Einzelbild herunterladen

?=hich«rte öhlbefinden

ER ® Bihnhol *nkasse!

? ®ut. LK

NX'* s*3' K "blt Stirn " **» «us. n9, »«rblii, Spruch di, - «r 31Qhlt '* «Wau. 'fefin, »j, rtonnef in r »du iv, N. ben l ulbeerblätti

d f,w«. m? ü!:"Ä ?'.S

!n, bie einen nebmen, eine er- durch zwei getrieben, sehr wird bei Kunstseide gepreßt, um, roen verspon- °n Kunstseide jährlich 8900 30 folgte die« Mite fünft.

:t Beugung von 12000 Tonnen begann, blieb

off aus bet em Kriege i? Irunbloge eine der Olatu. str Lebewesei der im Lodn ) ben Wurzel: i. Der men/chr nt, bas/clbe ju i es redjtjeitig igiger Prar,^ ib der Dcx'uet t yxuä)tbaiteif tapern es r mit seinen w ioffbüngemiW

ürkicher orgtnt1 i moderner ch Stoffe gewisse! olchen Äirfordi ür ihre Zweit! chlanb erzeug! iber Notur/uut'

teil von Del' heften laßt n. Dir finden ma über deut' ot Dr. Ludwig ier. wie Runfr s mit farbiger, ilturgefchichu'ot die Mnchene! sze deutsche Pla> Abhandlung^ utr MonenaM mtnifse über do

verm'tte/t

r5 Profest'or T>t Et -r W nbW tiP«* A. iitrt! und tun M- W r Un'»» it°tr loritM Mt 5ä xSÄ

Die 5iefler1 it«**

t WSje?M

m Öe-nriiN » Du« r°Lip d-m E 11«» "ff «'!"

W,5icr* »ft#* £,*Ä

3aPan6 nap^ ®eb,rJtc3^

6n-

detendeutschen bis heute zu leiden hatten.

dem Maße aufweist. r..

Bei alledem handelt es sich erst um Anfänge einer Entwicklung, der noch unbegrenzte Möglich­keiten offenstehen. Sicher wird der große englische Chemiker Sir William Ramsay mit dem Aus­spruch recht behalten:Das Land und dos Volk, das den andern in der Chemie überlegen ist, wird auch dos erste an Reichtum und allgemeinem Wohl­stand sein."

In die Lücke, die nach der Auflösung der natio­nalen Parteien entstand, trat ein neuer Mann, Konrad Henlein. Er war Frontsoldat ge­wesen, nach dem Kriege suchte er sein Brot als Bankbeamter, daneben widmete er seine Kraft der deutschen Turnerei. Männer wie die Abgeordneten Rosche, Frank und K u n d t standen Henlein opferwillig zur Seite. Mit dem Blute vieler deut­scher Kämpfer ist die letzte Etappe des deutschen Leidensweges getränkt. Aber der Gemeinschaftsgeist und die Einsatzbereitschaft der Millionen führten unter demTurnlehrer von Asch", wie die Gegner Henlein höhnisch nannten, ganz zwangsläufig zur nationalsozialistischen Gesinnung. Als die Rede des

Die Synthese, eingekerkert worden. So blieb ihm nur der Weg ',v,x ins Reich, um hier für seine Brüder weiterzuwer­ben. Er lebt als ^-Oberführer in Berlin und darf nun den Tag des Sieges sehen, den er mit herauf­geführt hat. Hans Krebs ist in Iglau geboren, der alten Bergstadt in der südböhmischen Sprach- lnsel. Nach dem Kriege, an dem er tapferen An­teil nahm, führte ihn der Weg in die politische Bewegung zurück, an der er schon vorher teil­genommen hatte. Aber auch er mußte aus der tschechischen Republik fliehen, die für freie Männer nur noch Kerkermauern übrig hatte. Als Pressechef des Reichsministers Dr. Frick trat er in dos poli­tische Leben des Dritten Reiches. Der Führer er» nannte ihn zum Gauleiter, er übertrug ihm die Betreuung der fudetendeutschen Flüchtlinge in den letzten ereignisvollen Wochen.

