laungskraft ver- Kieselsäure. Das
Buntes Allerlei
und
Rumpf emporgetrieben werden kann, (o daß es die und Marmelade sind. Wenn man einmal einen ei - Oberfläche des Eises erreicht, nachdem dieses mit ^geborenen Jungen, mit nichts als einer Halskette
ufer auf den europäischen Kontinent verschob, hatte
man
Fort-
Fürsorge werk, der !ung, der werk, das ehandelte, eMun- 5 Reichs-
Nock und Hose.
Don Sigismund v. Radecki.
eßen.
auch
Nr. 67 r. 3170
18970
hilft immer der angenehm schmeckende Pfefferminztee. Der Geschmack ist so gewürzig, daß viele Leute zum chinesischen Tee ein paar getrocknete Minzenblätter zufügen. Auch bei unseren Haustieren können wir die getrockneten Pfefferminzblätter zu jeder Zeit gebrauchen. Der Tee hilft Katzen, Hunden und Hühnern, wenn einmal ihre inneren Organe in Unordnung geraten sind.
Weniger bekannt ist der kleine Odermennig. Er wächst auch auf dem trockensten Boden. Seine langen' Wurzeln schickt er tief in die Erde. Die Blüten sind gelb, und die ganze Pflanze ist haario. Ein Tee von den Blättern des Odermennigs hilft
Der bekannte deutsche Sportsegler Kapttan S ch N m. bad) startete am Freitag von Hamburg aus wieder zu einer Alleinfahrt über den Ozean. Hier sieht man Kapitän Schlimbach vor seinem neuen Boot „Störte- becker IV". Das Ziel ist die Insel Trinidad an der Notdküste Südamerikas. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Emanzipation. , , . f
Und drittens tritt die Hose als Maske auf, als Hosenrolle. Das Weibliche schimmert durch den Kon- traft der Manneshülle um so sieghafter hindurch. Vorläufig wenigstens.
Hier nun, bei der Verkleidung, zeigen Rock und Hose die seltsamsten Eigenschaften. Frauen m Hosen verlieren nichts von ihrem Weibtum, sondern setzen es in kokette Anführungszeichen. Und nun muß leider gesagt werden, daß dieser erotische Reiz der weiblichen Hosenrolle immer mehr abnimmt! Daß Frauen Hosen tragen, wirkt solange reizvoll, als sie für gewöhnlich keine Hosen tragen.
Sollte der Betrachter also in dem weltgeschicht.
Problem der —------
setzen. Doch schon war eine neue Kultur im den, die das Geistige so tief im M—sch— u wie keine zuvor — und wieder wurde die Hose im wesentlichen; , zurückgedrängt. Und dabei war diese religiöse Kul-1 ^tandesunterschiede aus. V u n , ... , . .< •<.....ii 1 nto hör nrnrt
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oder eines Sports) — und ist daher in gewissem Sinne passiv geworden. Sie verändert sich nicht von sich selbst aus. Sie verzichtet auf Standes-, Geschlechts- und Schmuckunterschiede, denn vor der Arbeit sind alle gleich — wie es einst alle vor der
Kapitän (Schlimbach segelt wieder allein über den Ozean.
bindung mit der Außenwelt stets gesichert; das Unterseeboot wird mit einem. Türmchen versehen sein, das verlängert und viele Meter aus dem
Heilpflanzen an Giraßengräben und Eifenbahndämmen.
jlc-ft und kräftigt.
$n den Gräben, die Wasser fuhren, finden wir bi. wilde Pfefferminze. Wer kennt sie Nicht?. 6c. on von weitem strömt ihr Duft zu uns. Wir Micken die zarten, weichen Stengel mit allen Wittern und sorgen dafür, daß wir davon einen wcsßen Vorrat haben. Das Jahr ist lang. Wie oft eilt es Magenschmerzen, Darmerkrankungen. Da
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Ameisen als Leckerb ffen.
