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ar. 106 Erstes Blatt

188. Jahrgang

Samstag, 7. /Sonntag, 8. Mai 1958

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Gießener Anzeiger

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3tn Schatten Roms.

Die Welt ist gegenwärtig staunend Zeuge der politischen Willenskundgebung zweier großer Natio­nen, für die es in der Geschichte schwerlich Ver­gleiche gibt. Weder die mit zeremoniellem Prunk umgebenen und sich in den eng umgrenzten Rah­men höfischer Etikette abspielenden Monarchenbesuche der Vorkriegszeit, noch die Begegnungen demokra­tischer Staatsmänner der Aera, die unter den un­heilvollen Sternen von Versailles und Genf stand, haben in den Herzen der Völker jemals einen Wi­derhall gefunden, der nur irgendwie einen Ver­gleich aushält mit den Vorgängen in Deutschland während des Mussolini-Besuches im vergangenen Herbst oder mit dem, was wir in diesen Tagen der Italienreise des Führers wenigstens durch Presse, Rundfunk und Film alle miterleben dürfen. Nie­mals zuvor haben zwei große Völker so überzeugend und eindeutig zu einer politischen Generallinie ihrer Staatslenker, zu einer politischen Arbeits­gemeinschaft ihrer Regierungen ihr Ja gesprochen. Niemals zuvor waren Fahnen und Triumphphorten, Paraden und Aufmärsche, Jubelstürme und Heil­rufe so unmißverständlich Ausdruck eines den Tie­fen der Volksseele entspringenden Bekenntnisses zu einem gemeinsamen politischen Ideal, zu einer glei­chen weltanschaulichen Grundhaltung als Ergebnis der Lehre einer ähnlich verlaufenen geschichtlichen Entwicklung. sSie bat beiden Völkern^ Deutschen wie Italienern, nach Jahrhunderten gemeinsamer Kraft- entfaltung in dem großartigen Versuch einer poli­tischen Synthese imHeiligen römischen Reich deut­scher Nation" und nach weiteren Jahrhunderten der Zersplitterung und Ohnmacht erst im Zeitalter Bis­marcks und Cavours die nationale Einigung ge­bracht.

Nur mit Mißtrauen sind die beiden Nachzügler im Kernland des Erdteils von den übrigen, sich lange schon des Genusses ihrer Einheit erfreuenden europäischen Großmächte in ihrer Mitte ausgenom­men worden, und bitter haben sie um ihren Platz an der Sonne", um die Durchsetzung ihrer natürlichen Lebensrechte kämpfen müssen, die ihnen, denHabenichtsen", die saturierten Mächte immer wieder vorzuenthalten versucht haben. Die Gründung des ostafrikanischen Imperiums "durch Mussolini und die Schaffung des Groß- deutschen Reiches durch Adolf Hitler sind Phasen dieses Kampfes, die wir alle klapsenden Herzens und voll staunender Bewunderuna miterlebt haben. Und aus diesem gemeinsamen Erleben der endlichen Es'ülluna alter großer nationaler Ideale beider Völker, die ohne das Verständnis und die Ach­tung des einen für die Lebensnotwendigkeiten des andern undenkbar gewesen märe, hat die deutsch­italienische Freundschaft die stärksten Impulse emp­fangen. So ist des Führers Jtalienreife wohl ein Staatsbesuch, der diese Freundschaft vor aller Welt unterstreichen soll, aber die Italiener selbst haben ihm mit ihrer aus südländischem Temperament allein nicht erklärlichen beispiellos enthusiastischen Bekundungen der Liebe und Verehrung für den Führer und Einiger der deutschen Nation jenen ein­maligen Charakter gegeben, von dem wir schon sprachen. Das ist nicht Erregung des Augenblicks, das ist keine flüchtige Sensation, keine oberflächliche Lust, die Feste zu feiern, wie sie fallen, sondern der leidenschaftlich sich äußernde Wille, dem aus tiefstem Herzen Dank zu sagen, der in kritischer Stunde des wiedererweckten römischen Imperiums sich als Freund bewährt hat. Und in dem unver­gleichlichen Glanz der strahlenden Feste inmitten der monumentalen Zeugen einer stolzen Vergangenheit, in den großartigen Demonstrationen der militäri­schen Macht des Imperiums verschafft sich das selbst­bewußte Lebensgefühl eines Volkes Geltung, das nach langen Jahren schweren inneren Ringens glücklich ist, im Faschismus seine neue Lebensform gefunden zu haben und nun mit Genugtuung fest­stellen darf, daß diese neue Lebensform ihre erste Feuerprobe bestanden hat. Auch hier zeigt sich ein Gleichklang der Seelen beider Völker, der fester zusammenhält, als papierne Verträge

