Einzelbild herunterladen

richtsräte Schwegmann aus Hamm, Neuß aus Köln und Dr. R i t t w e g e n aus Jena zu Reichs- gerichtsräten ernannt.

Seine Majestät der König von Italien und Kaiser von Aethiopien hat dem Chef des Ministeramtes des Reichsluftfahrtministeriums, Generalmajor Bodenschatz, und den Adjutanten des Führers, Gruppenführer Schaub und Brigadeführer Wiedemann, das Großkreuz des italie­nischen Kronenordens verliehen.

*

Der Vorsitzende des Rates der Deutschen in Polen, Senator Hatzbach, machte dem Mini- sterpräsidenten Mitteilung von dem Plan, eine Gesamtorganisation für Las Deutsch, tum in Polen zu schaffen und in nächster Zeit

Paris, 6. Mai. (Europapreß) Die Beträge an Gold und Devisen, die bereits am Donnerstag und Freitagmorgen als direkte Folge der de-facto. Stabilisierung des Franken in den französischen Geldverkehr zurückaeslossen sind, werden in Finanz- kreisen auf fünf bis zehn Milliarden Franken beziffert. Ein großer Teil dieses Kapi­tals hat Anlage in Schatzscheinen ge­sucht. Infolgedessen ist von Frettag ab der Zins­satz für die zweijährigen Bonds der nationalen Verteidigung von 4 auf 3,50 v. H. herabgesetzt worden. Man erwartet auch -für die nächsten Tage einen weiteren Rückstrom von Fluchtkapital, was sich vor allem an der Börse bei den Kursen der Staatspapiere auswirken dürste. Im vorbörslichen Verkehr notierte das englische Pfund 177,5 bis 178 gegenüber dem Schlußkurs von 178,90 am Donnerstag, um an der Börse selbst wieder auf 178,40 zu gehen. Der Franken war also weiterhin fest. Französische Werte waren sehr gefragt.

Ministerpräsident D a l a d i e r macht große An­strengungen, um auch den zweiten Zug der von ihm geplanten Maßnahmen, in deren Mittelpunkt die Erhöhung der nationalen Erzeu­gung stehen soll, bald abzuschließen. Zwischen dem Ministerpräsidenten und dem Finanz- und Wirt­schaftsminister finden laufend Besprechungen statt. Ebenso steht der stellverttetende Ministerpräsident Chautemps in dauerndem Meinungstausch mit dem Arbeitsminister R a m a d i e r , der augenblick- lich mit den Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern Besprechungen über eine geschmeidigere Durchfüh­rung Les Gesetzes über die Vierzig st unden- woche und über das S t r e i k st a t u t führt. Unter den wirtschaftlichen und sozialen Maßnahmen, die Daladier zur Belebung der Erzeugung erlassen will, sollen vor allen Dingen der WohnungSneu- bau und der Abbruch der Altstadtviertel eine besondere Rolle spielen. Weiterhin soll das Versicherungswesen ebenfalls ausgebaut

der Regierung einen entsprechenden Satzungsent­wurf vorzulegen.

*

Der frühere rumänische Ministerpräsident G o g a, der sich aus das Schloß Ciucea in Siebenbürgen zurückgezogen hatte, hat einen Hirnschlag erlitten, der auf zu hohen Blutdruck zurückzuführen ist. Da noch ein Lungenbluten hinzugetreten ist, ist das Befinden Gogas, der seitdem bewußtlos ist, sehr ernst. Die Aerzte rechnen mit seinem Ableben.

*

Im Alter von nahezu 70 Jahren starb auf seinem Landsitz derHerzogvon Devonshire, einer der wohlhabendsten Großgrundbesitzer Englands, Er war 1916 Generalgouverneur von Kanada und 1924 Kolonialminister.

und eine Ermäßigung der Post°, Tele­graphen- und Telephongebühren zwi­schen Frankreich und seinen kolonialen Besitzungen vorgenommen werden.

Französische Instruktionen für Genf.

Paris, 7. Mai. (Europapreß.) Die französische Regierung trat unter dem Vorsitz des Präsidenten Lebrun am Samstagvormittag im Elysee-Palast zu einem außerordentlichen Ministerrat zusammen. Außenminister Bonnet wird besonders auf den Stand der französisch-italienischen Verhandlungen und auf die tschechoslowakische Frage eingehen. Der Ministerrat wird sich dann mit den Richtlinien für den Außenminister beschäftigen, der am Sonntag nach Genf reist. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird genau festgelegt, in welcher Weise Bonnet den englischen Vorschlägen in Genf zur Auf­hebung der gegen Italien während des Abessinien- Feldzuges verhängten Sanktionsmaßnahmen zu unterstützen hat. Bonnet hatte eine Unterredung mit dem französischen Botschafter bei dem sowjet- spanischen Ausschuß in Barcelona, Labonne.

