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Ur. 155 Zweites Blatt
Mittwoch, b.Zuli 1958
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Aus dem Reiche der Krau.
genen drei Wochen. Die bis dahin notwendigen Produktionsbeschränkungen in der Herstellung von Käse tonnten auf Grund dieses Erfolges feit dem 1. Juni 1938 aufgehoben werden.
Als weitere Erzeugnisse, bei denen nach wie vor ein verstärkter Verzehr erwünscht ist, sind zu nennen: Kartoffeln, Marmelade, entrahmte Frischmilch (soweit zu haben), Trocken- milch pulver, Buttermilch und Qu arg. Noch stärker als bisher sollte sich die Aufmerksamkeit unserer Hausfrauen dem deutschen Pudding- m e h l zuwenden, das unter der Marke „DPM." in ansprechender Aufmachung in Kürze im Verkehr erscheinen wird. Diese Päckchen werden zunächst in den Städten Berlin, Hamburg und Köln und später dann auch im ganzen Reich zum Absatz bereitstehen. Auch die Graupen verdienen mehr Aufmerksamkeit als bisher und sollten nicht in Vergessenheit geraten, denn durch eine Mehrverwendung
von Graupen können wir Bardeoisen sparen, die1
mir sonst für den Bezug von Reis aufwenden müssen.
Auch Sago kann stärker verbraucht werden als man vielleicht gemeinhin annimmt. Sago ist nämlich heute in Deutschland kein ausländisches Erzeugnis mehr, sondern ein vollkommen heimisches Produkt. Sago ist ein Erzeugnis der deutschen Kartoffel. Bei allen diesen Produkten kommt die begrüßenswerte Tatsache hinzu, daß wir Zucker reichlich zur Verfügung haben. Süße Speisen und süße Suppen können sich also gerade im Sommer nicht nur ihrer alten Beliebtheit erfreuen, ihr verstärkter Verzehr ist auch unter Verwendung der genannten Erzeugnisse (auch Haferflocken) volkswirtschaftlich erwünscht. Als letztes bleibt schließlich festzustellen, daß auch im Juli die grundsätzliche volkswirtschaftliche Parole nicht vergessen werden darf, nämlich, beim Verbrauch von Fetten aller Art, von Weizenbrot und von Eiern hauszuhalten.
Mas sollen wir tragen?
PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS
Gin Gang in den Keller.
Von Frida Aisch
„Liesbeth, komm mit, wir wollen die Würzgurken zu Mittag aus dem Keller holen."
, Mutter, sieh doch mal, was ist denn mit den säuern Kirschen, das Glas ist fest zu und innen sind sie ganz schimmlig!"
,Laß sie nur ruhig stehn, Liesbeth, mir können sie heut' nicht brauchen."
Aber dann verderben sie doch!"
''Nein. sieh' mal, das ist ja weißer Schimmel, der ist nicht gefährlich, und sitzt auch bloß oben drauf. Aber wenn der Schimmel bunt schillert, dann muß er sofort entfernt werden, und oft schmeckt schon das ganze Eingemachte danach. Dies hier ist gutmütiger Schimmel, da brauchen wir nur das Glas zu beobachten. Stell' es vorne an, wir verbrauchen es bei nächster Gelegenheit, aber so lange, auch wenn es noch einige Wochen dauert, bleibt das Obst gut."
„Die Marmeladengläser seh'n ja auch so aus, als ob sie alle angebrochen wären! Mutter, hast du etwas davon genommen, sie sind nur noch dreiviertel voll!"
„I bewahre! Es ist aber gut, daß du es siehst. Der Keller hat zu trockene Luft, da sind sie alle eingetrocknet. Wir müssen ein paar Schalen mit Wasser in den Keller stellen, damit dem Uebel abgeholfen wird. Dann trocknen die Marmeladen nicht weiter ein. Aber nun nimm die Gurken und komm', wir müssen das Essen fertig machen."
„Dies Geleegläschen nehme ich auch gleich mit, da find schon wieder ein paar Ameisen drin. Ich werde nachher gleich um die andern Gläser Riegelchen streuen von Asche, dann können die Tierchen nicht darüber fort. Frau Krause macht es auch so." — „Was ist denn mit den Gurken los? Der Estragon und Senf und Dill sitzt oben als dicke Schicht! Und wo ich sie 'rausnehmen will, fallen sie alle auseinander. Ich muß alles wegschütten!"
