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unter seinem Patronat zur Hebung der deutsch­ägyptischen Wirtschaftsbeziehungen in ungewöhn­lichem Maße beigetragen hat. Wie auf politischem und kulturellem Gebiet eine enge und vertrauens­volle Zusammenarbeit zu verzeichnen fei, so konnte auch der Waren-Austausch zwischen Aegypten und Deutschland trotz zahlreicher Schwierigkeiten der Nachkriegszeit ständig gesteigert werden, so dpß im Jahre 1937 nicht nur die Zahlen des Jahres 1929, sondern auch die der Vorkriegszeit überschritten werden konnten.

keitsrekordflug über die 100-Kilometer-Strecke mit einem neuen einsitzigen Heinkel-Äagdflugzeua nach einem kurzen Probeslug persönlich durch. Auf einer amtlich vermessenen Flugstrecke in der Nähe von RostockWarnemünde konnte der General den gleichfalls bisher vom Auslande mit 554,357 km/st gehaltenen Rekord um 80 Kilometer auf 634,370 km/st verbessern. Start und Landung erfolgten au dem Heinkel-Werksflugplatz bei Rostock. Diese Ge­schwindigkeits-Bestleistung reiht sich würdig dem vor einigen Monaten von einem Flugzeug der Bayerischen Flugzeugwerke mit 611 km/st in einer anderen Wertungsklasse ausgestellten Rekord an. Sowohl derGroße Dessauer" der Iunkerswerke wie das Heinkel-Jagdflugzeug waren mit Daim - ler-Benz-Motoren ausgerüstet. Beide Rekordflüge standen unter der amtlichen Kontrolle von Luftsportzeugen und wurden sofort dem Inter­nationalen Luftfahrtverband (FAJ.) zur offiziellen Anerkennung gemeldet. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, hat seinen Dank und seine besondere Anerkennung den beteiligten Werken und den Besatzungen zum Ausdruck ge­bracht.

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Abschiedsbankett

für den ägyptischen Botschafter.

Am 3. Juni veranstaltete die ägyptische Handels­kammer für Deutschland im Marmorsaal des Hotels m pkinQ^C' Berlin, zu Ehren des nach London als Botfcbafter berufenen Kgl. Ägyptischen Botschafters Exzellenz o f e f f o r D r. Hassan Nachot P och OEM Abschiedsbankett, zu dem über 300 füh- renbc P^^vnllchkeiten der Reichsministerien, der Partei- und Wirtschaftsorganisationen, der Indu- üne«, Bank- und Handelswelt sowie der Britilcke sBotfd)after Sir Neville Henderson erschienen waren. DeI ?nihmhDc. ägyptischen Botschafters war aud) die Gründung der Aegyptifchen Handelskam­mer für Deutschland tn Berlin zu verdanken, die

Zwei neue Erfolge der deuischen Lustfahrt

Udet fliegt neuen Seschwindigkeitsrekord. - OerGroße Dessauer" erringt internationale Bestleistung im Höhenflug.

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Parteitag der französischen Sozialisten

Oie Forderung nach einer realistischen Außenpolitik.

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auf französisches Gebiet von nationalspanischen Flugzeugen bekräftigt der Gneralstab in der aller- kategorischsten Form, daß unsere Flugzeüge s i ch der spanisch-französischen Grenze übe r.h a u,p t nicht genähert haben. Alle Operationen, an denen unsere Flugzeuge leilgenom- men haben, haben sich' auf der Parallele von Barcelona abgespielt, über 100 Kilo­meter von der Grenzlinie entfernt. Es handelt sich um ein neues Manöver der marxisti­schen Häuptlinge. Heute müssen wir darauf Hinwei­sen, daß bereits andere Angriffe von den Roten gegen französische Schiffe oorberei - tet werden mit Hilfe von Flugzeugen, die mit den nationalen Farben Demalt sind zu dem Zweck, die Regierungen irre zu führen und den europäischen Krieg zu entfesseln.

O»e nattonalfpanischen Truppen vor Albocader.

