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Der Reichsstatthalter in Hessen hat jetzt die An- lveisungen zur Gestaltung der Leibeserziehung für Jungen und Mädchen im zweiten Halbjahr des Schickjahres 1938/39 erlassen. Aus ihnen ist fol-

Schule und Leibeserziehung.

Gestaltung der Leibeserziehung in den hessischen Schulen im Winterhalbjahr 4938/39.

Kinderschuhe - 6000 Jahre alt.

Auf Entdeckungsreisen durch das neue ^Deutsche Tedermuseum" in Offenbach.

meinschaftsübung.

B. Mittelstufe (B-Klassen der Volksschulen und dir Klassen V und VI der höheren Schulen). Es sind hier vorgeschlaaen zur Auswahl Einzelübungen an Reck, Barren, Pferd (Bock), Tau, Bodenturnen und Sprünge am Kasten und eine Gerneinschasts- übung.

C. Oberstufe (Klassen VII und VIII der höheren

Man ist zunächst überrascht über die schier wirrende Fülle des Gebotenen. Bei Aeußerungen des Lebens und der Kultur findet sich Leder in der mannigfachsten Verwendung. Wir können hier in diesem Museum einen Einblick m das bisher zum größten Teil verborgene intimere Alltagsleben der Völker gewinnen. Als früheste deutsche Lederarbeiten zeigt das Museum kostbare Minnekästchen in kunstvollem Lederschnitt. Es sind kleine Lederkästchen, in denen der Liebende der Geliebten die Brautgabe überreichte. Herrlich sind die altdeutschen Taschen und Beutel aus dem 15. und 16. Jahrhundert, weiter finden wir aus

dem Mittelalter Lederslaschen, Messerfutterale, Taschen, deren geschmackvolle Form sich bis heute erhalten hat, eine vollständige Ausrüstung für die Falkenjagd mit dem Falkenhandschuh aus Leder, an dem man noch deutlich die Spuren der Krallen des Falken sieht. Im 17. Jahrhundert gab es in unserer Heimat noch viele Elche. Elchleder war sehr beliebt. Das Museum bewahrt Damen­handschuhe aus Elchleder (17. Jahrhundert), das bis zu 7 mm dick ist. Das Leder wird nun schon längst nicht mehr geschnitten, sondern mit dem Stempel vergoldet oder gar farbig behandelt und plastisch nach außen gebogen. In der Zeit des Rokoko wer­den die Lederarbeiten in überreicher Weise hand­vergoldet. Hier finden wir Ledergürtel, Hochzeits­kästchen, das Schmuckkästchen des Abts von Bene- diktbeuren, Büchereinbände, Futterale, Meßgewän­der, Ledertapeten, Fernrohre, Briefmappen, Kas­setten, Kleider, darunter ein auffallend schönes Wams aus Elentierleder.

Das sagenhafte Einhorn ein Tiarwalzahn.

Zu den größten Schätzen des Museums gehört ein Narwalzahn. Narwalzähne galten im Mit­telalter und der Renaissance als Horn des sagen­haften Einhorns und wurden mit phantastischen Preisen bezahlt, da sie als wirksames Mittel gegen Vergiftung angesehen wurden. Der Offenbacher Nar­walzahn ist mit einer Länge von 2,71 Meter der größte, den es je gegeben hat. Dazu ist ein Leder- oehälter in reichster Handvergoldung aus dem 17. Jahrhundert vorhanden. Einzigartig in der Welt ist auch die Schuhsammlung des Museums. In wenigen Räumen finden wir hier eine gedrängte Uebersicht über die Fußbekleidung aller Völker zu allen Zeiten. Das Schuhwerk aus der klassischen Zeit sehen wir in guten Abgüssen. Die ältesten er­haltenen Schuhe aus vorgeschichtlicher Zeit stam-

Turnlehrkraft mit der Organisation und Durch­führung der Spielrunde zu beauftragen.

