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Solsgang Späte, Sieger der19. Rhön

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Samstag: Flüge unter schweren Gewittern.

Bereits zum fünften Male im Laufe der19. Rhön" wurden die deutschen Bestleistungen und der internationale Rekord im Höhen-Segelslug über­boten. Flugkapitän Drechsler von der NSFK.- Gruppe Lufthansa erreichte am Freitag bei seinem Ueberlandflug nach Marburg 7070 Meter über dem Meeresspiegel, bzw. eine Startüberhöhung von 6130 Meter. Der 37jährige Segelflieger ist seit zehn Jah­ren Pilot bei der Deutschen Lufthansa und befliegt die Nachtstrecke BerlinLondon. Er führte auch die zweite Maschine auf dem Flug der Deutschen Luft­hansa von Kabul über den Pamir nach China.

Der für die Luftwaffe Köln startende Pilot Blech startete mit seinem schwanzlosen FlugzeugHerten III" und erreichte eine Höhe von 5400 Meter, ebenfalls eine ganz hervorragende Leistung, wenn man sich die eigenartige Konstruk­tion desFliegenden Dreiecks" vor Augen hält.

Am Samstag weilten Gauleiter Sprenger und der Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau, Prinz , ilipp von Hessen, auf der Wasserkuppe

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Hauptlager. Nach deren Eintreffen wird die Expe­dition abgebrochen. Weiter wird mitgeteilt, daß bei einem Dorstoß, den Karl Bauer, Fritz Bechtold und Ulrich L u f f t vom Lager 6 aus unternommen haben, die Bergsteiger auf zwei Kör­per stießen, die von dem starken Wind der letzten Tage aus dem Schnee freigelegt worden waren. Es wurde festgestellt, daß es sich um Willi M e r k l, den im Juli 1934 im Unwetter umgekommenen Lei­ter der damaligen Expediton, und den Träger G a y- lay, der bis zum letzten treu bei ihm ausgeharrt hatte, handelt. Merkel trug noch einen von ihm unterzeichneten Brief bei sich, der von Welzen - b a ch geschrieben worden war, sein Ziel jedoch nie erreichte. In diesem Brief werden die Bergsteiger der seinerzeitigen Expedition in den unteren La­gern um Hilfe gebetn. Es wird darin auch mitgeteilt, daß sie krank und seit sechs Tagen ohne Nahrung waren.

Staat. f

Bis 1936 allerdings hat sich auch der Suezkanal in einer Weise entwickelt, die nach den Krisen der ersten Betriebsjahre niemand zu prophezeien ge­wagt hatte. Aus den armseligen 486 Durchfahrten durch den 160 Kilometer langen Kanal im Jahre 1870 mit 436 000 Nettotonnen sind 1935 fast 6000 Durchfahrten mit 32,8 Millionen Tonnen geworden und wenn Deutschland 1935 unter den Kanal­benutzern erst an dritter Stelle hinter Italien stand, statt wie bisher an zweiter hinter England, so ist der Grund wesentlich im abessinischen Kriege zu suchen, der den Gesamtverkehr gegenüber 1934 um mehr als 11 Millionen Tonnen und die Einnahmen um etwa 30 Millionen Franks auf 927 Millionen hob. 40 v. H. Dividende erhielten im Durchschnitt der letzten Jahre die Aktionäre, aber auch der ägyp­tische Staat kassierte 1934 das Sümmchen oon 78,3 Millionen Franks ein, und dies alles, obwohl die Durchfahrtsgebühren 1934 um 25 bzw. 12,5 Cen­times Gold ermäßigt worden waren. An Schiffs­verkehr übertrifft den Suezkanal nur noch der, trotz feiner sechs Schleusen, wesentlich billigere Panama­kanal. ,

