Ausruf zum „Tag des deutschen Handwerks
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Um allen Handwerkern die Teilnahme an dieser
Außer Miete.
Massenbeteiligung. -
Die Aeltesten sind dabei!
Wir sehen, daß auch diesmal dieAlten nicht fehlen wollen. Wie mir bereits mitteilten, erscheint aus Beckrath der 83jährige Waffenmeister Dietrich S y b e n. Weiter haben sich gemeldet aus Rödgen det 85jährige Heinrich Bello ff, aus Gießen der 85jährige Karl S t i e b e r, der 84jah- rige Gottlieb Nauheimer und der 83jährige Johann Leun.
Daß die Kriegsgeneration resllos geschloffen erscheint, ist natürlich, hat doch gerade das gemein- same Fronterlebnis die Männer des großen Krieges eisern zusammengeschmiedet. Da in diesem Jahre, wie aus den Anmeldungen hervorgeht, viele Teilnehmer erstmalig zu einem Regimentsappell erscheinen, wird das Wiedersehen dieser Männer nach 20 und mehr Jahren besonders^ eindrucksvoll werden und ganz große Freude auslosen.
Ebenfalls die im vergangenen Herbst ausgeschie- denen Reservisten wollen dabei sein. Auch von ihnen liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor.
Viele Offiziere der alten Armee werden er- scheinen.
Die organisatorischen Vorbereitungen.
Meister, Uleifferinnen, Gesellen und Lehrlinge!
Einmal im Iahre treffen sich die Führer des Handwerks zu Tagungen in der Stadt des Handwerks, Frankfurt a. HL, um Rechenschaft über die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres abzulegen und für das kommende neue Aufgaben in Empfang zu nehmen.
Reben diesen Arbeitstagungen findet am Sonntag, 8. Mai, 11 Uhr, in der Feslhalle zu. Frankfurt a. M. eine Großkundgebung des deutschen Handwerks statt, woran sich das gesamte Handwerk beteiligt. Es sprechen:
Gauleiter Pg. Sprenger.
Reichswirtschaftsminister Pg. Funk. Reichsorganisationsleiter Pg. Dr. Ley.
dieser wird seine Wirkung nicht verfehlen.
Das Regiment hat eine F e st p o st k a r t e Herstellen lassen, die ähnlich wie das Plakat ausgeführt '^Oberbürgermeister Ritter und ter Regimentskommandeur Oberst herrlein bitten gestern in einem AufrufandieBürgerschaft um Bereitstellung von Bürgerquartieren für die alten Soldaten. Wir sind überzeugt, daß jeder Gießener Einwohner nach bestem Können dem Regiment Quartiere für 1 oder 2 Nächte zur Verfügung stellen wird. Ouartieranmeldungen sind an die 15. (E) Jnf.-Regt. 116 zu senden.
Die Eintrittspreise für die Großveranstal- tungen sind so festgeseßt, daß auch der wirtschaftlich nicht so gut gestellte Volksgenosse teilnehmen kann. Die Tageskarte kostet 1 Mark und die Plakette, die für einen Sitzplatz und Teilnahme an den gesamten Veranstaltungen Gültigkeit hat, 2 Mark (3 Tage).
Es wird in diesem Jahre bei dem Regimentsappell mit einer bisher noch nicht erlebten M a s- senbeteiligung zu rechnen sein. Frühzeitige Anmeldungen sind daher erforderlich, um dem Regiment eine reibungslose Durchführung der Großveranstaltungen zu ermöglichen.
Korttofuen.
Tageskalender für Samstag.
Es wird noch einmal darauf hingewiesen, daß der Sonderzug pünktlich 8.15 Uhr von Gießen abfährt. Karten zu 1,50 RM. sind noch erhältlich. Ferner sind verbilligte Eintrittskarten zu haben: Palmengarten 25 Pf., Zoologischer Garten 50 Pf., Flughafen mit " ~ ----- ~ - 3185D
Tageskalender für Sonntag.
