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Lpd. Frankfurt a. M, 8. Mai. DerTag des Deutschen Handwerks- erreichte am Sonntagmittag mit einer Kundgebung in der Festha11e seinen Höhepunkt. Nach dem Fahneneinmarsch be­grüßte Gauamtsleiter Pg Garner (Frankfurt am Main) zahlreiche Ehrengäste aus Partei Und Staat. Sein besonderer Gruß galt den Handwerkern aus Oesterreich, die zum ersten Male nicht als Gäste, sondern als deutsche Handwerkskameraden an der Tagung teilnehmend ferner die Handwerksvertreter aus 16 europäischen Staaten. Anschließend entbot Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger den Hand­werkern den Willkommensgruß des Gaues Hessen- Nassau in der Stadt des deutschen Handwerks und gab seiner Genugtuung über die vollzogene Eini­gung im Handwerk Ausdruck.

Reichswirtschastsmimster Funk

überbrachte dann die Grüße des Führers und des Ehrenmeisters hes deutschen Handwerks, des Gene­ralfeldmarschalls Hermann Goring und sprach dann über die Stellung und die Aufgaben des Hand­werks im nationalsozialistischen Staat.

Dr. Ley begrüßt auf dem Reichshandwerkertag in Frankfurt a. M. Hanbwerkergeseyey, die -u dem Handwerkertag Ltzkommeg waren, w tzScherl'LMerdiLgtz'WH

Stabschef Lutze gibt den Marschbefehl zur ersten Wiederholungsübung für das SA.-Sportabzeichen

Anschauung unmittelbar dem jungen Menschen die Grundlagen wirtschaftlichen Denkens beigebracht.

Das Handwerk ist und bleibt zusammen mit dem Handel und der Landwirtschaft der Grund st ock de s felbftänbigen M i 11 e l st a n d e s in unse­rer Volksgemeinschaft, der die Stufe des sozialen und wirtschaftlichen A u f st i e g s für den einzelnen bildet. Die Deutsche Arbeitsfront soll eine Gesin- nungs- und Leistungsgemeinschaft aller in der Wirt­schaft tätigen Menschen herbeiführen und in dieser Gemeinschaft den sozialen Frieden sichern. Der n a - tionalsozialistische Staat bestimmt bte Formen und den Inhalt des politischen, wirtschaft­lichen, sozialen und kulturellen Lebens der Volks­gemeinschaft. Die Deutsche Arbeitsfront will den arbeitenden Menschen in seiner Arbeit glücklich machen, sie will seinen Arbeitsplatz verschönern, ihn zur Liebe zu seiner Arbeit erziehen, den Kamerad­schaftsgeist in den Betrieben pflegen und durch Ge- meinschaftsorganisationen dem arbeitenden Men­schen, ganz gleich ob Unternehmer ober Arbeiter, Erholung, Wissen unb Lebensfreube vermitteln Auf biefer Grundlage wird eine erfolgreiche und rei­bungslose 3ufammenar"beit zwischen Arbeits­front und Staat erreicht werden, indem beide im Rahmen ihrer gesonderten Aufgaben dem gemein­samen Ziele dienen, der Herbeiführung einer Ein­heitsfront aller in der Wirtschaft tätigen Menschen in einer, nämlich der nationalsozialisti­schen Gesinnungs-und Arbeitsgemein­schaft, um Führer Unb Volk zu bienen unb burch Arbeitsfreube unb Arbeitskraft bie Arbeitsleistung immer mehr zu steigern. So muß es auch im deutschen Handwerk werden. Und gerade dieser Tag des Deutschen Handwerks steht im Zeichen dieses Gemeinschaftsgeistes. Von ihm soll eine neue Epoche der Handwerkspolitik im Deutschen Reiche 1 ausgehen, zum Segen des deutschen Handwerks und

und deren Eigenschaften vertraut macht. Eine Ratio- nalifierung unb Steigerung des handwerklichen Produktionsprozesses bedeutet es auch, wenn das Handwerk allgemein zu einer zweckmäßigen Buch­führung übergeht, die es dem Meister ermög­licht, Kosten und Erlös genau zu überblicken. Der Appell zum Export gilt auch für bte dazu ge­eigneten Handwerkszweige. Die Schwierigkeiten werden durch eine zweckmäßige Organisation über­wunden werden. Man rechnet für 1938 bereits mit einer Exportquote des Handwerks von 150 Mil­lionen Mark. .