2. Als Mittelpunkt der Leibeserziehung im Winterhalbjahr gilt im übrigen das Turnen, d. h. alle lUebungsformen, die vornehmlich in der Turn­halle durchgeführt werden. Diese Kennzeichnung ändert jedoch nichts an der Forderung, daß bei geeigneter Witterung die Leibeserziehung im Freien vorzunehmen ist. So können z. B. ein Lauf, ent­sprechende Körperschule, das einleitende oder ab­schließende Spiel u. ä. auch im Rahmen einer HaUenturnstunde ins Freie verlegt werden. Der arbeitsgerechten Kleidung bei Lehrer und Jugend ist selbstverständlich die erforderliche Aufmerksamkeit zu schenken.

3. Für die Leibeserziehung der weiblichen Jugend besteht besondere Veranlassung, darauf hin­zuweisen, daß dem gymnastischen Schaffen im Rah­men einer Stunde keineswegs überwuchernde Be­deutung eingeräumt werden kann. Es ist unter allen Umständen zu beachten, daß letztlich nicht Bewegungen und Hebungen gelehrt werden, sondern mit dem Mittel Leibesübung die Entwicklung der positiven Erbanlagen der jungen Menschen nach­drücklichst gesichert wird.

4. Unter Hinweis auf eine frühere Verfügung wirt) dechalb für das Winterhalbjahr 1938/39 die Durchführung gemeinschaftskämpferischer Aufgaben für Jungen und Mädchen aus dem Gebiet des Geräteturnens angeordnet.

Die Gestaltung, Organisatton ufw. für Unter-, Mittel- und Oberstufe der Jungen und Mädchen sind den Kreissporttehrern übertragen. Sie haben alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Die Her­anzieh una urti) entsprechende Beauftragung der Turnlehrkräste an den höheren Schulen, insbeson­dere für die Mittel- und Oberstufe, ist den Kreis- sportlehrem aufgetragen.

Um eine möglichst starke Erfassung der Jugend

1. Die Durchführung der Kampfspiele in den bestehenden organisatorischen Einheiten ist bis Weih­nachten zu beenden. Für die Unterstufe trifft der zuständige Kreissportlehrer die erforderlichen Maß­nahmen. In der Mittel- und Oberstufe ist eine

Im Jahre 1812 zog der Buchbinder und Frin- täschler Johann Georg Klein durchs Offenbacher Tor und gründete die erste Offenbacher Portefemlle- Fabrik. Mittlerweile ist Offenbach zur Lederstadt von Weltbedeutung geworden. Genau hundert Jahre später fand der 1907 zum Leiter der Oftenbacher Kunstgewerbeschule in die Lederstadt berufene Jßro- fessor Dr. Hugo E b e r h a r d t auf einer Reise durch Tirol eine kostbare alte Truhe aus Leder, rannte sie erwerben und faßte damals den Plan, in Offen­bach ein Ledermuseum zu gründen. Fünf Jahre spa­ter wurde der Plan verwirklicht, die Tiroler Truhe war das erste Stück des neuen Museums. 3n 3iel= bewußter Arbeit wurde das Museum so vollständig und lückenlos aufgebaut, daß es heute einen absolut geschlossenen Ueberblick über die Verwendung des Leders zu allen Zelten und bei allen Volkern der Welt gibt. Es gibt neben dem Offenbacher kein zweites Ledermuseum in der Welt, darüber hinaus aber ist es das vollständigste Museum überhaupt. Dank der großzügigen Forde­rung durch den Führer, die Partei, DAF., Stadt Offenbach, Lederwirtschaft und private Freunde konnte die 1828 für Messezwecke erstellte Lederhalle nunmehr von dem Museumsleiter selbst zu einem vorbildlichen Museums-Neubau umgestaltet werden.

