Die ZgendWppen der AS.-Irauenschast.
NSG. Der BDM. umfaßt die Mädel vom 10. bis 21. Jahr. Die 21jährigen werden, sofern sie nicht als Führerinnen im BDM. tätig sind, alljährlich am Reichsparteitag in die N S. - Frauenschaft bzw. dasDeutsicheFrauen- werk überwiesen. Nun mag es früher manchem Mädel, das der jungen Gemeinschaft des BDM. eben entwachsen war, nicht leicht gefallen sein, sofort einen inneren Anschluß an die Frauen zu finden, die ihrem Alter und ihren täglichen Pflichten nach einem anderen Lebenskreis angehören als die Mädel, die eben aus dem BDM. kommen.
Mit den Jugendgruppen, die nun zwei Jahre bestehe^, hat die NS.-Frauenschaft eine Lücke geschlossen und dem jungen Mädel eine Möglichkeit gegeben, langsam in die Frauenschaft und die Frauenarbeit hineinzuwachsen. In den Jugendgruppen, die damit den Nachwuchs der NS.-Frauenschaft darstellen, finden sich die Mädel und jungen Frauen von 21 bis 30 Jahren. Hier haben sie die Aufgabe, die verantwortliche Frauenarbeit kennenzulernen. Ihrem Alter entsprechend sollen sie auch die Ausgestaltung der Feste, Feiern und monatlichen Pflichtabende der NS.-Frauenschaft übernehmen; sie sollen sich also in erster Linie um die kulturellen Dinge innerhalb der Frauenarbeit kümmern. Daneben aber ist es Pflicht, an den Kursen des Reichsmütterdienstes teilzunehmen, und auf allen Gebieten der Mütterschularbeit die Kenntnisse zu erwerben, die sie befähigen, später als Hausfrau und Mutter ihren Aufgaben gewachsen zu sein. Kurse beim Roten Kreuz, Luftschutz usw. vervollständigen dieses Aufgabengebiet der Jugendgruppen. Dazu kommt noch die Pflege des Volkstums und Volkstanzes; auch ein richtiger froher Sportbetrieb gehört mit zu dem Leben in den Jugendgruppen. In jeder Woche ist ein Heimabend, der zum Teil mit der Schulung des Reichsmütterdienstes verbunden ist. Die Sonntage sind frei. Einmal im Monat lind alle Mitglieder der NS.-Frauenschaft zu einem Abend, dem sogenannten Pflichtabend, vereinigt.
In den einzelnen Gruppen werden außerdem Arbeitskreise gebildet, in denen sich die Mädel und jungen Frauen nach ihren besonderen Neigungen zusammenschließen, um fremde Sprachen zu pflegen, zu singen und andere praktische Arbeiten zu erfüllen. ' An manchem Abend wird Spielzeug für die Kindergärten der NSV. gebastelt oder der Nationalsozialistischen Völkswohl- fahrt auf irgendeinem anderen Arbeitsgebiet, deren es ja so viele gibt, geholfen. Ueberall stehen die Jugendgruppen in den Ortsgruppen der Frauenschaft bei ihrer Arbeit zur Seite. Sie stellen dort eine wertvolle Hilfe für die älteren Frauen dar, die — oft schon allein von ihren häuslichen Pflichten stark beansprucht — einer Entlastung bedürfen.
In dieser ebenso schönen wie mannigfaltigen, echt fraulichen Arbeit stehen im Gau Hessen- Nassau schon 4 20 Ortsjugendgruppen. Jede Gruppe umfaßt 10 bis 50 Mädel. An der Spitze der Jugendgruppen steht im Gau die Gaujugendgruppenführerin Parteigenossin S u ß l i ck, der in jedem Kreis eine Kreisjugendgruppenführerin untersteht. In jeder Ortsgruppe bestehen eine oder mehrere Ortsjugendgruppen mit einer Führerm.
Aus der bisherigen Arbeit im Gau Hessen-Nassau können die gute Aufbauarbeit und der erfolgreiche Einsatz in den Kreisen Wetterau, Wetzlar und Main-Taunus hervorgehoben werden.
Ernst Kratz.
Der SrziehuliMeg des deutschen Mdels.
Berlin, 8. März. (DNB.) Auf Einladung der Reichsreferentin des BDM, Jutta Rüdiger, besichtigten Vertreterinnen des Arbeitsdienstes sowie der Arbeitsgemeinschaft nationalsozialistischer Studentinnen die Dienststelle der Reichsjugendführunb- Der BDM ist als Gliederung der Jugend-Organisation der NSDAP. V o r st u f e z u r P a r t e i und hat damit die Aufgabe, die nationalsozialistische Grunderziehung der weiblichen Jugend zu verwirklichen. Im Arbeitsdienst gilt es, die sozialistische Gesinnung praktisch zu beweisen. Die Arbeitsgemeinschaft nationalsozialisti- s ch e r Studentinnen hat als besondere Aufgabe, für die wissenschaftlichen Arbeitsgebiete die entsprechenden fähigen Kräfte heranzuziehen.