Mit besonderer Freude habe ich bei meinem Amtsantritt eine Vorlage vorgefunden, durch die die Altersvetsorgung für das Handwerk geregelt werden soll. Ich werde mich dafür ein* etzen, daß alsbald auf gesetzlichem Wege eine Rege­lung eintritt, durch die der Handwerker vor unver- chuldeter Not im Alter geschützt wird. Man darf aber nicht übersehen, daß gerade die Frage der Allersversorgung, nicht allein beim Handwerk ! an­dern im allgemeinen, außerordentlich große finanzielle Belastungen in sich schließt und daß zunächst einmal sehr genau ge­prüft werden muß, inwieweit die deutsche Wirt- chaft auf die Dauer solche Belastungen tragen kann. Es muß einmal mit allem Nachdruck betont werden, daß bei allen gewaltigen Leistungen, die der Nationalsozialismus vollbracht hat, es auch Grenzen gibt und daß es nicht im Bereiche menschlicher Kräfte liegt, ein Volk und Land aus tiefster Not unb Ohnmacht zu Gröhe, Freiheit und Ehre emporzuführen, ohne daß dafür a u ch O p f e r gebracht werden müssen. Wir können nicht alles mit einem Male erreichen, und es kann niemand von uns verlangen, daß wir mit Deutschlands Große und Macht auch zugleich den Himmel auf Erden schaffen, obwohl das Glück und die Wohl­fahrt des Volkes uns bei all unserem Denken unb Handeln stets als höchstes und letztes Ziel vor Augen steht. So wollen wir auch alles tun. daß auf dem alten Boden des deutschen Handwerks wieder neues Leben erblüht und das Hand­werk wieder zu dem Quell deutscher Kraft wird, der es durchs die Jahrhunderte gewesen ist."

Der klaren Forderung des Führers entspre­chend war der Erziehungsgrundsah der SA. von jeher: die seelische, geistige unb körperliche Wehrhaftmachung des ganzen deutschen Volkes. Treue, Ka­meradschaft, Hilfsbereitschaft und der Glaube an die Idee, das sind seelische Tugenden, wis­sen um die nationalsozialistische Bewegung, Wissen um die deutsche Geschichte, das sind Tu­genden des Geistes, Gesundheit, Gewandtheit, Zähigkeit und Ausdauer, das sind körperliche Tugenden. Erst das harmonische Zusammen- klingen dieser Tugenden schasst den wehrwilli- gen und wehrfähigen deutschen Mann.

Ausgehend von dieser Erkenntnis hat der Führer deshalb seine erste Verfügung erweitert und dabei klar zum Ausdruck gebracht, daß, da der neue Staat ein widerstandsfähiges hartes Geschlecht verlangt, neben die weltanschauliche Ausrichtung des Geistes eine kämpferische Ausbildungde s L e i b e s durch einfache, nützliche und natürliche Körper» Übungen treten muß- Um zu erreichen, daß die Wehrtüchtigkeit des Trägers des SA.-Sportabzei- chens bis ins hohe Alter erhalten bleibt, hat der Führer darüber hinaus angeordnet, daß der Besitz des SA.-Sportabzeichens von der Ableistung bestimmter Wiederholungsübungen abhängig gemacht wird. Aus alledem geht hervor, daß der Wehrsport, wie ihn die Leistungsbestimmun­gen zum Erwerb des SA.-Sportabzeichens vor­sehen, nicht die Angelegenheit einiger weniger Spitzenkönner sein kann, sondern zum Gemeingut des gesamten deutschen Volkes werden muß. Der Wehrsport hat also nicht die Spitzenleistungen des einzelnen, sondern die gute Leistung einer Gemein­schaft zum Ziel und ist deshalb ausschließlich auf Breitenwirkung abgestellt.

