Baugruppe r.
1. VfR. Mannheim
6
15:10
8:4
2. FC. Schalke 04
5
13:5
6:4
3. SV. 05 Dessau
5
5:15
4:6
4. Berliner SV. 92
6
8:11
4:6
Gaugruppe 3.
1. Fortuna Düsseldorf
5
11:3
8:2
2. BC. Hartha
6
8:12
6:6
3. VfB. Stuttgart
6
14:9
5:7
4. VfR. Gleiwitz
5
8:17
3:7
Gaugruppe 4.
1. Hannover 96
5
14:4
10:0
2. 1. FC. Nürnberg
5
14:7
8:2
3. Alemannia Aachen
5
9:17
2:8
4. FC. Hanau 1893
5
5:14
0:l(
Vorschlußrunde am 29. Mai.
Noch vier Gruppenendspiele am 22. Mai.
Die Reichssportführung hat die beiden Vorschlußrundenspiele um die deutsche Fußballmeisterschaft zum 29. Mai angesetzt, da der 22. Mai noch zu den restlichen Gruppenendspielen benötigt wird. Das Endspiel um die deutsche Meisterschaft findet, wie vorgesehen, am 26. Juni, also erst nach der Weltmeisterschaft statt.
Der Spielplan für den 22. Mai lautet wie folgt: Gruppei: Eintracht Frankfurt — Hamburger SV. (Stadion); Gruppe 2: Schalke 04 — SV. 05 Dessau (in Münster); Gruppe 3: Fortuna Düsseldorf — — Vorw. Ras. Gleiwitz (Fortuna-Platz); Gruppe 4: 1. FC. Nürnberg — Hannover 96 (Stadion).
Zwei Aufstiegskämpfe im Gau Südwest
Die Fußball-Aufstiegsspiele zur Gauliga wurden im Gau Süd west mit zwei Begegnungen der Gruppe 2 fortgesetzt. Die TSG. 61 Ludwigshafen konnte ihre führende Stellung durch einen knappen 2:1- (1:0-) Sieg über den VfL. Homburg (Saar) ausbauen, während die SG. Saarbrücken in Lorsch beim Südhessenmeister mit 2:4 (0:3) unterlag und damit die ersten Punkte verlor. — In der Gruppe 1 wurde nicht gespielt. — Die Tabelle der Gruppe 2:
1. TSG. 61 Ludwigshafen 2 7:1 4:0
2. SG. Saarbrücken 2 3:4 2:2
3. Olympia Lorsch 2 4:7 2:2
4. VfL. Homburg (Saar) 2 x 1:3 0:4
Guter Start von Kurhessen.
Kurhessen Kassel — DfL. Lauterbach 6:2.
Im Gau Hessen wurden die Aufstiegsspiele zur Fußball-Gauliga in der Gruppe Nord mit dem Treffen zwischen Kurhessen Kassel und VfL. Lauterbach fortgesetzt. Die Kasseler kamen mit 6:2 Toren zu einem recht eindeutigen Sieg. Bei der Pause führten sie mit 2:0. Die Tabelle:
1. Kurhessen Kassel 1 6:2 2:0
2. SC. Eschwege - 1 3:2 2:0
3. VfL. Marburg 1 2:3 0:2
4. VfL. Lauterbach 1 2:6 0:2
In der Gruppe Süd konnten die Aufstiegsspiele
noch nicht beginnen, da hier noch nicht alle Gruppensieger ermittelt sind.
»Teutonia" Watzenborn-Steinberg Wägt Groß-Auheim 3:1 (1:1).
