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2. A. Klotz, 105,5 Punkte (32,45 Meter, 5,52 Meter. 12,58 Meter). Mittelgewicht: 1. H. Noel, ler, 73 Punkte (24,88 Meter, 6,46 Meter, 10,68 Meter), 2. L. Wagenpfeil, 61,5 Punkte (22,71 Meter, 6,32 Meter, 10,40 Meter), 3. Adolf Schrader, 53 Punkte (23,30 Meter, 6,60 Meter, 8,98 Meter).

Boxen:

Federgewicht: Lehmann schlägt Nikolei nach Punkten; Nikolei besiegt Hofmann. 1. Lehmann, 2. Nikolei, 3. Hofmann. Mittelgewicht? Einen harten Kampf liefern sich Gefreiter Mucha und Wagenpfeil. Wagenpfeil muß wegen Luft­mangel aufgeben. 1. Mucha, 2. Wagenpfeil.

Wettrudern der höheren Schulen.

Dieser Tage trugen dieI.-v.-Liebiz-Schule" und dieLangemarckschule" ihr Wettrudern im Gig- Vierer um den im Jahre 1916 von der Gießener Rudergesellschaft gestifteten Wanderpreis aus. Die Mannschaft derJ.-v.-Liebig-Schule" siegte auf der 1000 Meter langen Strecke in 4:9,2 Minuten mit fast zwei Bootslängen Borsprung, nachdem sie sich gleich durch einen schnellen Start in Führung gesetzt hatte. Die Gießener Rudergesellschaft sorgte für die Aus­richtung des Rennens. Vereinsführer Studienrat Scharmann sprach im Schlußwort über den Zweck dieser Schülerveranstaltung und überreichte der siegreichen Mannschaft den Wanderpreis.

Rundfunkprogramm

Samstag, 10. September.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym­nastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gym­nastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Reichssendung. 11.30: Reichssendung. 13: Nachrichten. 13.15: Mit­tagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Kleines Kon­zert. 14.30: Reichssendung. 18.30: Der fröhliche Laut­sprecher. 19: Sportschau des Tages und für den Sonntag. 19.10: Komponisten der Gegenwart ifiiter* halten uns. 20: Nachrichten. 20.15: Frohe Klänge zum Wochenende! 22: Nachrichten. 22.30: Wir tan­zen in den Sonntag. 24: Nachtkonzert I. 2 bis 3: Nachtkonzert II.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach^ mittag geschlossen.

SA.-Kampfspielgemeinschast Gießen beim Gtaffellauf Wilhelmshöhe-Kassel

Die junge, aufstrebende Leichtathleten-Abteilung der Kampfspielgemeinschaft Gießen weilte mit einer Staffelmannschaft (zehn Läufer) in Kassel, um an dem Großstaffellauf WilhelmshöheKassel teilzu­nehmen. Nach sorgfältiger Vorbereitung fuhr die Mannschaft nach Kassel. Die Stimmung der Mann­schaft war ausgezeichnet, und jeder hatte nur das eine Ziel im Auge, diesen Lauf nach Möglichkeit als Sieger zu beenden. Kaum in Kassel angekom­men, mußte sich die Mannschaft sofort umziehen und zum Start. Lastwagen usw. standen nicht zur Verfügung, und so mußte die Verteilung der Män­ner auf die Strecke unter Benutzung der Straßen­bahn vorgenommen werden. Alles klappte wie am Schnürchen, und kurze Zeit später war die Auf­stellung beendet.

