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Generalfeldmarschall Göring weiht die Meisterschule für Malerei in Kronenburg (Lisch.
Kronenbur
Generalfeldmarschall Göring in der Handwerksansslellung
datisches Genie, nicht nur den ersten 21 r • beiter und wirtschaftlichen Gestalter seines Volkes, sondern vielleicht als allerstärk» sie Eignung den Künstler Adolf Hitler. Und das darf ich, auch versichere, daß über olle Arbeiten der Politik und der Wirtschaft hinaus a u d) mein Herz in glühender Begeisterung schlägt für das Schöne und damit für die Kunst. Und nachdem die Vorsehung so unendlich gütig mir Reiches geschenkt hat, empfinde ich es als meine innere Pflicht, das Meinige zu tun, um nun auch der Kunst die Plattform zu geben, die sie haben muß, um wirken zu können. Wenn ich hier also die Schirmherrschaft übernommen habe, so ist das nichts anderes als eine tiefe Dankesschuld, die ich im kleinen abzustatten versuche für«all das Herrliche und Schöne, das wir im täglichen Leben von den gottbegnadeten Künstlern empfangen und das uns die Kraft gibt, weiter am großen Werk zu arbeiten und zu wirken. Denn das ist es, was einem die in» nere Sammlung und die innere Stärke immer wieder gibt, wenn man das Auge emporheben darf zu Schönem oder das Ohr der göttlichen Musik lauschen darf. Das Leben ohne Kunst ist schal,,das Leben mit Kunst ist erhebend.
Möge denn dieses Haus nun stets eine Pflegestätte
erster Kunst sein und bleiben, einer Kunst, wie sie uns im Blute liegt, einer Kunst, wie sie vom Volke verstanden wird. Denn nur das ist wahre Kunst, was der einfache Mann des Volkes begreift und verstehen kann. Bedarf es erst einer Erklärung, um etwas als schön zu empfinden, dann hat jedes Kunstwerk seinen Zweck verfehlt, denn es muß durch sich selbst wirken und es muß nicht vom Einzelmensch, sondern vom Volke verstanden wer» den. Die Hunst kann nicht irgendwo irrlichtern, auch sie ist, beheimatet im Volk, denn sie kommt aus dem Volke und ist mit dem Volke verwurzelt und kann nur so Großes gestalten. Und das ist mein zweiter inniger Wunsch für diese Schule: Möge sie nie volksfremd werden in ihrer Einstellung und in ihrer Kunst, sondern möge sie besonders darin ihren Stolz und ihren Ehrgeiz sehen, eine Kunst zu schaffen, die im Wesen des deutschen Blutes liegt.
Der Generalfeldmarschall unterhielt sich längere Zeit mit Professor Pein er, ließ sich die Arbeiten der Schüler zeigen und besprach die Grundsätze der letzten Arbeit. Er dankte auch Professor Fahrenkamp, dem Direktor der Akademie in Düsseldorf, für feine Mitarbeit. Dann besuchte er in Begleitung der Gauleiter Grohs (Gau Köln-Aachen) und Florian (Gau Düsseldorf) die Ordensburg Vogelsang. Er wurde von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und dem Burgkommandanten Reichshauptamtsleiter Manderbych sowie von der vor der Burg angetretenen Burgmannschaft begrüßt und nahm eine eingehende Besichtigung der Burganlagen vor. Insbesondere interessierte er sich für die sportliche Arbeit der Burgmannschaft.
benannte Meisterschule für Malerei ihrer Bestimmung zu übergeben. Vor dem Hauptgebäude hatte sich eine zahlreiche Menschenmenge emgefun- den, die Hermann Göring, in dessen Begleitung ich Staatssekretär Körner, Staatssekretär General ier Flieger Milch, General Bodenschatz und Ministerialdirektor Gritzbach befanden, bei seinem Er- cheinen begeistert feierte. Besondere Freude oerei- eten dem Ministerpräsidenten Berliner Fenenkln- der, die hier zur Erholung weilten. Im Festsaal, der im Alltag die Werkshalle der Schule darstellt und mit dem Wappen des Generalfeldmarschalls ge- chmückt ist, wurde dann die Feierstunde mit herz- liehen Begrüßungsworten des Leiters der Schule, Professor Werner P e i n e r , eröffnet. . Professor Peiner gab einen kurzen Ueberblick über die Ziele der Schule, die sich zur Aufgabe gestellt habe, dem neuen deutschen Kunstschaffen der Malerei eine neue ethische Grundlage zu geben und sprach seinen Dank ür die starke Förderung der Künstlerschaft im Dritten Reich aus. Sodann nahm Generalfeldmar
gewesen, wo eine ftarfe Staatsführung die Voraussetzung geschaffen hat. Die Vorsehung hat dem deutschen Volk in einer Person olles geschenkt, nicht nur den genialen Staatsmann und Politiker, nicht nur ein so l-
chall Göring das Wort.