Dor einer großen Zuschauermenge errangen die Teutonen am gestrigen Sonntag einen wertvollen Sieg. Es hat sich erneut erwiesen, was eine Mannschaft leisten kann, wenn sie mit Eifer und Siegeswillen bei der Sache ist. Groß-Auheim stellte eine Elf, die, technisch gesehen, nach der angenehmen Seite hin überraschte. Jeder einzelne Spieler machte einen ausgezeichneten durchtrainierten Eindruck. Unter diesen Umständen mußten die Teutonen natürlich erheblich mehr leisten, um ihrem Gegner beizukommen. Besonders in der ersten Hälfte wirkte sich das stark aus. Lediglich vor dem Tor versagte der Gäste- <5türm, wo es galt, durch letzten Einsatz Tore zu
rmteten. Demgegenüber Metten die Steinberger ent-- schleben zweckmäßiger. Mit langen Vorlagen wurden immer die Stürmer nach vorne geschickt, wo-
Manche brenzliche Situation vor dem Gästetor geschaffen wurde. Der Torhüter mußte alles Können ausbieten, um weitere Erfolge zu verhindern.
Steinberg hatte Anstoß, doch der Ball blieb in der gegnerischen Läuferreihe hängen, und sofort wurde der Sturm eingesetzt. Doch Steinbergs Hintermannschaft war auf dem Damm und ließ sich durch raffinierte Tricks nicht täuschen. In der Hauptsache war es der Rechtsaußen Seipel, der beängstigende Momente vor dem Teutonen-Tor schaffte; aber nach wenigen Minuten hatten sich auch die Platz- besttzer gefunden, und schon rollte der erste Angriff vor, aber auch die Hintermannschaft war nicht zu schlagen. Als Buß einen unheimlich scharfen Schuß an den Pfosten trat, hatte -der Tormann großes Glück. Immer schneller wurde das Spiel. Groß- Auheim versuchte mit allen Mitteln das Führungstor zu erringen, doch vergebens. In der 22. Minute erhielt Otto Haas eine feine Vorlage von Däublin, und schon war's passiert. Gegen diesen Bombenschuß war alle Abwehrkunst vergebens. Kurz danach erhielt Lang noch einmal in aussichtsreicher Stellung den Ball, doch das Leder sauste über den Balken. Groß- Auheim war sichtlich überrascht über das Können der Teutonen und versuchte immer wieder, gleichzuziehen. In der 37. Minute sollte ihnen dies auch gelingen. Ein Mißverständnis in der Steinberger Abwehr, und schon hatte der gegnerische Mittelstürmer ausgeglichen. Bis zum Halbzeitpfiff konnte keine Partei mehr zählbare Erfolge buchen, obwohl beiderseits dazu Gelegenheit war.
Nach dem Wechsel spielte Steinberg mit dem Wind und der Sonne. Sofort konnten sie durch schöne Angriffe die zahlreichen Anhänger begeistern, doch zu Toren langte es vorerst nicht. Groß-Auheim spielte nicht mehr mit dem Schneid, wie in der ersten Hälfte. Trotzdem waren sie in Tornähe immer noch äußerst gefährlich. Noch konnte man weder der einen, noch der anderen Elf den Sieg zuschreiben. Jedoch in der 58. Minute wurde der Bann gebrochen. Wiederum erhielt Haos den Ball wunderbar zugespielt, diesmal von Lckng, und abermals konnte er den Tormann schlagen. Steinberg führte 2:1. Kurze Zeit danach schied der Mittelläufer von Groß-Auheim verletzt aus. Immer mehr mußten sie sich nun auf die Abwehr beschränken. Trotzdem konnten sie es nicht verhindern, daß Lang in der 75. Minute durch schönen Schuß das Endergebnis herstellte. Das bedeutete den Sieg für Steinberg. Manche schöne Gelegenheit ging noch verloren, da dje Teutonen-Sllirmer immer wieder abseits liefen, sonst hätte der Sieg vielleicht noch höher ausfallen können. Mit dem Schlußpfiff verließ Steinberg als verdienter Sieger den Platz. Man darf nun gespannt sein, mit welchem Gegner sie nun jetzt Zusammentreffen werden.