Jeder Mann wußte bald, daß es die Strecke in sich hatte, denn mindestens Zweidrittel der Strecke stieg ganz erheblich an und stellte an die Läufer außerordentliche Anforderungen. Aber bange machen gilt nicht! So setzte sich auch schon der erste SA- Läufer nach dem Startschuß mit einem Vorsprung an die Spitze, der bis ins Ziel nicht wieder ab­gegeben wurde. Wenn auch die Gegner einmal wieder auf der Strecke etwas heranrückten, so

konnten sie doch den Sieg niemals gefährden. Tüch­tig angefeuert wurde die Mannschaft von ihren SA.-Kameraden aus Kassel, und schon verkündete der Lautsprecher am Ziel Friedrichsplatz, daß die Läufer sofort eintreffen würden, und bald erschien auch am Friedrichsplatz ein Läufer in brauner Hose und mit dem SA.-Wappen, und erst mit 80 Meter Abstand folgte der Verteidiger des Wan­derpreises der Stadt Kassel Tuspo.Guts-Muts", Kassel. Der letzte Wechsel klappte ausgezeichnet, und schon legte der letzte Läufer der SA. mächtig los, um den Vorsprung um weitere Meter zu ver­größern. Die Zeit des Siegers betrug für die 2200 Meter lange Strecke 5,50 Minuten, für den Zweiten wurden 6,10 Minuten gestoppt. Ein beachtlicher Erfolg! Leider wurde der Wanderpreis der Stadt Kassel dem Zweiten zugesprochen, da eine Bestim­mung besagt, daß dieser Preis nur von Vereinen innerhalb Kassels errungen werden kann. Die SA.- Mannschaft erhielt einen Ehrenpreis der DRL- Ortsgruppe in Form eines Buches. Berücksichtigt man, daß die Mannschaft unmittelbar von der Bahn an den Start ging, ferner die örtlichen Ver­hältnisse völlig fremd waren, so muß dieser Erfolg noch höher bewertet werden. Sechs Mannschaften lagen im Kampf. Nächstes Jahr startet die Gie­ßener Mannschaft in der KlasseB", die eine Lauf­strecke von 4200 Meter erfordert.

Das Monate Aauensporlfest in M-Aanheim.

Leistungen nahe an Weltrekorden.

Trotz aller Ungunst des Wetters wurde das Na­tionale Frauensportfest in Bad-Nauheim zu einem schönen Erfolg. Es wur­den Leistungen erzielt, wie man sie kaum erhof­fen durfte. Zwei Tage lang hatte es fast un­unterbrochen gere'gnet. Die Aschenbahn war schwer geworden, die An­laufbahnen waren weich, die Grasbahn war eine einzige Pfütze. Und trotz­dem knüpften die deut­schen Leichtathletinnen an ihre besten Leistungen an! Zahlreiche Zuschauer folg­ten den Wettkämpfen, die etwas spät begannen und in Dunkelheit endeten, mit größter Aufmerksamkeit.

Die Leichtathletinnen selbst zeigten sich fast durchweg und auch schon rein äußerlich als unge­

Die besten deutschen Leichtathletinnen in der von-Tschammer-und-Osten- Kampfbahn in Bad-Nauheim. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

mein sportgestählte Gestalten. Elastisch und federnd gingen sie auf und ab, sprangen, liefen zur Probe, stan­den dann in Augenblicken, in denen es galt, sich zusam­menzuraffen, mit äußerster Konzentration an der Anlaufbahn, um Wurfring und traten ohne Nervo­sität in den Kampf. Lediglich beim Hürdenlauf gab es zweimal Fehlstart. Immer wieder gab es leb­haften Beifall. Immer wieder wurde die Technik der Leichtathletinnen bewundert, die elegant über die Hochsprunglatte glitten, die mit graziösem Schwung und doch mit aller Kraft zum Diskuswurf starteten, die locker und gelenkig zum Weitsprung und mit raumgreifenden Schritten zur schönsten Hebung, zum Speerwurf, anliefen. Immer wieder hatten die Zu­schauer ihre helle Freude an Kraft und Grazie, die in den verschiedensten Wettbewerben sinnfällig zum Ausdruck kamen.

Die Organisation war vorbildlich. Kampfgericht, Schiedsgericht, Obmänner usw. stellte der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen aus den Kreisen 11 und 8, Durch Lautsprecher-Uebertragung wurden die Zuschauer säst über jede einzelne Leistung, über jedes Wurf- ober Sprungergebnis schon nach weni­gen Sekunden unterrichtet. Unermüdlick tappten die Kampfrichter mit dem Bandmaß in der Hand in Nässe und Morast herum.

Oie Kämpfe.

