Ausgabe 
7.10.1938
 
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trauen aus.

Das neue Grenzland

von Adolf Hitler zur Unterzeichnung dieses Doku­ments verlocken lassen, wandte Chamberlain ein, er

Bäder.

In großem Bogen von Ost nach West.gezogen, beginnt das neue Grenzland mit dem sogenannten Kuhländchen in Nordmähren, das auch das Hultschiner Gebiet umfaßt, wenn auch Mäh­risch-Ostrau außerhalb dieser Linie bleibt. Das Hultschiner Ländchen wird von besonderem Jubel erfüllt sein. Es gehörte bis 1919 zum preußi­schen Kreise Ratibor. Aus angeblich strategischen Gründen wurde es zum Tschechenstaat gezwungen, obwohl sich bei der Abstimmung 94 v. H. für das Reich aussprachen. Prag wollte entdeckt haben, daß die Hultschiner wegen ihres Dialektesechte Tsche­chen" seien. Man nahm ihnen die meisten Schulen.

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Das Kuhländchen liegt ösllich davon und hat rund 80000 Bewohner, die sich zu 93 v. H. zum Deutschtum bekennen. Mittelpunkt ist Neutitschein. Dort ist ein fruchtbares Bauernland, aus dem vor etwa hundert Jahren einer der Führer der Bauern­befreiung hervorging, Hans Kudlich, dessen Name heute noch hochgeachtet ist. Bon hier aus nahm auch die Herrenhuter Bewegung ihren Ausgang. Der Aht Gregor Mendel, der die Erbgesetze der Men­schen und der Lebewelt entdeckte, batte im Kubländ- chen seine Heimat. Nicht weit davon liegen die Kohlen- und Erzgruben des O st r a u e r Reviers. Dies Kuhländchen ist mit mannigfacher Industrie durchsetzt, mit Betrieben, die Nahrungs- und Genuß- mittel Herstellen, mit Werken, die der Holz- und

sie durch eine Aussprache im Geiste der Zusammenarbeit und des guten Willens zu

wanderten in die Gefängnisse, aber sie blieben deutsch, wie sie es immer gewesen sind. Die 50 000 Hultschiner sind arm an Geld und Gut, aber reich an deutscher Treue, die hier in den Wäldern

aber hinter der Diplomatie müsse Kraft stehen, um ihr Wirksamkeit zu verleihen. Die Regierung würde ihre Pflicht versäumt haben, wenn sie nicht sowrt eine eingehende Untersuchung angeordnet hätte, die die gesamten militärischen und zivilen Borbereitun­gen erfassen und im Lichte der letzten Tage fest­stellen solle, welche weiteren Schritte notwendig fein könnten, um die Landesverteidigung in der kürzest

Eine Politik, wie sie von der Opposiition vor­geschlagen werde, fei nach seiner Auffassung eine Politik der äußer st en Verzweif­lung, und wenn man sich diese Verzweiflung zu eigen mache, werde es keine Hoffnung mehr geben für die Zivilisation und die Dinge, die das Leben lebenswert machten. Die Erfahrung lehre, daß man nicht hoffen könne, daß ein neuer Krieg die Krise erfolgreicher beenden werde, als der letzte es aetan habe. Wan müsse versuchen, mit allen Mitteln den Krieg zu ver­meiden, dadurch, daß man seine mögli­chen Ursachen feststelle und es unternehme.

lens, das menschliche Geschick zu leiten, glaubten.