„Die Gurken riechen doch aber gut — koste erst einmal."
„Mutter, sie schmecken noch ganz wie richtige, kem bißchen verdorben. Jetzt weiß ich auch, was damit ist. Als ich sie einmachte, wußte ich nicht mehr, welche Gläser schon entkeimt waren, und da ist das eine Glas aus Verseh'n doppelt gekocht. Wix machen davon Gurkensoße und alles ist gut."
Llnsere Ernährung imM.
Von Dr. Wolfgang Clauß.
Um es gleich vorweg zu sagen, wir werden auch im Juli reichlich zu essen haben. Vor allem wird im Juli das Gemüse in unserer Ernährung eine noch größere Rolle spielen können als in den vergangenen Monaten. Spargel und Kohlrabi gehören nunmehr allerdings .nicht mehr zu den Gemüsen, die im Juni zum bevorzugten Verbrauch empfohlen werden konnten. An ihre Stelle treten jetzt Tomaten, Blumenkohl und Bohnen. Sowohl für Blumenkohl wie auch für Bohnen beginnt bei normalem Witterungsverlauf im Monat Juli die Haupterntezeit. Auch Gurken werden im Juli voraussichtlich noch reichlich zur Verfügung stehen. In der ersten Hälfte des Monats kann der Gurkenbedarf durch inländische Treibhausgurken und durch Einfuhr aus dem Auslande gedeckt werden, in der zweiten Hälfte wird sodann wahrscheinlich die deutsche Freilanderzeugung reichlich auf dem Markt erscheinen. Bei den Tomaten werden wir ebenfalls nicht nur aus inländischer Erzeugung, sondern auch durch Einfuhren aus dem Ausland gut versorgt sein. Neben diesen saisonmäßig bedingten Notwendigkeiten unserer Ernährungslage haben wir selbstverständlich im Juli auch weiterhin die grundsätzlichen Erfordernisse der deutschen Nah- rungsmittelversorgung zu beachten.
Die Aufmerksamkeit der Hausfrau sollte deshalb auch im Juli wiederum den Fischen gelten. Immer wieder muß darauf hingewiesen werden, daß es zur Entlastung unserer Versorgung auf anderen Gebieten erwünscht ist, auch im Sommer Seefisch in den Küchenzettel einzusetzen. Das heutige Verteilernetz und die heutigen Methoden der Frischhaltung sind aber in keiner Weise mit längst vergessenen Methoden früherer Jahre zu vergleichen. Die deutsche Hausfrau wird diesem Appell zweifellos um so lieber Rechnung tragen, als die Hauptvereinigung der deutschen Fischwirtschaft jetzt eine Regelung der Fischpreise eingeführt hat, die die allgemein erwünschte Beseitigung der Schwankungen bei den Fischpreisen bringt. Wir werden in Zukunft stetige Fischpreise haben, die lediglich in den drei verschiedenen Fangperioden des Jahres unterschiedlich sind. Durch die Einführung dieser Fischfestpreise ist zweifellos eine wichtige Vorausschung für eine weitere Ausdehnung des Fischoerzehrs geschaffen worden. Die Hausfrau weiß nunmehr, mit welchen Ausgaben sie beim Einkauf von Fisch zu rechnen hat. Der besonderen Aufmerksamkeit werden im Juli von den Fischen die Salzheringe und ferner Kabeljau, Rotbarsch und Seelachs empfohlen.
Neben dem Fleisch von Fisch sollte in erster Lime Rindfleisch verbraucht werden. Unser Rindvieh- bestand ist so groß, daß wir viel Rindfleisch zur Verfügung haben. Hinzu kommt, daß wir erhebliche Mengen an Gefrierfleisch aus dem Ausland einführen konnten. Beim Kalbfleisch ist ein normaler gleichbleibender Verbrauch auch weiterhin volkswirtschaftlich richtig. Der im Juli zu erwartende größere Gemüseanfall, insbesondere an Bohnen, wird sicherlich zu einer verstärkten Nachfrage an Hammelfleisch führen. Wir,müssen jedoch davon ausgehen, daß bei Hammelfleisch volkswirtschaftlich im Augenblick ein gleichbleibende Ve^ brauch erwünscht ist. Bei Schweinefleisch müssen wir im Juli mit einem Rückgang der Schweineauftriebe rechnen und unseren Verbrauch dementsprechend einrichten.