Das Nichteinmischungsproblem ist dabei zur Sprache gekommen. Am Quai d'Orsay wird erklärt, die französische Regierung wünsche, daß gleichzeitig mit der Landkontrolle öie Seekontrolle wiederhergestellt werde. Im übrigen er- wartet man in Paris, daß die diplomatische Offen­sive Moskaus in Genf sich weniger in der Abessi­nien- als vielmehr in der Spanienfrage kund­tun werde. Man glaubt, daß Moskau mit aller Kraft die Forderungen Barcelonas in Genf unter­stützen werde. Immerhin erklärt man am Quai d'Orsay, daß die englisch-französischen Besprechun­gen in London völlige Einigung ergeben hätten und also die Spanienfrage in Genf zu keinerlei Ueberraschung führen könne. Die französische wie

die englische Regierung feien der Ansicht, daß die Spanien frage ausschließlich durch den Londoner Nichteinmischungsausschutz behandelt werden könne.

Die internationale Angabe als Stoßtrupp.

Fortgesetzte Niederlagen der spanischen Bolschewisten.

Salamanca, 7. Mai. (DNB. Funkspruch.) Wie der nationalspanische Heeresbericht meldet, befinden sich die Truppen des Generals Franco im- stenabschnitt der Castellon-Front in weiterem fortgesetzten Vordringen. Es gelang, die Niederlage der Bolschewisten vom Donnerstag am Freitag in günstiger Weise auszunützen und ein weiteres feind­liches Bataillon völlig aufzureiben. Im Abschnitt M o r e l l a eroberten die nationalen Truppen Ein- torres und stießen einige Kilometer darüber hinaus vor.

Der Frontberichterstatter des nattonalspanischcn Hauptquartieres berichtet über die Vernehmung

Zwischen krank und gesund

gibt es einen Zustand der Schwäche und Erschöpfung, der keine rechte Lebensfreude aufkommen läßt. Appe­titlosigkeit, blasses Aussehen und Ermüdbarkeit sind die deutlichen Merkmale.

Erwachsene und Kinder sollten bei diesen Erschei­nungen Biofertin nehmen, welches eine vor­zügliche Wirkung auf den Allgemeinzustand hat.

Bioferrin enthält sämtliche Nährstoffe des Blutes.

/T\ / a \ (BAYER) \ E J \RV

von gefangenen ausländischen Anfüh­rern der Bolschewisten, von denen einer sich als Chef der Internationalen BrigadeGuarner^ be­zeichnete. Nach seinen Angaben umfaßte diese Bri­gade 9000 Mann und gilt als die bedeutendste der internationalen bolschewistischen Einheiten. Wie der Rote zugab, waren die Verluste dieser internationa­len Brigade während der letzten Gefechte sehr hoch durch die ausschließliche Verwendung als Stoß­trupps, denen die Hauptlast des Kampfes auf» gebürdet werde. Verschiedene Abteilungen feien völlig vernichtet. Die Sowjetrussen würden hauptsächlich in den technischen Verbänden, wie Panzerabwehr und Flak, eingesetzt. Im ganzen leiteten 5 sowjetrussische Generale die militärischen Operationen an den verschiedenen Frontabschnitten. Der Sowjetgeneral Pozas befin­det sich unter der Anklage fahrlässiger Handlungs­weise angesichts der schweren Niederlagen. Seine Erschießung sei wahrscheinlich. Der Gefangene be­stätigte, daß auch in der letzten Zeit wieder bedeu­tende Sendungen von Kriegsmaterial aus Frankreich eingetroffen sind.

Daladiers Eanierungsprogramm.

Die Rückkehr des französischen Fluchtkapitals hält an.

Der Tag des deutschen Handwerks.

Arbeiissihung der Amisirager und DAF.-Watter des deutschen Handwerks in Frankfurt.

