kämpfen und den Erfolg noch zu erleben. (Stürmische Huldigungen.) Das ist ein besonderer Lohn der Vorsehung für uns alle. Mit dem Blick in diese Vergangenheit wollen wir deshalb heute mehr denn je den Entschluß fassen, von unseren alten Prinzipien und Tugenden nicht zu lasten! Das heißt: Wir wollen wachsam und aufmerksam fein. Dir haben zu Bitteres erlebt, zu Schmerzvolles erfahren, als daß wir jemals noch leichtfertig irgend jemand Glauben schenken könnten, der von außen her seine Sirenentöne erklingen läßt! (Stürmischer Beifall.) Ich glaube nur an das Recht, das wir selbst fähig und entschlossen sind, i n unseren Schuh zu nehmen! (Begeisterter Jubel.) Und zum zweiten glaube ich nur an den Lohn, den man sich selbst verdient! Geschenkt wird einem Volk auf dieser Welt gar nichts.
Sie wissen, daß gerade jetzt von gewisser Seite wieder versucht wird, auf die Leichtgläubigkeit und Gutknütigkeit unseres Volkes zu spekulieren, in der Hoffnung, beim deutschen Volk vielleicht doch noch gewifse sentimentale Erregungen zu finden. Sie, meine alten Kämpfer, werben mich verstehen, wenn ich diesen Versuchen gegenüber ganz kühl und zurückhaltend bin. (Stürmische Heilrufe.) Es wäre sehr schön, wenn die Welt in sich ginge und einen neuen Weg ein schlagen würde, einen Weg allgemeiner friedlicher Gerechttgkeit. Wir wären glücklich, wenn wir Anzeichen einer solchen Sinnes- wandlung bemerken würben. Zunächst aber sehe ich nur eines: eine s i ch rüstende und überall drohende Welt. Man sagt: „Wir haben nunmehr eine neue Basis für eine friedliche Entwicklung gefunden, — deshalb müssen wir auf* rüsten!" Mir ist diese Lösung nicht ganz verständlich, allein ich protestiere nicht dagegen. Man satt mich nirgends mißverstehen. Wenn ich jeden Tag in den ausländischen Zeitungen lese, baß unsere Rüstungen die Umwelt aus das tieffte erschüttern, dann kann ich nur eines versichern: Erschüttern würde mich nur das Nichtaufrüsten der deutschen Nation! Die Rüstung der anderen erschüttert m-ch nicht! (Jubelnder Beifall.) Denn über eines kann es gar keinen Zweifel geben: Wenn die Welt sich in Waffen kleidet, wird bas deutsche Volk nicht allein mit einer Friedensvalme bewaffnet auf dieser Erde wandeln! (Stürmische Heiterkeit.) Wir werden in diesem Falle alles das tun, was notwendig ist, um uns den Frieden z u sichern. (Stürmischer Beifall.) Wenn man sich beklagt, daß wir Friedensveisticherungen so wenig Glauben schenken, dann muß ich auf meine letzten Reden zurückkommen. Es ist nicht so, als ob wir uns etwa anmaßen wollten, anderen in ihre Verfassungen hinein,zureben. Ich will überhaupt nicht, daß nationalsozialistische Grundsätze von anderen angewandt werden. Sie mögen bei ihrer Demokrat i^ bleiben, und mir bleiben bei unserem National's ozialisußusl (Stürmische Heil-Ruse.) Ich bin aber als deutscher Staatsmann verpflichtet, im Interesse meines Volkes die 'Maßnahmen der anderen selbst zu studi-ren, die sich daraus ergebenden Fragen zu prüfen und etwaige Gefahren zu berücksichtigen. Und hier lasse ich mir nicht von einem britischen Parlamentarier Vorschriften machen.
wenn man nun sagt: Allerdings, wir haben gemeint, daß die Diktaturen, nicht aber das deutsche und das italienische Volk vernichtet werden sollen, so kann ich nur zur Antwort geben: so etwas konnte man vor dem November 1918 aussprechen, nach dem November 1918 nicht mehr! Damals haben die gleichen kreise erklärt, es handele sich nur um die Beseitigung des „preußischen THilUarlsmas“. nur um die Beseitigung der Dynastie, nur um das Kans Hohenzollern, aber nicht um das deutsche Volk. Das deutsche Volk werde man dann seiner Freiheit im Rahmen der internationalen Demokratie entgegenführen. Diese „Freiheit" haben wir denn dann auch kennengelernt! Das deutsche Volk hat daraus seine Lehren gezogen. Ein Zusammenbruch, wie ihn Deutschland damals dank seiner Gutgläubigkeit erlebt hat, wird sich im nächsten Jahrtausend n'cht mehr wiederholen. Das kann ich auch allen jenen versichern, die glauben, gegen das deutsche Volk eine Kriegshetze entfachen zu können! Mit solchen Phrasen kann man Deutschland nicht mehr täuschen! Ich werde als verantwortlicher Führer die Nation auf Gefahren aufmerksam machen, und ich sehe eine Gefahr darin, daß in anderen Ländern eine ununterbrochene Kriegshetze getrieben wird.