Was ist ein Minnekästchen?

im Rahmen dieser Lrist'mgsvergleicbe Zu sichern, sind in den organisatorischen Einheiten an Stelle einer Schulmannschaft sogenannte Durnklassen- Mannschaften aufzustellen. Die Stärke dieser Kampfgemeinschaften soll etwa 75 v. H. der Schüler (rinnen)-Zahl der schwächsten teilnehmenden Turn­klasse umfassen. Bei zahlenmäßig starken Unter­schieden können aus einer Klasse auch zwei Kamps­gemeinschaften bestimmt werden.

Die Leistungsvergleiche bestehen, wie im Vor­jahre, aus Einzel- und Gemeinschaftsübungen. In der Regel wird der Wettkampf aus drei Einzel­übungen und einer Gemeinschaftsübung zu bilden sein. In den Einzelaufgaben können von jedem Jungen (Mädchen) Leistungspunkte errungen wer­den.

Die Kampfgemeinschaft mit der Höchstzahl an Lei­stungspunkten bzw. der besten Zeit erhält so viel Kampfpunkte, als Mannschaften zum jeweiligen Leistungsvergleich angetreten sind. Die leistungs­mäßig folgenden Kampfgemeinschaften werden ent­sprechend bewertet. Gleiche Leistungen erhalten gleiche Punktzahlen.

Bei der Gemeinschaftsübung werden gemäß der umfassenden Aufgabe die Kampfpunkte verdoppelt eingesetzt. Die Gemeinschaft mit der Höchstzahl aller Kampfpunkte ist Siegerin in der betreffenden orga­nisatorischen Einheit.

Als Anerkennung für besondere Leistungen ein­zelner Schulen werden leibeserzieherische Arbeits­mittel, wie Bälle u. dgl., bereitgestellt. Die Durch­führung der Leistungsvergleiche im Geräteturnen hat bis zum 15. März 1939 zu erfolgen.

Männliche Jugend.

Der Bariton Georg Baklanow f.

Der berühmte russische Bariton Georg Bakla­now ist in Basel im 57. Lebensjahr eint>m schweren Herzleiden erlegen. Der in Petersburg geborene, einer angesehene russischen Familie entstammende Sänger war in Deutschland durch zahlreiche Opern- aastspiele wohlbekannt. Die bedeutendsten Rollen in feinem umfangreichen Repertoire waren Boris Go­dunow, Rigoletto, Jago, Mephisto, Escamillo, aber 1 auch Wotan und Telramund. Baklanow wirkte von 1911 bis 1914 an der Wiener Hofoper, 1917 bis 1927 an der Oper in Chikago; seit dieser Zeit gab er nur noch Gastspiele.

Aus aller Wett.

Straßenwetterdienst für die Reichsaulobahnen.

Sämtliche Reichsautobahnen sind ohne nennens­werte Behinderungen befahrbar. Die Reichsauto­bahnen MünchenSalzburg sowie MünchenNürn­berg sind mit Glatteis bedeckt, jedoch gestreut. Die höher gelegenen Gebirgsstraßen der Ostmark sind mit festgefahrener Schneedecke, teils mit Glatt­eis bedeckt und gestreut. Die Groß-Glockner-Hoch-- alpenstraße ist von Verleiten bis Hochtor unpassier­bar. Behindert ist der Verkehr noch auf der Rad- städter Tauernstraße von Radstadt bis Katschberg­paß sowie auf der Loiblpaßstraße, Reichsgrenze gegen Jugoslawien. Straßen werden geräumt und gestreut. Es ist mit Vorsicht zu fahren. Schneeketten sind Mitzunehmen. Sonst Verkehr unbehindert.

Ein weißer Bär.

Dem bekannten schwedischen Photographen und Kameramann Stig W e ß 16 n ist es in den letzten Wochen das erste Mal gelungen, Bären in freier Wildbahn in Schwedisch-Lappland auf den Film zu bekommen. Nacy mehreren mißglückten Versuchen stieß der Kameramann eines Tages in einer wild­romantischen Berglandschaft auf eine Bärenfamilie, ein Muttertier mit drei Jungen. Unter den Jungen befand sich ein weißer Bär. Albinobären sind sehr selten, und man glaubt, daß es sich bei diesem Tier um den einzigen Albinobären in ganz Skandi­navien handelt.

