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Land eine fesselnde, von Tao zu Tag erwartuntzs- voll willkommen geheißene Unterhaltungslektüre zu bieten.

NSDAP., Ortsgruppe Sießen-Nord.

*21 m Samstag, 10. Dezember, 2030 Uhr, findet lu der Turnhalle eine öffentliche Kundgebung der OrtL^ruppe Glehen-Rord der NSDAP, statt.

Es spricht der Gauredner pg. Holländer, Frankfurt a. 2IL, über das Thema:Männer machen Geschichte". Ls spielt die Lrelskapelle der Kreis­leitung Metterau.

Partei- und Volksgenossen, nehmt an dieser Kund­gebung teilt

Thomas, Orlsgruppeuleiter.

NSDAP. Ortsgruppe Gießen-Ost.

Am Samstag, 10. Dezember, veranstaltet die Ortsgruppe Gietzen-Ost der NSDAP, in der Neuen Aula der Universität eine Kundgebung mit dem Führer der NSFK-Standarte 75 Sturmbann» sichrer Pg. Wagenführ. Beginn 20.30 Uhr. Alle Volksgenossen werden hierzu eingeladen. Für Par­teigenossen und Parteianwärter ist die Teilnahme Pflicht.

Dem Silbernen Sonntag entgegen...

Weihnachten rückt näher. Der nächte Sonntag bereits ist der Silberne Sonntag. Die FrageWas schenke ich ...", die in diesen Tagen manchem viel Kopfzerbrechen macht, wird immer dringender. Wer bis zum Silbernen Sonntag mit sich ins Reine ge­kommen ist, was er als Weihnachtsgeschenk seinen Lieben und Freunden geben möchte, wird es be» grüßen, daß an diesem Sonntag nach altem Brauch bie Geschäfte und Läden offen sind, und er wird seine Wahl treffen. Es ist eine bekannte Erfahrung, daß man um so besser kauft, je früher man die Lä­den und Geschäfte zum Einkäufen aufsucht. Man hat ja auch eine ungleich größere Auswahl in allen Dingen als später am letzten Sonntag vor Wech- nachten und kann seine Käufe und Besorgungen mit aller Ruhe machen.

Der Geschäftsmann erwartet vom Silbernen Sonntag, daß er seinem Ehrennamen entspre­chend viele Silbermünzen in die Kasse rollen läßt. Er hat sich für alle Anforderungen und Wünsche, die anspruchslosen wie auch für die grö­ßeren, eingedeckt. Wer es nicht glauben möchte, der braucht nur einen Gang durch die Straßen zu tun und sich alle die praktlschen und schönen, vielfach wunderbaren Gegenstände anzusehen, die hinter den Scheiben zur Ächau gestellt sind. Weihnachtliche Dekorationen werfen auf die Gaben schon jetzt den Vorglanz des Heiligen Abends. Diele fleißige Hände waren in den letzten Tagen bemüht, die Schätze in den Ladenfenstern zu zieren. Nun warten Tausende auf den verdienten Lohn ihrer Mühen. Jede rol­lende Münze, jedes Geldstück, das wir jetzt aus­geben, hilft einem andern das Brot erhalten.

So werden wir am Silbernen Sonntag wieder vorwechnachlliche Freude erleben. In den Nach- mlttagsftunüen und abends im Schein der Lichter werden sich frohgestimmte Menschen durch die Stadt bewegen, werden Paketeund Päckchen aller Art den Weg von den Geschäften in die Wohnungen an­treten. Menschen und Dinge stehen alle unter dem Gebot der Weihnacht: In Liebe zu schenken, denn Geben ist seliger denn nehmen!"

Weihnachtsmarkt

auf dem Oswalds garten.

Vorn 10. bis 18. Dezember findet auf Oswoldgarten wieder Weihnachtsmarkt statt. Es wird dort eine kleine Buüenstadt aufgebaut, die ganz im fyufyen des Weihnachtsfestes stehen wird. Da wird es Weih­nachts-Geschenkartikel aller Art, Christbaumschmuck und Christbäume zu kaufen geben, eine Waffel­bäckerei wird da sein; für die Kinder und Erwachse­nen wird es einige Möglichkeiten zu Belustigungen geben. Die Marktzeit ist auf täglich von 7 bis 19 Uhr festgesetzt. Sonntags wird von 13 bis 16 Uhr ge­öffnet sein.