Der böhmisch-mährische Raum

Von Or. Paul Rohrbach.

Vorkämpfer der Freiheit

Die Stunde der Befreiung für das Sudeten- deutschtum läßt uns in Dankbarkeit der Männer gedenken, die als Vorläufer und Vorkämpfer des Anschlußgedankens ihrem Volke ein Beispiel gaben. Solange Böhmen ein Bestandteil des österreichischen Staates war, hat sein Deutschtum diesen Staat trotz vieler Opfer treu verteidigt. Nach 1866 aber geriet die Habsburger Monarchie immer mehr in ein Fahrwasser, daß die nichtdeutschen Völker zu be­vorzugen suchte, weil man glaubte, in ihnen beque­mere Untertanen heranzuziehen, als es ein freiheits- bewußtes Deutschtum war. Das Ministerium T a a f e (1879 bis 1893) erfand die kraftlose Parole, daß man weiterwursteln müsse und kam den Tsche- chen im Kronlande weitgehend entgegen. Graf B a - deni (1895 bis 1897) trieb diese Politik weiter und forderte erstmals den geschlossenen Widerstand der deutschen Parteien heraus. Hier waren es Wolf und Schönerer, die mit Mut und Be­geisterung den großdeutschen Gedanken verfochten. Gesrg Ritter von Schönerer war der erste offene antisemitische Dolksführer in der alten Monarchie.

In der Zeit des Verfalls der nationalen Be­wegung Oesterreichs waren es die deutschen Schutzvereine, die den Kampf um das Volks- bewckßtsein nicht aufgaben. Einer ihrer größten und felbstlosesten Führer war der Arzt Josef Titta aus der Gegend von Leitmeritz. Seine Arbeit galt der Ausgabe, das Vordringen der Tschechen gegen das deutsche Siedlungsgebiet aufzuhalten. Zu die» fern Zweck gründete er ein Netz von Oraanisationen, die imDeutschen Volksrat" für Böhmen ihre Spitze erhielten. Der Zusammenbruch von 1918 ver­nichtete auch sein Werk, er starb 1923. Träger bester sudetendeutscher Tradition ist Rudolf Rit­ter von Lodgman in Auen, ein Verwal- tungsjurift, der an der Spitze der deutschen Ge­meinden des Böhmerlandes stand. Zusammen mit Hans Knirsch vertrat er schon im österreichischen Reichsrat die Forderung der Zweiteilung Böhmens auf Grund der volklichen Zusammensetzung. Nach dem Ende des Krieges beriefen ihn die Deutschen zumLandeshauptmann von Deutschböhmen". Er hat den Kampf gegen das Diktat von St. Ger­main mit Geschick und Tapferkeit geführt, aber ohne Waffen mußten die Sudetendeutschen unterliegen. Dann verfocht Lodgman ihre Forderungen im Pra­ger Parlament, als Führer der Deutschen National­partei. Er sprach dort das berühmteNiemals" am 1. Juni 1920. In Böhmen war 1909 dieDeutsche Arbeiterpartei" gegründet worden. Jung, Knirsch und Krebs waren ihre Führer. Noch der Auflösung des alten Staates nannte sie sich Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei in den Sudetenländern". Sie hat sich später der großen reichsdeutschen Bewegung Adolf Hitlers unterstellt und bis zur Auflösung der nationalen deutschen Parteien in der Tschecho-Slvwakei am 4. Oktober 1933 bestanden.