Teutonia Steinberg II — Nieder-Deisel I 10:1 (5:0).
Die Zweite der Teutonen errang seit langer Zeit wieder einen hohen Sieg, der dem Spielverlauf nach auch vollkommen in Ordnung geht.
Weißenfels geschlagen!
Wieder Ueberraschungen in der Handball-Meisterschaft.
Auch der zweite Spielsonntag im Kampf um die Deutsche Handballmeisterschaft brachte wieder Ueberraschungen. So wurde in Gruppe 2 der Mittemeister MSV. Weißenfels in der Reichshauptstadt von den Berliner Polizisten 8:6 geschlagen, und in Gruppe 1 konnte der Deutsche Meister MTSA. Leipzig in Stettin nur ein knappes 8:7 retten. Mit den höchsten Ergebnissen warteten MSV. Borussia Carlowitz gegen TV. Wetzlar und SV. Waldhof gegen SV. Urach auf; beide Begegnungen endeten 16:3. An der Spitze der vier Gruppen liegen jetzt Oberalster Hamburg, Po- lizei-SV. Berlin, Hindenburg Minden und SV. Waldhof.
Die Turner ermitteln ihre dreslan-kämpfer.
Gauausscheidungskampf in Heuchelheim.
Heuchelheim hatte den ehrenvollen Auftrag erhalten, das Breslau-Ausscheidungsturnen der Kreise, 7 bis 12 im Gau Hessen durchzuführen. Der Tv. Heuchelheim hat sich dieses Auftrages, wie nicht anders zu erwarten war, in ausgezeichneter Wetze entledigt, so daß die turnerische Großveranstaltung, von der man sprechen darf, in jeder Hinsicht eindrucksvoll verlief und auch bestimmt von stark werbender Kraft für die schöne deutsche Gerätkunst gewesen ist. Die gastliche Aufnahme der zahlreichen auswärtigen Turner und Turnerinnen, die von der Lahn, vom Westerwald, vom Main und aus der Wetterau gekommen waren, die treffliche Orgamsa- tion und nicht zuletzt die vorbildlichen Kampfanlagen fanden die besondere Anerkennung des Gaufachamtes Turnen, das durch Gaufachwart Wilhelm Ries (Kassel) zum Ausdruck bringen ließ, daß man gern wieder in Heuchelheim Einkehr halten werde, wenn es gelte, eine turnerische Großveranstaltung des Gaues durchzuführen.
Von den etwas über 500 Turnern und Turnerinnen des Gaues Hessen, die für die Mehrkämpfe beim Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau gemeldet haben, stellen die südlichen Kreise (7 bis 12) den Hauptanteil. Weit über 300 Turner und Turnerinnen unterzogen sich in Heuchelheim der Prüfung für Breslau; die Abwicklung der Kämpfe war keine leichte Aufgabe, sie konnte aber dank der vorzüglichen örtlichen Vorbereitung und dank der straffen und umsichtigen Leitung durch Gaufachwart Ries und den Gauobmann für Männerturnen Richard Becker (Kassel) reibungslos und zur Zufrieden- heit aller Teilnehmer durchgeführt werden.
Samstag abend schon waren die Heuchelheimer begeistert bei der Sache. Nach einer Kampfrichter- belehrung fand man sich zahlreich mit den Turn- gästen zu einem Kameradschaftsabend in der Turn- balle zusammen. Nachdem Dereinsführer Rinn herzlichen Willkomm entboten und Gaufachwart Ries namens des Gaues begrüßt hatte, gab Männerturnwart Richard Becker dem Abend die frohgestimmte Note.
Bei den Wettkämpfen am Sonntagvormittag, denen auch Gausachbearbeiter Willing (Kassel), DRL.- Kreisführer Staffelführer Dr. Schäfer (Gießen) und Ehrengauoberturnwart W. Will (Gießen) beiwohnten, wurden über Erwarten gute Leistungen gezeigt. Die für Breslau vorgeschriebene Mindestpunktzahl wurde von fast allen Bewerbern erreicht, so daß die Sieger sich die ehrenvolle Berechtigung zur Teilnahme am großen Fest der deutschen Leibesübung wohl ausnahmslos erworben haben dürften.