Otto Schönau ZO Lahre alt.

Der Büchsenmachermeister und Waffenmeister a. D Otto Schönau, Kaiserallee 10 wohnhaft, begeht am heutigen 8. Dezember seinen 70. Geburtstag. Schönau, der aus einer thüringischen Bauernfami- lie aus Artern stammt, trat im Jahre 1888 bei der 12. Kampa nie des Anhallischen JR. 93 ein und erhielt in der ehemaligen Gewehrfabrik in Span­dau seine Ausbildung als Waffenmeister. 1894 wurde er zum IV. Batl. des JR. 87 in Mainz ver­setzt.

1896 kam Schönau 3um II. Ball. J.-R. 116, dem er fast 40 Jahre hindurch in treuer Pflichterfüllung diente. Unter dem damaligen Bataillonskommandeur Major H e r r l e i n , dem Vater des jetzigen Regi­mentskommandeurs, trug er wesentlich zur Hebung des Schießwesens bei. Bereits 1896 wurde Waffen­meister Schönau die Berechtigung zur Ausübung von Privatarbeiten und zur Anleitung von Lehr- lingen erteilt. 1914 rückte er mit dem Regiments­stab des JR. 116 an dis Westfront und machte die Kämpfe in Belgien, bei Verdun und im Argonner- wald mit. Nachher kam er nach dem Osten, 1915 wurde er zum Reoisionsdienst an der Gewehrfabrik Erfurt kommandiert und später mit verschiedenen Revisionskommandos beauftragt. Am Weihnachts­abend 1918 kehrte er nach Gießen zurück. Bis zur Bildung des Hunderttausend-Mann-Heeres macht,? er Dienst im II. Batl. Im Jahre 1921 wurde er zur Disposition gestellt und 1933 pensioniert.

Bereits 1896 beteiligte er sich im Schützenwesen und wurde 1900 Mitglied des Gießener Schützen­vereins, dessen Schietzkommission er von Anfang an angehörte und dessen langjähriger Mannschafts­führer er wurde. Für seine Verdienste um den Ver­ein, dessen Meistermannschaft zahlreiche Erfolge er­zielen konnte, wurde er zum Ehren Mitglied ernannt. Gleichzeitig betätigte er sich im Krieaerverein, mit dessen Mannschaft er noch am Reichs-Tum- und Sportfest in Breslau teilnahm und dessen Ehren- Mitglied er ist.

Anläßlich seines 50jährigen Dienstjubiläums wurde Schönau mit dem goldenen Treubienstchren- zeichen ausgezeichnet, und ein Stabsoffizier des JR. 116 überbrachte ihm die Glückwünsche des Re­giments. In ScAitzen- und in Jägerkreisen erfreut er sich größter Wertschätzung. Er ist Mitbegründer des früheren,Hubertus"-Vereins. Noch heute ist er ein gesuchter Büchsenmachermeister. Dem Jubilar auch unseren herzlichen Glückwunfch zum Ge­burtstag.

Gießener Wochenmorkiprelie.

* Gießen, 8. Dez. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten. Markenbutter, ! > kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Wir­

sing, % kg 8 bis 9, Weißkraut 6 bis 7, Rotkraut 8 vis 9, gelbe Rüben und Karollen 9 bis 10, rote Rüben 9 bis 10, Spinat 15 bis 18, Unterkohlrabi 6 bis 10, Grünkohl 10 bis 12, Rosenkohl 15 bis 28, Feldsalat, l/io 8 bis 10, Tomaten, % kg 50, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kartoffeln, % kg 4 Pf-, 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 dis 330 Mark, Aepfel, N kg 32 bis 45 Pf-, Nüsse 48 bis 60 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pl. bis 1 Mark, Gänse 1 bis 1,20 Mark, Blumenköhl, das Stück 20 bis 50 Pf-, Salat 5 bis 6, Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf.