Das BuchEin Sudetendeutscher ergibt sich nicht", das Hans Christoph K a e r g e I im Korn-Ver­lag in Breslau soeben herausgibt, zeigt uns noch einmal deutlich den Weg her Nationalsozialisten in Böhmen und Mähren. Der Kampf um das Volks- tum mußte für die Deutschen verloren gehe- wenn nicht auch die Arbeiterschaft bis zum letzten guten Manne dafür gewonnen wurde. Daher be» kannten sich die jungen Führer des Deutschtums zum Sozialismus als dem Ausdruck höchster völ- kischer Solidarität. Hans Knirsch stammte selbst aus dem Arbeiterstande, als ein Mann voll Ge­rechtigkeit und Kampfesmut war er ein echter Der- tre südetendeutscher Art. Als die heimatliche natio- nalsozialistische Partei ihre Tore schließen mußte, ist er durch den Tod vom Kampfplatz abgerufen worden. Ing. Rudolf Jung war Eisenbahner und einer der erfolgreichsten Organisatoren der Be-

Führers Adolf Hitler in Nürnberg die entscheidende Phase des Frerheitskampfes einleitete, da flogen ?;anz von selber die Hakenkreuzfahnen aus Fen- tern und Dachluken zum stolzen Bekenntnis. Der Weg von der Dolkstumsarbeit zur geeinten Nation, von der Diskussion zur Tot war durchschritten.

Außer dem oben genannten Buch sind noch eine Anzahl weiterer Neuerscheinungen über die Tsche. chei und die Sudetenfrage zur ergänzenden Lek­türe zu empfehlen. Wir verweisen beispielsweise auf die BroschüreB e n e s ch, Stalin und Co., der Weg eines Auch-Staates", Brunnen-Verlag, Berlin, ferner auf das im Auftrag der Anti-Komintern von Karl D i e tz im Nibelungen-Verlag, Berlin, heraus- aeaebene Rotbuch über die Bolfchewisierung der Secho-SlowakeiVerrat an Europ a", dos erordentlich aufschlußreiches Material in Bild und Tert beibringt, schließlich auf die sehr gründ- liche Schrift von Paul S i e b e r tz :D i e tsche- chische Gefahr (I. F. Lehmanns Verlag, Mün- chen, Preis geh. 3,80 RM). Siedertz' Feststellungen befassen sich weniger damit, was heute in der Tschecho-Slowakei vor sich geht, sondern untersuchen um so eindringlicher, warum es so wurde. Sie- bertz räumt mit der vor rund 1OO Jahren von den Tschechen ersonnenen Behauptung auf, die Landgebiete Böhmens und Mährens wärenseit Urbeginn von Tschechen besiedelt" gewesen und Deutsche seien erst im 12. Jahrhundertals Kolonisten" in diese Län­der gerufen worden. Don den blutigen Vernich-

So erzählt es der fränkische Geschichtsschreiber Fredegar, der um die Mitte des 7. Jahrhunderts feineGeschichte der Franken" schrieb. Fredegar sagt ausdrücklich, die Slawen in Böhmen müßten für die Avaren kämpfen und des Winters kämen diese nach Böhmen, schliefen bei den Frauen der Slawen und fügten ihnen auch sonstige Unbill zu! Auf die Beimischung mongolischen Bluts geht vermutlich auch ein bei den Nachkom­men dieser Slawen, den heutigen Tschechen, nicht selten zu beobachtender Gesichtsschnitt zurück. Ibn Iakub, der im 9. Jahrhundert in arabischer Sprache einen Bericht über seine Reise durch die damaligen europäischen Slawenländer schrieb, be­merkt, es sei auffallend, daß die Slawen in Böh­men im Unterschied von allen anderen Slawen­stammen nicht blond, sondern schwarz seien.

Die Slawensiedlung in Böhmen und ebenso in Mähren nahm naturgemäß das freie Land im In­nern her beiden Gebiete ein, während das dicht be» waldete, regenreiche Dorgelände der umgebenden Gebirge zunächst ebenso menschenarm blieb wie vorher. Hier mögen sich germanische Reste ge­halten haben, so im Egerland und vielleicht auch in der Jglauer Sprachinsel. Die Hauptmasse des heutigen Sudetendeutschtums geht jedoch auf die Besiedlung der von den Slawen nicht in Besitz genommenen Waldgebiete zurück. Noch heute sitzen die Tschechen in den besten, fruchtbarsten Innen­gebieten von Böhmen und Mähren, wo der Acker- bau einen Stand erreicht hat wie nur in wenigen, Ländern Europas. Dagegen ist der deutsche Boden- fast durchweg mageres, erst durch jahrhundertelange Arbeit kultiviertes Land. Dies ist auch die Ur­sache davon, daß die Industrie Böhmens sich in den Randgebieten angesiedelt hat, wo die Be­völkerung nicht genug fruchtbaren Boden besaß, um vom Ackerbau zu leben. Die erste Industrie war die Glasbläserei inmitten der Waldmassen der nördlichen Gebirgsumrahmung, die reichlich das nötige Holz lieferten. Die ursprünglichen Glasbläser haben auch die Weltindustrie der Gablonzer Glas­waren geschaffen. Gablonzer Glasschmuck trifft man in Indien, in der Sahara, in der südamerikanischen Pampa, am Kongo.

