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man auch Gauleiter Wächtlerund Frau Winifred Wagner. Gauleiter Wächtler legte einen pracht­vollen Kranz des Führers nieder, Gauprvpa- gandaleiter K o l g e eine Kranzspende im Auftrage des Reichsministers Dr. Goebbels.

Deutsche Flugzeuge bei internationalen Wettbewerben.

Zu den am 4. bis 6. Juni in England zur Aus­tragung gelangenden Isle of Man Luftrennen 1938 hat der Aeroclub von Deutschland sechs Flugzeuge gemeldet. Unter Führung von Major Seide- mann werden Hauptmann P a s q u a y vom Reichsluftfahrtministerium, Leutnant Roeders und Oberleutnant M ü ll e n h e i m von der Luft­waffe sowie NSFK.-Hauptsturmführer G e r b r e ch t und NSFK.-Sturrnführer C l a ul e n das Rennen bestreiten. Major Seidernänn, der vorjährige Sieger, hat in diesem Jahve den Wanderpokal zu vertei­digen.

Zum dritten Male wurde am Pfingstmontag auf dem Flugplatz Eelde bei Groningen die Kunstflua- meisterschaft der Niederlande ausgetragen, um die sich vier deutsche und vier holländische Flieger be­warben. Der Kampf endete mit einem eindrucks­vollen deutschen Sieg. Der Deutsche. Meister Rudolf L o ch n e r (Mannheim), der bereits im vorigen Jahre den Titel gewonnen hatte, verteidigte ihn auf einer Bücker-Jungmeister-Maschine nach Stich- kampf erfolgreich gegen den sächsischen Fluglehrer Olzmann. Auf den dritten und vierten Platz kamen zwei Offiziere der holländischen Luftwaffe, Leutnant Sondermann und Leutnant d e Z w a a n , die beide gleichfalls mit deutschen Bücker- Jungmeister-Maschinen starteten. Nicht weniger als fünf deutsche Maschinen lagen zum Schluß in Front, denn der deutsche Fluglehrer Kalkstein auf Klemm Kl 35 kam bei Punktgleichheit mit Leutnant de Zwaan ebenfalls auf den vierten Platz.

Zwei Reiseomnibuffe

am Pfingstsonntag verunglückt.

Bei Nesselwang im Allgäu ereignete sich am Pfingstsonntag ein schweres Omnibusunglück, dem sieben Personen zum Opfer fielen. An dem schrankenlosen Bahnübergang zwischen Wank und Pfronten/Kappel begegnete ein mit 35 Personen besetzter Omnibus, der eine Stuttgarter Reisegesell­schaft nach Innsbruck bringen wollte, dem Zuge nach Kempten. Obwohl der Lokomotivführer vor­schriftsmäßig Warnungssignale gegeben hatte, ver­suchte der Omnibuslenker noch über die Schienen zu kommen. Der Omnibus wurde von der Lokomotive erfaßt und seine linke Seite aufgerissen. Bier Frauen wurden auf der Stelle getötet. Schwer- und Leichtverletzte wurden ins Krankenhaus gebracht, wo später eine Frau und zwei Männer st a r b e n. Im Kankenhaus befinden sich noch acht Schwer- verletzte, die meist Schädel- und Knochenbrüche sowie starke j äußere Verletzungen erlitten haben. Der Fahrer des Omnibusses wurde bis zur.Klärung der Schuldfrage verhaftet.

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Am Pfingstsonntag v erunglückte kurz vor Halle auf der Straße HohenthurmDiemitz ein mit 32 Personen besetzter Reiseomnibus aus Berlin- Weißensee. Der Unglückswagen, der sich auf der Fahrt nach Sangerhausen befand, fuhr gegen einen Baum und stürzte in den Straßen­graben. 17 Personen wurden verletzt in zwei Hallesche Kliniken gebracht. Glücklicherweise stellten sich die Verletzungen meist als leicht heraus, so daß sie nach Anlegung von Verbänden entlassen werden konnten. Nur zwei Frauen, deren Verletzungen schwerer waren, blieben in den Kliniken. Die Ursache des Unfalls ift^noch nicht bekannt.

