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Trägerflugzeuge Ql jo Rad-Maschinen vermittels eines besonderen Schlittens zur Beschleunigung des Startbetriebes katapultiert werden

Zum Schluß des Besuches auf derEnterprise" erleben wir noch ein sehr seltenes Bild, die Can» düng einer Jagdeinsitzer-Kette, Ma­schinen modernsten Typs mit einziehbarem Fahr­werk. Solche Landungen sind nur auf See möglich Heute weht sehr günstiger Wind, genau von vorn in ziemlicher Stärke, so daß die Maschinen fast wie in See, wenn der Träger mit Fahrt in den Wind gedreht hat, landen können. Die Dampffahne, die einem Rohr vorn auf Deck entströmt, zeigt den Fliegern an, daß der Wind richtig steht. Die Wind­stärke ist ihnen bekannt. Alle drei Maschinen schwen­ken ziemlich hintereinander auf die beiden weißen Längs-Streifen des Decks ein, die erste Maschine geht erst nach Ueberfliegen des halben Schiffes au Deck, die anderen weiter nach achtern Aufmerksam wird dieses Manöver vom ersten Offizier und dem Flugdienstleiter mit Beifall beobachtet. Wir aber wundern uns, daß die Maschinen nach sag und schreibe zwei Flugzeuglängen zum Stehen gebracht sind. Technik und Hebung haben die Piloten der amerikanischen Träger-Flugzeuge zu einer solchen Höhe gebracht.

Fortführung der Erzeugungsschlacht im Westen

Staatssekretär Willikens

im Bereich der Westbefestigungen.

Saarbrücken, 8. Dez. (DNB.) Staatssekretär Willikens vom Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft weilt gegenwärtig im Gebiet der Westbefestigungen, um die Maßnahmen zu bespre­chen, die im Interesse der durch den Befestigungs­gürtel in ihrem Landbesitz betroffenen Bauern und Landwirte getroffen werden müssen. In einer Unterredung mit General­major Speich, dem Inspekteur der Westbefesti­gungen, wurden schwebende Fragen geklärt, wäh­rend eine mehrtägige Besichtigungsreise durch Ba­den, die Saarpfalz und die Rheinprovinz einen Heberblick gab, inwieweit die Landwirtschaft des Grenzgebietes trotz der Befestigungsanlagen im Stande ist, den Parolen der Erzeugungsschlacht zu folgen. Staatssekretär Willikens überzeugte sich da­von, daß die Landwirtschaft an der Westgrenze un­geachtet der sich aus dem Befestigungsbau ergeben­den Hmstellungen und Erschwernisse der Bewirt­schaftung in verständnisvoller Weise den Belangen der Wehrmacht zur Sicherung der deutschen Reichs­grenzen Rechnung trägt. Auf dem Wege der Ent­schädigung, der Abfindung, der Umlegung und Um­siedlung wird es möglich sein, die entstände-

Reue italienfeindliche Ausschreitungen in Tunis.

Protestkundgebungen in vielen italienischen Städten gegen die Hetzkampagne.

Rom, 7. Dez. (DNB.) Die anti-italienischen Zwischenfälle in Tunis haben sich, wie die Morgen­blätter aus Tunis melden, unter vorwiegend jüdi- jcher Beteiligung am Dienstag und Mittwoch wiederholt. Gegen 50 Italiener, darunter einer der Aerzte des italienischen Krankenhauses mit seiner Familie, wurden belästigt, mißhandelt und verletzt. Eine Gruppe Demonstranten ver­suchte, die auf einem Neubau gehißte italienische Trikolore zu entfernen, was durch die italienischen Arbeiter jedoch erfolgreich verhindert wurde. Die Polizei hat bis jetzt nur vor den höheren italie­nischen Schulen ernsthaft eingegriffen, um Zwischen­fälle zu verhindern, denen sich übrigens die musel­manische Bevölkerung auch weiterhin iernhält. In den Abendstunden des Mittwoch zog ein Haufe von etwa tausend Personen vor das italienische Generalkonsulat in der Nähe des Bahnhofs. Er war vorher mit blauen und roten Tintenfässern ausgerüstet worden, mit denen er eine regelrechte Bombardierung des Gebäudes vornahm. Auch die Fensterscheiben wurden zertrümmert. Die Demon­stranten zogen dann vor das italienische Heim. Erst jetzt griff die Polizei ein und ver­hinderte weitere Ausschreitungen. Den ganzen Abend über herrschte Hnruhe in der Stadt; immer wieder durchzogen Gruppen von Juden und Mar­xisten unter italienfeindlichen Rufen die Straßen.