Wer das nicht wahrhaben will, braucht sich nur „einige Vorkommnisse der letzten Zeit" vor Augen zu führen. Es ist noch nicht lanae her, daß man i m englischen Unterhaus Fragen der zivilen Luftfahrt besprach, und dabei ein neues ziviles Flugzeug als besonders verwendbar und gebrauchsfähig erklärte. Damals hat ein Mann der Opposition ausgeruftzn: „Hoffentlich kann dieses Flugzeug auch Bomben nach Berlin tragen!" Wir verstehen, was das heißt! Man wird mir vielleicht zur Antwort geben: „Das ist nur ein Monn der Opposition." Demgegenüber jage ich: Nach der Verfassung
Vesördenmgen in der SA. Hessen-Mans.
Oer Gauleiter zum GA.-Obergruppenführer ernannt.
NSG. Ans Anlaß des 9. November hat der Führer und Oberste SA.-Führer Gauleiter und Reichsstatthaller Sprenger zum SA.-Obergrup- penführer ernannt. Bei den zahlreichen Ortsgruppengründungen wahrend der Anfangszeit der Bewegung im Gau Hessen-Nassau war es der Gauleiter, der zugleich mit diesen Gründungen den Befehl zur Formierung der Sturmabteilungen gab. Mit der Ernennung zum Obergruppenführer der SA. erfährt die schon aus der Kampfzeit herrührende enge Verbundenheit unseres Gauleiters mit der SA. beredten Ausdruck.
*
Anläßlich des 9. November wurden in den Kampfformationen weitere zahlreiche Beförderungen vorgenommen. In unserem Gaugebiet wurden unter vielen anderen befördert in der S A. - G r u p p e Hessen zum Sturmbannführer die Stuvmhaupt- sührer Walch, Limpert und Oldenburg; zum Sturm- hauptführer die Obersturmführer Schneider, Dob- bert, Ihne und Monbart; zum Obersturmführer die Sturmführer Stübner, Muth, Beiz und Nemnich; zum Sturmführer die Obertruppführer Weyrich, Avieny, Kugelmann, von Schiller, Hooß, Mucher und Günther Huse-mann; zum San.-Obersturmführer der San.-Sturmführer Weiß; zum Derwaltungs- sturmführer der Verw. - Obertruppführer Wald. M u s i k z u g der Gruppe Hessen: Zum Verw.-Ober- sturmführer der Verw.-SturmsührerBlöcher. GrUppen s ch u l e Hessen: Zum Obersturmbannführer der Sturmbannführer Möller.
Z. - V. - T r u p p der Gruppe Heften: Zum Obersturmbannführer Sturmbannführer Karl Uckermann; zmn Sturmhauptführer Obersturmführer Münch; zum Obersturmführer die Sturmführer Allstädt, Jakob, Klausing, Röder; zum Sturmführer die Obertruppführer Rott und Georg von Schnitzler.
Marine st andarte 34: Zum Sturmhauptführer Obersturmführer Hatzmann; zum Obersturmführer Sturmführer Hans Mettenheimer; zmn Sturmführer die Obertruppführer Ohl, Barthel Wächter und Deckhardt.
Brigade 49 (Frankfurt a. M.) u. a.: Zum Sturmbannführer Sturmhauptführer Willy Becker; zum
Sturmhauptführer Obersturmführer Friedrich Krebs; zum Obersturmführer Sturmführer Wolfgang Prinz von Hessen.