SA.-Sportabzeichen: 1. Wiederholungsübung. — KdF.-Sonderzug nach Frankfurt a. M., Abfahrt ge- gen 8 Uhr. — Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr „Das Land des Lächelns". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Olympia, Fest ter Schönheit" und Wochenschau „Des Führers Ankunft in Italien". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Heiratsschwindler" und Wochenschau „Des Führers Ankunft in Italien . — Wettbewerb HJ.-Heirn, Gießen: 16 bis 18 Uhr, Ausstellung der Entwürfe in der Dolkshalle (Empore). — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr, Ausstellung im Turmhaus am Brand.
Stadttheater Gießen.
dem Amtsgericht. Während letzteres Gericht anneh- men mußte, daß ein gültiger Kaufvertrag überdas Rundfunkgerät vorlag, stellte sich nun heraus, daß dieses nur zur Probe bei dem Zeugen B. aufgestellt wurde. Es lag daher kein Betrug vor. Der Angeklagte hat sich aber des Diebstahls schuldig ge» macht, indem er drei Tage, bevor er Gambach verließ, das Radio zuerst auf der Arbeitsstelle aufbe- wahrte und es dann heimlich mit nach Frankfurt nahm.
Der Angeklagte hatte auch noch ein Fahrrad gekauft und dabei vereinbart, daß er in zwei Raten innerhalb von vier Wochen den Kaufpreis bezahlen wolle. Der Verkäufer hatte sich bis dahin das Eigentum vorbehalten. Bevor noch die erste Rate bezahlt war, verpfändete ß das ihm nicht gehörende Rad für eine Zech- und Darlehensschuld an einen Dritten und löste es auch später nicht mehr ein. Er beging somit eine Unterschlagung.
Da? Gericht verurteilte Lambert wegen Betrugs im Rückfall, wegen Diebstahls und wegen Unterschlagung zu einer Gesamtzuchthausstrafe von einem Jahr und sechs Monaten und zu einer Geldstrafe von 100 RM. Bei der Beurteilung der Straftaten war straferschwerend, d-aß der Angeklagte bereits 22mal vorbestraft ist, darunter auch mit Zuchthaus. Auch zeigte die Verhandlung, daß der Angeklagte, der keinerlei Reue über sein Verhalten zeigte, sondern bis zum Schluß alle Straftaten mit Ausnahme der Unterschlagung leugnete, keineswegs aus Not hanteUe, sondern sein gutes Auskommen hatte.
Landkreis Gießen.
* Heuchelheim, 6. Mai. Der 40jährige Schlosser Albert V o l k m a n n von hier erlitt bei ; der Arbeit eine Brustquetschung und mut- - maßlich innere Verletzungen, die seine i Ueberführung in die Chirurgische Klinik nach Gie- , ßen notwendig machten.
> * Großen-Buseck, 6. Mai. Die hiesige sieben
> Jahre alte Schülerin Margot D üchler wurde
SA.-Sportabzeichelckäger! (.MederholungsöbiW am 8. Mi!
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(grün), Weißkraut 14 bis 15, Rotkraut 18, gelbe Rüb«, und Karotten 12 bis 15 rote Ruben 10 bis 12, Spinat 10 bis 15, Römischkohl 12 bis 15, Spargel 50 Pf. bis 1 Mark, Unterkohlrabi 8 Pf., Tomaten, % kg 40 bis 45, Zwiebeln ^ Meerrettich 40 bis 50, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Rha- barber 18 bis 20, Kartoffeln, alte, % kg 5 Pf., 5 ko- 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue, H kg 20 Pf, Aepfel 15 bis 40, amerikanische Aepfel 60, Zwet chenhonig 45 Pf., Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1-05 Mark Tauben das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 30 bis 50, Salat 5 bis 28, Salatgurken 50 bis 60, Oberkohlrabi 20 bis 25 Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 30, Rettich 10 bis' 15, das Bündel 30, Radieschen, das Bündel 10 bis 15 Pf.
♦♦ Der Besuch der Berufsschule in Gießen durch auswärtige Berufsschüler und Berufsschülerinnen ist Gegenstand einer wichtigen Bekanntmachung des Stadt
gasse 2.