Saragossa, 6. Juni. (Europapreß.) Die natio­nalspanischen Truppen standen am Sonntagabend unmittelbar vor den ersten Häusern von Albocader. Die Stadt ist von der Zivilbevölkerung verlassen, man hat nicht den Eindruck, als ob die roten Trup­pen die Stadt ernstlich zu verteidigen beabsichtigen. Die nördlichen Stadtviertel sind durch die ständigen Luftangriffe zum größten Teil zerstört. Andere nationale Kolonnen haben ßucina des C i d und die Höhen um Penagolosa besetzt, von wo man bei klarem Wetter Valencia sehen kann. Im übrigen meldet der nationalspanische Heeresbericht noch die Zurückweisung mehrerer feindlicher Angriffe an der katalanischen Front und an der Front von Teruel.

Oer nationalspanische Ministerrat fordert bedingungslose Uebergabe.

Bilbao, 6. Juni. (DNB.) Unter Vorsitz des Generals Franco beschloß der Ministerrat folgende Erklärung: Die Regierung des nationalen Spanien erklärt angesichts der Gerüchte über neue Machen­schaften des Barcelonaer Komitees und seiner Par­teigänger zur Herbeiführung eines W a st­ufen still ft andes im Spanienkrieg erneut, daß Nationalspanien als Beendigung des Krieges nie­mals eine andere Lösung annehmen werde als die bedingungslose Uebergabe des Fein­des. Jede Kampagne oder Einmischung im gegen­teiligen Sinne stellt einen Beitrag zur Zerstörung Spaniens dar. Das Ziel kann einzig der Triumph der nationalen Sache sein. Diese Erklärung gibt / nichts anderes wider als den Wunsch einer Nation, die in heroischer Weise ihre historische Existenz und die Zivilisation verteidigt.

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Die ersten italienischen Arbeiter- Urlauber.

Stuttgart, 6. Juni. (DNB.) Am Pfingst- sonntaa trafen von Novara kommend 5 50 ita - lienische Arbeiterurlouber, darunter 50 Frauen, in Stuttgart ein. Auf dem festlich ge- schmückten Hauptbahnhof hatten sich zahlreiche Der- treter der Bewegung sowie der italienische Konsul mit den faschistischen ^Verbänden zur Begrüßung eingefunden. Bei ihrem Marsch durch die Stadt churde den italienischen Gästen ein herzlicher Emp­fang bereitet. Die Straßen hallten wider von den Heil!"- undEoiva!"-Rufen auf den Führer und den Duce.

tionalsozialismus alle deutschen Menschen erfassen soll. Früher sei man gegen die Mitgliedschaft von Frauen in der Partei gewesen, da man glaubte, die revolutionären Aufgaben nur mit Männern erfüllen zu. können. Es habe sich jedoch bald ge­zeigt, daß die Frauen in ihrer Einsatzbereitschaft und Treue ein wertvolles Glied in der Partei sind unb ungeheure Leistungen vollbringen. Aus dieser Erkenntnis heraus erfolgte die organische Einglie- beriHig in die Partei. Die deutsche Frau, die dem Volk Kinder schenke und sie zu tüchtigen Menschen erziehe, sei im völkischen Leben von größtem Wert. Sie deutschen Mädel zu deutschen Frauen er» ziehen, sei Aufgabe der Jugendgruppenführerinnen. Wenn diese die ihnen aufgelegte Aufgabe erfüllen roollten, müßten sie selbst in ihrem Tun und Han­deln leuchtendes Vorbild sein. Die Gaujugendgrup­penführerin schloß die Feierstunde. Dann fand im festlich beleuchteten Garten des Kurhauses ein

gen des Wiener Burgtheaters das nun nach dem Verfall der Nachkriegsjahre wieder auf die Hohe feiner alten, ruhmreichen Ueberüeferung ge» hoben wird werden mit denen der Berliner ' Staatsoper und zweier Berliner Bühnen des Staatlichen Schauspielhauses und des Deutschen ' Theaters abwechseln. Auf dem weithin sicht- baren Podium dieser Reichsveranstaltung tauschen Wien und Berlin auserwählte Proben ihrer szeni- schen Kunst aus, und in einem Vorgang von sinn­bildlicher Bedeutung durchdringen sich Norden und ' Süden, ergänzen sich gegenseitig nach Kräften und 1 Eigenarten und nehmen voneinander in friedlichem Wettstreit Besitz.

