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Nr. 261 Erstes vlatt

188. Jahrgang

Montag,?. November 1958

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Gejmwahlen in Polen

rufe.) Die Regenschirrntypen unserer bürgerlichen früheren Parteienwelt sind ausgelöscht und kehren niemals wieder! (Jubelnder Beifall.) Ich kann den Wenigen, die vielleicht doch mit einer Träne im Auge darauf zurückblicken sollten, nur eines ver­sichern: Diese Bewegung hat ihre heutige Führung aus einem harten Kampf heraus erhal­ten, die Führung der Zukunft aber, die wir heute großziehen, schaut noch ganz anders aus! (Be­geistert jubeln die Zehntaufende dem Führer zu.) Das wird ein Korps härtester Entschlos­senheit und rück sichtslose st er Tatkraft

sein, so daß man sich in 30, 40 oder 50 Jahren gar nicht mehr wird vorstellen können, daß es einmal anders gewesen war. Die Partei ist der Garant die­ser Führung unseres Volkes!

Das Dritte aber, das wir uns schufen, ist die neue Wehrmacht. Ich habe vom ersten Tage an einen Grundsatz aufgestellt: Der Deutsche ist ent­weder der er st e Soldat der Welt oder er ist überhaupt keiner. (Brausende Heil-Rufe und Beifallsstürme.) Keine Soldaten können wir nicht sein und wollen wir nicht sein. Daher werden wir nur die ersten sein! (Die Massen bereiten dem Führer eine minutenlange Ovation.) Als friedlieben­der Mann habe ich mich bemüht, dem deutschen Volk jene Wehr und Waffen nunmehr zu schaffen, die auch andere zum Frieden zu überzeugen geeignet sind, i

Es gibt nun allerdings Leute, die den Igel be­schimpfen, weil er Stacheln hat. Sie brauchen freilich nur diesem Tier seine Ruhe zu

I lassen! Es hat noch kein Igel angegriffen.

Der letzte Einsatz blieb uns erspart, weil wir stark waren.

Budapest, 6. Nov. (Europapreß.) Nachdem der Einmarsch der ungarischen Truppen in das Ober­land am Samstag mit der Besetzung von zwei Brückenkopfftellungen aufderGroßenSchütt- insel begonnen hatte, wurde die Besetzungszone in diesem Abschnitt im Laufe des Sonntags auf die gesamte südliche Hälfte der Insel in einer Länge von 70 und in einer Tiefe von 10 bis 15 Kilo­meter ausgedehnt. Um 11 Uhr vormittags marschier­ten Truppenabteilungen, an ihrer Spitze Reichs verwes er von Horthy, auf einem Schimmel reitend, über die Donau brücke in Komorn ein. An dem Einmarsch nahmen auch sämtliche Mitglieder des ungarischen Kabinetts und Würdenträger des Staates, sowie die Militär­attaches der befreundeten Mächte teil. Unbeschreib­licher Jubel der Bevölkerung von Komorn emp­fing die ungarischen Befreier. Aus den umliegenden Gebieten von Komorn waren Zehntausende in die Stadt gekommen, um den feierlichen Einzug mit­erleben zu können.

Auf dem Rathausplatz wurde Reichsverweser von Horthy von den Spitzen der Stadtbehörden und Vertretern des ungarischen Nationalrates des Ge­bietes herzlich begrüßt. Ministerpräsident Jmredy feierte den Reichsverweser als den Staatsaufbauer und Mehrer des ungarischen Reiches. Nach weiteren Begrüßungsreden, in denen u. a. auch der Führer des Ungarntums im Oberland, Abgeordneter Ja-

Der Führer in Weimar begeistert empfangen.

Weimar, 5. Nov. (DNB.) Der Führer traf am Samstag gegen 11 Uhr in Weimar zum Besuch des 10. Gautages ein. Die Bevölkerung bereitete dem Führer, der nun zum 27. Male in Weimar weilt, einen unbeschreiblichen Empfang. Vom Bahnhof be­gab sich der Führer zunächst in das soeben nach ein­jähriger Bauzeit fertiggestellte HotelE l e - p h a n t" am Markt. Der Führer wurde, nachdem er an dem altvertrauten Bild des in der Vorhalle auf einem Sockel stehenden und aus dem alten Hause übernommenen Elefanten vorbeigegangen war, von Prof. Gießler und Gauleiter Sauckel auf sein Zim­mer geleitet, wo ihn der Gauleiter u. a. auf einige mit Liebe für die persönlichen Räume des Führers zusammengestellten Erinnerungsgaben und Geschenke aufmerksam machte. Der Führer betrachtete seine Raume mit höchster Anerkennung über die vornehme Schlichtheit und harmonische Wohnlichkeit. Besondere Aufmerksamkeit schenkte er dem über dem Kamin aus Stein ausgeführten Bilde des Deutschen Rei­ches, in dem klar zum Ausdruck kommt, was in dem historischen Jahre 1938 durch Adolf Hitler wieder- gewonnen wurde.