Nach der Mittagspause beteiligten sich die Wettkämpfer noch an einer Probe für die Gemeinschaftsoorführungen, die das Fachamt Turnen in Breslau zeigen wird. Anschließend nahm Gaufachwart Ries
die Siegerverkündigung vor. Er dankte dem Tv. Heuchelheim unter lebhaftem Beifall für die vorbildliche Gastlichkeit und ließ den arbeitsreichen Tag ausklingen in einen Gruß an den Führer. Begeistert wurden die Lieder der Nation gesungen.
Oie Ergebnisse im Auszug:
IHänner:
Zwölfkampf I (Meisterklasse). 30 Bewerber: 1. L. Herbert, Tv. 1846 Gießen, 188%; 2. H. Meyer. ATV. Marburg, 186%; 3. Kurt Schön- eich, To. Erbach (Westerwald), W. Heidecker, Tv. Nastätten, 184; 7. Joseph Pauly, Tv. Wieseck, 171; 14. Hans Vogt, To. 1846 Gießen, 160; 15. Karl Seipp, To. Großen-Linden, 156 Punkte.
Zwölfkampf II (18 Bewerber): 1. Karl Reuter, Tv. 1846 Gießen, 207; 2. W. Zimmermann, Tv. Rückershausen, 183; 3. Adolf Hummrich, To. Ma- xain, 182; 7. Otto Kreiling, Tv. Wieseck, 162 Punkte.
Zehnkampf (121 Bewerber): 1. W. Schmiedel, VfL. Marburg, 182; 2. Karl Pfeifer, To. Weilmünster, 174%; 3. A. Leichum, MSV. Büdingen, 173; 6. Walter Bierau, VfL. Lollar, 166; 7. Wilhelm Moos, VfL. Lollar, 165%; 9. Willi Jäger, Tv. Wieseck, 164%; 16. Hans Althaus, Tv. 1846 Gießen, 158%; 24. Waldemar Grote, VfL. Lollar, 152; 25. Albert Leun, To. Großen-Linden, 151%; 29. Ernst Deibel, VfL. Lollar, Otto Weiß, To. Gro- ßen-Linden, 149; 31. Erich Velten, To. Großen-Lin- den, Ludwig Sengstahl, To. Wieseck, 148; 35. Karl Haas, Mtv. Gießen, Heinrich Jung, Tv. Großen- Linden, Otto Gleyschläger, To. Ruttershausen, 144; 36. Wilh. Kraft, Mtv. Gießen, 143%; 48. Willi Frey, Tv. Wieseck, 137; 51. Georg Rahn, To. Grün- berg, 133; 55. Otto Bender, Tuspo. Rodheim a. d. B-, 127% Punkte.
Geräte-Zwölfkampf (12 Bewerber): 1. R. Busch, To. Leinberq, 196; 2. Fritz Walter, Tgm. 1837 Hanau a. M., 194%; 3. Richard Seth, To. Großen-Linden, 193%; 7. Karl Bettin, Tv. Wieseck, 179 Punkte.
Neunkampf A (12 Bewerber): 1. Hch. Keller, To. Burgsolms, 156; 2. E. Gelhard, To. Mogendorf, 143%; 3. I. Wiegand, Jahngemeinschaft Oberursel, 140; 5. Hrch. Römer, To. Wieseck, 135; 11. Herm. Hofmann, Tuspo. Hungen, 123% Punkte.
Neunkampf 8 (10 Bewerber): 1. Otto Textor, Reichsbahn-To. Marburg, 149%; 2. Hrch. Koch, To. Herborn, 143; 3. Karl Supp, Tg. Bad Ems, 140; 6. Karl Mller, To. 1846 Gießen, 122% Punkte.
