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beiden Hunde, die er wohl beschützend unter seinem Mantel geborgen hatte, wurden ebenfalls erschlagen.

Der Tod in den Bergen.

Ein gewisser August Schulz aus Hamburg stürzte vom Ostgipfel der Zugspitze tödlich ab. Von der Rettungsstelle Garmisch wurde die Leiche nach Oberbreinau gebracht. Die Ursache des Unfalls ist unbekannt. Die Zweierseilschaft Max Egete- meier und Joseph Dischinger stürzte in der Venedikten-Nordwand ab. Während Dischinger von der Ortsgruppe Benediktbeuern der Deutschen Berg­wacht lebend aus der Wand geborgen werden konnte, konnte der 22jährige Egetemeier aus Mün­chen nur noch als Leiche zu Tal gebracht und in das Leichenhaus Benediktbeuern übergeführt wer­den. -r- Der Sohn des Garmischer Malermeist.ers Christian Schütz und der Gehilfe des Meisters, der 27 Jahre alte Alfred Scharnweber, bestiegen die innere Höllentalspitze. Auf bis jetzt ungeklärte Weise stürzte der Gehilfe ab und war sofort tot. Sein Begleiter verflieg sich in der Südwand und konnte weder vor noch zurück. Er mußke 16 Stunden in der Wand ausharren, bis ihn bergerprobte Män­ner nach dreistündiger Arbeit aus der b't fröhlichen Lage befreien konnten.

Ein Knabe von einem Zirkuslöwen angefallen.

Während der Vorstellung eines Wanderzirkus in der Stadt Przeworsk in Galizien ereignete sich ein dramatischer Vorfall. Ein elfjähriger Knabe stellte sich dicht neben das Gitter der Arena, in die nubische Löwen zum Dressurakt hereingelassen wurden. Das wildeste der Tiere, namensHerkules", stürzte sich sofort auf den Jungen, ergriff mit beiden Pranken sein Bein und versuchte, das Kind in den Käfig hineinzuziehen. Durch die Geistesgegenwart eines anwesenden Tierarztes und der herbeieilenden Wär­ter wurde der Knabe befreit, mußte aber mit schwe­ren Fleischwunden in das Krankenhaus übergeführt werden. Als der gereizte Löwe versuchte, das hohe Gitter der Arena zu überspringen, brach unter dem Publikum eine Panik aus, so daß die Vorstellung abgebrochen werden mußte. Es gelang aber, den Löwen wieder in seinen Käfig zu sperren.

Siebenjähriger Knabe verursacht eine verheerende Feuersbrunst.

In dem Dorfe Blotowce bei Zdolbunow in Ost­polen brach ein Brand aus, der fast das ganze Dorf vernichtete. Achtzehn Wohnhäuser und vierzig Wirtschaftsgebäude samt dem lebenden Inventar und der soeben eingebrachten Ernte wurden ein Raub der Flammen. Das Feuer entstand aus Unachtsamkeit eines siebenjährigen Knaben.

Vorsicht mit selbstgesammelten Pilzen!

Ein Einwohner eines Moselortes st a r b nach dem Genuß selbstgesammelter Pilze, unter denen sich gif­tige befunden haben müssen. Das Vorkommnis ist wieder eine Mahnung, nur einwandfrei als ge­nießbar erkannte Pilze zu verzehren und im Zwei­felsfalle einen Sachverständigen zu befragen.

Zauberkünstler aus aller Welt tagen in Frankfurt.