** 85 Jahre alt Am heutigen Donnerstag, 8. Dezember, wird Frau Elisabeth Wagner, geb. Mohr, Ludwigstraße 14 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Frische 85 Jahre alt Der Jubilarin, bie seit über 40 Jahren zur treuen Bettehergemeinde des Gießener Anzeigers gehört, unfern herzlichen Glückwunsch.

** 7 9. Geburtstag eines verdienten Turners. Der in weiten Kreisen wohlbekannte Turnkamerad Wilhelm Dap per begeht heute, Donnerstag, in geistiger und körperlicher Frische seinen 79. Geburtstag. Nach wie vor besucht er noch regelmäßig die Turnstunden der Attersriege des Turnvereins von 1846. Er führt seine körperliche Rüstigkeit auf seine-turnerische Tätigkeit zurück, die er seit seiner Schulentlassung betreibt. Dem Judi-

Bergfahrt muß t

Vortrag in der Sektion Gießei

Es waren zwei schöne Stunden, die von der Sek­tion Gießen-Oberhessen des Deutschen Alpenvereins ihren Mitgliedern und Gästen am gestrigen Mitt- wochabend mit dem Lichtbildervortrag von Dr. H e r zog (München) im Hörsaal des Kunstwissenschaft­lichen Instituts bereitet wurden. Das war nach des Alltags Last und Mühen prächtige Erholung durch die Erzählungen eines Mannes, dessen Herz und Sinne ganz erfüllt sind von einer geradezu rühren­den, wunderbaren Liebe zu den deutschen Bergen und vor allem zu chrer Tierwelt

Der Vereinsführer der Sektion Gießen, Direktor Wrede, leitete den Abend mit Grußworten an die zahlreichen Besucher und an den Vortragenden ein. Hierauf sprach Dr. Herzog (München) über Beobachtungen eines Bergsteigers und Berg­jägers". Er führte seine Hörer in feiner Weise im Geiste hinauf in die herrlichen deutschen Berge des Karwendelgebirges, des Allgäus und des Alpenbe­zirks im Grenzgebiet von Vorarlberg und Tirot Außerordentlich anschaulich wußte er von den vielen Schönheiten dieser Bergwett und ihrer Bewohner zu berichten, vor allem aber verstand er es, mit unendlich viel Liebe vom Leben und Treiben des Bergwillies zu erzählen. Viele gute und herrliche Lichtbilder boten habet eine prächtige Ergänzung des gesprochenen Wortes. Durch die glückliche Ver­einigung von Wort und Bild konnte man unter der Führung dieses außerordentlich naturverbundenen Redners die Gemsen, das Rehwild, die Hirsche, die Füchse, den Auerhahn und das Murmellier in ihren verschiedenartigsten Lebensverhältnissen beobachten, ja sogar ein Gemskitz, dessen Geburt der Vortra-

der deutschen Leisi

Vortrag im Reichsbu

In einer gut besuchten Versammlung des RDK. imBurggraben" sprach Gauredner Kreisamts- leiter Psi. Kleemann zu den kinderreichen Vätern und Müttern des Kreisabschnittes Gießen. Er siihrte u. a. folgendes aus:

Wenn man in der heutigen Zeit einen Volksge­nossen fragt, warum er feine ober nur 1 bzw. 2 Kinder habe, so werden die verschiedensten Gründe vorgebracht. Der eine könne viele Kinder nicht ernähren, da das Einkommen zu schlecht sei, oder er habe es zu etwas gebracht, unb'bie Kinder sollen nicht weniger werd-en, wenige könne man besser erziehen und ihnen bei der Verheiratung eine größere Aussteuer geben. Der andere glaubt, aus weltanschaulichen oder politischen Gründen auf Kin­der verzichten zu müssen. Die eigenartigsten Aus­führungen und Entschuldigungen werden vorgetra- gen. Fast immer sind es persönliche Wünsche, egoi­stische Gründe, die die Kinderzahl beschranken. Man will die Freuden des Lebens genießen, aber keine Verantwortung für eine größere Familie und für den Staat übernehmen. Wenn gar geäußert wird, der Staat sehe in den Kindern nur Kanonenfutter, so muß das als besonders verwerflich gelten.'