Operierender Arzl als Blutspender.

Der Operateur des Krankenhauses in Pancevo (Südslawien), Dr. G j u r i s i c, mußte während einer schwierigen Halsoperation feststellen, daß der Puls­schlag seiner Patientin immer schwächer wurde. Es konnte nur eine sofortige Blutübertragung helfen. Da es unmöglich war, in so kurzer Zett einen Blutspender zu finden, entschloß sich der Arzt, der Frau sein eigenes Blut zu übertragen. Die Frau konnte gerettet werden.

Kleine politische Nachrichten.

Der Beirat der Deutschen Reichsbahn beriet unter dem Vorsitz des Reichsverkehrsministers die Finanzlage der Reichsbahn, die Personal--, So­zial- und Beschaffungspolitik. Die außergewöhnlich hohen Leistungen der Reichsbahngefolgschaft bei der beispiellosen Verkehrssteigerung und den gewaltigen Anforderungen an den Reichsbahnbetrieb fanden volle Anerkennung des Beirates.

Der Führer hat der SA.-Standarte in Dux (SA.-Gruppe Sudeten) den NamenHans Knirsch" zur Erinnerung an den am 6. Dezember 1933 verstorbenen nationalsozialistischen Vorkämpfer im Sudetenkand verliehen.

*

Zu Ehren des italienischen Korporations- und Wirtschaftsministers L a n t i n i fand am Mittwoch­abend im KdF.-Gemeinschaftshaus durch den Reichs­organisationsleiter Dr. Ley ein Empfang statt. Unter den Anwesenden bemerkte man den italieni­schen Botschafter Attolico, Reichswirtschaftsminister Funk, Reichsarbeitsminister Seldte, General Moser, Stabschef der SA. Lutze und zahlreiche Männer aus Partei, Staat und Wehrmacht.

In Köln wird der Oberbürgermeister von Ant­werpen, Camille Huysmans, Präsident der belgischen Handelskammer, einen Vortrag über das ThemaDie wirtschaftlichen Beziehungen im Geiste der Hanse" halten. Der belgische Wirtschaftsminister Professor Dr. Hymans, VerkehrsiNlmster Dr. M a r ck , ferner Reichsverkehrsminttter Dr. Dor fi­rn ü l l e r und in Vertretung des Reichswirtschafts- ministers Staatssekretär Brinkmann werden mit mehreren Mitarbeitern zugegen sein.

Aus Anlaß der in Oslo stattfindenden Bei­setzungsfeierlichkeiten für die K ö n i g i n v o n N o r- wegen flckggen am Donnerstag die Gebäude der Präsidialkanzlei, der Reichskanzlei, des Reichstages und sämtlicher Reichsministerien Halbmast.

Prinzregent Paul von Jugoslawien, der, aus London kommend, in Paris eintraf, hatte eine längere Unterredung mit Außenminister Bonnet in der jugoslawischen Gesandtschaft. Am Mittag war der Prinzregent Gast des Präsidenten der Republik im Elysee-Palast. *

Der südafrikanische Verteidigungsminister P i r o w hatte eine halbstündige Unterredung mit Cham­berlain im Amtszimmer des Ministerpräsidenten im Unterhaus. Pirow berichtete über seine Eindrücke während seiner Rundreise durch die europäischen Hauptstädte. *

Der ChefdergrönländischenVer wal- tung, Direktor Jens Daugaard-Jensen, ist im Alter von 67 Jahren in Kopenhagen gestorben. Seit 1893 war er im dänisch-grönländischen Handelsdienst tätig und wurde 1912 Leiter der dänischen Verwaltung für ganz Grönland.

Kunst und Wissenschast.

Olympische Hymne von Strauß auch in Helsinki.

