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Das Leben ist schön.

Wenn einer gute Laune hat, dann soll er pfeifen, lauthals pfeifen. Es hat noch niemanden gegeben, dem gute Laune geschadet hätte. Der alte Spruch, daß jeder, oer nicht Wein, Weib und Gesang liebe, ein Narr sei, stimmt schon irgendwo. Man muß ihn nur richtig zu deuten verstehen, dann heißt er nämlich: Mache dir das Leben so schön wie nur möglich! Das soll nie und nimmer heißen: Mache es dir leicht! Nein, das heißt ganz einfach und schlicht: Dein Leben mag noch so schwer sein, deine Arbeit noch so viel und noch so an­strengend, versuche, sie dir so angenehm wie möglich zu gestalten. Versuche, allen dich umgebenden Din­gen auch die schöne Seite abzugewinnen. Wer lachen kann, hat mehr vom Leben. Wer das Leben aber zwingen will, der muh lachen können. Er muß überlegen sein können und nicht pessimistisch dem eventuellen Erfolg entgegtznsehen.

Das Leben ist schön; es ist so schön, wie man es sich macht. Ich kenne Leute, die grau und gries­grämig allen Dingen des Alltags gegenüberstehen und die überall nur das Schlechte und Negative sehen. Bist auch du einer von ihnen? Bist auch du einer von denen, die alles durch die verneinende Brille sehen, die kurzsichtig sind und sich dabei doch so furchtbar klug vorkommen? Bist du einer von jenen traurigen Zeiterscheinungen, die zum Beispiel niemals die Schönheiten einer Nordlandreise mit den Kraft-durch-Freude-Schifsen erlebt haben, trotz­dem aber darüber lästern und meckern und nur von Menschenanhäufung, Schweiß und Leuten mit Filzpantoffeln faseln? Kannst du wie die von dir verlästerten Urlauber frohen und ehrlichen Herzens singen: Freut euch des Lebens? Oder bist du einer von denen, die lieber doppeltes Reisegeld bezahlen, als daß sie mit KdF.-UrlaUbern in einem Ort zu­sammenträfen? Bist du gar einer der Neunmal­klugen, die behaupten, daß der Arbeiter im neuen Deutschland verwöhnt werde?

Mein lieber Volksgenosse, dann tust du mir leid. Dann muß ich dir im Namen aller meiner Kame­raden sagen, daß du am besten tätest, dich still und leise in einen Sarg zu packen und den Deckel un­auffällig zu schließen. Dich wird niemand vermissen. Leute wie du erscheinen uns überflüssig. So über­flüssig, daß ich von dir jetzt nicht mehr reden will.

Oder gehörst du zu uns? Gehörst du zu denen, die das Leben immer und immer wieder freudig begrüßen, die jeden neuen Tag als ein Geschenk des Himmels ansehen und dem Herrgott dafür dan­ken? Dann sei uns herzlichst willkommen. Dann bist du einer der unsrigen. Wir glauben dir und wissen, daß auch du allen Freunden und Kameraden dei­nen Lebensglauben verkündest, daß du ihnen von deinem Lachen und deinem Frohsinn abgibst und mit ihnen deine schönen Stunden teilst.

Vor kurzer Zeit sprach ich mit einem Arbeits­kameraden, der noch manchen Einrichtungen unserer Zeit ablehnend nur aus Unwissenheit gegbn« übersteht, von derSchönheit der Arbeit". Ich er­zählte von der herrlichen Einrichtung der Deutschen Arbeitsfront, die überall dafür Sorge trägt, daß Arbeits- und Speiseräume der Fabriken, Werkstätten und Kontore sauber und anheimelnd ausgestattet werden und für alle im Betrieb Beschäftigten neue Freude bedeuten.