Als Chamberlain sich niedersetzte, wurde er von begeistertem Beifall auf den Regierung^bänken be­grüßt. Der Beimll hielt auch an, als er sich an­schickte, den Sitzungssaal zu verlassen. Die Abge­ordneten erhoben sich von ihren Sitzen und brach, ten begeisterte Zurufe auf den Ministerpräsidenten aus, wobei sie ihm lebhaft zuwinkten. Zurufe wie: Wir wünschen Ihnen eine gute Ferienzeit!" wur­den von verschiedenen Seiten des Hauses laut. Auch das Publikum auf den Galerien beteiligte sich an den Kundgebungen, die der Ministerpräsident- chelnd entgegennahm. Bei der dann folgenden Ab­stimmung über das von der Regierung gestellte Vertrauensvotum sprach das Unterhaus der Regierung mit 366 gegen 144 Stimmen sein Ber­

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lein zuversichtlich hofft, diese annehmen werde. Die Stadt Sillein prangt in tschechischem und slowaki­schem Fahnenschmuck. Um 17 Uhr begann der feier­liche Einzug der neugebildeten slowakischen Regie­rung in Preßburg. Der erste slowakische Mini­sterpräsident, T i s o , gehört dem geistlichen Stande an und war seit Jahren stellvertretender Vorsitzen­der der Slowakischen Volkspartei, während noch Pater Hlinka den Vorsitz führte. Er ist Mitglied des Prager Abgeordnetenhauses. Im Lande galt er als ein Mann des regierungsfreundlichen Flügels der Slowakischen Volkspartei. Er wurde mit der Füh­rung der Geschäfte betraut, als Pater Hlinka vor wenigen Wochen die Augen schloß. Die Slowakische Volkspartei präsentiert als weitere Minister ihren Generalsekretär Dr. Martin Sokol und den Chef­redakteur des ParteiblattesSlovak", Abgeordneten Karl Si d o r. Die Kandidaten der Agrarier und der Slowakischen Nationalpartei sind noch nicht bekannt, ebenso steht die Verteilung der Ressorts noch nicht fest.

Ein Manifest der neuen Regierung wurde von der ganzen slowakischen Bevölkerung mit Begeisterung entgegengenommen. In dem Mani­fest heißt es u. a.: ,^Die Münchener Vereinbarungen der vier Weltmächte haben die staatlichen und poli­tischen Verhältnisse in Mitteleuropa gründleaend geändert. Wir Slowaken als s e b st ä n d i g e Na­tion, die wir seit altersher auf dem Gebiete der Slowakei leben, machen für uns das Selbstbestim­mungsrecht geltend und berufen uns deshalb auf die international garantierte U n t e i l b a r k e i t u n f e - r e r slowakischen nationalen Einheit «und des Gebietes, das wir bewohnen. Wir wollen frei nach eigenem Willen un­ser zukünftiges Leben in vyllem Umfange bestim­men, einschließlich des staatlichen Apparates. Wir wollen in Freundschaft mit allen Nationen leben und zur Regelung der Verhältnisse in Mitteleuropa beitragen. Wir harren aus an der Seite der Na­tionen, die gegen die marxistisch-jüdische Ideologie der Zerstörung und der Ge­walt kämpfen. Wir sind für die friedliche Lösung aller strittigen Probleme im Geiste der Münchener Vereinbarungen. Wir p r o t e st i e r e n energisch, daß die Grenzen der Slowa­kei ohne uns als die vollberechtigten Vertreter der Nation,bestimmt werden. Wir fordern inler- nationalen Schutz der slowakischen Minderheit im Auslande. Wir fordern rasche Demobilisierung im Geiste des Selbstbestim­mungsrechts. Wir fordern sofortige lieber» n a hm e der Dollzugsgewalt in der Slowa­kei durch Slowaken. Der Sieg des Selbstbe- stimmungsrechts bedeutet auch für die slowakische Nation die siegreiche Beendigung eines langjährigen Kampfes."

Papierindustrie dienen.

Das zieht sich fort zum S ch ö n h e n g st g a u mit Z w i t t a u und Mährisch-Trübau, einem Gebiet, das industriell und landwirtschaftlich auf-

beseitigen.

Er glaube an die Möglichkeit, den Frieden für die - - v - . - . ..... am m m Art 11t 11 Z*1A

Der Gauleiter eröffnet das WHW. im Gau Hessen-Nissan.

