Y./10. April 1938
als sicherstes Unterpfand für den Bestand des Reiches und für eine machtvolle Behauptung deutscher Kultur.
Professor D. Paul Althaus
der Erlanger Theologe
(in der „DAZ."):
Das Ja, das wir am Palmsonntag aussprechen, hat unser Herz seit dem 13. März in Bewegung, Freude und Dank schon mit jedem Schlage gesagt. Es ist das Ja zu dem, was Gott der Herr durch den Führer an unserem Volk wunderbar getan hat. Ein neuer Tag deutscher Geschichte hat begonnen. Er muß und kann zugleich eine neue Stunde im Verhältnis zwischen deutschem Volks- staat und Volkskirche bedeuten. Beide gehören zusammen — es hilft nichts. Trotz allem, nach allen Mißverständnissen, Enttäuschung gen, Fehlern — laßt uns noch einmal mit der großen Frage einen neuen Anfang machen! Die kleine evangelische Kirche Oesterreichs, mit ihrem durch die Tat bewährten Bekenntnis zum Werke des Führers, kann die Brücke fein, über die wir im Reiche einander neu begegnen und endlich die rechte Haltung und Ordnung zwischen Staat und Kirche finden. Wir Evangelischen im Reiche, die Führer und Die- ner der Kirche, sind nicht anders gesinnt als unsere österreichischen Brüder. An ihrer Seite geloben wir aufs neue dem Führer unbedingte Treue selbstlosen Dienstes an unserem geliebten deutschen Volke!
Professor Dr.-Jng. Ernst Sagebiel
der Schöpfer des neuen Großflughafens Berlin (im „Berliner Tageblatt"):
„Die Architektur ist wieder die Königin der schö. nen Künste geworden!" Dieser Satz aus des Führers großer Kulturrede umreißt klar die Stellung und Aufgabe von uns Bauleuten im nationalsozialistischen Deutschland. Jeder von uns muß dankbar und glücklich sein, in dieser herrlichen Zeit leben zu dürfen und an den gigantischen Bauaufgaben, die der Führer selbst betreut, teilnehmen zu können. Die besondere Liebe des Führers für das Bauschaffen, seine ständige persönliche Anteilnahme an der Durchführung der von ihm gestellten Aufgaben, die bis in alle Einzelheiten der Planung geht, bedeutet für uns Antrieb und Verpflichtung. Daß wir uns dessen stets bewußt sind, werden wir auch am 10. April beweisen.
Staatsrat Wilhelm Furtwängler
(in der „Deutschen Allgemeinen Zeitung"):
In einer Zeit, in der Deutsche überall in der Welt um ihre Selbsterhaltung und Selbstbehauptung kämpfen müssen, ist der Zusammenschluß von Oesterreich und Deutschland natürlich und notwendig.
Staatsschauspieler Emil Jannings
Dem Schöpfer Großdeutschlands, dem Erneuerer der deutschen Kultur, unserm Führer Adolf Hitler gilt der Dank aller deutschen Künstler. Darum — aus bewegtem Herzen unser Ja!
Opernsänger Helge Roswaenge
Als ich im Jahre 1934 in Graz Hugo Wolffs „Heimweh" sang, sprangen die Menschen spontan von den Plätzen, hoben die Hand zum deutschen Gruß und riefen „Heil Hitler". Da sprach d i e Stimme des Blutes, aber sie wurde niedergedrückt. Mir selbst verbot der österreichische Staat auf zwei Jahre die Gastspiele. Wie oft sprachen meine Berufskameraden in Wien und in den anderen österreichischen Städten von der Heimkehr ins Reich. Wie beneideten sie uns, wenn wir nach Berlin zurück konnten! Und nun haben auch sie den Weg in die große Gemeinschaft gefunden durch die gewaltige Tat des Führers. Sie alle drüben in der neuen deutschen Ostmark und alle hier im Reiche geben ihr freudiges „Ja", denn jetzt ist nicht nur die völkische und staatliche Gemeinschaft hergestellt, jetzt ist auch die große Basis für eine gemeinsame deutsche Kunst gegeben.
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
ltr.84 Zweites Matt
Frühling im Burgenland.
Bon Hans Chr Kaergel.