2 im Restaurant ,Lum Aquarium", Walltorstraße 5. ,,
3 im Restaurant ,Lum ©ambrmus , Wetzsteingasse 10.
4 im Restaurant „Zum Waldschlößchen", Horst-Wessel-Wall 64.
5 in Gastwirtschaft „Nohl", Ederstraße 6.
6 in Gastwirtschaft „Stephan", Steinstr. 74.
7 in Gastwirtschaft „Stadt Marburg', Marburger Straße 23.
8 in Gastwirtschaft „Becker", Wiesecker Weg 44.
9 in Gastwirtschaft „Bönsel", Gabelsberger-
wie folgt statt: n. .
~ ~ 1 im Restaurant „Frankfurter Hof , Linten-
(JHL Seilersweg Nr. 67
adio Telephon Nr. 3170
eparaturen
NSDAP., Gießen-Nord.
Die Zellenbesprechungen für den Monat Mai 1938 finden am Montag, 9. Mal, um 20.30 Uhr,
NS.Gemeinfchast „Kraft durch Freude-.
Ornnibusfahrt
znrn Blütenfest in Auerbach an der Bergstraße.
Am Sonntag, 15. Mai, führen wir die vorstehende Omnibusfahrt durch. Teilnehmerpreis einschließlich Mittagessen 6,80 RBL 30680
Kartenverkauf: „KdF."-Kartenverkaufsstelle Gie- ßen, Seltersweg 60. Ruf 2141.
Theatervorstellung.
KdF -miete Gruppe II. Große miete, 16. Vorstellung. Samstag, 7. 2Hai 1938, 20 Uhr: „Die Weiber von Reddih", Lustspiel in sieben Bildern von Forster. Linzelkarlen zum Preise von —,90 und 1,— Reichsmark sind noch in der Kartenverkaufsstelle Gießen, Seltersweg 60, erhältlich. 30750
Sonderzug nach Frankfurt.
straße 5. .
Zelle 10 in Gastwirtschaft „Zur Pulvermuhle , Rod-
Heimer Straße 11. _ .
Sturmgebiet 12/116, 13/116, 44/116 und 45/116 in Großen - Linden, HofNeue Schule (Marschgruppe II, Führer Sturmsuhrer Nopora).
Sturmgebiet 21/116, 23/116 und 26/116 in 2 ich, Marktplatz (Marschgruppe III, Führer Sturmsührer Erb). _
Sturmaebiet 22/116 und 25/116 in Hungen an der Turnhalle (Marschgruppe IV, Führer Sturm- fUSturmgetoet' 24/116 in Laubach, Marktplatz (Marschgruppe V, Führer Obertruppführer Haa s).
Sturmgebiet 3/116 und 6/116 in Grund er g, Marktplatz (Marschgruppe VI, Führer Obersturm- ^Sturmgebiet 4/116, 7/116 und 15/116 in Der s - rot), Adolf-Hitler-Platz (Marschgruppe VII Führer Sturmführer Hein tz).
Sturmgebiet 5/116 und 1/116 (5/116 soweit im Sturmgebiet 1/116) in Ollendorf a. d. Lda., Marktstraße (Marschgruppe VIII, Führer Sturmbannführer Faul ft ich). .
Sturmgebiet 2/116 und 5/116 (5/116 soweit tm Sturmgebiet 2/116 in Lollar am Postamt (Marschgruppe IX, Führer Oberfturmf. Spehrer).
nachts bei der 3. Kompanie des Regiments als Sanitäter bei Ausübung des Dienstes gefallen ist und wir bisher näheres über feinen Tod und seine letzte Ruhestätte trotz aller Bemühungen noch nichts erfahren haben, wären wir, seine drei Kinder, ein Sohn und zwei Töchter und unsere liebe Mutter, die Frcku des Gefallenen, oder wenigstens eines seiner Kinder sehr gerne zu diesem Regimentstag nach Gießen gekommen, um vielleicht noch einen alten Mitkämpfer von unserem lieben Vater zw treffen.
