Ausgabe 
8.11.1938
 
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Aus -er engeren Heimat

$.J.Jport

Große Lleberraschimgen in den Kreisklaffen

II

in der Tabelle

Gew. Unentsch. Verl.

Bad

1:2

6:0

2:6

2:4

5:0

2:7 3:4 4:1

0 1

0

1 0

0 0

0

1 0

2 1

2 1

4 2

4 3

3 2

1 0

1 0

Gew.

5

4

2

2

2

1 0

0

Großen-Buseck Lollar Rodheim Heuchelheim Klein-Linden Rüddingshausen Wieseck

11:2

5:1

0:5

3:2 3:1

2:6

Spiele

5

5

5

4

5

5

1

4

Pkte. 10:0 8:2 5:5 4:4 4 6 3:7 0:2 0:8

Pkte. 8:2 7:1 6:4 5.3 2:4 0:2 2:8 0:4

Leihgestern Großen-Linden Lich

Hungen Garbenteich Lollar II

Steinbach

SA.

Spiele

5

4

5

4

3

1

5

2

1. Kreisklasse:

Großen-Buseck Rodheim

Klein-LindenWißmar

SA. Lich

Hungen Muschenheim

Garbenteich Steinbach Leihgestern Großen-Linden

2. Kreisklasse:

Grimberg Saasen

Rieder-Ohmen Ettingshausen

Unentsch. 0 0 1 0 0 1 0 0

Verl.

0

1

2

2

3

3

1

4

Flensungen Harbach Heuchelheim II Gr.-Linden Londorf Staufenberg

Fußball im Gau Hessen.

17:10 Tore!

SA. II VfB.-R. III

QueckbornGöbelnrod (Ges.-Sp.)

Treis Daubringen (Ges.-Sp )

gewertet.

I. Kreisklasse Staffel Gießen B.

Großen-Buseck I Rodheim I 11:2.

Am Sonntag weilten die Rodheimer in Großen- Buseck zum fälligen Punktespiel. Die Gäste mußten eine eindeutige Niederlage einstecken. Großen-Bu­seck, Tabellenführer ohne Derlustpunkt, zeigte sich mit der Mannschaft Koch-, Brück, Eisenacher-, Gans, Harbach II, Harbach I; Hofmann, Hochstein, Henß, Balser, Melior von der besten Seite. Der Großen- Busecker Sturm sicherte sich immer wieder den Bei­fall der vielen Zuschauer. Die Verteidigung glänzte durch wuchtige Abschläge, die Läuferreihe ließ keine geschloffene Kombination der Gäste zu. Rodheim kam anfänglich zwar gut zur Geltung, bis schließ­lich die Gastgeber auf Touren kamen. Rach gehn Minuten und noch ausgezeichneter Kombination fiel das erste Tor für die Platzbesitzer, dem in kurzen Abständen fünf weitere Tore folgten. Rach der Pause sah man das gleiche Bild. Rodherm ver­suchte zwar, unbedingt das Heft in die Hand zu bekommen. Großen-Buseck blieb aber weiterhin Herr der Lage. Bei stetig wechselnden Angriffen auf bei­den Seiten, erwiesen sich die Gastgeber als schlag- fertiger und sicherer und kamen zum verdienten Sieg.

Leihgestern I Großen-Linden I 2:6 (2:2).

Was niemand erwartete, wurde Tatsache. Großen- Linden bezwang den Tabellenführer auf dessen Platz! Obwohl für Großen-Linden in Leihgestern nie günstiger Wind wehte, gingen die Gäste doch mit großem Elan in den Kampf. Der Sieg stand nie in Frage. Die Elf von Großen-Linden kam schon nach wenigen Minuten zur Führung, Arnold schuf aber bald durch einen Weitschuß den Aus­gleich. Der Torhüter der Gäste konnte das Leder nur berühren. Der Plotzoerein übernahm dann sogar die Führung. Die Großen-Lindener liefen nun zu großer Form auf, aber in der Folge glichen die Gäste wieder aus. In der zweiten Halbzeit zeigten die Großen-Lindener dann ein ausgezeichnetes Spiel, so daß die Tore nicht ausbleiben konnten. Die Gast­geber verlegten sich nun auf Härte, und der Schieds­richter mußte mehrmals verwarnen. Ein Elfmeter- ball, von Arnold getreten, wurde vom Gästehüter brillant gehalten. Für die Gäste, die ein Gesamt- lob verdienen, war der Sieg um so höher zu be­werten, als er auf des Gegners Platz errungen werden konnte.

