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fassen können, zieht der Motor den Wagen wieder durch. Auf einer besonders gefährdeten Strecke trafen wir eine Arbeiterkolonne mit der Errichtung eines dünensicheren steinernen Fahrdammes beschäftigt. Mit ihrer Hilfe wurde dem Auto eine Bahn geschaufelt.
Die Glanzpunkte der Fahrt sind die Oasen und in den Oasen die Hotels der S.A.T.T. Eine Oase ist immer so stark in den umliegenden Felsboden eingetiest, daß der rätselhafte Grundwasservorrat, den die Sahara in ihrem Schoße birgt, durch Brunnen erreichbar wird. Der eigentliche Oasenbaum ist die Dattelpalme, von der die Araber sagen, sie müsse ihre Wurzeln im Wasser und ihre Krone in der Sonne baden. Große Oasen tragen Hunderttausende von Palmen, so Ghardaia mit 38 000 Einwohnern, wo wir vorgestern übernachteten. El Golea, wo wir heute rasten, ist klein, es hat nur 7000 Palmen und 400 Bewohner. Der Sand hatte uns aufgehalten, so daß wir erst später am Abend zwischen den geöffneten eisernen Torflügeln des alten französischen Forts hindurchfuhren, in dessen Mauern unser Hotel liegt. Es hat seine eigne, ölgetriebene Kraftanlage und strahlte wie ein arabisches Märchenschloß, als wir nach 13stündiger Fahrt das Auto verließen. Wir fanden jede nur denkbare Bequemlichkeit, die schönsten Betten, warmes und kaltes fließendes Wasser, warme Duschen in besonderen Zellen, vortreffliches Essen, Ansichtskarten und heute früh auf dem Postamt- T.S.F., d. h. drahtlose Telegraphie, zu einem Satz von 2,40 Franken (20 Pfennig) für das Wort bis nach Deutschland.
Das alles aber soll erst der Anfang der Sahara- Herrlichkeiten sein. Noch tausend Kilometer weiter, in Tamanrasset am Fuß des Hoggargebirges, im innersten Herzen der Wüste, soll es noch viel interessanter und großartiger sein. Von dort hoffe ich meinen nächsten Afrikabrief zu datieren.
Reparatur mit Vordmitteln. Das war klug gedacht und gesagt, denn als der Wagen schon nach zweieinhalb Stunden wieder fahrbereit war, wenn auch nur für eine stark verminderte Geschwindigkeit, waren alle Passagiere — niemand hatte den Humor verloren — froh und dankbar.
Tags darauf wurde ein anderer Feind lebendig: der Sand. Einem guten Auto kann viel zu- aemutet werden. Wir haben in diesen Tagen eine Vorstellung davon bekommen, wie leistungsfähig für starke Steigungen und unebenes Gelände die S.A.T.T.=3ßagen find, aber wenn der Weg auch nur wenige Meter durch eine quer hinübergewehte Sanddüne blockiert ist, so versagt auch der stärkste Motor. Das Geheimnis der Befahrbarkeit der großen nordafrikanischen Wüste liegt darin, daß die ungeheuren Dünenmassen von den Fahrwegen gemieden werden können. Die Sanddünen-Gebiete, von den Arabern Erg genannt, liegen mehr im östlichen und westlichen Teil der Wüste, der mittlere Teil hat harten Boden. Stellenweise gelingt es aber dem Wind auch hier, aus der Decke von feinen Gesteinstrümmern fo viel Sand heraus-
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Kreuz und quer durch den Schwarzen Erdteil
Briefe von einer Afrika-Reise.
Don Or. Paul Rohrbach.
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über zu beginnen, daß ihr Mann nicht zum Vorsitzenden gewählt war. Um der Szene ein Ende zu machen, mußte der Koch sie schließlich auf den Arm nehmen und aus dem Saal tragen.
Historische Modenschau.
C. K. Paris.
In Paris soll im Museum Galliera eine Ausstellung alter Kostüme eröffnet werden. Die zahlreichen Vitrinen, die sich mit Kostümen und dem Zubehör füllen sollen, sind schon aufgestellt. Was die Ausstellung besonders reizvoll machen wird, sind die vielen Figuren in bewegten Szenen, die in allen Räumen Platz finden sollen. Gleich in der Eingangshalle werden den Besucher zwei schöne Damen begrüßen, die eine vom Hofe Franz I., die andere vom Hof Heinrichs III., ferner ein Pariser Bürger mit großem Hut, ein Untertan Heinrichs IV., zwei Nürnberger Schöffen aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, einer in Rot, einer in Schwarz, ein Pistolenschütze aus derselben Zeit in Koller und Harnisch, ein Arquebusier Ludwigs
Mit dir allein auf einer einsamen Insel...
