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Frick und des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Rust vor. Es folgen ein Vortrag des Bürgermeisters Dr. Neubacher (Wien) und der Geschäftsbericht des Geschäftsfüh­renden Präsidenten Dr. Ieserich. Am Vortage findet die Grundsteinlegung des neuen Dienst- gebäudes des Deutschen Gemeindetages an der Ost- West-Achse in Berlin-Charlottenburg durch Reichs­minister Dr. Frick stall.

Oie Musseri-Bewegung in Holland.

A m st e r d a m, 7. Juni. (DNB.) Auf dem Heide­gelände von Lungeren hatten sich am Pfingstmontag etwa 75 000 Anhänger der NSB. (M u s s e r t - Bewegung) zum dritten Landestag eingsfunden. Besonders zahlreich waren Arbeiter und Bauern vertrete^. An einem Mast wurden zu den Klängen der Nationalhymnen zuerst die Flaggen Italiens, Portugals und Deutschlands gehißt, der Länder, die, wie der Organisationsleiter der NSB., van Geel- kerken, sich ausdrückte, im Kampfe um die Erneue- rungsbewegung der Welt sieghaft vorangegangen seien; dann die Flaggen der Niederlande, Flanderns und Südafrikas, womit die großniederländische Hal­tung der NSB. besonders zum Ausdruck gebracht werden sollte. Nachdem de Bruin und Dlekke den innerpolitischen Kampf der NSB. gezeichnet hatten, wobei sie besonders auf die verderblichen Folgen der Politisierung der Kirchen und des Zusammen­gehens zwischen politischem Katholizismus und Marxismus hinwiesen, schilderte der Führer der NSB., Diplomingenieur M u s s e r t die Ziele der NSB. Trotz großer mäterieller Reichtümer und hoher sittlicher Werte des niederländischen Volkes gebe es heute in Holland bei einer Bevölkerung von rund acht Millionen Einwohnern über 400 000 Er­werbslose. Die hohe Bedeutung des niederländischen Kolonialbesitzes werde verkannt und die wertvollsten Güter der Nation gefährdet. Die NSB. müsse nun schon seit Jahren mit wachsendem Widerwillen an< sehen, wie die holländischen Demokraten und Mar­xisten Deutschland aufs niederträchtigste verleum­deten. Ihre Haltung gegenüber dem Großdeutschen Reich von 73 Millionen sei gemein, dumm und gefährlich. Die NSB. fordere gute nachbarliche Be­ziehungen zu Deutschland im Interesse Hollands und Europas.

Vikror Emanuel HI. auf Mussolinis Landsitz.

Mailand, 8. Juni. (Europapreß.) Nach Er­öffnung einer Ausstellung von Werken Melozzos und anderer Maler der Romagna des 15. Jahrhun- derst in Forli fuhr der italienische König und Kai­ser in Begleitung des Unterrichtsministers Bottai nach dem Geburtsort Mussolinis, Pre- dappio, wo er vom Bürgermeister empfangen wurde und zum erstenmal das einfache Bauernhaus besich­tigte, in dem Mussolini geboren wurde und wo Mussolinis Vater seinem Handwerk als Schmied nach ging. Nach einer Besichtigung des Gemeinde­hauses, in' dem die Mutter des Duce als Dorfschul­lehrerin gewirkt hatte, legte der König auf dem Grab der Eltern Mussolinis auf dem Friedhof von San Cassiano einen Kranz nieder und stattete der Kirche, in der Mussolini getauft worden war, einen Besuch ab. Dann fuhr Victor Emanel III. in Be­gleitung seines Feldadjutanten nach dem Sommer­schloß des italienischen Regierungschefs, Rocca della Caminate.wo er von Mussolini und sei­ner Gattin empfangen wurde. Der König blieb zum Tee und fuhr am Mittwochabend über Forli nach JRom zurück.

England kaust LOO passagier-Ilugzeuge in Amerika.

