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In Relchenberg gedenkt anläßlich der Ueberführung der Sudetendeutschen Partei in die NSDAP, der Stellvertreter des Führers angesichts der Blutfahne der nationalsozialistischen Bewegung (vor dem Rednerpult) der Toten des Sudetenlandes, die in jahrhunderte­langem Kampf für ihr Volkstum ihr Leben ließen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Fahne des siegreichen Hakenkreuzes ist es, die uns für alle Zeiten voranflattern wird. Auf feine Fahne schwören wir den Treueid, der uns Lebende und alle kommenden Geschlechter an das Reich und seinen Führer binden soll. Unsere Kampf­zeichen aber wollen wir dem deutschen Volk in treue Verwahrung geben. Auf ihrem Tuch findet sich kein Flecken der Feigheit, des Verrates und der Schande. Sie werden vor der Geschichte in Ehrs bestehen; denn sie sind' rein und makellos, sie sind geweiht durch das Blut unserer Toten.

Henlein übergibt dem Stellvertreter des Führers die Fahne. Und während sich das zerfetzte Tuch der Blutfahne vom 9. November entgegenneigt, ruhen die Hände beider Männer ineinander. In diesem Augenblick vollzieht sich die Ueberführung der sude­tendeutschen Kampfbewegung in die große Organi­sation der nationalsozialistischen Idee.

Ein ungeheurer Iubelsturm erhebt sich dann als der Stellvertreter des.Führers Rudolf Heß vor das Mikrophon tritt. .

Aus den Händen von Konrad Henlein erhält der Stellvertreter des Führers das Feldzeichen der Reichenberger SDP.-Ortsgruppe als Symbol der bisherigen Sudetendeutschen Kampfgemeinschaft. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Die Sudetendeutsche Partei in die ÄSDAP. ausgenommen.

Oer Stellvertreter des Führers dankt den sudetendeutschen Kämpfern für ihren Einsatz

fratie aufrechtzuerhalten, d. h. die Freiheit, wenn notwendig, auch zum Kriege Hetzen zu dürfen! (Wieder stürmische Rufe der Entrüstung.) Ich habe kürzlich drei dieser internationalen Kriegshetzer b e i Nomen genannt. Sie Haden sich betroffen gefühlt, aber nicht etwa nach der grundsätzlichen Seite hin, nein, nur deshalb, weil ich es wagte, sie beiip Namen zu nennen. Herr Churchill hat offen erklärt, er sei der Meinung, daß man das heutige Regime in Deutschland beseitigen müsse unter Zuhilfenahme innerer deutscher Kräfte, die ihm dankbar dafür zur Verfügung stehen würden. (Stürmische Pfuirufe.) Wenn Herr Churchill weniger mit Emigrantenkreisen, d. h. mit ausgehal­tenen, vom Ausland bezahlten Landesverrätern ver­kehren würde, sondern mit Deutschen, dann würde er den ganzen Wahnsinn und die Dummheit seines Geredes einsehen. Ich kann diesem Herrn, der auf dem Monde zu leben scheint, nur eines versichern: Eine solche Kraft, die sich gegen das heutige Regime wenden könnte, gibt es in Deutschland nicht! In Deutschland gibt es nur eine Kraft, die Kraft der deutschen Nation, in Führung und Gefolgschaft, in Wehr und Waften. (Brausender Beifall.) Ich will diesen Herrn gar nicht bestreiten, daß wir natürlich kein Recht haben, etwa zu verlangen, daß die anderen Völker ihre Verfassungen ändern. Ich habe aber als Führer der Deutschen die Pflicht, diese Verfassungen und die Möglichkeiten, die sich aus ihnen ergeben, zu be­rücksichtigen. Wenn vor einigen Tagen der Stellvertreter des englischen Oppositionsführers im Unterhaus erklärte, er mache kein Hehl daraus, 1 daß er es begrüßen würde, wenn Deutschland und

