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Noch keine Einigung zwischen Tokio und Moskau.

Litwinow-Finkelstein lehntLapans Vorschläge rundweg ab.-Gowjettruppen greifen wieder an

M o s k a u , 8. Aua. (DNB.) Zwischen dem japa­nischen Botschafter in Moskau Schigemitsu und dem Außenkommissar Litwinow-Finkel- st e i n sand am Sonntagabend eine zweieinhalb- stünöige Unterredung über den Grenzkonflikt im Fernen Osten statt.

Litwinow-Finkelstein brachte zuerst eine Beschwerde dagegen vor, daß die japanischen Trup­pen in dem umkämpften Gebiet die militärischen Aktionen auch nach dem 4. August (Datum der letzten diplomatischen Unterredung) angeblich fort­gesetzt hätten.

Hierauf antwortete der japanische Botschafter, die japanischen Truppen hätten nach Ansicht der Tokioter Regierung überhaupt nie die So- wjetgrenze verletzt und bis zum gegen­wärtigen Augenblick die sowjetischen Truppen auch niemals von sich aus angegriffen, sondern lediglich das Territorium Mandschukuos geschützt. Japan könne sich zu einer Einstellung Der militärischen Aktionen bereit erklären, jedoch nur unter der Be- Dingung, daß die gegenwärtige militä- rische Situation auf dem Schauplatz des Konfliktes aufrechterhalten bleibe, und zwei- tens nur dann, wenn die Sowjetregierung sich bereit erkläre, die Frage der Demarkation d e r Grenze in diesem Abschnitt zu diskutieren so­wie den ganzen Konfliktsfall einer diplomattschen Ueberprüfung zu unterziehen.

Litwinow-Finkelstein erwiderte hierauf, die Sowjetregierung könne keinerlei konkrete Versprechungen geben, solange auch nur ein japanischer Soldat jenseits der Grenz­linie stehe, welche die dem Derttage von Hunschun beigefügte Karte angebe. Was die Frage der Demarkation der Grenze anbelange, so erwarte die Sowjetregierung von Japan vor der Aufnahme jeglicher Diskussion eine Anerkennung der sowje­tischen Grenze.

Schigemitsu äußerte dann, es fei doch wohl das Richtige, bei Einstellung der militärischen Aktion eine Einigung zustande zu bringen. Gerade im jetzi­gen Augenblick, wo die Sowjetssite behaupte, das strittige Gebiet von japanischen Truppen gesäubert zu haben, Mrde dies doch wohl für Moskau nicht schwierig sein, Er würde deshalb Vorschlägen, ent­weder die militärischen Aktionen bei Aufrechter­haltung der gegenwärtigen Situation einzustellen oder eine Regelung herbeizuführen, bei der die beiderseitigen Truppen in einer angemessenen Ent­fernung von den umstrittenen Höhen von Schang- feng zu bleiben hätten, die sozusagen neutral blei­

ben würde, bis eine gemischte Kommission mili­tärischer Experten die Streitfrage einer Lösung zu­führen würde.

Litwinow-Finkelstein lehnte auch diese Vorschläge rundweg ab.

Demgegenüber brachte Schigemitsu zur Geltung, die Sowjettruppen seien es gewesen, die zuerst, am 11. Juli, das Schangseng-Gebiet besetzt hätten.

Als Ergebnis der langen Unterredung, in der sich der sowjetische Außenkommissar mit­unter in recht widerspruchsvollen Dar­legungen bewegte, konnte keine Einigung er­zielt werden.

Heue Zwischenfälle.

Tokio, 7. Aug. (Europapreß.) Das Wochen­ende hat neue Zwischenfälle an der sow­jetrussisch-koreanischen Grenze gebracht, ohne jedoch an der Gesamtlage etwas zu ändern. In der Nacht zum Sonntag drangen nach Angaben amtlicher japanischer Stellen sowjetrussische Truppen auf koreanisches Gebiet vor unD besetzten vorübergehend die etwa 1000 Meter

London, 7. Aug. (DNB.) Die gesamte Lon­doner Presse berichtet ausführlich über die süngsten Vorgänge im sowjettussisch-japanischen Grenzkonflikt. Besondere Beachtung findet dabei die Tatsache, daß die Sowjetrussen Korea wiederum mit Flugzeugen angegriffen und bei den jüngsten Grenzkämpfen 160 Tanks eingesetzt haben. Die Tatsache, daß das japanische Außen amt Sowjetrußland neue Vor­schläge überreicht hat, wird dabei besonders ge­wertet, weil man in diesem japanischen Schritt eine Bestärkung der englischen Hoffnung sieht, daß dieser Grenzkonflikt bald beigelegt werde und sich nicht über den Rahmen eines Grenzkonslrktes hinaus ausdehnen wird.