Lpd. Frankfurt a. M., 6. Mai. Taufende von Vertretern des deutschen Handwerks waren am Freitagvormittag in der Festhalle versammelt, wo derTag des Deutschen Handwerks" mit einer Ar­beitssitzung der Amtsträger und DAF.-Walter des deuffchen Handwerks feinen Fortgang nahm. Im Namen Frankfurts, derStadt des Deutschen Hand­werks" hieß Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs die Versammlung willkommen. Er schil­derte, wie sich die Stadt Frankfurt die Förderung des Handwerks angelegen fein lasse und betonte, daß durch die Altstadtsanierung eines der bedeutendsten Denkmäler deutscher Handwerkskultur erhalten bleibe. Um auch äußerlich die Verbunden­heit zwischen dem Handwerk und der Stadt Frank­furt auszudrücken, werde ein großer Hand- werter - Brunnen aufgestellt werden.

Michshandwerksmeister Schramm

behandelte dann eingehend die wirtschaftlichen Fra­gen des Handwerks. Die neue Handwerks­gesetzgebung, der Punkt 16 des Parteipro­gramms und das oft in Worten und Taten aus- -gedrückte Wohlwollen des Führers dem Handwerk gegenüber, seien die glücklichen Zeichen unter denen dieses heute lebe. In 1,86 Millionen selbständigen Handwerksbetrieben arbeiten 5,4 Millionen Men­schen. Eine Volkswirffchaft sei zerstörenden Ein- flössen gegenüber um so krisenfester, je mehr es gelinge, die Bildung von Proletariat zu verhindern und die Volksgenossen am Eigentum der Nation zu beteiligen. Der Handwerks­meister habe in den Jahren bitterster Not nur selten feinen Arbeitsplatz und seine Werkstatt verlassen. Die hohe Elastizität des Handwerksbetriebes leite sich aus nicht wägbaren Werten seelischer Energien ab, die im Kampf um die persönliche Hal­tung und das tägliche Brot mehr wiegen als ein gutes Bankkonto. Die Tatsache, daß an dem harten Lebenskampf des Handwerkers auch bedin­gungslos feine Familie beteiligt seien, schaffe Menschen ganz eigener Prägung, die sich bei­zeiten gewöhnen müßten, gute menschliche Eigen- schäften wie Fleiß, Sparsamkeit, Genügsamkeit, Ehrlichkeit, Unsticht und Klugheit auf die Waag­schale ihres Lebenserfolges zu legen. Im handwerk­lichen Arbeitstag werde unentwegt die Synthese zwischen Handgeschicklichkeit und Personlichkeitswert, Werkzeug und Werkstoff geübt. Wie das Familien­leben, so gebe auch die handwerklicheBe- triebsgemeinschaft den Menschen bestimmte Lebenswerte. Aus dem Gebiet der Nachwuchs- erziehung sei die Bedeutung des Handwerks bekannt. Große Aufgaben feien noch auf dem Ge­biet der fystematifchen Auslese zu lösen, damit aus dem Handwerk immer mehr tüchtige Ingeniure, Erfinder, Betriebsleiter oder Künstler und nicht zu­letzt hochwertige fachliche und handwerkspolitische Führer hervorgingen. Die Erneuerung eines Volkes bedinge die (Erneuerung feiner einzelnen Gruppen. Auch dem Handwerk werde eine wertvolle g c - meinfchafts - und kulturbildende (E i g e n f ch a f t zuerkannt. In dem gigantischen Kampf unseres Volkes um eine neue höhere Ord­nung feiner Gemeinschaft werde das Handwerk stets ein lebendiger Mitträger der großen, vom Führer gewollten Ordnung sein. Berufliches Eigen­leben habe nichts mit Gruppenegoismus und Stre­ben zum Ständestaat zu tun. Dünkel fei stets der Geselle des Betrugs und nicht der Leistung. Das Brauchtum einer vergangenen Zeitexoche paßte zu

den Menschen der damaligen Zeit, wie ein neuer Lebenssti 1, den wir uns schaffen, zu der heu­tigen Zeit passen müsse.