Dann aber schließt sich an die Wiener Reichs­theaterfestwoche eine fast ununterbrochene Kette von großen, reichswichtigen künstlerischen Veranstaltungen, und wenn die Welt die Bedeutung solcher Ereignisse nicht wieder absichtlich und böswillig übexsehen will, so wird man ehrlicher- weise erkennen müssen: dieses Deutsche Reich, das ' immer als Ränkeschmied und Friedensstörer ver­dächtigt wird, kennt keine größere Sorge, als die, sein kulturelles Erbe zu verwalten, die Künste.auf ollen Gebieten zu pflegen und sich des Friedens und seiner Segnungen zu erfreuen. Wie aber ist es ge­wesen? Während der Führer in München den Grundstein zu einem großen technischen Unterneh­men legte und den Deutschen das Geschenk des KdF.-Wagens bekanntgab, wurden wir einer Ver­schwörung gegen den Weltfrieden angetlagt.

Diese friedlichen Kundgebungen und Veranstaltun­gen ziehen sich nun in langer Reihe durch den Sommer dieses Jahres, der ein echter und rechter Sommer der Kunst werden soll. Am Ende der ersten Juliwoche ist München der Schauplatz des zweiten Tages der Deutschen Kunst, der damit gleichfalls zu einer jährlich wie­derkehrenden Veranstaltung erhoben wird. Nachdem im Sommer des vergangenen und im Februar dieses Jahres die erste Kunst- und die erste Archi- tektur-Ausstellung auch dem Ungläubigen bewiesen haben, welcher Leistungen und Schöpfungen das nationalsozialistische Deutschland fähig ist mühe- los und ohne besondere Kraftanfpannung fähig ist eröffnet der Führer im Hause der Deutschen Kunst wiederum eine Kunstausstellung, unb in dem Festzug, der dieses Ereignis zu einem großen Volks- est erweitert, werden in diesem Jahre auch sinn­bildliche Darstellungen aus Oesterreichs Kultur- und Geistesgeschichte nicht fehlen.

Wenige Tage später beginnen zwei große Fest­spielfolgen fast zum gleichen 'Termin: Bayreuth unb Salzburg, dessen Festspiele damit zum ersten Male von den verantwortlichen Stellen des Reiches bestimmt und gelenkt werden. Die beiden Spielfolgen ergänzen einander fehr glücklich: Bay. reuth repräsentiert die national-deutsche Kunst Ri- chard Wagners, Salzburg beweist, daß wir uns auch gegen die Kunst und die Künstler anderer Völ­ker keineswegs kurzsichtig versperren wollen.

Zu diesen Ereignissen kommen ferner die Hei­delberger Rejchsfe st spiele, bei denen Künstler wie Werner Krauß unb Heinrich G c. arge mitwirken, und die fast unübersehbare Fülle von Freilichtbühnen, die, allenthalben in - deutschen Gauen verstreut, wieder zu einem eigen- kräftigen Dasein erwacht sind, die in den Sommer- monaten die Aufgabe der städtischen Theater über­nehmen und allen Willigen ihre Kunst mitteilen wollen.

Deutscher Kunstsommer 1938. Sein Programm be­ginnt Anfang Juni und erstreckt sich bis in den August hinein; die Monate, die sonst für die Kunst abgestorben waren, sind jetzt mit einem pul­senden Leben erfüllt. Wo ist das Land, das sich eines gleichen kulturellen Aufgebotes rühmen dürfte, roo ist die Nation, die ber Welt einen gleichen überzeugenden Beweis friedlichen Strebens und Sehens geben konnte? Ereignisse, die für diesen Sommer vorgesehen sind, sprechen deutlich genu^.

Aus aller Wett.

Riesiger Vflngslverkehr in der deutschen Ostmark.