Es ist selbstverständlich, daß der Staatsbesuch des Führers sich nicht in rauschenden Festen erschöpft, daß die Begegnung der Führer zweier großer be­freundeter Nationen und ihrer nächsten Mitarbeiter vielmehr villkommenen Anlaß zu ernster politischer Aussprache bietet, besonders da eben er ft die Wie­dervereinigung Oesterreichs mit dem Reich sowohl wie die durch den Osterakkord Ptngeleitefe englisch- italienische Aussöhnung neue Aspekte für die poli­tische Sage Europas geschaffen haben So werden der ersten längeren politischen Aussprache im Pa­lazzo Venezia am Mittwoch gewiß noch weitere Besprechungen gefolgt fein und erwartet werden können Wenn aber eine gewisse Auslandspresse in herunter übler Sensationshascherei, die bei der Be­gegnung von Rom nicht auf ihre Kosten ni kommen fürchtet, schon damit einsetzt, die politische Atmo­sphäre durch eine ebenso verständnislose wie un­sinnige Gerüchtemacherei zu vervesten, so wird die klare Svrache der politischen Wirklichkeit diesem Treiben bald ein Ende machen. Der(Fordere della Sera" warnt die Gerüchtemacher. Die Erfahrungen müßten lehren, so schreibt er, bei dem Versuch des Rätselratens sehr vorsichtig zu Werke zu gehen. Man könne bis jetzt nur zwei Schlüsse ziehen: die Achse BerlinRom bleibe nicht nur intakt, sondern werde noch gestärkt aus den Besprechungen hervor­gehen und die gemeinsamen Interessen der beiden Länder würden noch stärker und einträchtiger ver­fochten werden. Jede der beiden Regierungen werde jene Selbständigkeit behalten, die ihr erlaube, mit Dritten nach Bedarf freundschaftliche Abmachungen abzuschließen.

Diese eindeutige Feststelluna des rhfienifcher Blattes macht auf eklatante Weise den Untrrschied klar, der in Grundsatz und Methode die beiden wich-

Glänzende Truppenparade in Rom.

Herrliches Schauspiel beim Vorbeimarsch aller Truppengattungen des italienischen Heeres.

3n der KömMoae.

Rom, 6. Mai. (DRB ) Seit den frühesten Mor­genstunden sind die Straßen und Platze, die der König und Kaiser, der Führer und der Duce auf dem Wege zur Truppenschau durchfuhren, von dichten Menschenmassen eingefaßt. Die Bia bei Trionfi ist eingefaßt von den Tribünen der Ehren­gäste, in deren Mitte gegen den Monte Celio d i e Königsloge errichtet ist. Die Brüstung zeigt ein Relief mit der Darstellung des altrömischen Heereslebens. Sie ist in der Mitte mit dunkel­weinrotem Samt abgedeckt und trägt das Wappen des Hauses Savoyen. Ein Säulenbau überdeckt die tufenartig erhöhten Sitz^ der Königsloae. Vor der Königsloge steht die Ehrenkompanie der Grena- tieri di Sardegna. Die Wache an der Königsloge versehen riesige Königskürassiere mit silbernem Küraß und Helm mit Roßschweif. An der Truppen­schau ist das Heer mit 50 000 Mann, 2500 Pferden, 600 Kraftwagen, 320 Krafträdern, 400 leichten und schweren Tankwagen, 200 Mörsern und 400 Ge­schützen beteiligt.