Brigade 147 (Gieße n): Zum Obersturmbannführer Sturmbannführer Hans Keßler; zum Sturmbannführer Sturmhauptführer Oskar Adler; zum Sturmhauptführer die Obersturmführer Leonhard Kaltenschnee, Wilhelm Jäger, Jakob Schwänzl, Hans Becker, Wilhelm Kester und Karl Otterbein; zum Obersturmführer die Sturmführer Rudolf Leithäuser, Günther von Nordheim, Julius Richardt, Heinrich Jakobi und Hans Wacker; zum Sturmführer die Obertruppführer Ernst Hamm, Gustav Frey, Karl Röde, Karl Schäfer, Albert Haas, Karl Vetter, Richard Schleooigt, Karl Schäfer, Karl Frank, Albert Bellersheim, Paul Wagner, Heinrich Weiß, Ludwig Heß, Otto Röhr und Heinrich Deith; zum San.-Sturmführer die San.-Oberfchar- führer Friedrich Bernhardt urrb Ludwig Rathcke.
Motorgruppe Hessen: Zum Oberstaffelführer Staffelführer Metzler.
NS.- Fliegerkorps Gruppe 11: Zum Obersturmführer die Sturmführer Schönfeld, Krauß und Schäffer; zum Sturdführer die Obertruppführer v. Merhart, Ost und Windschild; zum Derw.- Obersturmführer Verw.-Sturmführer Dellwig; zum Verw.-Sturmführer Verw.-Obertruppführer Dietrich.
Im BDM. - Ober gau Hessen-Nassau. Obergaustab: Die IM.-Beauftragte im Obergau Erika De sch zur JM.-Gauführerin; die Sonder- beauftragte des Reichskassenoerwalters Luise Bühler zur Verwaltungs-Gauführerin; die Leiterin der Sozialabteilung Paula Böhmer zur Untergauführerin; die Leiterin der Organisationsabteilung Otti Hab er mehl zur M.-Ringführerin; die Leiterin der Abteilung Leibeserziehung Liselotte Aller zur M.-Ringführerin; die Obergauärztin Dr. Ria P i tz e n zur Mädelringführerin, die Leiterin der Abteilung Presse- und Propaganda Emma Paul zur M.-Ringführerin; die Referentin in der Landesbauernschaft Hessen-Nassau Lina Euler zur M.- Ringführerin; die Führerin des JM.-Unteraaues 87 Westerwald Aenne Hartmann zur JM.-Ring- führerin; die Führerin des Untergaues 88 Wetz - l a r Bine König zur M.-Ringführerin; die Führe-
Oer Führer mahnt zur Wachsamkeit.
„Mit Phrasen wird man Deutschland nicht mehr besiegen und mit Waffen
hat man es nicht besiegt."
Der historische Appell im Sürgerbraukeller.
München, 8. Noo. (DNB.) Die Erinnerungs- ftunben des Opferganges der nationalsozialistischen Bewegung am 9. November 1923 wurden auch in diesem Jahre wieder eingeleitet mit dem Abend der Alten Garde im historischen Bürgerbräukeller. Wieder sitzen die kampfgewohnten Männer beisammen. Im schlichten Braunhemd, ohne jedes Rangabzeichen. Stattlich ist der Block der Offiziere und Soldaten der Wehrmacht und der Polizei, die aus der Bewegung kommen. Auch sie tragen das rote Band des Blutordens. In nächster Nähe des Rednerpultes steht der Tisch, um den sich die Kämpfer des Stoßtrupps Hitler sammeln. Karl Fiehler ist unter ihnen, wenige Schritte weiter Adolf Wagner, Hermann Esser, Kriebel, Sepp Dietrich, Dr. Weber. Eben kommen Amann, Dr. Frank, Dr. Frick und Bouhler. Mitten im Saal sehen wir die Schwester Pia, die einzige Frau mit dem Blutorden, Franz Taver Schwarz, Hühnlein, Julius Streicher und Heinrich Himmler. Ein paar Tische weiter sitzen die Reichsleiter und Reichsminister, unter ihnen Dr. Goebbels, Lutze, Hierl, Darr6 und Bormann, die Reichsminister v. Ribbentrop und Dr. Lammers, die Gauleiter, die stellvertretenden Gauleiter, die Obergruppenführer und Gruppenführer, die Obergebietsführer und Gebietsführer.
Die Hauptdienstleiter und Hauptamtsleiter der Reichsleitung und die Arbeitsgauführer des Reichsarbeitsdienstes sind im Nebensaal untergebracht. Eine Anzahl Tische im großen Saal gehört wie immer den Hinterbliebenen der Ermordeten vom 9. November 1923.