Aufgabe des Wehrsports kann es nicht sein, Sensationen zu schaffen, sondern wir wollen mit ihm die Freude an der eigenen Leistung wecken. Darum heißt unsere Parole nicht Zuschauer, sondern A k t i v i st e n. Dabei kommt es selbst­verständlich darauf an, diesen Aktivismus nicht nur für eine kurze Zeitspanne des Lebens zu wecken wir wollen ihn erhalten für die Zeitspanne im Leben des Mannes, die eine körperliche Betätigung überhaupt erlaubt. Be­reits im Elternhaus, in der Schule, im Jung­volk muh der W e h r w i l l e geweckt und gefördert werden. In der Hitler-Jugend, in der SA. und den weiteren Gliederungen der Bewegung soll erstmalig die Wehrfähig­keit vorbereitet unb erprobt werben. Die

Reichsowaliis atwnsleiter £ r. Ley dankte dem Reichswirtschaftsminister für die ausge­zeichneten Ausführungen unb betonte, daß es nur auf den guten Willen ankomme, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Dann fuhr er fort: Wir predi­gen nicht umsonst, daß Wohlstand unb Glück des einzelnen abhängig sind vom Gedeihen des Volkes, abhängig von dem Selbstbehauptungswil- . len, den dieses Volk besitzt. Der einzelne bedeutet ' dem Schicksal gegenüber nichts, nur die Gemein­schaft ist eine Macht. Daher ist unsere Bewegung der absolute Feind jeder Spaltung. Wer sich irgendwie eigensüchtig als Klasse, Beruf ober Gruppe absondert, wer nach klassenkämpferi- schen ober berussstänbischen Gesichtspunkten hanbelt, ist unser Feinb. Wir müssen baher auch begreifen lernen, baß wir bie Tradition der Vergangenheit . wohl achten und ehren, aber niemals überschätzen. Wollen mir eine große Gesinnungs- und Leistungs­gemeinschaft sein, dann haben wir wohl ein gewis­ses Eigenrecht des einzelnen Berufes zu achten aber wenn die Interessen der Nation in Gefahr sind, bann müssen wir energisch erklären:Bis hierher und nicht weiter!"

Die zweite Voraussetzung für unseren Willen zur Selbstbehauptung ist die Leistung. Wenn wir den Platz an der Sonne haben wollen, dann müssen wir Höchstleistungen vollbringen. Daher wollen wir auf dieser Erde ein hartes Leben, einen heiligen Kampf. Die Zeit des Schlafrocks unb ber Zipfelmützen ist vorbei. Uns deucht ein bequemes Leben nicht schön, wir wollen Kamps. Je mehr Hindernisse es zu über­winden gibt, desto härter wird unsere Generation. Ich könnte mir kein besseres Vorbild als das Hanb- werk denken, wenn es gilt, unserem Volk das Bei spiel einer Leistungsgemeinschaft zu de­monstrieren. Hat das Handwerk ein Anrecht auf bas, Leben, dann muß es fortfahren, Höchstleistungen zu vollbringen. Ein edler Wettstreit mit der Industrie wird feine schöpferischem Kräfte wecken, niemals aber ein Kamps gegen die Industrie. Die Leistungs­gemeinschaft hat im Handwerk ihre Wurzeln und so will ich benn, daß auch unsere Berufser­ziehung ihre Wurzel im Handwerk habe Die Beruf s w e 111 ä m p f e müssen im Handwerk ihre Heimat finden. Heute schon haben sich an unserem großen Berufswettkampf drei Millionen beteiligt und 200 000 Betriebe sind in den Leistungswett­kampf eingetreten. In einigen Jahren muß das ganze Reich eine edle Sport- und Leistungsgemein- schäft fein! Die Lebensfreude ist bie dritte Voraussetzung jeden Selbstbehauptungswillens, lieber allem aber, so rief Dr. Ley unter rauschendem Bei­fall aus, steht die Gemeinschaft, die Ehre unb ber Wille Adolf Hitlers! Gauamtsleiter Pg. Garner schloß die Kundgebung mit Dankesworten an Reichs­wirtschaftsminister Funk und Reichsorganisations­leiter Dr. Ley. Sein Gelöbnis, bas Handwerk werbe in der Volksgemeinschaft am Aufbau mitwirken, klang aus mit dem Gruß an den Führer.