Don der Volkszahl hängt doch unsere äußere Freiheit, Sein und Nichtsein unseres Volkes und damit das Wohlergehen auch der einzelnen Fami­lien ab. Volksgenossen mit geringer Kinderzahl hul­digen noch Anschauungen einer liberalistischen Zeit, in der der einzelne Mensch mehr bedeutete als die Allgemeinheit, in der das Volk ein Begriff von zu­sammengewürfelten Menschen war, die sich durch nichts auszeichneten, die an der gleichen Arbeits­stätte standen, gleiches Einkommen hatten und be­strebt waren, die Proletarier aller Länder zu ver­einigen.

Der Nationalsozialismus sieht in dem Volk keine Anhäufung von rassisch und seelisch gerriffenen Menschen, sondern eine blutsmäßig zusammenge­setzte Schicht, die die Grundlage bildet, auf der bas völkische Reich aufgebaut wird. Der Nationalsozia­lismus fördert aerobe bie kinderreiche Familie, weil in ihr die Kinder zum Gemeinsinn erzogen wer­den und er mit ihr am besten das Volk erhalten, erhöhte Lebensmöglichkeiten schaffen und wirtschaft- lichen und kulturellen Aufstieg erreichen kann.

Eine besonders große Aufgabe fällt der deutschen Frau zu. Gerade ihr muß ]o viel Leben gegeben werden, daß sie nicht nur eine Familie gründet, sondern auch aufbaut. Sie soll der Eckpfeiler in der Familie fein, da von ihr weitgehend das Wohl der Familie in materieller und geistiger Hinsicht ab- hangt. Leider muß häufig festgestellt werden, daß manche Mädchen auf Dem Lande lieber in der Stabt ober in einem Betrieb arbeiten, als in der Landwirtschaft: auch wollen viele lieber einen Städter als einen Bauern heiraten. Diese Einltel- lu;w führt zur Landflucht, zum Untergang der Fa- nulle, denn das Land war und ist noch heute un­tere stärkste Blutquelle.

Die bevölkerungspolitische Frage läßt sich n'cht auf wirtschaftlichem Wege lösen, sondern ist eine Seelenfrage. Das sehen wir schon daran, daß bie

lat bringen auch wir unseren herzlichen Mück- wunsch bar.

** Ein Siebenundsiebzigjähriger. Am morgigen Freitag, 9. Dezember, kann der Rentner Friedrich Schäfer, Wetzsteingasse 32, sei­nen 77. Geburtstag feiern. Wir beglückwünschen den Jubilar.

**KennkartenzwangfurWehrpflich- t i g e. Alle deutschen jungen Männer, die demnächst wehrpflichtig werden, müssen beim Eintritt in das Wehrpflichtoerhättnis, d. h. innerhalb der letzten drei Monate vor Vollendung chres 18. Lebensjahres, die Ausstellung einer Kennkarte bei der Polizei bean­tragen. Diese Anträge sind umgehend, spätestens je­doch bis zum 31. Dezember, einzureichen.

* Gesellenprüfung im Handwerk. Bis zum 20. Dezember sind sämtliche Handwerks- lehrlinge im Kreise Gießen, die chre Lehrzeit bis zum 1. April 1939 beenden, zur Gesellenprüfung bei den zuständigen Prüfungsausschüssen anzumel­den. Die Kreishandwerkerschaft Gießen macht auf diese Verpflichtung heute noch einmal besonders auf­merksam

** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 25. November bis 1. Dezember ein: gegen Kraftfahrzeugführer mit 17 Anzeigen und 13 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen son­stige Fayrzeugführer mit einer Anzeige unb 7 ge- bichren pflichtigen Verwarnungen; gegen Radfahrer mit 5 Anzeigen und 18 gebührenpflichtigen Ver­warnungen.

in Erlebnis fein.

l des Deutschen Alpenvereins.