Auftakt waren zwei 100-Meter-Läuf e. Im ersten Lauf siegte die Mannschaftsführerin Frl. Krauß (Dresden) klar mit 12,1 Sek. vor Kohl (Frankfurt a. M.) in 12,4 Sek. Im zweiten Lauf wurde überraschend die Münchnerin Kühnel mit 12,2 Sek. vor der Berlinerin Albus mit 12,5 Sek. Siegerin.

Im Kugelstoßen erwartete man mit Recht einen Zweikampf zwischen Gisela Mauermeyer und Frau Schröder (Mundenheim). Die Münchnerin er­reichte beim dritten von sechs Versuchen ihre beste Leistung mit 13,51 Meter, während Frau Schröder sich mit 13,08 Meter und damit dem zweiten Platz beanügen mußte. Vielbewundert wurde die fabel­hafte Technik der Siegerin. Erika R ö h m i g (Gie­ßen), die zu dem Wettbewerb ebenfalls eingeladen war, konnte hier nicht ganz mithalten und ließ es bei drei Versuchen bewenden. Sie erreichte als beste Leistung 10,98 Meter.

Ein schönes Rennen gab es über 8 0 - Meter- Hürden. Das Rennen sah vier gleichwertige Läu­ferinnen im Kampf. Frl. Gelius (München), die man als Siegerin erwarten durfte, gewann mit 1L7 Sekunden vor ihrer vorzüglichen Landsmän­nin S p i tz w e g.

Einen ungemein spannenden Verlauf nahm der Kampf im Hochsprung, der geraume Zeit in Anspruch nahm. Drei Springerinnen, Gräfin Solms (Berlin), Staudt (Limburg) und No- w ak (Wien) bewältigten 1,56 Meter. Dora Rat - j e n (Bremen) aber wartete mit der Leistung ihres Welt- und Deutschen Rekords auf und erreichte 1,66 Meter. Sie unternahm auch einen neuen Re­kordversuch. 1,67 Meter wurde aufgelegt und sie übersprang diese Höhe! Schon wurde sie eifrig- be­glückwünscht da mußte, als man nachmaß, fest- gestellt werden, daß die effektive Höhe dochnur" 1,66 betrug! Unter den gegebenen Platz- und Wit­terungsverhältnissen durste dieser Sprung als die beste Leistung des Tages angesehen werden.

Im Diskuswerfen konnte man Gisela Mauermeyers schöne Art, zu werfen, erneut bewundern. Mit unbeirrbarer Ruhe und in gerade­zu klassischer Schönheit der Bewegung warf sie das Gerät und erreichte mit ihrem besten Wurf 46,43 Meter. Ihre Weltbestleistung liegt bei 48,31 Meter. In Fräulein Mollenhauer (Hamburg) hatte sie eine beachtliche Konkurrentin.

Der 200 Meter - Lauf wurde zu einer

sicheren Angelegenheit für Käthe Krauß, die mit erheblichem Vorsprung ihre Mitbewerberinnen Vogt (Berlin) und E h r l (Hamburg) hinter sich ließ.

Einen spannenden Zweikampf gab es dann im W e i t s p r u n g. Die Deutsche Meisterin P r a e tz (Salzwedel) lag im Kampf mit der Wienerin Koh 1 b.ach, die in ihren drei letzten Sprüngen jeweils exakt 5,60 Meter erreichte. Praetz (Salz- wede!) steigerte ihre Leistung dagegen mit jedem Sprung, kam auf 5,46 Meter, 5,67, 5-,68 und schließ­lich auf 5,83 Meter und damit zum Sieg. Die Gie­ßenerinnen Röhmig (Mtv.) und Diehl (VsB.-R.) lagen mit im Wettbewerb, konnten aber bei ihren, für sie selbst guten Leistungen, die Klasse der Sprin­gerinnen aus dem Reich nicht erreichen.

