Ausgabe 
8.1.1938
 
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Ein Kameradschaftsführer gab dann einen Be-

bung.

Vordergrund der

H.

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das fest, und

ctli- mit

richt aus seiner Kameradschaft und schilderte das, was bisher in der Kameradschaft getan wurde.

Der Leiter des Amtes der NS.-Studentenkampf-

zur tatkräftigen Mitarbeit und zur Wer- für ihre Ausführungen. Ein kameradschaftliches Zu- I sammensein schloß sich an die Altherrentagung an.

deten sich zwei schöne Triebe, die ich auch gut durch den Winter brachte. Und dann konnte ich im näch­sten Jahre aus diesen zwei schwachen Aestchen eine schön geformte Krone bilden. Dieses Rosenbäumchen ist noch heute eine Zierde meines Vorgartens.

Warum ich das in den ersten Tagen des neuen Jahres hier erzähle? Das hat seinen guten Grund. Uns Menschen ist auch im letzten Jahr manches un­erwartet gekommen, wir haben Leid und Trauer erfahren, und viele haben sich Niederschlagen lassen, haben vergessen, daß auch in ihnen, wenn ein freu­dig wachsender Trieb abbrach, noch schlafende Augen vorhanden sind, die austreiben wollen. Man muß nur Geduld und Beharrlichkeit haben. Man muh an das Wort denken: Nun erst recht!

Freud und Leid wechseln in unserm Leben. Sie ergänzen sich oft. Wir übersehen zu leicht die Freude und denken nur an das Leid. Wir glauben, das Leben müßte sich so abspielen, wie wir es Uns vor­stellen. Wir sehen immer nur die Gegenwart, und diese betrachten wir oft auch noch mit einem Ver­größerungsglas. So erhalten wir ein falsches Bild. Mit einem schweren Seufzer sagen wir zu man­chem Schlag: Das ist unser Unglück! Und nach eini­ger Zeit stellt es sich heraus, daß es ein Glück war.

Bricht uns eine Hoffnung Zusammen, dann sollten wir an jenes Rosenbäumchen denken. Was ist Glück und was ist Unglück? Das Schicksal zeigt uns Wege, von denen wir nicht wissen, wohin sie führen. Wir stehen still und forschen, welchen wir einschlagen sollen. Und schließlich sehen wir ein, daß es doch der falsche war. Soll man da gleich verzweifeln und von Unglück reden?

Nein! Wir haben den Mut und kehren um und beginnen von neuem. Nun erst recht! Wir müssen nur Beharrlichkeit besitzen. Wir dürfen nie dem Augenblick leben, sondern müssen darüber hinaus auf unser Ziel schauen. Allen feindlichen Gewalten zum Trotz rufen wir: Nun erst recht! Ohne Mühsal und Anstrengung wird es frellich nicht gehen, und wir brauchen viel Zeit. Wir werden aber auch dann unser Ziel erreichen.

Hat sich das Rosenbäumchen unterkriegen lassen, als ihm der Edeltrieb abgebrochen war? Nein! All seine Kräfte und Säfte wandte es auf und weckte die schlummernden Augen zum Austreiben. So konnte es, wohl etwas verspätet, aber immer noch rechtzeitig, eine neue schöne Krone bilden.

Wer beschreibt mein Erstaunen, als ich nach chen Wochen wieder nach dem Hochstämmchen dem abgebrochenen Triebe schaute? Da hatten sich links und rechts von der Bruchstelle zwei kleine Knospen gebildet, die schon ansehnlich geworden waren. Sie kamen aus dem veredelten Teile. Da

Doch die Freude dauerte nicht lange. Als ich an einem Morgen meine Rosenstämmchen besuchte, mußte ich zu meinem Leid feststellen, daß gerade dieser eine Trieb abgebrochen war. Hatte sich ein Vogel draufgesetzt, oder hatten die Kinder auf der Straße Fußball gespielt, wobei der Ball auf Rosenbeet geflogen war? Das war kaum nach zustellen. Ich betrachtete das kahle Stämmchen ging betrübt weiter.

Wenen-TagungderAS.-Studentenkampshilse Hochschulring Gießen.