Vom 17. bis 19. September findet in Frankfurt am Main der 2 6. Internationale Kon­greß des Magischen Zirkels statt. Bis jetzt haben sich 400 Teilnehmer aus 15 Ländern ange­meldet. Oberbürgermeister Dr. Krebs hat die Schirmherrschaft des Kongresses übernommen, als Vertreter der Reichstheaterkammer wird Reichs- kulturwalter ^-Oberführer Hinkel an dem Kon­greß teilnehmen. Im Mittelpunkt des Programms steht der Wettkampf um denRing des Magischen Zirkels". Der erste, der ihn 1936 errang, war Al­fred Keßler. 1937 auf dem Kongreß in Berlin holte ihn sich M a r v e l l i. In diesem Jahre wird er nun zum dritten Male in einem freien Wettstreit der Leistungen vergeben. Außerdem werden noch zwei weitere Preise zum Austrag kommen: ein zweiter Preis, der vom Schirmherrn des Kon­gresses. Oberbürgermeister Dr Krebs gestiftet ist, und ein dritter Preis, eine Stiftung des Präsi­denten des Magischen Zittels« Helmut Sch re i®

Kreuz und quer

Von unserem W. S.-'

Alt-Nürnberg ist ein Schmuckkästchen, in das man immer wieder mit hohem Genuß hmeinsieht. Und die Stadtverwaltung sorgt schon dafür, daß niemand von den Besuchern der Pegnitzstadt enttäuscht wird. Ununterbrochen wendet sie erhebliche Mittel auf, um bald hier, bald dort Schönheitsreparaturen vor­zunehmen, vor allem aber Geschmacksverirrungen vergangener Jahrzehnte bei Wiederherstellungsarbei­ten so zu korrigieren, daß das Gesamtbild, die Er­haltung der Ansicht einer mittelalterlichen und nach­mittelalterlichen Stadt erhalten bleibt. So ist auch die Synagoge beseitigt worden/ die die Silhouette der Stadt immer wieder störte. Sie paßte nicht in das Bild hinein, das sich einem von der ebenfalls erneuerten Burg herab bietet: da liegen vor einem die schlanken Türme von St. Sebald und St. Lorenz, daneben die prächtige Egydienkirche, dort die Tür- kenkaserne, weiter eingestreut die mächtigen sieben Rundtürme an allen Durchlässen durch bie Stadt­mauer. Dann nicht zu vergessen die Spitztürme der inneren Stadtmauer, die abgetragen wurde, als sich Alt-Nürnberg reckte und dehnte und Meister der Be­festigungskunst aus Italien Quader auf Quader tür­men ließen, bis die neuen imposanten Mauern standen, die heute den Stadtkern umschließen.

Aber was sind Worte, was sind Beschreibungen einer Stadt, die in ihren Winkeln, in ihren Seiten­straßen und Gäßchen, an versteckten Plätzen, hinter Mauern und Torbogen Herrlichkeiten architektoni­scher Art in Hülle und Fülle bietet. Man muß diese Schönheiten sehen, man muß sie genießen, wie das immer roieber Hunderttausende von Parteitags­besuchern tun, die nicht nur* tagsüber die Kirchen und Brunnen, das Rathaus und die schönen Höfe der Patrizierhäuser bewundern, sondern sich auch nach Anbruch der Dunkelheit, wenn überall die ge­schickt aufgestellten Scheinwerfer aufflammen, dem stillen Beschauen der angestrahlten Erkerchen und Vorbauten, der Kircheneingänge mit ihrer feinen Meißelarbeit und den Häuserfronten besonders ein­drucksvoller Bauten hingeben. Sie alle kehren noch in besonders hohem Maße beglückt aus der Stadt der Reichsparteilage zurück.

Nürnberg wandelt unablässig sein Gesicht: die Altstadt sucht zu erhalten, was einst war, die Neu­stadt weitet sich in unvorstellbarem Maße. Zu ihr gehört auch das umfangreiche Reichspartei­taggelände mit seinen fertigen und seinen un­ablässig in die Höhe schießenden Bauten. Steht man obeft auf der Burg, dann sieht man in der Ferne den Pfeilerbau der Führertribüne auf der Zeppelinwiese aufleuchten, sieht den wuchtigen Klotz der neuen Kongreßhalle und die Türme des März­feldes. Geht man aber über das Baugelände und spricht man mit einem Sachverständigen, dann

durch Nürnberg.