London, 9. Juni. (Europapreß.) Nach einer Meldung desDaily Expreß" hat die englische Re­gierung in Amerika 200 Lockhead-Passagierflugzeuge im Gegenwert von 3 400 000 Pfund (rund 42 Mil­lionen RM.) bestellt. Die Maschinen sollen je 12 Fluggäste befördern können und eine Geschwindig­keit von etwa 385 Stundenkilometern.erreichen. Der Aktionsradius ist auf 1600 Kilometer bemessen. Die bestellten Maschinen sollen so gebaut sein, daß sie sich leicht in Kampfmaschinen um wan­deln lassen und vor allem als Aufklärungs­flugzeuge und als leichte Bomber dienen können.

Keine einstweilige Verfügung im mexikanischen Oelstreit.

' Mexiko, 8. Juni. (Europapreß.) Der von den enteigneten ausländischen Oelgesellschasten einge­brachte Antrag auf Erlaß einer einstwei­ligen Verfügung, wodurch die Verstaatlichung der Oelindustrie rückgängig gemacht werden sollte, ist von den unteren mexikanischen Gerichts­behörden zurückaewiesen worden. Nunmehr wird sich der oberste mexikanische Gerichtshof mit der Angelegenheit zu befassen haben. In der Be- aründung zur Ablehnung der einstweiligen Ver­fügung heißt es, die Beschlagnahme des Besitztums der ausländischen Oelgesellschasten sei im ö f f e n t- li.chen Interesse erfolgt und deshalb ver­fassungsrechtlich und juristisch ae - rechtfertig t. Auch die den ausländischen Oel- gesellschaften gehörenden Gebäude, Tanks, Eisen­bahnwagen, Verteilungsstellen und sämtliche der Erzeugung und Raffinerie die­nenden Anlagen seien gegen entsprechende Entschädigung der Beschlagnahme ver­fallen. Dagegen seien die Bankguthaben der Oelgesellschasten, ihre gesamten Archive ein­schließlich der Geschäftsbücher Privat­ei aentum der ausländischen Gesellschaften. In diesem Punkte sei der Forderung nach Erlaß einer einstweiligen Verfügung stattzugeben.

Kleine politische Nachrichten.

Reichsminister Dr. Goebbels trifft zu der am 12.Juni in Wien stattsindenden Eröffnung der V. Reichstheater - Festwoche bereits am

England plant Maßnahmen gegen Bombenangriffe auf britische Schiffe.

Frankreich schützt seine Güdgrenze

Eine Erklärung Daladiers.

Paris, 8. Juni. (DNB.) Ministerpräsident D <l l a d i e r hat nach seiner Besichtigungsreise an die französisch - sowjetspanische Grenze, wie die Agence Economique et Financtere" meldet, fol­gende Erklärung abgegeben: Die Regierung wird, koste es, was es wolle, den energischen Maßnah­men Achtung verschaffen. Jedes Flugzeug, das französisches Gebiet überfliegt, wird sofort an­gegriffen und gejagt werden. Die Flakbatterien werden v e r st ä r k t. Ent­sprechend den Feststellungen während der letzten

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Spanische bolschewistische Flugzeuge überflogen erneut die französische Grenze und warfen über der Stadt Ax-les-Thermes verschiedene Bomben ab. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Ueberfliegungen bzw. Bombardierungen französi­schen Gebietes werden besonders in Banyules A b- wehrposten eingesetzt werden, denn dort wird die Derterdigung Corbdres am wirksamsten sein. Im Departement Ariege haben die Flakabteilungen bereits ihre Stellungen bezogen. Weitere werden in den nächsten Tagen folgen. Schließlich liegen 16 Jagdgeschwader zur Zeit in Perpignan. Sie werden hier solange bleiben, wie es notwendig er­scheint.

Der rechtsstehendeJour" bedauert, daß Mini­sterpräsident Daladier noch immer nicht seine Meinung über die Herkunft der Bom­ben geäußert habe, die über französischem Gebiet abgeworfen worden sind. Das Blatt meint, die An­sicht des Ministerpräsidenten, der längere Zeit a n Ort und St elle geweilt hat, könne ja wohl nur mit den Aussagen der Augenzeugen übereinstimmen, die sich einig darüber feien, daß es sich um (o w j e t s p a n i s ch e Maschinen gehandelt haben müßte. Jener französische Flieger­offizier, der die Flugzeuge eingehend beobachtet hat, habe in aller Form erklärt, er habe neun Stück Flugzeuge französischer Herkun-ft ge­zählt. Diese Ansicht des Fliegeroffiziers entspräche auch dem amtlichen Untersuchungsergebnis, mit dem erwiesen fei, daß die Flugzeuge in Barcelona g e st a r t e t sind.