Italien vernichtet würden, dann kann ich

guna der Verdächtigungen und Beschimpfungen. Was England seit Jahren gewünscht habe sei eine wirkliche Verständigung mit Deutschland als Schlus­sel zum Frieden Europas. Wäre man in den Nach- kriegsjahren zu einer freien Bereinigung gekom­men so würde die politische Entwicklung anders verlaufen sein. Diese Unterlassung habe Hitler das stärkste Argument in die Hand gegeben, daß er tn Weimar wiederum benutzt habe. Der Erfolg der nationalsozialistischen Bewegung sei ein Protest gegen eine unhaltbare Lage gewesen: nämlich gegen die Einkreisung Deutschlands und gegen die Ver- weiaerung völliger Gleichberechtiaung. Die ganze

schwersten Vela st ung'sz eilen im Kriege kennengelernt habe: Keine Rervosi- tät, keine hast, keine Unsicherheit, keine 23er- zweiflungsstimmung, sondern Zuversicht und treueste Gefolgschaft. Jeder ein- zelne Mann und jede einzelne Frau hat es ge­wußt, daß das Schicksal vielleicht auch den letzten Einsatz von uns hätte fordern können. Dieser Geschlossenheit und dieser Ruhe ist es zu verdanken, wenn dieser letzte Einsatz uns erspart blieb! Das Schicksal hat uns nicht in die Schranken gefordert, weil es uns stark wußte! Das wollen wir als Lehre mit­nehmen für alle Zukunft! Dann kann unseren geliebten Deutschland nichts zustoßen, jetzt und bis in alle Ewigkeit. Deutschland Siegheil!

Die Massen, die von Satz zu Satz den Worten des Führers ergriffen zuhörten, antworteten mit einer sich immer erneuernden, minutenlangen Kund­gebung, in der dem Führer die Verehrung und Liebe, die Dankbarkeit und Treue des ganzen deut­schen Volkes entgegenschlägt.

London zur Führerrede.

Rudolf Heß spricht.

Zu Beginn seiner Rede spricht Rudolf Heß von der Blutfahne der nationalsozialistischen Bewegung, dje an die Opfer mahnt, die für Großdeutschland sielen. Rudolf Heß gedenkt vor allem der Toten des Sudetenlandes, die in jahrhunderte­langem Kampf für ihr Volkstum ihr Leben ließen. Daß die Lebenden, durch die Entschlüsse des Füh­rers richtig geführt, den Kampf um Volkstum und Heimat siegreich beendeten, ist ihr Dank an die Toten.

Es ist euer Volkstum, das euch zu Adolf Hitler geführt hat, zu Adolf Hitler, der der größte Befteier und Gestalter deutschen Volkstums über­haupt ist. Was sich hier auf eurem Boden ab­gespielt hat, war das Ringen eines Volkes um sein Volkstum, ein Ringen, das zutiefst aus dem Blute geboren wurde und sich daher nicht nur auf die Männer beschränkte, sondern getragen war auch von den Frauen und selbst von den Kindern. Auch sie haben in schwerstem Leid trotz Terror und Ver­folgung zu ihrem Deutschtum und zu ihrem Führer gestanden. Wie er uns sicher geführt hat, wie er uns hat stark und lebensfroh werden lassen, wie er uns den inneren Frieden und das ungestörte Glück in Heimat und Familie, wie er uns die Gewiß­heit des Arbeitsplatzes und des Segens der Arbeit gegeben hat, so gibt er dies alles nun auch euch. Indem ihr und euer Land aufgegangen seid in dieser Gemeinschaft, indem ihr aufgegangen seid in der großen deutschen Heimat, hat das Vermächt­nis der Kämpfer der Generationen vordem feine Erfüllung gesundem Als deutsche Universität wurde die Universität Prag vor fast 600 Jahren ge­gründet. Es waren immer nur Deutsche, die dem Namen Böhmens und Mährens Geltung verschaff- ten in der Welt, die ihm Klang gaben als Namen eines Landes starker kultureller Kraft. Namen eines Johannes von Saaz, eines Albrecht von Waldstein

aus der weiteren Vergangenheit, die Namen eines Stifter," eines ÜÄendel aus der näherliegenden Ver­gangenheit legen Zeugnis dafür ab. Ein Sudeten­deutscher war es, der die Schiffsschraube erfand; ein Sudetendeutscher war es, der die Erbgesetze erkannte zwei Männer von entscheidendem Ein­fluß auf die Entwicklungsgeschichte fast aller Völker. Um das Recht der Deutschen auf diesem Boden ist Jahrhunderte gekämpft worden, bis in unseren Tagen der Sieg des Rechtes erstritten wurde. Daß der Kampf über Jahrhunderte geführt werden konnte, ist der Zähigkeit und dem Opfermut der Sudetendeutschen zu danken. Daß er aber nun end- lichs eine Entscheidung fand zugunsten sudeten­deutschen Rechts, das ist allein dem Führer zu danken. Nur durch ihn wurden die Voraus­setzungen geschaffen, die den siegreichen Ausgang dieses Kampfes ermöglichten. Hätte er nicht das deutsche Volk geeint, hätte er es nicht stark gemacht, hätte er es nicht fähig gemacht zum letzten Einsatz alles Durchhalten und alles heldenhafte Ringen der Sudetendeutschen hätte nicht zum er­sehnten Ziele geführt.