Die Weltbedeutung Aegyptens als des Staa­tes, in dessen Gebiet sich der Suezkanal befindet, springt nach diesen Ziffern ohne weiteres in die Augen Man weiß zudem, welche Rollen Aegypten in dem kürzlich abgeschlossenen Mittelmeer­vertrag zwischen England undJtalien svielte. Merkwürdig aber bei all dem ist das neue Verhältnis England Aegypten feit der Unabhängigkeitserklärung des letzteren, das nicht etwa, wie man aus dem Dorangegangenen vermu­ten sollte, ein mißtrauisches Gewehr - bei - Fuß ist, sondern ein festes Militär- und Freund­schaftsbündnis. Für Aegypten dürfte babet ausschlaggebend die lleberiegung gewesen fein, daß es ohne Bundesgenossen den Kanal nicht gut ver­teidigen könne, und ferner, daß es sich neuerdings sowohl an seiner Westgrenze wie auch an der Süd- grenze des benachbarten Sudan dem neuen : t a - lienischen Imperium gegenübersieht.Auf der Grenze von Afrika und Asien gelegen, im Sü­den wie im Westen vom italienischen Imperium ge­halten wie zwischen einer Zange", könnte man Fer­dinand von Lesseps frei zitieren ... Zudem ist, was auch noch Ins Gewicht fällt, die italienische Kolonie in Aegypten selbst ungewöhnlich ^Das Bündnis zwischen England und Aegypten hat zwar seine Feuerprobe noch nicht bestanden.

Schwere Llnwetierschä'den Überall

In der Mön und in Mainfranken.

Aegypten vom Suezkanal aus gesehen

Don Erich R. Keilpflug

"Erklingt fast wie Ironie, wenn man heute in den non L-ss-p« veröffentlichten Dokumenten aus je- ner Zeit liest, daß England, das der hauptsächliche Befürworter des Kanals hätte fein sollen, unter den europäischen Mächten eigentlich die einzige war, die dem Kanalprojekt einen zwar schlecht begründeten, aber hartnäckigen Wid - rstand entgegensetzte, der aus nichts als aus der Rivalität mit Frankreich ge­boren war. Besonders sein Argument, die Durchfüh­rung fei technisch unmöglich, klingt sonderbar, da es englisch- Marineoffiziere gewesen waren die den Rechenfehler der Ingenieure Napoleons korrigiert und nachgewiesen hatten, daß die Spiegel der bei­den Meere genau gleich hoch liegen, daß also Schleu­senbauten sich erübrigten. Und es spricht für Lesseps, daß er trotz des starken Druckes von Setten Eng­lands auf die Mächte, auf den Khediven und de fen Lehnsherrn in Konstantinopel, den Sultan, fern Werk zur Ausführung brachte.

Am 17 November 1869 wurde der Kanal m An­wesenheit der Kaiserin Eugenie von Frankreich, des Kaisers Franz Josephs von. Oesterreich, des Kron­prinzen Friedrich von Preußen und vieler anderer Fürstlichkeiten eröffnet; eine Armada von 60 Schif­fen mit den Gästen des Khediven zog durch den Ka­nal nach Suez; es war fo ziemlich das größte Fest des Jahrhunderts, soll allerdings auch die Kleinigkeit von 20 Millionen Goldfranken ge­kostet haben. England war lediglich durch fernen Gesandten bei der Pforte vertreten, hatte aber in­zwischen in aller Stille die Insel Per im besetzt, die den Südausgang des Roten Meeres sperrt.

Durch den Kanal war der Grundstein gelegt zu Aegyptens heutiger Stellung in der Welt. Das alte und oft zitierte Wort Herodots, daß Aegypten

Diese Worte, die der Erbauer des Suezkanals, Ferdinand von Lessep, über 10 Jahre vor der Eröffnung inmitten feines Kampfe; um den Kanalgegen unübersehbare Hindernisse , nne bie Enqlänber später sagten, schrieb, zeichnen so treffenb unb kurz wie nur irgenb benkbar bie natürliche, geo­graphisch gegebene Stellung Aegyptens und die sehr verschieden geartete Rolle, die es im Mittelalter un bann, von der Renaissance ab oder richtiger fett der Eroberung Konstantinopels durch die Türken (1453) im Weltverkehr spielte. Das Erscheinen der Türken am Mittelmeer war ia eine her Ursachen, durch die das Zeitalter der europäischen Entdeckersahrten und damit die Eröffnung des We­ges um das Kap ausgelöft wurde. Sie bezeichnen erner auch die Gründe, warum d e r S u e z k a n a i, der im Altertum und im Mittelalter ja verschiedene Dorgänger hatte, abermals gebaut werden mußte. Freilich verging darüber erft einige Zett Obwohl nämlich seit dem Ende des 17. Jahrhunderts immer wieder Projekte auftauchten, einen Kanal durch den Isthmus von Suez zu legen, an benen übrigens auch der berühmte deutsche Polyhistor Leibniz mit feiner Eingabe an Ludwig XIV. (1671) teilhatte, wurde das Land Aegyptens aus einem Verkehrshindernis zu einem Verkehrs- mittler erst wieder im Gefolge des Zuges Je a - poleons I. nach Aegypten