Der Ausflugsoerkehr am Pfingstfest in Tirol erreichte ein bisher unbekanntes Aus­maß. Don Freitag bis Montag find allein im Innsbrucker Hauptbahnhof 77 000 Reifende ange. kommen und abgefahren, doppelt soviel wie im ver­gangenen Jahr. Besonders stark war auch der Der- kehr auf den Bergbahnen. In Jnnsruck wurden an einer Stelle in einer einzigen Stunde 7000 Kratt- mögen gezählt. Auch in Salzburg war zu Psmgsten ein Verkehr wie noch nie. Besonders freu- pig wurden die tau\enb KdF.-Fahrer aus den ver­schiedensten Gauen des Altreichs begrüßt unb die SA.-Kameraden aus Berlin und Wien, die der Salzburger SA. einen Besuch abstatteten.

Die Veisehungsfeier für Hans von Dolzogen.

Aus d-m B°yr-uth-r Friedhof St. Georgen wurde ber b-konnte Schriftsteller und verdienstvolle Dor. fampfer des Werkes Richard Wagners, chans Paul Sr«6ert non Wolzogen. f-k-rlich zur letzten Siufje geleitet. In der großen Trauergemeinde HaH

Gauleiter Sprenger bei den Zugendgruppenführerinnen.

NSG. Die Jugendgruppensührerinnen der NS.- Frauenschaft unb bes Deutschen Frauenwerkes im Gau Hessen-Nassau wurden über das Pfingstfest erstmalig in einem Lager in Konigstein i. T. zusammengefaßt, dessen Höhepunkt eine Feierstunde mit Gauleiter Sprenger im Kurhaus in Bad Soden bildete. Die Gaufrauenschaftsleiterin stellte den Sinn der Jugendgruppenarbeit der NS.- Frauenschaft und des .Deutschen Frauenwerks her­aus und wies darauf hin, daß das Lager den Füh­rerinnen des Gaues die Richtlinien für die Arbeit in den nächsten Monaten geben und Freude ver­mitteln soll. Der Gauleiter betonte, daß her Na-

genommenen Ausführungen des Abgeordneten LF6- oeber wurde der linksradikale Abgeordnete Levy kühl ausgenommen. Er sprach davon, der franzö - srsch-sowjetrussische Pakt und der fran­zösisch-tschechoslowakische Vertrag müßten auf das ge­naueste von Frankreich eingehalten werden. Die Wiederherstellung der Kontrolle an der französisch- spanischen Grenze könne nicht geduldet werden. Auch der Führer des linken Flügels ber Sozialisti­schen Partei, Zyr o m ski, erntete nur wenig Bei­fall, an verschiedenen Stellen seiner Rede lynchte sich sogar eine scharfe Gegnerschaft bemerkbar. Zyromfki erklärte, Frankreich müsse Sowjetspa - n ie n z u Hilfe kommen, die Sozialisten seien nicht Nationalisten, sondern Internationali­sten; sie könnten dieEroberung Europas durch den Faschismus" nicht mehr aufhalten, wenn Frank­reich Sowjetspanien fallen lasse und damit praktisch auch die. Tschechoslowakei aufgäbe. Scharfen Pro­test löste der Redner aus, als er erklärte, Sowjet- ruß l a n b bleibe trotz ber jüngsten politischen Schwierigkeiten eine machtvolle militä­rische Nation. Er habe das Kriegsmaterial Sowjetrußlands in Spanien kennengelernt und wünsche nur, Frankreich möge ähnliches Kriegs­material besitzen.

Die Kommunistische Partei hat an den sozialdemokratischen Landesparteitag ein Schrei- den gerichtet, in dem sie die Hoffnung ausdrückt, daß bie Beschlüsse bes Parteitages den An- hungern beider Parteien den gemeinsamen Kampf für die Rückkehr zu einerwirklichen Politik ber Volksfront" und auch bie Wiederauf- nähme der Arbeiten des Ausschusses zur Herstel­lung einerEinhei t s p a r te r erlauben mö­gen..

