Einzelbild herunterladen

O«e Kleine Entente zur politischen Lage.

Eine sehr zurückhaltende Echlußverlautbaruna.

Bukarest, 5. Mai. (Europapreß.) Nach der Konferenz der Außenminister der Kleinen Entente wurde ein ausführlicher Schlußbericht veröffentlicht, in dem mitgeteilt wird, daß die drei Außenminister zu der einstimmigen Folgerung gelangt sind, ihre Bemühungen zur Mitarbeit an dem Werke der Verständigung und der Befriedung fortzusetzen. Das englisch-italienische Abkommen sei als ein wichtiges Element für die Sicherung und Auf­rechterhaltung des Friedens zu betrachten. Der Stän­dige Rat hat ferner eingehend die Beziehungen der Staaten der Kleinen Entente zu Ungarn geprüft und hält seinen Wunsch aufrecht, die in Gang befindlichen Verhandlungen fortzu­setzen, die die Aufrechterhaltung eines auf der Grundlage der Verständigung und des Vertrauens aufgebauten Systems im Donauraum bezwecken. Die Mächte der Kleinen Entente betonen erneut ihre Loyalität zum Völkerbund und wünschen an der Verwirklichung der Idee der internatio- nalen Zusammenarbeit mitzuarbeiten ent» sprechend den in den Genfer Satzungen niederge­legten Grundgedanken.

Der Ständige Rat prüfte mit größtem Interesse die auf dem Gebiete der Donauschiffahrt geschaffene neue Lage. Es wurde vollkommene Einmütigkeit darüber erzielt, daß der Ständige Rat die Zusammenarbeit aller Staaten aus dem Gebiete des Donauverkehrs für notwendig erachtet. Es müßten daher geignete Mittel gesucht, werden, diese Zusammenarbeit sowohl vom mora­lischen, als auch vom technischen und materiellen1

Gesichtspunkt zu sichern. Die drei Außenminister haben mit Befriedigung festgestellt, daßderWirt- sckastsrat des Kleinen Verbandes eine außer­ordentlich schöpferische Zusammenarbeit entfaltet. Die drei Außenminister sind entschlossen, diese Zu» lammenarbeit fortzusetzen und alle Maßnah. enn Kraft zu setzen, die geeignet sind, die Wirt­schaftsbeziehungen der Verbandsmächte unterein­ander zu verstärken.

Mißvergnügen in Paris.

Paris. 8. Mai. <DNB. Fünffach., Die fron- äosilchen Blätter zeigen sich im allgemeinen nicht zufrieden mit den Ergebnissen der letzten Rats- sitzung der Kleinen Entente. So schreibtEpoque", das Schlußkommunique sei recht vage gehalten. Die Besprechungen in Sinaia seien Im Zeichen d e r Vorsicht geführt worden. Man habe es vermeiden wollen, der Tagung den Charakter einer Demonstratton zu verleihen. Schon die Wahl des Tagungsortes kennzeichne den Weg, indem man Rumänien und nickt die Tschecho­slowakei wählte. Die Kleine Entente, die nach dem Kriege zueinander gefunden habe, um der ungarischen Revision Grenzen zu ziehen, zeige heute die Tendenz, sich mit Budapest zu ver­st ändi ae n. Die wirtschaftlichen Interessen der Länder der Kleinen Entente liefen auseinander. Irgendeine weitere Verpflichtung der Tschecho-' slowakei gegenüber wollten Jugoslawien und Ru­mänien nicht auf sich nehmen.

Erste Auswirkungen der Neufestsetzung des Jrankenkurses.

Paris, 5. Mai. (Europapreß.) Der von der französischen Regierung gewählte Kurs für die de facto - Stabilisierung beträgt 17 9 Franken für das englische Pfund. Am Donnerstag­vormittag war im Dorbörsenverkehr eine mel­iere rasche Abschwächung des Franken- kurses eingetreten. Aus Neuyork war zunächst eine Parität von 173 Franken gegenüber dem Pfund gemeldet worden; der Vortragskurs schloß mit etwa 170 Franken. In London schwankte der Frankenkurs am Mittag bereits zwischen 178,50 und 179 für das Pfund, womit der von der Re­gierung für die de facto»<5tabUifierung gewählte Kurs annähernd erreicht war. Zu Beginn der Woche hatte der Kurs noch 160 Franken betragen.

Alles wird davon abhängen, ob die von beit Re­gierung getroffenen Maßnahmen es ihr in Zu- fammenarbeit mit den anderen beiden Teilnehmern des Währungsabkommens, England und den Ver­einigten Staaten, ermöglichen werden, ihren Ver­sprechungen nachzukommen, wonach jetzt tat­sächlich die unter st e Grenze für die Kurs- entwicklung erreicht sein soll und höchstens nur noch eine Aufwärtsbewegung der französischen Wäh- rung in Frage komme.