Grünberg I Saasen I 1:2 (1:1).

Die 1. Mannschaft aus Saasen weilte am Sonntag zum Punktespiel in Grünberg und kam zu einem knappen Sieg. Bis zur Pause konnten beide Mann­schaften nur einmal erfolgreich sein. Während der zweiten Halbzeit lag Saasen klar im Feldvorteil. Angriff auf Angriff wurde vorgetragen und nur zu großes Schußpech verhinderte den höheren Sieg.

I. Kreisklosse Staffel Gießen A.

Lehrer hinaus in den Wald gewandert, um B u ch­eck e r n zu sammeln. Durch ihr fleißiges Sammeln find sie zu einem schönen Ergebnis gekommen. Jagdpächter Otto Nickel hielt eine kleine Treib­jagd ab. Es kamen 10 Hasen, ein Fuchs und ein Reh zur Strecke.

D Watzenborn-Steinberg, 7. Noo. Der hiesige Geflügelzuchtverem hielt bei Mitglied Häuser eine Versammlung ab. Vereins­führer Karl Philipp IV. gab die kommenden Ausstellungen bekannt. Anschließend wurde die Be­teiligung an den verschiedenen Schauen besprochen (Jubiläumsschau in Lang-Göns, Kreisschau in Lol­lar, Landesschau in Frankfurt a. M.) und die An­meldebogen verteilt. Im weiteren Verlaufe der Ver­sammlung erläuterte der Dereinsführer die Förde­rungsmaßnahmen für Geflügelzucht im Rahmen des Dierjahresplanes und forderte die Züchter auf, sich tatkräftig einzusetzen. Don einer Lokalschau wurde für dieses Jahr abgesehen. Nach der Be­sprechung einiger züchterischer Fragen wurde die Versammlung geschlossen.

00 Eberstadt, 7. Nov. Die Dreschmaschine der hiesigen Dr e s ch g e n o s s e n s ch a f t hat ihre Arbeit beendet. Fast alle Bauern haben die Maschine in Anspruch genommen, so daß sie ein Vierteljahr lang fast täglich gelaufen ist. Die längste Dreschdauer auf einem Hof war 26 Stunden.

3 Hungen, 7. Nov. Gestern nachmittag stie­ßen zwei Personenkraftwagen auf der Landstraße zwischen Inheiden und Utphe in der Nähe des Trais-Horloffer-Kreuzes zusammen, wo­durch beide erheblich beschädigt wurden und einige der Insassen Verletzungen davontrugen, die ärztliche Hilfe erforderlich machten. Die Untersuchung über die Schulüfrage ist im Gange.

Kreis Friedberg.

= Butzbach, 7. Nov. Zum Besten des Win­terhilfswerkes fand gestern abend im großen Saale des ,Hesi. Hof" das erste große Kon­zert statt, dessen Vortragsfolge von dem Musik- korps unseres Bataillons und von dem Männer­chor 1838 bestritten wurde. Der Saal war bis zum letzten Platz besetzt. Abwechselnd boten die Batail­lonsmusik und der Gesangverein Märsche, Chöre, Volkslieder, Vorspiele, Fantasien, Chöre mit Or­chesterbegleitung, Solostücke für Tylophon, mit Trompete und Pauken usw. den Zuhörern, die mit lebhaftem Beifall dankten. Der ansehnliche Betrag aus Eintrittsgeldern floß restlos dem Winterhilfs- werk zu. Tanzvergnügen beschloß den Abend.

Kreis Büdingen.

O Gedern, 7.Nov. Zur Eröffnung der win­terlichen Kulturvorträge sprach hier am Samstagabend Pg. Dr. Korten aus Frankfurt über das ThemaNationalsozialismus, Weltan­schauung, Religion und Rasse". Der Saal des Berg­wirtshauses war mit einer gespannt lauschenden Zuhörerschaft besetzt.

darauf, den Sieg sicherzustellen. Doch dies sollte ihnen nicht gelingen. Die Steinberger Abwehr stand. Allmählich fand sich aber auch die Teutonen- Elf besser und schuf manchen gefährlichen Augen­blick vor des Gegners Tor, ohne jedoch zählbare Erfolge zu erzielen. So blieb denn schließlich das Ergebnis bis zur Pause bestehen.