Wenn auch der Fleiß und die Klugheit der Ameise uns schon in alten Fabeln als Vorbild hingestellt wird, so hat der.Mensch dock) gegen diese Tiere eine nicht ganz unberechtigte Abneigung, denn sie können ihn arg plagen, und zwar besonders die großen tropischen Vertreter dieser Tiergattung. Doch findet man in manchen Gegenden für die Unannehmlichkeiten, die man durch die Ameisen erleidet, eine Entschädigung, da sie als Leckerbissen gesucht werden. Dies ist z. V. mit der fliegenden Ameise im Uganda-Gebiet der Fall. „Man findet hier", erzählte ein Reisender, „beständig große rote Ameisenhaufen, die durch ein grobes Dach aus den Stielen des Elefantengrases abgeschlossen sind. An nebligen Tagen in gewissen Jahreszeiten .fliegen die Ameisen ou5‘. Dann rennt alles herbei, Männer und Frauen, Knaben und Mädchen. Manche breiten ihre Kleidungsstücke über das Dach und fangen so die Ameisen zu Hunderten; andere fassen sie mit den Händen und stecken sie sofort in den Mund. Selbst die Hühner beteiligen sich an dieser Jagd. Man reißt den Tieren die Flügel aus und verspeist sie dann roh. Wohl- chmeckender aber sind sie, wenn sie gekocht sind, dann gelten sie als größter Leckerbissen, und ich kann ver- ichern, daß sie ein vortrefflicher Ersatz für Homg und Marmelade sind. Wenn man einmal einen ein-
$ein Zweifel, wir stehen im Zeichen des Mtts der Hose. Die erste Bresche ins männliche , icsenmonopol schlug das Fahrrad — triumphre- ietib strampelten die ersten weiblichen Pumphosen iurch die europäische Öffentlichkeit. Dann kam die 'bvjamahose, dann die Reithose. Die nächste große Ütade ritt der Schneider Poiret mit dem Hosen- uck von 1912. Sie wurde abgeschlagen; das waren i rn.r die Vorboten des nahenden Sturmes. Denn um 1920 setzte die Generaloffensioe der Hose gegen dm Rock ein: zu der Pyjamahose, der Reithose ge- ftllten sich allmählich die Schihose, die Strandhose, dr Trainingsanzug, die Tennishose, die Negligees — und heute'erleben wir den erneuten Ver- M), den Hosenrock auf unseren Trottoirs einzu- kirgern.
Selbstverständlich 'st der Bürgersteig der strate- Siche Schlüsselpunkt der Stellung. Keine Frau ris- liirt es, auf dem Bürgersteig zu rauchen — wie- iwhl sie's im danebenstehenden Auto ruhig tut. Sine Frau riskiert es, im Trainingsanzug über | §>n Bürgersteig zu gehen — wiewohl sie im selben ^oiningsanzug ruhig das Trottoir entlangradelt, frft beim Hosenrock geht es ums Ganze: well er Beginn Anspruch auf Trottoirfähigkeit macht.
Ist die fortschreitende Derhosung zu begrüßen 't-r zu bedauern? Suchen wir sie vor allem erst
1 mal zu verstehen. Die Natur hält es ja
mit den Hosen; wie aber hält es die Kultur l.iot ihnen, wie mit der Kleidung überhauvt?
Die Repräsentationskleidung ist geistig, und dar- ! ttti herrscht in ihr der Rock vor. Denn der Rock Müllt; er unterstreicht die Körpersenkrechte und ’ ont das Geistige. Der Richtertalar, die Soutane, ?- Krönungsmantel — sie alle wollen das Geistige lr Menschen ausdrücken.
3n der Antike herrscht der Rock vor. Hosen galten | ür entwürdigend, verweichlichend, barbarisch
das nicht allein wegen des wärmeren Klimas »difer Mittelmeerkultur. Denn für die Antike war lk^-idung hauptsächlich Repräsentationskleidung. |i* er sie war zugleich eine Kultur der Nacktheit: Iff^-ider verhüllten — wie unser Bademantel. Der I-Lierschied der Kleidung der Geschlechter war so Illing, daß der heutige Dolksmund eine ausgegra- k'Ne Statue La Fanciulla („Das Mädchen") nen- ||’1*'1 konnte, während sich nachher herausstellte, daß zk'- ein Standbild des Apollo war.