Aus Berlin-Karlshorst schreibt ein ehemaliger 116er, der 81jährige Kriminal-Sekretar i. R. Emil S e n d z i k: „Dem Regiment gestatte ich nur anläßlich der bevorstehenden 125jährigen Begrün- dungsfeier des ehemaligen Infanterie-Regiments 116 davon Kenntnis zu geben, daß es in meiner Absicht liegt, an der Feier teilzunehmen, und ich bitte um gefällige weitere Veranlassung. Dem ehemaligen Infanterie-Regiment 116 habe ich vom & 4. 1881 bis 1.5.1887 in der 11. Kompanie angeho/t. Als Unteroffizier des ehemaligen Infanterie-Regiments 115 war ich Mitbegründer des III. Bataillons des ehemaligen Infanterie-Regiments 116 und da ich mich im 81. Lebensjahr befinde, dürfte ich, soweit ich im Bilde bin, zur Zeit der Senior (Aelteste) der ehemaligen 11. Kompanie sein. Erwünschenswert wäre es mir, wenn während der Dauer der Feierlichkeiten für mich — wenn ein Freiquartier nicht zu haben jein sollte — für ein billiges Unterkommen Sorge getragen werden könnte. Für die bevorstehenden Bemühungen gestatte ich mir schon jetzt meinen echten soldatischen Dank auszusprechen. Heu
Emil Sendzik, Kriim-Sekr. i. R.
Neben den vielseitigen Vorbereitungen, die es für das Regiment 116 zu bewältigen gibt, stehen auch die Presse, der Film und der Rundfunk nicht abseits. Die Tageszeitungen berichten laufend über die großen Vorbereitungen zum Regimentsappell. In den Lichtspielhäusern laufen Diapositive, die zur Teilnahme an den Festtagen des Regiments aufrufen. Durch die Reichssender Frankfurt a. M., Köln und Saarbrücken wird der Regimentsappell im ganzen Reichsgebiet bekannt gemacht. Die Kreisleitung der NSDAP., die SA.-Brigade 147, das NSKK., die Kameradschaft ehemaliger 116er. der Kyffhäuser- und Soldatenbund, die 222er, die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" in der Deutschen Arbeitsfront, sie alle haben dem Regiment ihre tatkräftige Mitarbeit zum Gelingen der Festtage in kameradschaftlicher Weise zugesagt. Die Kameradschaft ehemaliger 116er hat ihre Mitglieder aus Gießen und Umgebung für den heutigen Samstag, 7. Mai (siehe gestrige Anzeige), in die Gaststätte „Auerhahn" geladen. An dieser Zusammenkunft wird auch ein Offizier des Regiments teilnehmen.
„Kraft durch Freude" wird für diese Festtage Sonderzüge nach Gießen bringen. Die Stadtverwaltung Gießen wird für die Tage ver- billigte Straßenbahnfahrkarten zur Einführung bringen. Auch die Bürgermeister der sechs oberhessischen Kreise werben in ihren 'Gemeinden zur Teilnahme. Die Einheiten des NS.-Kyff- häuserbundes sind überall sehr rege. Das Städtische Verkehrsamt hat in Verbindung mit der Reichspost einen wirkungsvollen Post stempel zur Einführung gebracht mit der Inschrift: „Großes Soldaten- Treffen — 116er mit Kriegsformationen — vom 18.—20. Juni 1938 — Gießen an ter Lahn." Auch
Weiterhin hatte L. im April 1936 an einen Weinhändler in Traben-Trarbach geschrieben und ich von diesem zuerst mehrere Flaschen Probenwein schicken lassen, die er aber nicht bezahlte. Später bestellte er noch einen größeren Posten Wein, den die Firma aber, mißtrauisch geworden durch das Nichtbezahlen des vorher gelieferten Weines, nicht an den Angeklagten abgehen ließ. Bei den Bestellungen bezeichnete sich der Angeklagte, der elbst vor Gericht angab, Maschinist zu fein, als Lokomotivführer. Das Gericht erster Instanz erblickte hierin Vorspiegelung einer falschen Tatsache und verurteilte ihn daher wegen Betrugs und B"- trugversuchs. Im Gegensatz hierzu war jedoch die Kammer der Ansicht, daß der Angeklagte als Fahrer der kleinen Bahnen bei dem Bau der Reichs- autobahneh berechtigt war, sich Lokomotivführer zu nennen, zumal Lambert behauptete, was ihm nicht widerlegt werden konnte, daß er dieser Bezeichnung noch die Buchstaben RAD. (Reichsautobahn) hinzugefügt habe. Das Berufungsgericht nahm aber an, daß Der Angeklagte schon bei Bestellung der Probesendung nicht die Absicht hatte, diesen Wein zu bezahlen. Auch die später von ihm bestellte Sendung, unter der sich teure Spitzenweine befanden, stand in keinem Verhältnis zu seinem Einkommen, und der Angeklagte wußte, daß es ihm bei der Art seiner Lebensführung nicht möglich mar, den Wein, falls er ihn erhielt, zu bezahlen. Damit hatte sich aber der Angeklagte des Betrugs schuldig gemacht.