Bei hereinbrechender Dunkelheit und in regneri­schem Dunst wurden das Speerwerfen und die Staffeln entschieden. Die 4X100-Meter-Staffel sah zunächst die National-Staffel A mit der Ncttio- nal-Staffel B im Wettbewerb. 'Die A-Mannschaft mit Kohl, Krauß, Albus und Kühnelt sicherte sich dabei einen klaren Sieg. Frl. Krauß lief schon einen beachtlichen Vorsprung heraus, den die Schlußläufe­rin noch auf etwa zehn Meter ausbaute. Die B-Mannfchaft mit Ehrl, Wendel, Spitzweg und Winkels wurde damit ziemlich klar distanziert. Die erzielten Zeiten mit 49 und 50,4 Sekunden dürften in Anbetracht der ungewöhnlich schweren Bahn als sehr gut bezeichnet werden.

In einem zweiten Lauf sah man die Läuferinnen vonEintracht" Frankfurt und DfB.-R. Gießen im Wettbewerb Die Gießener Vertretung hatte leider fast nichts zu bestellen und mußte die Frankfurte­rinnen unbehelligt ziehen lassen. 51,4 Sekunden be­trug die Zeit der siegenden Mannschaft.

Als das Speerwerfen zu Ende ging, war es völ­lig Nacht geworden. Fel. Pastors (Berlin) kam hier zu der schönen Leistung von 43,06 Meter und sicherte sich damit den Sieg vor Gelius (Mün­chen) mit 42,50 Meter und Krüger (Dresden) mit 41,15 Meter.

Die Ergebnisse.

10 0 ° Meter - Lauf: 1. Lauf: 1. Krauß (Dresden) 12,1; 2. Kohl (Frankfurt a. M.) 12,4; 3. Wendel (Mannheim) 12,6; 4. Winkels (Köln) 12,9; 2. Lauf: 1. Kühnel (München) 12,2; 2. Albus (Berlin) 12,5; 3. Eckhardt (Frankfurt a. M.) 12,6; 4. Rothe (Hanau) 12,7 Sekunden.

2 0 0 -> Meter - Lauf: 1. Krauß (Dresden) 25,0; 2. Ehrl (München) 25,9; 3. Voigt (Berlin) 26,0 Sekunden.

80 - Meter - Hürden: 1. Gelius (München) 11,7; 2. Spitzweg (München) 11,8; 3. Westphal (Hamburg) 11,9 Sekunden.

4 X 10 0 - Meter - Staffel (National­staffel): 1. Mannschaft A (Kohl, Krauß, Albus, Kühnel) 49,0; 2. Mannschaft B (Ehrl, Wendel, Spitzweg/ Winkels) 50,4 Sekunden.

4 X 10 0 - Meter - Staffel (Vereinsstas- feln): 1. Eintracht Frankfurt 51,7; 2. DfB.-R. Gie­ßen 56,0 Sekunden.

Hochsprung: 1. Ratjen (Bremen) 1'66 Meter; 2. Gräfin Solms (Berlin) 1,56; 3. Staudt (Lim­burg) 1,56; 4. Nowak (Wien) 1,56 Meter.

Weitsprung: 1. Praetz (Salzwedel) 5,83 Meter; 2. Kohlbach (Wien) 5.60; 3. Voß (Berlin) 5,52; 4. Wilkening (Duisburg) 5,50 Meter.

K ug e l st o ß e n: 1. Mauermeyer (München) 13,51 Meter; 2. Schröder (Mundenheim) 13,08; 3. Wessel (Iserlohn) 13,01 Meter.

Diskuswerfen: 1. Mauermeyer (München) 46,43 Meter; 2. Mollenhauer (Hamburg) 42,37; 3. Hagemann (Kassel) 41,09; 4. Volkhausen (Dort­mund) 40,60 Meter.

Speerwerfen: 1. Pastors (Berlin) 43,06 Meter; 2. Gelius (München) 42,50; 3. Krüger (Dresden) 41,15; 4. Matthes (Berlin) 40,36 Meter.

AS.-Kampsspiele in Nürnberg 1938.

Oer zweite Wettkampftag.

Von den Schießständen der Wehrsportler ging es am zweiten Tag der NS.-Karnpfspiele auf den Zabo", der Kampfstätte des 1. FC. Nürnberg. Un­aufhörlich und durchdringend regnete es.