Als sich der Kulturjchwerpunkt vom Mittelmeer»
lagen unb notwendig, aste davon durch die -inen einen
I und Ver. nittelabsalle [)t nur am unqen entaste bisher and Groß'
bei Erkältungen, ist auch besonders gut zum Gurgeln bei Mandelentzündung. Außerdem wird er als Zusatz zu Fußbädern benutzt. Die Heilwirkung des Odermennigs kommt in der Hauptsache von seinem hohen Gehalt an Kieselsäure.
Ebenfalls auf ganz trockenem Boden gedeiht der hohe Rainfarn. Er wird über einen Meter hoch und ist leicht zu erkennen. Seine Blütendolden sind goldgelb. Der Rainfarn ist bekannt als ein gutes Mittel gegen Würmer, auch bei Blasen- und Nierenleiden findet er Anwendung. Ebenso wird die dornige Hauhechel, die an den Wegrändern blüht (rosarot, Schmetterlingsblütler), bei Nieren- und Blasenleiden angewandt. Die Wurzeln und Blätter werden gesammelt. Verwechseln darf man die dornige Hauhechel (sie hat abstehende Dornen und wächst ziemlich aufrecht) nicht mit der kriechenden Hauhechel. Neben der echten Kamille gibt es ja auch die sogenannte Hundskamille, die aber als Heilpflanze nicht brauchbar ist. Aber diese Kamille hat viel größere Blüten, und außerdem fehlt ihr
Der Rock hatte sich zu einem Erotischen gewan- i beit und war, so oder so, Gegensatz zum Körper geworden. Und nun sehen wir die Glocke des weib- lichen Rockes sich im Laufe der Jahrzehnte bald zum Reifrock aufblähen, und bald wieder zusammenschrumpfen — stets aber ist es eine erotische, frauenselige Zeit, die die weitesten Reisrocke aufw'eist: die Deläsques- und Don-Juan-Zsit in Spanien, die Pompadour-Zeit in Frankreich, endlich die Zeit der Kaiserin Eugenie.
Jene Jahrhunderte, wo die Tendenz erotischer Unterscheidung in der Kleidung vorherrschte — selbstverständlich lebte die der praktischen Zweck- Mäßigkeit daneben fort — sie brachen mit der fran- -ö fisch en Revolution zusammen. Es entstand unsere heutige Männerkleidung, die „Sanskulotte, wie
der aromatische Geruch, der die echte Kamille aus- zeichnet und sie sicher erkennen läßt.
Ein lästiges Unkraut auf dest Aeckern ist der Erdrauch. Aber als Heilpflanze sammeln wir diese unscheinbaren Kräuter und heben sie auf. Fast jeder Llutreinigungstee enthält Erdrauch. Außerdem hilft ein Erdrauchtee bei Hämorrhoiden. Er ist' leicht an seinen graugrünen Blättern und rosa Blüten zu erkennen. Die Blätter sind stark gefiedert. Ein weiteres lästiges Unkraut ist der Acker- s ch a ch t e l h a l m. Er wird auch Zinnkraut genannt, weil man früher kupferne und zinnerne Gefäße damit reinigte. Die Reinigungskraft verdankt er seinem hohen Gehalt an Kieselsäure. Das Vieh verschmäht den Schachtelhalm. Eine Tee vom Saft des Schachtelhalmes wirkt bei Blasen- und
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eine Epoche, wo der Unterschied zwischen ÜRann | Denn die hundertfünszig Jahre seit der franzo- und Frau (den man beileibe nicht als etwas Un- suchen Revolution waren die gewaltigste Arbells- veränderliches auffassen darf) sich außerordentlich epoche, die die Weltgeschichte bis jetzt gekannt hat. steigerte. Dennoch trug diese Zeit der Reiter, der. Was ist nun das Charakteristische dieser Ten- Ritter über den Hosen des Kettenpanzers den Rock benz der Werkkleidung? Sie paßt sich nicht allem — das geistliche Gewand, welches zugleich das der bem Körper, sondern auch dem Werk an, mit dem Engel 'unb der Seligen war. , \ dieser Körper beschäftigt ist. Sie drückt nicht eine
Dann kam der Zusammenbruch, der innere wie geistige und erotische Tendenz aus, sondern b:o lieber äußere: die Gegenpäpste und der schwarze Tod. sonderen Bedingungen einer Tätigkeit (einer Arbeit die Pest. Das entscheidende Jahr ist etwa 1350. - - —
Und nun sehen wir, wie mit der Erschütterung des religiösen Grundgedankens sich die andere Klei- dungstendenz, die der erotischen Unterscheidung, mehr und mehr durchsetzt: die Hose dem Manne, der Rock der Frau.