Der italienische Generalkonsul hat, wie derCor- riere della Sera" meldet, gegen die neuen Gewalt­taten in Tunis einen erneuten Einspruch beim französischen Generalresidenten eingereicht. Ferner seien die italienischen Mitglieder aus dem Rotary - Klub ausgetreten, und der Präsident, wie auch fein Stellvertreter, hätten ihren Rücktritt von der Leitung der Französisch- italienischen Liga erklärt. Besonders eifrig hetzt die jüdische Presse weiter gegen die Italiener. U. a. hat sie die Ausweisung der Leiter der ita­lienischen Kolonie und der bekanntesten Faschisten in Tunis gefordert.

Die italienfeindlichen Demonstrationen in Tunis und Korsika haben in mehreren oberitalienischen Städten lebhafte Gegenkundgebungen der Studentenschaft gegen die jüdisch-mar- ristische Hetze auf französischem Gebiet ausgelöst. In Mailand zog eine Studentengruppe, die sich auf dem Domplatz versammelt hatte, mit zwei großen italienischen Trikoloren unter dem Gesang der Gio- vinezza zum Konsulat des Deutschen Rei­ches und brachte dort Hochrufe auf den Führer

des befreundeten deutschen Volkes und auf Musso­lini aus. Von dort aus begab sich der Zug zum faschistischen Parteihaus, wo die Stu­denten ein Treuebekenntnis zu den in Tunis, Kor­sika und Nizza letzenden italienischen Volksgenossen ablegten, die Opfer des marxistischen Pöbels gewor­den sind/In Turin veranstalteten die Studenten Hmzüge durch die Hauptstraßen, bei denen sie durch Rufe und Aufschriften ihre Sympathie für die unter französischer Oberhoheit lebenden Italiener, die den Ausschreitungen marxistisch-bolschewistischer Radau­helden ausgesetzt waren, zum Ausdruck brachten. Auch Florenz erlebte wiederum lebhafte Soli- daritätsbeweise für die italienischen Brüder in Tu­nis und Korsika, die vor dem stark bewach­

ten französischen Konsulat in lebhaften Protestkundgebungen gegen die Hnterdrückung der italienischen Landsleute in den französischen Be­sitzungen zum Ausdruck kamen. In Neapel zogen Tausende, darunter auch viele Studenten, unter dem Gesang vaterländischer Lieder durch die Hauptstraßen, um gegen die Zwischenfälle von Tu­nis und Korsika zu protestieren Als deutsche K d F. - H r I a u b e r von den dort liegenden Schif­fen auf ihrem üblichen Landausflug in den Straßen Neapels mit dem Zug der italienischen Kundgeber zusammentrafen, gaben sie ihrer Sympathie für das italienische Volk lebhaften Ausdruck, worauf es zu begeisterten Kundgebungen für den Duce und den Führer kam.

Tunis und die Italiener.

Die Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und Italien über das an der Sizilien gegenüber­liegenden nordafrikanischen Küste gelegene franzö­sische Protektorat Tunis haben schon eine Vor­geschichte von mehr als einem halben Jahrhundert und sind im Grunde so alt wie die französische Schutzhoheit über Tunis selbst. Frankreich erklärte das Protektorat im Jahre 1881, als der damalige Bey von Tunis, der eingeborene Herrscher, ein sehr temperamentvoller Herr, sich an dem französischen Konsul handgreiflich verging und ihm mit dem Fächer ins Gesicht schlug. Dieser Schlag kostete ihn seine Unabhängigkeit und brachte Frankreich ein Gebiet von 120 000 Quadratkilometer ein Also etwa ein Viertel des Altreichs, das heute von etwas mehr als 2,6 Millionen Menschen bewohnt wird.