Dieser Zug bezeichnete nach einem Jahrhundert der Ruhe zwischen Orient und Okzident den Anfang eines Vorstoßes Europas gegen Osten und leitete ein Jahrhundert ein, in dem Europa feine imperia­listischen Ziele im vorderen Orient mehr und mehr zu verwirklichen wußte. Knapp 40 Jahre nach Na­poleons Zug sehen wir E n g l a n d sozusagen in sei­nen Fußtapfen wandeln; damals hatte es bereits bas Kunststück fertig gebracht, fernen gesamten teil* verkehr nach Jnbien statt über das Kap durch Aegyp­ten zu leiten. Die Reisenden wurden m Alexandrien gelandet, gingen von dort auf dem Nil nach Kairo und dann durch die Wüste nach Suez, wo sie em anderes Dampfschiff bestiegen, das sie durch das Rote Meer und über den Indischen Ozean brachte. Als Lesseps 1854 seine Konzession für den Kanal vom Khediven Mohammed Said erhielt der Kanal war tatsächlich sein eigenstes persönliches Werk, baute England bereits die Bahnvon Al e x a n d r i e n über Kairo nach Suez, die 1859 eröffnet

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In England und in Indien.

festige Gewitter und Wolkenbruche gingen über Westengland nieder. Zum ersten Male in seiner Geschichte wurde der unter dem Mersey- Fluß entlangführende Tunnel unter Wasser gesetzt. An verschiedenen Stellen ereigneten sich Felsstürze, wobei Eisenbahnstrecken verschüttet wurden Auch im indischen Sechs-Strom-Gebiet stehen infolge des stnrkm Anschwellens der Flüsse zahlreich« Dörfer unter Waffe r. Vielfach sind die Eisenbahnlinien unterbrochen. Zahllose Bewohner sind von der Außenwelt abgeschlossen. Die Regierung hat Flug

Auf der Grenze von Afrika und Asien gelegen, auf einer Sette vom Roten, auf der andern vom Mittelländischen Meer bespült ist A e g y p t e n_öer kürzeste, direkteste Weg zwischen Europa, Indien, China unb Australien. Nachdem Basco da Gama benSeewegumdasKapderGute n H o f f- nung entdeckt hatte und hierdurch eme rivalisierende Derkehrsstraße eröffnet war, hat dieser Weg wahrend vieler Jahrhunderte den größten Teil des Handels nach Indien und China an sich gezogen. Aber da­mals wurde dem Weg um das Kap nicht nur des­halb der Vorzug gegeben, weil er bie Umladungen unnötig machte unb bet alten Schiffahrt Zett unb Gelbersparnis gewährte, nein, bies waren Nicht allem die Beweggründe, so schwerwiegend sie auch sein mögen; der Weg war für den Handel aus dem em* achen Grunde eine Notwendigkeit geworden, weil die Straße durch Aegypten nicht zugänglich

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Eliskases errang den Titel Deutschlandmeister. Der neue Deutschlandmeister Emil Eliskases wurde 1913 in Innsbruck geboren. Er ist der jüngste Teil­nehmer in diesem TurnjM^. Mit zwölf Jahren lernte er das Schachspielen, drei Jahre später errang er bereits die Meisterschaft von Tirol und em Jahr später die Meisterschaft von Oesterreich. End- ergebnis: 1. Eliskases, 12,5 Punkte; 2. bis 3. Kieninger und Michel, je 10 Punkte; 4. Engels, 9 Punkte; 5. bis 7. Beck, Koch und Richter, je 8,5 Punkte; 8. bis 9. K o h l e r und Rellstab, je 8 Punkte; 10. Hermann, 7 Punkte; 11. Reinhardt, 6,5 Punkte; 12. bis 14. Eifinger, Krankl tmb Schmitt, je 5,5 Punkte; 15. bis 16. Nowarra und Dr. Weil, je 3,5 Punkte.