Das ist etwas Neuartiges — die Hose wird zum erstenmal in der Geschichte Bestandteil der Kulturkleidung! Vergleicht man das hemdartige Gewand Walthers von der Vogelweide oder einer byzantinischen Kaiserin mit den Kleidermoden, wie sie etwa der jüngere Holbein ausgezeichnet hat, so fällt jetzt geradezu die Betonung des Körperlichen auf. Der Rock ist genau das Gegenteil von dem geworden, was er früher war: im Hochmittelalter das Gemeinsame, den Unterschied verhüllende, w'rd er jetzt zum Symbol der Weiblichkeit. Und zwar vor allem durch das Mieder, welches den sollenden Faltenfluß stauend einengt, um den Menschen in ein Oben und Unten zu teilen.
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Während also die Frauenkleidung einstweilen noch erotisch betont blieb, begann die Männermode bereits die eigentümliche Passivität der Werk- kleidung aufzuweisen. Und heute, in der Zeit nach dem Weltkriege, sehen wir ein Fortschreiten der Werkkleidung (d. h. der Hose) — wir scheinen uns einer Epoche zu nähern, wo man säst nur noch Hosen tragen wird. Ein Nochmedagewesenes in der Geschichte der Kulturmenschheit.
Schon heute lassen sich an dieser beginnenden Verhosung der Frauenkleidung verschiedene Motive unterscheiden. Erstens gibt es den äußeren Zwang von Arbeit, Sport und Technik. Dis Sennerin auf der Hochalm, die Sportlerin, die Pilotin müssen Hosen tragen. Zweitens aber vermischt sich mit diesem äußeren Zwang der innere Drang nach
Nierenleiden.
Wer kennt nicht den duftenden Thymian? (Quendel.) Am sonnigen Wegrand wächst er in Mengen. Wir gebrauchen ihn in der Hausapotheke. Bei Rheumatismus, Keuchhusten, Erkältungen, auch bei Geschwüren tut er gute Dienste.
Das sind nur ein paar von den vielen Heilkräutern, die uns unsere heimische Pflanzenwelt darbietet. Die allbekannten Holunderblüten, Anden- blüten usw. haben wir noch gar nicht einmal erwähnt. Die hier genannten Unkräuter wachsen fast alle an Wegrändern, Eisenbahndämmen und auf solchem Oedland, das wir immer betreten können.
Aber mit dem Ausreißen allein ist es nicht getan. Die gesammelten Pflanzen müssen ordentlich ausgelegt und getrocknet werden. (Nicht in der Sonne!) Dann erjt sind sie für unsere Zwecke brauchbar. Sie roeroen in leichten Gazesäckchen oder auch in Gläsern, auf denen wir außen den Namen anbringen, aufbewahrt. Im allgemeinen können wir rechnen, daß wir von den gesammelten Blättern und Blüten nach dem Trocknen etwa ein Fünftel bis ein Viertel der frischen Pflanzen als Trockenware erhalten. H—.
Mit dem Unterseeboot zum Nordpol.