Umfangreiches Flucktkapltal tft, wie aus französischen Finanzkreisen verlautet, bereits Don­nerstag nach Frankreich zurückgeflossen. Die Erklärung des Ministerpräsidenten Daladier, daß das Verhältnis des französischen Franken zum Pfund sich nur noch zugunsten des Franken ändern könne, haben viele Franzosen veranlaßt, ihren De­visenbesitz in Franken umzutauschen, da sie der Meinung sind, daß das Pfund Sterling im Augen­blick seinen Höchstkurs erreicht habe. Nach den Be­hauptungen französischer Finanzkreise sollen Don­nerstag vormittag über drei Milliarden Franken dem französischen Schatzamt wieder zu­geflossen fein. Dies bedeutet für die französische Regierung einen doppelten Erfolg. Auf der einen Seite erhöhen diese Verkäufe die Devisenvorräte des Schatzamtes und auf der anderen Seite trägt das auf den französischen Markt zurückflutende Ka­pital unmittelbar zur Belebung der französischen Wirtschaft bei. Die Rückkehr des Derttauens in die Stabilität des Frankens jeigt sich in erster Linie darin, daß französische Staatsrenten am Donnerstag sehr gefragt waren; auch die übrigen französischen Werte zogen an.

Die Abwertung des Frankens und die Steuer­erhöhung werden von der Presse als eine einschnei­dende Maßnahme Daladiers zur Gesundung der fran­zösischen Skaatsfinanzen und der französischen Wirt- fckaft mit großem Optimismus begrüßt. Auf dem Markte des Warenaustausches habe feit Monaten das Geschäft gestockt. Seit der ersten Ab­

wertung im September 1936 unter der Regierung Blums habe die von der Währungssicherheit aus­gehende Preisunsicherheit iede Möglichkeit einer nor­malen Geschäftstätigkeit ober Kapitalbewegung ge- hemmt. Alle diese Tatsachen bemüht sich die Pariser Presse am Freitagmorgen ihren Lesern noch einmal ins Gedächtnis zu rufen und darauf hinzuweisen, daß nun durch die erfolgte Stabilisierung der Wäh­rung Aussicht auf eine Besserung vor­handen sei. Es fehlt aber auch nicht an Stimmen, die düster In die Zukunft blicken. Besonders die Blätter der Linken greifen weiterhin den Abwertungsbeschluß an. DerPopulaire" beispiels­weise schreibt, dem für die Wirtschaft notwendigen Vertrauen" werde wahrscheinlich schon In aller­nächster Zelt die Aufhebung der 40-Stun- den - Woche folgen, es fei daher Ausgabe der Volksfrontpartelen, äußerst wachsam zu fein.

Aus anderm Gesichtswinkel fritifiert man au der Rechten die Maßnahme. So weist der ,Zntran- figeant" darauf hin, daß das Problem der Stabili­tät des Frankens nicht für s i ch allein be­trachtet werden dürfe und durch eine einfache Re­gierungsverordnung nicht gelöst werden könne. Das Blatt weist darauf hin, daß Frankreich trotz aller ministeriellen Bemühungen nicht einer Katastrophe ausweichen könne, wenn es den Franzosen nicht gelinge, in einer gemeinsamen Anstrengung d i e Erzeugung des Landes zu erhöhen. Die Belebung der französischen Wirtschaft hänge nicht nur davon ab, daß das gegenwärtig auf hundert Milliarden Franken geschätzte Fluchtkapital nach Frankreich zurückströme und das im Lande gehortete Gold wieder in Umlauf ge- vracht werde, sondern in erster Linie davon, daß der Arbeitsrhythmus beschleunigt werde und die erlassenen Sozialgesetze in Zukunft nicht mehr die Auswirkung hab^n könnten, eine Belebung des Arbeitsprozesses zu behindern.

Seit Donnerstag ist Ministerpräsident Dala­dier mit einer Reihe feiner Kabinettsmitglieder erneut bei der Arbeit, den zweiten Teil der Notverordnung auszuarbeiten. Die Frage der Arbeitszeit innerhalb der französischen Wirtschaft dürfte einen der wesentlichsten Gesichts­punkte dieses zweiten Abschnittes darstellen. Es bleibt nicht zuletzt dem persönlichen Einsatz des Ministerpräsidenten Vorbehalten, ob er in dieser Frage ohne Rücksicht auf Parteien und andere Interessen einen entscheidenden Beschluß faßt. Denn alle Währungsmaßnahmen sind schließlich vergeb­lich, falls das Desizit in der französischen Wirt­schaft, in der Handelsbilanz und im Haushalt nicht durch Mehrarbeit und durch Mehrerzeugung wieder hergestellt wird.

Aus aller

&

ett.

Deutsche Wochenschauen berichten in Rekordzeit über den Führerbefuch in Italien.

Bereits am Mittwochabend liefen in Berlin Son» berberichte der Tobis-, Bavaria-, der Fox- und der Ufa Wochenschauen über die Reise des Führers nach Italien. Der Empfang auf dem Brenner, in Bologna und auf dem Ostia- Bahnhof in Rom wurden gezeigt. Die deutschen Wochenschauen haben damit erneut einen Schnei- llgkeitsr ekord aufgestellt. Die weitere fil­mische Berichterstattung über den Besuch des Füh­rers wird mit derselben Schnelligkeit vor sich gehen.