gerube durch einen glücklichen Zufall beobachten konnte, vernwchte man in den allerersten gebens* äutzerungen im Bild zu verfolgen. Von dem Kampf der Hirsche in der Brunftzelt, vom reizvollen Sptel junger Füchse, von der Auerhahnbalz, vom Sprin­gen und Klettern der Gemsen und vom Beschaffen des ..Gemsbartes", sowie von vielen anderen Din­gen der Tierwett unserer Alpen wußte Dr. Her- zog so fesielnd zu plaudern, daß man nicht müde wurde, chm mit größter Spannung zuzuhören. Seine humorgewürzte Darstellung, in der viel Schalk unb guter Mutterwitz zur Geltung kamen, aber auch bie tiefe Liebe eines Mannes zum Tier, der von zu Hause zur Jagd loszieht und bann im Walde bei der Beobachtung der Tierwelt sogar das Schießen vergißt bzw. es aus reinster Freude am Tier bewußt unterläßt, all das machte diesen Licht­bildervortrag zu einem besonderen Erlebnis. Und man kam, dank dieser einzigartigen Vortragsgestal- turog, in Uebereinstimmung mit dem Dortragen­gen zu dem Ergebnis, daß in der Tat eine Berg­fahrt ein Erlebnis sein muß, bas weit über ben Tag hinaus im Leben des Bergfahrers lebendig wirkende Kraft bleibt, ein Erlebnis, das gewisser­maßen einMärchenmorgen in den Bergen", ein völliges Aufgehen in der Schönheit unserer Berg- wett darstellt.

Den herzlichen Dank der Hörer für ben reizvollen Vortrag und die herrlichen Lichtbilder brachte außer- ordenttich starker Beifall überzeugend zum Aus­druck. Der Dereinsführer, Direktor Wrede, faßte diesen Dank noch einmal in warmen Worten an Dr. Herzog zusammen.

? als Grundlage

r /v xw

der Kinderreichen.

wirtschaftlich gut gestellten Kreise und die Intellek­tuellen mit der Geburtenbeschränkung anfingen und sie auch heute noch fortsetzen. Deshalv muß der Kampf gegen bie Kinderarmut mit allen Mitteln weitevgeführt werden. Gerade der RDK. hat diese schwere Aufgabe übernommen. Er kämpft mit dem Rassepolitischen Amt gegen den Dolkstod. Da mit der Volkszahl nicht nur Die Wirtschaft, sondern auch die Kultur und der sittliche chochstand eines Volkes zurückgeht, ist der Kinderreiche für den Staat viel wertvoller als der Kinderarme. In jedem Volksge­nossen muß der Gedanke geweckt werden, daß sein Leben keine sittliche Berechtigung und seine Fami­lie keinen Lebens.nhalt hat, wenn die notwendige Kinderzahl fehlt. Diele Kinder müssen, wie es zu Großvaters Zeiten mor eine Selbstverständlichkeit sein. Kinderarmut bedeutet wirkliche Armut. Bei vielen Volksgenossen ist es Mangel an bie eigene Fähigkeit und Kraft, Kinder erziehen zu können. Wenn man aber seinen Kindern eine gute Erb­masse mitgibt, werden sie ben Kampf im Leben schon bestehen und wertvolle Menschen werden. Heute sind den Kindern aus wirtschaftlich schlechter gestellten Familien in ben Ausbildungsbeihilfen, Adolf-Hitler-Schulen us.w. weitgehende Aufftiegs- möglichketten gegeben. Wer im Leben etwas erreicht unb einehöhere Stufe" erklommen hat, ist befon- bers verpflichtet, mehr Kinder zu haben unb in ihnen fortzuleben.

Der inhaltlich und rednerisch ausgezeichnete Vor­trag wurde mit starkem Beifall aufgenommen.

Wieder einarmer Jude" als Betrüger entlarvt.

Lr verheimlichte Vermögenswerte.