Sonderberichterstatter.

schwirrt einem ber Kopf nur so von Zahlen, die sich vor allem^iuf das benötigte Material beziehen.

ytabion beispielsweise wird mit seinen 450 000 Sitzplätzen so groß, daß es fast die gesamte Nürnberger Bevölkerung aufnehmen kann. Für den Kongreßdau braucht man noch 250 000 Waggons Material. Alle Wagen aneinandergereiht würden die Strecke KönigsbergMadrid füllen. 40 000 Sitz- plätje wird diese 57 Meter hol)e Halle aufweisen. Für die Bauten, auf dem Märzfeld braucht man öteine, die 30 000 Güterzüge füllen. In das Sport­stadion werden 1,5 Milliarden Bausteine hinein- gebaut. Das sind Zahlen und Maße, die ahnen las­sen, welche gewaltige Bauten auf dem Reichspartei­tagsgelände langsam heranwachsen.

Das Bindeglied zwischen der Stadt und dem Parteitagsgelände ist die Straßenbahn. Ihre Gleisanlagen sind erneut verbessert worden, vor allem hat man einen riesigen Tunnel gebaut, der sehr dazu beitragen wird, die Abwicklung des Ver­kehrs zu beschleunigen. Gerade die Erhöhung des Tempos bei An- und Abtransport der Parteitags­besucher ist die stete Sorge der Straßenbahnverwal­tung. Sie hat draußen auf dem Gelände richtige Bahnsteige gebaut. Ein Straßenbahnzug nach dem anderen fährt heran. Stets stehen aber auf einem Bahnsteig nur soviel Personen, wie die Wagen fassen können. Rasch wird vorn und hinten aufge­stiegen, ein trillernder Pfiff des Schaffners, und schon verschwindet der Straßenbahnzug, während durch eine gassenartige Sperre der nächste Schub Fahrgäste hereinkommt. So wickelt sich der Rück­transport jedesmal ausgezeichnet ab. Die Hauptsache für alle ist natürlich immer, bis an den Stadt­kern heranzukommen. Hier kann der Weitertrans­port niemals so klappen, wie man sich das wünscht. Denn dauernd muß der Führer von einer Veran­staltung zur andern eilen, dauernd müssen die ff5 Männer zum Absperrdienst Aufstellung nehmen. Dan tritt stets die Bezirkssperre ein, die zur Umleitung aller Fahrzeuge nötigt. Aber auch hoch oben im Luftraum gibt es eine Sperre, die für alle fremden Flugzeuge gilt. Nur die Wehrmacht und bestimmte Regierungsflugzeuge dürfen den Nürnberger Luftraum passieren. Fremde, die un­erlaubterweise erscheinen, werden von der Luft­polizei nicht minder energisch angepackt wie der Verkehrssünder im Straßengewühl, der bei Rot die Straße überqueren will. Die Luftsperre hat ihre guten Gründe. Zur Zeit beherrscht die Luftwaffe mit ihren zahllosen Flugzeugen den Luftraum. Sie kann keine Bummler gebrauchen, die ihr in den Weg kommen und womöglich Unglücksfälle ver­ursachen.

ber, der für den geheimnisvollsten Trick gegeben wird.

Zeitschriften.

Nach dem Kriege baute England seine Luft­waffe radikal ab. Die Welt hat das damals nicht verstanden, heute sieht sie den Grund ein: die Eng­länder erkannten nämlich, daß die damalige Kriegs­generation für die Luftwaffe zu alt war. Deshalb behielten sie nur einen Stamm erfahrener Piloten und Lehrer und warben in der flugbegeisterten Jugend; man pflegte und förderte in erster Linie den privaten Luftsport und schuf damit ein gewal­tiges Rekrutierungsbecken für die neueKönigliche Luftwaffe". Junge Club-Flieger zwischen 18 und 23 Jahren werden nach sorgfältigster Auswahl in die Luftwaffe übernommen, dienen hier 6 bis 20 Jahre und aehen danach sofort als Reserve-Flieger in die Flugsport-Clubs zurück, um jüngeren Kame­raden Platz zu machen. Dieser Taktik verdankt England wie das neue Heft derSirene" berichtet seine moderne Luftmacht. Die neue Sirene" bringt außerdem eine Reihe aufschluß­reicher Bilder-Artikel und Berichte über den Luft­schutz und die Mitteilungen des Reichsluftschutz­bundes.