Sunday Times" macht dabei u. a. folgende bemerkenswerte, wohl als sehr charakteristisch zu bezeichnende Aeußerungen:

Verlöre Sowjetrußland einen

von der Grenze entfernt liegende Siedlung Vang- wangping. Sie versuchten, sich dort festzusetzen, wurden jedoch von mandschurischen Truppen ange­griffen und zum Rückzug gezwungen.

In der Nähe des Tschang-Ku-feng-Berges liegen sich die Truppen beider Seiten in einem Abstand von etwa 200 Meter gegenüber. Nach einer vom japanischen Kriegsministerium veröffentlichten Mit­teilung hat Sowjettußland in den letzten drei Tagen etwa 50 Tanks verloren. Äe wurden ent- weder völlig zerstört oder einsatzunfähig gemacht.

Heute früh wieder Sowjetangriffe.

Tokio, 8. Aug. (DNB. Funkspr. Ostasiendienst.) Wie das Kriegsministerium mitteilt, unternahmen die Sowjets südöstlich Der Schangfeng-Höhe seit heute morgen zwei Angriffe, die in schwersten Karn'pfe Mann gegen Mann abgeschlagen wurden. Die Sowjettxuppen muß- ten etwa einen Kilometer zurückgehen. Beide Sei­ten erlitten schwere Verluste. Die Kampfhandlung wurde gegen 6.30 Uhr beendet. Seitdem herrscht Ruhe.

zwellen Krieg mit Japan, so würde das fast sicher zu einer Revolution führen. Durch diese würde Sowjetruhland, wenn der Kommunismus überwunden wäre, in die Arme Deutschlands getrie­ben. was für die West Mächte nicht gut fei.

Gewinne Sowjettußland Den Krieg aber, so würde es in China eine Stellung erringen, Die für britische und amerikanische Interessen in China ebenso un­günstig sein würde wie die Lage, die sich aus einem eventuellen völligen Sieg Japans ergeben würde. Niemand würde Sowjettußland einen diplomattschen Sieg über Japan mißgönnen (!?). Aber es würde eine Katastrophe für die Welt sein, wenn Der Streit zu einem Eintritt Sowjetrußlands in Den Krieg führen würde. Das würde es noch schwerer machen, die britischen Interessen in China zu verteidigen.

FrankreichsAichleikimischimg*.

Französische Offiziere alsBergnügungtz.

reisende" und dann bei den Roten.

Rom, 7. Aug. (DNB.) Der Zusammen« druck der rotspanischen Stellungen beim Brückenkopf von Mequinza wird von der gesamten römischen Sonntagspresse als ein entschei­dender Erfolg Der siegreichen nationalspanischen Gegenoffensive an Der Ebro-Front unterstrichen.

Die letzte Ebro-Offensive haben den sowjetrus« isch en Zustrom ausländischer Hilfs, kräfte bestätigt, den man vergebens hinter den offiziellen französischen Erklärungen zu ver- tecken suche. Aus Den Feststellungen auf Dem Kamps, gelände und Den Aussagen der Gefangenen ergebe sich unzweideutig, daß die Roten auch in ben letz, ten Wochen einen ungeheuren Nachschub an Menschen und Material erhalten haben, mit Dem sie sogar neue Internationale Brigaden o z. B. Die 34. bilden konnten. Um Die Spuren Der französischen Hilfeleistung besser zu verwischen, sei Die französische Schmugg, lerzentrale einfach nach Der Ostsee verlegt wor- Den, von wo aus Dann die Kriegskonterbande über Die norDfranzösischen Häfen nach wie vor nach Rot- panien gelange.