Den Ehemann niedergestochen.

. Die 37jährige Ehefrau Katharina Haas, geborene Sturm, in Kempten im Kreis Bingen hat ihren Ehemann, den 39jährigen Arbeiter Franz Haas, erstochen. Der Mann konnte noch bis auf die Straße laufen, wo er tot zusammenbrach. Die Täterin stellte sich der Polizei. Die Staatsanwaltschaft ist mit der Aufklärung des Falles deschäfttgt. Es er­gab sich, baß bie Eheleute schon längere Zett tn Auseinandersetzungen lebten.

30 Häuser In litauischer Stadt durch Brand zerstört.

In dem an der Memel unterhalb von Kowno ge­legenen Städtchen Dilkija (Litauen) brach ein Brand aus, der mit größter Schnelligkeit um sich griff und gegen 30 Häuser in Asche legte. Etwa 100 Familien wurden obdachlos. Der Schaden wird auf 700 000 bis 800 000 Lit beziffert. Die Brandursache ist noch nicht geklärt.

geratenen italienischen Urlauber zu retten. Die Wassermassen hatten eine derartige Gewalt, daß sie ganze Quadersteine und sogar parkende Kraftwagen mit sich führten. Die Feuerwehr hatte bis in die Nacht zu tun. Sie wurde van der Bevölkerung tatkräftig unterstützt. In der Altstadt wurden die Keller unter Wasser gesetzt. Auch im württembergischen Ober­land herrschten schwere Gewitterstürme. Zwei Ge­höfte in Rettisweiler (Kreis Waldsee) und m Reute (Kreis Tettnang) wurden durch Blitzschlag voll- tändig eingeäschert. Die Familien kannten nur das nackte Leben retten. Besonderen Schaden hot das Unwetter im Hopsengebiet Tettnang an­gerichtet.

Ganz Frankreich betroffen...

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Sonntagabend ging über der schwäbischen Land«- Hauptstadt ein schweres Gewitter nieder, dem rin verheerender Wolkenbruch folgte. wenigen Augenblicken waren Straßen und Platze der Altstadt und des Stadtteiles Berg überflutet. Die Poststraße glich einem reißenden Strom, der Personen, die sich aus der Straße befanden Mtny. Handwerkskammerpräsident D e m p e 1 gelang es, von der Tür einer Gaststätte einen in Lebensgefahr

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ein Geschenk des Nils fei, stimmt heute nicht mehr in dem Umfang. Samt Nil, Fruchtbarkeit unb Baumwolle, samt Moscheen, Pyramiden und son- ftigen höchst sehenswerten Altertümern, die die Fremden herbeiziehen, wäre es ohne den Ka­nal heute doch nur eine Angelegenheit provin­zieller Natur und zweiten Ranges; der Kanal aber macht es zum Zentrum der Weltpolitik, zum Le- bensnerv von Imperien.

Allerdings war Aegypten anfangs durchaus nicht der Nutznießer dieser seiner erhöhten Weltgeltung. Zunächst bemächtigte sich der abendländische Imperialismus der Beute. Wohl hatte Les­seps dafür gesorgt, daß eineUniversal-Aktiengesell- schaft" unter Beteiligung aller europäischen Natio­nen und Aegyptens natürlich zum Bau unb Betrieb bes Kanals gegründet mürbe, aber bie englische Politik schlug ihm ein Schnippchen. Trotz des bisher bewiesenen Konservativismus höchst ela- ftisch unb wanbelbar, hatte England die Bedeu­tung des Kanals für fein indisches Imperium sehr rasch erfaßt und nutzte die Gelegenheit einer Geld­klemme des Khediven Ismael, um diesem sein Aktienpaket abzukaufen, wodurch es vorerst einen beherrschenden wirtschaftlichen Einfluß auf den Kanal gewann. Der europäerfeindliche Auf- stand Arabi Paschas von 1882 war em weiterer Glücksfall für die von England verfolgte Polittk, denn feine Niederschlagung bot ihm den wundervollsten Dorwand, das Land zu be­setzen unb nicht wieder daraus zu weichen. Da­für übernahm bann England den Schutz des Lan­des im Süden gegen den Mahdi, den es 1898 be­siegte, und krönte feine Politik durch die Erklärung vom 18. Dezember 1914, durch die Aegypten seine Selbständigkeit völlig verlor.