Das Internationale Olympische Komitee hat be­schlossen, daß auch bei den Olympischen Spielen in Helsinki 1940 die won Richard Strauß für die Berliner Spiele komponierte Olympische Hymne aufgeführt werden soll. Die Erwägun­gen, für die bevorstehenden Spiele eine neue Hymne von dem finnischen Komponisten Jean Sibelius komponieren zu lassen, sind dadurch hinfällig ge­worden.

Der Prix Goncourt 1938.

Der größte und bedeutendste französische Literatur­preis, der Prix Goncourt, wurde dem jungen fran­zösischen Schriftsteller Henri Trovat für seinen RomanLAragne verliehen. Trovat ist russi- - scher Herkunft und naturalisierter Franzose. Er steht im Alter von erst 27 Jahren. Die Brüder Edmond und Jules de Goncourt (1822 bis 1896; 1830 bis 1870) schrieben gemeinsam Werke zur Kultur­geschichte des 18. Jahrhunderts, Romane und Dra­men. Eine von den beiden testamentarisch gestiftete, 1903 ins Leben getretene Academie des Goncourts, die aus zehn Schriftstellern besteht, zeichnet alljährlich das Prosawerk eines modernen Autors mit einem Preise von 10 000 Franks aus.

men aus Aegypten. Es sind Kinderschuhe aus einem Grab in Geoelen, etwa 4000 Jahre vor d. Z., also rund 6 0 0 0 Jahre alt. Die alten Aegypter beherrschten schon, wie die schönen roten Sandalen des Museums ausweisen, die Kunst der Leder­bearbeitung. Aus Japan sind Frauenschuhe für Krüppelfüße zu sehen, aus China Schuhe mit hohen Absätzen. In Java werden die Schuhe an einem auf der Sohle sitzenden Stäbchen vom Zeh getra­gen. Daneben finden wir Schuhe aus Indien, Tibet, Persien, Afrika, Amerika, den Polarvölkern, Tür­kei, Balkan, Griechenland, Rußland, Ungarn, den Alpenländern. Aus Ungarn sind Fayence- schuhe da, die in den Backofen zum Erwärmen gestellt wurden und in die man schlüpfte, um warme Füße zu bekommen. Daneben eine reiche Samm­lung Trachtenschuhe und deutsche Schuhe, der Schna­belschuh der Gotik, Kuhmaulschuh der Renaissance, Schuhe des Barock, Rokoko, Biedermeier, Stangen­reitstiefel des 18. Jahrhundert. An kleinen Kostüm­figürchen werden die Schuhe im Zusammenhang mit der Kleidung gezeigt.

Lederne Kostbarkeiten.

Eine besondere Abteilung des Museums hat Meisterwerke des Lederschnitts aus allen Zeiten und Völkern gesammelt. Die ältesten Arbeiten sind altägyptische Grabfunde, Mumien- ftreifen aus Theben (900 v. d. Z.). Aus dem 5. bis 7. Jahrhundert sind koptische Ledergürtel da. Das Mittelalter hat dann schon eine hohe Blüte in der Lederkunst erreicht, wie die Gefäße und Bilder zeigen. Zu den schönsten Stücken gehört ein ita­lienischer Prunkschild aus dem 16. Jahr-- hundert, daneben eine Lederkanne von Napoleon I., eine kostbare Kronenkapsel, Dolch­scheide, Kästchen aus Spanien mit überreichem Le­derschnitt, ein Kofferder Medic i, ein Toilette- kästchen der Maria von Medici, Königin von Frankreich, mit ihrem Monogramm von 1610, ein Elefant, eine Spielzeugfigur, die der Hofbuchbinder Ludwigs XIV. für den damaligen Dauphin, den späteren Ludwig XI. gemacht hat. Groß ist die Sammlung auch an kostbaren Koffern, Bucheinbän­den aus der Bibliothek Franz I., Maria Stuarts und Ludwigs XIV.