Der Leiter des deutschen Handwerks in der OAF. Paul Walter

erklärte: Die Freude darüber, daß das Handwerk unter sich wieder einig sei, gebe dem diesjährigenTag des Deutschen Handwerks" fern besonderes Gepräge. Die Arbeit des Beirats des deuffchen Handwerks werde wesentlich dazu beitra­gen, noch etwa vorhandene Meinungsverschieden­heiten zu beseitigen und die Aufgaben so klar ab­zugrenzen, daß der Partei wie auch dem Staat das gegeben werde, was ihnen zustehe. Es sei selbst­verständlich, daß die Grundforderungen, die die Partei an die Menschenführung stelle, auch für das Handwerk maßgebend sein müßten. Die richtige soziale Betreuung der Menschen habe von

Neben- der AusstellungHandwerker - Wettkampf 1938" zeigt der diesjährige Tag des deutschen Handwerks in Frankfurt a. M. noch eine Lehrschau, die unter dem MottoDas Lebensbild des deutschen Handwerks" als eine Gemeinschaftsarbeit des Reichsstandes des deutschen Handwerks und des von Professor Konrad H a h m geleiteten Staatlichen Museums für deutsche Volkskunde in Berlin entstanden ist und ebenfalls auf dem Messe-Gelände, und zwar in der West- Halle C, Aufstellung gefunden hat. Die Lehrschau stellt das (Ergebnis gründlicher geschichtlicher For­schungen dar, das in geschickter Weise zu einpräg­samem Anschauungsmaterial verarbeitet worden ist. So ist sie ein lehrreiches Selbstbildnis des deutschen Handwerks. Sie hat sich bemüht, die Stetig­keitsfaktoren in der Entwicklung des deut­schen Handwerks herauszuarbeiten und gewisse völkisch gebundene Charakterwerte, die seit Jahr­hunderten das deutsche Handwerk ausgezeichnet haben, hervorzuheben. So die Arterhaltung, die Berufsbildung, die Werkerhaltung, alles Werte, die auf rassischem Ideal beruhen. Nach diesen Grund­werten ist die Ausstellung gegliedert: Blut, Ehre, Gemeinschaft, Glaube, Kunst und Wehr. Davon zeugen die hier gezeigten Zunftbriefe und Satzun­gen. Die Reinerhaltung des deutschen Blutes, die nordische Ehrauffassung, die eine saubere Arbeits­und Wirtschaftsgesinnung forderte, der aus dem germanischen Genossenschastsgeist entsprungene Ge­meinschaftsgedanke, der sich in dem Erziehungs- und Wohlfahrtswesen der Zünfte, in dem berühmten Dreitlang Meister, Geselle und Lehrling äußerte, das Zusammenfallen von Kunst und Handwerk in den Zeiten eines Dürer und Riemenschneider, eines Veit Stotz und Peter Vischer, und schließlich die Wehrbereitschaft der Zünfte als Ausfluß deutscher Gefolgschaftstreue, das alles sind Grundzüge deut­schen Handwerks durch die Jahrhunderte, die in dieser Lehrschau zu einem wirkungsvollen Lebens­bild zusammengetragen worden sind. Auch die politischen Leistungen des deutschen Handwerks im Laufe der deuffchen Geschichte sind wirkungsvoll herausgestellt worden, so die zahlreiche Gebiets­grenzen sprengendenGebietszünfte", die den Reichsgedanken auch noch im ausgehenden Mittel-

Anfang an zu den Hauptaufgaben der von ihm ge­leiteten Organisation gehört. Es sei gelungen, auch für die selbständigen Alleinmeister einen U r - I a u b zu ermöglichen. (Eine weitere Aktion umfasse die Förderung selbständiger Existen­zen durch Bereitstellung, von Mitteln. Auf dem Gebiet der beruflich-gesellschaftlichen Bindungen des Handwerk sei der Ortshandwerkswalter für den örtlichen Zusammenschluß des Handwerks geschaffen worden. Er solle aber nicht nur das ört­liche Handwerk an die Partei heranführen, sondern ihm auch durch die verschiedensten Veranstaltungen ein berufliches Heimatgefühl geben, wie es der Handwerker früher in Vereinen und Bünden gehabt habe. Der Ortshandwerkswalter sei der Ga­rant dafür, daß das Handwerk lebendig in die deutsche Volksgemeinschaft hineingestellt werde. Die Arbeit des letzten Jahres habe ganz im Zeichen der Ausrichtung auf den Vierjahresplan und der ßeiftüngsfteigerung gestanden.

alter unterstrichen. Auch die Bedeutung der Zünfte für die mittelalterliche Stadt in Verwaltung, Recht, Wirtschaft und Verteidigung kommt in anschaulichen Bildtafeln gut zum Ausdruck. Besonderes Interesse verdient die Darstellung der Wanderungen, die noch vor einem Jahrhundert außerordentlich weite Ge­biete umspannten. Aus dem hier gezeigten Lebens­bild des deutschen Handwerks erwächst so das Vor­bild des deutschen Handwerkers unserer Zeit, die Erkenntnis der Werte und Leistungen des alten Handwerks wird dazu beitragen, auch das moderne Handwerk wieder zur Hohe zu führen.