Berlin, 6. Juni. (DNB.) An den Pfingsttagen konnte die deutsche Luftfahrt zwei neue stolze Er­folge erringen. Am Samstag erreichte ein vier­motoriges Junkers - Flugzeug des MustersDer Große Dessauer" mit einer Zuladung von 5000 Kilogramm eine Hohe von 9312 Meter, unb am Sonntag erzielte ein Heinkel-Jagd- flugzeug auf Der 100-Kilometer-Strecke eine Ge­schwindigkeit von 634,370 Kilometer in der Stunde. Beide Ergebnisse stellen neue internatio­nale Se ft lei ft ungen dar. In beiden Fällen gelang es, bisher in ausländischem Besitz befind­liche Rekorde für Deutschland zu erobern.

DerGroße Dessauer" wurde auf feinem vom Flugplatz Dessau ausgehenden Rekordflua, der sich über etwa zwei Stunden erstreckte, von dem Chef­piloten der Iunkerswerke, r Flugkapitän Kinder- mann, geführt. Außerdem gehörten Flugzeug­führer Wendel und Flugversuchsingenieur H o - topfzur Besatzung. Durch die mit 5000 Kilogramm Nutzlast erreichte Höhe von 9312 Meter wurde der früher vom Ausland mit 8980 Meter gehaltene Rekord um mehr als 300 Meter Überboten. General­major Übet, ber Chef des Technischen Amtes im Reichslustfahrtministerium, führte den Schnellig-

3n Nürnberg trafen am Sonntagmorgen die beiden Sonderzüge mit den 1000 italie­nischen Arbeiterurlaubern ein. In der Westhalle des Bahnhofs hieß die italienischen Gäste der Gauobmann der DAF. herzlich willkommen. Anschließend zogen sie. zu einer Kundgebung auf den Adolf-Hitler-Platz. Gauleiter Streicher hielt eine Ansprache. Präsident Gianetti führte aus: Unsere Freundschaft ist keine sogenannte traditionelle Freundschaft, auch wenn bie Geschichte durch die Jahrhunderte beweist, baß unsere beiden Völker gemeinsame Interessen und Ziele haben. Wir ver­danken unsere Freundschaft dem Genie unserer bei­den Führer,, die uns von einer göttlichen Vorsehung geschenkt worden sind. Dann richtete Reichsorga­nisationsleiter Dr. Ley kernige Worte an die Tausende.

Präsident Cianetti am Mein.

Lpd. Wiesbaden, 6. Juni. Der italienische Arbeiterführer und Präsident des faschistischen In- dustriearbeiterverbandes, Tullio Gianetti, traf am Pfingstsonntag von Nürnberg kommend, wo er an den Empfangsfeierlichkeiten für die ersten italieni­schen Arbeiterurlauber teilnahm, in Wiesbaden ein. Er wurde im Kurhaus von Oberbürgermeister Dr. W ix begrüßt. Rüdesheim war am Pfingstmon- tag ber Ausgangspunkt einer Rheindampferfahrt, um den Italienern neben den Schönheiten des Rheins oberhalb Düsseldorfs auch Deutschlands größtes Industriegebiet zu zeigen. Die Dampferfahrt schloß mit einer Besichtigung des Duisburg» Ruhrorter Hafengebietes ab. Am Abend mar Präsident Gianetti mit den Herren feiner Be­gleitung Gast ber Stadt Essen. Der Diens- tag sieht die Besichtigung des Bergbaugebietes unb eine Reihe anderer Besichtigungen vor.

Paris, 6. Juni. (Europapreß.) Am Samstag» Dprmittaa wurde in Royan der Parteitag ber Sozialisten eröffnet. In bem Festsaal des Kur­hauses, zu dessen Ausschmückung diesmal keine Trikoloren, sondern nur noch rote Fahnen verwendet worden sind, waren 800 sozialistische Ab­geordnete versammelt. Noch vor der Eröffnung kam es zu einem Zwischenfall, da einige Anhänger Marceau ^3 inert5, die von der Teilnahme an diesem Parteitag ausgeschlossen worden sind, Zutritt verlangten, lieber die Frage der Teilnahme der sogenannten Pivertisten als äußer ft er lin­ker Flügel der Sozialistischen Partei kam es dann gleich zu lebhaften Auseinandersetzungen. Es churde heftig darüber gestritten, ob die Wahrung der Parteidifziplin unb damit ein Ausschluß der Anhänger Piverts wichtiger sei, oder ob man mit allen Mitteln darauf hinarbeiten müsse, eine zahlen­mäßige Schwächung der Sozialistischen Partei zu verhüten.