,Zch sage es, wenn ich nach England komme, den Engländern offen ins Gesicht, daß sie in Aegyp­ten nichts anfangen können. Seit dem Beginn der historischen Welt haben es alle Eroberer verlassen müssen: die Perser, die Assyrer, die Griechen, alleAuch diese prophetischen Worte schrieb jener Ferdinand von Lesseps 20 Jahre nach der Eröffnung des Suezkanals in einer Schrift, die die Dollendung des Panamakanals für das Jahr ' 1889 verspricht. Wenn es allerdings bis 1914 nicht ' den Anschein hatte, als werde er recht behatten, , so haben die darauffolgenden 22 Jahre ihm um fo mehr recht gegeben. Schritt um Schritt yat Eng- I land vor dem mächtig andrängenden, neu erwachten islamischen Nationalismus zurückweichen müssen unb ! seit 1936 ist Aegypten ein souveräner

noch einmal ein reger Segelflug-Betrieb um den Tagespreis. Um 16 Uhr fand dann vor dem Gron­hoff-Haus die Preisoerteilung und Siegerehrung durch den Korpsführer des NSFK., Generalleutnant Christiansen, statt.

Als Sieger ging aus dem 19. Rhön-Segelflug- Uöettbewerb in Klasse (Einsitzer) Wolfgang Späte vom Deutschen Forschungs-Institut in Darmstadt mit 3855,9 Punkten hervor. Er erhielt damit den Ehrenpreis des Reichsministers der Luft- ahrt, Generalfeldmarschall Göring, und die Gol­dene Ehrenplakette des Korpsführers des NSFK., Generalleutnant Christiansen. Auf den zweiten Platz kam Kurt S ch m i d t von der NSFK.-Gruppe Sud­west mit 3613,5 Punkten vor Treuter (NSFK.- Gruppe Mitte) mit 3231,6 Punkten. Die ersten Zehn der Siegerliste wurden mit der Silbernen Plakette des Korpsführers ausgezeichnet.

In Klaffe B (Doppelsitzer) setzten sich Romeis-Schillinger (NSFK.-Gruppe Mün­chen) mit insgesamt 1777 Punkten vor D e r g e n s- Trippke und Kahlbacher-Tauschegg durch. Die Münchener errangen durch ihren Sieg neben der Goldenen Plakette des Korpsführers noch den Ehrenpreis des Staatssekretärs der Luftfahrt, General der Flieger Milch. Außerdem wurde eine Reihe von weiteren Preisen für Höhen- und Streckenflüge verteilt. Die G e s a m t f l u g z e i t bes ganzen Wettbewerbs betrug einschließlich Höhen-, Strecken- und Zielstreckenflüge 2 7 5 0 Stunden und die Gesamtflugleistung 75 998 Kilometer bei rund 13 00 Starts.

7070 Meter über Meeresspiegel!

Aus aller Welt.

Das Blaue Band von derQueen Mary" erobert.

Der britische DampferQueen Mary" hat auf sei­ner letzten Atlantiküberquerung das Blaue Band an ich gebracht. DieQueen Mary", die heute früh in Neuyork ankam, brauchte zu ihrer Fahrt nur 3 Tage, 20 Stunden und 2 Minuten. Sie war somit um drei Stunden schneller als der französische Dampfer Normandie", der im letzten Jahr das Blaue Band eroberte.

Schiffsbrand im Hamburger Hafen.

Im Hamburger Hafen brach an Bord des Damp­fersReliance" der HamburgAmerika-Lime, der eine Nordlandreise antreten sollte, ein Feuer aus, das größeren Umfang annahm. Sämtliche Feuer- löscheinrichtungen an Bord wurden sofort in Tätig­keit gesetzt. Gleichzeitig wurde die Feuerwehr her­beigerufen, die die Löscharbeiten erfolgreich auf» nahm. Leider ist bei dem Brande em Todes- Opfer zu beklagen. Passagiere waren noch nicht an Bord. Das Schiff wird zur Reparatur an eine Werft verholt werden.

Eliskases gewinnt die Schachmeisterschaft von Grohdeutschland.