Damals, im Jahre 1881, wohnten in Tunis 11 200 Italiener, aber nur 700 Franzosen. Heute werden dort rund 95 000 Italiener und 100 000 Franzosen gezählt. Italien hatte schon 1868 mit dem damals noch souveränen Bey einen Nieder­lassungsvertrag für seine Staatsbürger abgeschlossen. Er war den Franzosen natürlich recht unbeguem, aber es blieb ihnen, als die übrigen interessierten Mächte 1896 auf ihre Kapitulation^ und Meist­begünstigungsrechte verzichteten, nichts anderes übrig, als den Italienern auch für die Zukunft die Meistbegünstigungsklausel, die Anwendung des französischen Minimaltarifs, das Recht auf Küsten-

schstfahrt und Fischfang in den tunesischen Gewäs­sern, zuzugestehen.

Nun haben die Franzosen, um dem wachsenden wirtschaftlichen Einfluß der sich schnell vermehrenden Italiener zu begegnen, eine Gesetzgebung entwickelt, die den Mangel eigenen Bevölkerungszuwachses durch die zwangsweise Einbürgerung von Ausländern auszugleichen sucht. So gilt zum Beispiel ein Kind ausländischer Eltern, das in Frankreich geboren wird, unbeschadet der elter­lichen Staatsangehörigkeit, ohne weiteres als Fran­zose, was zum Beispiel deutsche und italienische Frauen, die in Frankreich wohnen, vielfach veran­laßt, ihre Niederkunft in ihrem Heinxatland abzu- marten Ferner hat Frankreich auch versucht, auf anderem Wege, z. B. über den Schulbesuch, Aus­länder zu zwingen, die französische Staatsangehörig­keit zu erwerben. Das gilt besonders für die vielen Italiener in Tunis. Zugeständnisse, die Frank­reich den Italienern in diesen Fragen gemacht hat, blieben in der Praxis völlig ungenügend, so daß auch in den römischen Protokollen vom 6. Januar 1935, die zwischen dem französischen Ministerpräsidenten Laval und Mussolini abgeschlossen wurden, das Niederlassungsrecht der Italiener in Tunis eine besondere Rolle gespielt hat. Durch die dann mit dem Abessinienfeldzug und dem Genfer Sanktionskrieg einsetzende Entfrem­dung zwischen Paris und Rom blieb indessen auch diese Frage weiterhin offen.

nen Schäden weitgehend auszuglei- ch e n. Staatssekretär Willikens erklärte, daß diese Maßnahmen so beschleunigt würden, daß die Opfer der Landwirtschaft auf das alleräußerste Maß be­schränkt würden. Mit dem Fortschreiten des Be­festigungsbaues werden diese Maßnahmen so Hand in Hand laufen, daß die Erzeugung in vollem Um­fange durchgeführt werden kann.

Keine jüdischen Wirtschaftsprüfer und Bücherrevisoren mehr.

Berlin, 8. Dez. (DNB.) Bereits feit einigen Jahren werden Juden auf Anordnung des Reichs­wirtschaftsministers nickt mehr neu als Wirtschafts­prüfer und vereidigte Bücherrevisoren bestellt. Nun hat der Reichswirtschaftsminister darüber hinaus angeordnet, daß bei den wenigen jüdischen Wirt­schaftsprüfern und vereidigten Bücherrevisoren, die zur Zeit noch öffentlich bestellt sind, die Bestellungen zum 31. Dezember 1938 zu widerrufen sind. Wer Jude ist, richtet sich dabei nach dem Reichs­bürgergesetz und den Durchführungsbestimmungen. Zur Begründung dieser Maßnahme führt der Reichswirtschaftsminister aus, daß es untragbar sei, in Zukunft noch Juden die besondere Vertrauens­stellung gegenüber Staat und Wirtschaft zu belassen, die in der Bestellung und Vereidigung als Wirt­schaftsprüfer oder Bücherrevisoren durch die staat­lichen Stellen ober die öffentlich-rechtlichen Körper­schaften zum Ausdruck kommt.