Glauben Sie das wirklich?" bezweifelte der Ar­beitskamerad und meinte, daß dem Arbeiter und Angestellten zehn oder zwanzig Mark in der Hand bestimmt besser gefielen als z. B. Blumen an Fen­stern und auf Tischen. ,Zeder arbeitet doch nur seine Zeit herunter und ist dann froh, aus dem Betrieb nach Feierabend heimwärts zu eilen." Da­mit glaubte mein Kamerad seine Ausführungen be­weisen und schließen zu können. Hatte er recht?

Muß denn Arbeit immer etwas Dunkles und Un­angenehmes sein, etwas Freudloses und Häßliches, vor dem man flüchtet? Sollte es nicht anders gehen? Lieben wir denn nicht alle die Arbeit, jeder an seinem Platze? Haben wir nicht manchmal so­gar im schönsten und sonnigsten Urlaub Sehnsucht nach unserer Arbeit? Wäre unser aller Leben nicht einsam und freudlos ohne Arbeit? Warum soll es keine Schönheit der Arbeit geben? Warum wollen wir unsere Arbeit nicht schön und freudig machen? Arbeiten ist schön, ist wunderschön. Und wer wie. so viele von uns einmal arbeitslos auf der Straße lag und sich auf Stempelstellen herumdrücken mußte, der weiß um die Schönheit der Arbeit an sich. Er kennt die innere Kraft und Schönheit des Schaffens, er liebt die Arbeit. Nicht des Lohnes willen, der ist für jede ßeiftung' selbstverständlich, sondern er liebt die Arbeit, weil er die Tatenlosig­keit haßt und weil er in seinem Schaffen eine Auf­gabe sieht, an der er sich und sein Können beweisen kann und will.

Ein nationalsozialistischer Betriebsführer hat mir einmal gesagt:Schönheit der Arbeit, ich meine jetzt die rein äußere Gestaltung und Verschönerung, ist für jeden vernünftigen Betrieb eine einfache Selbst­verständlichkeit. Wenn ich meinen Arbeitern und Angestellten schöne und helle Arbeitsräume gebe, dann steigere ich ihre Freude an der Arbeit. Ihre Leistung steigt, damit mein Umsatz und mein Ge­winn. Ich verdiene mehr und kann neue Kräfte ein­stellen, kann bessere und höhere Löhne bezahlen. Die Leistung meines Betriebes dient dem neuen Staate, dient der Regierung und ihrem Aufbauprogramm. Damit aber dient sie^wiederum dem deutschen Volke, also jedem einzelnen von uns. Schönheit der Arbeit ist daher Leistungssteigerung zugunsten aller. Unser Volk hat sich durch seine Leistungen wieder zur Weltmacht durchgekämpft, hat seine Frei­heit wieder errungen und marschiert mit fliegenden Siegesfahnen in eine große Zukunft. Leistung und Können sind Sieg. Jeder Aufstieg aber ist ein Sieg der Leistung."

So der Betriebsführer. Warum ich dies alles er­zähle? Mein kleiner Neffe hat seine S ch ü l e r z e i t - schriftHilf mit!" zu mir geschleppt und von dem neuen Wettbewerb des National­sozialistisches Lehrerbundes berichtet. Dabei sollte ich ihm helfen. Er wollte etwas basteln um den Gedanken der Arbeit als Pflichterfüllung. Ich tat es gern und kam dabei auf alle diese doch so selbstverständlichen Gedanken. Jetzt bin ich fertig da­mit und pfeife:Freut euch des Lebens!" H. Q.

Das deutsche Radwegeueh kommt!