LPD. Frankfurt a. M., 7. Dez. Als eine Kontrolle des Bankstahlfachs des 81jährigen jüdi­schen Handelsvertreters Samuel Sußmann er­folgte, wurden darin für 40 000 Mark Wertpapiere unb mehrere hundert Mark Bargeld gefunden. Suß- mann gab zunächst an, daß der Besitz einem Neffen in Amerika gehöre und chrn in Verwahrung gegeben worden fei. Als man ihn aufmerksam' machte, daß die Verwaltung des Vermögens eines Aus­länders der Genehmigung durch die Devisenstelle bedürfe, wurde er unsicher. Er berief sich dann dar- aus, daß er im Laufe der Jahre von den Zinsen neue Papiere gekauft habe, bie mUeingelagert wor­den seien. Merkwürdigerweise vermochte S. keine Abrechnung vorzuweisen. Es wurde ihm gesagt, daß eine solche Geschäftsführung nicht üblich fei. 5n die Enge getrieben, gab er zu, baß es sich bei dem Inhalt des Stahlfachs um sein eigenes Geld handele. Der Inhalt des Stahlfachs wurde beschlag­nahmt. In der von chm abgegebenen Dermögens- aufstellung hatte S. fein Vermögen mit nur 20 000 Mark anaegeben. Sußmann verstarb vor kurzem. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Einziehung (bes beschlagnahmten Vermögensbesitzes, die vom Schöffengericht im objektiven Verfahren in öffent­licher Verhandlung ausgesprochen wurde.

Aus der engeren Heimat.

Es ist viel stiller geworden.

4- Grünberg, 7. Dez. Schon die ersten Tage nach der Fertigstellung der Reichsautobahn Frank­furtKassel durch Inbetriebnahme der letzten Teil- strecke ReiskirchenRomrod zeigen hier eine große Veränderung im Kraftfahrverkehr. Solange dieses letzte Teilstück noch nicht fertig war, mußte der gesamte Durchgangsverkehr auf der Auto­bahn an einem der beiden Orte auf die nahegelegene Reichsstraße 49, die durch Grünberg führt, über­gehen und diese bis zum nächsten Anschlußort be­nutzen. Tag für Tag konnte man daher hier ft a r « ke n Durchgangsverkehr beobachten; bei dem vor allem Die großen Lastwagen mit 1 bis 2 An- hängern auffielen, ebenso auch zahlreiche ausländische Wagen. Daß bei ben zahlreichen Ecken und teilweise engen Straßen der Stabt oft gefährliche Situationen entstanden, ist leicht zu verstehen, und es nimmt Wunder, daß keine größeren Unfälle sich ereigneten. Beobachtet man dagegen den jetzigen Verkehr, so kann man fast von Verkehrs stille sprechen, da die Zahl der durchfahrenden Autos wohl nur noch die Hälfte der früheren beträgt.

AiÄt vom fahrenden 3ufl abspringen.

* Beltershain (Kreis Gießen), 7. Dezember. Ein folgenschwerer Unfall, der manchen anderen eine Warnung sein muß, ereignete sich auf ber hiesigen Bahnstation. Hier sprang der von der Arbeit heimkehrende 25 Jahre alte Wilhelm Krug aus Beltershain von d e m noch fahrenden Zuge ab. Dabei rutschte er auf dem durch Regen naßgeworbenen Trittbrett aus unb fiel so unglück­lich, daß er unter bie fahrenden Wagen rollte. Er wurde von dem Unterbau eines Wagens erfaßt, ein Stück weit mitgeschleift und schwer zusammengedrückt. 'Man konnte ihn erst nach Zurückstoßen des Zuges über eine kurze Strecke bewußtlos unb schwer verletzt unter dem Wagen hervorholen. In ernstem Zu­stande mußte er nach Gießen in die Klinik ein­geliefert werden.

Großer Brandschaden in Schotten.

* Schotten, 7. Dez. Bei dem bereits gemelde­ten Brand in der hiesigen Wollweberei und Spinnerei von Schütz & Weitz gelang cs dem tatkräftigen Einsatz der Feuerwehr, die großen Spinn f äle und das angrenzende Wohnhaus

z u retten. Dagegen sind durch die Flammen unb durch bie erforderliche reiche Wassergabe beim Lö­schen große Mengen von Kleider st offen mitverbrannt bzw. unbrauchbar geworden. Mehrere Walzenstühle sind nicht mehr verwendbar. Der gesamte Brandschaden an Gebäuden, Einrich­tungsgegenständen, Maschinen unb Warenvorräten dürfte auf etwa 60 000 bis 70 000 Mark zu veran­schlagen fein. Der Betrieb der Fabrik, in der etwa 50 Menschen beschäftigt sind, wird aufrecht­erhalten werden. Der Wiederaufbau soll mit aller Tatkraft erfolgen.