Am Mittwoch beherrschten Leichtathleten und Schwimmer das Tagesprogramm.

Erste Leichtathletik-Entscheidungen.

Die leichtathletischen Wettbewerbe der NS.- Karnpfspiele brachten gleich zu Beginn am Mitt- wochoormittag eine große Überraschung und zwar bei der Entscheidung Des Hochsprungs, wo sich Meister Weinkötz (Köln) hinter dem mit 1,88 Meter siegenden Augustin (Berlin) mit dem zweiten Platz beghügen mußte. Im Stabhochsprung kam der Breslauer Hartmann mit 3,70 Meter zum Sieg.

Der Mittwochnachmittag brachte im Stadion bei den leichtachletischen Wettbewerben eine weitere Ent­scheidung. Meister Koratschek (Wien) gewann den Dreisprung mit 14,41 Meter vor Kegel (Ham­burg), der nur um 2 Zentimeter schlechter war.

*

Mit drei leichtathletischen Uebungen wurde am Mittwoch auf der Hauptkampfbahn des Stadions auch der Deutsche Mehrkampf begonnen, der sich aus den fünf sportlichen Uebungen zum SA.- Sportabzeichen zusammensetzt. Nach dem 100-Meter- Lauf, dem Weitspruna und Kugelstoßen lagen die drei NSKK.-Männer Lampert (München), Wür- felsbobler (München) und Tunner (Wien) an der Spitze. Die besten Einzelleistungen erzielten Tunner über 100 Meter mit 11,7 Sek., Kramschke (SA.- Gruppe Pommern) im Weitsprung mit 6,16 Meter und Meister Lampert im Kugelstoßen mit 14,27 Mtr.

Schwimmwettbewerbe im Stadion.

Jrn Schwimmbecken des Nürnberger Stad'ons gab es die ersten Dorkämpfe im Schwimmen und Springen. Das Wasser war sehr kalt und wahr­scheinlich werden die Wettbewerbe im städtischen Hallenbad fortgesetzt.

lieber 4 0 0 » Meter - Kraul war Meister Plath (Berlin) mit einer Zeit von 5:09,4 Minuten der weitaus beste Mann. Ihm am nächsten kam der Westfale Bachmann (Dortmund) mit 5:26,6 Mi­nuten. Im Kun st springen hatte nach den Pflichtübungen der Berliner Hafter eine klare Füh­rung vor Walter (TH. Berlin) und Lorenzen (Reck­linghausen).

Bei einer Temperatur von nur 13 Grad Celsius wurden die Schwimmkämpfe in der Stadion- Schwimmkampfbahn fortgesetzt, und zwar mit dem 100-Meter-Rückenschwimmen und dem Turmsprin­gen. Die beiden ^-Männer Nüske und Schlauch setz­ten sich im Rückenschwimmen mit 1:15,1 bzw. 1:13,8 Min. erfolgreich durch. Im Turmsprin­gen lag der Stuttgarter Jaiser nach vier Pflicht­sprüngen an der Spitze vor dem SA.-Mann Grothe (Berlin).

Am Mittwoch erledigten auch die Teilnehmer am Modernen Fünfkampf wieder einen ihrer Wettbewerbe, und zwar das 300-Meter-Schwimmen. Bei diesem vierten Wettbewerb blieben in Klasse A allein elf Mann unter der Fünfminuten-Grenze. Die beste Zeit erzielte Pol.-Hwm. Hermes mit 4:11,4 Minuten. Lt. Schröter (Berlin) und Lt. Kempa (Pa­row) führten die Schwimmer der Klaffe B mit 4:51,5 Minuten an. In den Spitzengruppen hat sich wenig verändert.

Schwerer Mannschafts-Fünfkampf.