Kurz nach 9.30 Uhr treffen die Begleiter des Führers mit dem italienischen Ehrendienst ein. Gleich darauf werden die Königin und Kai­serin Elena, die Prinzessinnen Maria und Mafalda von Hessen, letztere mit ihren beiden Söhnen in HJ.-Uniform, mit stürmischem Beifall empfangen Wenige Minuten nach 10 Uhr erscheint der Führer zur Rechten des Königs und Kaisers in der Loge. Links vom König steht der Duce, während die Nationalhymnen gespielt werden.

) m..Basso romano.

Faschisten aller Gattungen eröffnen den Vorbeimarsch.

Kaum hat sich der Sturm der Inbelrufe gelegt, bg rücken die Abteilungen der Balilla mit ge­schultertem Gewehr in 24er-Reihen heran. Voran die Trompeter, ihre Instrumente schwenkend. In tadelloser Ausrichtung folgen die faschisti­sche Frauenakademie in schwarzer Uniform mit weißen Handschuhen und die Legion der fa­schistischen Frauen. Mit geschultertem Spaten reiht sich die A r b e i t e r I e g i o n an Sie füllt die ganze Breite der Straße aus. Als dem Duce zugejubelt wird, winkt Mussolini ab. Aber Adolf Hitler unterbricht seine Handbewegung. Gleich­zeitig setzt neuer Jubel ein. Der Duce und der Füh­rer danken nun beide aufeinanderweisend.

Aoantguardisten und Jungfaschisten sind die ersten, die im neuen römischen P a- radeschritt, impasso romano, vorbeimar- schieren. Bereits von weiten! hallt ihr taktfester Schritt auf dem Pflaster wider. Die mustergültige Ausrichtung und die straffe Disziplin wird von stür­mischem Beifall begleitet. Die Legion der Faschi - stischen Akademie für Körperkultur in schmucker dunkelblauer Uniform mit weißem Leder­zeug leiH zu den Militärschulen und Akademien, zu den Fliegerkadetten über. Alle zeigen den sehr viel Körperbeherrschung erfordernden neuen Parade­schritt in vorbildlicher Eraktheit. Die Legion der Carabinieri-Schule, die Bandiera di Pastrenqo, die eine der älteften Fahnen mit sich führt, wird mit besonderem Beifall empfangen. Den Abschluß der ersten Gruppe bilden das 1. und 2 Grena­dier-Regiment, sowie das 81. Infanterie- Regiment in 22er-Reihen. Sie tragen zum erstenmal

die roten Krawatten, die den vier Regimentern, die aus den Regimentern Garibaldis hervorgingen, ver­liehen sind

Die zweite Gruppe stellt die f a s ch i st i f ch e M i- l i z. Unter Führung des Generalkonsuls der Miliz, Antonelli, marschiert als erste die Genturi des Duce, dieM usketiere des Duc e", in ihrer wundervollen Uniform mit dem silbernen Besteck vorbei. Es folgen drei Legionen der Miliz, dar­unter die Grenzmiliz in khakifarbenen Jacken mit Alpini-Ausrüstung, ferner die Uni» versitätsmiliz, die ihre Ausbildung im nor­malen Formationsdienst neben ihrem Studium er­halten. Den Beschluß bildet Kolonialpolizei mit rotem Helm und hohen braunen Stiefeln. Alle marschieren im passo romano vorüber.

Die Truppen.

Die beschwingte Weise des Prinz-Eugen-Marsches kündet die dritte Gruppe an, die Oberst Trionfi führt. Von nun an marschieren die Formationen wieder in dem alten, schnellen Marschtritt. Diese Gruppe umfaßt die Begleitwaffenbatail­lone der Grenadier- und Jnfanterieregimenter, ein Mörser» und ein Tankabwehr­bataillon. Die Waffen werden auf Mauleseln mitgeführt. Jeder Gruppe schließen sich die Al­pin i - R e g i m e n t e r an, ein Bataillon Alpini aus Dalmatien mit Eispickeln und alpinem Gerät

mit einer Skikompanie, ferner Gebirgsartillerie mit Tragtieren. Alle Gebirgsformationen tragen an ihren Berghüten die Adlerfeder.