Nach Wiederanpfiff beherrschte Steinberg das Spielgeschehen. Die Platzbesitzer kämpften nicht mehr mit dem Elan, wie vor der Pause. Sie waren ihrem Tempo zum Opfer gefallen. Die Teutonen erzwangen eine leichte Ueberlegenheit und manche schöne Gelegenheit wurde herausgearbeitet. Aber das Glück war gegen die Gäste. Buß verschoß zwei­mal in aussichtsreichster Stellung und ein ander­mal wurden drei hintereinander folgende Nach­schüsse von Lang immer wieder abgewehrt. Die Platzbesitzer spielten nun härter und Fritsche wurde das erste Opfer. Nun hoffte man schon nicht mehr auf einen Sieg; denn Haas mußte zurückgezogen werden. Trotzdem gelang Haas noch ein Weit­schuß, der vorerst von der Latte zurückprallte, doch Schmitt war zur Stelle und köpfte ein. Bei einem Gegenangriff- sprang der Linksaußen mit voller Wucht auf den Tormann Happel, so daß er das Spielfeld verlassen mußte. In den restlichen Mi­nuten versuchten noch einmal beide Parteien, den Sieg zu erringen. Es war jedoch vergebens.

Frohnhausen II Steinberg II 0:2 (0:0).

Die 2. Mannschaft der Teutonen konnte auch diese gefährliche Klippe überwinden, wenn auch die beiden Tore kurz vor Schluß fielen, so genügte es doch noch zu einem verdienten Sieg. Der Mannschaft gebührt ein Gesamtlob.

Eröffnung durch Ortsbauernführer Schmidt sprach Kommissionsvorsteher Keil über die ein- Eeinen Böden in unserer Gemarkung, chre Beschaf- enheit, Lage und Feuchtigkeit, denen entsprechend äe Bewertung der Böden vorgenommen wurde. An Hand der aufgelegten Karten konnte sich jeder Bauer über die Einschätzung seines Besitzes ver­gewissern. Meinungsverschiedenheiten sollen durch die Zusammenarbeit zwischen Bauer und Kom­mission an Ort und Stelle bereinigt werden. Der BuchdruckergesangvereinGutenberg" D a.r m st a d t weilte am Samstag und Sonntag beim GesangvereinHeiterkeit-Sänger- k r a n z " in Großen-Buseck zu Gast. Vereinsfuhrer Ludwig Wagner hietz die Sänger willkommen, erinnerte an die alte Kameradschaft zwischen dem Dirigenten des Darmstädter Vereins und dem Der- einswirt des Großen-Busecker Gesangvereins, die vor vielen Jahren bei den Soldaten geschlossen wurde und jetzt die Ursache der Zusammenkunft darstellte. Die Gäste überreichten durch ihren Ver­einsführer Dittmar ein schönes Bild aus Darm­stadt und ließen gleichzeitig eine Einladung nach Darmstadt ergehen. Im weiteren Verlaufe der Zu­sammenkunft wurden Chöre und Volkslieder ge­sungen. Solo-Darbietungen und humorvolle Ein­lagen trugen zur Unterhaltung bei. Zum Abschluß des Besuches am Sonntag sangen die beiden Ver­eine auf dem Anger einige Lieder.

A Daubringen, 7. Nov. Am Samstag ver­anstaltete der Gesangverein Daubringen im SaaleZum blauen Hecht" einen Lieder­abend zugunsten des WHW. Viele Volks­genossen waren dem Rufe des Vereins gefolgt. Während einer Pause sammeUen SA.-Männer für das WHW. Die Sammlung' ergab den schönen Be­trag von 14 Mark. Der Verein bot mit seinen Männer-, Frauen- und gemischten Chören allen Besuchern ein reichhaltiges Programm. Ortsgrup­penleiter Pflüger dankte in seiner Ansprache allen, die gekommen waren, um auch ihr Scherflein beizugeben zu dem Werk, das der Führer geschaffen. Mit tieh Liedern der Nation klang der Abend aus.

+ Grünberg, 6. Nov. Für die durch die NSG.Kraft durch Freude" ich Feierabend­ring Grün berg zusammengeschlossenen Mitglie- der fand am Samstagabend in der Turnhalle die zweite Theatervorstellung' statt. Da in letzter Zeit nochmals eine starke Werbung von Mitgliedern statt­gefunden hatte, war diesmal ein guter Besuch zu verzeichnen. Die Rhein-Mainische Landesbühne spielte das DramaDer Weibsteufel" von Karl Schönherr. Zwei weitere Gastspiele dieser Bühne sind noch im Februar und März vorgesehen.