Die jüngste Aktion Der Roten an Der Ebro-Front habe aber auch das Vorhandensein einer neuen ranzösischen Organisation klar erken­nen lassen, mit der Den Rotspaniern Die nötigen Militärkadres durch Entsendung ehemaliger französischer Offiziere geliefert werden, Die Dann, als DergnügungsreisenDe ver­kleidet, Dem rotspanischen Kommando als Techniker zur Seite stünden. Alles, so betont Giornale d'Jtalia", werde also wie früher, ja so- gar noch mehr als früher fortgesetzt. Man könne wohl sagen, daß nur die ununterbrochene Hilfe des Auslandes diesen jüngsten Verzweiflungsversuch Der Roten überhaupt erst ermöglicht habe.

Höchster dänischer Orden für Feldmarschall Göring.

Berlin, 6. Aug. (DNB.) Der dänische Gesandte, Kammerherr Zahle, überbrachte am Samstag Ministerpräsident Generalfeldmarschall G ö r i n g im Auftrage Seiner Majestät des Königs von Dä­ne m a r k das G r o ß k r e u z desDanebrog» Ordens mit den Insignien in Diaman­ten. Außerdem überreichte Exzellenz Zahle dem Generalfeldmarschall als persönliches Ge­schenk Die zum Großkreuz gehörende große Ordenskette.

Englische Frontkämpfer kehren heim.

Für die Wesimächle nicht gut."

Sie haben kein Interesse an der Niederwerfung des Bolschewismus.

Heimlicher Minister-Flug nach Palästina.

Große Lleberrafchung in England. Aenderi England seine Palästinapoliiik?

London, 7. Aug. (Europapreß.) Größtes Er­staunen hat eine am Sonntagabend hier veröffen- lichte, fast sensationell wirkende Mitteilung des Ko­lonialministeriums hervorgeHifen, wonach Kolonial­minister Malcolm M a c D irft a ID sich bereits am vergangenen Donnerstag auf Dem Luftwege nach Malta und von hier aus über Abukir nach Ieru - s a l e m begeben hat. Der Flug wurde von Dem Minister für notwendig erachtet, so erfährt man hierzu aus unterrichteten Kreisen, weil sich die Lage in Palästina trotz aller Maßnahmen Der Mandatsbehörden eher verschlechtert, als verbessert hat.

Um dieser geheim vorbereiteten Reise möglichst den Anstrich des Sensationellen zu nehmen, erfolgte Der Flug in einer Maschine Der Luftwaffe. In Je­rusalem waren nur wenige führende Männer Der Mandatsverwaltung von der am Samstagmorgen erfolgten Ankunft des Kolonialministers unterrichtet.

Wie man noch erfährt, sei die plötzliche Abreise schon am vergangenen Mittwoch Gegenstand ein­gehender Unterredungen zwischen Dem für acht Stunden nach London zurückgekehrten Ministerprä­sidenten Chamberlain und Kolonialminister MacDonald gewesen. Der Kolonialministtr habe dabei Chamberlain einen eingehenden Bericht über die gespannte Lage in Palästina erstattet. Chamberlain habe hierauf dem Kolonialminister ein Flugboot Der Luftwaffe bereitstellen lassen, damit der Flug ebenso schnell wie geheim habe vor sich gehen können.

Die Rückkehr des Ministers nach London ist für kommenden Mittwoch angesetzt worden. MacDo­nald, der Jerusalem bereits wieder verlassen hat, reift über Abukir und Malta nach London zurück.

lieber das Programm MacDonalds hüllt man sich in Londoner politischen Kreisen in Still­schweigen. Es wird lediglich betont, Die Reise sei nicht der Beginn einer neuen englischen Politik in Palästina. Auch wird unterstri- chen, ein besonderer Anlaß für die Bestimmung des Zeitpunktes der Reise habe nicht Vorgelegen. Zur Vermeidung von Kundgebungen, so wird lediglich zugegeben, habe man es vermieden, daß über die Reise schon vor der Ankunst des Ministers in Pa­lästina etwas an Die Öffentlichkeit gelangt. Dies sei auch notwendig gewesen, um Die persönliche. Sicher­heit Des Kolonialministers gewährleisten zu können.

Zwei amtliche Mitteilungen.