In der gleichen Zeit hatte Lambert gleichfalls für den Zeugen B. einen Radioapparat bestellt, ohne von diesem beauftragt worden zu sein. Als der Angeklagte den Ort Gambach, wo er bei dem Zeugen B. wohnte, verließ, nahm er den Apparat ohne Wissen und Willen des D. mit nach Frankfurt. Auch in diesem Falle ergab die Verhandlung vor ter Kammer einen anderen Sachverhalt, als vor
schulamts Gießen, die heute zur öffentlichen Kennt- nis gebracht wird. Alle Berufsschulpflichtigen und deren Lehrherren bzw. Betriebsführer feien auf diese bedeutsame Bekanntmachung besonders hmge- wiesen.
** Maienblasen. Am heutigen Samstag, ab 19 Uhr, findet das Maienblasen vom Turm der Johanneskirche mit folgenden Darbietungen statt: 1. Choral „Ein' feste Burg ist unser Gott". Luther, Wittenberg 1529; 2. Abendchor aus „Das Nachtlager von Granada" von Konradin Kreutzer; 3. Volksweise: „Drauß' ist alles so prächtig".
Kleine Strafkammer Gießen.
Der Moritz Lambert aus Frankfurt a. M. war wegen Betrugs in vier Fällen, Betrugversuchs und Unterschlagung am 18. März von dem Amtsgericht Butzbach zu einer Gesamtzuchthausstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Der Verurteilung lag folgender Sachverhalt zugrunde:
Der Angeklagte hatte im März 1936 im Namen des Zeugen B. ohne dessen Auftrag Wein bestellt. Als der Wein ankam, bezahlte B. das Frachtgeld und nachher auch den Wein in der Annahme, daß L., der bei ihm zur Miete wohnte, ihm das Geld wiedergeben würde, was aber nicht geschah. In diesem Verhalten des Angeklagten sah das Amtsgericht einen Betrug. Die am gestrigen Freitag von der Kleinen Strafkammer geführte Berufsoerhandlung ergab jebocf), daß der Zeuge an und für sich nichts gegen die Weinbestellung gehabt hätte, wenn der Angeklagte nachher feinen Anteil an dem Wein bezahlte. Die Kammer sprach daher unter Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils den Angeklagten wegen dieses Vorfalles frei.
Heute findet die letzte Aufführung des Lustspiels Die Weiber von Redditz" von Friedrich Forster statt. Spielleitung Anton Neuhaus. Die Vorstellung findet gleichzeitig für die KdF.«ete Gruppe II (16. Vorstellung) statt. Anfang 20, Ente 22 Uhr. Freier Kartenverkauf.
Sonntag, 8. Mai, zum letzten Mal der große Erfolg „Das Land des Lächelns", Romantische Operette in drei Akten von Franz Lehar. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Karl-Ludwig Lindt. Tänze Irmgard Zenner. Bühnenbild Karl Löffler. Die Intendanz macht darauf ausmerk, sam, daß die Vorstellung um 19.30 Uhr beginnt. Ende 22 Uhr. Außer Miete!