Beim Käse haben sich die für den Verbraucher zu beachtenden Grundsätze nicht geändert. Erwünscht ist auch weiterhin ein verstärkter Verzehr von Käst, insbesondere aber von Eiweißkäse, wie Harzer, Mainzer, Schimmelkäse, Limburger und ähnliche. Im übrigen ist es erfreulich, sestzu- stellen, daß die vor einigen Wochen durchgefuhrte Käsewerbung einen ausgezeichneten Erfolg gehabt hat. Der Käseabsatz ist in der Zeit vom 2. bis 21. Mai 1938 bei den verschiedenen Käsesorten um 17 bis 38 v. H. höher gewesen als in den vorangegan-
FürdieRegentage schlagen wir heute einen praktischen Mantel und ein praktisches Cape vor.
D e r R e g e n m a n t e l i n H e r r e n so rm (links) aus imprägniertem Gabardine ist hellbeige. Er hat Raglanärmel, schräggestellte- Taschen mit knöpfbaren breiten K l a p p e n und einen breiten
Die Frau aus der Reise.
Vor jeder Reise erhebt sich die Frage: Was muß unbedingt mitgenommen werden, was ist entbehrlich. Wenn sich auch die Reisekleidung in ihrer gesamten Zusammenstellung nach dem gewählten Aufenthaltsort richten muß — See oder Gebirge, seßhaftes Verbleiben oder Wandern — so gibt es doch einige Grundregeln für das -Reisegepäck, deren Beachtung die Annehmlichkeiten der Ferien erhöht. Es wird nicht die ganzen Wochen des Urlaubs hindurch dasselbe Wetter sein wie am Tage des Packens. Wer bei Sonne abreist, sollte darum doch W e 11 e r m a n t e l und Schirm nicht vergessen; wer im Regen losfährt, hoffe auf künftige schone Tage und nehme leichte Sommersachen mit. Strapazierfähige Schuhe dürfen neben dem leichteren Schuhwerk nicht fehlen. Promenadeschuhchen sind einem tüchtigen Landregen oder Gebirgsgewitter nicht gewachsen. An Strümpfen kann man gar nicht genug einpacken, damit das leidige Stopfen einen unterwegs wenigstens in Ruhe läßt. Hat man em festes Reiseziel, packe man die Kleinigkeiten wie Strümpje, Taschentücher, Kraoatten, Bänder, Handschuhe u. dgl. in kleine bunte Beutelchen; so werden die Sachen geschont, und man hat immer eine schone Ordnung. Wer sich von Ort zu Ort bewegt, sei es mit der Bahn, sei es im Wagen, tut gut, alles was er anderntags zu einem Kleid tragen will: Schuhe, Strümpfe, Gürtel, Handtasche usw. zuoberst m den Koffer zu legen, er braucht ihn dann nicht stdesmal bis auf den Grund zu durchwühlen. Als besondere Bequemlichkeiten nehme man einige zusammenlegbare Kleiderbügel, ein Bürste, zwei Schuhtücher, auch ein bis zwei Reservehandtucher mit Eine kleine Reiseapotheke nut Vaseline Borsalbe, Heftpflaster, Verbandsqaze, Baldrian und Tabletten gegen Kopfschmerzen sollte ebenso wenig fehlen, wie ein kleines Nähzeug. Als außerordentlich angenehmer Reisebegleiter erweist sich em Tauchsieder. der überall angeschlossen werden kann. Mit
G ü r t e l mit Schnalle. Alle Nähte und Säume sind breit a b g e st e p p t.
Das hellgraue Regencape rechts ist aus imprägnierter Seide. Es hat eine Passe mit kleinen Taschen, einen kleinen Kragen und bequeme Schlitze für die Arme. Es ist vorn (nut Büffelhornknöpfen) durchgeknöpft. Auch bet ihm sind sämtliche Nähte a b g e st e p p t. H.
seiner Hilfe ist rasch ein wenig Wasser angewärmt oder man kann sich im Bedarfsfall auch einmal rasch eine.Tasse Tee bereiten.
Hat man nun, zweckmäßig ausgerüstet und ein schönes Ziel vor Augen, seine Reise angetreten, muß man noch einige Dinge beachten, will man wirklich erholsame, durch keine Unannehmlichkeiten getrübte Ferien erleben. Das Gepäck stelle man, wenn man am Fahrkartenschalter seine Fahrkarte löst, immer so auf, daß man es im Blick hat. Handtaschen lege man nicht neben sich, sondern trage sie an ihren Riemen oder klemme sie' fest unter den Arm. Gepäckdiebe, die es an jedem Bahnhof geben kann, haben ein scharfes Auge für solche Nachlässigkeiten. In einem Hotel sollte man, auch bei kürzestem Verlassen, die Zimmertüre abschließen und den Schlussel mitnehmen. Unverschlossene Türen sind für Hoteldiebe eine wahre „Fundgrube".