Oie Bekämpfung übertragbarer Krankheiten reichseinheitlich geregelt.

Berlin, 7. Dez. (DNB.) Am 1. Dezember d. I. ist vorn Reichsminister des Innern eine Verordnung Zur Bekämpfung übertragbarer Krankheiten erlassen. Sie enthält Bestimmungen über die Bekämpfung folgender Krankheiten: Bang'sche Krankheit, Di­phtherie, übertragbare Gehirnentzündung, übertrag­bare Genickstarre, Keuchhusten, Kindbettfieber, über­tragbare Kinderlähmung, Körnerkrankheit, bakterielle Lebensmittelvergiftung, Malaria, Milzbrand, Para­typhus, Rotz, Rückfallfieber, übertragbare Ruhr, Scharlach, Tollwut, Strychinose, Tuberkulose, Tularämie, Typhus und Weil'sche Krankheit. Das Reichsgesetzblatt über die Bekämpfung gemeinge­fährlicher Krankheiten vom 30. Juni 1900 beschränkte sich darauf, eine gesetzliche Grundlage für die Be­kämpfung der gefährlichsten ansteckenden Krank­heiten zu schaffen (Aussatz, Cholera, Fleckfieber, Gelbfieber, Pest und Pocken). Nach der Vereinheit­lichung des Gesundheitswesens ist der Zeitpunkt für die Weiter führung der damals begonnenen reichsgesetzlichen Regelung gekommen. Die 1900 maßgebende Erwägung, daß die damals nicht er­faßten übertragbaren Krankheiten nur in beschränk­tem Umfange an Einzelorten oder nur in abge­schlossenen Gebieten auftreten und daß ihre Bekämp­fung daher den Landesregierungen überlassen blei­ben kann, ist heute nicht mehr zu halten. Durch die Zunahme des Verkehrs wird die allgemeine Aus­breitung übertragbarer Krankheiten begünstigt, so daß auch die im Reichsseuchengesetz von 1900" nicht genannten Infektionskrankheiten seuchenartigen Cha­rakter annehmen können. Durch die neue Verord­nung wird daher die Bekämpfung der in Deutsch­land heimischen Krankheiten und derjenigen Krank­heiten, deren Einschleppung droht, reichsein­heitlich geregelt.

(Eröffnung einer Relchs-Dachdeckerfachschule.

Die Eifelstadt Mayen steht im Zeichen der Ver­anstaltungen des deutschen Dachdeckerhandwerks Reichsinnungsmeister Decker entwickelte den Fach­schulgedanken im Hinblick auf die Nachwuchsausbil­dung des Dachdeckerhandwerks und teilte mit, daß in der nun in Betrieb genommenen Fach schule für das erste Winterhalbjahr 60 Schüler angemeldet feien, deren Wohnsitze sich über das ganze Reich verteilten. In einem Sonderlehrgang feien 40 Dach­deckermeister zusammengefaßt. Ein Rundgang durch die Werkhalle bot Einblicke in die Aufgaben des Dachdeckerhandwerks und den modernen, auf Lei­stungssteigerung abgestellten Ausbildungsgang.

Ribbentrops pariser Besuch.

Der Gruß an die Toten.

Der deutsche Reichsautzenminister am Grabmal des unbekannten Soldaten.