»NSG. Am kommenden Sonntag, vormittags um 11 Uhr, wird das Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1938/39 für den Gau Hesien-Rassau durch den Gauleiter und Reichsstatthaller Sprenger er­öffnet. Die Feier findet in Anwesenheit von Ver­tretern der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht und des Staates im großen Saal der Sladthalle in Mainz statt. Im Rheingoldsaal der Stadthalle ist gleichzeitig eine Leistungsschau aufgebaut, die über den Stand der Arbeit des Winterhilfswerkes und der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt im Gau Hessen-Rassau bis zum Frühjahr 1938 einen.'Umfassenden Ueberblick gibt. Der Besuch dieser interessanten Schau, die am Sonntag ab 15 Uhr für jedermann zugänglich ist, ist sehr zu empfehlen.

Das Vertrauensvotum für Eham-erlam

Mit 366 gegen 141 Gt mmen billigt das britische Unterhaus d»e Politik der Münchener Vereinbarungen

A- O durch

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150 Stimmen angenommen.

Nach der Abstimmung fand noch eine kurze Aus­sprache über den V e r t r a u e n s a n t r a g für die Negierung statt. Dazu erklärte Chamberlain, daß es keine Neuwahlen geben würde, weil er kein Kapital aus dem Gefühl des Landes zu schla­gen wünsche. Eine Neuwahl würde nur die vor­handenen Meinungsverschiedenheiten vergrößern. Er habe nicht die Absicht, sich auf Polemik einzu­lassen. Wenn ein Mann in fein Alter komme und seine Stellung inne habe, so empfinde er, daß ihm Kritik, ja auch Beschimpfungen wenig ausmachten. Nur sein Gewissen zähle bei ihm. Er sei Überzeugt, daß er durch sein Tun den Krieg vermieden habe. Er verlange keinerlei Anerkennung für sein Tun, da er nur getan habe, was jeder in seiner Lage dessen sei er sicher für das Richtige gehalten haben würde. (Beifall.) Ein Krieg sei heute seiner ganzen Art nach etwas anderes als früher. Da heute bei Kriegsbeginn noch vor den Berufssoldaten die Zivilbevölkerung den Krieg zu spüren bekomme.

Als er nach Berchtesgaden ging, feien über 20 000 Briefe und Telegramme in der Dow- ningstreet eingegangen. Viele dieser Briefe habe er gelesen. Die Schreiber seien nicht der An­sicht gewesen, daß die tschechische Frage für England so lebenswichtig gewesen sei, daß man für sie hätte kämpfen sollen. Alles, was Groß­britannien getan habe, bestehe darin, daß es die Tschecho-Slowakei vor der Ver­nichtung bewahrt und ihr damit die Chance gegeben habe, ein neues Leben als ein neuer Staat zu beginnen. Ob­wohl das den Verlust an Gebiet und Befesti­gungen in sich schließe, könne sie vielleicht in Zukunft eine nationale Existenz führen in einer Reutralität und Sicherheit, die er mit der der Schweiz von heute vergleichen möchte.

Chamberlain wies dann im einzelnen die Argu-

roinnen. Chamberlain lehnte in höflicher Form, jedoch auffallend scharf im Ton diese per­sönliche Verdächtigung ab und erklärte, die Regie­rung werde nach wie vor ihre Pflicht erfüllen. Er selbst erhebe keinerlei Anspruch auf Urlaub und werde weiter die Verantwortung tragen. Der An­trag der Regierung, das Unterhaus bis 1. Novem­ber zu vertagen, wurde sodann mit 313 gegen

Am 10. Oktober ist die Eingliederung der su-1 Mit großen Opfern ließ tue Bevölkerung ihre Km- detendeutschen Gebiete, soweit es sich um die Be- der mit Autobussen nach Troppau in die deutsche setzung durch reichsdeutsche Truppen handelt, im Schule befördern. Auch das wurde verboten Eltern wesentlichen vollzogen. Dies neue Grenzland ist wirt- f *s h r h p n

schaftsgeographisch ungemein reich und vielgestaltig, denn alles ist in ihm vorhanden, Bergbau und .

