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den
reicht werden kann. George Bonnet betont ausdrücklich in dieser Möglichkeit: „Niemand sieht mehr als ich, daß die Nationen Europas die so mannigfachen Reichtümer ihres individuellen Erbes und ihrer viele Jahrhunderte alten Kultur bewahren, aber gleichzeitig nicht länger ihr Dasein bedroht und ihre Grenzen in Frage gestellt sehen mögen, um sich um so mehr einer friedlichen Zusarnmen-
werden."
Die deutsch-französische Erklärung ist ein klares Beispiel einer Grenz st abilisierung, und es erhebt sich die Frage, ob durch eine Bestätigung der Grenzen nicht eine weitgehende Vereinfachung dsr europäischen Politik auf die Dauer er--
arbeit widmen zu können."
Zum Ende des Gesprächs war es dem franzö- sischen Außenminister ein besonderes Bedürfnis, nochmals zu unterstreichen, wie nützlich eine d i - . - - fl L (W .. . f u u « X « * ma Z t aIa A M dnAlAMlÄMMrtVn
gewesen, in der sich unsere Unterhaltungen abgespielt haben. Ich denke, daß solche Begegnungen in der Tat nützlich sind zu einem offenen Meinungsaustausch und zur Regelung von Problemen, die aus der Interessengemeinschaft der Nationen er-
Außenministeriums, der Abgeordnete Scapini und Fernand de B r i n o n vom Comitä France-Al- lemagne. An das Essen schloß sich ein Empfang zahlreicher geladener Gäste mit ihren Damen an, der sich zu einem glänzenden gesellschaftlichen Bild in den schönen Räumen der Botschaft in der Rue de Lille gestaltete. — Reichsaußenminister von Ribbentrop tritt am Donnerstagmorgen, 9 Uhr WEZ., vom Jnvalidenbahnhof aus die Rückreise nach Deutschland an.
Die pariser preffe hofft aus Fortsetzung des Gesprächs
„Zwei Achsen und eine drücke."
Eine Anierreduna mit Außenminister Bonnet.
P a r i s , 7. Dez. (Europapreß.) Mit Genugtuung stellen die französischen Morgenblätter am Mittwoch fest, daß der französische Passagierdampfer „Pa- r i s" dgnk der energischen Haltung des Ministerpräsidenten Daladier am Dienstagabend von Le Havre über Cherbourg nach den Vereinigten Staaten auslaufen konnte. Das Schiff hat zugleich die für Neuyork bestimmte Fracht übernommen, die der gegenwärtig noch bestreikte größte französische Passagierdampfer „Normandie" von Le Havre nach Neuyork bringen sollte. Der Einsatz von Matrosen der Kriegsmarine zur Bedienung des ausgelaufenen Passagierdampfers „Paris" scheint auch auf die noch streikenden Seeleute den Eindruck nicht verfehlt zu haben. Eine große Zahl von ihnen hat die Arbeit wieder ausgenommen. während unter dem Rest der Streiken- eine starke Entmutigung herrschen soll.
Schwerer Sturm an der englischen Güdküste.
E. P. London, 7. Dez. Der außerordentlich heftige Sturm, der seit 24 Stunden über der englischen Südküste tobt, verhinderte den englischen Ozeanriesen „Queen Mary", seine Fahrgäste in Plymouth an Land zu setzen. Mehrere Stunden lang wurden alle nur möKichen Versuche gemacht,
sei, daß Frankreich diese Geste in ihrem vollen Aus- maß zu schätzen wisse und daß Frankreich ebenso wie Deutschland hoffe, dieser erste Konsul- tationsversuch in diplomatischer und wirtschaftlicher Hinsicht möge günstige Fortsetzungen finden. Hitler, der sehr klarsichtig sei, lehne es ab, aus den französischen inneren Schwierigkeiten einen Vorteil zu ziehen. Er ziehe die Nachbarschaft eines gesunden Frankreichs einem politisch oder finanziell kranken Frankreich vor. „Journal" erklärt, der sehr gute Gedankenaustausch hätte die Atmosphäre geklärt. Auf beiden Seiten bestehe der Wunsch, alles zu unternehmen, auf daß das Abkommen vom 6. Dezember 1938 positive Ergebnisse nach sich ziehe, doch gebe es noch zahlreiche Hindernisse zu überwinden.
Besonders interessant ist eine Stimme aus dem Elsaß: Der Straßburger „Elsässer" schreibt unter der Ueberschrift „Friede am Rhein!": „Die deutschfranzösische Erklärung wird inunferemGrenz- land re st loser Zustimmung begegnen. Wenn ein Land an der Herstellung eines gutnachbarlichen Verhältnisses zwischen den beiden großen Nationen Interesse hat, so ist es dieser von der Natur so bevorzugte, von einer wechselvollen Geschichte aber ziemlich unsanft angefatzte Landstrich. Jetzt, wo das Kriegsbeil zwischen Paris und Berlin auf ewige Zeiten begraben ist, kann das Elsaß wieder von schwerer Beklemmung befreit aufatmen und darf seine Tätigkeit aus lähmender Lethargie befreien."