Samstag, dem 11. Juni, mittags auf dem Flugfeld Aspern ein. Er wird voraussichtlich auf der Schluß­sitzung des in Wien tagenden Kontinentalen Reklamekongresses das Wort nehmen.

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Der Führer und Reichskanzler hat Reichspostmini­ster Dr.-Jng. e. h. O h n e f o r g e Aur Vollendung des 66. Lebensjahres telegraphisch seine Glückwünsche ausgesprochen.

Eine neue Lage.

Der Wert der französischen Bündnisse zweifelhaft geworden.

Paris, 9. Juni. (DNB. Funkspruch.)Frank­reichs Bündnisse entsprechen nicht mehr Len tatsäch­lichen Verhältnissen", so schreibt der französische Ge­neral Duchesnes imJour". Der General stellt fest, daß Sowjetrußland vom Festland Europa durch eine d o p p e l t e V e r t e i L i g u n g s » linie getrennt fei: die erste werde von Po­len und Rumänien von der Ostsee bis Zum Schwarzen Meer gebildet, die zweite von Deutsch­land und Italien von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Diese Tatsache beeinträchtige die Durch­führung und den Wert der zahlreichen gegenseitigen Beistandspakte, die Frankreich seit 1921 ge­schlossen habe. Hinzu komme, daß der Pakt der Genfer Entente, in den die Verträge feierlich einge­baut seien, sich in voller Verwesuna befinde. Im politischen Zustand Europas sei durch Umfor­mungen eine neue Lage geschaffen. In Anbe­tracht der neuen Kombinationen und Machtverhält­nisse würden die militärischen Beistandspakte Frank­reichs illusorisch werden, wenn es sich im Augen­blick ihrer Anwendung ergeben sollte, daß sie un­durchführbar seien. Verschiedentlich unter­streicht der General in seiner Studie, daß die Schuld an dieser Lage Frankreichs der Kommunis­mus trage, der unter dem Mantel von Verträgen jede Gelegenheit nütze, um seine Aktion in Mittel­und Westeuropa auszubreiten.

Neue Lustbombardements auf Kanton.

Die Eisenbahnwerkstätte von Wongscha zerstört.

Hongkong, 8. Juni. (Europapreß.) Am Mitt­woch wurden Danton und hie militärischen Anlagen der Umgebung der südchinesischen Handelsstadt er­neut von japanischen Fliegern bombardiert. Die Eisenbahnwerk st ätte in Wongscha, an der von Kanton nach Hankau führenden Eisenbahnlinie wurde vollständig zerstört. Durch das entstan­dene Feuer wurden auch die in unmittelbarer Nähe der Werkstätte lagernden Oeloorräte, sowie eine große Anzahl Eisenbahnwagen vernichtet. Die ganze Stadt Wongscha soll von den Flammen ergriffen

London, 9. Juni. (Europapreß.) Heber angeb­lich von der englischen Regierung geplantedra­stische Maßnahmen" zur Verhinderung weiterer Bombenangriffe - auf brittsche (und andere nicht- spanische) Schiffe werden von der Presse Angaben gemacht, die größtenteils gleichlautende Angaben enthalten, so daß die Informationen aus den Krei­sen des Außenamtes stammen dürften. England und u. U. auch andere Staaten würden an die Kriegsschiffe und Flugzeugeinheiten im Mittelmeer den Befehl geben, auf sich nähernde spanische Flug­zeuge sofort zu schießen, auch wenn sich diele noch über spanischem Hoheitsgewässer befinden soll­ten. Ebenso, wie man nach dem Nyon-Abkommen demPiratentum zur See" einen Riegel vorge­schoben habe, dürften nach ähnlichen Uebereinkom- men für Luftangriffe die Bombardierungen nicht- spanischer Schiffe aufhören. England würde auch allein vorgehen, falls andere Staaten einL-uft- Nyop" ablehnen sollten. Man rechnet damit, daß England eine Zusammenkunft aller an der spani­schen Frage interessierten Mächte einberufen werde.