Später entwickelte sich die R e i ch e n b e r q e r Industrie. Zuerst wurden in Reichenberg woüene Webwaren erzeugt. Die Reichenberger Messe ist die größte Tuchmesse Mitteleuropas. Es folgen Maschinen-, Klavier- und andere Fabri­ken.. Auch das graphische Gewerbe in Reichenberg ist ganz von Siäetendeutschen geschaffen. Die Tex­tilindustrie in den deutschen Gebieten Nordbohmens, Nordmährens und des einstigen Oesterreichisch- Schlesien wurde schon zur Zeit des Habsburger Staats von deutschen Unternehmern gegründet und ist großenteils aus der Handweberei deutscher Ge­birgsbauern entstanden. Kein Stück des deutschen Gebietes, nicht einmal das am meisten begünstigte Egerland, kann mit dem üppigen Zuckerrübenbau im Innern von Böhmen verglichen werden. Dort sitzt Kern und Kraft des Tschechentums und mit diesem Besitz kann es zufrieden sein.

schuk undBuna" sind chemisch nicht dieselben I wegung. Seine programmatischen Schriften über Stoffe, so sehr sie in vielen ihrer physikalischen, den Nationalsozialismus haben einen wichtigen Eigenschaften sich gleichen. Während der Baustoff Platz in der Literatur. Wie so viele seiner Kamera- des Naturkautschuks dasIsopren" ist, ist der Haupt- den ist auch er von den Tschechen verfolgt und baustoff des Buna dasButadien". Die Synthese ----* - .....-

des Butadiens geht von den Rohstoffen Kohle und.

Kalk aus und erfolgt in einem mehrstufigen Ver­fahren. Die Zusammenlagerung (Polymeration) des Butadiens, eines bei Zimmertemperatur gasförmi­gen Stoffes, zu langen Kettenmolekülen, d. h. die Herstellung des synthetischen Rohkautschuks, erfolgt dann nach verschiedenen Arbeitsverfahren, die sich danach richten, durch welche besonderen Eigenschaf­ten sich das Endprodukt auszeichnen soll, wie sie natürlicher Kautschuk nicht oder nicht hi ausreichen-

tungsfeldzügen der Ziska und Prokop gegen das Deutschtum führt eine gerade Linie zu den Aus­brüchen ungehemmten Hasses, unter dem die

Zum tieferen Verständnis der Geschichte Böh­mens und Mährens gehört ein Blick auf die Re­genkarte von Mitteleuropa. Sowohl Böhmen als auch Mähren sind ringsum von Anschwellungen des Bodens, meist wirklichen Gebirgen, umgeben. Die Gebirge fangen einen Teil des Regens ab und die im sogenannten Regenschatten liegenden Gebiete empfangen eine geringere Regenmenge. Das Erz­gebirge, der Böhmerwald, die Sudeten und die zwischen Böhmen und Mähren liegende Boden- schwelle haben 75 bis 100 Zentimeter jährlichen Regenfalls, während das Innere des Böhmischen Kessels in Mähren liegen die Derhältnisie ähn­lich nur halb soviel Niederschläge, bis zu 50 Zentimeter Iahreshöhe, erhält. Die Folge eines solchen relativen Trockenklimas ist Spärlichkeit des natürlichen Waldwuchses, während die Nieder­schläge für Ackerbau noch genügen.