Jerusalem, 8. Aug. (Europapreß.) Die Oef - fentlichkeit Palästinas ist erst am Sonn­tagabend von der Anwesenheit Des britischen Kolonialmini st ers in Jerusalem unterricht tet worden. Die Reise hat hier allergrößtes Aufsehen erregt.

lieber Den Zweck der Reise wurde am Sonntag­abend von dem Hohen Kommissar eine amtliche Mitteilung herausgegeben, in Der es u. a. heißt: Kolonialminister Malcolm MacDonald ist seit längerer Zeit darauf bedacht gewesen, Den Hohen Kommissar für Palästina zu treffen, um mit ihm die augenblickliche Lage in Palästina zu besprechen. Es ist unmöglich für Sir Harold MacMichael ge- wesen, nach London zu reifen, und Kolonialminister MacDonald hat Dafür Die Gelegenheit Der Paria- mentsferien ergriffen, um ihn in Jerusalem zu be- suchen. Er kam am Samstagmorgen auf dem Flug­platz in Qualuntia an und hatte' Unterredun­gen mit Dem Hohen Kommissar und mit General Haining, Dem Befehlshaber der britt­schen Truppen in Palästina. Andere Teilnehmer an diesen Unterredungen waren Major Saunders, Der Generalinspektor der Polizei, und wenige andere brb tische Beamte. Die augenblickliche Lage in Palästina war Gegenstand Der Erörterungen."

Der Kolonialmimster veröffentlichte am Sonntag­

abend ebenfalls einen amtlichen Bericht, in Dem es heißt:Der Hohe Kommissar und ich sind tele­graphisch und brieflich in ständiger Fühlungnahme. Aber es ist für mich von unerläßlichem Wert ge­wesen, mit ihm und General Haining über Die augenblickliche Lage in Palästina die Ansichten aus­tauschen zu können. Wir und mit uns andere sind gewillt, unsere Rolle in der Wiederherstel­lung des Friedens in Palästina auf der Grundlage der Gerechtigkeit gegenüber beiden Döl- fern zu spielen. Dies wird das Ziel unserer Be­mühungen auch in Zukunft sein."

Volschast an die Einwohner Palästinas?

London, 8. Aug. (DNB. Funkschmch.) Die plötzliche Reise des englischen Kolonialministers Macdonald nach Paläfttna, seine Verhandlun­gen mit dem Dortigen brittschen Oberkommissar und dem Oberkommandeur sowie seine ebenso schnelle Abreise kommen Den englischen Zeitungen über­raschend. Aus den Berichten Der Blätter geht hervor, daß alle Vorbereitungen für Den Flug des Kolonialministers im geheimen getroffen wor­den waren, und daß außer ben höchsten Stellen Englands niemand etwas von der beab­sichtigten Reise wußte.

Daily Herald" mutmaßt, daß Macdonalds Mis-

Saragossa, 7. Aug. (Europapreß.) Die na­tionalen Truppen haben an Der Ebro« Front bei Mequinenza und Fayon am Samstag eine neue große Offensive eröffnet, die vollkommen geglückt ist. Die sowjetspanische Front wurde an mehreren Stellen durchbrochen und der Feind in die Flucht geschlagen. Die nationalen Truppen haben sich bereits an mch- reren Stellen dem Ebro-Ufer bis auf wenige hun­dert Meter genähert.

Die Offensive begann bereits in Den frühen Mor­genstunden Des Samstag nach einer heftigen Ar­tillerievorbereitung. Um 10 Uhr wurde der Berg Auts, einer der wichtigsten strategischen Punkte in diesem Kampfgebiet, von den Nationalen erstürmt. Der Feind begann von diesem Augenblick an zu fliehen. Die nationalspanischen Truppen nützten ihren Vorteil aus und verfolgten Die Sowjetspanier bis dicht an Den Ebro-Fluß. Im Laufe Des Sams­tag wurden 2000 bis 3000 Gefangene gemacht. Ganze Divisionen wurden umzingelt. Die Verluste des Feindes sind außerordentlich groß. Sie können auf etwa 2000 Tote geschätzt werden.

In Den Abendstunden Des Samstag begann die nationale Artillerie die Brücken zu beschie­ßen, die die Sowjetspanier über den Ebro geschla­gen hatten, wodurch ihnen der Rückzug a b g e schnitten wurde.

Während Des ganzen Tages haben die nationalen Luftstreitkräfte aktiv an Den Kämpfen teilgenom- men und den Feind aus niedriger Hohe Mit Ma­schinengewehrfeuer belegt.