Dienstag, 10. Mai, Anfang 20, Ende 22.15 Uhr: Neueinstudierung „Candida", Mysterium in drei Akten von Bernard Shaw, Spielleitung Wolfgang Kühne. Dienstag-Miete, 30. Vorstellung.
Mittwoch, 11. Mai, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr, „Versprich mir nichts", Komödie von Charlotte Rißmann, Spielleitung Hermann Schultze- Griesheim. Mittwoch-Miete, 31.Vorstellung.
.Freitag, 13. Mai, Anfang 20, Ende 22.15 Uhr, „Candida", Mysterium von Bernard Shaw, Freitag-Miete, 31. Vorstellung.
Donnerstag, 12. Mai, Anfang 20, Ende 22 Uhr, einmaliges Gastspiel „Ballett Raimonda" vom Empire und Prince of Wales Theatre London. Außer Miete/
Samstag, 14. Mai, Anfang 20, EnEde 22.30 Uhr, KdF.-Miete, Gruppe I (16. Vorstellung), zum letzten Mal „Scharnhorst". Schauspiel von Menzel. Spielleitung Dr. Erich Schumacher. Freier Kartenverkauf.
Sonntag, 15. Mai, Anfang 11.30, Ende 12.30 Uhr, , 15. und letzte Morgenveranstaltung, Uraufführung
Der Ritter", von Georg Basner, Gemeinschafts- , 'arbeit des Theaters und ter Hitler-Jugend. Spiel- ! leitung Günter Winkel. Georg Basner spricht über „Deutsche Dichtung im deutschen Kampf." — Don , 19.30 bis 22.30 Uhr letzte Operettenoorstellung der ; Svielzeit „Marietta", Operette von Walter Kollo.
'Kundgebung zu ermöglichen, läuft am Sonntag, 8. mai, ein Sonderzug der NS.-Gemeinschasl „Kraft durch Freude", die nähere Einzelheiten unter „Parteiamtliche Bekanntmachungen" veröffentlicht.
Deutsche Handwerker, beweist eure Verbundenheit als gastgebender Gau allen Kameraden, die aus ganz Deutschland kommen, durch Teilnahme am Reichshandwerkertag. Auf nach Frankfurt a. 21L in die Stadt des deutschen Handwerks!
Kahemeier
Kreisobmann
Uhr Kameradschaftsabend im hessischen Hof". — Verein ehemaliger 116er: 20.30 Uhr im „Auer- Hahn" Karnerödschafts - Appell. — Ehemalige Leibgardisten: 20.30 Uhr im „Schipkapaß" Monatsoersammlung. — Oberhesslscher Kunstoereim 17 bis 18 Uhr: Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Spielvereinigung 1900 : 20 Uhr außer- ü“-««hw“
vi-deutliche Generalversammlung „Stadt Wetzlar", l Zeppelin-Besichtigung 50 Pf.
Sämtliche politische Leiter, Amtswalter bzw. Amts- roalterinnen der DAF, NSV. und NS.-Frauen- schäft haben an diesen Besprechungen teilzunehmen und werden ersucht, pünktlich um 20.30 Uhr in ihrem zuständigen Lokal anwesend zu sein.
Hitler-Jugend, Bann 116 (Wetterau).
Die für Sonntag, 8. Mai, angesetzte Morgenfeier ,Der Ritter" muß wegen Erkrankung rm Spielpersonal auf Sonntag, 15. Mai, verschoben werden.
e>hirml/M14Z fährtnachOesserreich.
Der Motorsturm 1 der Motorstandarte 147 Gießen (Sturmführer Freund), kann heute mittag nach sorgfältiger Vorbereitung die seit langem geplante Fahrt nach Oesterreich antreten. 12 Kraftwagen und 48 Mann sind an der Fahrt beteiligt, die sich über den Zeittaum von sechs Tagen er- strecken wird. Die Fahrt führt zunächst nach Mun- chen, der Hauptstadt der Bewegung, die voraussichtlich bei einer Sonderrundfahrt besichtigt werden wird. Von München aus fährt man dann nach Salzburg, nach Graz und Leoben, von dort aus nach Wien. In Wien sind zwei Tage Aufenthalt vorgesehen. Die Rückfahrt führt über Linz und Braunau, über Nürnberg und Würzburg nach Gießen zurück. Kreisleiter Backhaus hat sich zur Freude der Kameraden des Motorsturms entschlafen, an dieser Fahrt teilzunehmen, lieber Die Fahrt werden wir laufend eigene Berichte veröffentlichen und so unsere Leser auf diese Weise an Dem Erleben der NSKK.-Karneraden teilnehmen lassen.