Die königliche Marine stellt die von Konter­admiral L o m b a r d i geführte fünfte Gruppe, die aus der Unteroffiziersschule des Marinekorps mit weißen Tellermützen, grauem Lederzeug und Ga­maschen besteht. Die Unteroffiziersschule des Flie­gerkorps ist dieser Gruppe angeschlossen, deren Beschluß die faschistische Marineschule, eine Artillerieabteilung, bildet, die vor der Ehren­tribüne Exerzierübungen, Abprotzen und Feuer­bereitschaft vorführt. In acht großen Omnibussen nähert sich dann den Tribünen die römische Legion der Schwerkriegsbeschädigten, zumeist Blinde. Zu ihren Ehren erhebt sich alles von den Plätzen und grüßt sie mit dem faschistischen und dem deutschen Gruß.

Brigadegeneral F o r g i e r o führt die sechste Gruppe an, die mit dem 4. Infanterie-Tank» r e g i m e n t beginnt, kleinere Zweimanntankwagen, bei denen der Schütze während der Vorbeifahrt die Ehrenbezeugung erweist. Gruppen besonders schnel­ler kleiner Tankwagen, die zum Teil Namen von den spanischen Schlachtfeldern tragen, Genietruppen, Nachrichtenabteilungen, Scheinwerferbatterien, Gas­waffen und Entgasungsabteilungen, Flammenwer­fer mit feuerfesten Anzügen, sämtlich mit Gas­masken ausgerüstet, beschließen die Abteilung. Die vorletzte Gruppe bilden die motorisierten

-

MW-sE.

Mr

Ein Blick auf die Ehrentribüne während der Truppenparade in Rom. Links neben dem italienischen Königspaar der Führer und der Duc e. Rechts von der Königin Reichsaußen­minister von Ribbentrop und der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht General Keitel. (Bildtelegramm Scherl-Bilderdienst. Hoffmann-M.)

tigsten Faktoren des europäischen Kraftfeldes, die englisch-französische Entente und die deutsch-italie­nische Zusammenarbeit trennt. Wenn es auch ein Zufall ist, daß der deutsch-italienischen Begegnung in Rom die französisch-britische Ministerkonferenz in London direkt vorausgegangen ist und zwischen beiden keinerlei irgendwie gearteter Zusammenhang besteht, so fordert doch die Tatsache zu Vergleichen heraus, daß bezeichnenderweise die in London ver­einbarte Verstärkung der militärischen Zusammen­arbeit in der Presse beider Länder den weitaus stärksten Widerhall gefunden hat, während in Rom immer wieder der Wille zu enger Zusammenarbeit in der Erhaltung, Stärkung und Sicherung des Friedens mit allen, die das gleiche Ziel vor Augen haben, in die erste Reihe gerückt wird. Wie Deutsch­land die Anbahnung einer britisch italienischen Aus­söhnung lebhaft begrüßt hat, so sind wir überzeugt, würde man in Rom jeden Versuch, das deutsch- französische Verhältnis auf die Grundlage gegen­seitigen Vertrauens und gutnachbarlichen Einver­nehmens zu stellen, warm willkommen heißen. Wie die Schaffung des Großdeutfchen Reiches und der Osterakkord zwischen Italien und England Erfolge des Friedens waren die die Interessen keiner dritten Macht berührt haben, so ist auch von dem Besuch des Führers in Rom und seinen Bespre­chungen mit dem Duce kein politisches Ergebnis zu erwarten, das dem europäischen Frieden abträglich sein könnte. Das würde der Grundtendenz der Achse Berlin-Rom strikt zuwiderlaufen, deren innere Stärke und äußere Anziehungskraft ja grabe dar­auf beruht, daß nur die Achtung der nationalen Lebensinteressen eines jeden Volkes die sichere Bürgschaft für eine neue, gesunde und organische "uropäische Friedensorbnung ist