„Als ich", so sagte er u. a., „seinerzeit den Ent- chluß • faßte, das Haus der Flieger zu ge- falten, und den Umbau von jenem Parlament der Schwätzer zu einem schönen Aufenthaltsraum meiner Flieger durchzufüyren, da war es mir klar, daß ich nicht besser die Vergangenheit vergessen lassen machen konnte als dadurch, daß dieses Haus auch eine Stätte des Schönen werden olle. Damals wurden Sie von dem Architekten, Professor Sagebiel, berufen zu wirken. Im gleichen Augenblick fühlte ich, daß Sie zu Besonderem, zu Großem verpflichtet und berufen sind und daß Ihre Malerei so sehr in die Gedankenwelt Hes Ra- tionalsozialismus und des Dritten Reiches hineinpaßt, wie kaum eine andere zuvor. Es gehört zu den schönsten Errungenschaften großer künstlerischer deutscher Vergangenheit, daß damals die großen Meister Schulen besaßen, in denen sie ihr Können auf die Nachkommen übertragen haben. So ist aus ihrer genialen Begabung ein Fundament für viele geworden. Wenn wir der großen Meister gedenken und von ihnen reden, bann sprechen wir auch von ihren Schulen und von ihren Schülern. Nun haben- wir im Dritten Reich diesen wunderbaren Gedanken zum ersten Male in dieser Schule wieder aufgegriffen. Denn heute ist gerade die Kunst eine zum Fanatismus ver pf li ch- t e n b e Mission. Es genügt nicht, in einer Ata- bemie lediglich Dinge darzustellen und zu lehren, sondern es muß etwas Lebendiges aus dem Innern, aus der ganzen Denkungsweise, aus dem Können des Meisters hineinströmen in die Schüler. Sie sollen dann weiter ja auch über den Gesellen und Meisterschüler hinweg zu Meistern werden und ihrerseits so das große Können und Schaffen eines gottbegnadeten Arbeiters hinaustragen in die nachfolgenden ©eneratfonen deutscher Künstler. Es ist gut, daß diese Schule nicht im Brausen der Großstadt liegt, sondern abgeschieden davon hineingesetzt in diese wunderbare herbe Landschaft der Eifel, denn die Kunst verlangt innere Sammlung, wenn sie wirklich etwas schaffen soll. Ich hoffe, daß diese Schule ein wirklicher Hort zur verpflichtenden deutschen Kunst, wie sie im Dritten Reich neu aufgeblüht ist, sein wird."
Die ersten Schüler in dieser Schule wollen sich darüber klar sein, welch unendliches Glück ihnen zuteil geworden ist, in dieser großen Zeit leben zu
Generalfeldmarschall Göring besichtigte am Dienstag die Internationale Handwerks- ausstellung in Berlin, wo er sich die einzelnen Stände genau ans ah. Unser Schnappschuß zeigt den Ministerpräsidenten, als ihm von einer Ungarin eine Wiegendecke für sefti Töchterchen Edda überreicht wurde. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
tirnnonfrura 8 Juni (DNB.) Ministerpräsi-1dürfen. Auf dem Boden der Arbeit entstand die dent Generalseldnrarschall Hermann Göring stattete Kultur der Kunst. Sie ist. immer dort im Gefolge am Mittwoch dem tm schönen Kylltal gelegenen g einen Besuch ab, um die nach ihm sterschule für Malerei ihrer
Oie OAJ. im Betrieb. I
Von Or. Erich Schmidt.
Die DeutscheArbeitsfront (DAF.) ist die Gemeinschaft aller Schaffenden. Sie umfaßt den Betriebsführer ebenso wie den Arbeiter, den Angestellten gleichermaßen wie etwa den Reisenden. Sie hat die Aufgaben zu erfüllen, die chr der Führer und Reichskanzler durch die Verordnung vom 24. Oktober 1934 zugewiesen hat. Das Ziel der DAF. ist demgemäß die Bildung und Erhaltung einer wirklichen Volks- und Leistungsge- meinschaft aller Deutschen.