Nach Besichtigung von weiteren schönen Räumen des aus deutschen Werkstoffen im Stil einer neuen Epoche ausgestatteten Neubaues mit seinen weichen deutschen Teppichen, den aus hellen Hölzern gefer­tigten Möbeln, den Bronzekronleuchtern und beson­ders den geschmackvollen Bildwerken, erfolgte im Gartensaal die Vorstellung der nächsten Mitarbeiter Prof. Gießler s und der Künstler, die an der Erstellung, Einrichtung und Ausschmückung des Hauses den Hauptanteil haben.

Die thüringische Staatsregierung veranstaltete am Nachmittag den Staatsempfang im Schloß. An dem Empfang nahmen die Spitzen der Partei und des Staates teil. Ferner hatten sich in dem alten Kampf- zenttum Weimar viele alte Mitkämpfer des Führers eingefunden. Man sah Reichsführer ff Himmler, Reichspressechef Dr. Dietrich, Reichsleiter und Reichs­minister Darrs, Reichsleiter Bouhler, die Gauleiter Adolf Wagner, Koch, Mutschmann, Forster, Dr. Meyer, Weinrich und Wächtler und Gauleiter a. D. Krebs sowie den Reichsbankpräsidenten Reichsmini-

r o ß, das Wort ergriffen hatte, hielt Reichsverwe- fer von Horthy eine kurze Ansprache. Er er­klärte:Nach zwanzig Jahren betrete ich an der Spitze unserer Armee zum erstenmal den befreiten Boden des Oberlandes. Ich bringe den heimkehren­den Brüdern die Liebe des ganzen Un­gar n r e i ch e s. Ich begrüße Komorn, diese von ungarischen Erinnerungen geweihte Stadt. Komorn hat in der ungarischen Ehre ausgeharrt, und heute weht über dem Turm der alten St.-Andreas-Kirche wieder unsere Fahne. Der heutige Tag ist ein langersehntes Freudenfest unserer Gerechtigkeit und unseres Sieges, an den fanatisch zu glauben und unerschütterlich zu ver­trauen ich keinen Augenblick aufgehört habe."

Dann erfolgte der Vorbeimarsch der ungarischen Truppen vor dem Reichsverweser, den Mitgliedern der Regierung und den Ehrengästen. Nach Eintritt der Dunkelheit wurde die Stadt festlich beleuchtet. Die Bevölkerung beschloß den Tag mit einem V o l k s f e st. Im Laufe des Sonntags wurden von anderen ungarischen Truppenabteilungen auch die übrigen im Besetzungsplan für den 6. November vorgesehenen Gebiete und Städte besetzt. In dem gesamten Gebiet fanden am Sonntagabend Freu­denfeste statt. Die Häuser und Straßen waren fest­lich beleuchtet, und der Jubel, der den ungarischen Truppen immer wieder entgegenbrauste, wollte kein Ende nehmen.

Oie Kriegshetze muß abgerüstet werden.

Niemals wieder wird man Deutschland das Schicksal von 1918 bereiten. - Der Führer spricht auf dem Gautag Thüringens.

mals die Parole der Wahlenthastung ausgegeben, weil sie ihren Einfluß durch das Wahlsystem fast ausgeschaltet sahen. In diesem Jahre ist ein Erlaß des Justizministers ergangen, der jede Agitation zur Wahlenthaltung unter Strafe stellt. Trotzdem besteht auch unter den führenden Männern der Regierung die Ueberzeugung, daß das jetzige Verfahren der Siebung" der Kandidaten nicht dazu beitragen kann, die Volkstümlichkeit der Wahlen und das An- sehen des Parlamentes zu heben. Es ist daher an» gekündigt, daß in diesem Jahre zum letztenmal unter, solchem Wahlrecht gewählt werden soll.