Waldfreies Land mit gutem Ackerboden, wie ihn Böhmen und Mähren reichlich besitzen, wurde schon in vorgeschichtlicher Zeit von Landbau treibenden Völkern aufgesucht. Die Mühe des Bodens haben die Menschen sich erst von da an gegeben, wo kein freies Land mehr zu finden war, oder wo sie es im Besitz stärkerer, Stämme fanden. Böhmen war ursprünglich von einem keltischen Stamm, den B o« fern, bewohnt; daher nannten es die germani­schen Nachbarn das Bojoheim, woraus Böheim und Böhmen geworden ist. Die Bojer wichen einem Germanenvolk, den Markomannen, während Mähren von den gleichfalls germanischen Quaden eingenommen wurde. Gegen die Angriffe der Mar­komannen und Quaben auf die römischen Grenzen mußte der Kaiser Marcus Aurelius einen langen und schweren Abwehrkrieg führen. Bekannt ist die Erzählung, der Kaiser habe Löwen kommen lassen, um die Germanen in Furcht zu versetzen, diese aber, die noch nie Löwen gesehen hatten, sollen sie für große Hunde gehalten und mit Keulen totge- schlagen haben.

Die Quaden, die zu den Sueven gehörten, zogen während der Völkerwanderung mit den ihnen benachbarten schlesischen Pandalen ab und grün­deten sich eine Herrschaft in Spanien, die späterhin mit der westgotischen verschmolz. Auch die Mar­komannen verließen Böhmen und ließen sich im bayerischen Alpenvorland nieder. Da sie aus dem Bojerlande kamen, wurden sie die Bojoaren oder Bajuvaren genannt. Daß sie ein so frucht­bares und wertvolles Land wie Böhmen aufgaben, wird sich am ehesten dadurch erklären, daß sie von anderen Ankömmlingen verdrängt wurden, und dies können nur die Avaren gewesen fein, die im 6. Jahrhundert n. Chr. als Vorläufer der Ungarn an der Donau erschienen. Gleich den Hunnen und Ungarn waren auch die Avaren ein Reiter- volk und darum in dem waldlosen offenen Lande selbst der Tapferkeit germanischer Fußkämpfer über­legen. Die Avaren haben jedoch Böhmen und Mäh­ren nicht unmittelbar eingenommen. Sie behielten ihren Hauptsitz in der ungarischen Pußta und ließen es zu, daß nach Böhmen sich slawische Stämme hineinschoben. Bei diesen, die Acker­bauer waren, pflegten sie sich einzulagern

polens Fahne Wer Tesche».

Von unserem *K H -Korrespondenten

Teschen, Oktober 1938.

Auf dem ehemals tschechischen Bahnhof von Te« scheu weht im frischen Herbftwind d i e polnische Flagge. Auf den Geleisen stehen lange Züge, deren Wagen mit Soldaten vollgestopft sind. Wir passieren eine Reihe von schwer bewaff­neten Posten, um zu dem polnischen Obersten vor- zu bringen, der die Presse betreut. Er wohnt mit seinem Stabe in den Wagen, in denen Schreib­maschinen klappern. Endlich haben wir unseren Ausweis in in Händen, der uns imÄriegsgebiet" dort freies Geleit gewährt, wo bereits das polnische Heer seine Zelte aufgeschlagen hat. Während wir durch den Bahnhof gehen, treffen neue Militärzüge, von jenseits der Olsa kommend, ein. Langsam rollen die Züge an, fahren über die von Doppelposten be» wachte ehemalige Grenzbrücke, neue Kolonnen grü­ner Soldaten strömen auf den Bahnhof, der einem Heerlager gleicht. Einsam und fast gleichgültig sitzt vor der Gastwirtschaft ein tschechischer Offizier von der Derhandlungsdelegation. Neugierig mustern chn die Blicke der Soldaten. Dor wenigen Tagen hatten die Tschechen noch in den Betonbunkern a«i der Olsa gelegen, heute ist die tschechische Armee auf dem Rückzug begriffen.