Unter den Aufgaben im einzelnen steht bte Sicherung des A r b e i t s f r i e d e n s an der ersten Stelle. Gemäß der Verordnung des Führers hat dies dadurch zu geschehen, daß die DAF. bei den Betriebsführern das Verständnis für die berechtig- ten Ansprüche ihrer Gefolgschaften, bei den Gefolgschaften das Verständnis für die Lag? und Möglichkeiten ihres Betriebes hervorruft. Gleichzeitig hat die DAF. die Aufgabe, zwischen den berechtigten Interessen aller Beteiligten jenen Ausgleich zu finden, der den nationalsozialistischen Grundsätzen entspricht und die Anzahl der Fälle einschränkt, die nach dem Arbeitsordnungsgesetz den zur Entscheidung allein zuständigen staatlichen Organen zu überweisen sind. Die Vertretung aller Beteiligten zur Herbeiführung dieses Ausgleiches ist die ausschließliche Aufgabe der DAF.
Neben dieser höchsten Aufgabe der Sicherung und Erhaltung der Arbeitskameraden aller Schaffenden bestehen Die weiteren Aufgabengebiete, die zu den gewaltigen, allen bekannten Leistungen der DAF. geführt haben. So finden wir das Wirken der DAF. auf allen Gebieten unseres sozialen Lebens, sei es unter der Losung der Schönheit der Arbeit oder int Dienst der körperlichen Erholung und Ertüchtigung ver Nation oder fei es bei der Förderung der beruflichen Leistungsfähigkeit ober bei sonstigen Fragen des Arbeitslebens.
Der Schwerpunkt unserer Sozialpolittk liegt heute in b en Betrieben. Demgemäß liegt auch bas Hauptgewicht ber mannigfaltigen Aufgaben ber DAF. in der Betreuung der Betriebsgemeinschaft. Um sie in allen Fragen durchzuführen, sind DAF.- Walter und -Warte in den Betrieben tätig Sie werden von ber DAF. eingesetzt. Jedem einzelnen sind bestimmte Aufgabengebiete zugewiesen, lieber ihre Abgrenzung und ihre Tätigkeiten hat Reichsleiter Dr. Ley die Anordnung Nr. 8/38 erlassen.
Bereits in Betrieben mit wenigstens sechs Betriebsmitgliedern, also neben dem Betriebsführer mit 5 Gefolgschaftsmitgliedern, ist ein 23 e trieb s» o b m a n n zu bestellen. Ihm obliegt die politische Betreuung aller in einem Betrieb tätigen Menschen, die als Einheit die Betriebsgemeinschast bilden. Ist ber Betriebsobmann zugleich Mitglied bes Vertrauensrates, so treten zu seiner politischen Tätigkeit noch soziale Ausgaben in besonderem Maße hinzu. Diese Aufgaben sind zum Teil im Arbeits- ordnungsgesetz festgelegt, indem ber Betriebsführer beispielsweise gemeinsam mit dem Betriebsobmann die Wahlliste für den Vertrauensrat aufzustellen hat. Ebenso ist nach einer Anordnung Dr. Leys ber bis zum 1. August eines jeben Jahres zu stellenbe Antrag des Betriebsführers auf Beteiligung am Leistungskampf der, deutschen Betriebe vom Betriebsobmann mit zu unterzeichnen.
Die Fragen der Unfall- und Schadenverhütung, ber gesundheitlichen Betreuung der Gefolgschaft, ber Berufserziehung, ber würbigen Ausgestaltung ber Betriebsappelle, kurz alle Fragen, die in einer Betriebsgemeinschast in biesem Sinne auftreten, gehören in den Bereich ber Mitarbeit des Betriebsobmannes. So ist der Betriebsobmann in Personalunion KdF.-Wart, wie er gleichzeitig Betriebswerk- fcharstammführer ist und als solcher den Einsatz der Werkschar seines Betriebes bestimmt. Der Aufgabenkreis des Betriebsobmannes ist also äußerst vielgestaltig. Er wird im einzelnen deutlich durch die Mitarbeiter, die den Betriebsobmann zur Seite gestellt werden können. Disziplinär untersteht der Betriebsobmann dem zuständigen Ortsobmann der DAF. Fachlich wird er von der zuständigen Fachabteilung der Kreiswaltung der DAF. beraten.