Bon den Ukrainern, die in geschlossenen Sprachgebieten wohnen, werden etwa 15 Abgeord­nete in den Sejm einziehen. Die Regierung ist be­strebt, das Verhältnis des Staates zu dieser natio­nalen Minderheit zu verbessern und glaubt, damit einige Erfolge erzielt zu haben. Den Deutschen ist es nicht gelungen, bei den Vorwahlen eine Per­sönlichkeit aus ihrer Mitte den Wählern präsentieren , zu können, obwohl in Oberschlesien nach dieser Rich­tung Anstrengungen gemacht wurden. Sie waren auch in dem vorigen Sejm nicht vertreten, doch hatte die Regierung zwei Männer ihres Vertrauens, die Herren Hasbach und Wiesner in den Senat berufen. Die deutsche Minderheit hat der Regierung in Warschau ihre Wünsche in einer Denkschrift unter­breitet und gleichzeitig ihre Volksgenossen aufgefor- dert, zum Zeichen der Loyalität an den Sejmwahlen teilzunehmen. Bezeichnend ist noch, daß die N ati o - n a l j u d e n Aussichten besitzen, bei den Wahlen in Warschau, Lodz und Lemberg mit eigenen Kandi­daten zum Ziel zu kommen.

Am 13. November erfolgen, wie gesagt, die W a h - len zum Senat. Auch hier ist in den Woiwod­schaften bereits die Entscheidung zugunsten der Regie­rung bei der Aufstellung der Kandidaten gefallen. Der Kreis der Wahlberechtigten zum Senat ist ver­hältnismäßig klein. Er besteht aus den Inhabern bestimmter Ordensauszeichnungen, aus den Mit­gliedern akademischer Berufe und sonst bevorzugter Staatsbürger. Ein Teil der Senatoren wird durch die Regierung ernannt. Es ist kein Zweifel, daß die inneren Verhältnisse in Polen in den letzten Mo­naten sich gefestigt haben. Die kommumsttsche Gefahr, die zeitweise recht deutlich hervorttat, ist durch die starke Hand der Regierung zurückgedrangt worden. Jetzt kommt es der Staatsführung darauf an, ihr Ansehen durch einen günstigen Wahlausfall und eine rege Wahlbeteiligung noch mehr zu stärken. Sie kann sich dabei auf die Traditionen aus der Zeit Pilsudskis berufen, ebenso auf den starken Rückhalt, den das heutige Regime an der Armee und dem Marschall Rydz-Smigly besitzt.

Warschau, 7. Nov. (DNB.) In Polen fanden am Sonntag die Wahlen zum Sejm statt. Trotz der Wahlenthaltung, zu der sämtliche Oppositionspar­teien aufgefordert hatten, verlief der Tag ruhig. Die Wahlbeteiligung war erheblich reger als bei den letzten Parlamentswahlen. Sie dürfte durchschnittlich etwa 70 o.H. betragen. In den süd­lichen Grenzgebieten längs der Tschecho­slowakei stimmten die Wahlberechtigten sogar ohne Ausnahme ab. Sehr stark war die Beteiligung auch

i n W i l n a , wo die Anhänger der Nationalen Partei gegen die Kandidaten des Lagers der Natio­nalen Einigung stimmten. Die in Danzig wohnhaften Polen wählten in drei in Gdingen her- gerichteten Wahllokalen. Gegen den Wohlboykott der Opposition gingen die Behörden mit allen Mit­teln des Gesetzes vor. In allen Teilen des Landes wurden Hunderte von Angehörigen der Oppositions­parteien verhaftet. In Lodz wurden sämtliche zwölf Lokale der Nationalen Partei geschlossen. Die Wahl­handlung wurde erst um 21 Uhr abgeschlossen. An einen vollen Erfolg des Lagers der Nationalen Einigung ist angesichts der Zusammensetzung der Kandidatenlisten nicht zu zweifeln.

Am 6. November wurde in Polen der Sejm ge­wählt, am 13. November kommt der Senat an die Reihe. Das jetzige Wahlgesetz stammt aus der Zeit des Marschalls Pilsudski und war dazu bestimmt, den Einfluß der Parteien auf die Zusammensetzung der Volksvertretung auszuschalten oder zu verrin­gern. Demgemäß erfolgte die Aufstellung der Kan­didaten zum Sejm nicht durch die Parteiverbände, sondern durch Vertrauensmänner-Versammlungen der einzelnen Wahlkreise. Diese Versammlungen sind zusammengesetzt aus Vertretern der staatlichen und kommunalen Behörden, der Berufskammern und Gewerkschaften. Sie stellen für den Wahlkreis zwei oder drei Kandidaten auf, unter denen die Wähler­schaft die Auswahl besitzt. Es liegt auf der Hand, daß die der Regierung nahestehenden Kreise auf diese Wahlvorschläge einen starken Einfluß ausüben. Die Vorwahlen so kann man dieses indirekte Ver­fahren bezeichnen zum künftigen Sejm hatten fast ausschließlich zur Aufstellung solcher Kandidaten geführt, die dem Negierungslager angehören. Trotz­dem fand eine rege Wahlarbeit statt, die durch Re­den und Vorträge der Minister in verschiedenen großen Städten unterstützt wurde. Zweifellos haben die letzten außenpolitischen Erfolge der polnischen Regierung dazu beigetragen, die Wahlbeteiligung zu verbessern, die bei den letzten Wahlen nur 35 v. H betrug. Die Oppositionsparteien von den Na­tionaldemokraten bis zu den Marxisten hatten da-