UHL Seliersweg Nr. 67

adlO Telephon Nr. 3170

eparaturen lM?u

Der Hochschulringführer der NS.-Studenten- kampfhilfe hatte am Donnerstagabend alle Alten Herren der NS.-Studentenkampfhilfe zu einer Alt­herrentagung in das Studentenhaus eingeladen. Der Leiter des Amtes NS.-Studentenkampfhilfe Dr. Herrmann eröffnete den Abend und be­grüßte die zahlreich erschienenen Alten Herren. Ferner galt sein Willkommengruß dem Gaustuden­tenführer Kugelmann (Frankfurt a. M.).

lieber die neueren Ereignisse der NS.-Studenten­kampfhilfe sprach zunächst der Führer des Hoch­schulrings Gießen Professor Dr. A. W. F i s ch e r. Zuerst kam er auf den Zweck und den Grund eines solchen Zusammenseins zu sprechen. Es sei not­wendig, daß jeder Propaganda für die Kampfhilfe treibe, denn leider seien die Ziele der Kampshilfe noch nicht überall da bekannt, wo sie eigentlich be­kannt sein sollten. Gerade in einer Universitätsstadt dürfe man nicht beiseite stehen, sondern man müsse aktiv die Ziele der Kampfhilfe zu verwirklichen suchen. Der Hochschulringführer kam dann auf mehr organisatorische uitd finanzielle Fragen zu sprechen und setzte sich anschließend eingehend mit den ver­schiedensten Einwänden und noch evtl. Unklarheiten über die Kampfhilfe auseinander. Dann erläuterte Professor Fischer den Aufbau und das Leben der Kameradschaften. Die Alten Herren wollten der

Aus der Stadt Gießen.

Nun erst recht!

Vor einigen Jahren hatte ich mir ein Edelauge einer Rosenneuheit mitgebracht. Unter meinen Wildlingen suchte ich den kräftigsten heraus und setzte ihm dieses Edelauge ein. Ich hatte Glück. Das Auge wuchs an, und im nächsten Frühjahr bildete sich ein starker Trieb, den im Juni schon eine Blüte schmückte.

Langemarck-Schule" in Gießen

Eine denkwürdige Feierstunde.

Und das soll uns die kleine Geschichte lehren. Wenn Leid und Trauer in unserm Leben ein- kehren, wenn Hoffnungen und Pläne scheitern, dann helfen uns nicht Stumpfheit und Verzweiflung, son­dern nur die Worte: Nun er st recht!

Ipern und Langemarck in den

Gedanken der Festgemeinde. Nach der Wiedergabe des Orchesters von GlucksÄlteste" hielt der Leiter der Schule

studierenden Jugend nur beratend zur Seite stehen, die Jugend selbst werde ihren neuen Weg schon gehen und sich das Leben in den Kameradschaften ... _____________________________________ri

neu formen. Sein Schlußwort war nochmals ein Hilfe Dr. Herrmann dankte allen Vortragenden Appell zur tatkräftigen Mitarbeit und zur Wer- für ihre Ausführungen. Ein kameradschaftliches Zu-

Jn der Turnhalle des Realgymnasiums zu Gie­ßen fand am heutigen Samstagoormittag'auf Ein­ladung des Schulleiters, Oberstudiendirektors A n - gelberger, eine denkwürdige Feierstunde statt. Anlaß war die mit Genehmigung des Gauleiters Reichsstatthalter Sprenger erfolgte Genehmi­gung und heutige Einführung des neuen Namens der Anstalt, die künftighin zur Erinnerung an die deutschen Kämpfer vor Langemarck den Ngmen Langemarckschule (Oberschule für Jun­ge n) führen wird. Der Schulgemeinde und der Elternschaft wurde diese ehrenvolle Namensver­leihung durch den Reichsstatthalter in der heutigen Feierstunde bekanntgegeben.

Die Feier wurde eingeleitet mit dem Vortrag des Chores von C M. von Weber (Gebet vor der Schlacht"), dargeboten unter Leitung des Musik­lehrers Blaß. Anschließend brachte ein Orchester, ebenfalls unter Leitung von Musiklehrer Blaß, SchubertsMarche heroique zu Gehör. Mehrere Gedichte, vorgetragen von Schülern verschiedener Klassen, rückten den Marsch der deutschen Kämpfer nach Flandern , und die Taten der jungen Kriegs­freiwilligen vor m v '

Kreiswallung Wetterau, Abteilung Presse.