Oie Offensive an der Teruel-Front.

Bilbao, 9. Juni. (DNB.) Die nattonalspani- scheu Truppen griffen an der Teruel-Front zwischen Penagolosa und Adzaneta auf 30 Kilometer breiter Front an und warfen die Bolschewisten aus ihren stark befestigten Stellungen heraus. Die durch- schnittliche Tiefe des Vormarsches beträgt 12 Kilo­meter. Die Nationalen gelangten bis dicht vor U s e r a s , nordwestlich von Castellon. Nachmittags wurden alle Uferas beherrschenden Höhen besetzt. Don Penagolosa aus besetzte eine andere nationale Kolonne das Bergmassiv von Sierra de la Cruz. Im Abschnitt Jteruel drangen die Truppen des Generals Varels Ebenfalls weiter nach Süden vor. Im Luftkampf wurden elf feindliche Curtis- Maschinen abgeschossen.

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lieber den Fortgang der nationalspanischen Offen­sive am Mittelmeer melden die auf national- spanischer Seite tätigen französischen Kriegsbericht­erstatter: Die nationc^spanische Offensive entwickelt sich trotz heftigen Reaens planmäßig. Alle nationalspanischen Angriffe haben am Mittwoch die gesteckten Ziele erreicht, obwohl die schwere Artil­lerie infolge schlechten Wetters nicht eingesetzt wer­den konnte. An Stelle der Artillerie bereiteten Bombenflugzeuge die Angriffe der Truppen vor. Das galicische Armeekorps, das parallel zur Küste in den Ausläufern der Rand-Sierra vorrückt, stand am Mittwochabend kurz vor dem Dorfe Vills- f o m e s, 16 Kilometer Luftlinie von Castellon ent­fernt.

worden fein. Die Zerstörung Wongschas bedeutet für die Chinesen einen schweren Verlust und dürfte vorübergehend den Eisenbahnverkehr zwischen Kan­ton und Hankau lahmleaen.

Zu dem Bombenangriff auf Kanton, und Hankau erklärte ein Vertreter des japanischen Außenamtes, die Angriffe würden fortgesetzt werden, da die beiden Städte befestigt seien. Die 23oniJenam griffe seien nicht gegen die chinesische Zivilbevölke­rung gerichtet und würden auch in Zukunft nur gegen militärische Objekte durchgeführt werden. Der Vertreter des Außenamtes erinnerte an die Bombenabwürfe auf die aufständischen Berg- ftämme in Nordwe st-Indien durch englische Bombengeschwader und betonte, daß auch diese An­griffe nicht auf die Zivilbevölkerung, sondern, eben­so wie jetzt die japanischen Bombardements, auf militärische Anlagen gerichtet gewesen seien.

Aus aller Wett.

Oer Giftmordprozeß in Lüttich.

Im Giftmordprozeß gegen die Witwe Becker, der unter gewaltigem Publikumsandrang fortgesetzt wird, wurde die Angeklagte eingehend vernommen. Die Becker beantwortet alle Fragen mit größter Geschicklichkeit und findet für alle Be­schuldigungen eine Ausrede. U. a. wurde sie darüber vernommen, wie sie in den Besitz der großen Men­gen des von ihr benutzten Giftes- gekommen sei. Ihre Behauptung, das Präparat aegen ihre Herz, beschwerden von einem Arzt verschrieben und von einem Apotheker ausgehändigt bekommen zu haben, wird vom Gericht widerleg^ Eine gewisse Frau Daumens, der die Angeklagte einen Teil des Giftes gegeben haben will, konnte trotz aller poli­zeilichen Nachforschungen weder in Belgien noch in Holland ermittelt werden.