B. San Franzisko.
Das Paradies der Galapagos-Jnseln im Stillen Ozean scheint seinen Zauber noch nicht eingebüßt zu haben, obwohl das Schicksal des Dr. Ritter abschreckend wirken sollte. Ein amerikanisches Ehepaar hat die vulkanischen Inseln als dauernden Wohnort gewählt, um hier freiwillig ein Leben zu führen, wie es Robinson einst beschieden war. Die beiden Robinson von heute sind der Bergbauingenieur Ainslay Conway, ein 43jähriger Mann aus Ma- rysoille in Kalifornien, und seine Frau Frances, eine frühere Lehrerin. Sie wurden jetzt auf der Insel Floreana von der amerikanischen Expedition Hancock während einer Kreuzfahrt im Stillen Ozean aufgefunden. Das Ehepaar verließ die kalifornische Küste im Mai vorigen Jahres an Bord eines alten Segelbootes, und nach einer langen und abenteuerreichen Fahrt landete es auf der Insel James. Hier hielten sich die beiden fünf Monate auf und nährten sie von Fischen und von den spärlichen Kräutern, die auf dem felsigen Boden der Insel wuchsen. Dann entschlossen sie sich aber, die kleine Insel wieder zu verlassen, weil ste zu wenig Trinkwasser bot. Das Paar siedelte auf die Insel Floreana über, die etwa 100 Seemeilen entfernt liegt und der Wohnsitz des Dr. Ritter war. Sie schlugen ein Lager im Innern der Insel auf, wo der Boden Lesser zum Bebauen geeignet ist. Hier führen sie jetzt ein einfaches ruhiges Leben. Ihre Hauptnahrung besteht in Kartoffeln und getrocknetem Rindfleisch. Kapitän Hancock, der die Insel besuchte, war bei dem Ehepaar zu Gast, dem er eine Anzahl Geräte und Werkzeuge und Lebensmittel zum Geschenk machte. Er berichtet, daß das Robinson- ehepaar sich sehr zufrieden fühlt und vor allem glücklich ist, fern von der Kulturwelt zu leben, die es ganz und gar vergessen möchte.
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Geschichten aus aller Welt.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!
Stürmische Werbung.
C.K. Neuyork.
11000 Liebesbriefe in vier Jahren geschrieben zu haben, das ist gewiß ein nicht leicht zu überbietender Rekord, und doch ist es ddrn 24jährigen Buchhalter David Brother in Neuyork auch mit diesem Ansturm nicht gelungen, die Liebe der 22 Jahre alten Stenotypistin Dorothy Hochman zu erringen. Sie sind beide in demselben Büro tätig, und die junge Dame hat auch die Briefe entgegengenommen, aber wenn der hitzige Bewerber sich nicht mit schriftlichem begnügte, sondern auch Seidenstrümpfe, Süßigkeiten, Parfüm und Blumen schenken wollte, dann war sie stolz und wies alles zurück. In einem der 11000 Briefe, dem letzten, las Dorothy die Worte: „Wenn ich Sie mit einem jungen Mann sehe, werde ich ihm die Zähne ausschlagen." Das war ihr zuviel, sie. ging vor Gericht und ließ den hitzigen Bewerber vorladen. Hier erklärte sie: „Er ist zwar ein hübscher junger Mann, aber ich liebe ihn nicht." Brother mußte sich auf Ermahnung des Richters wegen seines Briefes entschuldigen. Als er fragre, ob er denn nicht Geschenke schicken könnte, erhielt er den Bescheid: „Wenn Sie das tun, junger Monn, werden Sie Aerger davon haben."
IV. Wie man in der Sahara reist.
El Gol6a, März 1938.