Oer französische Hafenarbeiterstreik durchbrochen.
England und Ztalien unterrichtet.
Paris, 7. Dez. (Europapreß.) Außenminister Bonnet empfing am Mittwochmittag den englischen Botschafter, Sir Eric Phipps, und unterrichtete ihn über den Verlauf der deutsch-französischen Besprechungen mit Reichsaußenminister von Ribbentrop im Quai d'Orsay. Reichsauhenminister von Ribbentrop hatte eine Unterredung mit dem italienischen Botschafter.
Ziehungen zwischen Paris und Berkin bestehe gerade darin, die Zusammenarbeit der Demokratien und der totalitären Staaten zu erleichtern. Der „In- transigeant" betont, das deutsch-französische Abkommen lasse erhoffen, daß von nun an Europa nicht mehr in zwei Teile gespalten werde und daß die Tätigkeit der beiden Achsen sich miteinander vereinbaren könne.
Der dem Quai d'Orsay nahestehende „Petit P a r i s i e n" meint, Herr von Ribbentrop werde nach seiner Heimkehr dem Führer sagen können, daß seine Friedensgeste von der großen Mehrheit der Franzosen durchaus verstanden worden
Berlin, 8. Dez. (DNB. Funkspruch.) Unter der Ueberschrift „Zwei Achsen und eine Brücke" gibt das Berliner Tageblatt eine Unterredung wieder, die der Außenpolitiker des Blattes mit dem französischen Außenminister Bonnet im Quai d'Orsay hatte. Außenminister Bonnet sagte: Die eben unterzeichnete Erklärung solle das Klima zu einer aufrichtigen Zusammenarbeit schaffen, die zum Nutzen beider Völker auf allen Lebensgebieten beitragen werde. „Es ist notwendig", sagte der Außenminister weiter, „daß alle Nationen in einer Atmosphäre der Eintracht leben ______ v„ . , . „ .
können, ohne deshalb ihre traditionellen^rekte Aussprache zwischen Staatsmännern Freundschaften aufzugeben. Im übrigen kann nach der Art des soeben zum Abschluß gelangten ich voll und ganz der Meinung des Reichsaußen- Pariser Besuches des Reichsaußenministers seiner Ministers von Ribbentrop in dieser Frage zustim- Meinung nach ist. „Ich bin glücklich", so sagte der men: Es gibt zwei Achsen, und von Achse,Minister, „über die herzliche Atmosphäre zu Achse muß eine Brücke geschlagen
E. F. Paris, 7. Dezember.
Die Beurteilung der Ergebnisie des deutschen Besuchs in der französischen Presse ist nach wie vor auf einen durchaus zuversichtlichen Ton abgestimmt. Der „ T e m p s ", das Sprachrohr des französischen Außenministeriums, schreibt, man könne sich nur beMckwünschen über die Aussichten, die der deutsche Besuch eröffne. Die Unterredung der beiden Außenminister stelle sozusagen einen er st en Versuch mit der Methode der gegenseitigen Konsultation dar, so wie sie in der gemeinsamen deutsch-französischen Erklärung vorgesehen sei. Der Hauptwerk der guten Be-
die für England bestimmten 250 Fahrgäste von Bord gehen zu lassen. Der Seegang war jedoch so stark, daß das Schiff sich zunächst nach Cherbourg begab, um dann am Abend in dem geschützten Hafen von Southampton einen neuen Landungsversuch zu unternehmen. Zollbeamte und Presse- photographen, denen es gelungen war, in Plymouth an Bord der „Queen Mary" zu gehen, mußten unfreiwillig die Ueberfahrt nach Frankreich mitmachen. — Unter den Fahrgästen befindet sich der englische Botschafter in Washington, Sir Ronald Lindsay, der in Europa einen mehrwöchigen Winterurlaub zu verbringen beabsichtigt. Nach wie vor erhalten sich die Gerüchte, Sir Ronald Lindsay werde demnächst aus Washington abberufen und der frühere Außenminister Eden, der in den nächsten Tagen in den Vereinigten Staaten eintrifft, an seine Stelle treten.
Wachsende Stabilisierung in Ungarn.
Die Regierungspartei im Abgeordnetenhaus in der Mehrheit.