Berlin, 7. Juli. (DNB.) Nachdem durch die Initiativ? des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen d § n Gemeinden und Ge­meindeverbänden auch finanzielle Möglichkeiten geboten sind, das umfassende deutsche Radwegebauprogramm in ihren Bezirken durchzuführen, ist es wesentlich, daß die Radwege nach einem Gesamtplan so auf­gebaut werden, daß für den Radfahrerverkehr (wie auch für den Straßenverkehr überhaupt) ein Höch st maß für Sicherheit und Be- guemlichkett erreicht wird. We Mix von der

Reichsgemeinschaft für Radwegebau, Berlin", er­fahren, werden in bebauten Gebieten in der Regel beiderseitige Radwege an den Stra­ßen angelegt werden, von denen jeder nur in einer Richtung zu befahren ist. Um den Rad­fahrer aber auch aüf dem Radfahrweg vor heraus­ragenden Lasten, aufschlagenden Autotüren zu schützen, soll zwischen Radlpeg und Fahr­bahn, wo irgend möglich, ein 1 Meter breiter- Sicherheits st reifen angelegt werden, an Landstraßen müssen die Radwege möglichst außer­halb der Baumreihen zu liegen kommen. Ist diese Möglichkeit wegen Raummangel nicht ge­geben, dann müssen Radweg und Fahrbahn durch Leit st eine getrennt werden.

Gauleiter Streicher 1 vor den Geschichtsforschern.

Die Tagung des Reichsinstituts für die Ge­schichte des neuen Deutschland.

Münch-en, 7.'Juli. (DNB.) Auf der Tagung des Reichsinstituts für die Geschichte des neuen Deutschland kam am Donnerstag der Frankenführer Gauleiter Julius Streicher zu Wort. Julius

Streicher zeigte an einer Reihe lebendiger Beispiele aus der Kampfzeit des Nationalsozialismus und an dem großen Vorbild des Führers, daß es immer darauf ankäme, mit dem Leben wirklich verbunden zu bleiben und sich durch kämpfe­rischen Einsatz die Berechtigung für jegliches Schaf­fen zu gewinnen. Gerade auch der Geschichtsforscher dürfe seine Welt nicht allein in zerzausten Büchern erblicken. Geschichte müsse blutooll und mit Feuer geschrieben sein, wenn sie in die Herzen der Menschen dringen soll. Erst wenn man wisse, welchen Einfluß das jüdische Blut im deutschen Volk hatte, könne man deutsche Geschichte schreiben. Der Jude verzehre Körper und Seele und sei überall dort, wo er auftritt, als Element der Zersetzung das Gespenst des Bolschewismus.

Präsident Professor Walter Frank stellte fest, wenn neben den Forschern aus stillen Gelehrten­stuben der politische Frontkämpfer der Massen­versammlungen, Julius Streicher, seine praktisch erlebte Wissenschaft gelehrt habe, so zeige dies, wie sich die tiefe Kluft von Geist und Politik zu schließen beginnt. Aus dem großen gemeinsamen Ziel der nationalsozialistischen Erneuerung erstehe so i n der neuen Ganzheit auch die neue Universität, für die das Reichsinstitut für die Geschichte des neuen Deutschland arbeiten solle.

Am Vorabend des Tages der Deutschen Kunst.

Mnchen im Festschmuck.

München, 7. Juli. (DNB.) Wieder steht nun das nationalsozialistische Deutschland am Vorabend des Tages der deutschen Kunst. Mit der feierlichen Eröffnung im Festsaal des Deutschen Museums, der Festsitzung der Reichskammer der bildenden Künste an der gleichen Stelle, der Eröffnung der großen deutschen Kunstausstellung im Hause der deutschen Kunst und dem Festzug2000 Jahre deutsche Kul­tur" wird sich in den nächsten drei Tagen eine reiche Fülle festlicher Veranstaltungen abwickeln, die alle beseelter und beschwingter Ausdruck lebens­bejahender Kulturgesinnung im Dritten Reich und eine freudige Huldigung zu Ehren der deutschen Kunst sein werden.