Ostasiatische Schattenspielbilder.

Einzigartig ist die Sammlung siamesischer Schattenspiel bilder, die größte der Welt. Es sind über hundert Figuren bis zu 2 Meter Höhe. Für die großen Stücke wurde jeweils eine ganze Büffelhaut verwendet. Die Figuren stammen aus dem 17. bis 18. Jahrhundert. Das Schattenspiel wurde an hohen Festen, besonders bei feierlichen Leichenverbrennungen aufgeführt und hatte das indische EposRamayana^ zum Inhalt. Daneben besitzt das Museum eine Sammlung siamesi­scher Tageslicht-Spielfiguren mit Be­malung und Vergoldung. Noch ist man überwäl­tigt von der Eigenartigkeit dieser Kunst, dann er­wartet den Besucher eine neue Ueberraschung: das größte und schönste chinesische Schatten­spiel. Es sind weit über 1300 Schattenspielfiguren und Kulissen. Sie sind aus E s e l s h a u t in Durch­bruchsarbeit ausgeschnitten und bemalt. Die Schat­tenspielfiguren sind in allen Gliedern beweglich, die Köpfe auswechselbar. An den Armen, Beinen und dem Rumpf sind kleine Stäbchen aus Büffelhorn befestigt, mit denen die Bewegungen der Figur aus­geführt werden. Dieses älteste chinesische Schatten­spiel stammt aus der Zeit des Kaisers Kien Lung und wurde zu dessen 80. Geburtstag 1790 aufge­führt. Daneben besitzt das Museum noch ein jünge­res chinesisches Schattenspiel, das aus 2300 Figuren und Kulissen besteht, ferner javanische, balinesische Schattenspielfiguren aus Büffelhaut, komplette Büh­nen für das chinesische und javanische Schattenspiel. Es ist geplant, auf diesen Bühnen mit den Figuren chinesische und javanische Schattenspielaufführungen zu veranstalten. Adolph Meurer.

A. Unterstufe (7. und 8. Schuljahr der schulen und die Klassen III und IV der höheren Schälen). Für diese können ausgewählt werden: 1. Bodenturnen (Radschlagen, Gehen im Hand­stehen, Hechtrollen); 2. Klettern oder Hangeln; 3. Reck-, 4. Barren-, 5. Bockturnen und eine Ge-

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Schicken). Hier stehen für die Einzelübungen als Geräte Reck, Barren und Pferd zur Verfügung, auch kann die Hebung dem Bodenturnen und Klet­tern (Hangeln) entnommen werden. Ferner ist eine Gemeinschaftsübung vorgeschrieben.

Weibliche Jugend.

Die Klassenzusammenfassung erfolgt wie bei den Knaben.

A. Unterstufe: Einzelübungen an Reck, Barren, Bock oder Pferd und die Gemeinschaftsübung;

B. Mittelstufe: Einzelübung an denselben (Ge­räten und eine Gemeinschaftsübung;

C. Oberstufe: wie die Mittelstufe, nur in schwie­rigerer Art.

Oas blaue Weihnachtslicht für jedes deutsche Haus.

NSG. Es ist schon seit Jahren Brauch geworden, dort, wo volksdeutschem Denken und Fühlen Aus­druck gegeben werden soll, am Weihnachtsabend die blaue Kerze des VDA. anzuzünden. Das blaue Licht wurde zum Sinnbild volksdeutscher 23er«

bundenhett erhoben. Beim Schein der Kerze ge­denken wir derer, die als Deutsche jenseits der Grenze wohnen müssen.

In unzähligen deutschen Häusern brennt zu Weihnachten schon die blaue Kerze. Wir wollen nicht ruhen, bis das Gedenken seinen sinnbildlichen Ausdruck auch in der letzten Weihnachtsstube ge­funden hat. Dieses Gedenken über die Grenze muß wie ein wärmender Lichtstrahl aus dem Deutschen Reich herauswachsen. Ans Grenzlanden sind hcmd- geschnitzte Kerzenhalter gekommen. Je mehr Kerzen­halter und blaue Lichter gebraucht werden, desto mehr Not und Sorge lindern mir, desto mchr Hoffnung und Zuversicht geben wir jenen Herzen, die hinter den schützenden Grenzen Weihnachten feiern, wie alte deutsche Vätersitte es überliefert hat.