Der nationalspanifche Heeresbericht meldet zu den Kampfhandlungen noch folgende Ein­zelheiten: Die nationalen Truppen haben Die Ver­bindung zwischen Den sowjetspanischen Mi- lizen auf Dem rechten Ufer Des Ebro-Flusses zwi- schen Mequinenza und Fayon und Demjenigen, die sich weiter nördlich befinden, abgeschnitten. Der Feind ist somit zwischen dem Ebro-Bogen, an

sion mit dem Teilungsplan in Verbindung zu bringen sei? Bemerkenswert ist, daß der britische Oberkommandierende in Palästina eine Rundfun kbotschast an die Einwohner Palästinas richten werde. Es soll sich Dabei um einen Ruf zum Frieden handeln. Die Blätter erwarten aber keinen neuen Kurs in Der englischen Palästinapolitik.

Von gut unterrichteter Seite verlautet, daß Mac­donald sich hauptsächlich über Die Frage Der z u - künftigen Sicherheit in Palästina unter­richtet habe. Seine Reise sei aber nicht aus poli­tischen Motiven erfolgt. Sie sei geheimgehalten wor­den, um dem Minister die nötige persönliche Sicher­heit zu geben.

Es gehört zu den Seltenheiten, daß ein englischer Minister Das Wochenende zu Dienst reisen benutzt. Man nimmt daher an, daß weittra­gende Entscheidungen Den Minister ver­anlaßt haben, sich persönlich nach Jerusalem zu be­geben. Man erinnert in Londoner politischen Grei­fen Daran, daß vor einiger Zeit auch Die Kommis­sion, die Die Teilung Palästinas an Ort und Stelle nochmals prüfte, ihre Arbeiten abgeschlossen habe und Macdonald sich an Ort und Stelle Darüber habe informieren wollen, wie in Palästina öie Stimmung gegenüber diesem Tei - lungsplan ist. Amtliche Stellen in London haben sich bisher über Die Zwecke des Besuches des Ministers in Palästina noch nicht geäußert.

dessen Ufern sich Die nationalen Truppen wieder eingenistet haben, und Mequinenza und Fayon ein­geschlossen. Mehr als 100 Tanks haben bei Der na­tionalen Offensive vom Samstag teilgenommen. Ueber 2000 Milizsoldaten wurden gefangen genom­men, darunter zahlreiche Ausländer von den internationalen Brigaden.

Im nationalspanischen Lager treffen fortgesetzt Gruppen Der rotspanischen Milizen ein, welche die Verbindung mit ihren Truppenteilen verloren yaben, da die Ueberquerung des Ebro unmög« l i ch ist. Unter Den Gefangenen befindet sich wieder eine aroße Zahl von Ausländern, welchen die Rotspanier die eigenen Papiere ge­gen spanische Ausweise austauschten. Diese können aber kein Wort Spanisch spre­chen und erklärten, daß die internationalen Truppen­teile rotspanischen Einheiten angegliebert wurden, um die Absichten Des Nichteinmischungsausschusses zu umgehen.

Unter Der großen Kriegsbeute Der Nattonalspanier befinden sich mehrere Batterien und Munitions­depots, welche die Rotspanier zur Fortsetzung Der Offensive auf dem rechten Ebro - Ufer errichtet hatten.

Wie die Frontberichterstatter ergänzend Mitteilen, sind an der Ebro-Front bisher sechs rote Bri­gaden au [gerieben worden, die ausschließlich aus Ausländern bestanden. Unter den roten Milizen herrscht große Empörung "Darüber, daß die bolschewistische Kampfleitung zurück- geblieben sei, um her Gefahr einer Gefangen- nähme zu entgehen; hingegen befinden sich Die na­tionalen Stabsoffiziere während der Dauer der Kämpfe stets in Den vordersten Linien. 90 rote Mi­lizen, die mit ihrem Truppenteil beim Vorgehen Der Nationalen über Den Ebro zurückgetrieben mür­ben, haben Den Fluß abermals überquert und sind zu den Nationalen üb er gelaufen.