Nach der vierjährigen charakterlichen Erziehung im Jungmädelbund setzt sich das in den meisten Fällen schon berufstätige BDM-Mädel mit allen weltanschaulich-politischen und wirtschaftlichen Fragen auseinander. Eine Vertiefung erfährt die Erziehung dieser Jahrgänge im A r b e i t s d i e n st. Die wesentlichste Erziehung für die 17 bis 21jäh- rigen Mädel wird fortan dem BDM.-Werk „Glaube und Schönheit" mit seinen vielseitigen Arbeitsgemeinschaften zufallen, in denen jedes Mädel nach der siebenjährigen Erziehung zur Gemeinschaft im Jungmädelbund und BDM. nunmehr seine eigene Begabung, und Neigung frei entwickeln kann, um diese dann später wieder in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen. — Für die Leiterin der Schule des weiblichen Arbeitsdienstes betonte 21 ft a von Larisch nachdrücklich, daß BDM. und Arbeitsdienst aufs engste zusammenarbeiten müßten, um den von Jutta Rüdiger aufgezeigten Erziehungsweg des deutschen Mädels zu verwirklichen. Im gleichen Sinne äußerte sich Reichs-ANSt.-Referentin Inge Wolff.
Jahrgang 1927/28.
Die Hitler-Jugend ist durch das Rsichs- gesetz vom 1. Dezember 1936 die staatliche Jugendorganisation und die Reichsjugendführung trägt den Charakter einer Obersten Reichsbehörde. Ihr obliegt neben Elternhaus und Schule die Erziehung der gesamten deutschen Jugend. Trotzdem hat die HI. bewußt darauf verzichtet, einen Zwang zum Eintritt der Jugendlichen in ihre Reihen auszuüben. Die Erfahrung hat gelehrt, daß das Vertrauen zur deutschen Jugendbewegung so allgemein geworden ist, daß sich die jungen Jahrgänge freiwillig und vollzählig zu den Formationen gemeldet haben. Die Erfassung beginnt durch das Deutsche Jungvolk und die Jungmädel mit dem 10. Lebensjahr. Mit 14 Jahren erfolgt die Ueberleitung in die HJ^ bis zum 18. Lebensjahr, zum Bund Deutscher Mädel bis zum 21. Jahre, wovon die Zeit von 17 bis 21
Jahren dem Werk „Glaube und Schön- h e i t" vorbehalten ist.
In diesem Frühjahr werden alle Jungen und Mädel aufgerufen, die in der Zeit vom 1. Juli 1927 bis 30. Juni 1928 geboren find. In den ein- ^elnen Bezirken sind Werbestellen errichtet, in denen vom 15. bis 31. März die Anmeldung zu erfolgen hat. Voraussetzung ist deutsche Reichsangehörigkeit, arische Abstammung und Erb- gesundheit. In der gleichen Zeit findet eine W e r b e w o ch e mit' Aufmärschen statt, Elternabende werden Gelegenheit zur Klärung von Ein- zelfragen geben. Am 19. April erfolgt die Aufnahmeverpflichtung durch eine Feier auf der Marienburg, wo der Reichsjugendführer eine Ansprache' hält, die als Reichssendung übertragen wird. Am Geburtstag des Führers, 20. April, wird ihm v o m E^n tritt des neuen Jahrganges Meldung erstattet.
MeWehrmachiausderLutoschau
Wie in den Vorjahren, so ist auch diesmal Deutschlands Wehrmacht auf der Autoschau mit einer Ausstellung vertreten, die lebhafte Aufmerksamkeit be= anspruchen darf. Besonderes Interesse findet dies- mals der erstmals ausgestellte Kraftwagenwerkstattzug für Jnstandsetzungsarbeiten. Dieser Werkstattzug besteht aus dem Werkstattkraft- wa-gen, aus dem Werkstattgerätewagen, aus einem Maschinensatz und aus einem Stromerzeuger, der auf einem Einachs-Anhänger mitgeführt wird. Wir sehen hier, wie in fabelhafter Zweckmäßigkeit alles das in Zukunft ins Gelände mitaeführt werden kann, was für die Ausbesserung von Autos benötigt wird. Wenn man heute diesen kompletten Zug sieht, so erscheint die geleistete Arbeit vielleicht gering. Es darf aber nicht vergessen werden, wieviel Ueberlegungen dazu gehörten, einen solchen Zug fachgerecht z u s a m m e n z u st e l - l e n und die einzelnen Gegenstände zweckmäßig auf die einzelnen Wagen zu verteilen. Der Werkstatt- gerätewagen enthält unter anderem einen Montagebock, eine Motorrad-Hebebühne, eine Abfüll- und Getriebeölpumpe, eine hydraulische Presse, eine Werkbank, eine Hobelbank und eine Autogen- Schweiß- und Schneideanlage. Der Werkstattkraftwagen enthält zwei Werkbänke, eine Drehbank im Zelt, einen Luftkompressor und Ao zieh Werkzeuge.
