Ausgabe 
5.12.1938
 
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sondern auf den geeinten Willen der Volks st immung stützten. Wer in der Diktatur nur bewaffnete Macht sehe, bereite seinen eigenen Tod vor.

Der Streik in der französischen Schiffahrt.

E. F. Paris, 4. Dezember.

Obwohl die Mannschaft und das übrige Personal des großen französischen DampfersNorman- d i e" unter Militärgesetz gestellt worden sind, hat die Besatzung den Streik fortgesetzt. Das Schiff, das am Samstagnachmittag von Le Havre aus nach den Vereinigten Staaten hätte auslaufen sollen, konnte daher bisher seine Reise nicht an­treten. Der Streik ist dadurch entstanden, daß man am Freitag zwei Gewerkschaftssekretären den Zutritt an Bord der in Le Havre liegenden Perso­nendampferJsle de France" undParis" verwei­gerte. Die Besatzungen dieser Schiffe traten darauf in den Streik, dem sich die Belegschaft derNor­mandie" anschloß. Nach einer Erklärung des fran­zösischen Handelsministers hat man deshalb davon abgesehen, die Streikenden durch Matrosen der fran- zöslschen Kriegsmarine zu ersetzen, weil die Moto­renanlage derNormandie" von der der französi­schen Kriegsschiffe wesentlich abweicht. Außerdem habe man die Matrosen der Kriegsschiffe nicht für geeignet gehalten, den Dienst des zahlreichen männ­lichen und weiblichen Schiffspersonals zu überneh­men. Mit derNormandie wollten u. a. der ehe­malige englische Außenminister Eden nach den Ver­einigten Staaten abreisen, ebenso der bekannte Film­schauspieler Garry Cooper mit seiner Frau, Douglas Fairbanks jr. und eine Reihe weiterer bekannter Persönlichkeiten. Die Fahrgäste derNor­mandie" wurden in drei Sonderzügen nach Cher­bourg gebracht, wo sie von dem englischen Post­dampferA q u i t a n i a" übernommen wurden.

Der nichtmarxistische Teil der französischen Presse gibt am Sonntag in heftigen Worten seinem Un­willen über diesen neuen Streik Ausdruck, der nur das Ansehen Frankreichs schmälern könne. Beson­ders amerikanische Reisende hätten sich über das neue Aufflammen eines Streiks nach dem Zusam- menbruch des Generalstreiks sehr überrascht gezeigt. Der Handelsmarineminister betont, dieser Streik habe keinerlei berufsmäßigen Charakter. Es habe sich gezeigt, daß die Agitation erst am Vor­tage der Ausreise derNormandie" mit aller Stärke eingesetzt habe. Zweifellos hätten die berufs­mäßigen Agitatoren diesen Zeitpunkt absichtlich ge­wählt, um dieNormandie" stillzulegen. Er hätte keine Vergeltungsmaßnahmen ergriffen, wenn er nicht die Gewißheit gehabt hätte, daß die Streik- betzer die Regierung zu treffen beabsichtigten. Die Wiederaufnahme der Arbeit werde von Forderun­gen abhängig gemacht, die er als unannehm»

sahne des Infanterie-Regiments Nr. 99, in besten Reihen die Deutschen Südmährens kämpften, nach Znaim. 1918 war sie vor dem Zugriff der Tsche- ä)en nach Wien gebracht worden, heute kehrte sie heim. Eine Abordnung ehemaliger 99er bezog mit ihr die Ehrenwache auf dem Hauptplatz. Tausende zogen an ihr vorbei. Der größte Teil der Bevölke­rung hatte sich schon in den Morgenstunden zu den Wahllokalen begeben, vor denen sich wahre Men­schenschlangen stauten. Mittags waren bereits 90 oom Hundert der Stimmen abgegeben und dann setzte ein wahres Volksfest ein. Musik der Wehr­macht spielte auf und auf dem Hauptplatz der Stadt zeigte sich ein KdF.-Wagen den staunenden Neu­gierigen.

Eilizelergebmffe sudelendeulscher Städte.

Asch: Gültige Ja-Stimmen 15 849, gültige Nein- Stimmen 38, Gesamtzahl der gültigen Stimmen 15 887, ungültige Stimmen 35, Gesamtzahl der ab­gegebenen Stimmen 15 922; Wahlberechtigte laut Wählerliste 15 706, abgegebene Wahlscheine 376, Ge­samtzahl der Stimmberechtigten 16 082.

Gablonz: Gültige Ja-Stimmen 21477, gültige Nein-Stimmen 23, Gesamtzahl der gültigen Stim­men 21 500, ungültige Stimmen 15, Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 21515; Wahlberechtigte laut Wählerliste 21548, abgegebene Wahlscheine 278, Gesamtzahl der Stimmberechtigten 21826.

