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Ein Festabend des Volkes

endlich geeinigt haben?" Mit diesem Appell wendet große Truppenmassen an die Hsütschau - sich der dem tschechoslowakischen Ministerpräsidenten! F r o n t geworfen hätten. Das Ziel der Chi-

tschechischen Klerikalen leiden an übermäßiger Wahl­nervosität. von der auch andere Parteien angesteckt worden sind. So enftteht bei dieser Parteiengruppe immer wieder der Wunsch, die Gemeindewah-

Tschechische Polizei mit dem Gummiknüppel gegen sudeiendeulsche Bevölkerung.

Störung der Kundgebungen für Konrad Henlein in Asch.

Prag, 6. Mai. (Europapreß.)Die Bevölkerung ist ungeduldig. Meine Herren, wann werden Sie sich

nesen ist, ihre Angriffsfront bei Peiping auch im Süden und Norden auszubauen, um die Stadt

gänzlich einzukreisen.

Kieme politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler hat den Oder­landesgerichtsrat Schaetensack aus Celle, den Kammergerichtsrat Dr. F i ck e r und den Ober­regierungsrat Dr. T o e b e r t in Berlin zu M i n i- sterialräten im Reichsjustizministerium, den Ministerialrat Dr. Ionas im Reichsjustizministe­rium sowie die Reichsgerichtsräte Schrader und Otto Müller zu SsnatspräsidenteiH beim Reichsgericht und die Ober-Landesge«

Lieberfall auf deutsche Studenten in Prag.

Prag, 6. Mai. (DNB.) In Prag stürzten sich in der Lützowgasse mehrere Tschechen auf einen deutschen Studenten und verfolgten ihn unter lau­ten Rufen. Der deutsche Student konnte schließlich in das Studentenheim flüchten, wohin ihm die Tschechen zu folgen versuchten. Studenten stellten sich den Eindringlingen entgegen. Als der Leiter des Heimes von den Tschechen Aufklärung über ihr Vorgehen verlangte, schlugen ihn die tschechischen Angreifer nieder und rissen ihm die Kleider vom Leibe. Nur mit Hilfe seiner Kameraden konnte er sich in Sicherheit bringen. Eine große Menschenmenge brach immer wieder in laute Schmährufe gegen die Deutschen aus, aber erst nach­dem die deutschen Studenten erklärt hatten, sie wür«

Die militärische Bereitschaft Miens.

Gazetta bei Popolo" zu den Manöver« vor dem Führer.

Mailand, 6. Mai. (Europreß.) Die Turiner G a z e t t a del Popolo" nimmt den ersten Tag der großen Manöver vor dem Führer zum Anlaß, um mit allem Nachdruck darauf hinzuweisen,'daß Italien seine Rüstungen bis zumHöch st grade der Vollendung gebracht habe. Italien habe nun einen Grad der militärischen Leistungsfähigkeit erreicht, der es ihm erlaube, sich mit Ruhe und Sicherheit auf der, Straße des imperialen Auf- stteas zu bewegen. Die geistige und tech­nische Vorbereitung sei von wesentlichem Wert für die Schlagkraft Italiens. Denn Waffen zählten nicht, wenn man sie nicht zu handhaben verstehe. Arn Donnerstag habe sich der Wert der Achse vor der ganzen Welt kraftvoll gezeigt. Es handele sich nicht um Paraden, sondern man habe Aufgaben des Krieges entwickelt. Das fa­schistische Italien bereite seine militärischen Kräfte nicht für Paraden vor. Paraden seien schließlich nicht Selbstzweck. Der Führer werde in den 30 000 Mann, die nun an ihm vorbeimarschieren werden, den unverfälschten Ausdruck dessen erkennen, was das italienische Heer ist. Italien könne im Ern st falle acht Millio­nen Mann aufbieten. Es sei zweckmäßig, wenn man die militärische Bedeutung erkenne und sie schätze, damit niemand auf den Gedanken kommen könne, der aufrichtige Wunsch nach Zusammen- arbeit entspringe einer mangelnden Vorbereitung oder einer militärischen Schwäche.