Büchertisch.

Hinter Fleet und Flut, Auf Logger­fahrt zum Heringsfang. Von Hans Ar e n z. 137 S. Mit 15 Kunstdrucktafeln. Franckh'sche Verlagshand­lung, Stuttgart. Leinen 3,80 Mark. (349) Arenz ist selber auf einem Logger mit hinausge­fahren, hat Woche um Woche mit den Fahrens­männern geschafft und gehofft, geflucht und ge­dankt. Nun erzählt er von dem Leben an Bord, von der Freude über den ersten glücklichen Fang, von den Nächten, in denen der Logger hinter den ausgelegten Netzen schaukelt, von der beispiellosen Härte der Arbeit, von den Männern, die sie uner­müdlich tun, von ihren Nöten und ihren Humoren. Er erzählt von guten und bösen Tagen, von der Bedeutung und der Geschichte des Heringsfangs, von dem segensreichen Wirken der Fi.scherei-Schutz- kreuzer, von alten und neuen Versuchen, das Rätsel der Heringsschwärme zu lösen. So ist ein echtes Seemannsbuch entstanden, das frei von allen romantischen Verklärungen, doch wie ein Bekennt» nis ist zu der Weite des Meeres und zu den Män­nern, die es befahren. Zahlreiche eigene Aufnah­men des Verfassers unterstützen die lebendige An­sehnlichkeit seines Berichtes.

Werner Siebold: Wagen ohne Pferde, Roman der Derkehrsrevolution. Preis geb. 4,50 RM. im Frundsberg-Verlag, Berlin W15. (489) Nichts hat die Erde in ihrem Aussehen, die Menschen in ihrem Rhythmus jemals so verän­dert, wie die Wagen ohne Pferde. Eisenbahn und Automobil, sie haben selbst ihre Geschichte, die Wer­ner Siebold zum erstenmal in romanhafter Form schreibt. Don der Erteilung des ersten Dampfwagen­patents bis zu den modernen Volkswagen rollt die Geschichte der Wagen ohne Pferde in den mannig­fachen, abenteuerlichen Schicksalen ihrer Ersinder und Förderer ab. Ein höchst zeitgemäßes und zugleich auf seine besondere Weise spannendes Buch.

Wetterbericht

An der Vorderseite einer neuen Störung setzte zunächst in großer Ausdehnung Aufheiterung ein, die in der Nacht zum Donnerstag vielerorts zu Strahlungsfrösten Anlaß gab. Inzwischen macht sich jedoch vom Westen her das Eingreifen von neuen Störungen mit Bewölkungszunahme geltend, auch wird es strichweise zu Niederschlägen kommen.

Vorhersage für Freitag: Wolkig bis bedeckt und strichweise auch Niederschläge. Nachts nicht mehr so kalt. Winde aus südlichen Richtungen.

Vorhersage für Samstag: Wechsel­haft und zu Niederschlägen neigendes Wetter.

Lufttemperaturen am 7. Dezember: mittags 5,2 Grad Celsius, abends 2,6 Grad; am 8. Dezember: morgens 0,4 Grad. Maximum 5,5 Grad, Minimum heute nacht 0 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. Dezember: abends 4 Grad; am 8. De­zember: morgens 2,5 Grad.

Wintersport-Wetterbericht.

Vogelsberg: Keine Schneesfiortmöglichkeiten.

Wasserkuppe: Hetter, minus 3 Grad, Ge­samtschneehöhe 13 cm, verharscht. Schi und Rodel gut.

Taunus: Keine Schneesportmöglichkeiten.