Jägerndorf: Gültige Ja-Stimmen 16 099, gültige Nein-Stimmen 16, Gesamtzahl der gültigen Stimmen 16115, ungültige Stimmen 11, Gesamt­zahl der abgegebenen Stimmen 16126; Wahlberech­tigte laut Wählerliste 15 400, abgegebene Wahl­scheine 970, Gesamtzahl der Stimmberechtigten 16 370.

Karlsbad: Gültige Ja-Stimmen 15389, gül- .tige Nein-Stimmen 6, Gesamtzahl der gültigen Stimmen 15 395, ungültige Stimmen 19, Gesamt­zahl der abgegebenen Stimmen 15 414; Wahlbe­rechtigte laut Wählerliste 14 635, abgegebene Wahl­scheine 1341, Gesamtzahl der Stimmberechtigten 15 976.

Znaim: Gültige Ja-Stimmen 12 948, gültige Nein-Stimmen 11, Gesamtzahl der gültigen Stim­men 12 959, ungültige Stimmen 8, Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 12 967; Wahlberechtigte laut Wählerliste 12 064, abgegebene Wahlscheine 1085, Gesamtzahl der Stimmberechtigten 13 149.

Mährisch-Schönberg: Gültige Ja-Stim­men 10 344, gültige Nein-Stimmen 22, Gesamtzahl der gültigen Stimmen 10 366, ungültige Stimmen 15, Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 10 381; Wahlberechtigte laut Wählerliste 10 146, abgegebene Wahlscheine 255, Gesamtzahl der Stimmberechtig­ten 10 401.

Krumau: Gültige Ja-Stimmen 5187, gültige Nein-Stimmen 1. Gesamtzahl der gültigen Stimmen 5188, ungültige Stimmen 0, Gesamtzahl der ab­gegebenen Stimmen 5188; Wahlberechtigte laut Wählerliste 5207, abgegebene Wahlscheine 28, Ge­samtzahl der Stimmberechtigten 5235.

N e i Ä e n b e r g : Gültige Ja-Stimmen 25 515, gültige Nein-Stimmen 94, Gesamtzahl der gültigen Stimmen 25 609, ungültige Stimmen 39, Gesamt­zahl der abgegebenen Stimmen 25 648, Wahlberech­tigte laut Wählerliste 25 772, abgegebene Wahlscheine 1125, Gesamtzahl der Stimmberechtigten 26 897.

Saaz: Gültige Ja-Stimmen 11 290, gültige Nein-Stimmen 18, Gesamtzahl der gültigen Stim­men 11 308, ungültige Stimmen 21, Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 11329; Wahlberechtigte laut Wählerliste 11 269, abgegebene Wahlscheine 69, Gesamtzahl der Stimmberechtigten 11 338.

Tetschen: Gültige Ja-Stimmen 8 482, gültige Nein-Stimmen 2, Gesamtzahl der gültigen Stim­men 8 494, ungültige Stimmen 1, Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 8495; Wahlberechtigt laut Wählerliste 8747, abgegebene Wahlscheine 117, Ge­samtzahl der Stimmberechtigten 8864.

' Warnsdorf: Gültige Ja-Stimmen 15025, gültige Nein-Stimmen 12, Gesamtzahl der gültigen Stim­men 15 037, ungültige Stimmen 15, Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 15 052; Wahlberechtigte laut Wählerliste 15 310, abgegebene Wahlscheine 121, Gesamtzahl der Stimmberechtigten 15 431.

Eger: Gültige Ja-Stimmen 18595, gültige Neid- Stimmen 5, Gesamtzahl der gültigen Stimmen. 18 600, ungültige Stimmen 6, Gesamtzahl der ab-! gegebenen Stimmen 18 606; Wahlberechtigte laut Wählerliste 18176, abgegebene Wahlscheine 457, Gesamtzahl der Stimmberechtigten 18 633.

Irautenau: Gültige Ja-Stimmen 9447, gültige Nein-Stnxmen 7, Gesamtzahl der gültigen Stim­men 9454, ungültige Stimmen 5, Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 9459; Wahlberechtigte laut Wählerliste 6210, abgegebene Wahlscheine 253, Ge­samtzahl der Stimmberechtigten 9463.

K o m o t a u : Gültige Ja-Stimmen 22 190, gültige Nein-Stimmen 34, Gesamtzahl der gültigen Stim­men 22 224, ungültige Stimmen 32, Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 22 256; Wahlberechtigte laut Wählerliste 21 900, abgegebene Wahlscheine 655, Ge­samtzahl der Stimmberechtigten 22 555.