Wir sitzen im Wüstenhotel in der Oase El Golöa, beinahe 1000 Kilometer südlich von Algier. El Golea ist die dritte Station auf der großen Automobilroute, die quer durch die Sahara von Algerien nach Britisch-Nigeria und Französisch- Aequatorialafrika führt. Sie ist fast 4000 Kilometer lang, und sie erfordert, mit ausgiebig eingelegten Ruhetagen, gut zwei Wochen. Eben haben wir den Zimmerkellner bestellt und ihn etwas e i n h e i z e n lassen, denn die Wüste ist noch winterkalt. Selbst wenn man sich nach dem Mittagessen zum Kaffee in den Hotelgarten setzt, ist ein Mantel nach angenehm. Das Holz für unser Zimmeröfchen wird drei Tagesmärsche weit auf Kamelrücken. aus einem Wadi geholt, einem Trockenflußbett, in dem Tamariskensträucher wachsen. 100 Kilo kosten 8 bis 10 Franks, und 200 bis höchstens 250 Kilo machen eine Kamellast aus. Ein Frank hat zur Zeit den Wert von etwa 8 Pfennig. El Golea ist hiernach also kein teurer Platz, was man bestätigt findet, wenn man hört, daß ein Kilo Kamelfleisch zwei Franken kostet und ein Kilo Hammelfleisch drei Franken.
Was ist El Golea und wie kommt man hierher? Der Leser wird sich schon denken, daß es eine Oase in der Wüste sein muß, denn ein Hotel kann es nur in einer solchen Oase geben. Die Wagen, mit denen man die Wüstenreise macht, gehören der S. A. T. T., der Society Algörienne des Transports Tropicaux. Sie fassen zwölf Passagiere und haben hinten noch Raum für Lebensmittelkisten und Ersatzteile im Falle einer größeren Panne. Solch ein Wagen sieht trotz seiner massigen Größe elegant aus, stahlgrau, mit breiten Schiebefenstern, und etwas in Stromlinienform gebaut. Trotz seines Gewichts kann die Schnelligkeit bei ebenem Gelände auf 50 Kilometer stündlich gebracht werden.
Die erste Tagereise von Algier ist nur ein Vorspiel, denn sie führt noch durch die ganze Breite des K ü st e n a t l a s , dessen zwei Hauptketten in windungsreichen Paßstraßen überquert werden. Das Gebirge empfängt reichlich Regen, und erst beim Hinabfahren von der inneren, südlichen Kette ändert sich das Bild. Die Vegetation wird spärlich, und allmählich beginnt die W ü st e , kein Sandmeer, sondern steriler Gesteinsboden. Die Etappen der Wüstenreise sind die O a s e n , die 200 bis 500 Kilometer auseinanderliegen. Bis zur ersten Mittagsstation geht noch eine Eisenbahnlinie; bis zur zweiten Oase begleiten den Weg eine Telegraphenleitung und die Gittermasten einer elektrischen Ueberland- zentrale. Dann hören diese Symptome unserer technischen Kultur auf, und auch die anfangs gut ausausgebaute Straße vereinfacht sich immer mehr und ist manchmal nur noch eine ausgefahrene Spur auf dem Wüstenboden.
Einem Sahara-Auto kann allerlei Mißgeschick passieren. Ein solches von ganz merkwürdiger Art erlebten wir morgens am zweiten Reisetag in Gestalt einer Hammelherde, der es einfiel, plötzlich dicht' vor dem in scharfer Fahrt bergab befindlichen Wagen im Galopp den Weg zu kreuzen. Um kein Tier zu überfahren, bremste der Chauffeur so hart, daß im hinteren Getriebe etwas brach und wir nicht von der Stelle konnten. Die tröstliche Aus- funft lautete: vier Stunden für eine vorläufige
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zublasen, daß sich von heut auf morgen eine kleine Düne über die Straße legt. Unser wirklich tüchtiger Chauffeur wagte einmal oen Versuch, sie mit einem forcierten Anlauf zu nehmen — aber schon saßen —1 ** fest und mußten uns herausschaufeln. Erst die Räder bis auf den harten Grund durch-
Der Hahn im Eisschrank.
(rk) Buenos Aires.
In Südamerika sind elektrische Kälteeinrichtungen «ine Notwendigkeit. Nun versucht natürlich jedes Unternehmen dieser Branche recht viele Kunden für sich zu gewinnen. Den interessantesten Weg zum Herzen des Käufers aber scheint jene Firma ye- lunden zu haben, die in jeden verkauften Eis- jchrank einen schönen großen frischgeschlachteten Hahn hineinlegte. Wenn sich die erstaunte Hausfrau an die Firma wandte und berichtete, daß sie ihren Eisschrank bereits besetzt gefunden habe, beruhigte man sie und ersuchte sie, den Hahn auf die bestmögliche Art und Weise zu verwenden. Der Hahn cm Eisschrank wurde zum Tagesgespräch von Buenos Aires. Und wenn jemand einen Eisschrank bestellte, fragte er in der Folgezeit mit Augenzwinkern: „Eisschrank — mit oder ohne Hahn?"