Die LehrschauDas Lebensbild des Deutschen Handwerks" wurde am Freitagnachmittag durch den kommissarischen Reichshandwerksmeister Ferdinand Schramm eröffnet. Er stellte zwei Grundgedanken heraus: den Unterschied zwischen marxistischer, libe- ralistischer oder dynastischer Geschichtsforschung auf der einen und nationalsozialistischer auf der anderen Seite und zweitens die Bedeutung der zweijährigen geistigen Vorarbeit, auf der diese Ausstellung be­ruht. Dann übergab er nach einem Dank an den Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt a. M. für das dem Tag des Deutschen Handwerks gezeigte Entgegenkommen dem Gauhandwerksmeister Garner die Ausstellung.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley besuchte die AusstellungHandwerker-Wettkampf 1938". Dr. Ley verweilte bei jedem Ausstellungsstück längere Zeit, besonders dort, wo Erfindungen des Handwerks bzw. Neuerungen pn Maschinen gezeigt werden. Er ließ sich einige Reichssieger vorstellen. Auch einige Wandergesellen, die aus Westfalen unter­wegs sind, wurden von Dr. Ley begrüßt. Dr. Ley besuchte dann auch die AusstellungDas Lebens- bild des Deutschen Handwerks".

»Wilhelm Gustloff"

von seiner Jungfernfahrt zurück.

Am Freitag früh kehrte das Flaggschiff der KdF.- FlotteW i l h e l m Gust 1 off" von feiner ersten großen Seereise nach Lissabon und Madeira zurück. 1400 KdF.-Urlgubex kehrten, beladen mit großen

Das Lebensbild des deutschen Handwerks

Bananentrauben, riesigen Sonnenstrohhüten, bunten Madeira-Kappen und anderen Reiseandenken, ge- träftigt und sonnengebräunt in die Heimat zurück. 450 Arbeitskameraden aus den Fabriken, vom Acker und aus den ©riiben, 600 aus den Büros und Verkaufsstätten und viele Angehörige der freien Berufe haben diese herrliche Fahrt miterlebt. Dich­ter und Künstler, Männer von Film, Rundfunk und Presse und eine Spielschar der HI. befanden sich an Bord. Auf ihrer ganzen Fahrt hatten sie fast nur schönes Wetter, aber auch grobe See und schwere Dünung vermochten bas Schiff nicht aus seiner ruhigen Aahrt zu bringen. Auf einem Ab­schiedsappell aller Urlauber vermittelte ein eng­lischer Journalist die Eindrücke und den Dank seiner britischen Berufskameraden mit folgenden Worten: Wir sind stark beeindruckt von der Schönheit dieses Schiffes, das für den deutschen Arbeiter ge­schaffen wurde. Wir haben festgestellt, daßKraft durch Freude" den Menschen auf diesem Schiff Wirklichkeit geworden ist."

Aus aller Welt.

Jahresversammlung desDeutschen Museums" in München.

Den Auftakt zur Jahresversammlung des Deutschen Museums" in München gab nach altem Brauch der Begrüßungsabend im Festsaal des Museums. Mit dem Vorstand Geheimrat Dr. Zennec, Prof. M a t s ch o ß , Verleger H. Bruckmann, Generalinspektor Dr. Toot waren zahlreiche Mitglieder des Museums aus ganz Deutschland, Vertreter des Konsularkorps, der Par­tei, der Behörden, der Wehrmacht usw. erschienen. Allen Gästen entbot Oberbürgermeister Fieh 1 er den Willkommensgruß. Sein besonderer Dank galt den Männern der Automobilindustrie so wie Dr. Todt mit seinen Mitarbeitern. Die Entwicklung des Museums fei noch lange nicht abgeschlossen. So werde ein neuer Bau für die Technik der Neuzeit in Zusammenhang mit dem Museum entstehen. Reichsminister Dr. Dorpmüller sprach als Vor­sitzender des Dorstandsrates der Stadt den Dank dafür aus, daß sie allezeit eine schützende und offene Hand für das Museum habe. Das Museum dürfe sich glücklich schätzen, in der Stadt der deutschen Kunst zu sein, denn Kunst und Technik seien immer Brüder.