Der Mannschafts-Fünfkampf stand am Mittwoch im Mittelpunkt des wehrsportlichen Programms. Nach der ersten Hebung, dem Kleinkaliberschießen, lag am Dienstag der RAD. in Führung. Durch zwei dritte Plätze im Handgranatenweitwerfen und 400-Meter-Hindemislauf setzte sich die stämmige, aber schnelle Mannschaft der Polizei Berlin an die Spitze des Feldes. Um sieben Punkte schlechter schnitten die Arbeitsmänner aus Klötze ab, deren Aussichten auf einen Sieg vom Ergebnis des 100-Meter-Laufes und der 8X50-Meter-Schwimm- ftaffel abhängen, die den Abschluß dieses Mann­schaftskampfes bilden.

Arbeitsdienst ganz hervorragend.

Bis zur letzten Hebung, der 12X V2Runde-Hinder. nisftaffel, war am Mittwoch der Deutsche Wehrwettkampf gediehen. Wenn nicht, alles trügt, werden die Männer des Reichsarbeitsdienftes, die mit ihrer Härte und Einsatzbereitschaft gerade in den wehrsportlichen Wettbewerben der NS.- Karnpfspiele bisher ausgezeichnet abgeschnitten haben, hier einen Doppelsieg feiern. In prächtiger Form befand sich die RAD.-Mannschaft aus Wüster- hausen, die das Handgranatenweitwerfen und den 3000-Meter-Lauf überlegen gewann. Selbst wenn die 3000-Meter-Strecke in ihrer Länge nicht ganz gestimmt haben sollte, bleibt die Zeit der Arbeits­männer von 9,11 Minuten für die ganze Mann­schaft ausgezeichnet.

Riesenbegeisterung bei der Hindernisstaffel

Prächtige (Stimmung herrschte in der Stadion- Kampfbahn, als 14 Mannschaften in zwei Dorläufen zur 20X V2 Runde-Hindernisstaffel antraten; je ein Führer und 19 Mann gingen in jeder Mannschaft an den Start. Konnte sich im ersten Rennen die owohl durch ihre Schnelligkeit im Lauf, wie im icheren Nehmen der Hindernisse glänzende Mann- chaft der ^-Standarte Deutschland (München) in 9,51 Minuten vor dem RAD. 13 (Dessau-Ziebigk) mit 9,56 und der Mannschaft der Polizei (Berlin) mit 10:03,4 durchsetzen, so drehten die Arbeits­männer im zweiten Vorlauf den Spieß um. Hier lief der RAD. 90 (Berlin-Langwitz) in 9:48,6 die beste 3eit des Tages und schlug die Mannschaften des A-Oberabschnittes Südwest (Stuttgart) Mit 9:54,6 und der SA.-Gruppe Franken (Nürnberg) mit 10,13. Diese sechs Mannschaften bestreiten am Samstag die Entscheidung.

ff I. siegt im Säbelfechten.

Im Kolosseum wurde am Mittwoch das Sabel­mannschaftsfechten entschieden. Die erste Mannschaft der ff belegte mit 3 Mannschafts- und 33 Einzelsiegen den ersten Platz vor SA. I. (2 : 27) und der sich in guter Form befindlichen ersten Mannschaft des NSKK. (1:21) sowie der zweiten Mannschaft der ff (0:15).

Hitler-Jugend im Schiestweitbewerb.

Im Rahmen der NS.-Kampfspiele wurde auch der dritte Reichsschießwettbewerb der Hitler-Jugend durchgeführt. Dabei wurden je zehn Schuß liegend aufgelegt und freihändig abgegeben. Die Mann­schaft des Gebietes 21 Baden, die bereits das Ge­folgschaftsschießen gewonnen hatte, siegte mit 2149 Ringen bei einem glänzenden Durchschnitt von 10,74. Auf den zweiten Platz kam das Gebiet 3 (Berlin) mit 2139 Ringen vor Württemberg (2114), Westfalen (2101) und Ruhr-Niederrhein (2095).

Oie Spielturniere.

Fußballturnier begonnen.

Vier Fußball-Nachwuchsmannschaften bestreiten im Rahmen der NS.-Kampfspiele in Nürnberg ein Turnier. Die beiden Vorrundenspiele am Mittwoch wurden in der Stadion-Hauptkampfbahn bzw. auf dem Platz der SpVg. Fürth durchgeführt. Die vierte Mannschaft siegte über die erste mit 3:2 (0:1) Toren und die zweite Elf setzte sich gegen die dritte mit 3:1 (2:0) Toren durch. Besondere Höhepunkte gab es in keinem der beiden Kämpfe.