Am Pfingstmontag hörte man aufschlußreiche Darlegungen von bem bretonischen Abgeordneten L'Fevsder, die eine glatte Absage an die bis­herige sozialistische Ideologie barstellt, und fordert, daß die Sozialistische Partei sich, insbesondere auf außenpolitischem Gebiet, denW irklichkeiten" anzupassen sucht. Das Schlagwort vomKampf gegen den Faschismus" sei überholt. Man müsse jetzt, um den Frieden zu retten, selbst eine Eini­gung mit ben faschistischen Nationen suchen. Ein Krieg müsse verhinbert werden, selbst wenn Frankreich bedeutende Zugeständnisse machen müßte. Frankreich könne nicht allein der Gendarm Europas sein. Man müsse eine wirklich realistische Politik treiben.

Im Gegensatz zu den mit stürmischem Beifall aus-

Neuer Lustangriff auf Kanton.

Hongkong, 6. Juni. (Europapreß.) Zweimal während ber Pfingstseiertage würbe Kanton von japanischen Flugzeugen bombardiert. Der zweite Angriff, an dem sich etwa 50 Maschinen beteiligten, wurde in ben Morgenstunben des Montags einge­leitet. Die Auswirkungen sollen wiederum beträcht­lich fein. Wegen bes UeberfHegens ber bri­tischen Niederlassung durch japanische Flugzeuge bei den letzten Luftangriffen legte ber britische Generalkonsul in Kanton, A. P. Blunt, telephonisch bei dem Hongkonger javanischen Gene­ralkonsul Protest ein. Der japanische Generalkon­sul hat^sein Bedauern über die von englischer Seite angeführten Vorfälle ausgesprochen und zum Aus­druck gebracht, daß bie japanischen Flieger in Zu­kunft vorsichtiger fein würden. Der Zustrom ber ch i n e f i schen Bevölkerung von Kanton nach ber britischen Jnsel-Nieberlassung S cf) a m i e n hält an. Wegen ber durch den anhaltenden Flüchtlings­zustrom verursachten UeberoölkerungHong- t o n g 5 unb ber damit verbundenen immer großer werbenden Epebemiegefahr ist die Zulassung wei­terer Flüchtlinge nach Hongkong unterbunden wor­ben. Man trägt sich mit dem Gebauten, aus der portugiesischen Besitzung Macao eine Flüchtlings- 3one zu schaffen. Nach Meldungen aus Amoy haben die japanischen Stellen beschlossen, dissse Jn- fel zu einem Flotten st ützpunkt auszubauen. Die Insel ist etwa 500 Kilometer von Hongkong entfernt; erst vor wenigen Wochen wurde sie von japanischen Marinestreitkräften besetzt.

Kaifeng von japanischenTruppen beseht

S ch a n g h a i, 6. Juni. (Oftafienbierift des DNB.) ^Q*feng, die Hauptstadt der Provinz Honan, ift am Montag in die Hände der japanischen Trup­pe gefallen. Die chinesischen Streitkräfte ziehen sich m westlicher Richtung längs der Lunghai-Bahn juruef. Die südlich der Bahnlinie stehenden chine- wchen Truppen gehen auf bie erste Hankau - Verteidigungsstellung zurück, die mit dront nach Nordosten etwa vom linken Flügelpunkt 5J e M t f tf) a n in Richtung Hwaiyang, Jing- t|d)au, Wuhu verläuft. Die zweite Verteioigungs- 11 nie der chinesischen Streitkräfte wird parallel zur erften etwa 120 Kilometer dahinter angenommen, öie umschließt S) a n f a u in einem großen Bogen. 'Gs verlautet, durch die zunehmende Bedrohung Hankaus hätten die dortigen Behörden mit der Räumung Hankaus von 300 000 Zivilisten begonnen. v 1

Wirtschaftliche Nothilfe in USA.

