Ausgabe 
7.12.1938
 
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feiner Rassegenossen, zu drücken, dafür aber einen gutbezahlten Druckposten in der Wirtschaft einzu­nehmen. Er kam als Jurist zur Rohstoffgesellschaft für die Lederbewirtschaftung, als deren Hauptge­schäftsführer er bis zum Jahre 1933 weiter tätig war. Aus dieser Tätigkeit bezog er die Kleinigkeit non 250 000 Mark pro Jahr. Mit den Einkünften aus seiner Praxis versteuerte der Jude im Jahre 360 000 Mark. Das Tollste dabei ist aber die Tat­sache, daß der gerissene jüdische Rechtsanwalt sich zum Bau seiner Prunkvilla noch ein Baudarlehen von 40 000 Mark ergaunerte. Man greift sich an den Kopf, wenn man das hört. Diese Parasiten haben das deutsche Volk ausgesogen und betrogen und sich ihre Millionen zusammengerafft. Bis vor kurzem fuhr dieser jüdische Erzgauner noch mit drei Luxuskraflwagen in Darmstadt herum. Gibt es immer noch so Einfaltspinsel, die an diearmen Juden" glauben?

Wirtschaft.

Gießener Schlachtviehmarkt.

Ium gestrigen Gießener Schlachtoiehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehverstei­gerungshalle Rhein - Main in Gießen wurden 10 Ochsen, 8 Bullen, 42 Kühe, 36 Färsen, 111 Kälber, 81 Schweine und 11 Schafe aufgetrieben.

Preise: Ochsen 43 bis 45,5 Pf., Bullen 40 bis 43,5 Pf., Kühe 22 bis 43,5 Pf., Färsen 36 bis 44,5 Pf., Kälber 35 bis 65 Pf., Schafe 30 bis 45 Pfennig je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 Kilogramm und mehr) 1,16 RM., Klasse bl (135 bis 149,5 Kilogramm)

1,14 RM., Klasse b2 (120 bis 134,5 Kilogramm)

1,12 RM., Klasse c (100 bis 119,5 Kilogramm)

1,04 RM., Klasse df (unter 100 Kilogramm)

0,98 RM., Klasse gl und i (fette Specksauen und

Altschneider) 1,14 RM., Klasse g2 und h (andere Sauen und Eber) 1,02 RM.

Marktverkauf: Großvieh und Schweine zugeteilt; Schafe und Kälber ausverkauft.

Rhein-Mainische Vörse.

TNillagsbörse schwächer.

Frankfurt a. M., 12. Dez. Die Börse blieb außerordentlich still, so daß sich weitere kleine Ab­gaben in meist etwas nachgebenden Kursen am A k - ti en mark auswirkten, wobei es sich z. T. um kleine genehmigte jüdische Verkäufe gehandelt hat. Anderseits hielten sich die Käufer weiter stark zuruck, obgleich durch die neue Verordnung des Reichs­wirtschaftsministers zwecks Arisierung der gesamten Wirtschaft eine weitere Klarheit geschaffen worden ist. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, hielten sich indessen die Kursveränderungen in engen Grenzen und überschritten im allgemeinen kaum 1 v. H. Reichsbank und Deutsche Linoleum gingen aller­dings um je 2 d. H. auf 188 bzw. 146 zurück. Mon­tanpapiere bröckelten etwa 0,25 v. H. ab, ferner er­mäßigten sich IG. Farben auf 146,50 (147). Ma­schinenwerte gingen bis 0,50 v. H. zurück. Etwas höher lagen Cement Heidelberg mit 148,50 (148) und Westdeutsche Kaufhof mit 103,75 (103,50). Im übri­gen zeigten die Maklertafeln wieder sehr große Lücken.

Am R e n t e n m a r k t blieben die Kurse bei klein­sten Umsätzen weiterhin ziemlich unverändert. Reichs- altbesitz 128,90. Im Freiverkehr büßten Kommunal- Umschuldung 15 Pf. ein auf 92,05 bis 92 v. H. Am Psandbriefmarkt gaben Liquidationswerte meist 0,13 v. H. nach, von Goldpfandbriefen Nassauische Lan­desbank 100 (100,13). Stadtanleihen und Industrie- Obligationen behauptet, 4'/r v. H. Hanau 0,50 v. H. höher mit 97. Staatspapiere lagen ruhig.