Die Uebungsstätte Gießen im Berufserziehungs­werk der Deutschen Arbeitsfront beginnt am 10. Januar 1938 laufend neue Lehrgemeinschaften in Kurzschrift und Maschinenschreiben.

Nachdem der Vertrag zwischen der Deutschen Arbeitsftont und der Deutschen Stenographenschaft im ganzen Reichsgebiet gelöst ist, werden auch in Gießen wieder in erhöhtem Maße durch die Deutsche Arbeitsfront Lehrgemeinschaften und Aufbaukame­radschaften in sämtlichen Geschwindigkeiten laufend eröffnet. Wir fordern alle Kurzschriftler und Ma­schinenschreiber auf, sich sofort zur Teilnahme anzu­melden, da die Anmeldung bei Beginn der Maß­nahmen erfolgt fein muß. Nähere Auskunft bei der Deutschen Arbeitsftont, Kreiswaltunq Wetterau, Fernruf 2141/44. 124D

Letzte Warnung!

,3n letzter Zeit wurde wiederholt festgestellt, daß die für das EHW. bereitgestellten &üd)enab- fälle durch Unbefugte entwendet werden. Es wird letztmalig darauf hingewiefen, daß in Zukunft die nicht berechtigten Sammler zur Anzeige ge­bracht werden, die sich an den für das Ernährungs­hilfswerk bestimmten Küchenabfällen vergreifen.

Die Oeffentlichkeit wird gebeten, uns bei der Ueberwachung der bereitgestellten Küchenabfälle be fülfhd) zu fein und uns jeden wahrgenommenen Fall telephonisch unter Nr. 2297 oder schriftlich an die Kreisamtsleitung der NSV. zu melden.

Kreisamtsleitung Wetterau der NSA. j

Oberlandesgerichtspräsident i. K Or. Lang t-

In Darmstadt, wo er im Ruhestand lebte, ist der Oberlandesgerichtspräsident Dr. h. c. Ludwig ßang im Alter von 77 Jahren verstorben. Der Heimgegangene war ein geborener Oberhesse, der aus Storndorf (Kreis Alsfeld) stammte. Er studierte in Gießen, war nach seiner Staatsprüfung bei einem

Vorsicht

bei Aufbewahrung giftiger Flüssigkeiten

Die Polizeidirektion Gießen teilt mit: Vielfach werden sowohl im Haushalt, als auch im Gewerbe­betrieb Gefäße, die zur Aufnahme von Nahrungs­und Geckußmitteln bestimmt sind, wie Wein-, Bier» und Mineralwasserflaschen, zur Aufbewahrung gif­tiger Flüssigkeiten benutzt, die im Haushalt ober im Gewerbebetrieb Verwendung finden sollen (z. B. Salzsäure, Salpetersäure, Karbolsäure, Lysol, Salmiakgeist, Sublimatlösung und dergleichen), ohne daß Vorkehrungen getroffen werden, durch die der Gefahr einer Verwechslung des giftigen Inhaltes der Gefäße mit einem Nahrungs- oder Genußmittel vorgebeugt wird. Infolge dieses auf Unkenntnis und Unachtsamkeit, auf Gleichgültigkeit oder Rück- ichtslosigkeit zurückzuführenden Verfahren sind schon häufig Personen, die aus Versehen aus solchen Flaschen getrunken haben, schwer erkrankt oder ge­storben. Ebenso wie es Gifthändlern verboten ist. Gifte in Trink- oder Kochgefäßen oder in solchen Flaschen oder Krügen abzugeben, deren Form oder Bezeichnung die Gefahr einer Verwechslung des Inhalts mit Nahrungs- oder Genußmitteln herbei­zuführen geeignet ist, muß auch demjenigen, der giftige Flüssigkeiten im Besitz hat, um sie im Haus­halt oder im Gewerbe zu verwenden, schon im Hin­blick auf seine zivil- und strafrechtliche Verantwort- ichkeit dringend empfohlen werden, die gleiche Vor- icht bei ihrer Aufbewahrung obwalten zu lassen.