Hüttenindustrie, landwirtschaftliche Hochkultur, Tex-> reich an deutscher. Treue, die hier m den Waldern tilindustrie sowie solche Gewerbezweige, die wie die des Dichters Joseph von Eichendorfs zu Hause Jnstrumentenmacherei oder die Erzeugung von Spiel- und Holzwaren von jeher zum Begriff der Heimarbeit gehört haben. Dichte Forsten und Wal­dungen schließen sich an, dazu Erzlagerstätten, schließlich auf dem ehemals vulkanischen Boden Nordweftböhmens der Reichtum seiner mineralischen

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Aus dieser Karte, die die bekannten vier Zonen zeigt, sind jetzt auch die Orte eingezeichnet, die über die vier Zonen hinaus nach den Beschlüssen der Internationalen Kommission m der Zeit vom 7. bis 10. Oktober von unseren Truppen besetzt werden. (Scherl-M.)

könne dem Unterhaus offen erklären, daß dieses Do­kument nicht von dem Führer, sondern von dembescheidenen Individuum", welches zur Zeit vor dem Unterhaus stehe, entworfen worden fei. ronntcnr um oie X5anoe5Deiieiuiguii^ m un «««oh1 Wenn man eine Politik des Krieges der Demokra-<](icf)en Zeit auf die notwendige Höhe zu brin» tien gegen die totalitären Staaten einschlagen wolle,'st. Die britische Friedenspolitik bedeute nicht, daß dann müsse England nicht nur sich selbst bis an die st^ neue Freunde auf Kosten der alten suche. Man Zähne bewaffnen, sondern es müsse auch militä- roo[^e mtf allen Staaten Zusammenarbeiten, ohne

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London, 6. Oktober. (DNB. Funkspruch.) Im I mente der Opposition gegen die zwischen chm und

Unterhaus kam es bei der Aussprache über die dem Führer vereinbarte Erklärung zurück. Er be»

Vertagung bis zum 1. November zu tonte, es habe sich dabei nicht so sehr um denAus-

einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Regie- druck der Meinung der beiden Unterzeichner als blWMVV .... ...o., «

rung und Opposition. Die Führer der Opposition vielmehr darum gehandelt, was die beiden Staats- Lebenszeit der gegenwärtigen Generation zu sichern, Attlee und Sinclair forderten die Regierung männer als den Wunsch ihrer Völker - ---,,ni

auf, ihren Antrag zurückzuziehen. Die internatio-. angesehen hätten. Gegen den Vorwurf, er habe sich nale Lage sei derartig gespannt, daß die Regierung ÄS"-

die Verpflichtung habe, dem Hause jeden Tag zur Verfügung zu stehen. Das Volk fordere, daß in so kritischen Zeiten das Parlament als das souveräne Organ des Staates tage. Als Winston Churchill den Antrag unterstützte, ertönten von den Regie­rungsbänken minutenlange stürmische Pro­te st r u f e. Es war offensichtlich, daß Churchill in der Konservativen Partei allein stand. Die Sitzung nahm weiter einen stürmischen Verlaus, als Chur- . .... , .. , ..... ----------.... o-i-......... A.-,

chill behauptete, die Regierung wünsche die Ver- rische Bündnisse mit anderen Staaten suchen. Wenn Ausschluß der totalitären Staaten, mit dem Ziel tagung des Parlaments, um ohne Befragen des das von mancher Seite als kollektive Sicherheit be- e,neg dauernden Friedens in Europa. Diese Politik Hauses ihre außenpolitischen Pläne verfolgen zu zeichnet würde, so könne er nur sagen, wenn er an müfjte eigentlich die Unterstützung aller derjenigen können und um persönlich Zeit zur Erholung zu ge- < kollektive Sicherheit gedacht habe, so handele es |in^)en, hie an die Fähigkeit des menschlichen Wil- rrL_ t .k»u babei um ein allgemeines System, an dem < ----r ... uuon AiAiiFisn

alle Nationen teilnehmen sollten.

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