Im Handwerk, so sagte er, finden wir eine glück­liche Verbindung von Arbeit und B e - sitz, zwei Begriffe, die der Nationalsozialismus zu einer ganz besonderen Bedeutung erhoben hat. Die Arbeit ist für uns das Grundelement des Staats» lebens. Aus der Arbeitsgemeinschaft erwächst die Volksgemeinschaft, der wir alle ohne Ausnahme verpflichtet sind. Der durch Arbeit gewonnene Be­sitz, das Privateigentum, ist für uns ein unan« ta ft bares G u t des Volksgenossen, das er zum Wohle der Gesamtheit zu verwenden hat. Die deutschen Menschen sollen nicht von Renten, sondern von ber Arbeit leben. Der Hanb- roertsmeifter ist Arbeiter unb Eigentümer zugleich. Er erfüllt bamit eine hoppelte Funktion in ber Volksgemeinschaft unb der nationalsozialistische Staat hat deshalb eine besondere Pflicht, das Handwerk zu fördern. Eine Reihe von Produktions­leistungen von entscheidender Bedeutung für bas tägliche Leben unb bas Funktionieren der Volks­wirtschaft können roeber von Inbustrie, Hanbel ober Lanbwirtschaft allein vollbracht werben, währenb bas Hanbwerk auf einer Reihe von Probuktions-

Berlin, 8. Mai. (DNB.) Im Berliner Lust- garten gab Stabschef Lutze am «Sonnfagmorgen nach einer Ansprache über Sinn unb Bedeutung des SA.-Sportabzeichens den Marschbefehl zur ersten Wiederholungsübung aller Träger dieses vom Führer zur Pflege der Wehrhaftigkeit des deutschen Volkes gestifteten Leistungszeichens. Zur gleichen Stunde waren im ganzen Reich die Trager des SA.-Sportabzeichens angetreten, denen_ der Rundfunk die Ansprache des Stabschefs über­mittelte. Wer im Besitz des einmal erworbenen Ab- Zeichens bleiben will, muß sich bis zum 4 0. Lebensjahr alljährlich einer Wieder- hvlungsübung unterziehen, um den Beweis feiner fortdauernden körperlichen Leistungsfähigkeit zu er­bringen.

Im Lustgarten, in besten Mitte sich noch ber riesige Maibaum erhebt, waren mehr als 17 000 Berliner SA.-Sportabzeichenträger mit Musik- unb Spielmannszügen aufmarschiert, barunter 10 850 SA -Männer unb 6600 Angehörige ber übrigen ©lieberungen ber Partei sowie Volksgenossen, die das Abzeichen in den SA.-Sportabzeichen-Gemein- schasten erworben haben. Vor der Freitreppe des Alten Museums, von der Stabschef Lutze sprach, hatte ein Sturm der SA.-StandarteFelbherrn- Halle" Aufstellung genommen. Auf den Stufen standen die Feldzeichen der an der Kundgebung be­teiligten SA.-Standarten sowie die Traditions­fahnen der Stürme, die die Namen der Berliner Blutopfer der SA. tragen. Punkt 8 Uhr traf der Stabschef in Begleitung des Leiters des Amtes für körperliche Ertüchtigung in der obersten SA.- Führung, Brigadeführer Michaelis, im Lustgarten ein. Ein Standartenführer trug Gerhard Schu­mannsVerpflichtung der Kämpfer" vor. Hierauf nahm Stabschef Lutze das Wort. Er erklärte u. a.:

Am 28. November 1933 hat der Führer die. Ver­fügung über die Stiftung des SA.-Sportabzeichens erlassen. Zunächst war das SA.-Sportabzeichen nur für die SA. gedacht und bestimmt. Der Kampf der SA. war immer ein Appell an die Herzen des Volkes, ein Appell an die beständigen Werte der Nation, d. h. er war immer und wird dies auch immer fein Dienst am deutschen Volk und für das deutsche Volk. So mußte auch das SA.- Sportabzeichen einen größeren Wirkungsbereich er­halten: das ganze deutsche Volk. Die SA., die neben ihrem großen und ewigwährenden weltan­schaulichen Auftrag bie wehrs portliche Er­tüchtigung bes beutschen Volkes auf ihre Sturmfahne geschrieben hat erfüllt hiermit eine Forberung, bie ber Führer schon lange vor ber Machtübernahme dem deutschen Volk klar um­rissen hat.