Die Kinder müssen es wissen.
(gf) Kairo.
Ein Inhaber eines Kaufhauses in Kairo war sich über die Ergänzung seiner Spielwarenabteilung keineswegs im Klaren. Endlich kam ihm die Erleuchtung. Er suchte einen Jungen von sechs Jahren und einen anderen von 10 Jahren aus und forderte die beiden Kinder auf, sich unter den Spielsachen, die in ganz Kairo zu haben waren, das auszusuchen, was ihnen gestele. Allerdings beschränkte er den Wunschzettel auf fünf Gegenstände. Am nächsten tag wiederholte er den Versuch mit zwei Mädchen. Nach diesen Erfahrungen deckte er sich dann selbst mit neuen Vorräten ein und machte ein vorzügliches Geschäft. In Zukunft will er seinen gesamten Betrieb nur unter diesen aus der Praxis gewonnenen Gesichtspunkten organisieren. Das Publikum soll wählen. Und er richtet sich danach.
Ein Elefant belebt das Geschäft.
(—) London.
In England stellt eine Firma, die feuerfeste Geld- Ichränke fabriziert, auch Stahlmöbel her, deren Ab- lotz freilich in letzter Zeit manches zu wünschen übrig ließ. Endlich kam einer der Verkaufsmanager auf folgenden Gedanken: Er mietete bei einem Zirkusunternehmen einen Elefanten und ließ diesen eine sonst im Zirkus gezeigten Kunststücke auf den euerfeften Schränken und auf den Stahlmöbeln einer Firma ausführen. Diese Kunststücke und vor allem die Stabilität der Möbel imponierten dem Publikum so, daß sich der Verkauf beträchtlich hob.
Der Klub der großen Männer.
C. K. Dorpat.
In Dorpat ist ein „Klub der großen Männer" gegründet worden, wobei unter Größe die des Körpers zu verstehen ist. Er zählt etwa 60 Mitglieder, die die größte Körperlänge von allen Män- nern in Estland haben. Um Mitglied des Klubs zu Derben, muß man mindestens 1,85 Meter groß sein. Zu den größten Mitgliedern gehört der bekannte Sportsmann Vikstes, der 2,06 Meter mißt. Eine merkwürdige Tatsache ist dabei aber, daß von allen Mitgliedern des Klubs festgestellt wurde, daß sie
| Frauen von auffällig kleinem Wuchs geheiratet i haben. Einer von ihnen, ein Koch, hat die Kassiererin einer Bar zur Frau, die gerade 1,07 Meter mißt. Diese kleine Dame hat aber ein lebhaftes Temperament, und sie drang in den Saal, in den bie großen Männer" sich zur Wahl des Vorstan- les versammelt hatten, um ein lautes Geschrei bar-
XIII. und einige anbere. Jrn anstoßenben Saal fin< ben verschiebens Gruppen Ausstellung: zunächst ein Höfling und eine Dame aus den Anfängen Ludwigs XIV., er in Kniehosen, sie in ihrem schweren Schleppkleid mit der Samtmaske vor dem Gesicht; gegenüber eine Dame in der „Fontange" — dem hohen haubenartigen Kopfputz aus Musseline« Spitzen und Bändern, wie er zur Zeit der Madame de Maintenon Mode war —, die an ihrem Putztisch sitzt und sich frisieren läßt, während ihr kleiner Mohr ihr soeben ihre Post gebracht hat und einer ihrer vertrauten Freunde ihr auf der Lauts vorspielt. Eine andere Gruppe stellt eine Bürgerfamilie beim Mittagessen bar: ber Hausvater, die Mütze auf dem Kopfe, sitzt qm Tisch und schneidet Brot, während sein kleiner Sohn ihm artig gegenüber sitzt und die Mutter die Suppenterrine hereinbringt, die ganze Szene in der zugehörigen Umgebung mit vollständigem Anrichtetisch, kupfernen Wasserbecken und so weiter. In der großen Galerie werden vier Szenen dargestellt: Kartenspieler zur Zeit Ludwigs XIV., die Männer am Spieltisch sitzend, die Frauen aufrecht oder an Stühlen gelehnt neben ihnen stehend und dem Spiel folgend; ein Konzert aus der Zeit Ludwigs XVI., Spinett, Harfe und Gesang; ferner zwei Straßenszenen, die erste während der Revolution, eine Gruppe, die um die neueste Bekanntmachung versammelt ist, die zweite unter dem Direktorium. Schließlich wird man noch ein paar Tänzer sehen können, einen Harlekin des 18. Jahrhunderts mit feiner Maske, und manches andere.