Ich weiß nicht, durch welches Land ich fahre. Ist es nicht drüben die Bergstraße, die in Blüten steht? Was bedeuten hier Namen! Das Leithagebirge kennen wohl nur wenige in Deutschland, aber die deutschen Berge brauchen auch keine Namen. Vor dem hellgrünen Rücken des Gebirgszuges liegen wie weihe und hellrote Teppiche die ausgedehnten Obstgärten des gesegneten Burgenlandes. Hell flutet die Sonne darein. Ein eben aufgekommener Wind läßt es Blüten schneien. Die roten Ziegeldächer der alten fränkischen Siedlungen leuchten im Grün. Die weiten Weingärten und Berge lassen mich ganz vergessen, daß ich im s ü d ö st l i ch st e n Winkel unseres großen deutschen Vaterlandes dahinfahre. Ich nehme nicht den Mund zu voll, wenn ich dieses Land nur mit unserer Berg st raße bei Darmstadt vergleiche. Es fehlt auch nicht an den fröhlichen, singenden Menschen. Nur ist ihre Freude in diesen Tagen ein heiliger, mitreißender Rausch. Vom frühen Morgen bis 3um Abend stehen Kinder, Männer und Frauen an den Straßen der Dörfer. Jeder Wagen wird umjubelt und jeder Mensch gegrüßt. Die Schulen mußten geschlossen werden, denn kein Junge und Mädel hätte noch auf den Lehrer hören können, wenn draußen auf der Straße die Wagen aus dem großen Deutschland oorüberfuhren oder gar Soldaten marschierten. Es ist die größte und heiligste Zeit ihres Lebens, sie müssen sie mit fliegenden Herzen miterleben.
In Pöttelsdorf halten wir zu kurzer Rast. Da gibts eine Ueberraschung. Der Wirt fragt mich, ob ich einen „B i s m a r ck w e i n" probieren möchte? Wie kommen nur die Pöttelsdorfer auf Bismarck? Da erzählt mir stolz der Wirt, daß Bismarck nur „Pöttelsdorfer Burgunder" getrunken habe. Seine klügsten Gedanken hab'e er sicher dem uralten deutschen Burgenländer Wein zu danken, den er immer nur als „Ungar-Wein" getrunken hat. Dann sitzen wir um den runden Disch herum und sie reden sich einmal frei von allem, was sie bisher bedrückte. Der Herrgott hat es sicher besser mit ihnen gewollt. Denn bis hinunter zum Neusiedler See ist alles gute saftige Erde, die nur am Bergrand von leichterem Boden abgelöst wird, darauf der gute Wein gedeiht. Zwischen den Feldern stehen überall Obstbäume. Das ganze Land ist ein einziger Garten. Und doch hat dieser Garten keinen Segen abgeworfen. Die Regierung zu Wien hatte den Weinhandel allein den Juden zugeschanzt. Es gab keinen deutschen Weinhändler. Die Juden bestimmten die Weinpreise, die Juden gaben Schleuderpreise für das Obst. Im vergangenen Jahr blieben die Zwetschgen an den Bäumen. Es lohnte sich nicht, sie zu pflücken. Der Jude zahlte nichts dafür. Soll es einen da noch wundern, daß in diesem reichen Herrgottsland die Bauern und Kleingärtner so ärmlich einhergingen und ohne Hoffnung waren? Nun begannen die Augen der Menschen au strahlen. Sie bekannten ihre große Hoffnung und ihre Gewißheit. „Jetzt ist Frühling i m Land" — hieß es. Zwar ist er eine Woche zu früh gekommen, aber ebenso früh ist auch der deutsche Frühling hier eingebrochen. Er hatte sie so überrascht, daß alle Häuser bei weitem noch nicht mit Fahnen geschmückt werden konnten. Dafür aber war das Haus ohne Fahne mit unendlich vielen grünen Hakenkreuzen geschmückt. —
Wie oft erlebte ich das nun auf der Fahrt durch die einsamen Dörfer. Triumphbögen stehen am Anfang und Ende, und viele Ehrenpforten mit Grüßen an den Führer schmücken die Dörfer, die nie zuvor ein so festliches Gewand zeigten. In jedem Dorf müssen wir halten und erzählen, woher wir kommen. Rückt der Wagen wieder an, braust hinter uns her das Bekenntnis: „Ja, ja, ja, ein Äolk, ein Reich, ein Führer!"