Neunkampf C (18 Bewerber): 1. W. Arlt, Tgm. Bad Ems, 151%; 2. W. Hild, To. Freiendiez, 146; 3. Richard Kellerer, Tv. Höhr-Grenzhausen, 142; 4. Hrch. Hamel, Tv. 1846 Gießen, 139%: 7. Adolf Mangold, To. 1846 Gießen, 134%; 8. Karl Müller, Mtv. Gießen, 132 Punkte.
Frauen.
Gymnastik-Siebenkampf (6 Bewerberinnen): 1. Emmi Pischner, Tgm. Hanau, 125; 2. Erika Schneider, Tv. Wetzlar, 122; 3. Gretel Dietrich, VfL. Marburg, 107 Punkte.
Gymnastik-Sechskampf (12 Bewerberinnen): 1. Liselotte Fremd, To. Wetzlar, 101; 2. Elli Werther, Tv. Stierstadt, 91 P.; 3. Leni Bastian, To. Odenhausen, 86 Punkte.
Achtkampf-Unterstufe (70 Bewerberinnen): 1. Jdel Hauck, Do. 1846 Gießen, Marga Hecht, Eisenbahn-Tv. Marburg, 138; 2. Paula Bender, Tv. Oberstedten, Annemarie Ziegler, Tv. 1846 Gießen,
132; 3. Erna Fremd, Tv. Wetzlar, 131; 5. Anna Weinand, Tv. Großen-Linden, Helma Schmieder, To. 1846 Gießen, 127; 7. Luise Weiß, To. Großen- Linden, 125; 11. Gretel Kreiling, Tv. Heuchelheim, 118; 12. Erna Sack, To. Heuchelheim, 117; 14. Anna Sack, Tv. Heuchelheim, 115; 16. Emma Lotz, Tv. 1846 Gießen, 112; 19. Märta Wagner, To. Lang- Göns, 109 Punkte.
Die Turnerinnen der Kreise 7 bis 12, die sich für den Frauen-Zehnkampf gemeldet haben, nehmen an den Gauausscheidungskämpfen der Kreise 1 bis 6 teil, der am nächsten Sonntag in Kassel durchgeführt wird.
„Mi Zuschauer, Aktivisten!"
Das EA.-Sportabzeichen
Millionen neu erworben.
Nach dem Willen unseres Führers traten am Sonntagmorgen in allen deutschen Gauen, mit Ausnahme Oesterreichs, die SA.-Sportabzeichen- träger zu ihrer ersten Wiederholungsübung, einem 15-Kilometer-Marsch mit eingelegtem Entfernungsschätzen, an. Rund 1,5 Millionen deutsche Männer waren es, die in dem kurzen Zeitraum von nur vier Jahren dieses vom Führer geschaffene Abzeichen erworben hatten und nun als ein geschlossener Block auf ein Zeichen hin in Marsch gesetzt wurden. Nicht mit der einmaligen Ableistung bestimmter sportlicher Hebungen, wie etwa beim Reichssportabzeichen, wird dieses Abzeichen erworben; nein, bis zum 40. Lebensjahr muß der Besitz alle Jahre neu erworben werden. Bestimmte, stets wechselnde, aber dem Wettkampfprogramm des SA.-Sportabzeichens entnommene Wiederhalungsülmngen sind es, die
von nun an im Frühjahr und Herbst eines jeden Jahres von allen SA.-Sportabzeichenträgern zu erfüllen sind, wollen diese Urkunde von Wehrwille und Wehrfähigkeit nicht verlieren.