Der Polarforscher Hubert W i l k i n s hat sich in Helsingfors aufgehalten und dort neue Erklärungen über seinen Plan, mit dem Unterseeboot gurrt Nordpol vorzudringen, gegeben. „Wenn olles nach meinen Berechnungen geht", sagte er, „so werde ich im nächsten Frühling mit meinem neuen Unterseeboot auf dem Wege zum Polarkreis sein. Die Finanzierung des Unternehmens ist schon weit gediehen, es fehlen nur noch 5000 Pfund von den 20 000, die erforderlich sind. Das Unterseeboot ist auf einer englischen Werst bereits im Bau. Es erhält eine Länge von 22,80 Meter und wird am Bug und am Heck mit Spezialpropellern ausgerüstet. Der Rumpf, der 3,25 Meter Durchmesser hat, besteht aus 2,5 Zentimeter dicken Stahlplatten; der englische Admiralstab hat mit einem Modell eines solchen Tauchbootes bereits erfolgreiche Versuche gemacht. Die Abfahrt wird von einem nördlichen Hofen Norwegens erfolgen, von wo ich unter dem Polareise nach der Barrowspitze in Alaska fahren werde. Der Nordpol ist heute von einer Reihe meteorologischer Stationen umgeben, die aber nur mit Grönland, Franz-Joseph-Land und Sibirien in Verbindung stehen, während bei Alaska keine derartige Station vorhanden ist; deshalb will ich mit meinem Unterseeboot dos fehlende Glied in dieser Kette bilden, indem ich als Operationsbasis einen Punkt zwischen dem 80. und 90. Breitengrad nehme. Wsnn eine meteorologische Station auf dem Polareis errichtet wird, so ändert sie ständig ihre Lage, wenn das Eis sich in Bewegung setzt, und die wissenschaftlichen Beobachtungen verlieren ihren Wert. Ein Unterseeboot kann dagegen ohne Schwierigkeit dauernd an der selben Stelle gehalten werden. Da ich im Laufe meiner langen Polarfahrten festgestellt habe, daß die Eisdecke an keiner. Stelle , die Dicke von 3 Meter überschreitet, ist die Der-
Oie Giraffe auf der Wanderschaft.
Ganz England war dieser Tage in Aufregung wegen der Giraffe „George", Die vom Clifton- . Zoo in England noch dem schottischen Natronol-Zoo in Corstorphine überführt werden sollte. Unterwegs stieß der Transport auf die größten Schwierigkeiten, weil— alle Straßenübergänge für George zu niedrig waren. Nach vielen vergeblichen Bemühungen, an denen das ganze Land belustigt teilnahm, wurde schließlich der einzige Ausweg gewählt, die Girafie z u S ch i f f nach Schottland zu bringen. Dos Ereig- , nis weckt die Erinnerung an eine der ersten Giraffen, die in Europa gesehen wurde, deren Transport damals jedenfalls noch mehr Kopfzerbrechen mochte als jetzt der von „(seorge". Die Giraffe war im Jahre 1827 dem König Karl X. von Frankreich von einem östlichen Potentaten zum Geschenk gemacht worden. Das vielbestaunte Tier kam zu Schiff in Marseille an, aber nun erhob sich die Frage, auf welche Weise man es nach Paris ober vielmehr nach St. Cloud, wo der Hof residierte, bringen sollte. Die damaligen Gefährte waren nicht für die Ausmaße einer Giraffe berechnet. Es wurde zuerst vorgeschla^ gen, einen besonderen Wagen für sie zu bauen, doch die Schwierigkeiten erschienen doch zu groß, und nach langem Hin und Her wurde beschlossen, daß die Giraffe zu Fuß gehen sollte. Die Entfernung beträgt 800 Kilometer. Dafür brauchte die Giraffe vier Wochen. Tausende von Marseillern begleiteten sie bis Salon de Provence, wo sie von Einwohnern dieser Stadt ersetzt wurden, und so fort, den ganzen Weg bis nach- St. Cloud. Eine Kompanie Soldaten bildeten die Bedeckung. Eine Herde von Ziegen wan- derte mit, um den Milchbedarf der exotischen Kusine zu decken. In jeder Stadt von einiger Bedeutung hielten die Behörden Begrüßungsansprachen, und mancher „Ehrentrunk" wurde gereicht. Noch heute findet der Reisende längs der ganzen Straße Paris—Marseille zahlreiche „Caf6s de la Girafe , die zu Ehren des denkwürdigen Tages so genannt wurden, an dem vor mehr als hundert Jahren die Giraffenkarawane hier vorüberzog.