Q Stockhausen, 7. November. Die hiesigen Schulkinder sind schon mehrmals mit ihrem

In Hessen pausierte der Spitzenreiter Hessen Hersfeld, und so hatten die Verfolger Gelegenheit, Boden gutzumachen. Nach vorn gekommen sind Mei­ster Hanau 93 und der VfB. Groß-Auheim, denn der Meister schlug den BC. Sport Kassel überzeugend mit 6:0, während Groß-Auheim mit einem 1:0-Sieg über den Altmeister Spv. Kassel eine Überraschung brachte und damit gleichzeitig seinem Nuf als typische Heimmannschaft gerecht wurde. Der Neuling Dunlotz

auf dem Universitätssportplah gegenüber. -Zu Artz fang konnten sich beide Mannschaften nicht recht finx den. Trotzdem erzielte DfB.-R. in der 4. Minute den ersten Treffer. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten, denn in der 7. Minute erzielte die SA.» Mannschaft, die in der ersten Halbzeit nur mit zehn Mann spielte, den Ausgleich. VfB.-R. fand sich nun wesentlich besser zufammen und lieferte ein schönes Zusammenspiel, was ihnen auch während der ersten Halbzeit noch zwei weitere Tore ein­brachte, so daß die erste Halbzeit mit 3:1 für sie abschloß. Ohne Pause ging es ip die zweite Halb­zeit mit demselben Kampfgeist. Anfangs schien es, als würde sich auch die SA.-Kampfspielgemeinschaft besser finden. Es kam aber nicht dazu. Noch einmal erhöhte in der 8. Minute VfB.-R. auf 4:1. Durch eine gut eingebrachte Ecke wurde in der zwölften, Minute der Stand auf 5:1 gestellt. Ein Strafstoß für die SA. brachte das Ergebnis auf 5:2. In der Folge ließ die SA. mehrere Torchancen aus. Das Spiel endete mit dem Ergebnis 7:2 für VfB.-R.

Klein-Linden I Wißmar I 5:1 (2:1).

Die Umstellung und Neuaufstellung der 1. Elf Klcin-Lindens hat sich beroährt. Der Anhang bekam am Sonntag ein Spiel zu sehen, das auf der gan­zen Linie befriedigte.

Die beiden kämpfenden Mannschaften zeigten das Spiel in einem Tempo, von dem man nicht hätte glauben können, daß es durgehalten würde. In der 15. Minute kam Klein-Linden zur ersten Ecke, die zum ersten Tor wurde. In der 27. Minute trat in der Hitze des Kampfes ein Wißmarer Spieler eine Vorlage des Klein-Lindener Linksaußen ins eigene Tor. Kurz vor Halbzeit konnte der Torwächter der Gastgeber eine linke Flanke von Wißmar noch ab« wehren, mußte aber einige Sekunden später doch erleben, daß her Ball wieder zurück ins Tor getre­ten wurde. Erstes und einziges Tor für Wißmar.

In der zweiten Halbzeit machte sich eine lieber- legenheit der Gastgeber deutlich bemerkbar. Wiß­mar konnte das schnelle Spiel nicht so durchhalten wie die Klein-Lindener. In der sechsten Minute wurde ein vom Schiedsrichter gegebener Elfmeter zum 3. Tor für Klein-Linden verwandelt. Wißmar raffte sich nun auf und belagerte für einige Minuten das Tor der Turner, aber ohne Erfolg. Durch­brüche von Klein-Linden führten zum 4. und zehn Minuten vor Schluß zum 5. Tor. Dem erstklassigen Torwächter der Gäste war es zu verdanken, daß das Ergebnis nicht noch ungünstiger für die vom Pech verfolgte gute Wißmarer Mannschaft aus­fiel.