Sein orthopädisches Turnen in den (Schulen.
Orthopädische Behandlung Sache des Arztes.
Arn 8. Mai wiPd die 1. Wiederholungsübung, be° stehend aus einem 15-Kilorneter-Marsch ohne Gepäck, mit einer Aufgabe aus der Gruppe III durchgefuhrt.
Es haben daran teilzunehmen: Alle SA.-Sport- abzeichenträaer, sofern sie nicht der Wehrmacht RAD., NSKK. und ff angehoren. (Falls das 40. Lebensjahr überschritten ist, wird die Teilnahme fteigestellt.)
Unentschuldigtes Fehlen zieht Entzug des SA.- Sportabzeichens' nach sich. Entschuldigungen sind nur Krankheit und unverschiebbare Arbeit. Diese sind mit Belegen, d.h. ärztliches Attest bzw. Be- scheinigung des Betriebssührers, an die zuständige SA.-Dienststelle bis zum 8. Mai einzureichen.
Am 8. Mai ist mitzubringen: Leistungsbuch, Besitzzeugnis, 50 Pfennig für Urkunde bzw. Emzah- lungsbescheinigung.
Es haben angutreten um 7.15 pr am 8. Mai alle in Frage kommenden SA.-Sport- abzeichenträger.
Standort Gießen (mit Wiefeck, Heuchelheim und Klein-Linden) im Hofe der Standarte 116 (Marschgruppe I, Führer Sthptf. Bender).
LPD. Die Hessische Landesregierung verweist bezüglich des orthopädischen Turnens auf einen Erlaß des Reichserziehungsministers, in Dem bestimmt wird: Für die körperliche Erziehung in Den Schulen sind ausschließlich die Richtlinien für die Leibeserziehung in Jungenschulen bzw. Die in Kürze zu erroartenDen entsprechenDen Richtlinien für Die MäD- chenschulen maßgebend In beiDen Richtlinienwerken hat Das sogenannte orthopäDische Turnen keine Berücksichtigung gefunDen, Da Die orthopädische Behandlung ausschließlich Sache des Arztes ist. Auch in der neuen Turnlehrerausbildung ist aus denselben Gründen das orthopädische Turnen als Ausbildungszweig fortgefallen. Beim Dorliegen schwerer Ruckenschwächen, Rückgratverkrümmungen und dergleichen ist dem Arzt die Entscheidung zu überlassen, ob Die betreffenden Kinder vom Schulunterricht zu befreien und einer besonderen ärztlichen Behandlung zu unterwerfen sind. Kinder mit leichteren Rückenschwächen, Rückgratverkrümmungen und dergleichen haben grundsätzlich am Schulunterricht teilzunehmen.
Gießener Dochenmarktprefte.
* G i e ß e n , 7. Mai. Aus Dem huetigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, Das Stück 5 bis 10, Eier, Deutsche, vollfrisch, Klasse S 13, Klasse A 12^, Klasse B 12, Klasse C 11’/, Klasse D 10%, Wirsing, % kg 15 bis 18 (gelb), 20 bis 22
Stadttheater: 20 bis 22 Uhr „Die Weiber von Redditz". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Olympia, Fest ter Schönheit" und Wochenschau „Des Führers Ankunft in Italien". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): .Heiratsschwindler" und Wochenschal, „Des Führers Ankunft in Italien". — Wettbewerb HJ.-Heim, Gießen: 16 bis 18 Uhr, Ausstellung der Entwürfe in der Dolkshalle (Empore). — Reichs- treubunb, 20.15 Uhr im Burghof, Standort- abend. — Artilleriften-Kameradschaft 1895: 20.30