Landkreis Gießen.

# Mainzlar, 8. Dez. An der Straße Mainz- larTreis, unweit dem Pumpenhaus, werden gegen­wärtig unbrauchbar gewordene W a f f e r I e i - tungsrohre entfernt und durch Tonrohre ersetzt. Durch bie regnerische Witterung gestaltete sich bie Arbeit sehr schwierig. Im Garten des Gastwirts Friedrich Koch blühen zur Zett dicht vor Weih­nachten Schling- llndBuichrosen.

A I r e i s a. b. ß b a. 8. Dez. Am gestrigen Mitt­woch konnten Philipp Schaaf, Flurschütz, unb seine Ehefrau Christine, geb. Dpper, bas Fest der silbernen Hochzeit feiern. Dem Silberpaar bie besten Glückwünsche.

ch Beuern, 7. Dez. Im vollbesetzten Saale von Sommerlab fand ein Werbeabenb für ben VDA. statt. Studienrat Seih alb (Gie­ßen) sprach über die Ausgaben bes VDA. unb schil- derte insbesondere an Hand von Lichtbildern den schweren Kampf der Sudetendeutschen um die Er­haltung ihres deutschen Volkstums. Er berichtete über Land und Leute, Not und Arbeitslosigkeit im Sudetendeutschland und bas Erlebnis der Tage ber Befreiung durch deutsche Truppen. Die Oberklasse unter Leitung von Lehrer Haas verschönte den Wend mit einigen Liedern unb Gedichtoorträgen. Am Tage der nationalen Solidarität wurden in unserem Dorfe 118 Mark gesammelt. Die Bevölkerung bewies erneut ihre Opferbereit« schäft.

= Steinbach, 7,Dez. Am vorigen Samstag« abend hatte der GesangvereinEintracht" seine Mitglieder unb geladene Gäste zu einem Fa­milienabend im Saale besEinhorn" eingeladen. Der Abend wurde durch einen flotten Marsch ber Kapelle Schleuse eröffnet. Nach dem Deutschen Sängergruße bes Chores richtete der Vereinsführer, Landwirt Friedrich Walb, herzliche Worte ber Begrüßung an bie zahlreich Erschienenen. Nach eini­gen Musikstücken und wohlgelungenen Chören unter Stabführung bes Chorleiters Karl Sommer (Watzenborn-Steinberg) gab der Vereinsführer einen kurzen Rückblick über das verflossene Vereinsjahr. Besonders gedachte er des 75jährigen Jubelfestes des Vereins, das im Juni d. I. ftattfanb. Anschlie­ßend wurde den Besuchern in einigen Bildern, die während der Festtage aufgenommen wurden, noch einmal das große Geschehen des wohlgelungenen Festes auf der Leinwand gezeigt. Eine besondere Freude hatte der Verein, als Sängerkreisführer Müller (Gießen) erschien, er hatte es trotz meh­reren anderweitigen Verpflichtungen sich nicht neh­men lassen, nach Steinbach zu kommen. Bürger­meister Rink würdigte in anerkennenden Worten die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Verein, Gemeinde unb Bewegung. Nach einem Theaterstück in Wetterauer Mundart, welches von einem Vereins- Mitglied verfaßt war, sprach Vereinsführer Wald das Schlußwort unb bankte alle denen, die zu dem Gelingen des Abends beigetragen hatten. Mit dem Sieg-Heil auf den Führer Großdeutschlands und dem Gesang der Nationalhymnen wurde der offi­zielle Teil des Abends geschlossen. In echtem deut­schen Sängergeist blieben die Besucher bann noch einige Stunden gemütlich beisammen, unb manche schöne Erinnerung wurde bei froher Stimmung ausgetauscht.

3 Garbenteich, 7. Dez. Der hiesige Ge­sangvereinVictoria" hiett seine 60.Jah­resversammlung ab. Vereinsführer Stein gab zu­nächst einen Rückblick auf das vergangene Vereins- fahr, das sehr arbeitsreich, anderen befreundeten Gesangvereinen gegenüber reichlich verpflichtend unb