Die Kun st", Monatshefte für Malerei, Plastik und Wohnkultur, 39. Jahrgang, Heft 12, September 1938, Verlag Bruckmann AG> München, bringt eine ausführliche Würdigung der Großen Deutschen Kunstausstellung 1938. Das Umschlagbild schmückt die anmutige weibliche PlastikOlympia" von Fritz Klinisch. Weitere hervorragende Werke dieser Schau, über die Ulrich Christoffel berichtet, finden sich im Inneren des Heftes. Ein schönes Zeugnis der hochentwickelten Drucktechnik ist die originalgetreue farbige Wiedergabe des Zyklus Frühling, Sommer, Herbst und Winter" aus einem flämischen Kalender des 16.Jahrhunderts,« gemalt von Simon Bening, dem Hauptmeister desBre­viarium Grimani". Die Freude an diesen kleinen Meisterwerken der Malkunst vertieft der kunsthisto­rische Aufsatz von Hermann Gerstner:Alte Ka­lenderbilder." Eine beachtenswerte Kunstausstellung veranstaltete die NSG.Kraft durch Freude" in der Hamburgischen Kunsthalle unter dem Motto: mon-Gros und O. A. Schreiber, den künstlerischen Leiter der Ausstellung. Eine Reihe zartgetönter Il­lustrationen zeigen Georg Dillis, Mitschöpfer der Alten Pinakothek unter Ludwig I.r als Zeichner. Im zweiten Teil des Heftes finden Wohnkultur und Kunsthandwerk Beachtung. Innen- und Außenauf­nahmen zeigenVier neue Einfamilienhäuser von Architekt Ernst Döbler, Stuttgart" sowie einZwei­familienhaus in Klein-Machnow bei Berlin", von Architekt Friedrich Blume. Berlin-Zehlendorf.Ele­ganz ohne Kühle" ist eine reichbebilderte Plauderei von Henri Rannen über die von Architekt K. G. Schoettle entworfenen Möbel. H. Gretsch's witzige Geißelung geschmackloser Möbelfabrtkation:Ken­nen Sie Bubinga oder Sapeli?" wird durch Ab­bildungen edler Erzeugnisse des Wiener und Mün­chener Kunstgewerbes zum Positiven hin ergänzt. Mit besonderem Entzücken wird vor allem aber die Leserin die handgeschnitzten Trachtenpuppen von Anna Fehrle betrachten.

In der neuesten Nummer derJllustrir- ten Zeitung Leipzig" wird u. a. in ein­drucksvoller Weise der Tatsache gedacht, daß auch in diesem Jahre der Versuch, den Gipfel des Nanga- Parbat zu erreichen, gescheitert ist. Ein hübscher und fesselnder Bilderbericht heißtDas Fräulein vom Amt in Tokio". Von allgemeinem Interesse ist ein Beitrag, in dem an'Hand von Aufnahmen von Dr. Ulrich K. T. Schulz gezeigt wird, wie der Naturfilm mit riesigen Fernkameras arbeitet und so das Le­ben in der Natur belauschen kann, ohne in störende Erscheinung zu treten. Vom Werden des geographi­schen Pflanzenatlas berichtet Dr. Fritz Mattick. Be- arüßenswert ist die umfassende VorschauDeutsche Filme Spielzeit 1938/39" mit charakteristischen Bildprober»

Sagten Sie sedis?

Nein - ich sagte Ajl

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