Weiterhin stellt die Wehrmacht die bewährten Typen der durchgeführten Motorisierung vor. Man hat bewußt darauf gesehen so wenig Typen wie möglich für die Motorisierung zu benutzen, um eine Einheitlichkeit zu gewährleisten und um auch bei Reparaturen das notwendige Ersatz- material gleich zur Stelle zu haben. Die Typen aber, die gewählt und ausgebaut wurden, sind in ihrer Durchbildung so bewährt, daß sie im Ernstfälle auch das leisten können, was von ihnen beansprucht wird. Da ist einmal der leichte Zugkraftwa - g e n mit einer Motorleistung von 100 PS und 50 Kilometer Höchstgeschwindigkeit in der Stunde. Da ist ferner der schwere Zugkraftwagen mit einem Gewicht von 18 Tonnen, einer Motorleistung von 230 PS, einer Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometer in der Stunde und einem Fahrbereich von 260 Kilometer. Die Anhängerlast wird ebenfalls auf 18 Tonnen beziffert. Ein Anhänger besonderer Art ist dann noch der Tieflader-Anhänger, der auch in seiner Art einen wahren Koloß darstellt. Bei einem Eigengewicht von 12,8 Tonnen hat er eine Tragfähigkeit von 20 Tonnen.
Schließlich sehen mir die bewährten Tvpen der Panzerkraftwagen, sowie der leichten und mittleren Panzerspähwagen. Wenn gerade bei der Wehrmacht eine Ausstellung des neuen deutschen Buna-Gurymis sich befindet so aus gutem Grunde, denn die Wehrmacht hat sich um die Einführung des Buna besondere Verdienste erroor- ben da sie ja die Möglichkeit hatte, Buna praktisch zu erproben. Auf der K r a f t f ah r k a m p f tr u p- penschule sind diese Versuche erfolgreich durch- geführt worden und so wird hier em Beispiel Dafür gegeben, daß die Wehrmacht auch neben den Ausgaben der Landesverteidigung in der Lage ist, wirtschaftliche Aufgaben von höchster Bedeutung lösen zu helfen.
Aus aller Wett.
Das Ende des Mörders von Skiernlewice.
Der polnischen Polizei gelang es, den Burschen, der, wie gemeldet, in Skiemiewice die Frau und das fünfjährige Töchterchen des Generals Sko- zicki und zwei feiner Hausangestellten ermordet hatte, in einem Dorfe bei Minsk auf einem Dachboden zu stellen. Der Verbrecher gab mehrere Schüsse auf die Beamten ab, glücklicherweise ohne zu treffen. Ehe er jedoch festgenommen werden konnte, machte er mit einem Schuß seinem Leben selbst ein Ende.
Hinrichtung eines Mörders.
Am 8. März ist der 1900 geborene Fritz Kunert hingerichtet worden, der vom Schwurgericht in Frankfurt (Oder) wegen Mordes zum Tode verurteilt worden ist. Kunert hatte auf dem Gut Hohen- tannen (Kreis Oftfternberg) die erst 15/Hjährige Erna Nowicki mit der Arzt erschlagen, weil sie es abgelehnt hatte, die Beziehungen zu ihm fortzusetzen.
Wetterbericht
Die lebhafte, vom Atlantik über Skandinavien hinwegführende Wirbeltätigkeit greift immer weiter südwärts und hat bereits das festländische Hochdruckgebiet von dem Atlantik abgetrennt. Vor allem in Nord- und Mitteldeutschland macht sich der Tief- druckeinfluß mit stärkerer Bewölkung geltend, er zieht jedoch nach Süden rasch ab. Immerhin wird sich auch hier das Wetter etwas ungünstiger gestalten.
Aussichten für Donnerstag: Bewölkt bis aufheiternd und im allgemeinen ttocken, mild, bei ausgeglichenen Temperaturen zwischen Tag und Nacht lebhafte westliche Winde.
Aussichten für Freitag: Wechselhaft und leicht unbeständiges Wetter, aber nicht unfreundlich.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. , Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. II. 38: 10 788. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr,' mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der
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