Die Stadt der deutschen Kunst hat wiederum ein Festkleid angelegt, das fast noch schöner und be­wegter, noch harmonischer und ausdrucksvoller ge­worden ist. Wieder fluten die großen weißen Fah­nen der Kunst mit den drei roten Schilden in. der Mitte über die Straßen, von mächtigen Säulen leuchten in der heißen Sommersonne die großen goldenen Hoheitsadler. Grün verkleidete Triumph- pforten, die sich in verschiedenen Farbentönen über die Straßen spannen, beleben das Bild und erzielen immer neue packende Wirkung. Besondere. Glanz­punkte des Festschmuckes bilden wieder der Haupt­bahnhof, der Marienplatz, der Platz vor dem Na­tionaltheater, dann der Platz zwischen der Univer­sität und dem Haus des deutschen Rechts, vor allem aber auch die von breiten Kulissen von Fahnen in Rot und Gold eingerahmte prachtvolle Ludwig- straße.

Ganz neuartig ist der Fensterschmuck, der

am Samstag und Sonntag die Stadtbeleuchtung zu unerhörter Wirkung bringen wird. Sind doch an jedem Fenster jedes Hauses der ganzen Stadt zwei einheitliche Pergamentampeln angebracht, die Mil­lionen Lichter in die tiefe Sommernacht senden werden. Viele Fenster sind noch besonders mit Gold- girlanden und mit goldgeränderten roten Schmuck­tüchern geziert. Nicht weniger als 75 Tribünen sind an Öen Straßen und Plätzen der Stadt aufgebaut, auf denen ungezählte Tausende am Sonntagnach- mittag den herrlichen Festzug an sich vorüberziehen lassen werden. So bietet die Stadt, durch die- bereits ein von Tausenden von Fremden verstärktes Leben flutet, ein herrliches Festkleid, das würdig ist ihres Namens als Stadt der deutschen Kunst und würdig des großen Festes, durch das deutsche Kunst und Kultur ihre schönste Verherrlichung finden.

Die Stadt der deutschen Kunst.

München, 7. Juli. (DNB.) Oberbürgermeister Fiehler gab bekannt, daß die Hauptstadt der Be­wegung zur Erfüllung der großen Aufgaben, die ihr als Stadt der deutschen Kunst gestellt sind, einen Grund st ock zur Pflege der bildenden Künste in Höhe von einer Million R M. errichtet. Die Verfügung über diesen Grundstock hat sich Oberbürgermeister Fiehler selbst vorbehalten. Er wird sich hierbei der Beratung durch ein Kuratorium bedienen. Weiter wurde bekanntgegeben, daß die Stadtverwaltung der Hauptstadt der Bewegung au s Anlaß des Tages der deutschen Kun st einen Betrag von 15 000 RM. zur Verfügung stellt, aus denen an anerkannte Künstler, die n i ch t m e h r erwerbsfähig sind, Spenden gegeben werden sollen.

Besucht die deutsche Ostmark!

Reiche Auswahl ort Erholungsstätten. - Weitgehende Fahrpreisermäßigungen.

Berlin, 7.3uli. (DNB.) Der Präsident des Reichsausschusses für Fremden­verkehr teilt mit:

Der Fremdenverkehr in Oesterreich ist seit der Wiedervereinigung mit dem Reich erheblich gestie­gen. Der Wunsch, in der deutschen Ostmark und ihrer Bergwell den Urlaub verbringen zu können, hat in diesem Jahre endlich Erfüllung gefunden. Es ist ein Gebot wirtschaftlicher Ein­sicht, den Reiseverkehr nach Oesterreich so le­bendig wie möglich zu gestalten. Niemand soll sich von einer Reise nach der deutschen Vstmark abhalten lassen, weil er glaubt, daß Oesterreich überfüllt und die Preise etwa nicht tragbar seien, wie unbegründete Gerüchte glauben machen wollen. Oesterreich bietet auch in der Hauptreise­zeit genügend Platz und reiche Aus­wahl an Erholungsstätten; die Preise der Hotels und Pensionen sind von der Schilling­währung aus Reichsmark umgestelll und mit den Vorschriften des Preiskommissars und Verkehrs­liften des Fremdenverkehrs in Einklang gebracht. In allen Reisegebieten stehen Unterkünfte zur Ver­fügung, die zu Preisen zwischen R W. 3.5 0 und R W. 8. volle Tagespension bieten und nach den Grundsätzen altbewährter österreichi­

scher Gastfreundschaft alle Ansprüche befrie­digen können.