Der Tag -es deutschen Handwerks.

Heichsw-rtschagsminister Funk und NeichsorganifationsletterOr.Ley sprechen in Franksur über -ie Stellung -es Handwerks in der deutschen Leistungsqemeinschast.

Wehrfertigkeit wirb ber junge Mann ; während seines Dienstes in der deutschen Wehr­macht erlernen müssen, währenb die Erhal­tung ber Wehrtüchtigkeit wiederum eine Angelegenheit der SA. sein muß.

Im Wehrsport kann es keine altersmäßig abgestuften Begriffe geben, die aktiv und inaktiv unterscheiden, es kann kein Ausruhen des 30- ober 35jährigen Mannes auf ben Lorbeeren geben, bie er sich als Sportler in feinem 20. ober 25. Lebensjahr erringen konnte. Vielmehr lautet bie Forberung ber national­sozialistischen Ibee an ben wehrfähigen Teil Des deutschen Volkes: Weltanschaulich? Ausrichtung des Geistes und kämpferische Ausbildung des Körpers. Das SA.-Sportabzeichen soll das Symbol fein für diese beiden Leistungen. Durch Eichenkranz, Haken­kreuz und Schwert werden drei Begriffe versinn­bildlicht: Das Eichenlaub ist der würdige, ein­fache Siegespreis für die gezeigten Leistungen und bas Symbol beutfcher Urkraft: bas Hakenkreuz, bas bie Weltanschauung unb damit die hohen ethischen Werte in sich birgt, die mir errungen und erneuert haben und die dem deutschen Volk seinen Weg in das tausendjährige Reich weisen. Und das Schwert, das dem Träger die Verpflichtung auf» erlegt, mit feiner Kraft und seiner Einsatzbereit- fchaft, mit seinem Opferwillen und seinem Mut das Banner des Dritten Reiches, die Ehre und Frei­heit, das Blut und ben Boden des deutschen Volkes zu schützen und zu verteidigen. In diesem Geist stehen in allen Gauen unseres Deutschen Reiches über eine Million deutscher M ä n n e r in dieser Stunde bereit, nach dem Willen des Füh­rers durch die Ableistung einer wehrsportlichen Hebung sich für ein weiteres Jahr den Besitz des SA.-Sportabzeichens zu erkämpfen. Professor neben Straßenarbeiter, Beamter neben Handwerker, Städter neben Bauer, Direktor neben dem Werk­arbeiter, der 60jährige neben dem 18jährigen, der Saarländer neben dem Ostpreußen, ber Schleswig- Holsteiner neben bem Hochlänber, kurz: eine wirk­liche, ja bie schönste Volksgemeinschaft: Kopf unb Hanb gleich Faust unb Stirn, unb gleich setzt ihr euch in Bewegung, um eine noch schönere Einheit zu schaffen: Weltanschauung unb körperliche Kraft. Marschiert weiter so, meine Männer, unb bie Abseitsstehenben, halt sie herein in eure Reihen, unb bann marschiert alle gemeinsam in ein großes, starkes, freies Deutfch- lanb bis in alle Ewigkeit.

Dann erteilte ber Stabschef ben Marschbefehl an bie im Lustgarten, auf anberen Plätzen Berlins unb im ganzen Reich angetretenen Einheiten, bie I unter ben Klängen des TarschliedesEm junges Volk steht auf..." zur Wiederholungsübung ab» rückten, die überall einheitlich in einem 15-Kilo- meter-Marfch ohne Gepäck bestand.

trag des Handwerks zum Arbeitseinsatz auf lange Sicht. Durch den Einsatz aller verfügbaren Kräfte im Betrieb selbst und in der Familie, durch die Steigerung ber eigenen Arbeitsleistung kann vor allem in den Handwerkszweigdn, in denen der Fach­arbeitermangel sich besonders, fühlbar macht, .noch manches getan werden, um eine größere Ergiebig­keit der Arbeitsleistung zu erzielen. Heute besteht auch für das Handwerk das Gebot, nach Möglich­keit durch arbeitssparende Maschinen bie Leistung zu steigern. Es ist nur im Interesse der davon Betroffenen, wenn die zuständigen Stellen sich darum bemühen, die nicht rentablen und ausgenutzten Handwerkerbetriebe zu veran­lassen, sich als Facharbeiter zur Erfüllung des Vierjahresplanes zur Verfügung zu stellen. Daß dieser Prozeß erfreulicherweise bereits im Gang ist, ergibt sich daraus, daß 1936 und 1937 die Zahl der Handwerksbetriebe im ganzen um 90 448 gesunken ist.