Auch hinter eurem Kampf, meine sudeten- deutschen Volksgenossen, stand ein Glaube: Der Glaube an euer Recht! Euer Recht war das Recht auf Selbstbestimmung, das die Vertreter großer Staaten Ende des Krieges als ein Grund­recht proklamierten. Nicht wir, die Deutschen das möge man nicht vergessen! haben dieses Recht auf Selbstbestimmung in die Welt hinaus- geschrieen, das taten die gleichen, die euch, ebenso wie den Oesterreichern, in dem Augenblick das Recht verweigerten, als es wirtlich gefordert wurde. Erst als hinter euch eine Macht trat, die stärker war als die Gewalt der andern wohlgemerkt, unter Einrechnung derer, die zu uns standen, stärker war als die Gewalt eurer Unterdrücker und all ihrer bisherigen Helfer dazu, da erst wurde euer Recht respektiert. Seit der Führer die Eni-

es fei denn, er wurde selbst bedroht. Das möch­ten auch wir uns vornehmen! 2Nan soll uns nicht zu nahe treten. Wir wünschennichts anderes als unsere Ruhe, unsere 2k- beitsmöglichkeit und Lebensrecht für unser Volk, das gleiche Recht, das auch die anderen für sich in Anspruch nehmen. (Erneute Jubel- flürme.) Das mühten gerade die demokratischen Staaten begreifen und verstehen, denn sie reden ja dauernd von Gleichberechtigung, wenn sie von den Rechten der kleinen Völker sprechen, wie können sie dann empört sein, wenn auch ein großes Volk das gleiche Recht beansprucht! Der Sicherung und der Garantierung dieses Rechtsanspruches dient unsere nationalsoziali­stische Wehrmacht! (Wieder brausen die Heilrufe.)

In diesem Sinne habe ich auch außenpoli- tischeine Umstellung vorgenommen und mich jenen Staaten genähert, die ähnlich wie wir ge­zwungen waren, sich für ihr Recht einzusetzen. Wenn ich heute die Ergebnisse unseres Handelns überprüfe, dann kann ich sagen: Urteilt alle selbst, ob wir nicht wirklich Ungeheures mitdiesen Prinzipien erreicht haben! (Ein ungeheurer Iubelsturm, langanhaltende Sprechchöre:Wir dan­ken unserem Führer!") Wir wollen aber gerade des­halb nie vergessen, was uns diese Erfolge mög - l i ch gemacht hat. Wenn heute gewisse ausländische Zeitungen schreiben:Das hättet ihr doch alles a u f dem Verhandlungswege erreichen können!" so wissen wir sehr wohl, daß ja das Deutschland vor uns nichts anderes tat als andauernd zu ver­handeln.

15 Jahre lang haben sie nur verhandelt und haben dabei alles verloren. Ich bin ebenfalls bereit, zu verhandeln, aber ich lasse keinen Zweifel darüber: Das deutsche Recht lasse ich weder auf dem Verhandlungswege noch auf irgendeinem anderen für Deutschland kürzen. (Neuer Vegeisterungssturm.) Vergiß nie, deutsches Volk, wem du deine Erfolge verdankst. Welcher Bewegung, welchem Gedanken und welchen Prinzipien! Und zweitens: Sei immer vorsichtig, fel stets auf der Hut! Ls ist sehr schön, von internationalem Frieden und internationaler Abrüstung zu reden, allein ich bin gegenüber einer Abrüstung der Waffen mißtrauisch, so lange man nicht einmal den Geist abrüstet! (Stürmische

Zustimmung.)

Es hat sich in der Welt die seltsame Gepflogen­heit herausgebildet, die Völker in sogenannte autoritäre, d. h. disziplinierte, Staaten und in demokratische Staaten einzuteilen. In den autoritären, d. h. in den disziplinierten, Staaten 'ist es selbstverständlich, daß man fremde Völker nicht verleumdet, nicht über sie lügt und nicht zum Kriege hetzt! Aber die demo­kratischen Staaten sind ebendemokratische", d. h. dort darf dies alles geschehen! (Em­pörte Zurufe.) In den autoritären Ländern ist eine Kriegshetze natürlich unstatthaft, denn ihre Re­gierungen sind ja verpflichtet, dafür zu sorgen, daß cs feine Kriegshetze gibt. In den Demokratien aber haben die Regierungen nur eine Pflicht: die Demo-

Furcht.