Der französische LuxusdampferLafayette" völlig ausgebrannt

Der französische Luxusdampfer a s a y e 1t e" steht im Hafen von Le Havre immer noch in Flammen. Von dem 26 000-Tonnen-Schiff ist nur noch das von den Flammen vollkommen verbogene Gerippe übrig. Das Schiff war erst 1930 gebaut worden und gehörte zu den modernsten Einheiten der franzsischen Handelsflotte.

Zwei Winzer im Rhein ertrunken.

Zwei Winzer von Kester, die am Schlffsümlade- vlatz in Bad Salzig beschäftigt waren, wollten in Den späten Abendstunden nach Hause fahren und bängten sich zu diesem Zweck mit ihrem Kahn an das vorüberfahrende Proviantboot aus ihrem Hei» matsört an, um möglichst schnell auf 'die andere Rheinseite zu gelangen. Dabei schlug der Kahn um, in dem sich die beiden Männer befanden Da beide des Schwimmens unkundig waren, kamen sie ums Leben. Die Leichen konnten noch nicht geborgen werden.

Die Frostschäden in den deutschen Weinbaugebieten.

Das Reichsamt für Wetterdienst m Trier unter Lei­tung von Dr. Keßler hat nach dem letzten April- jroft folgende Feststellungen gemacht: In allen

Weinbaugebieten sind ungewöhnlich niedrige Nacht­temperaturen aufgetreten, die mehr oder weniger große Frostschäden zur Folge hatten. Aus allen Teilen Südwest- und Westdeutschlands wurden bis minus 8 Grad gemeldet. Auch die in sonstigen Jah­ren weniger von Frostschäden betroffenen Gebiete Pfalz, Baden, Rheingau und der vordere Teil von Rheinhessen haben diesmal den Frosteinbruch er­heblich zu spüren bekommen. Man kann nach dem Ergebnis der bisherigen Feststellungen sagen, daß in allen deutschen Weinbaugebieten Frostschä­den aufgetreten sind, am meisten, in den klimattsch begünstigten Gebieten und vor allem dort, wo der Austrieb weiter voran war. Anzugeben, wie groß die Frostschäden in Wirklichkeit sind, ist zur Zeit noch nicht möglich. Aus der Erfahrung kann man aber sagen, daß frühe Frostschäden mehr oder we­niger auszuheilen pflegen. Und wenn man in die­sem Jahre die gute Holzreife der Rebstöcke berück- sichtig!, dann ist Grund vorhanden, die Lage o p - t i m i st i s ch zu beurteilen.

Erfolgreicher Afrika-Mg Wolf hlrkhs.

Der bekannte deutsche Flieger, Dipl.-Ing. Wolf Hirth, startete im März d. H. von Stuttgart aus mit einem Bücker Jungmann-Sportflugzeug zu einem Flug nach Südafrika. Hirth konnte jetzt nach 12 800 Kilometer Flugstrecke in Johannes­burg die Maschine der südafrikanischen Vertretung der Bückerwerke übergeben. Es handelt sich um eine Maschine, die nach Südafrika verkauft wurde Hirth legte die Strecke in 80 Flugstunden zurück, was einem Stundendurchschnitt von 160,8 Kilometer ent- spricht. Wie der Flieger mitteilt, hat sich der ,Lung- mann" auf der gesamten Strecke bestens bewährt und feine Eignung als tropentaugliches Flugzeug unter äußerst schwierigen Verhältnissen unter Se­meis gestellt Die Leistung von Hirth fand unge­teilte Anerkennung in Afrika, zumal der Flieger

er Fall Mia

mir gehts gut - ich rauche f/Astra" und weiß warum!

-

Lange

habe uh immer ^^Troma hat.

ZWW-sMZ Mia Kappel, s<M^rin ^brücken, Saargemünd.r Strafe

blättere> aus

og, Dezember 1937

i

p -

-

So gut schmeckt dieAstra", daß man kaum glauben will, wie leicht sie ist«

Das tst das Geheimnis derAstra": ihre genußschenkende und doch leichte Eigenart ist natürlich gewachsen und nicht chemisch erzielt; sie ist durch die natürliche Leichtigkeit besonders aromatischer Tabakblätter bedingt. Dies sind meist die feinsten Blätter einer Tabak­pflanze. Aber deshalb ist noch lange nicht jedes feine Blatt auch für dieAstra" geeignet. Hier zeigt sich die Meisterschaft der Tabak- Auswahl und Mischkunst. Auf der ganzen Welt lebt sie nur noch im Hause Kyriazi in der dritten Generation als Familienüberlieferung. Seit Jahrzehnten haben sich Erfahrung und Wissen um den Einkauf und das Mischen edler Cigaretten-Tabake von dem Vater auf den

Sohn vererbt. Heute wie immer ist es der Träger des Firmen­

namens selbst, der mit seinem Können dafür bürgt, daß dieAstra", unabhängig von wechselnden Ernten und Jahrgängen, immer die gleiche bleibt:

Reich an Aroma Arm an Nikotin

MIT UND OHNE MUNDSTÜCK

.. und welcher Fall sind Sie?