Die Dienststellen der staatlichen Verwaltung und der Partei wachen mit besonderer Aufmerksamkeit darüber,' daß die Gäste mit größtem Entgegenkom­men behandelt und in jeder Beziehung zufrieden­gestellt werden. Die Fahrpreisermäßigun­gen der Deutschen Reichsbahn, insbesondere die Urlaubskarten, sind auf das Land Oester­reich ausgedehnt und bieten gerade bei gro­ßen Entfernungen die Möglichkeit weitgehender Verbilligung.

Der Reiseverkehr zwischen dem Allreich und dem Lande Oesterreich ist dazu berufen, die V a n d e der Volksgemeinschaft im großen Deutsch­lang enger zu knüpfen, ein breiter Strom persön­licher Beziehungen, der durch die Grenzziehung bl-- zum 13. Warz 1938 gehemmt war, soll aste Stämme mit den Volksgenossen der heimgekehrten Ostmark verbinden. Sämtliche Auskunftsstellen des deutschen Fremdenverkehrs, insbesondere die Auskunfts­zentraleDeutschland" des Reichsfremdenverkehrs­verbandes im Kolumbus-Haus zu Berlin, und die Reisebüros geben bereitwillig st Auskunft über Oesterreich und seine Reisegebiete.

Unmenschliche Grausamkeiten der Schuschnigg-Schergen.

Aus Klagenfurter Gerichtsverhandlungen.

Klagenfurt, 7. Juli. (DNB.) Mit welch brutalen Methoden die, Schergen des Schuschnigg- Systems gegen aufrechte Männer in Oesterreich vor­gingen, um von ihnenGeständnisse" über ihre Be­teiligung an der nationalsozialistischen Bewegung zu erpressen, zeigten einige Gerichsoerhandlun- gen in Klagenfurt. Wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt wurden der frühere Polizeimajor Wunsch und ö-er Polizei-Rajon-Jnspektor Roesch vom ehemaligen Klagenfurter Bundespolizei-Kom­missariat zu 3, bzw. zu 2V2 Jahren, schweren Ker­kers verurteilt. Wunsch war 1934 Kommandant der Bundessicherheitswache. Den ihm unterstellten Wach­beamten befahl er, die in Polizeihaft befindlichen Nationalsozialisten mit dem Gummiknüppel zu verprügeln und jeden Neueingelieferten Spießrutenlaufen" zu lassen. Persönlich versetzte er ihnen Ohrfeigen, Faustschläge und Fuß­tritte. Der Gärtner Scheriau aus Klagenfurt wurde mit dem Gummiknüppel verprügelt, obwohl Sche­riau ein Schwerinvalide mit Hand- und Fußlähmung ist. Der Maurer Engelbert Küster aus Annabichl wurde verdächtigt, einen Spreng­anschlag auf den Bahnkörper verübt zu haben, nur weil er in der Nähe der Sprengstelle gesehen worden war. Auch Küster wurde mit dem Gummi­knüppel verprügelt. Wunsch versetzte ihm zum Schluß noch einen Fußtritt in die Lendengegend. Bald nach

der Mißhandlung stellte sich dann heraus, daß Küster an dem Anschlag völlig unbeteiligt war.