Laßt Hutten nicht verderben'"

Stelivertr. Gauleiter Linder eröffnet die Hutten-Festspiele auf der Steckelburg.

NSG. Am Pfingstsonntagnachmittag eröffnete der Stellvertretende Gauleiter Linder die aus Anlaß des 450. Geburtstages des Kämpfers für deutsche Einheit und Freiheit stattfindenden Hut­tenfestspiele auf der Steckelbucg bei Schlüch- tern. Anschließend fand die erste Aufführung des von Erich Bauer (Schlüchtern) geschriebenen Fest­spielesLaßt Hutten Nicht verderben!" statt. Fanfarenklänge eröffneten die Feierstunde. Ein Chor der SA. und Einzelsprecher der Hitler- Jugend die Festspiele ein. Der Kreisleiter von Schlüchtern, Puth, begrüßte die Gäste Stell­vertretender Gauleiter Linder führte u. a. aus: Das Leben Ulrich von Huttens fei ein immer­währender Kampf für Deutschland gegen seine inneren und äußeren Feinde, insbesondere gegen das päpstliche Rom gewesen. Als er einsehen mutzte, daß mit dem Wort allein das Ziel nicht zu er­reichen sei, habe er entschlossen zum Schwert ge­griffen. Seit der Zeit Armins des Cheruskers fei immer wieder die tiefe .Sehnsucht der Deutschen nach einem freien und einigen Reich durchgebrochen. Hutten habe mitten in diesem Ringen gestanden. Doch konnte dieses Sehnen trotz heißem Willen nicht erfüllt werden. Diese Erfüllung habe das Schicksal einem Manne Vorbehalten, in dessen großer Zeit zu leben wir das Glück haben. Gerade die endliche Erfüllung dieser Sehnsucht in unserer Zeit sei Ver­

anlassung, uns der Männer zu erinnern, die in vergangenen Zeiten im Kampf um Deutschland standen. Nie sei das, was Hutten und die anderen in diesem Ringen aussprachen, verlorengegangen, die Sehnsucht sei immer gewaltiger geworden, bis sie sich in der Gestalt des Führers erfüllt habe. In den Spielen, so riet der Stellvertretende Gauleiter aus, wollen wir das Leben Huttens als das eines Kämpfers vor uns sehen und uns aus seinen Wor­ten Kraft holen. Wir erkennen in diesen Worten die Richtigkeit des Weges, den unsere Generation geht. Bei der Eröffnung der Festspiele wollen wir daran denken, daß durch die Tat des Mannes, den wir unseren Führer nennen, das Gebet der besten Deutschen zweier Jahrtausende erfüllt wurde.

Lebhafter Beifall dankte dem Stellvertretenden Gauleiter für seine Ausführungen. Ein Sieg-Heil auf den Führer und die Lieder der Deutschen schlossen die Eröffnungsfeier. Die erste Aufführung des Huttenfestspieles von Erich Bauer (Schlüch­tern), die von den Darstellern des, Stadltheaters Gießen und von Wolfgang Heßler vom Theater der Deutschen Ostmark in Regensburg als Hutten gestaltet wurde, untermalt von der vpn K n a b geschriebenen Musik, hinterließ durch ihren welt­anschaulichen Gehalt und die ausgezeichnete Wieder­gabe einen starken Eindruck.

Verkehrsunfälle fordern zwei Menschenleben.

Im Landkreis Fulda ereigneten sich zwei M o - torradunfälle, die zwei Menschenleben for­derten. In einer Eisenbahnunterführung in der Nähe des Dorfes Bronzell geriet ein Motorrad ins Schleudern, wobei eine mitfahrende Frau so schwer verletzt wurde, daß sie bald nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus st a r b. Der Fahrer trug Schädel- oerletzungen davon. Im Dorfe Steinau stießen ein Motorradfahrer und ein Radfahrer so heftig zusammen, daß der Radfahrer, ein 17jähriger Lehr­ling, schwer verletzt wurde. Er starb kurz nach dem Unfall. Auch der Motorradfahrer erlitt gefährliche Verletzungen. \

Schweres Vrandunglück in einer Dachpappenfabrlk.