Berlin, 7. Aua. (DNB.) Nach ihrem zwei­wöchigen Besuch in Deutschland verließen am Sams­tag die 40 britischen Frontkämpfer Ber­lin, um über Kölnün ihre Heimat zurückzukeh­ren. Zu ihrer Verabschiedung hatte eine von der Landesgruppe Ost des NS.-Reichskriegerbundes ge­stellte Ehrenkompanie mit Musikzug auf Dem Bahn­steig Aufstellung genommen. Ferner hatten sich Bot- schafter F o r b e s von Der englischen Botschaft und der englische Militärattache, sowie eine Reihe von Männern des NS.-Reichskriegerbundes eingefunden.

Der Vertreter Des Reichskriegerführers. Major a. D. von Jena, entbot den englischen Kamera­den herzlichen Abschiedsgruß, dankte für den wert­vollen Besuch, her hie Banhe her Kameradschaft, zwischen ben heutschen und ben englischen Front­kämpfern noch enger geknüpft habe und gab seiner Freude über ben im September bevorstehenhen Gegenbesuch in Englanb Ausbruck. Als Vertreter für ben berits vorher abgeflogenen Führer her Bri­tish Legion, General Hamilton, dankte sein Vertreter Kelley mit warmen Worten für die herzliche und aufrichtige Gastfreundschaft, die ihnen auf ihrer Deutschlandfahrt allenthalben zuteil ge­worden sei. Unter ben Klängen her Nationalhym­nen beibrt Länder verließ der Zug die Bahnhofs­halle.

Neue Krankenabwertung?

London, 7. Aug. (DNB.) Wie DerSunday Referee" in sensationeller Aufmachung meldet, be­stehe die Möglichkeit eines weiteren Franken« ft u r de s bis zu einem Kurse von 200 zum Pfund. Die Nationalisierung her Rüstungsindustrie, die Rüstungen und Rüstungsanlagen seien der Grund für neuen französischen Geldbedarf. Daladier stehe in enger Fühlung mit dem englischen Premierminister, dessen Rat dahin gehe, den fran­zösischen Staatshaushalt zunächst auszugleichen. Wenn bas nicht getan werde, bestehe die Gefahr, daß eine Krise ben Franken bis zu 200 ober 220 gegenüber dem Pfunb abwerten werde. Das Kabi­nett hoffe, einen derartigen Kurssturz aber noch verhindern zu können.

Kunst und Wissenschaft.

Italienischer »Falstaff" in Salzburg.

Als letzte Erstaufführung her Salzburger Festspiele wurde VerdisF a l st a f f" in ita' licnischer Sprache gespielt. Hatte man schonfti* garos Hochzeit" undDon Giovanni" von einer deutsch-italienischen Spielgemeinschaft aufführen las' sen, so ging man nun einen Schritt weiter und brachte das Meisterwerk des großen Italieners durch italienische Sänger, größtenteils Mitglieder der Mailänder Scala, einen italienischen Dirigenten, Vittorto Gui, und einen italienischen Regisseur, Guido S a l v i n i, zur Darstellung. Orchester, Chor und Ballett wurden von der Wiener Staatsoper gestellt. So schäumte die Szene über von südländi­schem Temperament und unbändiger Spielfreude. Romanisches Sttlempfinden aber vermied jegliche Uebertreibung, und italienische Belkanto-Kunst hüllte alles in Wohllaut. Namentlich Marino Stabile als Falstaff bot ein Kabinettsstück an komischer Menschenbarstellung unb höchster sängerischer Kunst. Aber auch bie übrige Spielschar, bestehenb aus den Damen Augusta Oltrabelli, Gianna Perea- Labia, Angelica Gravcenco unb Mita Da - sari, sowie ben Herren Piero B iasi ni, Gmo del Signore, Alfredo Tedesco, Gmseppe N e s s i unb Virgilio Lazzari stanb ihm m nicht? nach. Diele Männer aus Partei, Wehrmacht un» Staat wohnten der festlichen Vorstellung bei.

3500 KDF..Besucher bei Den Bayreuther Festspielen.

In ben letzten Tagen weilten tn Bayreuth 3 5 0 0 KdF.-Besucher her Festspiele. Aus allen Gauen des Reiches waren Die Teilnehmer zu- sammengesttömt. Zwei Vorstellungen hatte ,^rrasL durch freube" belegt, und gerade die beiden der Allgemeinheit am schwersten verständlichen Werre Parsifal" undTrtApn und Isolde". Aber die

Nationalspanischer Sieg am Ebro.

Sechs rote Brigaden aufgerieben.

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