Wegen heftigen Regens die Manöver verschoben.

Hom, 7. Alai. <DM. Juntfpnid).) wegen eines auch in den Morgenstunden niedergehenden heftigen Regens sind die für Samstag­vormittag vorgesehenen Manöver des Landheeres und der Luftwaffe oerfchobeu worden. Der Führer benutzte den Samskagvormittag zu ver­schiedenen Besichtigungen in der italienischen Hauptstadt.

Abteilungen, und zwar Flaks verschiedenen Kalibers, leichte und schwere motorisierte Artillerie, mit schnellen Geländetraktoren ausgerüstet. Den Abschluß bilden hier gewaltige Feldhaubitzen und schwere Mörserbatterien.

Donnerndes Händeklatschen kündigt das Rahen jener Truppengattung an, der der Duce angehört hat, der berühmten Bersaglieri. Im Lauf­schritt kommt ihr Musikzug, den Marsch der Ber­saglieri spielend, heran, und im Laufschritt ziehen auch die Fußtruppen des Regiments vorbei. Ihnen folgen Kraftradabteilungen, motorisierte Minen­werfer und MG.s sowie leichte Tankwagen. In vorzüglicher Disziplin traben dann mehrere Eska­dronen der Iungfaschisten vorüber. Dann führt Oberst Coriana Majneri das 13.. und 1. reitende Artillerieregiment vorbei, denen sich be­rittene Carabinieri und endlich das Dragoner­regiment Genua mit dem Römerhelm und den gewinkelten Lanzen anschließt. Einen überaus schneidigen Abschluß der Truppenschau bildete der Vorbeimarsch der libyschen Reiter, Spahrs mit weißen und roten Burnussen und weißen wallenden Kopftüchern, dann Sapties mit rotem Fez und langer blauer Schleife an den blauen Burnussen und zum Abschluß die Sawaris mit dunkelblauen Burnussen und weihen Kopftüchern.

Stürmische Huldigungen für Führer und Duce.

Damit hatte die großartige Truppenschau des faschistischen Italiens ihren Abschluß gesunden. Halb Rom hatte mit Stolz und Freude das militärische Schauspiel und den tiefen Eindruck, den es auf die Gäste gemacht hatte, miterlebt. Sofort setzten wieder die Ovationen für den deutschen Gast ein, der sich von der königlichen Familie und dem Duce verab­schiedet und unter stürmischen Kundgebungen der begeisterten Römer zum Quirinal zurückkehrt. Auf der Piazza Venezia bereitet nach der Trup- penschau eine gewaltige Volksmenge dem Duce, dem Schöpfer der neuen Wehrmacht Italiens, stürmische Huldigungen, in deren Verlauf sich der Duce zweimal auf dem Balkon zeigt.

nahestehendeSlovensky Hlas" an die Regierung und charakterisiert damit durchaus richtig die inner- politische Lage in der Republik, deren hervor- stechendstes Merkmal darin besteht, daß in der Zeit inner« und außenpolitischer Hochspannung keiner­lei wie immer geartete politische Ent­scheidung von Belang von der Regierung gefällt wird. Die Linksparteien wollen unter alftn Umständen die deutschen Sozialdemokraten in der Regierung behalten, auch um den Preis des Schei­terns der nationalen Ausgleichsoerhandlungen. Die

Auf der Piazza di Siena.