DerDaily Telegraph" spricht von einer Philippika gegen die Demokratien". e 5 C h r o n i c l e" behauptet naiv, in England gäbe es keine Kriegskampagne gegen Deutschland. Weder Churchill noch Greenwood hätten jemals einen Prä­ventivkrieg gegen Deutschland empfohlen. Wenn Churchill sich für gemeinsamen Widerstand einsetze und Greenwood ertläre, daß er die Diktaturen gern zerstört sehen möchte, so hätten beide auch nicht einen Augenblick vorgeschlagen, zu diesem Zwecke

Reichenberg, 5. Nov. (DNB.) Der Stell­vertreter des Führers traf am Samstag gegen 18.30 Uhr unter dem Jubel der begeisterten Bevölkerung in der Hauptstadt des Sudetengaues, Reichenberg, ein. An der alten Reichsgrenze waren der Stellvertreter des Führers sowie der Reichsorganisationsleiter D. L e y vom Gauleiter­stellvertreter des Sudetengaues, Karl Hermann Frank, begrüßt und in die Stadt geleitet worden. Durch das dichte Spalier Tausender jubelnder Su­detendeutscher begab sich Rudolf Heß zum Rat­haus, wo er von Gauleiter und Reichskommissar Konrad Henlein und dem Bürgermeister Rohn willkommen geheißen wurde.

Nach der Vorstellung der Partei- und Behörden­vertreter trägt sich der Stellvertreter des Führers in das Goldene Buch der Stadt ein. Als dann Rudolf Heß das Rathaus wieder verläßt, um zur Meßhalle zu fahren, begleiten ihn auf dem ganzen Wege die begeisterten Zurufe der Sudetendeutschen. Als Ru­dolf Heß dann die Ehrenformationen der ^-Ver- fügungstruppe und der SA.-Standarte Feldherrn- halle sowie der Ordnungspolizei abschreitet und mit Konrad Henlein und Dr. Ley die Halle betritt, sprin­gen die Menschen auf, klettern auf die Stühle. To­sender Jubel übertönt die Klänge des Egerländer Marsches.

Kommandos erschallen, der Fahnenein- marsch beginnt. Voran die Blutfahne. Es folgen die Fahnen der jj und der SA. und dann in langen Reihen die der SDP., an ihrer Spitze die Reichenberger Fahne, zerfetzt und zerschlissen, beim Einmarsch der deutschen Truppen aus einem Winkel einer Polizeiwachtstube hervorgeholt.

Konrad Henlein

nimmt darauf das Wort: In dieser feierlichen Stunde, so sagt er, erleben wir die Krönung unse­res jahrlangen harten Ringens um Recht, Ehre und Freiheit unserer Heimat. In dieser Stunde geht in Erfüllung, was uns in bittersten Tagen ein heiliger Glaube war, was wir mit der ganzen Ueberzeu- gung unseres deutschen Wesens ersehnten, was uns in den Tagen der höchsten Not und Gefahr ein

Weigerung völliger Gleichberechtiaung.

Streitfrage gipfele in folgender Frage: Muß man sich Forderungen widersetzen, die hätten erfüllt wer- den sollen, als Deutschland schwach war, nur well es jetzt nicht mehr schwach ist? Diejenigen, die so dächten, und b05 sei nicht Chamberlain, besurworte- ten eine kurzsichtige Politik des Zynismus und der

Slbrüftung nur reden, die Kriegshetze aber infam weitertreiben, nehmen .wir an, daß sie uns nur unsere Waffen stehlen wollen, um uns noch einmal das Schicksal von 1918/19 zu bereiten. (Brausende Heilrufe.) Da aber kann ich den Herren Churchill und Genossen nur eines sagen: Das gibt es nur einmal, und das kehrt nicht wieder! ((Ein un= geheurer Begeisterungssturm der Massen hindert den Führer minutenlang am Weitersprechen.)

Ich tyabe meinen Weg begonnen mit einem un­bändigen Glauben an das deutsche Volk. Was an­ders hätten uns denn damals vor der Verzweiflung zurückhalten können? Ich glaubte an bas deutsche Volk, an seine inneren Werte und damit auch an seine Zukunft. Heute ist dieser Glaube wunderbar gerechtfertigt. Er hat in diesem letzten Jahr nur nach eine weitere Stär­kung erfahren. Wie hat sich unser Volk tn diesen 5. 6 Jahren bewährt! Wie ist nicht alles das tn Erfüllung gegangen, was ich Jahr um Jahr prophe­zeite und was wir alle endlich erwarteten.