Man, vor allem die alleinreisende Frau, sei Mitreisenden gegenüber bei aller Freundlichkeit, die sich durch das stundenlange Zusammensein im Abteil oft ergibt, zurückhaltend. Nicht gleich redselig Reiseziel, Beruf, Daheim ausplaudern — solche Vertrauensseligkeit verrät den Reiseneuling, der natürlich Menschen mit unlauteren Absichten besonders anzieht.
Am Bestimmungsort passe man sich dem Stil des Hauses an, das man gewählt hat; ein einfaches verblüffe man nicht durch gewagte Kleidung, in einem eleganteren laufe man nicht als Wanderbursche herum. Das Außerachtlassen solcher Taktfragen gibt oft Anlaß zu Verstimmungen.
Größere Geldbeträge verwahre man nicht im Schrank oder in der Kommode seines Zimmers auf, selbst wenn man beide unter Verschluß hält. In einem großen Haushalt passen oft die Schlüssel der verschiedenen Schränke untereinander. Man gebe die größeren Beträge gegen Quittung im Büro oder bei der Hausleitung in Verwahrung.
Und nun: Gute Reisel D. S.
Die Frau am Badestrand.
Was man vermeiden soll.
Die Ferien- und Badezeit ist da. Eifrig werden vor allem die modischen Vorbereitungen getroffen, die das Leben am Strand verlangt. Die einschlägigen Geschäfte bieten die reizvollsten Neuheiten der Bademode dar: Badeanzüge und -mäntel, Strandkleider, Strandanzüge, langhosig, kurzhosig, durch Capes, Jacken ober fußlange Mäntel zu „Strand- Complets" vervollständigt ... Einfarbige, gemusterte, gestreifte, karrierte Stoffe — fast unübersehbar ist die Fülle. Natürlich wollen alle Frauen am Strand gut aussehen und für alle Gelegenheiten die passende Kleidung zur Verfügung haben.. Sie sind bet der Anschaffung auch nicht kleinlich, wissen sie doch, daß auch die Bade- und Strandkleidung aus guten Stoffen und gut geschnitten sein muß, soll die Trägerin vorteilhaft aussehen. Wie kommt es nun, daß man gerade am Badestrand öfters Erscheinungen bemerkt, die leise belächelt werden? Alles, was sie tragen, ist an sich hübsch, und dennoch ist der Gesamteindruck ungünstig. Warum nur? In den meisten Fällen mangelte 'es der Käuferin an der nötigen Selbstkritik. Sie hat sich durch ein entzückendes Muster, einen originellen Schnitt, eine kühne Farbenzusammenstellung verblüffen und verführen lassen, etwas zu kaufen, was nicht zu ihr paßt. Der Strandanzug, der an einer sehr schlanken Figur, zu Hellem Haar und Heller Haut reizend wirken würde, sieht an der dunklen, etwa fülligen Trägerin etwas komisch aus. Ehe man sich beim Kauf von Badekleidung entscheidet, sei man möglichst kritisch und ehrlich gegen sich selbst und frage seinen Spiegel um Rat. Eine stärkere Gestalt darf niemals einen Hellen 'oder gar weißen Badeanzug tragen; er gehört nur den Sylphidengestalten. Von einer gewissen Hüftstärke an vermeide man auch kräftige Einfarbenanzüge wie Kirschrot, Tütenblau, Blattgrün, Kanariengelb, selbst wenn diese Farben zu Haut und Haar stimmen, sie betonen die Linien zu sehr und sind zu auffällig im Tragen. Für stär- kere Frauen kommen nur dunkle Farben in Betracht, die ja durch einen hellen Besatz, ein eingesticktes Zeichen, Tupfen oder dergleichen aufgehellt ein können. Diskret gemusterte Anzüge find ebenfalls vorteilhaft für sie. Auch Gürtel, vor allem solche in abstechender Farbe, sollten nur Frauen mit sehr langem und schlankem Oberkörper tragen. Bei ihnen bewirkt er eine angenehme Unterbrechung der sonst leicht zu lang erscheinenden Linie, stärkere Figuren werden verkürzt und die Hüften zu sehr betont. Heute werden sehr viele Badeanzüge mit eingearbeitetem Büstenhalter angeboten; sie sind sehr zu empfehlen. Wenn er fehlt, sollte man sich die Mühe nicht verdrießen lassen, einen solchen Halter selbst einzunähen, wobei man darauf achte, daß die Träger des Anzugs mit denen des Halters zur Einheit verbunden werden, damit sie nicht verrutschen können. Einfach und zweckmäßig in Form und Farbe soll der Badeanzug für die stärkere Frau sein, sie wird darin dezent und vorteilhaft aussehen.