In der Dachpappenfabrik von Rathey in Altona ereignete sich ein schweres Brandunglück, das vier Feuerwehrleuten das Leben kostete. In einer Teerdestillation war eine Rohrleitung undicht. ge­worden, und der hoch erhitzte Teer ergoß sich über den Fabrikhof. Als ein Trupp der Feuerwehr die Rohrleitung abzudichten versuchte, kam es zu einer schweren Explosion, durch die das Fabrikge­bäude in Brand gesetzt wurde. Die Flammen grif­fen so rasch um sich, daß es drei Feuerwehrleuten nicht mehr gelang, sich aus dem brennenden Ge­bäude zu retten. Sie wurden später völlig ver­kohlt aus den Trümmern geborgen. Ein weiterer Beamter mußte mit schweren Brandverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden, wo er starb, wäh­rend ein Brandmeister leichtere Verbrennungen er­litt. Das Feuer, das unter den großen Dach­pappen- und Teervorräten reiche Nahrung fand, konnte nur mit großer Mühe gelöscht werden.

Schnelle Sühne.

In Weimar ist der Emil Bargatzky h i n g e r i ch - tet worden, der vom Sondergericht wegen Mor­des und wegen Verbrechens gegen das Gesetz zur Gewährleistung des Rechtsfriedens zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Le­benszeit verurteilt worden ist. Bargatzky, ein schwer vorbestrafter Berufsverbrecher, hat am 13. Mai d. I. mit dem noch flüchtigen Peter Forster in

Buchenwald bei Weimar einen Wachposten, den ^-Rottenführer Kall weit, überfallen und meuchlings erschlagen. Mit der Hinrichtung von B hat ein schweres Perbrechen, das allgemein größte Empörung heroorgerufen hat, binnen kürzester Zeit seine Sühne gefunden.

Postdiebstahl aufgeklärt.

40 000 Reichsmark im Steinbruch aufgefunden.

Der Diebstahl eines Postbeutels mit 40 000 RM. Inhalt auf dem Bahnhof Zuffenhausen am 31. Mai hat nun seine Aufklärung gefunden. Gleich nach der Tat wurde der Postangestellte, der den Beutel am Bahnpostwagen in Empfang genommen hatte, Paul Schrauder, unter dringendem Tatver­dacht in Haft genommen. Bald ergab sich auch der Verdacht der Mittäterschaft gegen dessen Bruder Wilhelm, der in der Nacht nach der Tat festge­nommen wurde. Beide sind nun geständig. Wilhelm Schrauder hatte das Geld in einen Rucksack ver­steckt und diesen in einem verlassenen Steinbruch vergraben, wo er jetzt gefunden wurde.

Drei Opfer eines Familiendramas.

Ein schreckliches Familiendrama ereignete sich am Pfingstmontag in dem bei Owingen am Bodensee gelegenen Hohreuther Hof. Der Besitzer des Hofes, der Landwirt und Geologe Dr. Erich F o k e r t, wurde mit feinem anderthalb Jahre alten Kind erschossen aufgefunden, während ein dreieinhalb Jahre,altes zweites Kind, das eben­falls schwere Schußverletzungen hatte, noch schwache Lebenszeichen von sich gab; man glaubt nicht, daß es mit dem Leben davonkommt. Was den Mann zu dieser furchtbaren Tat getrieben hat, ist noch nicht geklärt.

Lchreckenslalen eines Amokläufers.

In dem südunHarischen Ort Foktö bei Kalocsa richtete ein 25jähnger Bauernbursche ein Blut­bad an. Zunächst erschoß er den Gendarmen, der ihn wegen Diebstahls zur Wache führen sollte, mit seinem Revolver. Hierauf nahm er das Dienstge­wehr des Erschossenen, ging damit zum Gemeinde­richter und schoß diesen gleichfalls nieder. Mit dem Amtsrock des Gemeinderichters und dessen Kopfbe­

deckung verkleidet ging er mit dem Gewehr durch das Dorf, suchte sämtliche Familien auf, von denen er glaubte, daß sie ihn wegen Diebstahls angezeigt hätten, und schoß in jeder Wohnung eine Person nieder, insgesamt drei Männer und eine Frau. Dann flüchtete er aus dem Dorfe. Die Gendarmerie des ganzen Bezirks ist aufgeboten worden, um den Amokläufer zu ergreifen.