Die große Veranstaltung der italienischen Frei- zeitorganisationDopolavoro" am Freitag­abend auf der berühmten Rennbahn der Piazza dl Siena gehört mit zu den schönsten Eindrücken der an Erlebnissen überreichen Phase des Besuches des Führers in Italien. Hunderttausend Menschen füll­ten die hohen Tribünen. Tausende schöner Frauen und Mädchen und Männer in bunten prächtigen Trachten lagerten im Jnnenraum der weiten Arena. Eine ganze Seite der Arena füllten die 5000 Mu­siker, die 45 philharmonischen Orchestern Italiens angehören. Zwei weitere große Blocks nahmen die Gesangschöre ein. Die Kapelle des berühmten Kara- dinieri-Regiments fiel durch ihre Galauniformen mit den hohen weißen, rot umrandeten Schokos be­sonders ins Auge. Aus allen 34 Provinzen Italiens waren Abordnungen gekommen. Frauen und Mädchen ließen ihre klangvollen (Stimmen hören Mundharmonikas wurden geblasen, es wurde gelacht und gescherzt. Der festliche Fahnenschmuck und das Licht der großen Bogenlampen und Schein- roerfer, das olles trug dazu bei, eine märchenhafte Stimmung zu schaffen. Zwischen Italienern und deut- scheu Gästen entwickelte sich schnell ein lebhafter Meinungsaustausch. Die zur Zett in Rom weilen- den 6000 Jtaliendeutschen spielten dabei die Dolmetscher. Besonders stolz und glücklich zeig­ten sich viele junge Italiener, die bereits auf dem Freizeitkongreß in Hamburg zu Gast waren und eine lebendige Erinnerung an Deutschland behalten haben.

Um 21.30 Uhr flammten die Scheinwerfer auf, im gleichen Augenblick strömten die Tausende von Trach­tenträgern in das Rund der Arena, die jungen Männer mit Fähnchen in der Hand, jede Frau mit einem Blumenstrauß im Arm. Kommandorufe ver­kündeten die Ankunft des Königs und Kaisers, des Führers und des Duce. In der Ehrenloge nahmen erner Platz Königin Elena, Prinzessin Maria, Graf

Ciano, Reichsoußenminifter von Ribbentrop und Reichsführer ff Himmler. Hunderttausend Hande reckten sich zum Rund empor, Tausende von Fähn­chen und von Blumensträußen flogen durch die Luft. Die große Liebe und Verehrung des italieni­schen Volkes zu seinem Königshaus und seinem Duce und die hohe Achtung vor dem Führer des befreundeten deutschen Volkes drückten sich in mi­nutenlangen stürmischen Freudenkundgebungen aus.

Die Veranstaltung begann mit der feierlichen Hymne an das Imperium". Dos riesige Orchester der 45 Musikkapellen brachte die größten Tondichter Deutschlands und Italiens mit ihren besten Werken zu Gehör: Wagners Vorspiel zu den Meistersingern", BellinisNorma", VerdisSi­zilianische Vesper", MoscagnisHymne an die Sonne". Brausender Beifall folgte der klangreinen Wiedergabe dieser großen Werke durch ein Orchester, wie es in dieser Stärke und dieser künstlerischen Qualität kaum wieder seinesgleichen finden dürfte. Der zweite Teil der Kundgebung bracht« Volks­tänze; zu den Klängen von Tausenden von Handharmonikas wurde die Saltarella getarnt Sitten und Gebräuche der verschiedenen Landesteile, Temperamente und Lebenslust ihrer Bewohner fan­den dabei ihren Ausdruck. Danach kamen die- niglichenKarabinieriindie Arena geritten, die in ihrer Galauniform einen bestechenden Eindruck machten. Mit schmetternden Fanfaren zog die Es« kadron zunächst vor die Ehrenloge und salutierte vor dem König und seinem Gast, die beide stehend für die Begrüßung dankten. Zur Musik ihrer eigenen Kapelle führten die Karabinieri ihre abwechslungs­reichen und exakten Reiterspiele vor. Den Abschluß bildete die Formierung zu einem Hakenkreuz, wäh­rend die Kapelle die deutschen Nationalhymnen spielte und das Volk diese besondere Ehrung für den Gast mit größtem Jubel aufnahm. Im letzten Teil der Veranstaltung wurde von dem großen Or- chester unter Leitung Des Kapellmeisters des könig­lichen Theaters, Gino Marinuzzi, Puccinis Große Hymne an Rom" zu Gehör gebracht.