Hilfe von Elektrizität geschmolzen ist. Die drahtlose Station an Bord wird es uns auch ermöglichen, wenn es nötig ist, die Absendung von Flugzeugen für Vorräte und Werkzeuge aus Alaska anzufordern. Die Expedition wird wahrscheinlich drei Jahre dauern. Sieben Mann werden an ihr teilnehmen, zwei Ingenieure, zwei Wissenschaftler, zwei Pilote unb ein Funker. Ich selbst werbe solange wie möglich an Borb bleiben, aber ich benke baran, von Zeit zu Zeit meine Mitarbeiter zu wechseln. Daß mein Versuch überall bas größte Interesse erweckt, zeigt die Tatsache, daß 4700 Mäner unb 600 Frauen aus allen Teilen ber Welt mir ihre Dienste ange- boten haben, um an bem großen Unternehmen sich zu beteiligen. /
betreibet, hoch oben auf einem solchen Ameisenhaufen gesehen hat, wie er mit behaglichem Schmatzen ein Göttermahl hält, bann bentt man besser von Den Ameisen, als es ber Europäer gewöhnlich tut."
Oer neue Frauenfilm.
Die amerikanischen Filmhersteller, bie mit ihren Kassenberichten unzufrieben finb, haben festgestellt, baß bie Frauen nicht mehr so zahlreich wie früher in bie Kinos kommen, und da diese es sind, die gewöhnlich den Erfolg eines Films machen, zerbrechen sie sich den Kopf, wie sie das Interesse der rauen wieder stärker wachrufen können. Mit den alten Liebesgeschichten geht es anscheinend nicht mehr. In einer Sitzung einer großen Filmgesellschaft, in der diese Frage besprochen wurde, machte nun ein längerer Teilnehmer den Vorschlag, man sollte H e Id in - nen irn Leben, die sich auf irgendeinem Gebiet höhere Ziele gesteckt haben, zuFilmheldinnen machen, ohne natürlich die sentimentale Seite ganz zu vernachlässigen. Der Gedanke kblug ein, man wird jetzt bei einer Reihe von Filmgesellschaften Filme dieser Art sehen. Als erster soll em tfilm auf dem Markt erscheinen, in dem Myrna L o Y eine außerordentlich verwegene und tüchtige Fliegerin sein wird, während Clark Gable als Kmo- operateur ihren romantischen Begleiter darstellt. Die Warners werden Kay Francis als Hochbega te Aerztin vorführen, und Aerztinnen werden auch m drei anderen Filmen erscheinen. Die Columbia bereitet einen Film vor, in bem eine Rechtsanwältin bie große Rolle spielt; sie wirb von Gloria Stuart bargestellt. Eine Rechtsanwältin wird auch die Heldin eines Films bei der Paramount sein, die die Rolle Patrick übertragen hat. Schließlich wird Barbara Stanwyck in einem Film „Die verrückte Mr^. Montan" als eine höchst gerissene Detektivin auftreten, die es mit jedem Sherlock Holmes aufnehmen kann. _________________________ z
Sprcchjtunven ver './teoerknon.
11 30 bis 12.30 Uhr 16 bis 17 Uhr Samstagnoch- m'ttaa getchlnffen__
Venn in bcn ersten Frühlingstagen bie Schnee- Söfdjen läuten, bie Veilchen schüchtern hervor- ssmen unb Gänseblümchen am Wegranbe blühen, diren wir auf unb freuen uns ber kommenden £j;c. Jedes einzelne Blümchen entzückt uns, und >je Kinder bringen kleine Sträußchen nach Hause. Da-n aber sanken Blumen und Gräser unter dem cjiiitt der unbarmherzigen Sensen oder Maschinen. ffir)l sproßt wieder junges Grün gar kräftig aus [jrr Boden, wohl blühen wieder die Blumen, aber W Hauptpracht ist zu Ende.