Roesch gab in der Gerichtsverhandlung zu, un­gefähr 100 Nationalsozialisten mit dem Gummi­knüppel verprügelt zu haben. Er hatte den Auftrag, den Häftlingen, wenn sie keineGeständnisse" machen wollten, 25 Hiebe zu verabfolgen. Er gibt selbst zu, bei der Mißhandlung des Gärtners Sche­riau jeden Schlag mit einem gemeinen Schimpfwort du Räuber, du Gapner, du Verbrecher" begleitet zu haben. Kurze Zeit nach der Mißhandlung wurde Scheriau verhört und dann abermals in die Dunkel­zelle gebracht. Roesch drohte ihm wiederum mit dem Gummiknüppel und rief:Du Hund, mir ft d u aussagen!" Scheriau verlor das Bewußt- sein. Dagegen hatte die Prügelexekutive ein ein­faches Mittel: lieber den Bewußtlosen wurden kur­zerhand ein paar Kübel kalten Wassers gegossen. Dem Hofrat Dr. Maier, der nach dem Juliaufstand in Haft genommen wurde, hat Roesch einen Viertelliter Rizinusöl einge­flößt. Aus feinen weiteren Aussagen ergab sich dann, daß die Wachbeamten während des Juli­aufstandes häufig von gewissen Personen mit Bier traktiert wurden und im Rausch öie Verhaf­teten in der brutal ft en Weise mißhan­deltem

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in Großbritannien hat Protest dagegen eingelegt,

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daß jüdische Aerzte aus Oesterreich nach Großbritannien heresngelassen werden sollen. Sie haben zunächst beschlossen, bei den Mitgliedern des Unterhauses zu protestieren. Der Generalsekretär des Verbandes hat erklärt, wenn diese Maßnahme nicht ausreiche, werde der Verband seine Mitglieder evtl. 3um Streik auffordern.

Kunst und Wissenschaft.

Die Goethemedattle für Professor Karl Bauer.

Der Führer und Reichskanzler hat dem Maler und Graphiker Professor Karl Bauer in München aus Anlaß seines 70. Geburtstages in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsche Kunst die Goethernedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

Steinzeitfunde im Dümmersee.

Das Amt für Vorgeschichte der NSDAP, hat im Dümmersee und den angrenzenden Moorgebieten an der 0ldenburgr s ch-hann0verschen Grenze Probegrabungen vorgenommen, die die Vermutung, daß es sich hier um das erste, gut er­haltene Dorf des Großsteingräbervolkes, der ältesten bäuerlichen Vorfahren der ©erjnanen auf deutschem Boden, handelt, in vollem Umfange bestätigten. Seegrund und Moorland sind auf wei­ten Flächen mit steinzeitlichen Siedlungsfunden be­deckt, deren Alter rund 5000 Jahre beträgt. Da bis«

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Die Ballonsperre für London.

London, 7. Juli. (DNB.) Wie derEvening Standard" berichtet, sind die Arbeiten für die Ein­richtung einer Ballonsperre für London so weit ge­fördert worden, daß zehn Ballonsperr-An- fialten bereits in Bildung begriffen sind. Der Bal- lonsperre würden außerdem zehn Flugzeug- geschwader beigegeben. Davon seien vier bereits ausgestellt. Für die Bedienung der Ballonsperre wür­den 5000 bis 6000 Mann im Alter von 36 bis 45 Jahren erforderlich fein. Jede Einheit werde 45 bis 50 Ballone erhalten. x

Eine außenpolitische Rede Edens.

London, 8. Juli. (Europapreß.) Vor einer konservativen Hörerschaft in. Stratford vn Avon beschäftigte sich der ehemalige Außenminister Eden mit der außenpolitischen Haltung Englands und trat dabei erneut' für eineenglische Politik der Entschlossenheit" ein. Es sei nicht wahr, so betonte er, daß eine entschlossene englische Politik in » den Fragen seiner Selbstver­teidigung und seiner legitimen Interessen den Frieden gefährden müßte. Eine solche Lehre müsse sich für England als gefährlich erweisen und im Gegensatz zu den Lehren der Geschichte stehen. Schließlich aber könne sie nicht in Einklang gebracht werden mit den Anschauungen der Konservativen Partei.