Im weiteren Verlaufe dauerte die Geschäftsstille an, so daß zweite Notierungen nur wenig erfolgten. Höher lagen dabei IG. Farben mit 147,50 nach 146,50, Bemberg mit 136,25 nach 135,75, Mannes­mann mit 107 nach 106,65, Reichsbank mit 188,50

nach 188 und Nheinstahl mit 130 na eh 129,75. Die erst später zur Notiz gekommenen Papiere lagen größtenteils 1 bis 1,50 v. H. schwächer. Darüber hinaus gaben AG. für Verkehr auf 118 (121), Ber­ger Tiefbau nach Pause auf 141 (144) nach, ander­seits Licht und Kraft 133 (131,50). Auch am Ein- heitsmarkt gingen die Kurse meist etwas zurück.

Der Freiverkehr lag weiter still und unver­ändert, nur Ufa-Film nachgebend auf 83 (83,50). Tagesgeld unverändert 2,25 v. H.

Abendbörse behauptet.

Auch das Abendbörsengeschäft hielt sich mangels Kundschaftsbeteiligung in engsten Grenzen, so daß die meisten Papiere ohne Umsatz zur Noti.) gelang­ten. Die Haltung war aber nach den Rückgängen des Mittagsverkehrs recht gut behauptet. Teilweise bestand auf der ermäßigten Basis etwas Kaufinter­esse. Von Montanwerten gingen Verein. Stahl auf 105 (104,75), Erdöl auf 120,50 (120,25), Hoesch unverändert 108,75, Rheinstahl unverändert 130 und Mannesmann 0,25 v. H. leichter mit 106,75. IG. Farben bröckelten 0,25 o. H. ab auf 147,25, nicht ganz behauptet waren außerdem Rheinmetall mit 130, 130,50. Leicht gebessert waren anderseits Adlerwerke mit 104,50 (104,25), Bemberg mit 136,50 (136,25), Demag mit 146 (145), Licht und Kraft mit 134 (133) und Gesfürel mit 128,75 (128,50). Neben Großbankaktien unverändert lagen u. a. Metallgesellschaft mit 116,50, Moenus mit 122,50, MAN. mit 137, Westdeutsche Kaufhof mit 103,75 und Junghans mit 99,25. Von Renten waren Reichsbahn-VA. mit unverändert 124,13, 6 v. H. IG. Farben 0,13 v. H. niedriger mit 117,65 gefragt. Die Gemeinde-Umschuldungsanleihe zog im Frei­verkehr um 5 Pfennig an auf 92,05, zu größeren Umsätzen kam es aber nicht.

Sranhurter Schlachlvtebmarki

Frankfurt a. M., 6. Dez. Auftrieb: Kälber 551 (gegen 557 am 29. Nov.), Hämmel und Schafe 628 (593), Schweine 2564 (3550). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Kälber

a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (54 bis 59), c) 45 bis 50 (46 bis 50), d) 40 (35 bis 40). Hämmel b2) 46 bis 52 (47 bis 52), c) 41 bis 45 (41 bis 45), d) 26 bis 40 (30 bis 40). Schafe a) 38 bis 42 (38 bis 42), b) 33 bis 37 (33 bis 37), c) 20 bis 32 (20 bis 32). Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 58 (58). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe lebhaft.

Oie Narrenkappe.

Die Premiere.

Der erfolgreiche englische Dramatiker Frederick Lonsdale wohnte einmal mit einem Freunde der Uraufführung eines Stückes bei, das keinen Er­folg verfprack). $ad) dem ersten Akt langweilte er sich schon so, daß er seinem Begleiter vorschlug, fort- zugehen.Aber das können wir doch nicht", meinte der andere,wir haben dach Freikarten." Diesem Grunde mußte Lonsdale sich wohl ober übel fügen. Der zweite Akt begann, aber nach einer Viertel­stunde suchte Lonsdale entschlossen nach dem Hut unter seinem Sitz.Wo willst du hin?" fragte der Freund. Lonsdale erklärte mit finsterer Entschlos­senheit:Ich will die Plätze bezahlen."

Forellenquinlett und Ochsenmenuetl.

Max Reger hatte einmal durch seinen Vortrag des Klavierparts im Forellenquintett von Sd)ubert eine musikbegeisterte Dame so entzückt, daß sie auf einen originellen Gedanken verfiel, ihm ihren Dank zu bezeugen: sie schickte ihm nämlich am anderen Tage ein paar Forellen ins Haus. Der Meister ließ sich die leckere Gabe gut schmecken. In seinem Dankschreiben aber eröffnete er sich selber eine noch verlockendere Aussicht, indem er mitteilte, er werde sich erlauben, in seinem nächsten Konzert das Ochsen-Menuett von Haydn zum Vor­trag zu bringen. Die Ochsen blieben aber leider aus.

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