Wahrend uns ein Einheimischer von der tschechi­schen Räumung erzählt, borniert ein polnisches Kampfgeschwader über die frühere polnisch-tschechische Grenze und nimmt Richtung nach dem Westen. Auf den Straßen herrscht ein lebhaftes Treiben. Ordon­nanzen in voller Ausrüstung flitzen nach allen Ge­genden, auf Kampfwagen, Motorrädern und auf requirierten Autos. Schwierigkeiten bereitet die in der Tscheche! bisher noch übliche Linksfahrordnung, während dis Polen auf der rechten Seite fahren. Es gibt noch immer gefährliche Szenen, wenn sich ein Links- und ein Rechtsfahrer begegnen. Auch die Fußgänger bedürfen immer noch der Zurechtweisung durch die polnischen Polizisten, die seit dem 2. Ok­tober in benn Neuland Polens Dienst tun.

Einen einzigen Tag hindurch war Teschen ohne Polizei, als die Tschechen abgezogen waren und nichts hinterließen, als einen Haufen beschlagnahm­ter Gegenstände, darunter etwa 1400 Rundfunk­geräte. Sofort bildeten die ansässigen Polen und Deutschen eine Bürgerwehr, die ausgezeich­net funktionierte. Mit dem Einmarsch der polnischen Truppen war die kurze Zeit desFreistaates Te­schen" vorüber. Schon amtiert eine polnische P ost, die von den Tschechen zerstörte Fernsprech­verbindung mürbe rasch hergestellt, und in ben Ta- bakverkaufsstellen bekommt man schon polnische Zi­garetten. Und wie rasch verändert sich das Bild der Stadt. Eine große Zahl der Tschechen hat Teschen, das durch die Grenzziehung 1920 in zwei Hälften geschnitten war, verlassen. Uebrig blieben die Deutschen und die Polen. Noch bei ben letzten Ge­meind ewahlen im Sommer konnten die Tschechen in ber Stadt Teschen 10 Mandate besetzen, während die Deutschen 19 Sitze und die Polen 3 (von insge­samt 34 Stadtverordneten) erreichten. Künftig wird die Zahl der tschechischen Sitze wohl um mindestens die Hälfte, wenn nicht um mehr sinken, die ber Do­len infolge des Zuwachses von Osten steigen. (Die Volkstumszahlen im gesamten Teschener Gebiet nach der österreichischen Statistik von 1910 sind: 340 000 Einwohner, davon 235 000 Polen, 115 000 Tschechen, 80 000 Deutsche. D. Schristltg.)

Die tschechischen Staatssymbole sind verschwunden; eben noch meißelt ein Arbeiter den böhmischen Lö­wen von dem Hauptporteil des Postamtes herunter. Die Hauptstraße, berSachsenweg", wurde in 93!b sudskistraße umbenannt. Die bisher tschechisch-deutsch- polnischen Straßentafeln machen einsprachia polni­schen Platz. Die Firmenschilder sind teilweise schon übermalt, aus einem Alexander wird ein Aleksander, aus einem Karl ein Karol. Was tschechisch isi an Aufschriften wird bereits am ersten Tage vollkom­men ausgemerzt. Nun rückt die äußerliche Ein­sprachigkeit langsam von der Stadt Teschen in das Land gegen Freistadt nach Norden und Trznnietz nach Süden vor. In ben Kafteeliäusern nennt der Kellner den Preis noch in Tschechenkronen und di­vidiert durch fünf, um den Zlotypreis zu erhalten. Hier ist die Krone nicht entwertet, während sie in ber Zeit des Interregnums rapib gefallen war, man bot schon 20 und mehr Tschechenkronen für einen Zloty.