Mene Oelfunde in Iran.

London, 8. Juli. (Europapreß.) Mit der Frage der Treibstoff Versorgung der englischen Kriegsflotte und der Luftwaffe beschäftigt sich dieDaily Mail" und gibt dabeieiner Befriedigung der englischen Flottensachverständigen über ungeheure O el« funöe in Iran" Ausdruck. Die neuen Quellen konnten sich als ertragreicher erweisen als die augenblicklichen Quellen der Anglo-Jranien-Qil-Cy. Die beiden ersten neuen Pvhrlöcher würden in der Lage sein, jährlich drei Millionen Tonnen Del zu liefern; das wäre nahezu ein Drittel der Förde« rung der gesamten Oelfelder der Gesellschaft. Damit mürben die englische Kriegsflotte und Luftwaffe noch unabhängiger werden als bisher, was die Schlagkraft der Landesverteidigung steigern müßte.

Neue Unruhen in Woziristan.

London, 7. Juli. (DNB.) lieber neue Unruhen wird von der indifchenNordwe ft grenze be­richtet. Die aufständischen Waziris überfielen ein P 0 ftau10 und töteten einen -Mann der Be­gleitmannschaft. Es kam hierauf zu einem Gefecht mit Truppen, die dem überfallenen Poftauto zu Hilfe eilten. Bei diesem Gefecht wurde ein Waziri getötet. Der Fakir von I p i, der von den Eng­ländern für diese Aufstände verantwortlich gemacht wird, hat eine Hohle in der Nähe der indisch-afgha­nischen Grenze bezogen, von wo aus er seine An­hänger aufwiegelt.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler über­mittelte dem Vizeadmiral a. D. von Boden­hausen, Hohenkrug bei Stettin, anläßlich seines 90. Geburtstages telegraphisch seine besten Wünsche.

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Der Reichsminister für Ernährung und Landwirt­schaft, R. Walter Darr 6, empfing den Beauftrag­ten für Ernährungsfragen des Hauptamtes für Volksgesundheit der NSDAP, Professor Wirz, mit dem er eine längere Aussprache über Fragen der

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Eine andere Verhandlung galt drei Bonzen der Vaterländischen Front, öie,ben kleinen Ort St, Martin in der Nähe von Klagenfurt terrorifiert hatten. T) er mutt), der es unter der Maske eims österreichischen Patrioten" verstanden hatte, bei bfr Einfuhr von Getreide erhebliche Beträge'an Zollg-, bühren zu unterschlagen, bekleidete 1934 in Ct. Martin das Amt eines Bürgermeisterftellvertreterz und war auch Kommandant der Ortswehr des Hei, matschutzes. Als solcher übte er nach der Niederwei. fung der nationalen Erhebung ein gewalttätiges Re­giment gegen alle Personen aus, die national, sozialistischer Einstellung verdächtigt waren. Dri Wagner Viktor Pichler war von. zwei Heimat, schützlern verhaftet worden und wurde wegen an­geblicher Teilnahme an dem Ausstand verhört. Um einGeständnis" zu erzwingen, verabfolgte ihm ßo- rentz Le utschacher auf Befehl des Dermuth 25 Hiebe mit einem Ochsenziemer auf den entblößten Körper. Weitensfelder, damals Major des Heimatschutzes, stand daneben und zählte die Schläge. Auch der Verwalter Franz S m 0 l l e , der nach dem Juliaufstand sich täglich auf der Gemeindekanzlei zu melden hatte, wurde in der gleichen Weise wie Pich­ler mit dem Ochsenziemer mißhandelt, als er silh einmal aus beruflichen Gründen verspätet hatte. Die beiden mißhandelten Nationalsozialisten erlitten da­bei so schmerzhafte Verletzungen, daß sie 14 Tags weder sitzen noch rücklings liegen konnten.

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