Besonders in größeren Betrieben sind es zahlreiche Mitar b eiter,'die dem Betriebsobmann zur Seite stehen. In kleineren Betrieben werden mehrere Aemter zweckmäßigerweise in Personalunion geführt werden. Die Mitarbeiter sind dem Betriebsobmann disziplinär unterstellt. Fachlich unterstehen sie jeweils der in der zuständigen Orts- waltung der DAF. vorhandenen entsprechenden Fachdienststelle. Die Mitarbeiter des Betriebsobmanns lassen sich unterscheiden in seine Vertreter, denen Teile der Betriebsgefolgschaft zur Betreuung zugewiesen sind, und in die übrigen Mitarbeiter, die bestimmte Fachaufgaben für die gesamte Betriebsgefolgschaft zu erfüllen haben. In Betrieben mit mehr als 30 Betriebsmitgliedern wird eine Einteilung in Zellen und Blocks vorgenommen. Sie soll sich möglichst den Abteilungen, Unterabteilungen, Gruppen und Kolonnen des Betriebes anpassen. Die größere Gliederung ist die Zelle. Sie wird von einem Betriebszellenobmann geleitet, der also Vertreter des Betriebsobmannes in dem ihm zugewiesenen Teil der Gefolgschaft ist. Nach der Zelle kommt derBetriebs- block. Es soll nicht mehr als 15 Gefolgschaftsangehörige umfassen. Verantwortlich für iyn ist der Betriebsblockobmann, der wiederum dem Betriebszellenobmann untersteht.
Neben diesen Mitarbeitern des Betriebsobmanns sind dann diejenigen zu nennen, die fachliche Aufgaben zur Unterstützung des Betriebsobmanns zu erfüllen haben. Da ist zunächst der B e - triebsberusswalter. Sein Aufgabengebiet ist ein zweifaches. Einmal hat er Verantwortung für die Berufserziehung zu übernehmen und zum anderen hat er seine Ärbeitskameraden auf die in ihrem Interesse liegende Bedeutung der fortgesetzten Berufsfortbildung hinzuweisen. Hat die Werkschar, des Betriebes eine Arbeitsgruppe für Berufserziehung gebildet, so ist der Betriebsberufsmalter ihr fachlicher Leiter. Für den Gesundheitszustand der Gefolgschaft ist der Betriebsgesundheits- Walter mit verantwortlichen 21ufgaben betraut. Die Gesundheitstrupps unterstehen arbeitsmäßig den DAF.-Abteilungen für Volksgesundheit. Besteht eine Arbeitsgruppe der Werkschar für Volksgesundheit, so ist der Betriebsgesundheitswalter ihr fachlicher Leiter.
Sind in einem Betrieb wenigstens fünf männliche Jugendliche tätig, Jo ist zur Unterstützung des Betriebsobmanns auf diesem Arbeitsgebiet ein Betriebsjugendwalter einzusetzen. Zu seiner Tätigkeit gehört besonders die Sorge für die Jugendlichen in persönlicher Hinsicht, ihre betrieb» lich-soziale und fachlich-berufliche Betreuung, die Herstellung eines möglichst engen Verhältnisses ^wi- schen Betriebsführer und Jugendlichen sowie die Ausrichtung der im Betriebe tätigen Jugendlichen
im Sinne der Betriebsgemeinschaft. Sind in einem Betrieb wenigstens fünf weibliche Jugendliche vorhanden, so hat eine Betriebsjugendwalterin in gleichem Sinne tätig zu werden. Auch eine B e - trieb sfr auenroalterin ist einzusetzen, wenn in einem Betrieb wenigstens sechs berufstätige Frauen zur Gefolgschaft zählen. Die Ausgabe der Betriebsfrauenwalterin ist es, ihre Arbeitskameradinnen in allen fraulichen Fragen zu betreuen. In vertrauensratspflichtigen Betrieben, also in Betrieben mit in der Regel mindestens 20 Beschäftigten, muß ein Vertreter des Betriebsobmanns in KdF. -Fragen bestellt werden. In Betrieben mit weniger als 300 Betriebsmitgliedern ist er gleichzeitig Betriebs-Dolksbildunaswart. Im übrigen hat er den Gedanken der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ständig zu fördern und die Feierabendgestaltung anzuregen und auszubauen. Besteht im Betrieb eine Arbeitsgruppe der Werkschar für die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", so ist er gleichzeitig ihr fachlicher Leiter.