Eden fordert innerpolitifche Konzentration.

London, 7. Mai. (Europapreß.) Zum ersten Male seit feinem Rücktritt vorn Außenministerium sprach Anthony Eden vor seiner konservativen Wählerschaft in ßeamington. Eden stellte außen­politisch nur kurz fest, er habe seine Ansichten über die spanische Frage und das italienisch - englisck)e Problem nicht geändert. Im übrigen stellte feine Rede einen Aufruf zur nationalen Einigkeit in England dar. Schon allein die Tatsache, daß England mit seinen 1 750 000 Arbeits­losen jetzt 300 000 mehr habe als im Vor­jahre, mache die Blickrichtung auf innerpolitische Dinge notwendig. Man könne nicht die gleichen Produktionsleistungen wie die autoritären Staaten erreichen, wenn das Land in sich uneinig sei. Diese Uneinigkeit sei die einzige Gefahr, die den Demokratien drohe. Wenn sie ihr nicht mit Mut und Entschlußfähigkeit begegneten, seien die Aussichten der Demokratien in der Tat düster. Die vom Schatzkanzler geforderten Steuererhö­hungen hätten dem Lande wohl einen Schock gegeben, doch habe man keine andere Mög­lichkeit gehabt,denn unglücklicherweise muß man zu geben, daß reichlich wenig von kollektiver Sicherheit übrig geblieben ist", so daß man mehr an die Aufrüstung denken müsse.

Neues Einwanderungsgesetz in Brasilien.

Rio de Janeiro, 6. Mai. (DNB.) Der bra- sllianifche Bundespräsident erließ in Fortführung der Nationalisierungsmaßnahmen des neuen Regi­mes ein Einwanderungsgesetz, das die Einreise von Krüppeln, Blinden, Taubstummen, Kranken und zweifelhaften Elementen unterbindet. Einwanderer unter 18 Jahren sowie solche, die das 60. Lebensjahr überschritten haben, müssen einen Lebensunterhalt nachweisen , ehe sie die Einreiseerlaubnis erhalten. Es ist auch eine N e - vision d er Einwanderungsquoten be­absichtigt.

DieK o l o n ief ch u l e n", die von den Ein­wanderern errichteten Unterichtsanstatten, werden den neuen Nationalisierungsbestimmunaen unter­worfen. Die Ausschaltung von fremden Sprachen bis zu dem Zeitpunkt, in dem die Schüler das 14. Lebensjahr vollendet haben, ist die grundlegende Bestimmung. Der Unterricht kann nur durch geborene Brasilianer erteilt

sein. Die chinesischen Meldungen sprechen weiter da­von, daß Die Japaner in ihrer Verteidigung inso­fern geschwächt seien, als sie in den letzten Wochen

Prag, 6. Mai. (DNB.) Aus Anlaß des 40. Geburtstages Konrad Henleins prangte d i e Stadt Asch in festlichem Schmuck. Die Haupt- leitungsmttglieder, Kreisleiter und der Vorstand des Parlamentarischen Klubs der Sudetendeutschen Par­tei trafen in Asch ein, um Henlein zu gratulieren. Dabei meldete der Organijationsleiter, daß die Zahl der Mitglieder eine Million bereits überschritten habe. Er überreichte Henlein als Gemeinschaftsgeschenk der sudetendeutschen Be­wegung eine Bücherei mit 3500 Bänden besten deutschen Schrifttums.