Kleinbahnunglück bei Aachen.

Ein Kleinbahnunglück trug sich am Eingang der Ortschaft Haaren bei Aachen au. Bei einem Klein­bahnzug, der in Richtung Aachen fuhr, versagte die Bremse, so daß der Zug den Kaninsberg hinunter­raste und in einer Weiche aus den Schienen sprang. L)er Zug prallte gegen einen Eisenmast, der das Dach des Triebwagens zertrümmerte. Zahlreiche Reisende wurden verletzt. Soweit bis jetzt fest- steht, sind sechs Personen schwer verletzt worden.

Mißlungener Anschlag auf den Schnellzug Parisvenlimlglia.

Der Schnellzug ParisVentimiglia ist in der Nacht zum Sonntag in der Nähe von Toulon ent­gleist. Die Lokomotive sprang aus den Schienen, der Zug konnte aber rechtzeitig zum Stehen ge­bracht werden. Reisende wurden nicht verletzt. Die Untersuchung hat ergeben, daß es sich um einen Sabotageakt handelt. Die Weiche, in der die Lokomotive entgleiste, war durch Eisenstangen, einen Hammer und zahlreiche Steine blockiert.

Drei Hirten im Schneesturm erfroren.

Von Vulchovce in den Karpathen trieben einige Hirten ihre Viehherden auf eine Sommerweide, die etwa 1600 Meter über dem Meeresspiegel lag. Un­terwegs wurden sie von einem schweren Schnee- sturm überrascht. Drei Hirten gelang es nicht mehr, einen Unterschlupf vor dem Unwetter zu finden. Sie würden erfroren aufgefunden.

Zwanzig Hochzeitsgäste

auf den Philippinen durch Blitzschlag getötet.

In Malamec in der Provinz La Union (Philip­pinen) schlug der Blitz in ein Haus, in dem e ne Hochzeit gefeiert wurde, lieber 20 Hochzeitsgäste wurden g e t ö t e t und zahlreiche andere verletzt.

Wetterbericht

Hinter der Gewttterfront, die unser Gebiet haupt­sächlich im späten Verlauf des Sonntags bzw. in der Nacht zum Montag passierte, stellte sich sehr schnell im Bereich der eingedrungenen kälteren Lust der Schönwettercharakter wieder her. Er wird auch für die Folge vorherrschend sein und nur vorüber­gehend durch gewittrige Erscheinungen gestört sein.

Aussichten für Mittwoch: Meist heiter und tagsüber recht marin, Neigung zu gewittrigen Störungen, Winde aus Süd bis West.

Aussichten für Donnerstag: Freund­liches und warmes Wetter.

Lufttemperaturen am 6. Juni: mittags 21,0 Grad Celsius, abends 14,0 Grad; am 7. Juni: morgens 12,2 Grad. Maximum 22,4 Grad, Minimum 6,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Juni: abends 21,1 Grad; am 7. Juni: morgens 14,7 Grad. Sonnenscheindauer 3,3 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. 'Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21..V. 38:' 9163. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr.' Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der

Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

geradezu idealen Schutz bietet!

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12 STÜCK 50»

OVERSTOLZ

Z/ier 3ahre hindurch hat sich nun die sinnreiche Abdichtung der Metallschachteln auf das beste bewährt. Die Aussenluft kann nicht mehr in die OVER­STOLZ-Packung hinein und» das Aroma nicht mehr heraus. So geniesst heute der Tau­cher eigentlich erst richtig die

Sonne auf Mazedonien, die jahraus, jahrein den köstlich­

sten Tabak der Erde,denTabak der OVERSTOLZ,reifen lässt

1934

e_A)e\ allenVorzügen hat der Mazedonen -Tabak leidereinen Fehler :Er verliert sein flüchti­ges Aroma, sobald die Zigaret­te trocken wird. Seit jeher hat deshalb Haus Neuerburg sei­ne Sorge darauf gerichtet,der OVERSTOLZ alle schädlichen Witterungseinflüsse femzuhal- ten. Aber erst 1934 gelang es nach jahrelangen Versuchen, eine neue und einfache Art der Frischhaltung zu finden: Die Tropen-Packung, die seit­dem der OVERSTOLZ einen

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