Als der erste Mordfall, der Tod der 48jährigen Frau G a st a d o t im März 1933, zur Sprache kommt, zeigt sich, daß eines der Beweisstücke aus den Gerichtsakten spurlos verschwunden ist. Der Mann des Opfers, ein Angehöriger der Lütticher Geheimpolizei, lebte längere Zeit in enger Freund­schaft mit der Witwe Becker, die dann eines Tages die Beziehungen zu ihm abbrach und heute behaup­tet, datz er sie aus Rache wegen des abgebrochenen Liebesverhältnisses angezeigt habe. Die Zeugen­aussagen hüben ergeben, daß die Witwe Becker ein sehr liederliches Leben geführt und hohe Schulden gemacht hat. 1935 hatte sie bei verschie­denen Gläubigern Schulden in Höhe von über 400 000 Franken. Die Anklage besagt, daß die Becker ihre Opfer umgebracht habe, um sich in den Besitz von Geldmitteln und Wertstücken zu setzen.

\ Sühne für zwei Mordtaten.

In Berlin sind der 28 Jahre alte Kurt Hehler, die 55 Jahre alte Anna Hehler und der 27 Jahre alte Erich Schmidtchen hingerichtet wor­den, die vom Schwurgericht in Cottbus wegen ge­meinschaftlichen Mordes Kurt Hehler in

zwei Fällen zum Tode und zum dauernden Ver­lust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden waren. Kurt Hehler hat 1931 in Schwieloch (Kreis Lübben) gemeinschaftlich mit seiner Stiefmutter Anna Hehler seinen Vater aus dem Hinterhalt er­schossen und 1937 in Sospow (Kreis Cottbus) ge­meinschaftlich mit Erich Schmidtchen die Bäuerin Elisabeth Lehmann erschlagen und beraubt.

Die Leiche des entführten Kindes 3im Eash gefunden.

Die Leiche des von amerikanischen Gangsters entführten fünfjährigen Jungen JiM Cash wurde aufgefunden. Die Entführer haben das Kind bereits kurz nach dem Raub ermordet und dann das Lösegeld ähnlich wie im Linddergh-Fall von dem Vater erpreßt, als das Kind schon tot war. In Princetown (Florida) wurde ein Mann unter dem Verdacht der Täterschaft festgenommen.

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Das Abgeordnetenhaus in Washington beschloß im Einklang mit Roosevelts Gesuch die Be­willigung von 50 000 Dollar für die Ermittlung der Entführer des kleinen Cash. Das Haus bewilligte darüber hinaus einen Sonderfonds von 150 000 Dollar zur Untersuchung ähnlicher Entfüh­rungsfälle.

Der Tod in den Bergen.

Im Dachsteingebiet ereignete sich ein schweres Bergunalück. Beim Aufstieg über die äußerst schwierige Dachstein-Südwand verunglückte der Arzt Dr. Werner Grünbauer von der Chirurgischen Klinik in Erlangen durch Lostreten einer Schnee­wächte. Bei den Bergungsarbeiten gerieten zwei Mitglieder der' Mannschaft, der Bergführer Her- mann Schärte! aus Füssen und Dr. Kienzl aus Baden bei Wien, ebenfalls auf eine Schnee­wächte und stürzten in die Tiefe. Ihre Leichen konnten noch nicht geborgen werden.

Schwerer Unfall

auf der Reichsautohahn ChemnitzDresden.

Auf der Reichsautobahn ChemnitzDresden er- eignete sich ein schwerer Unfall. Ein mit Brettern beladener Lastzug fuhr bei Oberlichtenau aus bis­her noch ungeklärter Ursache eine fünf Meter hohe Böschung hinab, Von den vier Beifahrern wurde einer unter der Wucht der nachstürzenden Bretter buchstäblich zerdrückt und war auf der Stelle tot, während die übrigen mehr oder weniger schwere Verletzungen davontrugen. Der Fahrer selbst und ein mitfahrendes Kind scheinen mit dem Schrecken davongekommen zu sein.

Drei Bauernhöfe in Flammen.