Einfach und zweckmäßig — das gilt auch für den.Strandanzug. Nur wer schlanke Seine hat, kann die kurze Hose tragen, aber auch in diesem Fall soll sie nicht zu knapp und zu kurz gehalten fein, sondern sie soll leicht faltig ausfallen und etwa handbreit unterm Knie abschließen. Wer stärker ober sonst nicht ganz tadellos gewachsen ist, bleibe bet der bewährten, immer kleidsamen, nach unten zu weit geschnittenen Hose. Leichte Blüschen oder Pul- lover ergänzen sie, und mit ihnen lassen sich allerhand Abwechslungen erzielen. Je weniger Aufputz sie tragen, desto mehr entsprechen sie dem sportlich- einfachen Stil, der heute allgemein als der zweck- entsprechendste für das Leben am Strande aner« kannt wird. G-
Langes Leben für die Strümpfe.
Bon der ewigen Laufmasche.
Welche von uns Frauen kennt nicht jenen entsetzlichen Augenblick, wenn man ruhig und vergnügt im geselligen Kreise beieinander ist und plötzlich em kaum hörbarer Knax erfolgt, dem jenes geheimnisvolle Rieseln am Bein folgt. Dann ist wieder einmal eine Laufmasche gerutscht — das neue, gute Paar Strümpfe ist verdorben.
Warum haben unsere Strümpfe eine so kurze Lebensdauer? Weil man sie in der Regel nicht richtig behandelt. Strümpfe verlangen nämlich Verständnis für die Webart und Maschenfestigkeit. Man darf keinesfalls mit ihnen achtlos umgehen. Besonders die „neuen" Strümpfe sind überempfindlich. Wenn man sie gleich anzieht, nachdem man sie eben gekauft hat, darf man sich nicht wundern, wie schnell sie kaputt gehen. Neue seidene und kunstseidene Strümpfe sollen vor dem ersten Anziehen immer kurze Zeit in lauwarmem Wasser geweicht werden, um die Fäden elastischer zu machen und Appretur zu entfernen. Strümpfe, die nicht vorgeweicht wurden, bekommen im Regen häßliche Flecke; außerdem lassen sie sich nicht glatt überziehen und werfen Falten.
Das Abgleiten der Maschen kann man verhiN- dern, wenn man beim neuen Strumpf unterhalb des Knies mit feinem Seidengarn in derselben Farbe des Strumpfes ein paar Mal durchsteppt. Den Stich darf man nicht zu fest spannen. Strümpfe, die so behandelt werden, können keme Laufmasche bekommen.
Besonders in warmen Sommertagen, wenn der Fuß schnell warm wird, soll man seine Strümpfe jeden Abend leicht in Essigwasser durchspülen, ohne Reiben und Kneten, nur in klarem Wasser schwenken, nachdem man vorher in leichtem Seifenwasser gewaschen hat. Die Vorbedingung zur Strumpfwäsche ist lauwarmes Wasser. In heißem Master wird jeder Seidenfaden zerstört. Er reißt dann wie Zunder. Auch achte man darauf, daß niemals verschiedenfarbige Strümpfe zusammen gewaschen werden, da sie dadurch leicht Streifen bekommen. Vor allem aber niemals Strümpfe lange Zeit im Wasser liegen lassen. . _r
Auch das Aufhängen der Strümpfe wird meist falsch gehandhabt. Man muß die Strümpfe immer erst in ihre Form ziehen und bann an der Spitze aufhängen, nicht etwa am oberen Rand, da sie sonst die Form verlieren. Gewaschene Strümpfe zu bügeln ist überflüssig, wenn man die Strümpfe zwi- scheu zwei Frottetüchern getrocknet hat. Glanz und Festigkeit erhalten sie, wenn man dem Spülwasser einen Schuß Essig znsetzt.