Die zweite Aufgabe im Rahmen des Vierjahres- Slans liegt in ber Mithilfe bes Hanbwerks bei ber mftellung in ber Rohstoffwirtfchaft. Die trabitionsgebunbene Technik bes Handwerks schließt nicht aus, daß das Handwerk sich die neuen Produktionsverfahren und neuen Werkstoffe zu eigen macht, die ber technische Fortschritt ihm zur Verfügung stellt. Es wird vor allem auch darauf ankommen, daß der Handwerker die Verbrau­cher mit den neuen Werkstoffen, neuen Verfahren

des deutschen Volkes.

In 1,6 Millionen Handwerksbetrieben waren un­gefähr 4,65 Millionen Menschen beschäftigt, so daß die Gesamtzahl aller Beschäftigten im Handwerk über ein Drittel aller in Handwerk unb Inbustrie zu­sammen tätigen Personen ausmache. Rechne man hierzu noch bie Familienangehörigen, so könne fest­gestellt werben, baß mehr als ein Siebtel ber gesamten Bevöl kerun g zum Hanb- werk gehöre unb von ihm lebe. Mit Einschluß ber gezahlten Löhne unb der Vergütung des Betriebs- Inhabers für eigene Leistung stehe bas Handwerk mit einer Wertschöpfung von 6 Milliarden Reichs­mark an sehr beachtlicher Stelle innerhalb ber ge­samten volkswirtschaftlichen Wertschöpfung, an der es mit rund einem Zehntel beteiligt sei. Die Lohn­summe des Handwerks mit rund 3 Milliarden könne sich sehr wohl neben der ber Inbustrie sehen lassen, bie im vergangenen Jahre über 12 Milliarben RM. Lohne gezahlt habe. Die Hanbwerksumsätze kämen heute an ben Höchststand im Jahre 1929 heran: das Krisentief fei um rund 100 v. H. überschritten.

Dank seiner besonderen Eigenart unb seiner be­sonderen Stellung in der Wirtschaft kommen bem Handwerk im Rahmen bes Dierjahres- planes, ber ben Einsatz aller Kräfte erfordert, befonbere Aufgaben zu. Eines ber wichtigsten Pro- bleme bes Dierjahresplanes ist heute bie Frage ber ausreichenben Versorgung mit Arbeits - Kräften. Die Lehrlingsausbildung ist ter*

gebieten allein ben Markt beherrscht Als schlagen- es Beispiel hierfür erwähnte Reichsminister Funk die Nahrungsmittelversorgung ber Großstädte. Dies gelte überall, wo zwischen Erzeuger und Verbrau­cher ein besonders enger persönlicher Kontakt be­stehe, wie etwa dem Friseurgewerbe, dem Schnei­der- und Putzmacherhandwerk. Die als Anbrin- gungs» und Reparaturgewerbe bezeichneten Hand­werkszweige bewiesen schließlich, daß Industrie und Handwerk sich auf das Beste ergänzen. Einem gro­ßen Teil unserer gelernten Arbeitskräfte in der gewerblichen Produktion, die nach wie vor das Fundament der Wirtschaft bilden, ist das Hand­werk von je die berufene Ausbildungsstätte. Denn gerade der handwerkliche Betrieb mit seinem engen persönlichen Zusammenhang zwischen Meister unb Lehrling ist feiner Natur nach befonbers geeig­net, bie heranwachsenbe Generation zur Arbeit zu schulen. Im Hanbwerksbetrieb ist ber Meister in einer Person Produzent, Kalkulator, Einkäufer und Verkäufer. Und so werden hier durch Beispiel und