In Groß-Horst bei Stettin brach auf dem Gehöft des Willi Laads Feuer aus. Das Wohnhaus, zwei Ställe und die Scheune brannten ab. Die Flammen erfaßten auch das Nachbargehöft von Erich Runge, das mit dem Wohnhaus, zwei Ställen und einer Scheune eingeäschert wurde. Ferner wurde das Gehöft des Besitzers Bell in von den Flammen ergriffen; hier wurden das Wohnhaus und zwei Ställe vernichtet. Der Land­wirt Saabs hat feinen ganzen Viehbestand von elf Kühen, zwei Pferden, neun Schweinen und 50 Hühnern eingebüßt. Die Brandgeschädigten sind nur gering versichert. Die Brandursache steht noch nicht fest.

Hamburg ehrl vier Opfer der Arbeit.

Die Hansestadt Hamburg bereitete den vier bei einem Fabrikbrand in Altona in Ausübung ihres Berufes auf dem Felde der Arbeit gefallenen Feuer- wehrmännern Ulbericht, Harenberg,- n ich en und Ponto eine würdige Trauer feier. General der Polizei Daluege war erfdjienen, um die dankbaren Grüße des Reichsinnenministers Dr. Frick und des Reichsführers und Chefs der deutschen Polizei Himmler zu überbringen. Die toten Männer, die ihren Eid, für Führer, Volk und Vaterland sich einzusetzen, durch die Hingabe ihres Lebens besiegelt hätten, würden durch die Auf­nahme in das Ehrenbuch der Polizei als Vorbild fortleben.

Ein unverhofftes vertobungsgeschenk.

Wieder sind die braunen Glücksmänner in Stadt und Land aufgetaucht und verkaufen die Lose der Reichslotterie für Arbeitsbeschaffung. In Küstrin war ein Haupttreffer unter besonders glücklichen Umständen zu verzeichnen. Eine Berlinerin war über Pfingsten in die alte Festungsstadt gekommen, um sich mit einem Küstriner zu verloben. Abends kaufte sie von einem Glücksmann ein paar Lose, und siehe da. das siebente war ein Haupttreffer: 5 0 0 Reichsmark! Eine höchst willkommene Hilfe bei der Beschaffung der Aussteuer, versicherte glückstrahlend die junge Braut.

103 Jahre alt.

Die älteste Frau Mainfrankens, Frau Lene Rauchbar in Mainstockheim, konnte am 8.Juni auf eine Lebenszeit von 103 Jahren zurück­blicken. Man sieht der Jubilarin ihr Alter nicht an; ihre Lebendigkeit und Frische sind erstaunlich. Mit 94 Jahren ist Frau Rauchbar noch auf dem Felde mit Arbeiten beschäftigt gewesen. Bei der Volks­abstimmung am 10. April kam sie in Begleitung ihrer Urenkelin, die genau 100 Jahre jünger ist, persön­lich in das Wahllokal, um dem Führer ihr Ja zu geben.

Tagung der Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes.

Die Tagung der Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes wurde in Kiel eröffnet. Aus dem ganzen Reich sind etwa 1000 Schwestern erschienen. Der Chef des Amtes für Schwesternschaften beim Deutschen Roten Kreuz, Professor Dr. Stahl, begrüßte Vertreter der Reichsregierung, der Partei und des Staates. Sein besonderer Gruß galt dem geschäftsführenden Präsi­denten des Deutschen Roten Kreuzes, ^-Brigade- führer Dr. G r a w e tz. Professor Stahl betonte, daß nun auch die Altersversorgung aller Rote-Kreuz- Schwestern auf eine gesicherte Grundlage gestellt werden konnte.

Merkwürdiger Fund auf dem Freiburger Münslerplah.

Als in Freiburg i. B. zum diesjährigen Natio­nalfeiertag der Maibaum gesetzt wurde, stieß man in einer Tiefe van etwa zweieinhalb Meter auf dem Münsterplatz auf zwei Sandsteindeckplatten, unter denen man eine Grabkammer vermutete. Nun

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Pfg..

MAGGI

Immer reichlich Soße - was Sie auch kochen und braten!

Den Würfel zerdrücken, mit 1/4 Liter Wasser gut verrühren, aufkochen und 3 Minuten ziehen lassen