Wißmar

Das Spiel Wieseck Lollar wurde

Selten hat ein Spielsonntag sooiele Ueberraschun- gen gebracht, wie gerade der vergangene. Großen- Buseck schlug Rohheim zweistellig. Wißmar hat seine Anhänger schwer enttäuscht. Wohl niemand hätte geglaubt, daß sich die SA. von den Gästen aus Lich schlagen ließe. Offen war der Kampf in Hungen, den die Platzherren knapp für sich entschei­den konnten und damit bewiesen, daß sich die Mannschaft wieder gefunden hat. Wie vorauszu­sehen war, konnte sich Steinbach in Garbenteich nicht durchsetzen und überließ damit den Platzherren den ersten Sieg. Leihgestern kam auf eigenem Platz unter die Räder. Knapp mußte sich Grünberg von Saasen geschlagen bekennen. Ettingshausen kam m Nieder-Ohmen um die Niederlage nicht herum^Die Gäste konnten zwar bis zur Halbzeit das -spiel offen halten, dann war jedoch chr Pulver verschos­sen. Wie erwartet, konnte Harbach aus Flensungen beide Punkte mitnehmen; die Gastgeber hatten nur zehn Mann zur Stelle. Heuchelheim hatte die Mannschaft verstärkt, aber trotzdem mären hie Gaste überlegen und sicherten sich beide Punkte. Staufen­berg trat mit nur zehn Mann in Londorf an und

mußte eine deutliche Niederlage einstecken. Im Ge­sellschaftsspiel gelang es Göbelnrod, knapp die Oberhand über die stark abgefallenen Queckborner zu behalten. Daubringen lieferte ebenfalls in Treis ein Gesellschaftsspiel und mußte, mit nur neun Mann spielend, den Platzherren den Sieg über­lassen.

SA. I. Mannschaft VfR. Lich I. 0:5 (0:3).

Anschließend zeigten die I. Mannschaft der SA.- Kampfspielgemeinschaft und die I. Mannschaft des VfR. Lich chr Können. Das Spiel war reich an interessanten Kampfmomenten. Bereits zu Anfang fetzte ein scharfes Tempo ein. Beide Mannschaften kämpften verbissen um die Führung, die die Licher auch in der zchnten Minute durch einen schönen Weitschuß errangen. Die Verteidigung der SA.- Mannschaft leistete nicht das, was man sonst von ihr zu sehen gewohnt war. Ihr fehlte die Schlag­kraft. In der 18. Minute gelang ein Durchbruch der Sicher. 2:0 ! Noch einmal sollte in der ersten Halbzeit die Mannschaft des VfR. Lich siegreich sein. Durch gute Vorlage des Rechtsaußen konnte mit einem 3:0- Ergebnis in die Halbzeit gegangen wer­den. Ein Spieler der SA.-Kampfspielgemeinschaft mußte infolge Verletzung für die zweite Halbzeit ausscheiden. Nachdem bei der SA. in der Ver­teidigung eine Aenderung vorgenommen wurde, kam das Spiel mehr in die Mitte des Feldes. Gefährliche Augenblicke vor dem Tor der Licher konnten aber stets von deren Verteidigung geklärt werden. Im Sturm der SA.-Mannschaft vermißte man die Entschlußkraft zum Schießen. Durch ein Eigentor wurde der Stand auf 4:0 gebracht. Die SA. bemühte sich nun um das Ehrentor. Es blieb ihnen aber durch die hervorragenden Leistungen des Licher Tormannes leider versagt. Mit 5:0 Toren endete das Spiel für Lich.

SA. II. Mannschaft DfB.-R. III. Mannschaft 2:7.

Gestern mittag standen sich die II. Mannschaft der SA.-Kampfspielgemeinschaft und die III. des VfB.-R.

»FC.Teuionia^ Watzenborn-Steinberg

Frohnhausen I Steinberg I 1:1 (1:0).

Der SpitzenreiterTeutonia" mußte seinen ersten Punkt einbüßen. Frohnhausen stellte eine gefähr­liche Mannschaft ins Feld. Jeder einzelne Spieler war von einem bewundernswerten Kampfgeist be­seelt. Hauptsächlich in der ersten Hälfte hatte die Hintermannschaft der Teutonen bange Minuten zu überstehen. Die Teutonen spielten nicht das ge­wohnte Spiel. Vornehmlich im Sturm konnte man immer wieder Schwächen feststellen. Dem Schieds­richter Zitzer (Gießen) stellten sich die Teutonen in stärkster Aufstellung, also mit: Happel, Fett, Jung, Fritsche, Hederich, H. Schmandt, Buß, Haas, Schmitt, Däublin. Lang. e