B u d a p e st, 7. Dez. (Europapreß.) Die neue Tagung des Abgeordnetenhauses, in der zum ersten ifeale der neu gewählte Präsident Daranyi den Vorsitz führte, wurde am Mittwochvormittag eröffnet. Bei der Neubildung des Präsidiums konnte die Regierungspartei einen neuen Erfolg erreichen. Die beiden stellvertretenden Präsidenten erhielten bei 206 abgegebenen Stimmen 154 bzw. 133 Stimmen, während die Anwärter der Opposition nur 73 bzw. 48 Stimmen auf sich vereinigen konnten. Auch bei der Wahl der Ausschüsse siegte die Liste der Regierungspartei. Die Regierung hat somit in sämtlichen Ausschüssen eine Mehrheit. Da die Hauptarbeit des Parlaments in die Ausschüsse verlegt werden soll, erhält der Erfolg der Regierungspartei eine besondere Bedeutung. Im übrigen wurden am Mittwoch bereits die ersten Reformgesetzentwürfe im Abgeordnetenhaus vorgelegt. Sie betreffen die Bekämpfung des Doppelverdienertums, die Erhöhung der Familien- bzw. hllterszulagen für die Beamten und die Einführung der nach der Zahl der Kinder steigenden Familienlohnskaka für die Arbeiterschaft.
Oie Schweiz lediglich OurchgangSlond für jüdische Emigranten.
Bern, 7. Dez. (DNB.) Bundespräsident Baumann gab als Leiter des Justiz- und Polizei- Vepartements im Nationalrat bekannt, daß die Schweiz wegen der Ueberfremdung und ganz besonders auch wegen der Arbeitslosen im eigenen Lande für jüdische Flüchtlinge nur Durchgangsland sein könne. Aus Gründen der Kontrolle über die Emigranten bei der Einreise habe der Bundesrat eine Verfügung erlassen, daß alle Pässe von deutschen Nichtariern im -In- und Aus-
Bekanntmachung.
Kennkartenzwang
beim Eintritt in das wehrpflichlverhällnis.
Rach der 1. Bekanntmachung über den Kennkartenzwang vom 23. 7.1938 sind alle männlichen deutschen Staatsangehörigen verpflichtet, innerhalb der letzten drei Monate vor Vollendung ihres 18. Lebenswahres die Ausstellung einer Kennkarte zu beantragen. Für männliche deutsche Staatsangehörige, die beim Inkrafttreten dieser Bestimmung (1. Oktober 1938) ihr 17., aber noch nicht ihr 18. Lebensjahr vollendet haben, begann die Frist von 3 Monaten am 1. Oktober 1938. Sie müssen ihre Kennkarte also bis spate- stens 31.12.1938 beantragt haben.
Ich nehme Veranlassung, auf diese Vorschriften hinzuweisen und die in Frage kommenden Personen aufzufordern, entsprechende Anträge umgehend bei ihrem zuständigen Polizeirevier zu stellen. Die Einverständniserklärung ihres gesetzlichen Vertreters ist hierbei nicht erforderlich. 79431)
Wer diesen Bestimmungen nicht entspricht, roirb veranzeigt und mit Geldstrafe bis zu 150,— RM. oder mit Haft bestraft.
Gießen, den 29. November 1938.
Der Polizeidirektor.
In Vertretung: (gez.) H e i n a ck e r.
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Die Anforderungszettel für die Hundesteuer 1938 sind den steuerpflichtigen Hundebesitzern bereits auf Grund meiner Bekanntmachung vom 28. April 1938 zugestellt worden mit der Aufforderung, bis zum Inkrafttreten des zu erwartenden hessischen Gesetzes zur Aenderung des Finanzausgleichs-Ausführungsgesetzes einstweilen zu den in den Anforderungszetteln genannten Fälligkeitsterminen (1. Ium, 1. Oktober 1938 und 1. Februar 1939) Abschlagszahlungen auf die Hundesteuer in Höhe von je 6/i2 der vorjährigen Steuerschuld zu leisten.
Nachdem das genannte Gesetz nebst einem besonderen Gesetz über die Hundesteuer nunmehr erschienen und mit Wirkung vom 1. April 1938 m Kraft getreten ist (vgl. Gesetz zur Aenderung des Fmanz- ausgleichs-Aussührungsgesetzes vom 1. November 1938, Reg.-Bl. S. 103), und dem Gesetz über die Hundesteuer vom 1. November 1938, Reg.-Bl. S. 105), sind die übersandten Hundesteueranforderungszettel 1938 rechtswirksam geworden. Die steuerpflichtigen Hundebesitzer werden daher hiermit aufgefordert, die am l.Juni und 1. Oktober d. I. fällig gewordenen Hundesteuerbeträge, soweit sie noch rückständig sind, nunmehr innerhalb einer Frist von 10 Tagen von der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung an gerechnet, zu bezahlen, widrigenfalls ohne weitere Mahnung die Beitreibung einsetzen wird. 7934C
Die Frist für die Einlegung des zulässigen Rechtsmittels der Beschwerde gegen die Anforderung der Hundesteuer 1938 läuft 14 Tage nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung ab.
Gießen, den 5. Dezember 1938.
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