Ob man in der britisch französischen Entente ein gleiches Element des Friedens jehen darf, muß nach

den Erfahrungen, die die Welt vor zwanzig Jahren mit sehr ähnlichen Generalstabsbesprechungen, wie sie soeben in London wieder verabredet worben sind, gemacht hat, mit Fug unb Recht bezweifelt werben. Frankreichs beharrliche Vorliebe, seine Sicherheit in formalen Bindungen statt in einer realen Interessengemeinschaft zu suchen, widerstrebt einer wahren Friedensordnung, die der natürlichen Entwicklung Raum lassen und darauf ausgehen muß, die Ursachen von Spannungen zu beseitigen, statt ein schleichendes Uebel zu konservieren, bis die Lebensnotwendigkeiten der Völker sich schließ­lich doch stärker erweisen als die morschen Pfähle eines noch so fein ausgeklügelten Beharrungs­systems. Der nationalen Gerechtigkeit und der poli­tischen Vernunft als den Bahnbrechern einer neuen gesunden Friedensordnung die Wege zu ebnen, wird man sich in Rom wieder zusammenfinden und jeden zur Mitarbeit einlaben, ber ehrlichen Herzens unb offenen Sinnes für bie (Frforberniffe ber Zeit, die Zukunft Europas sichern zu helfen, willens ist.

Dr. Fr. W. Lange,

Empfang der Hasch stischen Partei für Rudolf Heß.

Der Generalsekretär der Faschistischen Partei, Ex­zellenz S t a r a c e , veranstaltete am Freitagmittag zu Ehren des Stellvertreters des Füh­rers im Forum Mussolini einen Empfang, der führende Persönlichkeiten der Faschistischen Partei und der NSDAP, vereinte. Nach Beendigung des Frühstücks geleitete Exzellenz Starace seinen Gast, der den Ehrendolch der faschistischen Miliz angelegt hatte, durch die Räume unb erklärte ihm die An­lagen des großartigen Forum Mussolini Zum Schluß des Empfanges gab eine Kapelle ber faschisti­schen Jugend dem Stellvertreter des Führers ein

Konzert mit Kampfmelodien der faschistischen und nationalsozialistischen Bewegung.

Festlicher Empfang aus dem Capitol.

Die Stadt Rom ehrt den Führer.

Am Nachmittag erfolgte die offizielle Begrüßung des Führers durch r ft Colonna, den Gou­verneur von Rom. Bis zur Piazza b'Araceli, auf ber sich Capitol unb Senatorenpalast erheben, bil­deten Truppen und Miliz Spalier. Dann wurden die Gäste von Dienern, in den Farben der Stadt weinrot und gelb in den Saal des Capitols ge­leitet. Dieser Saal trägt den Namen Julius Cae­sars, dessen Marmorstandbild vom hohen Sockel den Führer bei seinem Eintritt grüßte. Hier hat­ten sich rund 500 Gäste eingefunden, die Elite von Staat, Partei und Aristokratie. Trompetenstöße künden das Nahen des Führers, ber die Königin und Kaiserin führt, und Viktor Emanuels III., der seiner Tochter Prinzessin Mafalda von Hessen, den Arm gereicht hat. Prinzessin Maria wird von Außenminister von Ribbentrop geführt. Vor ihnen schreitet ber Hausherr, F ü r st Colonna, mit ben Würdenträgern ber Stabt.

Dann beginnt bas Hauskonzert. Benjamt.no Gigli singt bie Arie ausTosca",Unb es blitzen bie Sterne" unb ein bekanntes neapolitanisches Volkslieb Die Sopranistin Caniglia trägt bie Arie ber Mimi ausBoheme" vor. Nach bem Kon­zert gab Fürst Colonna einen Tee. Dann begab sich ber Führer wieder nach dem Quirinal zurück, wobei er, wie schon auf der Hinsah'-t. neben der Königin im ersten Galawagen Platz genom­men hatte. Königskürassiere begleiteten den Zug.