E. F. Paris, 7. Dezember.

Reichsaußenminister von Ribbentrop begab lch am Mittwochvormittag kurz nach 10 Hhr zum Grabmal des Unbekannten Soldaten am Triumphbogen, um dort einen großen Lorbeerkranz, dessen in den Reichsfarben gehaltene Schleifen die AufschriftDer Reichsaußenminister" trugen, niederzulegen. In seiner Begleitung befan­den sich u. a. der französische Außenminister Bon­net, General H e r b i l l o n und mehrere andere hohe Offiziere der Pariser Garnison, der französi- che Botschafter in Berlin, C o u l o n d r e , der reutsche Botschafter Graf Welczeck, die drei Militärattaches der deutschen Botschaft sowie der Landesgruppenleiter der Auslandsorganisation der NSDAP., Ehr ich. Eine Abteilung republikanischer Garde erwies die Ehrenbezeugungen, am Grabmal hatte auch eine zwölf Mann starke Abordnung der deutschen Kolonie in Paris Aufstellung genommen. Rings um den Platz hatte sich eine große Men- chenmenge angesammelt. Nach der Kranznieder­legung spielten die Clairons denGruß an die To­ten". Es folgte eine Minute des Schweigens, wäh­rend die anwesenden Deutschen den deutschen Gruß entboten. Nach der Feier trug sich der Reichsaußen­minister in bas am Triumphbogen aufliegende Gol­dene Buch ein.

Gin Frühstück des Lomitz France-Allemaane.

Das Frühstück, das das Cornite France- Al lern agne am Mittwochmittag zu Ehren des Reichsaußenministers und Frau von Ribbentrop gab, nahm einen glänzenden und sehr herzlichen Verlauf. Von deutscher Seite nahmen wiederum das gesamte Gefolge des Reichsaußenministers, Bot- chafter Graf Welczeck und Gemahlin und die übri­gen Beamten der deutschen Botschaft teil. Von ranzösischer Seite waren anwesend die Gattin des ranzösischen Außenministers Bonnet, der Mini- ter für öffentliche Arbeiten, d e M o n z i e, Arbeits­minister P o m a r e t, der Kabinettchef der Minister­präsidentschaft, Clapier, Botschafter Cou- l c> n d r e und Gemahlin, ferner die Vorstands­mitglieder des Comite France-Allemagne, darunter der ehemalige Ministerpräsident Pietri, der kriegsblinde Abgeordnete Scapini, der unab­hängige Abgeordnete M o n t i g n y sowie Fernand de Brmon mit ihren Damen. Als Vertreter der ehemaligen Frontkämpfer waren Jean G o y und Henri P i ch o t anwesend.

Der kriegsblinde Abgeordnete und Vorsitzende des deutsch-französischen Komitees, Scapini, ver­wies in seiner Tischrede auf die gemeinsckaftliche Zusammenarbeit der beiden Schwestergesellschafton des Comite France - Allemagne und der Deutsch- Französischen Gesellschaft im Dienste der Der- standigung und der Herstellung guter Beziehungen Aschen Deutschland und Frankreich, worum sich u seit Jahren nach dem Weltkrieg

bemüht hatten Scapini erhob sein Glas auf bas Wohl des Führers.

Reichsaußenminister von Ribbentrop hob m seiner Antwort hervor, daß die beiden Komitees aus dem Geiste der Frontkämofergeneration heraus en der gegenseitigen Achtung der Soldaten des Weltkrieges auf weite Kreise der B"völkerungen beider Lander unb auf die jungen Generationen

Frankreich und Deutschland zu übertragen ver­standen hatten. Es trete immer klarer in Erschei­nung, mas sich beide Völker gegenseitig zu ver- ounken und zu geben vermöchten, in der Gegen- Überstellung der Leistungen der Kunst und des

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Reichsaußenminister von Ribbentrop ehrte die französischen Kriegsgefallenen am Grabmal des Unbekannten Soldaten unter dem Triumphbogen. (Scherl-M.)

Geisteslebens in Geschichte und Gegenwart. Zum Schluß rief der Minister seinen Gastgebern zu: Meine Freunde vom Comite France-Allemagne! Sie haben einen wertvollen Beitrag für das Zu­standekommen der deutsch - französischen Erklärung geleistet!" Der Reichsaußenminister erhob sein Glas auf das Wohl des Präsidenten der Republik und des Deutsch-Französischen Komitees.

besuch im Louvre.