Vier Todesopfer eines Lxplosionsunglücks.

Auf dem Hof einer Sodafabrik in Hohensalza explodierte eine Dampflokomobile, als sie be­triebsfertig gemacht wurde. Die Verheerungen der Explosion waren furchtbar, der Maschinist und drei Arbeiter wurden auf der Stelle getötet, vier andere schwer verletzt. Sämtliche Fenster des Fabrikgebäudes wurden eingedrückt und die elektri­schen Leitungen von den umherfliegenden Maschi­nenteilen zerrissen.

Schreckenstat eines Geistesgestörten.

Ein 28jähriger Bauernsohn hat in dem norwe­gischen Orte Solor in einem Anfall von Geistes­gestörtheit vier Personen erschossen und drei tödlich verwundet. Unter den Getöteten befindet sich der Vater des Täters sowie der Landrat des Kreises und dessen Sohn, die zur Hilfeleistung bei der Ueberwältigung des Geistesgestörten herbei- geeilt waren. Der Täter wurde schließlich im Hand­gemenge erschossen.

Line großartige deutsche Flugleistung.

Der deutsche Flieger Archur Benitz, Chefpilot der Bücker-Flugzeugwerke, vollbrachte mit einem Flugzeug vom Typ Bücker-Jungmeister" eine ganz hervorragende Leistung. Er flog von Buenos Aires über die 5000 Meter hohen und flie­gerisch äußerst gefährlichen Anden" nach Santiago de Chile. Der Flug hat in Südame­rika die höchste Bewunderung für Piloten und Ma­schine ausgelöst, da das Cordillerengebirge erstmalig mit einem kleinen einsitzigen Sportflugzeug über­flogen wurde. Chefpilot Benitz befindet sich bereits längere Zeit in Südamerika, wo er die deutschen FlugzeugmusterJungmann" undJungmeister" vorführt. Seine Kunstflüge mit demSungmeifter", die als eine der besten Kunstflugmaschinen gilt, haben in ganz Südamerika größte Anerkennung gefunden. In Rio de Janeiro und Sao Paulo erhielt Benitz auf Grund seiner ausgezeichneten Vorführungen den NamenAz-diabolico" (Teufels­kerl).

Der Blitz schlägt in einen Fesselballon.

Im Truppenlager von Bitsch in Lothringen schlug während eines heftigen Gewitters der Blitz in einen von zwei Beobachter-Offizieren besetzten Fesselbal­lon, der sich in etwa 100 Meter Hohe befand und gerade emgezoaen werden sollte. Die Ballonhülle und die Gondel sackten brennend ab. Unter den rauchenden Trümmern konnten nur noch die ver­kohlten Leichen der beiden Offiziere heroorge- holt werden. Die Bodenmannschaft, fünf Soldaten, wurden mit schweren Verletzungen und Brandwunden in das Lagerkrankenhaus eingelie­fert. Der Blitz, der den Ballon getroffen hatte, war über die Seile und Stränge durch die Körper der fünf Soldaten in die Erde geleitet worden. Die Opfer gehören der 151. Luftschiffer-Gruppe aus Epinal an.

Wetterbericht

Während' sich in Südwest- und Süddeutschland noch immer freundliches Wetter gehalten hat, kam es bereits am Freitag in dem nördlichen und mitt­leren Teil des Reiches zu stärkerer Bewölkung und zu einzelnen, teilweise gewittrigen Niederschlägen. Zur Zeit hat sich dort neue Wetterverschlechterung eingestellt, und es ist zu befürchten, daß diese von dort aus rasch südwärts weitergreift, zumal vom Norden her kältere, ursprünglich arktische Luftmas­sen im Vordringen sind.

Aussichten für Sonntag: Noch stärkere Bewölkung, wieder mehr wechselnd bewölktes Wet­ter mit einzelnen Schauern, bei lebhaften Winden aus Nord frischer.

Lufttemperaturen am 6. Mai: mittags 16,6 Grad Celsius, abends 9,8 Grad; am 7. Mai: morgens 4,8 Grad. Maximum 17,5 Grad, Minimum heute nacht 1,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Mai: abends 14,5 Grad; am 7. Mai: morgens 9,1 Grad. Sonnenscheindauer 12,3 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 38: 9614. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs­preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps. mehr. Einzelverkaufs­preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 aüliifi.