Nach dem Empfang in der Wohnung fuhren Henlein und seine Gäste durch die Stadt zur Turn­halle, wo eine Festsitzung stattfinden sollte. Ueberall stand die Bevölkerung Spalier und emp­fing Henlein mit unendlichem Jubel. Vor der Turn­halle hatte sich ebenfalls eine große Menschenmenge angefammelt, meift Frauen und Kinder, die Henlein durch Sprechchöre stürmisch begrüßten. Kreisleiter Wollner forderte die Menge auf, in Ruhe nach Hause zu gehen, als plötzlich ein H o r n - fignal der Staatspolizei ertönte. Die unter die Menge gemischten Polizisten gingen gegen die Versammelten mit dem Gummiknüppel vor. Dadurch entstand eine allgemeine Verwirrung. Die Lage wurde bedrohlich, nachdem bereits die ersten Gummiknüppelschläge niedersausten und Poli­zeisäbel ausbkitzten. Wollner forderte die Menschen­menge nochmals auf, den Platz zu räumen. So konnten durch die Disziplin der sudetendeutschen Bevölkerung ernste Folgen des rücksichtslosen Vor- gehens der Polizei verhindert werden. Abgeordneter Kundt hat sich wegen dieses unerhörten Vorgehens der Polizei gegen friedliche Menschen an den tsche­choslowakischen Innenminister gewandt und ent­sprechende Maßnahmen gefordert.

Das dritte Campo Roma wird lange In aller Er­innerung bleiben. Mussolini."

An die Admiräle, Kommandanten und Stabe sowie Mannschaften der Flotte richtete der Duce folgenden Tagesbefehl:S. M. der König und Kaiser beauftragt mich, Ihnen die hohe Be­wunderung des Führers unb fein hohes Lob über den Beweis der Macht, der Disziplin und der Ausbildung zu übermitteln, die Sie bei den in den Gewässern von Neapel stattgefundenen Hebungen erbracht haben. Mussolini.

Der Duce hat an die Befehlshaber, Stäbe unb Mannschaften der U-Boote folgenden Tages­befehl gerichtet: M bin stolz auf Euch!

Mussolini.

Führer und Duce auf der Augustus-Ausstellung.

Der Führer machte am Freitagnachmittag tR Begleitung Mussolinis einen Rundgang durch bie Augustus - Ausstellung, die einbring, lich bie Anfänge des antiken Roms, feinen geschieht- lichen Aufstieg und späteren Niedergang zeigt. Um- versitätsprofesior Giglioli lenkte bei der Besich­tigung die Aufmerksamkeit des Führers vor allem auf eine Reihe von steinernen geschichtlichen Doku- menten sowie auf konstruktive Einzelheiten aus der Blütezeit der antiken Baukunst. Besonders inter­niert zeigte sich der Führer an den steinernen Zeu­gen über Größe unb Verfall der Herrschaft des an-

werden. Als Unterrichtssprache ist nur Portu» aiesisch gestattet. Der Lehrplan berücksichtigt be­sonders die Fächer Geschichte, Geographie und Bürgerkunde. Die Herausgabe fremdsprachi­ger Zeitungen, Schriften unb Bücher ist an eine Erlaubnis des Iuftizministers gebunden. Das Gesetz sieht ferner die Schaffung von bestimmten Siedlungszonen für Einwanderer zur schnel­leren Assimilierung nach politischen unb wirtschaft­lichen Gesichtspunkten vor. Es verlautet, baß eine Einwanderungsquote von 2 v. H. tm Verhältnis zur Gesamteinwohnerzahl des Landes aufrechterhalten werden'soll. Zur Erschlie­ßung des Amazonas-Gebietes plant der brasilianische Staat hauptsächlich die Heranziehung einheimischer Siedler.

Um die Entscheidung in Südschantung.

Schanghai, 7. Mai. (Europapreß.) Das Rin­gen um eine Entscheidung in Südschantung hält weiter an. Die chinesischen Stellungen entlang der Lunghai - Bahn werden von den Japa­nern ständig bombardiert. In den letzten Tagen sind insbesondere die Orte Hattschau und Kweiteh das Ziel der japanischen Luftangriffe gewesen. Die Chinesen wollen bei Tangscheng im Vorteil sein. Man spricht von chinesischen Vorbereitungen für einen großen Angriff auf diese Stadt, die kaum fünfzig Kilometer vom Meere entfernt liegt. In der Schansi-Prooinz wollen die Chinesen ebenfalls Erfolge erzielt haben. Die chinesi­schen Truppen sollen die Stadt Peiping von Westen und Osten her bedrohen und im Osten be­reits bis auf 15 Kilometer an sie herangekommen