Blaubart ist verschwunden.
(pk) Budapest.
In der Arenastraße in Budapest herrscht großs Aufregung. Blaubart ist weg. Verschwunden. Ohna ein Wort zu sagen. Blaubart, das ist — vielleicht muß man jetzt schon sagen: war — ein Papagei« Aber kein gewöhnlicher Papagei, sondern ein Wundervogel, wie man ihn in der Tat selten finden dürfte. Seinen Namen hatte er wegen der zarten blauen Federn erhalten, die unter seinem Schnabel wie ein Bart aussahen. Sein eigentlicher Wert aber lag in seinen ungewöhnlichen Sprachkenntnissen und in seiner Arbeit in der Wäscherei seiner Herrin. Die Tätigkeit Blaubarts in diesem Geschäft war außerordentlich vielseitig. Trat ein Mann in das Geschäft, so flog ihm Blaubart auf die Schulter und krächzte: „Guten Tag! Bitte, nehmen Sie den Hut abr Ein fremder Besucher erschrak natürlich über diese ungewöhnliche Begrüßung zuerst gewaltig. Dem ersten Schrecken folgte Erstaunen, denn nun krächzte der Vogel: „Nehmen Sie Platz! Was wünschen Sie?" Damen, die das Geschäft betraten, wurden anders empfangen. Ihnen rief Blaubart zu: „Hier wird schön geputzt! Sehr schön geputzt!^ In ber Tat, Blaubart war ein Sprachgenie. Er beherrschte 33 ungarische, 16 beutsche, 9 französische unb 7 englische Wörter und konnte etwa 20 zusammenhängende Sätze einigermaßen verstänblich hersagen. Kein Wunber, baß Blaubart in ber ganzen Umgegenb hoch geachtet unb bewun- bert war. Einen Käsig kannte er gar nicht. Mit seiner Herrin flog er bes Abenbs zusammen nach Hause, d. h. seine Herrin fuhr natürlich mit ber Straßenbahn, währenb er, ber gefieberte Blaubart, auf das Dach bes Wagens flog und genau aufpaßte, bis feine Herrin aUsftieg. Und nun ist Blaubart plötzlich verschwunden. Eines Abends auf dem Nachhauseweg war er nicht mehr zu finden. Niemand weiß, was ihm zugestoßen ist, ob er gestohlen wurde oder ob sich vielleicht eine hungrige Katze seiner bemächtigt hat. Jedenfalls herrscht in der Arenastraße ehrliche Trauer um dieses seltene Exemplar eines Papageien.
Der sagenhafte Schatz des Ali Pascha.
C. K. Athen.
Eine Kapitalistengruppe hat mit Erlaubnis der Regierung umfangreiche Arbeiten in der Nähe der Stadt Trikala in Thessalien begonnen, um einen großen Schatz aufzufinden, der einmal Ali Pascha, deijn Gouverneur von Janina, gehört hat. Er setzte sich aus 24 Goldladungen zusammen, die von Mauleseln getragen wurden. Ali Pascha, der wegen [einer Gausamkeiten berüchtigt war und im Jahre 1822 ermordet worden ist, hatte die Christen des Landes gebrandschatzt, um diesen Schatz zusammenzubringen, den er für den Sultan bestimmt hatte; er war bei diesem in Ungnade gefallen und wollte sich durch das große Geschenk wieder in Gunst bringen. Er hatte die kostbare Sendung mit größter Heimlichkeit vorbereitet, aber als der Zug in die Nähe von Trikala gekommen war, fiel er in einem Hinterhalt, den der Brigant Peristeris gelegt hatte, dessen Bande eine Schreckensherrschaft in diesem Gebiet ausübte. Alle Mauleseltreiber wurden nieder- gemacht, und die Räuber bemächtigten sich des Schatzes, den sie an einem geheimen Ort in jener Gegend versteckten. Seit jener Zeit hat sich ein ganzes Sagengewebe um den Schatz des Ali Pascha gesponnen. Man hat alle nur denkbaren Hilfsmittel in Bewegung gesetzt, um das Versteck aufzufin- ben, aber bis heute sind alle Nachforschungen vergeblich gewesen. Jetzt scheint es, als ob bie erwähnte Kapitalistengruppe aus Athen einen besseren Weg gefunben habe. Sie hat sich für eine große Summe ben Plan verschafft, ber, wie behauptet wird, von einem Mitglied der Bande stammen soll«
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