Wieder 30 Schweine des EHW. schlachtreif.

Das Gießener Ernährungshilfswerk, das bereits vor geraumer Zeit zahlreiche Schweine zur Mästung im eigenen Stall unterbringen konnte, kann dem­nächst wieder 30 bis zur Schlachtreife gemästete Tiere absetzen. Diese Schweine haben durchweg Ge­wichte von über 150 Kilogramm erreicht. Sie wer­den der Viehverwertungsgenosfenschaft Gießen über­wiesen mit der Asrpslichtugg, sie nur den Gie»

Oberstudiendirektor Angelberger

die Festrede. Mit Dankesworten begrüßte er zu­nächst die zahlreichen Gäste, an ihrer Spitze die Vertreter der Partei, der Stadt Gießen, der übrigen Behörden und der Schulleitungen, ferner die Eltern, die Vertreter der Vereinigung ehemaliger Schüler des Realgymnasiums und schließlich die versammel­ten Schüler selbst.

Eine Erinnerung an den Oktober 1914 und zwei Gedichte leiteten über zu dem Schlußwor. _ . _ Schulleiters, der nun daran erinnerte, daß in der trüben Nachkriegszeit ein Mann auf­stand, der auch als Kriegsfreiwilliger in Flan­dern war, von Gott als Vollstrecker feines Willens, stand, der auch als Kriegsfreiwilliger in Flandern war, der uns von Gott als Vollstrecker feines Willens wieder zum Licht und zu neuer Größe führte: unser Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Ihm galt der Gruß der Treue und der Dankbarkeit, des aufrechten Gefolgschaftswillens und des stolzen Be­kenntnisses zu ihm und seinem W<erk. Kräftig stimmte die Versammlung in diesen Gruß ein.

Mit dem gemeinsamen Gesang der Nationallieder fand die Feierstunde ihren Abschluß.

Spielleitung Hermann Schultze-Griesheim.. Mitt­woch-Miete, 15. Vorstellung.

Donnerstag, 13. Januar, 20 bis 20.15 Uhr, Ein­maliges GastspielMeister-Sextett Comedian Harmonists". Außer Miete.

Freitag, 14. Januar, 20 bis 22.45 Uhr.Die Geisha", Operette von Jones. Musikalische Leitung Joachim Popelka. Spielleitung Karl-Ludwig Lindt. Freitag-Miete, 15. Vorstellung.

Samstag, 15. Januar, 20 bis 23 Uhr, KdF.- Miete, Gruppe 2 (7. Vorstellung). Zum letzten Male Eine Nacht in Venedig" Operette von Johann Strauß. Musikalische Leitung Heinz Markwardt. Spielleitung Karl-Ludwig Lindt.

Sonntag, 16. Januar, 11.30 bis 12.30 Uhr, 8. Morgenveranstaltung. Uraufführung in Anwesen­heit des DichtersStreit am Lagerfeuer" undDie Gans" von Heinz Steguweit." Von 19 bis 21.30 Uhr,Martha", romantisch-kornische Oper von Flo- tow. Musikalische Leitung Paul Walter, Spiellei­tung Wolfgang Kühne. Äußer Miete.

Heinz Steguroeif in Gießen.

Am 16. Januar wird der bekannte Dichter Heinz Steguweit im Rahmen der 8. Morgenveranstal­tung im Stadttheater Gießen aus seinen eigenen

Dann sprach er als alter Frontkämpfer und als langjähriger, erfahrener Schulmann zu der Ver­sammlung, insbesondere zu der Jugend. Er er­innerte einleitend kurz an die Neugestaltung im höheren Schulwesen, wie sie durch die Reformen des Reichserziehungsministers Rust getroffen wurde und auch beim Realgymnasium allein schon in dem WorteOberschule" zum Ausdruck kommt. Er betonte, daß jedoch nicht die Namensgebung als olche im Vordergründe stehe, sondern vielmehr die Erziehungsarbeit. Weiter machte er die Mitteilung, daß er als ehemaliger Frontoffizier, in Ueberein- timmung mit der Lehrerschaft und einer Prima, als lebendiger Ausdruck der Größe unserer Ver­gangenheit und im Hinblick auf die Aufgaben diefer Schule für die Gegenwart und die Zukunft dem Herrn Reichsstatthalter die Bitte unterbreitet habe, das Realgymnasium künftighinLangem arck- schule (Oberschule für Jungen)" nennen zu dürfen. Mit herzlichem Dank, zugleich im Namen der ganzen Schulgemeinde, sprach er in dieser feier­lichen Stunde dem Reichsstatthalter Sprenger herz­lichen Dank dafür aus, Daß er diesen Vorschlag der Schulbenennung genehmigt habe.