Der B e t r i e b s s p o r t w a r t hat sich immer mehr bet uns durchgesetzt. Er soll aber möglichst alle Betriebe erfassen. Deshalb muß in Betrieben mit wenigstens 6 Betriebsmitgliedern ein Betriebs- sportwart vorhanden sein. In größeren Betrieben sind zu seiner Unterstützung Uebungs- und Wett-1
Danzig, 8. Juni (DNB.) In Zoppot findet vom 8. bis 12. Juni die Reichstagung der deutschen Aerzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes und die deutsche Tuberkulosentagung statt, zu der'etwa 700 Medizinalbeamte aus dem ganzen Reich nach Dan» zig-Zoppot gekommen sind.
Ministerialdirektor Dr. G ü 11 erklärte, nationalsozialistische Gesundheitspolitik treiben, heiße das Volk in den Mittelpunkt aller staatspolitischen Erwägungen stellen und mit allen Mitteln stützend, pflegend und fördernd auf die beiden gestaltenden biologischen Kräfte einzuwirken: Anlage und Umwelt. Es gelte also nicht nur die Umweltbe- dingungen der gerade lebenden Generation zu verbessern, sondern den kommenden Geschlechtern auf Jahrhunderte hinaus auch biologisch den Weg zu bereiten. So trete neben die Maßnahmen des Ge- undheitsschutzes die Erb- und Rassen- pflege. Es sei im letzten Jahr gelungen, den G e- undheitsschutz weiter auszubauen. Gemeingefährliche Krankheiten, wie Aussatz, Cholera, Pest und Pocken seien in Deutschland nicht mehr vorgekommen. Die Diphtherie habe eine gewisse Zunahme erfahren, fei jedoch im allgemeinen leicht nerlaufen. Die aus einer Mehranzeige von 3000 neuen Erkrankten sich ergebende Zunahme der Tuberkulose sei nur scheinbar und erkläre sich
kampfwarte zu bestellen. Auch ein A r b e i t s - s ch u tzw alter ist in Betrieben mit wenigstens sechs Betriebsmitgliedern einzusetzen. Er ist zugleich Hauptunfallvertrauensmann. In engster Zusammenarbeit mit dem Betriebsführer und dem 23er» trauensrat hat er für eine gute Unfall- und Schadenverhütung zu sorgen und seine Arbeitskameraden ständig auf die Bedeutung dieser Fragen hinzuwei» sen. Um gerade auf diesem so wichtigen Gebiet die höchsten Erfolge zu erzielen, wurde bekanntlich schon im August 1935 zwischen den Berufsgenossenschaften als den Trägern der Unfallversicherung und der DAF. eine Vereinbarung über eine enge Zusammenarbeit getroffen, die durch Ausführungsdeftim- mungen vom 12. April 1937 ergänzt wurde. Zuletzt ist als Mitarbeiter des Betriebsobmanns der B e • triebswerkscharsührer zu nennen. Wie schon gesagt, steht die Werkschar eines Betriebes dem Betriebsobmann geschlossen zum Einsatz zur Verfügung. Durch den Betriebsobmann und seine Mitarbeiter sichert die DAF. die Erfüllung ihrer Hauptaufgabe, die in der Betreuung der Betriebs» gemeinschaft liegt. Damit aber wird zugleich Gewähr dafür gegeben, daß der Gedanke der ^Betriebs* Verbundenheit und die praktische Arbeitskameradschaft aller Angehörigen eines Betriebes die Grundlage unserer- sozialen Neuordnung bleiben.
aus der besseren Erfassung aller Erkrankten durch die Fürsorgestellen der Gesundheitsämter, die 1936 mehr als 1% Millionen Volksgenossen betreuten. Die Sterblichkeit an Tuberkulose habe mit 6,9 auf 1000 Einwohner einen noch nie dagewesenen Tiefstand erreicht.