DRC. und SA. handballEndspielgegner.

In der Stadion-Kampfbahn und im Fürther Ron- Hof wurde das Handballturnier mit zwei Spielen der Zwischenrunde fortgesetzt. Im Stadion siegte der DRL. über die erste Mannschaft der ff mit 11:6 (7:3) Toren. Die Mannschaft des DRL. mußte schon ihr ganzes Können aufbieten, um zum Siege zu kommen. Nicht ganz erwartet kam aus dem Ronhof der Sieg der SA. mit 8:6 (2:1) über die Polizisten. Der Sieg der SA. war knapp, aber verdient. Die erfolgreichen Mannschaften der SA. und des DRL. kämpfenHom Samstag im Stadion um den Turniersieg.

Dereinsmeisterschasten des 1. Kraft- und Sportklub 1893.

Die Gießener Kraftsportler führten jetzt ihre Ver­einsmeisterschaften durch. Die Beteiligung war sehr aut. Mit den gezeigten Leistungen konnte man zu­frieden sein.

Bei einer internen Feier wurden für langjährige Zugehörigkeit zum Verein folgende Mitglieder aus­gezeichnet: 45 Jahre gehören dem Verein an Her­mann Lorenz und Ludwig Vogelhöfer, 35 Jahre Heinrich S t a u b a ch , über 30 Jahre Heinrich Hartmann, Karl Hartmann und Heinrich S ch o m b e r, über 15 Jahre Fritz Hend - r i ch , Willi B e l l o f f, Alex Götz und Ludwig Wagenpfel, über 10 Jahre Adolf Klotz und Alois Funk.

Die Ergebnisse der Bereinswettkämpfe:

Ringen:

Jugendklasse: 1. Sieger Fritz Dern, 2. Willi Büttner, 3. Paul Hatz. Anfängerklasse: Mittelgewicht: 1. Schmidt, 2. Weber; Federgewicht: 1. Karl Hebeis, 2. Paul Eder, 3. Georg Wedel; Mittelgewicht: 1. Adolf Klotz, 2. Ludwig Wagen­pfeil.

Gewichtheben:

Jugendklasse: 1. Fritz Dern, 2. Willi Büttner, 3. Paul Hatz. Anfängerklasse: 1. Willi Schmidt und Walter Kröck, je 385 Pfund im Dreikampf, 2. Otto Weber, 370 Pfund. Aktiv, Leichtgewicht: 1. Fritz Funk, 410 Pfund, 2. Adolf Klotz, 3. Alex Götz. Aktiv, Mittelgewicht: 1 Adolf Schvader, 470 Pfund, 2. Ludwig Wagenpfeil, 420 Pfund, 3. H. Noeller. Schrader erreichte erstmals 200 Pfund im beid­armig Stoßen, Wagenpfeil brachte mit unfreiem Hmsetzen ebenfalls 200 Pfund zur Hochstrecke.

Gewichtwerfen (25 Pfund):

Federgewicht: 1. Paul Eder, 10,10 Meter, 2. Alex Götz, 10,05 Meter. Leichtgewicht: 1. Adolf Klotz, 12,58 Meter, 2. Fritz Funk, 12,18 Meter. Anfängerklasse: 1. H. Noeller, 10,68 Meter, 2. L. Wagenpfeil, 10,40 Meter, 3. A. Schrader.

Rasenkraftsport, Dreikampf

(Hammerwerfen. Steinstoßen, Gewichtwerfen):

Federgewicht: 1. A. Götz, 54,5 Punkte (26,78 Meter, 5,02 Meter, 10,05 Meter), 2. Paul Eder, 43,5 Punkte (19,65 Meter, 5,60 Meter, 10,10 Meter). Leichtgewicht: 1. Fritz ' Funk, 118 Punkte (33,40 Meter, 6,60 Meter, 12,18 Meter),