Hierauf machte der Redner der Festversammlung, insbesondere wiederum der Jugend, in packenden Worten die tiefe Bedeutung des WortesLange­marck" klar. Er rief dabei das heldenhafte Kämpfen, Stürmen und Sterben jener jungen Kriegsfrei- willigen-Regimenter in die Erinnerung zurück, die in dem historischen Bericht der Obersten Heeres­leitung vom 11. November 1914 mit folgenden Worten für alle Zeiten in die Geschichte eingingen: Westlich von Langemarck brachen junge Regimenter unter dem Gesang .Deutschland, Deutschland über

Vornoiizen.

Tageskalender für Samstag.

Stadttheater: 20 bis 22 Uhr,Ich liebe dich". Gloria-Palast (Seltersweg):Mutterlied". Licht­spielhaus (Bahnhofstraße):Der Lachdoktor". Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr, Kunst­ausstellung im Turmhaus am Brand. Gießener Rudergesellschaft: im Hotel Schütz um 20.30 Uhr. Artilleristen-Kameradschaft: imHessischen Hof" um 20.30 Uhr Kameradschaftsabend.

Tageskalender für Sonntag:

,LdF."-Omnibusfcchrt um 7 Uhr zum Skilaufen auf dem Hoherodskopf. Stadttheater: 19 bis 22 Uhr, Eine Nacht in Venedig". Gloria-Palast (Selters­weg):Mutterlied". Lichtspielhaus (Bahnhof­straße):Der Lachdoktor". Gießener Konzert­verein: 17 Uhr, in der Universitäts-Aula Klavier­abendClaudio Arrau". Westerwald-Verein: Anschließend an die Winter-Sternwanderung Kranz­niederlegung am 116er-Denkmal und kameradschaft- liches Beisammensein im Caft Leib. Postsport­verein Gießen 1932: 16 Uhr, im Katholischen Der- «inshaus, Liebigstraße, Siegerehrung mit turne­rischen Vorführungen. Evangelische Stadtmisston: 15 und 20.15 Uhr, Loberstraße 14, Bibelkurs.

Stadllhealer Gießen.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrie­ben:

Das GesellschaftsstückIch liebe dich", Lustspiel von R. Niewiarowicz, gelangt heute zum letzten Male zur Aufführung. Spielleitung Wolfgang Kühne. Bühnenbild Karl Löffler. Die ^Vorstellung findet gleichzeitig als 7. Vorstellung für die KdF.- Mlete, Gruppei, statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr.

Am Sonntag, 9. Januar, findet eine Wieder­holung der ErfolgsoperetteEine Nacht in Vene- Dig' von Johann Strauß statt. Musikalische Lei­tung Joachim Popelka, Spielleitung Karl-Ludwig Lmdt. Leitung und Einstudierung der Tänze Irm­gard Zenner. Chöre Heinz Markwardt. Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet außer Miete statt und beginnt um 19 Uhr, Ende 22 Uhr.

Dienstag, 11. Januar, 20 bis 22.30 Uhr, .Die Geisha", Operette von Jones. Gesangstexte 'und musikalische Leitung Joachim Popelka, Spielleitung Karl-Ludwig Lindt, Tänze Irmgard Zenner, Chöre Heinz Markwardt. Dienstag-Miete, 15. Vorstellung.

Mittwoch, 12. Januar, 19.30 bis 22.15 Uhr, Erst­aufführungLady Windermeres Fächer, Komödie von Oscar Wilde, Neubearbeitung Karl Lerbs.