Washington, 6. Juni. (DNB.) Der Senat nahm Samstag mit 60 gegen 10 Stimmen bie Re- gierutigsDorlage an, die 3723 Millionen Dollar für *>ie i e b e r a n t u r b e I u n g b e r 8B i r t f ch a f t vorsteht. Der Senat lehnte verschiedene Zusatzan- lr..a9c' J?.ur$ die die Beiträge für die Bundesbe- poröe für öffentliche Sauarbeiten zu bestimm» x "Zwecken fe ft gelegt werden sollten, ab, Da der Regierungsvertreter im Senat geltend ge­macht hatte, daß ber Präsident bei der Auswahl ber Bauprojekte freie Hanb haben sollte. Die Vor- sieht 1425 Millionen Dollar für Nothilfezwecke, 965 Thüionen für öffentliche Bauarbeiten unb 175 Millionen für Farmerdarlehen vor.

Oer Aufstand in Mexiko.

San Antonio (Texas), 4. Juni. ((Europa- preß) Meldungen von ber mexikanischen Grenze befaaen, daß die Bewegung des Generals G e - dillo in ben mexikanischen Bundesstaaten Tamau- lipas und Ghihuahua neuen Auftrieb erhalten habe. Die Garnison der Bundestruppen in Garrcra Tar- raes im Staate Tamaulipas habe sich den An­hängern des Generals Gedillo ergeben müssen. Die Vorposten des Generals Gedillo seien bis an die mexikanisch-amerikanische Grenze vorgedrungen. Der General Guerrero, der Kommandant der mexi­kanischen Bunbestruppen im Staate Tamaulipas, habe an den Bundespräsidenten Gardenas das Gesuch gerichtet, die 28. Kaoallevie'Division, bie bie

Anhänger des Generals Gedillo nur ungenügend verfolgt habe, durch andere Truppen zu ersetzen. Die mexikanische Kammer hat einen Gesetzentwurf über bie Gründung einer Petroleumgesellschaft an­genommen. Die Gesellschaft wird das gesamte am 19. März enteignete Vermögen der aus­ländischen Oelgesellschaften überneh­men. Don ben neun Mitgliedern beb Derwaltungs- rates sind sechs von der Regierung und drei von ber Gewerkschaft ber Petroleumarbeiter bestimmt.

Deutscher Kuustsommer.

Wenn ber Frühling in den Sommer übergeht, wenn die Wochen des Urlaubs und der Ferien näher kommen unb Reisepläne gemacht werden, wendet sich in diesem Jahre bie Sehnsucht unzäh­liger deutschen Menschen nach den österreichischen Gauen, von denen,wir nun erst sagen können, daß sie unser geworden sind für ewige Zeiten. Die Er­eignisse, die zu dem freudigen und freiwilligen Auf­gehen des alten Oesterreich im Deutschen Reiche führten, haben sich fast über Nacht und in einem atemraubenden Zeitmaß vollzogen; so daß man einen zeitlichen Abstand brauchte, um sich an diesen weltgeschichtlichen Umschwung erst zu gewöhnen. Wenn jetzt Hunl^rttausende aus dem Norden unb Westen des Reiches in bie Ostmark reisen, wird y ihnen derAnschluß" erst au einer sichtbaren Tatsache, zu einem greifbaren Geschehnis wer­den; sie werden jetzt erst erfahren, was das Groß­deutsche Reich seit dem 13. März 1938 an land­schaftlichem Eigentum,' an künstlerischem Besitz an kulturellem Gut und an seelischen Werten erworben und gewonnen hat. Und die Empfindungen des einzelnen werden von der Staatsleitung gutge» heißen und bekräftigt.

Es war in den Systemjahren üblich geworden, bie Kunst, mit ber man es ohnehin nicht recht ernst meinte, während der Sommermonate zu beurlauben der nationalsozialistische Staat hat auch darin Wandel geschaffen, und etwa die Reichstheaterfest­woche ober bie Reichsfestspiele im Heibelberger Schloßhof sind seit 1933 zu ständigen Einrichtungen geworben. Nun hat aber Reichsminister Dr. Goeb­bels in diesem Jahre bie Reichstheaterfest« woche nach Wien verlegt und ihr einen Spielplan gegeben, der in der deutschen Theater­geschichte denkwürdig bleiben wird: die Aufführun-