len zu verschleppen, eine Taktik, die zwangs­läufig bie innerpolitische Spannung erhöhen unb chlie'ßlich zu Parlamentswahlen führen mußte Der 1. Mai habe gezeigt, so schreibt das Blatt, bafc die­jenigen Unrecht gehabt hätten, die sich für ein Ver­bot der Maifeiern ausgesprochen hatten. Dort, wo die Feierlichkeiten gestattet waren, sei Ruhe unb Ordnung gewahrt geblieben. Zu Ausschreitungen fet es nur in jenen Orten gekommen, wo ein Verbot erlassen worden wäre. Die Regierung könne sich über keine der zu erörternden Fragen einigen. Das ist nach Meinung desSlovensky Hlas" der Grund, weshalb diese Frage an bie Regierung nun end- lich einmal gestellt werden müsse.

Oie Kleine Entente und Ungarn.

Belgrad, 6. Mai. (Europapreß.) DieDreme" hebt in einem offenbar inspirierten Bericht aus S i n a i a die Wichtigkeit des Beschlusses der Kleinen Entente" hervor, Ungarn die F o rts e tzu ng de r Verhandlungen vorzuschlagen. Die Kieme Entente habe sich nach sorgfältiger Ucberlegung zu dieser entscheidenden Umwälzung in ihrer Donau- Politik entschlossen. Die diplomatischen Kreise seien zuversichtlich, weil man der Meinung wäre, es sei bereits die Formel für bie .Heberwindung der Schwierigkeiten gefunden, so daß nun bie Bespre­chungen mit Ungarn leicht vonftatten gehen wur­den. Das Blatt fügt noch hinzu, Jugoslawien allein konnte sich innerhalb einiger Stunden mit Ungarn verständigen. Aber Jugo­slawien sei verpflichtet, nur in Zusammen­arbeit mit der Tschechoslowakei unb Rumänien vorzu gehen.

Rom, 6. Mai. (DNB.) Der Duce hat an Parteisekretär Minister S t a r a c e folgendes Schreiben gerichtet:Die Hebungen der G.I.L. (Jugend des ßiftorertbünbe'Is) in Centocelle haben auf den Führer unb alle Anwesenden einen tiefen Eindruck gemacht. Ich drücke Ihnen meine Genugtuung aus und bitte Sie, dies allen jungen Schwarzhemden zum Ausdruck zu bringen.

tiken Roms, sowie an zahlreichen Modellen und Re­konstruktionen seiner monumentalen Bauten, ferner an allem, was bie Baukunst unb die Technik be- sonbers tm Zusammenhang mit den Riesenbauten der Epoche betrifft.

Oer Ouce zu Gast beim Führer.

R o m , 6. Mai. (Europapreß.) Ehe der Führer und der Duce gemeinsam den Weg zu der großen Ver­anstaltung auf der Piazza bi Siena antraten, nahm der Duce aneinemEsseninkleinemKreis teil, das der Führer im Quirinal veran­staltete.

General Graf Siciliani gestorben.

Rom, 6. Mai. (DNB.) Wie Stefani meldet, ist der Kommandant des Armeekorps von Rom, Ge­neral Graf Domenico Siciliani an einem Schlaganfall gestorben. Graf Siciliani wurde im Mai 1879 geboren. In feiner tzlänzenden Mttltar- laufbahn bekleidete er zahlreiche wichtige Aentter. So war er Stabschef des Marschalls B a b o g 11 o. In ben Jahren 1929 bis 1930 war er Dizeaouverneur ber Cyrenaika. Dann kommanbierte er fünf Jahre lang die italienischen Streitkräfte in Tripolitanien und übernahm anschließend die Infanterie-Division Fossalta. Im Juli 1936 wurde ihm der Befehl über die 1. Schwarzhemben-Division23. März über­tragen. Graf Siciliani ist Ritter hoher Orden. Zu- letzt war er Kommandant des Armeekorps in Rom.