Anschließend sprach der Gaustudentenführer Ku­gel m a n n. Er gab seiner Freude darüber Aus­druck, däß in Gießen die NS.-Studentenkampfhilfe auf dem richtigen Wege sei und marschiere. Eine Hauptaufgabe der Altherrenschast fei, den einzel­nen Kameradschaften ein Heim zu gehen, das Mit­telpunkt der Kameradschaft sei. Auch der Gau- studentenführer widerlegte noch einige Bedenken und sprach davon, daß in Bälde die ganzen Be­denken zerstreut wären. Hie Richtlinien für die Kameradschaften seien ein Idealbild. Eingehend er­läuterte er die Uebernahme von Korporationshäu­sern durch die NS.-Studentenkampfhilfe und be­sprach ganz besonders den von dem Reichsschatz­meister der NSDAP, aufgesetzten Rahmenvertrag. Auch über Einzelvereinbarungen, die dem Rahmen­vertrag angeschlossen werden können, wurde ein­gehend gesprochen. Aus den Altherrenverbänden werde sich die Altherrenschast entwickeln, und wenn sich die Alten Herren erst einer Kameradschaft an­geschlossen hätten und an dem Leben der Kamerad­schaften Anteil nehmen" wurden, dann ginge es im Hochschulring weiter vorwärts. Anschließend be­antwortete Gaustudentenführer Ku g e l m a n n noch einige Fragen, die von Alten Herten gestellt wur­den.

schlug meine Trauer um den schönen Rosentrieb in Freude um. Ich hatte ja ganz vergessen, daß die allgütige Natur hinter jede Knospe noch zwei schlafende" Augen gesetzt hat, die erwachen und die Tätigkeit der ersten Knospe übernehmen, sobald diese abgestorben ist. So war es auch bei meinem Rosenbäumchen. Noch in demselben Sommer bil-

alles< gegen die erste Linie der feindlichen Stellung vor und nahmen sie". Der Redner nannte diesen Satz einneues deutsches Heldenepos, an dem noch Geschlechterfolgen dickten werden". Dann erinnerte er daran,'daß es in Dem Großen Kriege zwar noch viele blutige Schlachten an allen Fronten gegeben hat, Langemarck aber doch seine besondere Be­deutung behielt, weil hier zum ersten Male in dem Großen Kriege die jungen Kriegsfreiwilligen neben älteren Männern, das Ideal Der vollkommensten Volksgemeinschaft, 'in gewaltiger Begeisterung und ohne Kenntnis von dem wahren Gesicht des Krieges, nur beseelt von dem unaufhaltsamen Drange nach vorwärts und dem tiefen Glauben an Deutschland, gegen die feindlichen Linien anstürmten und dabei in wenigen Stunden den Jungey das Grauen der Materialschlachf entgegentrat. Das sie in diesem 22tägigem Ringen vor Ipern und Langemarck aus Knaben zu ernsten Männern machte. Das tote Material aber braute es nicht fertig, den lebendigen Geist der deutschen Stürmer zu zermürben, ihr Geist blieb Sieger, und über ihrem Sturm und ihrem Fallen erhob sich machtvoll das deutsche Lied, alle Not des Todes überwindend. Dann betonte der Redner die Größe des Symbols in dem Worte Langemarck", das kein Ende, sondern ein Anfang, ein Vermächtnis fei. Im Blick auf dieses Symbol ehrten er und die Versammlung in ehrfürchtiger Erinnerung bei gesenkten Fahnen und bei Dem Klange Des Liedes vorn guten Kameraden Die Ge­fallenen von Langemarck.

Er schilderte hierauf das lebendig wirkende und für alle Zeiten in leuchtender Verklärung über Deutschland und feiner Jugend stehende Wirken dieser Frühvollendeten, die zu Lehrmeistern Der Einigkeit des Volkes, zu Märtyrern und Bausteinen Der jungen Generation am Neubau unseres großen Deutschlands wurden, aber auch zu Mahnern zur Disziplin, zur Verantwortung und zur steten opser- freuDigen Einsatzbereitschaft für das große deutsche Vaterland und Das ewige Deutsche Volk, zur Quelle neuer Kraft und neuer Verpflichtung, starker Hoff­nung und Erleuchtung für alle Zeiten Des deutschen Volkes. Als alter Fröntofsizier und als Schulmann und .Erzieher begründete er mit diesen Hinweisen, warum er von der Staatsregierung das heilige, stolze und inhaltschwere WortLangemarck" als Namen für die Schule erbeten hat, Der hinfort über dieser Schule und ihrer Jugend leuchten soll als unvergängliches Symbol jugendstarken deutschen Kämpfertums und deutscher Manneshaltung. Dieser Name soll für alle Zeit für Lehrer und Schüler der Anstalt als Erbe und Verpflichtung, als Schwur und Gelöbnis gelten. Mit einem starken Bekenntnis zu unserem ewigen deutschen Vaterland schloß die Ansprache.