Wie hat sich nicht in diesen letzten Wochen und Monaten unser Volk so ganz wunderbar benommen. Sie können es mir glauben, meine Volksgenossen, ich bin ja s o stolz und glücklich, daß ich euer Führer fein darf. (Stürmischer Beifall.) Gerade in diesen letzten Wochen hat unser deutsches Volk ein ebenso herrliches Bild harter Entschlos­senheit gezeigt, wie ich es in feinen

sicherer Leitstern war: Wir werden heute eins mit der großen E r n e u e r u n a s b e w e - gung des ganzen deutschen Volkes.

In dieser Stunde gedenken wir der fünf Jahre des Einsatzes und Opfers, die wir gemein­sam erlebten. Wir denken zurück an den Beginn un­serer Bewegung, an die trübe Zeit der Verfolgung und Verzweiflung im Herbst 1933, als ich nach der brutalen Auflösuna der DNSAP. durch die tsche­chische Gewaltherrschaft das führerlos gewordene Sudetendeutschtum zu neuem Einsatz und neuen Kampf aufrief. Wir gedenken zurück an die ersten Be­

währungsjahre, da wir den nationalen und sozialen Charakter unserer jungen Bewegung gegen Druck und Bedrohung zu verteidigen hatten.

Wir aedenken der ungezählten Opfer an Leben und Gesundheit, Gut und Freiheit, die schweigend dargebracht wurden, um den einen großen Tag der Befreiung zu erftreiten.

Ich danke allen meinen Mitarbeitern und Haupt­leitern, den Kreisleitern und Kameraden, die als Abgeordnete und Senatoren ihren Dienst getan haben. Ich danke allen Amtswaltern, den unzäh­ligen unbekannten Soldaten der Bewegung, die, er­füllt von dem Glauben an den Führer und die na­tionalsozialistische Idee sebstlos und freu ihre Pflicht erfüllt haben Immer jedoch werden wir dessen ein­gedenk sein, daß wir unsere Freiheit einem ein­zigen Manne, unserem Führer Adolf Hitler verdanken. Er war entschlossen und des Willens, den höchsten und letzten Ein - atz des ganzen deutschen Volkes in die Waag- chale der Geschichte zu werfen. Seine Fahne, die

Natürlich nicht verhindern, daß dieser Mann viel­leicht auf Grund der demokratischen Spielregeln mit seiner Partei tatsächlich in ein oder zwei Jahren zur Regierung kommt. Aber das kann ich versichern: Ich werde verhindern, daß er Deutschland vernichtet! Und genau so wie ich überzeugt bin, daß das deutsche Volk dafür sorgen wird, daß die Pläne dieser Herren in Bezug auf Deutschland nie gelingen, genau so wird auch das faschistische Italien, Das weiß ich, für sich sorgen!

Ich glaube, daß für uns alle diese inter­nationalen Hoffnungen nur eine Lehre fein können, fest zufammenzustehen und fest zu unseren Freunden zu rücken. Je mehr wir in Deutschland selbst eine einzige Gemein­schaft bilden, um fo geringer werden die Aus­sichten dieser Kriegshetzer sein, und je enget wir uns besonders mit dem Staat zusammen- schttehen, der sich in gleicher Lage befindet wie wir, mit Italien, um fo mehr wird ihnen die

Luft vergehen, mit uns anzubinden!

Wenn wir das Jahr 1938 heute noch einmal im Geiste an uns vorüberziehen lassen, dann kann es uns nur mit tiefstem Stolz und mit größter Freude erfüllen. Deutschland ist größer geworden auf dem natürlichsten und auf dem mora­lisch unanfechtbarsten üßege, den es gibt! Dieses Jahr ist aber für uns auch ein Iaht großer Verpflichtungen: Mr müsien aus ihm die Erkenntnis und den Entschluß gewinnen, den erfolgreichen Weg niemals mehr zu verlassen! (Brausender Beifall.) Wenn die andere WeU von Abrüstung spricht, dann sind wir auch dazu bereit, aber unter einer Bedingung: Daß erst die Kriegshetze ab» gerüstet wird! So lange die anderen aber von

London, 7. Nov. (DNB. Funkspruch.) Zur Rede des Führers fpgt dieTimes", es gebe keinen anderen Weg zum Frieden als die Wiederher- einen ziugenona oorgejc ft e 11 u n g d e s Vertrauens und die Beseiti-1 zum Kriege zu schreiten.