Auch bei den Hebungen der Luft- waffe bei Forbara und den Hebungen des Heeres bei San Marinella hat man, wie bei der Marine, den Charakter des kriegsmäßigen Einsatzes soweit als irgend möglich zu wahren gesucht. Der Schauplatz ber Luftmanöver liegt an der tyrrhenischen K ü ft e, und 300 der neue­sten Kampfflugzeuge unb Bomber werben an ihnen beteiligt fein. Die Bombenabwürfe gegen markierte Ziele 'werben in biesem Falle nicht, wie sonst üb- lich, durch Knallkörper markiert, die auf ber Erbe zur Detonation gebracht werden, sondern die ab- geworfenen Bomben werden die für ben Kriegs­fall vorgesehene scharfe Sprengladung ent­halten. Sämtliche Bewegungen der angreifenben Flugzeugverbänbe werben vom Boben aus durch funk en telegraphische Weisun­gen an bie Flugzeuge abgegeben, ein Vorgang, Der ebenfalls bazu angetan ist, um ben friegs» mäßigen Charakter ber Hebung ber Wirklichkeit näherzubringen. Die markierten Ziele stellen eine reiche Auswahl von Möglichkeiten bar: Don der marlchierenben Truppe über bie leichte Boden- befeftigung bis zur ausgebauten Verteidigungsstel­lung, Industrieanlagen unb sogar Kriegsschiffen ist jede Möglichkeit vorgesehen. Auch hier schließt das Manöver nach Geschicklichkettsvorführungen der Kampfeinsitzer mit einem großen Vorbei­flug von insgesamt 400 Flugzeugen. Auch die Schießübungen aller Waffengattungen der Wehrmacht in San Marinella werden durch die Verwendung kriegsmäßiger Geschosse ihre besondere Note erhalten. Man gewinnt also ben wohl zu­treffenden Eindruck, daß dem Führer unb Reichs­kanzler als obersten Befehlshaber der deutschen Wehrmacht nicht nur der Stand der Aus­bildung, sondern auch bie Intensität ber Wafsenwirkung vorgeführt werden soll.

AnerkennungfürParteiundWehrmacht

Dem Sudetendeutschtum die deutsche Volksgemeinde!"

Die Parole Henleins für die Geyreindewahlen.

Prag, 6. Mai. (DRV.) Konrad Henlein hat anläßlich der bevorstehenden Gemeindewahlen einen Ausruf erlassen, in dem es heißt: Die Sudetendeut­sche Partei ist bie einzige berechtigte Vertreterin des politischen Willens unserer Volksgruppe. Ihr geht es darum, die deutsche Dolksgemeinde zu organisieren und im Rahmen der totalen Selbstver­waltung einen Grundstein zu legen für jenes deut» s ch e Eigenleben in diesem Staate, auf das wir mit Recht Anspruch erheben. Dem Subetendeutsch- tum bie deutsche Volksgemeinde! In diesem Zeichen wollen mir die deutschen Gemeindevertretungen säu­bern und jenen Geist echter Volksgemeinschaft in sie hineintragen, der Jahrhunderte aus ihnen verbannt war. Als deutsche Volksgemeinde sollen unsere Stäbte und Dörfer Heimätten des Rechtes, aber auch der Arbeit unb ber kameradschaftlichen Fürsorge für alle werden, denen die Not ber Zeit Wohlstand und Lebensgrundlage zerschlug. Sudetendeutsche! Gebt euere Stimme den Männern der Sudetendeutschen Partei. Wir wollen mehr als eine Mehrheit! Wir wollen die Einheit der Volksgruppen auch in den Gemeindestellen. Wir wollen die deut­sche Dolksgemeinde!

Was tut Nag?

ben sich selber schützen, wenn die Polizei nicht die Ruhe und Ordnung herstelle, erschien ein Polizei­aufgebot und zerstreute die Demonstranten.