Nun geht's die Berge hinauf. Wir kommen ins mittlere und südliche Burgenland hinein. Wälder tun sich auf, Berge von Holz, das keinen Weg in die Welt fand, liegen an den Straßenrändern. Tief unter uns grüßt die farbenfrohe Frühlingslandschaft, die uns an Thüringens liederselige Waldwelt erinnert. Im nächsten Dorf sehen wir aber strohgedeckte slawische Siedlungshäuser. Wir fahren in ein Kroatendorf hinein. Denn von den 300 000 Einwohnern dieses südöstlichsten deutschen Zipfels sind rund 30 000 kroatische Bauern mit zu uns gekommen. Das Wunder aber ist, daß sie mit zu den treuesten Gefolgsmännern unseres Führers gehören. Hier gibt es kein Haus und keine Hütte, an dem nicht Fahnen und Fähncheck fröhlich flatterten. Der Bürgermeister bittet mich, der Welt zu verkünden, daß 75 v. H. der Bevölkerung des Dorfes schon in der Schuschnigg-Zeit zu Adolf Hitler ge
standen hätten. Heut aber könne er schon mit Stolz vermelden, daß sein Dorf zu 100 v. H. freudig mit „Ja" stimmen werde.
Und dieses Bekenntnis wiederholt sich hier von Dorf zu Dorf. Immer wieder wird mir die Bitte aufgetragen, es zu vermelden, daß das Burgenland, das jüngfte Bundesland des ehemaligen Oesterreich, das treuste deutsche Land sein und bleiben will. Wie oft wurde ich dabei an die Geschichte des Burgenlandes gemahnt. Wahrhaftig, die Burgenländer find es gewohnt, für Deutschland Wache ^u halten. Hier ist die Völkerwanderung durchgegangen, hier ist Dietrich von Bern geboren, hier sind Burgenländer Deutsche in den Türkenkriegen verblutet. Bis in die jüngste Zeit haben sie sich wehren müssen. Zuletzt noch gegen Bela Kuhns räuberische Mörderbanden. Sie waren nicht vom Schicksal verwöhnt und nahmen es gelassen hin, daß sie bisher als „Oesterreichs Stiefkinder" galten. Noch klagen die Straßen an! Noch klagt die hungernde Bevölkerung die sie rücksichtslos Regierenden von einst an! Aber jetzt ist Frühling geworden auch bei den Menschen.
Das sehe ich im Dörflein S t o o b. Gerade geht der Dorfpolizist mit seiner mächtigen Trommel die Dorfstraße entlang und trommelt alt und jung heraus. Dann verliest er mit weithin hallender, feierlicher Stimme den Erlaß des Ministerpräsidenten Generalfeldmarschall Göring: „Es gibt keine Ausgesteuertenmehr!" Im nächsten Augenblick fassen sich die Leute an den Händen und tanzen in kindlicher Freude jubelnd über die Straße. Es ist wirklich Frühling im Burgenland! Es ist ein merkwürdiger Zufall, daß im selben Augenblick auf den Bauernkarren die Jugend von der ersten deutschen Musterung zurückkommt. Wie alte Landsknechte halten sie auf ihren Wagen an langen Stangen die neue deutsche Reichsfahne. Und Adolf Hitlers Fahne weht über der singenden Jugend. „Lieb Vaterland magst ruhig sein!" Immer singt weiter, ihr lieben jungen Burschen! Ich weiß, das Burgenland trägt seinen Namen zu Recht. Der deutsche Mensch hier ist die uneinnehmbare Burg im südöstlichsten deutschen Raum. Das wird am 10. April die ganze Welt erfahren.
Wir alle gehören dem Führer.
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Alt und jung, wir alle gehören dem Führer und sagen ihm Dank mit unserem Ja am 10. April.
Aus bewegtem Herzen: unser Za?
Männer des öffentlichen Lebens geloben Treue dem Führer und Jteid)!