Aus dem zweiten Arbeitsgebiet der Gesundheitsämter, dem''der Gesundheitsfürsorge, berichtete Dr. Gütt, daß bei einer Jahresgeburtenziffer von 1 276 000 im Jahre 1937 1 129 000 Säuglinge in ärztlicher Betreuung durch die Gesundheitsämter sta.lden. Es fei gelungen, die Sterbeziffer im Vorjahre auf 4,6 v. H. herabzudrücken. Dieses schöne Ergebnis habe sich in enger Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk „Mutter und Kind" der NSV. und der Erziehungsarbeit des Reichsmütterdienstes des Deutschen Frauenwerks erzielen lassen.
Diel Raum widmete Dr. Gütt dem dritten Fach- gebiet, der Beoölkerungspolitik, Erb- und Rassenpflege. 1937 ist die H e i r a t s§ i f f e r auf etwa 620 000 gegenüber 609 000 ifh Jahre 1936 g e- ft i e g e n. Trotz der fortschreitenden Ueberalterung ist d i e Sterblichkeit die gleiche geblieben. Wenn auch die Zahl der Geburten von 14,7 auf 1000 im Jahre 1933 auf 19 auf 1000 im Jahre 1936 angestiegen sei, so bleibe sie doch um 11 v. H. hinter dem Geburtensoll zurück.
Soziale Maßnahmen der Reichspost in Oesterreich.
Berlin. 8. Juni. (DNB.) Reichspostminister Dr.-Jng. e. h. Ohnesorge hat nach seiner Rückkehr aus Oesterreich unter dem Eindruck der Erlebnisse seines Besuches in Wien und Linz an seinem heutigen Geburtstage für das laufende Rechnungsjahr 5 Millionen Reichsmark für notwendiae Inbetriebsetzungen von Postdienstgebäuden im Lande Oesterreich, für die Erneuerung oder Ausbesserung der Inneneinrichtungen, Erfrischungsräume, sanitäre Anlagen, für die Gestaltung der Dienst- und Ar- beitsräunze, nach den Gesichtspunkten der „Schönheit der Arbeit" bereitgestellt. Außerdem 2 Millionen Reichsmark Unterstützungen an in Not geratene Gefolgschaftsmitglieder und Empfänger von Ruhe- und Versorgungsgenüssen zur Verfügung gestellt und ferner angeordnet, daß die Erholungsfürsorge der Reichspost für das Land Oesterreich nach der Kopfzahl der Gefolgschaft gemessen etwa i m doppelten Umfang durchgeführt wird wie im Altreich, so daß im Jahre 1938 rund 1800 Gefolgschaftsmitglieder der Reichspost im Lande Oesterreich einen kostenlosen zehntägigen Erholungsurlaub genießen können.
Die (Stiftung für Opfer der Arbeit.
Berlin, 8. Juni. (DNB.) Der Ehrenausschuß der „Stiftung für Opfer der Arbeit", dem die Staatsräte Walter Schuhmann, MdR., Dr. Fritz Thyssen, MdR., und Dr. Emil Georg von Stauß, MdR., angehören, genehmigte 1065 Gesuche mit einmaligen und lausenden Zahlungen in Höhe von 287 080 Mark. 507 Gesuche muhten abgelehnt werden, da die Voraussetzungen für eine Unterstützung aus der „Stiftung für Opfer der Arbeit" nicht gegeben waren. Don 748 erneuten Anträgen wurden 636 Gesuchsteller mit einem Gesamtbeträge von 84 580 Mark bedacht, 112 Gesuche mußten abgelehnt werden, da veränderte wirtschaftliche 23er« hältnisje vorlagen. Die von der „Stiftung für Opfer der Arbeit" in Zusammenarbeit mit der NSV. durchgeführte Kinderverschickung wird auch 1938 durchgeführt. Insgesamt werden 1300 Kinder verschickt werden. Es sind dies Kinder tödlich verunglückter Arbeiter, die in der Hauptsache aus den Bergbaugebieten Oberschlesiens, dem Rheinisch-Westfälischen Industriegebiet sowie aus Kreisen der deutschen Seefahrt stammen.
Zahrestagung des Deutschen Gemeindetages.
Berlin, 7. Juni. (DNB.) Die Jahrestagung des Deutschen Gemeindetages wird am 15. JuNi 1938 im Hause der Flieger durch den Vorsitzenden des Deutschen Gemeindetages Reichsleiter Oberbürgermeister F i e h l e r eröffnet. Das Programm sieht Hinweise des Reichsministers des Innern DL
Erfolge deutscher Gesundheitspolitik.
Oie Reichstagung der deutschen Aerzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes.