Am Bürgersteig stehen deutsche Iungtur- n e r und mustern das soldatische Leben, das sich vor ihnen abspielt. Dort drüben marschieren pol­nische Pfadfinder, ernst und gemessen, sie werden heute noch einen im Kampf um dieses Länd­chen gefallenen Kameraden beerdigen. Wir bitten einen älteren Herrn um Auskunft. Er antwortet uns deutsch. Wir kommen ins Gespräch und erfahren erst, welch tiefgreifende Deränderunaen ein Wechsel der Staatsgewalt mit sich bringt.Ich habe einen Bruder", so sagt er,der nach Weißkirchen zustän­dig ist, und mein Onkel wohnt in Freudenthal. Der Bruder bleibt nun Angehöriger des tschechischen

Pckg RM 0.30 u. 135, Ktnpck 4 - in Apotheken u Drogenen

QiÄitkqeljait

aber In Wahrheit waren bessere Ner­ven die Rettung. Die moderne Zeit verlangt unbedingt Nerven und Ner­venpflege. Nehmen Sie regelmäßig

I * 9* mit Lezithin

für Herz und Nerven

M-MlWeii

zur Selbstanfertigung aller Art Kleidung

erhalten Sie 6325D

Goethestratze31I.

Ramsvech & Schnell

Großhandlung

Frankfurt/Main 17, Elbestr. 82 Gegründet 1894 Ruf 81682 Ständig große« Lager in Büro- und Schulartikeln

Beine Lederwaren: Börsen, Tre­sors, Schüleretuis, Brieftaschen, Schulranzen und dergl.

Bohner-Fabrikate: Mund- und Handharmonikas

Gummibälle, Gummi- und Zellu­loidpuppen, Kinderfahnen, Gir­landen usw

Toilette-Artikel: Frisier- und Taschenkämme, Rasierspiegel, Rasierseifen,Rasierklingen,Mou- son-Fabrikate

Bilderrahmen aus Holz und Glas Wandspiegel

Kordel und Bindfaden auch an Großverbraucher

Alles nur in ersten Marken und Qualitäten

Verkauf nur an Handlungen. Bei guter Empfehlung 90 Tage Ziel

Wasserdichte Dächer,

erzielt man unter Garantie durch die seit über zwölf Jahren bewährte, kalt aufstreichb. Bedachungsmasse

IPAXIRAVTIECT

Dächer, Mauern und Behälter aus Blech, Beton oder Pappe, sowie Fugen, Löcher und alte Dächer werden durem einfaches Aufträgen vonParatect" vollkom­men wasserdicht gemacht und bleiben dadurch gegen schädliche Einwirkung v. Wasser, Feuchtigkeit u. Ver­witterung dauerhaft geschützt. Wir allein schon leisten jahrelange Garantie

Verwenden Sie deshalbParatect. Sie werden in jeder Weise zufrieden sein. Kostenlose Aufklärungs­schrift T 24 von Augast Degenhardt, Frank­furt a. M., Schieidenstraße 17, Ruf 58209, oder direkt vonParatect. Boredorf/Leipzig.smV

Biber in Deutschland

Don Professor Dr. Gustav Hinze

75 Seiten mit 9 Textabbildungen und 62 Abbildungen auf Kunstdrucktafeln nach Natururkundeu des deutschen Dibervat«»

Amtmann Vehr

Herausgegeben von der RetchLftev« für Naturschutz, Serlht

In Leinen gebunden 91 DL 3,00

Wie Wisent und Elch, so gehört auch der Biber zu jenen Tierarten die einst in Deutschlands Gauen weit verbreitet waren, aber durch ~ bas unnachsichtige Eingreifen des Menschen mehr und mehr der 2 Vernichtung anheimfielen. Es gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben aller Freunde unserer heimischen Tierwelt, diese» seltsam« Nagetier vor rem Ausfterben zu schützen und die wenigen in Deutsch­land noch vorhandenen Biber zu erhalten und zu hegen. Ein hervor- ragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen und herrlichen Natururkunden ein anschauliche» Lebensbild vom deutschen Biber, Hugo Bermühler Verlag,Berlin-Lichtersel-e

BOHNEN

GARANTIERT COFFEIN FREI

[KAFFEE] HAG J

KAFFEE HAG

ü*vwkMe*s

KAFFEE HAG die Weltmarke, das Päckchen 73 Pfff.

SANKA KAFFEE (das billige Hag-Erzeugnis) 50 Pfff.