Das ungarische Oberland begrüßt den Reichsverweser.

Oer Einmarsch der ungarischen Truppen. - Feierlicher Empfang in Komorn.

Der Führer spricht.

Der Führer sprach dann auf einer Kundgebung in der thüringischen Landeskampfbahn zu Weimar. Als der Führer die Tribüne betritt, brausen ihm ununterbrochen die Heilrufe und Sprechchöre: Füh­rer, wir danken Dir!" entgegen, so daß er erst nach Minuten seine Rede beginnen kann. Er gedenkt der ersten vier, wie es damals schien, großen Versamm­lungen des Jahres 1925 .in Weimar, die man heute nur als ganz kleine Ortsgruppenabende bezeichnen könnte. Er erinnerte an den zweiten Reichspartei­tag der Bewegung in den Mauern dieser Stadt. Was damals alle an diesem Röichsparteitag begei­stert habe, das werde heute weit durch einen Gau­parteitag überboten. Alle die alten Parteigenossen, die diesen gewaltigen Aufstieg miterlebten, können nur mit Rührung zurückdenken an diese Zeiten und an das, was sich seitdem Großes ereignete. Was uns aber jetzt zurückblickend fast wie ein Wunder erscheint, ist nichts anderes als der Lohn für eine unermeßliche und unermüdliche Arbeit! Denn das können wir Nationalfozia- liften wohl vor der deutschen Geschichte behaupten:

Roch niemals ist inbrünstiger, mit mehr Arbeit und auch mehr Opfern um das deutsche Volk gerungen wor­den als in dieser Zeit des Kampfes unserer Bewegung um den deutschen Menschen! Nun­mehr haben wir dafür von der Vorsehung den Lohn bekommen, genau so wie einst das Deutschland des Jahres 1918 feinen Lohn er­hielt!

Damals wurde es jener Segnungen teilhaftig, die wir unter dem SammelbegriffDemokratie" verstehen! Das Deutschland von damals hat sich an- geklammert an die Hoffnung, die vielleicht am stärk­sten jener Amerikaner aussprach, der uns einen Frieden zusicherte, in dem es weder Besiegte noch Sieger geben sollte. Nachdem das deutsche Volk im Glauben an diese Theorien die Waffen niedergelegt hatte, wurde es belehrt, daß Demokratie in der Praxis etwas anderes ist als in der Theorie! Wenn heute manchesmal Parlamentarier oder Politiker m fremden Ländern zu behaupten wagen, Deutsch­land hätte seine Verträge nicht gehalten, dann kön­nen wir diesen Männern nur zur Antwort geben: Der größte Vertragsbruch aller Zeiten ist am deutschen Volk verübt worden! Alles, was man Deutschland in jenen 14 Punkten zugesichert hatte und auf Grund deren dann die deutschen

Waffen niedergelegt wurden, ist nachher gebra­ch e n worden! 1932 stand nun Deutschland vor dem endgültigen Zusammenbruch. Das Deutsche Reich und Volk, sie schienen verloren.

Dann aber kam die deutsche Wiederaufer­stehung! Sie begann mit einer Umwandlung des Glaubens. Während alle deutschen Par­teien vor uns an Kräfte und Ideale glaubten, die außerhalb des Reiches und unseres Volkes lagen, haben wir Nationalsozialisten unentwegt den Glau­ben an unser eigenes Volk gefördert, ausgehend von der ewig gültigen Parole, daß Gott nur denen hilft, die bereit und entschlossen sind, sich selbst zu helfen! (Stürmische Heilrufe brausen zum Füh­rer empor.) Wir haben an die Stelle all jener in­ternationalen Faktoren Demokratien, Völkerge­wissen, Weltgewissen, Völkerbund usw. einen einzigen Faktor gestellt: Unter eigenes Volk!