Stabschef Lutze, über dessen Ansprache wir an anderer Stelle unseres heutigen Blattes berichten, gab den Marschbefehl. Schlagartig setzten sich in allen Orten des Reiches die Kolonnen in Bewegung. In gleichem Schritt und Tritt .marschierten die Männer bei frohem Gesang zackiger Kampflieder. Der 60jährige neben dem Jüngling, der Werk- arf)eiter neben dem Direktor, der Uniformierte neben dem Nichtunformierten, der Städter neben dem Bauern, der Saarländer, der Ostpreuße, der Rheinländer, der Schlesier — alle nach dem Willen des Führers, für die Stärke der deutschen Nation.
Die SA.-Siandarle 116 marschiert.
Die erste Wiederholungsübung für den Erwerb des SA.-Sportadzeichens war für das ganze Reich auf den gestrigen Sonntag angesetzt. Im Gebiet der SA.-Standarte 116 traten die SA.-Sportab- zeichenträger in ihren Standorten an. Der Stand- ort Gießen versammelte sich 7.15 Uhr auf dem Hofe der Standarte.
Nach der Ansprache des Stabschefs setzten sich die etwa 600 Teilnehmer in Marsch. Fünfzehn Kilometer waren zu bewältigen, unter Einschluß einer geländesportlichen Uebung. Der Marsch ging von Gießen durch Heuchelheim nach Dutenhofen zu. Alte Kampflieder erschallten in den hellen klaren Sonntagmorgen. Kurz vor Dutenhofen bogsn die Marschblocks links nach Allendorf a. d. Lahn zu ab. Auf offenem Felde, unweit einer Mühle, fand das Entfernungsschätzen statt. Mittlerweise war die Sonne höher gestiegen und sandte ihre Strahlen wohltuend hernieder.
Das junge Maiengrün und das äußerst klare Wetter ließen die Natur schöner als sonst erscheinen. Lied auf Lied erklang, von Müdigkeit war nichts zu merken. Der Marsch führte weiter durch Allendorf
(Lahn) nach Klein-Linden. Gegen 12 Uhr rückten die Marschblocks des Standortes Gießen, von Klein- Linden kommend, durch die Frankfurter Straße, Seltersweg in den Standartenhof ein. Kein Marschteilnehmer war ausgeschieden, und mit Stolz konnte die volle Teilnehmerzahl, wie beim Abmarsch am Morgen, zurückgemeldet werden. Standartenführer Lutter brachte in einer kurzen Ansprache nochmals zum Ausdruck, daß die Sportabzeichenttäger erneut ihre stete Einsatzbereitschaft unter Beweis gestellt hätten, und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß der alte Frontgeist, der den deutschen Soldaten im schwersten aller Kriege so hochgehalten habe, in der SA. einen treuen Hüter gefunden habe. Ganz besonders freue es ihn aber, so führte er u. a. weiter aus, daß außer seinen SA.-Kameraden an der heutigen Wiederholungsübung auch Kameraden der PL., der Hitler-Jugend, der Werkscharen usw. teilgenommen hätten, ein Beweis dafür, daß der Gedanke der Wehrhafterhaltung tiefer eingedrungen sei. Mit dem Gruß an den Obersten SA.-Führer fand die Uebung ihr Ende.
Nach Aushändigung der Teilnehmerbescheinigungen lösten sich die Marschblocks auf.
Deutsche Gepa'ckmarschmeisterschast.
Die zum vierten Male am Sonntag in Leipzig in neuer Form durchgeführte Deutsche Gepäckmarsch- meisterschast erwies sich als die schwere Prüfung, in der nur die Mannschaft zu einem Erfolge kommen kann, die eine wirkliche Einheit'darstellt mit'einem über den Durchschnitt hinausrckgenden Können in den Wehrsportübungen. Mit dem wahrhaft stolzen Titel „Deutscher Meister im Gepäckmarsch" konnte sich die Mannschaft des ff-Tvtenkvpf-- Sturmbannes Oberbayern - Dachau schmücken, der von Stabschef Lutze die von ihm gestiftete Führerplakette in Bronze überreicht wurde. Den zweiten, von Reichsstatchalter Mutschmann gestifteten Preis holte sich die S A. - S t a n d a r t e 14 8 Elbing, während der Preis der Stadt Leipzig für den dritten Platz an die SA. -Standarte 60 Essen fiel.