In der letzten Runde um die S ch a ch m e i st e r - schäft von Großdeutschland fiel die Ent- cheidung, ba der Titelverteidiger Kiemnaer (Köln) gegen den führenden Innsbrucker Eliskases verlor.

Der Samstag als abschließender Wettbewerbstaa i der19. Rhön" am Sonntag werden nur noch ! Tagespreise ausgeflogen brachte dem Rhön- 1 gebirge mehrere schwere Gewitter, die fast gleich- i zeitig im Bereich der Wasserkuppe eintrafen. Noch einmal versuchten die Wettbewerbs-Teilnehmer mit letztem Einsatz, auch diese gewaltige Kraft.uelle für Streckenflüge auszunutzen. Aber die Gewitterfront war derart stark, daß sie keine nennenswerten Uederlandflüge zuließ. Nur wenige Piloten führten Stteckenflüge größeren Ausmaßes durch.

Die Tagesbestleistung erzielte der Düsseldorfer Heidrich (NSFK.-Gruppe Rheinland) mit einem Fluge von 150 Kilometer nach Heideburg in West­falen. Peters von der NSFK.-Gruppe Hessen- Westmark und Beck (NSFK.-Gruppe Württem­berg) erreichten Biedenkopf in Hessen-Nassau nach 110 Kilometer, Späte (Darmstadt) gelangte mit 104 Kilometer nach Brommkirchen und einige wei­tere Segelflieger landeten in der Nähe Marburgs.

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Am Nachmittag des 14. Wettbewerbstages der 19. Rhön" zog eine schwere Gewitterwand über die Wasserkuppe, die nochmals von den Segelflie­gern kurz vor Schluß des Wettbewerbs ausgenutzt wurde. Es war dies ein Gewitter von ungeheurer Stärke, das sich in kurzer Zeit mit einer zweiten Gewitterwolke vereinte und schweren Hagelschlag im Gefolge hatte. Diesen elementaren Gewalten waren die Segelflugzeuge teilweise nicht gewachsen, so daß die Segelflieger Romeis-Schillinger (NSFK.- Gruppe München), Knöpfle (NSFK.-Gruppe Würt­temberg)), Steinig (NSFK.-Gruppe Breslau) und Hieckmann (Luftwaffen-Sportverein Köln) chre Flugzeuge verlassen muhten und mit dem Fallschirm wohlbehalten die Erde wieder erreichten.

Leider mußte der bekannte Segelflieger Blech bei diesem letztmaligen Einsatz sein Leben lassen. Blech war ebenfalls gezwungen, sein Flugzeug zu verlassen, jedoch wurde er beim Absprung von dem Flugzeug getroffen, so daß ihn der Fallschirm, der sich ordnungsgemäß geöffnet hatte, nur noch leblos zur Erde brachte.

Dieser vorletzte Tag des 19. Rhön-Segelflug- Wettbewerbes zeigte noch einmal fo richtig den un­erhörten Einsatz 'aller Wettbewerbsteilnehmer, die in den hinter uns liegenden 14 Tagen Gewaltiges geleistet haben. v

Abschluß und Siegerverkündigung.

Seingesetzt, die von der Luft aus das Bor­en des Wassers beobachten und die Rettungs- arbett für die Abgeschlossenen leiten.

Aus allen französischen Geaenden werden schwere Unwetterschäden gemeldet. Bei einem Hagel- chlag in Montpellier wurde eine 60 Jahre alte Frau van einem Hagelkorn am Kopf getroffen; sie iel so unglücklich, daß sie sich das Genick brach. In )er Nähe von Straßburg wurde ein Landarbeiter vom Blitz getroffen und getötet. Der Hagel- chlag richtete besonders im Umkreis von Chalons- sur-Marne großen Schaden an. Tausende von Hasen und wilden Kaninchen wurden durch Hagel­schlag getötet. Im Pariser Zoologischen Garten wurde ein Eisbär offenbar von einem herauf­ziehenden Gewitter tobsüchtig. Das Tier versuchte den Graben zu überspringen, stürme jedoch dabei hinein; im Fallen biß der Eisbär sich an dem Arm eines Besuchers fest und versuchte ihn mit sich hinabzuziehen, was jedoch zu Hilfe eilercke Besucher verhindern konnten. In den verschiedensten Gegen­den wurde infolge der Hagelschläge und des Platz­regens der Verkehr eingestellt. Die Schaden, die durch die Unwetter verursacht wurden, sind noch nicht abzuschätzen. Im Rhonebecken dagegen diente ein Platzregen zum Guten, da er mehrere leit Tagen anhaltende Waldbrände löschte.