;nb doch gibt es noch gar viele schöne Plätzchen nln' blühenden Blumen und Sträuchern. Das sind ^schmalen Wegränder, die keine Sichel berührte, sind steinige Eisenbahndämme, Straßengräben uni sogenannte Oedländereien. Auf dem armen ßarbe blühten die Ginsterbüsche, die wilden. Kirsch- hoimchen, Holunder unb Weißborn. Nun aber im finr>fommer leuchten bie roilben Lupinen, die stolzen xg igskerzen, der Rainfarn und viele andere Binnen. Unzählige sind es, und darunter ist man- bescheidene Pflänzchen, das nicht nur durch |eif2 Blüte erfreut, sondern das auch als Heil- pilmfle willkommen ist. Der Verbrauch von Heil- piicnzen ist groß. Wenn wir z. B. lesen, baß in Oe.tschlanb von Linbenblüten, Brombeer- und Airbeerblättern nahezu je eine halbe Million Ugramm jährlich in den Apotheken und Droge- ne- umgesetzt werden, bann können mir ermessen, wehe Schätze uns bie Natur schenkt. Eine andere Wellung gibt uns aber auch zu denken: Der Ver- ’ bruch von getrockneten Kamillenblüten beträgt in
Di.tschland über 800 000 Kilogramm. Das stellt eirn Wert von über 1,5 Millionen Mark dar. Aber .. mtezu alle Blüten (90 v. H.) werden aus dem Aillande eingeführt!
. Sir müssen also unsere Augen öffnen und auf Wanderungen und Spaziergängen bie Heilpflanzen ■ faimeln, mindestens für den eigenen Bedarf. Es fowen Tage, an denen wir froh find, wenn wir eir Säckchen mit Kamillen in der Vorratskammer^ Haien. Aber die Kamille, die wohl am bekanntesten ist und auch am meisten bei Krankheiten verwandt md (Erkältungen, Husten, Kopfweh, Augenent,- Innungen, Zahnschmerzen usw.), ist nicht bie' ein- ( |if Heilpflanze, bie braufeen am Wegranbe steht.
IM gibt es noch gar viele anbere, die still und be- Mden warten, bis sie abgeholt werden. Eine ganz keine Auswahl sei deshalb hier angeführt.
f fast auf jedem Wege, auch auf dem trockensten, ochst der Wegerich. Ein Tee von seinen Blät- F les, vermischt mit Bienenhonig, ist wohl das be- liettefte unb beste ßinberungsmittel bei Keuchhusten.
| Üoneben steht bas Hirtentäschel, ein Unkraut, . da- wir auch oft im Garten finden. Es blüht wäh- rtnb des ganzen Jahres. Bei inneren Krankheiten, j och bei Nasenbluten, tut es gute Dienste. Wenn
I die Verdauung gar zu lebhaft ist, hilft es bremsen. Lennen wir nicht auch das kleine, wilde Stiefmütterchen? Am Ackerrande steht es in Missen. Ein Tee aus seinen dreifarbigen Blüten Hilt bei Hautausschlägen. Außerdem ist das Stief- Mtterchen, die Urahne der schönen Gartenblumen, s,h: beliebt bei Blutreinigungskuren. Ueberall sehen vi, auch an den Wegrändern die Schafgarbe, tzqon im Altertum wurden die festen weißen [lliten dieser Pflanze geschätzt. Bei allen Er- Dirngskrankheiten tut ein Lee von Schafgarben- Hiten vorzügliche Dienste. Auch bei Geschwüren, »ftnen Wunden findet die Schafgarbe Verwendung.
Sieben der Schafgarbe leuchten die hellblauen Men der Wegwarte. Die gesamte Pflanze lörnen wir in der Hausapotheke gebrauchen, Blätter, Men und Wurzeln. (Zichorienkaffee!) Nach einer Flinkheit regt der Wegwartetee neuen Appetit an,
— um ■ ■ — t? —. -unrii 11 -in ■ i ----- -- ----- ----- _
• - •* xä l sä’? awrrsssÄ? s s l * tw?« ä -«u
’ Siebe auf. Es begann bie britte | Röcfe unb bie Manner Häsin 'ragen. Am alter- tur bes Hochmittelalters zugleich weit erotischer als'Tendenz, bie der praktischen 6cr | Denn^tnir Menschen"leben davon, datz unsere ®c-
die Antike es war.fite Zeit, der Minne^also Wirkkleidung, mehr und mehr ,°°rzudr.ngen^^^^ ^"zusammengesaßt,nicht -bet zerstört werben.