Der Sonntag brachte zwar rauhes aber sonniges und trockenes Wetter, wie es sich die rund 1000 Marschierer der 71 startenden Mannschaften nicht besser hätten wünschen können. Um Punkt 7 Uhr gab Obergruppenführer Schepmann das Startzeichen für die erste Mannschaft, der in Abständen von je zwei Minuten die übrigen folgten.
Die erste Sonderausgabe war nach etwa 3 Kilometer mit einem 500-Meter-Marsch mit der aufgesetzten Gasmaske zu erledigen. Sodann hatten die Mannschaften einzeln ein geschlossenes Ziel- werfen nach einem 25 Meter entfernten und 4 Meter breiten Graben durchzuführen. Die beste Leistung zeigte hier die SA.-Standarte 133 Zwickau mit nur einem Fehlwurf und 5 Schlechtpunkten. Die dritte Sonderausgabe, das Kleinkaliberschießen nach insgesamt Kilometer Marsch auf eine Kopffallscheibe ohne Mannschaftsführer vergrößerte allgemein stark die Zahl der Fehlerpunkte aller Mannschaften. Mit nur zwei Nichttreffern = 10 Schlechtpunkten hatte die Standarte Hattingen (Wests.) hier das beste Ergebnis aufzuweisen. Wies der Weg auch keine gewaltigen Steigungen auf, so machten der Wechsel von Straße und Wald- und Wiesenwegen und die natürlichen Hindernisse wie Gräben und Zäune im Gelände den Mannschaften doch schwer zu schaffen, zumal in Dreierreihen marschiert werden mußte und die Begleitfahrer nur bei sehr ungünstiger Strecke das Kommando „In Reihe" geben durften.
Es zeigte sich, daß die vorgeschriebene Marschzeit von 2,40 Stunden für die 20 Kilometer lat^e Strecke zu knapp bemessen war. Unter dieser Zeit von 8 Minuten für 1 Kilometer blieb nur eine Mannschaft, die Standarte 107 Leipzig, die 2:36:00 benötigte, dafür jedoch ausschreibungsgemäß keine Gutpunkte erhielt. Alle anderen Mannschaften be» nötigten mehr als die vorgeschriebene Zeit und mußten dafür weitere Schlechtpunkte in Kauf i nehmen.
Etwa beim 10. Kilometer wurde als letzte Uebung i das Handgranatenweitwerfen einschließlich der Führer einer jeden Mannschaft durchgeführt. Bei dieser Aufgabe konnten noch Gutpunkte eingeholt werden, und die ostpreußischen Werfer der Standarte 148 Elbing sicherten sich mit 73 Punkten, die einem Durchschnitt von über 40 Meter der 16 Mann entsprechen, den Löwenanteil. Das gleiche Ergebnis holte auch die Standarte 60 Essen heraus.
Alle 71 Mannschaften am Ziel!
Noch während des Marsches war Stabschef Lutze eingetroffen, der sich auch auf der Strecke von der tadellosen Haltung und dem pröchttgen Kampfgeist der Männer überzeugte. Am Ziel gingen die Mannschaften tm Paradeschritt am Stabs- chef vorbei. Don weiteren Ehrengästen hatten sich noch Reichsstatthalter Mutschmann, General der Artillene von Reichenau, zahlreiche hahe
Führer der SA., ff, des NSKK., des NSFK., der Polizei, des Arbeitsdienstes - und der Partei eingefunden.