Das Rhönstädtchen Gersfeld wurde van einem j Unwetter heimgesucht. Einem Wolkenbruch und Hagelschlag folgte ein Gewitter, das zwei Stunden lang über den Rhönbergen tobte und die Wasser- maffen eines Baches fo stark anschwellen ließ, daß sie mit reißender Geschwindigkeit das Städtchen überfluteten, das Pflafter auf riff en, Bäume Entwur­zelten und ein in Fahrt befindliches Auto nut 3n» |affen gegen eine Hauswand warfen. Der sofortige Einsatz von Arbeitsdienst, der Bevölkerung und Feuerwehr verhinderte weitere Schäden. Die Be­völkerung mußte die Erdgeschosse räumen das Vieh tonnte noch in letzter Minute in Sicherheit gebracht werden Im benachbarten Dorf Mosbach vernich­tete ein durch Blitzschlag entstandenes Feuer em Wohnhaus mit Stallungen.

Ueber Würzburg und Umgebung ging ein schwe­res Unwetter nieder, das von einem starken Wolkenbruch begleitet war. Zahlreiche Baume wur­den entwurzelt, Telegraphenmasten umgelegt und ganze Straßenzüge überschwemmt. Die Wasier­massen richteten schweren Schaden an. V^onders hart wurde dabei die Gemeinde Theilheim nutge­nommen. Infolge Blitzschlages geriet in hausen (Main-Franken) die Scheune des Gastwirts Karl Wa r m u t h in Brand. Das Feuer griff auch auf die Scheunen der Bauern Friix M a y unb Ferdinand Müller über. Die dr«' Scheunen wurden ein Raub der Flammen. In Willmars bei Mellrichstadt schluc, der Blitz in die Scheune des Bürgermeisters Barthelmeß und zündete. Im Nu stand die Scheune in Hellen Flammen, das Feuer erfaßte auch die Nebengebäude unb bas Wohnhaus, sowie die Nebengebäude des Bauern Landgraf. Auch dest-n Wohnhaus wurde schwer beschädigt. Ein weiteres Anwesen erlitt Brand- schaden. Der K4jährige Bauer und Gastwirt chubert Nöth oon Unsleben wurde auf dem Fell oom Blitz getroffen und getöte t. Noch war mit feinem Pferdegefpann mit Kleemahen befchastigt gewefen und hatte unter einer freistehenden Kiefer Schutz gesucht.

Wolkenbruch über Stuttgart.

1800 Festspielbesucher waren vornParsisal" tief ergriffen. Die Aufführung tat, wie der DKK.-Be- richterstatter meldet, das Ihrige dazu, das Werk in schönster Form darzubieten. Außer der gewohn­ten Besetzung trat diesyUil zum erstenmal Franz Volker in der Titelrolle auf. Er verkörperte feinen Part mit allen ihm zu Gebot stehenden Mitteln packend und ergreifend. Die anderen Mit- mirienben, Solisten, Chor und Orchester, wett­eiferten mit dem Dirigenten unb bem Spielleiter, den Hörern ben besten Eindruck zu vermitteln.

Nanga-Parbat-Expedition

wegen ungünstiger Witterung abgebrochen.

Die Befürchtungen, daß infolge der außerordent­lich ungünstigen Wetterlage die Bemü­hungen Der Nanga-Parbctt-Expedition abgebrochen werden müßten, haben sich bewahrheitet. Wie die Himalaja-Stiftung mitteiü, -befindet sich die Be­satzung des Lagers 5 zur Zeit im Abstieg auf das

Der Schlußtag des 19. Rhon-Segelflug-Wettbe- roerbs brachte noch einmal auf der Wasserkuppe ein reichhaltiges fliegerisches Programm. Tausende von Zuschauern erlebten am Sonntag Kunstfluye Der von Segelflugzeugen und Motorflugzeugen, sowie P h i i vy V » -mh -;/ > Vorführungen eines Fieseler-Storch. Weiter herrschte | und besichtigten das Segelfftegerlager.