Die Gespräche verstummen. Es ist 20.25 Uhr, still erheben sich die Männer und grüßen mit erhobener Hand d i e Blutsahne, die ©rimminger in den Saal trägt und hinter dem Rednerpult auffteUt. Nun erreicht die Spannung ihren Höhepunkt. Alle haben sich von den Plätzen erhoben, die Männer stehen auf Stühlen und Bänken. Der Badenweiler Marsch geht unter in einem Sturm des Jubels. DerFührerhat den Saal betreten. Mitten durch die Reihen der Kämpfer öffnet sich eine schmale Gasse. Nur langsam erreicht der Führer, dem Rudolf Heß, Brückner, Julius Schaub und Ullrich Graf folgen, feinen Platz in der Mitte des Saales. Nach einigen Minuten, in denen die alte Garde dem Führer unablässig zujubelt, nimmt Christian Weber das Wort. Er gibt den Gefühlen Ausdruck, die die alten Gefolgsmänner Adolf Hitlers in dieser Stunde beseelen und gelobt im Namen dieser Kämpfer dem Führer so wie bisher auch weiterhin unerschütterliche Treue und Gefolgschaft zu leisten. Dann steht der Führer vor dem Mikrophon. Sein Blick geht über die Reihen seiner Getreuen. Immer wieder dankt Adolf Hitler für die Jubelstürme, die ihm entgegenbrausen. Dann spricht der Führer.
Die große Rede des Führers.
Adolf Hitler führt die Erinnerung seiner alten Kampfgenossen zurück auf das Jahr 1918, auf den Zusammenbruch, der durch den inneren Zerfall d^s deutschen Volkes und das völlige Versagen der damaligen Führung verschuldet war. Trotzdem wäre auch im Jahre 1918 kein Zusammenbruch eingetreten, so sagt der Führer weiter, wenn nicht das deutsche Volk in seiner Verblendung den inneren Bürgerstreit zum Bürgerkrieg hätte ausarten lassen. Ich glaube, ich habe ein Recht daraus, auszusprechen, daß, wenn mich bas Schicksal damals an bie Spitze gestellt hätte, dieser Zusammenbruch nie gekommen wäre! Einen Zusammenbruch hätte es allerdings damals gegeben: den Zusammenbruch unserer verderblichen Parteien. So wie sie im Jahre 1933 beseitigt worden sind, hätte ich sie damals schon beseitigt. Und so wie Deutschland seit- dem sofort wieder aufgestiegen ist, wäre Deutfchland damals gar nicht erst gestürzt. Das Ausland weiß ganz genau, warum es den demokratischen Ideen nachweint. Wenn heute wieder einmal ein englischer Oppositionsführer erklärt, wir Deutschen sollten doch unsere Weltfreundlichkeit dadurch beweisen, daß wir die inhaftierten Staatsfeinde auf freien Fuß setzen, so erkläre ich: Auch ich bin einmal ein inhaftierter Staatsfeind gewesen! Ich habe aber nicht gemerkt, daß die englischen Oppositionsführer auch nur ein einziges Mal für mich das Wort ergriffen hätten. Ich weiß genau, warum sie für diese deutschen Staatsfeinde eintreten: sie waren damals und sie sind heute die Verbündeten des Auslandes! (Stürmische Zustimmung.)
Wenn einer der entscheidenden Gründe des Zusammenbruchs das soziale und gesellschaftliche Verjagen unseres von Hochmut und Standesdünkel erfüllten Bürgertums war, so war die zweite großeJ Ursache das Versagen der führenden politischen und i militärischen Schichten unseres Volkes gegenüber den 1
Elementen der Destruktion, der Unordnung und des Aufruhrs. Es zeigte sich damals Feigheit, Haltlosigkeit und Halbheit in allen Entschlüssen. Es gab sehr viele, die das erkannt hätten und sich dagegen zur Wehr setzen wollten. Der stärkste diese Exponenten wurde wenige Wochen vor dem Zusammenbruch von seinem Posten entfernt. Es war der Mann, der bann später in unseren Reihen mitmarschierte. (Stürmischer Beifall.)
Dieses Versagen der gesamten politischen Führung war in ihrer falschen Auslese begrün« de t. Man hat im Laufe von Jahrhunderten in unserem sogenannten Bürgertum wohl eine Art w ir t- schaf11icher Führung ausgebaut, aber dabei ganz vergessen, daß die Fähigkeit zur wirtschaftlichen Führung nicht im geringsten identisch zu sein braucht mit politischem Führertum, ja daß sie zumeist ihm geradezu entgegenstand. Es ist damals jene Ansicht großgezüchtet worden, daß unter Außerachtlassung der charakterlichen und männlichen Haltung nur. bas sogenannte vermeintliche Wissen ent- scheibend sein sollte.