Dieses Volk aber mußte ganz von feiner Zer­splitterung und Zerrissenheit befreit werden. So entstand die Nationalsozialistische Partei mit dem Befehl und der Aufgabe, dieses Sammel­surium politischer Verbände zu beseitigen und an ihre Stelle eine einzige Macht zu sehen: die Macht einer Bewegung! DieNSDAP. wurde damit zur Trägerin der deut­schen Volksgemeinschaft.

Wir alle waren uns darüber im Klaren, daß eine wahre Volksgemeinschaft nicht von heute auf mor­gen, nicht durch Theorien oder Programme erzielt wird, sondern daß viele Jahrzehnte hindurch, ja vielleicht immer und für alle Zeiten der einzelne Mensch für diese Volksgemeinschaft erzogen werden muß. Diese Erziehungsarbeit haben wir seit der Gründung der Partei und besonders seit der Uebernahme der Macht durchgeführt. Aber nichts ist oollkomen auf dieser Welt, und kein Erfolg kann als endgültig befriedigend empfunden werden. Da­her wollen wir auch heute nicht etwa behaupten, daß Erreichte sei schon das gewollte Ideal an sich. Uns schwebt ein Ideal vor und ihm entsprechend er­ziehen wir die deutschen Menschen, Generation um Generation. So wird der Nationalsozialismus im­mer mehr von einem politischen Bekenntnis zu einer wirklichen Volks erzieh ung werden!

Als weitere Aufgabe mar der Bewegung die G e - ftaltung einer neuen Führungsaus lese und die Heranbildung einer neuen Führung gestellt. Nur ein Blinder kann heute noch bestreiten, datz dis politische Führung der deutschen Nation letzt innen und außen anders ist als etwa vor 5, 10 oder 20 Jahren. (Brausender Beifall und stürmische Heil­

ster Dr. Schacht, ferner die Korpsführer des NSKK. und des NSFK., zahlreiche Obergruppenführer und Gruppenführer der SA. und ff. Der Führer wohnte am Samstagabend der Feftaufführung der Verdi-OperAida" im Deutschen Nationaltheater bei. Die ausgezeichnete Aufführung, unter musika­lischer Leitung von Paul Sixt wurde von Dr. Ru­dolf Hoffe inszeniert und fand immer wieder stür­mischen Beifall. Als Adolf Hitler das Deutsche Na­tionaltheater verlassen hatte, war auf dem Markt­platz die Hitler-Jugend aufmarschiert, 9000 Führe­rinnen und Führer aus Thüringen und 1000 Jung- mädel aus dem Landdienft. Lange toste die Begeiste­rung der Jungen und Mädel hinauf zum Balkon des Hauses, von wo Adolf Hitler auf feine jüngste Gefolgschaft herabsah.

Vorbeimarsch der Kampssormallonen Thüringens.

Arn Sonntagmittag fand auf dem Karlsplatz ein Dorbeirnarschder Kampfgliederungen der Bewegung vor dem Führer statt. An der Spitze marschierte Gauleiter Sauckel, der dem Führer die Meldung vom Anmarsch seines Gaues erstat­tete. Er nahm vor dem Wagen Adolf Hitlers Auf­stellung, und bann marschierten die Fahnen und Feldzeichen der Thüringer SA. vorbei. Standarte auf Standarte zieht in ausgezeichneter Ordnung und guter Ausrüstung vorüber. Kurz darauf erstattet Reichsleiter und Korpsführer des NSKK. Hühn­lein dem Führer die Meldung vom Beginn des Vorbeimarsches der Motorgruppe Thüringen des NSKK. Die Männer des Nationalsvzialiftischen Kraftfahrkorps machen ebenfalls einen ganz hervor­ragenden Eindruck. Dann marschiert, begleitet von den Klängen des Gebietsspielmannszuges und Ge- bietsmusirzuges der thüringischen Hitler-Jugend das Heer der politischen Leiter aus allen Krei­sen und Ortsgruppen Thüringens. Der Korpsführer des Nationalfozialifttschen Fliegerkorps, Generalleut­nant Christiansen, trat darauf an den Wagen des Führers und erstattete Meldung vom Anmarsch der thüringischen NSFK.-Standarte. Dann meldet der Reichsführer ff Himmler dem Führer die Schutzstaffeln Thüringens. Stürmisch begrüßt wird nach der allgemeinen ff die dritte in Thüringen stehende -Toten köpf standarte.