Gießener Anwalt tätig und trat bann in Den Staatsdienst ein. Im Verlaufe feines Wirkens war er in Lorsch, Mainz, Gießen und Darmstadt in Den verschiedensten Richterstellungen tätig. Sein Wirken führte ihn bis zur höchsten Richterstelle in Hessen, dem Amt des Oberlandesgerichtspräsidenten. Drei Jahre wirkte er an dieser Stelle, im Februar 1927 trat er in den Ruhestand. Neben seinem Amt wirkte der Verewigte an der Herausgabe derHessischen Rechtsprechung" mit. Die Universität ehrte ihn durch die Verleihung des Dr. h. c. In den Kreisen der hessischen Justiz konnte sich Präsident Dr. h. c. Lang großer Wertschätzung erfreuen. Sein An­denken wird bei vielen in bester Erinnerung fort» leben.

Gießener Oberspielleiter wird Intendant.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns mitgeteilt: Der Oberspielleiter des hiesigen Schauspiels Dr. Erich Schumacher wurde für die Spielzeit 1938/39 an das Landestheater Saar-Pfalz in Kai- erslautern als Intendant verpflichtet. Dr. Erich Schumacher war am Stadttheater Saarbrücken als Dramaturg und Spielleiter tätig. Auf Grund feiner Gastinfzenierung vonViel Lärm um nichts" wurde er als Oberspielleiter an das Stadttheater Gießen verpflichtet. Hier waren feine erfolgreichsten Insze­nierungenUta von Naumburg",Demetrius",Die Bohöme",Mein Sohn, der Herr Minister".

Oie älteste Teilnehmerin am Berufswettkampf 1938.

Dieser Tage hat sich die Masseurin Maria Böhm, geboren am 31.August 1865, wohnhaft Bad-Nauheim, Moltkestraße 14, zur Teil­nahme am Reichsberufswettkampf 1938 gemeldet. Die Frau ist 72 Jahre alt und somit eine der ältesten, wenn nicht die älteste Teilnehmerin int Kreise Wetterau, ja vielleicht im ganzen Reichsge­biet. Wir wünschen der Volksgenossin Bohm Den beften und hoffen, daß sie ein Ansporn für viele jüngere Volksgenossen und Volksgenossinnen ist.

Werken lesen. Gleichzeitig findet die Uraufführung feiner beiden StückeStreit am Lagerfeuer" und Die Gans" ftatt-

Landschaslsbund Volkstum und Heimat.

Arn Mittwoch kommender Woche spricht Amts- gerichtsrat i. R. Franz Gros in Der Neuen Aula Der Universität überErnstes und heiteres Alt-Gießen" (mit Lichtbildern). Franz Gros ist ein vorzüglicher Kenner Des Gießener Volks­lebens. Durch zahlreiche Veröffentlichungen über Alt-Gießener Originale und lustige Begebenheiten ist er Der Einwohnerschaft unserer Stabt bestens be­kannt. Der AbenD verspricht für die Gießener Bür­gerschaft ein Erlebnis \u werben. Der älteste Gie­ßener GesangvereinLiederkranz" wird Den Vor­trag mit heimatlichen Chören umrahmen.

Palästina inmitten der Zeitereignisse."

Die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde ver­anstaltet am Donnerstag, 13. Januar, 20.15 Uhr, in der Aula des Landgraf-Ludwig-Gymnasiums ihren vierten Vortragsabend. Dr. Alfred Kauf- mann (Gießen), ein ausgezeichneter Kennet Des Orients, spricht über Das ThemaPalästina inmit­ten Der Zeitereignisse".