Diese „Führerauslese" von damals hat, das kann wohl nicht bestritten werden, in der kritischen Stunde restlos versagt! (Langanhaltender Beifall.) Das war daher meine grundsätzliche Erkenntnis: Denn man die Nation überhaupt noch retten wollte, muhte man den mühseligen Prozeß des Aufbaues einer neuen Führungsauslese in Angriff nehmen! Die bestehenden Organisationen muhten unbedingt beseitigt roetben, und zwar restlos. Die Führungsauslese mußte nach anderen Grundsätzen und Prinzipien durchgeführl werden. Gefolgschafk und Führung müssen immer auseinemGuß jein! Deshalb war der
Kampf der nationalsozialistischen Bewegung im wesentlichen der Kampf für eine neue deutsche Volksgemeinschaft, wobei die Partei den Kern dieser Volksgemeinschaft zu bilden hatte, bereit, um neuer Ideale willen alles andere zu opfern.
Was sich damals in der Nationalsozialistischen Partei sammelte in diesem Land, war ohne Zweifel Deutschland; denn es sind Werte und nicht wirtschaftliche Vorgänge, welche die Träger der neuen deutschen Volksgemeinschaft sind. Es war deshalb verständlich, baß die Partei in erster Linie bei den nicht so sehr vom Glück Gesegneten, in den breiten Massen des Volkes, ihren Anfang fand. Dort herrscht noch mehr Instinkt und aus dem Instinkt kommt der Glaube. Unsere wenigen ewigen Kritiker urteilen nur aus ihrem Intellektualismus heraus. Sie sind daher auch als Bausteine in der Volksgemeinschaft gar nicht zu brauchen. Auch heute nicht! Sie sind keine ©lau- bensträger, sie sind nicht unerschütterlich, und vor allem: sie halten in Augenblicken der Not und der Gefahr nicht durch. (Minutenlanger Beifallssturm.) Denn während das breite gesunde Volk sich instinkt- mäßig sofort zusammenschließt zu einer Volksgemeinschaft, laufen diese auseinander wie die Huh- ner in einem Hühnerhof. Man kann mit ihnen ba» her auch nicht Geschichte machen, sie sind unbrauch- bar als tragende Elemente einer Gemeinschaft. Ich habe mir saaen lassen, daß vor kurzem erst ein Mann erklärte: „Ja, wissen Sie, auch der Führer kann sich irren. Er hat sich ja auch 1923 getäuscht und damals Schiffbruch erlitten!" Ich kann diesen Biedermännern nur eines sagen: Ich habe mich damals nicht getäuscht! Ich habe damals auch keinen Schiffbruch erlitten. Ich habe damals nur einen schweren Schlag bekommen. Aber aus diesem Schlag sind die Partei und damit Deutschland nur stärker hervorgegangen. (Jubelnde Zustimmung.)
Die war denn bie Lage 1923? Ich war ber Führer einer kleinen Partei, allerdings stark an Entschlossenheit unb Mut. Ich war vielleicht der einzige Parteiführer, ber sagen konnte, hinter mir steht eine Gemein- schäft von Mannern, bie entschlossen find, wenn notwendig, abzumerschieren! (Brausende Beifallsstürme.) Die anderen hatten nur Gefolgschaften hinter sich, die bereit waren, Geschäfte zu machen. Ich faßte nun damals den Entschluß. dieses unfähige Regime zu beseitigen. Die Tat ist damals gescheitert. Allein im Scheitern hat sie noch mehr Segen gebracht, als wir heule ahnen. Wäre diese Handlung damals nicht erfolgt, wäre den Herren Kahr und Genossen damals ihre Separation gelungen, ich weih nicht, welchen Deg Deutschlands Schicksal dann genommen hätte.
Damals habe ich oft in unsere Versammlungen bie Betenntnife eines Mannes ihnen vorgelesen, der sich ebenfalls in einer traurigen und bitteren Zeit auflehnte gegen die Erbärmlichkeit sei- ner uhrenden Zeitgenossen, gegen bie Feigheit und bte Unterwurftgkett einer führenden ©esellschafts- schicht, die glaubte, durch ein solches Benehmen viel- leicht einen unversöhnlichen Feind versöhnen zu können.
Der Führer zitiert nun bas berühmte prophetische Wort des Soldaten Clausewitz, der die falsche Klugheit, die sich der Gefahr entwichen will, für das
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Ich bin aber ( Leiches auf das weih, das gan mir hier zu rufe.) Das bedei
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