Zu einer feierlichen Kundgebung gestaltete sich anschließend die Siegerehrung auf dem Reichsgerichtsplatz, wo die Leipziger SA. mit ihren Fahnen aufmarschiert war. Stabschef Lutze erinnerte in einer kurzen Ansprache daran, wie die SA. einst durch Deutschland marschiert- sei, als niemand an den Sieg der nationalsozialistischen Idee glaubte. Der Glaube an den Führer habe die Straße freigemacht, und wieder marschiere die SA., erfüllt von demselben Geiste, wie er in dem Kampflied „Durch Großdeutschland marschieren wir" zum Ausdruck komme. Nach dem Dank an die Organisation und die tapferen Mannschaften, die er zum weiteren Kampf für die nationalsozialistische Weltanschauung verpflichtete, schloß der Stabschef seine Ansprache mit einem „Sieg-Heil!" auf den Führer.
Oie Ergebnisse.
1. ff -Totenkopf-Sturmbann Oberbayern/Dachau, 526 Punkte, Marschzeit 2:42:37,1 Stunde; —6 Schlechtpunkte im Marsch, 20 Schlechtpunkte im Handgranatenzielwurf, 20 Schlechtpunkte im Schießen, 72 Gutpunkte im Handgranatenweitwurf;
2. SA.-Standarte 148 Elbing, 503 P., 2:54:45; — 30, —25, —15, +73; '
3. SA.-Standarte 60 Essen, 498 P., 2:42:30; — 5, — 15, —55, + 73;
4. RAD., Gruppe 261 Stuttgart, 498 P., 2:48:39; — 18, —15, —35, +64;
5. SA.Stand. 261 Montabaur, 494 P., 2:45:03; — 11, —10, —50, +65;
6. SA.-Stand. 99 Hattingen, 488 P.; 7. Schutzpolizei Berlin I., 485 P.; 8. SA.-Standarte 133 Zwickau, 484 P.; 9. SA.-Standarte Feldherrnhalle, 484'$.; 10. RAD., Gruppe 164 Soltau, 483 P.; 11. SA.Standarte 101 Meißen, 481 P.; 12. Schutzpolizei Erfurt, 480 P.; 13. Schutzpolizei Berlin II., 478 P.; 14. RAD., Gruppe Leipzig, 478 P.; 15. ff-Totenkopfstandarte Brandenburg, 473 P.; 16. SA.-Standarte 134 Plauen, 470 P.; 17. SA.» Standarte 1 München, 468 P.; 18. SA.-Standarte 119 Stuttgart, 468 P.; 19. SA.Standarte 5 Pirmasens, 466 P.; 20. SA.Standarte 15 Nürnberg, 466 P.; 21. SA.Standarte 117 Pirna, 466 Punkte.
Baden - Württemberg siegt 3:2(2:-!).
Schweizer V Elf in Basel geschlagen.
Dor etwa 8000 Zuschauern standen sich am Sonntag in Basel die Fußball-Mannschaften von Baden- Württemberg und des Schweizer Nachwuchses gegenüber. Die Schweizer hatten eine recht starke Elf aufgeboten, in der man auch Spieler sah, die das Schweizerkreuz schon in Länderspielen getragen haben. Die deutsche Kombination, die aus sechs württembergischen und fünf badischen Spielern bestand, stellte zwar nicht die beste Vertretung der beiden Gaue dar, spielte aber sehr schön zusammen, und machte so den deutschen Schlachtenbummlern sehr viel Freude.
Zu Beginn des Kampfes spielten beide Mannschaften noch unsicher. Die Deutschen waren allerdings dadurch etwas benachteiligt, daß sie gegen die Sonne zu spielen hatten. Nach ausgeglichenem Spiel rollte gegen Mitte der ersten Halbzeit ein deutscher Angriff vor das Schweizer Tor. Der linke schweizerische Verteidiger Baur konnte in harter Bedrängnis den Ball nur noch ins eigene Tor schlagen. In der 25. Minute erhöhte der Halblinke Müller auf 2:0, zwei Minuten später holte Mittelstürmer Monnard für die Schweizer einen Treffen