.Steinberg spielte zuerst bergauf und Frohnhausen nutzte diese Gelegenheit aus, um die Teutonen-Ab­wehr. zu überrennen. Es gelang aber nicht. Unge­heuer schnell war das Spiel und mit langen Steil­vorlagen wurden immer wieder die Außen einge­setzt. Steinberg kam nicht richtig in Schwung, Däub­lin besaß nicht die Uebersicht, die man sonst von ihm gewohnt ist. Lediglich Schmitt war in gewohn­ter Form. Mit seiner schnellen und wuchtigen Spiel­weise schuf er brenzliche Momente vor des Gegners Tor. Einmal umspielte er die gesamte Abwehr und den Tormann, war dann aber dock den Bruchteil einer Sekunde zu spät, so daß der Verteidiger noch klären konnte. Auf der Gegenseite hatte Frohnhausen mehr Glück. Der Halblinke erreichte 16 Meter vor dem Tor das Leder und gegen seinen Bombenschuß war Happel machtlos. Angefeuert durch diesen Er­folg drängten die Platzbesitzer mit allen Mitteln

können.

Licherßätilia" auf Sängerfahrt.

) Lich, 7. Nov. Aus Anlaß der 75-Jahrfeier des befreundeten GesangvereinsLieder­tafel" Marburg weilte am Samstag und Sonntag der GesangvereinCäcilia" Lich in Marburg. Bei der Feier übermittelte der Ver­einsführer derCäcilia" dem Jubelverein die herz­lichsten Glückwünsche seines Vereins und überreichte gleichzeitig ein Bild, das den Chor des Vereins dar­stellt. Ferner ernannte Vereinsführer K. Lotz den Vereinsführer derLiedertafel" Marburg, August Garde, zum Ehrenmitglied der .Cäcilia". Nach der offiziellen Jubiläumsfeier wurde noch manche Stunde in kameradschaftlichem Beisammensein ver­bracht. Der Sonntag vereinigte die Sänger im Zei­chen des deutschen Liedes, wobei die alte Freund­schaft zwischen beiden Vereinen erneut bekräftigt wurde.

Allerheiligenmarkt in Hungen.

3 Hungen, 7. Noo. Der diesjährige Aller­heil i g e n ma r kt, der ein Lokalfeiertag für un­sere Stadt ist, wurde leider durch den Ausfall des Schweine- und Sckafmarktes, der sich infolge der Maul- und Klauenseuche in der Umgegend notwen­dig erwies, nicht unwesentlich beeinträchtigt, so daß er sich auf den Krämerkarkt beschränken mußte. Die- fer war auch in diesem Jahre, obwohl zu gleicher Zeit in Ortenberg der sog. Kalte Markt stattfand, gut beschickt und besucht, so daß namentlich die Be­sitzer der Verkaufsstände recht zufrieden waren.

Feuerwehrtag in Srünberg.

'4- Grünberg, 7.Nov. Der gestrige Sonntag stand hier im Zeichen der Feuerwehr. Am Nachmittag fand auf dem Sportplatz em Fuß- und Geräteexerzieren statt, anschließend ein Brandan­griff der Feuerwehr auf dem Marktplatz. Neben der Freiwilligen Feuerwehr war auch die Pflichtfeuer- wehr angetreten. Da die Vorführungen als Lehr- übungen gedacht waren, hatten sich die Wehrletter und weitere Feuerwehrmänner, ebenso auch die Bürgermeister der zum Feuerwehrbezirk gehörenden Orte eingefunden. Der Abend brachte einen gut be­suchten Kameradschafts abend in der Turnhalle. An­sprachen des Wehrleiters, Hauptbrandmeister Haas, des Ortsgruppenleiters Schütz, des Bürgermeisters Krämer, sowie mehrere Schmalfilme, die über die Tätigkeit der Feuerwehr unterrichteten, ferner Musikvorträge der Feuerwehrkapelle füllten den Abend aus, der mit "Tanz abschloß.

Landkreis Gießen.

* Heuchelheim, 7. Nov. Die Krie g e r - kameradschaft hatte am Samstag chre Mit­glieder und deren Frauen zum diesjährigen Kam^ radschaftsabend imTreppchen" eingeladen. Nach der Begrüßung durch Kameradschaftsführer Dr. Reidt gedachte er des Führers, der unser Groh- deutschland geschaffen hat, und führte dann tm Lichtbildervortrag durch das wieder zum Reich heimgekehrte Oesterreich, wobei ihn Kamerad Franz Sack aufs beste unterstützte. Der Vortrag wurde mil großem Beifall ausgenommen. Gute Musik, Volkslieder, Tanz usw. hielten die Kameraden bis in die frühen Morgenstunden beisammen.