Dann begab sich der Reichsaußenminister in den Louvre, wo er die berühmte Gemälde­sammlung besichtigte. Der Direktor der schönen Künste, Huis man, begrüßte den Minister im Louvre, wo sich schon vorher die Gattin des Reichs­außenministers mit der Gräfin Welczeck eingefunden hatte. Außenminister Bonnet, der am Mittag an einem Essen zu Ehren des Prinzregenten Paul von Jugoslawien im Elysee-Palast teilgenommen hatte, begab sich um 17 Hhr WEZ. ebenfalls in den Louvre. Der Reichsaußenminister, der bereits am Vormittag die Gemäldesammlung besichtigt hatte, interessierte sich am Abend besonders für "die Wir-' fungen der klassischen Werke der Malerei und der Bildhauerkunst im Lichte der aufgestellten künstlichen Beleuchtungskörper. Die beiden Minister besichtig­ten gemeinsam die Sammlung, wobei Außenmini­ster Bonnet in liebenswürdiger Weise den Führer spielte und die Erläuterungen der Konservatoren des Museums ergänzte. Nachmittags hatte sich Frau Bonnet der Gattin des Reichsaußenmini­sters gewidmet. Frau Bonnet hatte Frau von Rib­bentrop im Hotel Grillon abgeholt, um eine Fahrt durch die belebten Straßen des frühabendlichen Paris zu unternehmen.

Eine zweite Unterredung.

Wirtschaftliche Fragen im Vordergrund.

Nach dem Besuch im Louvre hatte Reichs- außenminister von Ribbentrop im Hotel Gril- lon eine dreioiertelstündige Unterrebung mit dem

französischen Außenminister. Die Besprechung fand bei den Pressevertretern lebhafte Beachtung. Unmit­telbar nach dem Besuch wurde bekannt, daß die Unterredung vorwiegend wirtschaftlichen Fragen gegolten habe, da man am Dienstag in der zweieinhalbstündigen Unterredung, die sich an die Unterzeichnung der deutsch-französischen Erklärung anschloß, keine Zeit mehr gefunden habe, auf diese Dinge einzugehen. Außerdem hatte der Sachverstän­dige für Wirtschaftsfragen, der sich im Gefolge des Reichsaußenministers befand, Ministerialdirektor Wiehl, im Handelsministerium dem Vertreter des gegenwärtig auf einer Mitteleuropareise befindlichen Direktors der Abteilung für Handelsvertragsfragen, Alphand, einen Besuch abgestattet. In einer län­geren Unterredung wurden die Fragen des Handels­verkehrs zwischen Deutschland und Frankreich und die Mittel zu seiner Belebung erörtert. Man sucht diese Belebung durch Beseitigung von Schwierig­keiten zu erreichen, die besonders auf dem Gebiete des Verrechnunasverkehrs aufgetreten sind In der Umgebung des Quai d'Orsay erklärte man sich auch über den Verlauf der Mittwochbesprechung zwischen den beiden Ministern sehr befriedigt Man druckt tue Hoffnung aus, 'baß es zum Abschluß er- gamenber Abmachungen über ben Handelsverkehr kommen werde.

Festlicher Ausklang.

Den festlichen Ausklang der offiziellen Veranstal­tungen bildete am Mittwochabend ein Essen in ber beutschen Botschaft, an dem neben Herrn von Ribbentrop und Botschafter Graf Welczeck Gesandter Aschmann, die Ministerialdirektoren Gauß und Wiehl, Botschaftsrat Bräuer, von französischer Seite Kammerpräsident H e r r t o t, Ministerpräsi­dent Daladier, Staatsminister Chautemps, Außenminister B o n n e t, die Minister ©arraut, Paul-Reynaud, de Monzie und Poma- r e t tsilnahmen, ferner die Vorsitzenden der Außen­politischen Ausschüsse von Senat und Kammer, B e -- r eng er und Mistler, die hohen Beamten des