Professor Dr. Carl Lüer
Leiter der Reichsgruppe handel (im „Berliner Tageblatt"):
Seitdem das alte Deutsche Reich an der Ohnmacht der Zentralgewalt zerbrochen war, ging das Streben der besten Männer aus allen Teilen unseres Volkes unablässig dahin, das Reich aller Deutschen wieder erstehen zu lassen, lieber ein Jahrhundert mußte vergehen, ausgefüllt mit Kämpfen, Siegen und Rückschlägen, ehe der Traum von Reichseinheit Wirklichkeit werden konnte. In diesen Wochen und Tagen durften wir Zeugen der Geburtsstunde eines größeren Deutschlands sein. Von der Größe und Gewalt dieses historischen Ereignisses verstummen alle unsere kleinlichen Sorgen des Alltags. Eine neue Epoche deutscher Geschichte ist durch die Tat des Führers eingeleitet, an deren Schwelle das einige und große, freie und mächtige Deutsche Reich steht. Zeigen wir uns würdig der Gegenwart durch unser einmütiges Bekenntnis zu Führer und Volk am 10. April!
Kommerzienrat
Dr. Hermann Nöchling-Bölklinqeu-Saar
(im „Berliner Tageblatt"):
Der Führer gab uns Arbeit und Brot. Er schloß uns zur Volksgemeinschaft zusammen. Er schuf die
deutsche Wehr auf der Erde, zu Wasser und in der Luft. Er errang uns die Freiheit und den Schutz unserer Grenzen. Er stellte die Wirtschaft im Vier- jahresplan vor die größten denkbaren Aufgaben und hob sie dadurch zu ihrer wahren höchsten Pflicht. Zuletzt aber hat er in genialster staatsmännischer Meisterschaft unsere alte Ostmark ohne ein Tropfen Blutvergießen heimgeführt. Wir danken ihm durch unser Gelöbnis, ihm mit allen unseren Kräften zu dienen. Dieses Gelöbnis ist der Sinn unseres Ja am 10. April 1938.
Staatsrat Geheimrat Prof. Dr. Sauerbruch
(in der „Deutschen Allgemeinen Zeitung"):
Fünf Jahre. planvoller, willensstarker Aufbauarbeit unseres Führers haben Deutschland neu gestaltet. Was der einzelne an Arbeit und Beruf täglich erlebt, ist in Wahrheit ein stolzes Wahrzeichen nationaler Leistung des ganzen Volkes. Wehrfreiheit und Wehrmacht sowie der Wille zum geistigen, sozialen und wirtschaftlichen Wiederaufbau werden nunmehr Deutschlands Weltgeltung sichern. Dieser Glaube an unsere Zukunft hat durch die Rückkehr unseres Brudervolkes in das große Deutsche Reich neue hoffnungsvolle Stärkung erfahren. Am 10. April, dem Tage der Volksabstimmung, wird dieser großen geschichtlichen Tat das freudige Bekenntnis der ganzen Nation zum Führer folgen,
Das danken wir dem Führer.
Sport treiben ist gesund und — jetzt auch für alle deutschen Menschen erschwinglich. So sind Millionen deutscher Menschen durch die Tätigkeit der RS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranlaßt worden, sich dem Sport zuzuwenden. Der Betriebssport ist zu einer Einrichtung geworden, die sich kraftvoll durchgeseht hat und immer neue Freunde findet. 3m Jahre 1937 haben 7 Millionen Männer und Frauen an Sportkursen der RS.-Gerneinschaft „Kraft durch Freude" teilgenommen. Seit 1934 wurden an über einer Million llebungsslunden 21 Millionen Teilnehmer gezählt.
Niemand hungert und friert.
Oie Flotte des Friedens.
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W1
Das größte Hilfswerk aller Zeiten ist das vom Führer geschaffene Winterhilfswerk des deutschen Volkes Fast zwei Milliarden Reichsmark hat es in fünf Winterhilfsjahren zur Linderung der Not aufgebracht. Welches Volk kann gleiches von sich sagen? Deutsches Volk, sei stolz auf Deinen Führer und bekenne Dich zu ihm am 10. April mit Deinem Ja.
Seit 1934 merben durch „KdF." 384 Seereisen mit 490 000 Teilnehmern, über 60 000 Land« führten mit über 19 Millionen Teilnehmern 133 000 Wanderungen mit rund 3 Millionen Teilnehmern durchgeführt. Das danken mir dem Führer am 10. April mit unserem „Ja"!