8 Alten-Buseck, 7. Nov. Hier begann ein Kursus in Krankenpflege, her von her NS-- Frauenschaft durchgeführt wird. Die Leitung übernahm eine Gießener NS.-Schwester. Der Kur­sus dauert einen Monat und verteilt sich auf drei Abende jeder Woche. Die Zahl der Teilnehmer be­lauft sich auf 30 Frauen und Mädchen, die den lehr­reichen Ausführungen und den praktischen Vorfüh­rungen der Schwester mit größtem Interesse folgen.

^8- Großen-Buseck, 7. Nop. Die hiesige Ortsbauernschaft hirlt imKühlen Grund

S ammlung ab, die Einblick in die Tätigkeit öer Reichs-Bodenschätzungskommission gab. Nach

Konzert in Lollar.

3 L o l l a r, 7. Nov. Die hiesige Sängerver­einigung veranstaltete am gestrigen Sonntag­abend im SaalbauZur Linde" ihr diesjähriges Winterkonzert.

Die Auswahl der Darbietungen zeugte von gutem Geschmack und gab unter her Stabführung von Chormeister Heinrich Meyer (Wieseck) den San- gern Gelegenheit, ihre Fähigkeiten voll zu ent­wickeln Der Chor ,Hoch empor" von Curti stellte hohe Slnforherungen an die Sängerschaft, die aus- aezeichnete Schulung des Vereins brachte aber eine Leistung zustande, die bei den Besuchern stärkste Aufmerksamkeit fand. DieHymne" undDank- choral" aus her großen KantateHeiliges Vater­land" kam mit Orchesterbegleitung in schönster Zu­sammenarbeit aller Mitwirkenden zu einwandfreiem Vortrag. (Die KantateHelliges Vaterland" von Franz Philipp wurde bei dem Gausängerfest in die­sem Jahr in Gießen zur Aufführung gebracht.) Daß die Volkslieder nicht zu kurz kamen, verficht sich von selbst. Auch hierin stellt sich die Sänaerver- einiflung in der Pflege des Liedgutes ein schönes Zeugnis aus. Entsprechend dem Bestreben des Ver­eins, den Chorgesang immer mehr zu vervollkomm­nen,'wurde auch diesmal, wie immer, die Vortrags- folge mit einer geschlossenen Zusammenfassung aller am Konzert beteiligten Kräfte beendet. DieMühle im Schwarzwald" von Eilenberg undFrei weg" von Satan, beides mit Orchesterbegleitung, zeigten schönes Jneinanderfügen der Instrumente mit den Gesangsstimmen. Chorleiter Meyer und seine Sängervereinigung dürfen auf ihre Lei­stungen mit Recht stolz sein.

Die instrumentale Mitwirkung hatte das Mustk- korps des JR. 116 mit einem gutbesetzten Streich­orchester übernommen. Die Leitung dieses Or­chesters hatte für den durch Erkrankung verbinder- ten Musikmeister Wohlfarth Feldwebel Ochse. In bekannter Vollendung vorgetragene Werke von Ros­sini, Strauß, Lehar u. a. riefen dankbaren Beifall hervor. Das Orchester mußte, ebenso wie her Män- nerchor, sich zu wieherholten Zuaabeiv entschließen.

Als Solist bot Unteroffizier Lang mit einem Konzertlied für Klarinette einen besonderen Genuß.

DerSängervereinigung" gebührt volle Anerken­nung, daß sie einen derartigen Musikgenuß unseren Mitbürgern ermöglichte. Es ist zu hoffen, daß nach dem nächsten öffentlichen Auftreten des Vereins, dem durch das bereits gemeldete Hinzukommen des Turn- und Gesangvereins neue Kräfte zugeführt werden, ein weiterer Aufstieg erreicht wird. Durch die Uebernahme des Frauenchors des letzteren Ver­eins ist ebenfalls eine Bereicherung für den Chor­gesang erfolgt. So ausgestattet wird dieSanger- oereinigung" im kommenden Jahre, wenn sie ihr 20jähriges Bestehen begeht, der Öffentlichkeit wie­derum ein gutes Zeugnis ihres Fleißes vorlegen