Bodenbach: Gültige Ja-Stimmen 13756, gül­tige Nein-Stimmen 40, Gesamtzahl der gültigen Stimmen 13 796, ungültige Stimmen 2, Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 13 798; Wahlberechtigte laut Wählerliste 13 628, abgegebene Wahlscheine 442, Gesamtzahl der Stimmberechtigten 14 070.

Leitmeritz: Gültige Ja-Stimmen 9568, gültige Nein-Stimmen 1*5, Gesamtzahl der gültigen Stim­men 9583, Ungültige Stimmen 23, Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 9606; Wahlberechtigte laut Wählerliste 9531, abgegebene Wahlscheine 208, Ge­samtzahl der Stimmberechtigten 9739.

Dux: Gültige Ja-Stimmen 5160, gültige Nein- Stimmen 12, Gesamtzahl der gültigen Stimmen 5172, ungültige Stimmen 6, Gesamtzahl der abge­gebenen Stimmen 5178; Wahlberechtigte laut Wäh­lerliste 5259, abgegebene Wahlscheine 30, Gesamt­zahl der Stimmberechtigten 5289.

Jüdische Großschieber

in Rumänien.

Millionenbeträge in einer Eisenwalze versteckt.

Bukarest, 3. Dez. (DNB.) Vor einem Gericht in Bacau spielt sich gegenwärtig ein Prozeß ab, der einen bezeichnenden Einblick in die Stärke des jüdischen Einflusses in Rumänien gewährt. Die na­tionale ZeitungCurentul" hatte den Mut, durch einen Sonderberichterstatter in die tiefen jüdischen Schieberkloaken hineinzuleuchten. Als dieser Jour- nalift nach seinen ersten Veröffentlichungen im Prozeß-Saal erschien, stürzte sich die Meute der jü­dischen Anwälte in der stattlichen Zahl von 38 Mann (!) auf ihn und verprügelte ihn, so daß nur das Eingreifen des Staatsanwalts ihn ret­

ten konnte. Cs handelt sich bei den Angeklagten um Inhaber und Angestellte der Stoff-Fabrik Js- voranu. Die drei Brüder Jsvoranu hießen einmal Uscher. Ein gewisser Israel Heirovicyi, der beim Zollamt tätig war, steckte mit den Jsvoranu-Uscher unter einer Decke.

Eines Tages gab die Firma eine E i s e n w a l z e zum Transport auf und die Walze kam den Zoll­beamten verdächtig war. In ihrem Inneren kamen 9 Millionen Lei in rumänischen Bank­noten, rund Vi Million in Devisen und 50

Kilogramm Gold in Münzen und Barren zum Vorschein. Bei der Gerichtsverhandlung treten die jüdischen Angeklagten mit großer Frechheit auf. Der einzige nichtjüdische Angeklagte ist ein früherer Hauptmann, der von den Juden vor wenigen Mo­naten als Renommiergoy angefteüt wurde und von dem Treiben der Judenblase keine Ahnung gehabt hat. In wenigen Jahren haben die Inhaber der Firma über 100 Millionen Le i Ver­mögen (!) anfammeln können, was nur durch ihr betrügerisches Gebaren erklärt -werden bann.

Gesetzen des Verkehrs unterordnen. In diese na­tionalsozialistische Verkehrsgemeinschaft gehört der Jude nicht hinein! Deshalb mußte der

zeuge von Juden:

Die feige Mordtat des Juden Grünspan, die sich gegen das gesamte deutsche Volk richtete, läßt Ju­den als unzuverlässig und ungeeignet zum Halten und Führen von Kraftfahrzeugen er­scheinen. Vorbehaltlich einer endgültigen Regelung wird daher folgendes angeordnet:

1. Aus allgemeinen sicherheitspolizeilichest Grün­den und zum Schutze der Allgemeinheit unter­sage ich mit sofortiger Wirkung sämtlichen in Deutschland wohnenden Juden deutscher Staatsangehörigkeit das Führen von Kraftfahrzeugen aller Art und entziehe ihnen hiermit die Fahrerlaubnis.

2. Den in Deutschland wohnenden Juden deut­scher Staatsangehörigkeit ist das Halten von Personenkraftwagen und Krafträdern (mit und ohne Beiwagen) verboten. Für Lastkraftfahr­zeuge bleibt weitere Anordnung vorbehalten.

3. Die in Deutschland wohnenden Juden deutscher Staatsangehörigkeit haben die Führerscheine aller Klassen sowie die Kraftfahrzeugscheine für Personenkraftwagen und Krafträder unverzüglich, spätestens bis zum 31. Dezember 1938, bei den zuständigen Polizeirevieren oder be­hördlichen Zulassungsstellen ab zu liefern; die amtlichen Kennzeichen sind mit den Zulassungs­scheinen zur Entstempelung vorzulegen.

4. Die zuständigen Polizei- und Verwaltungs­behörden haben das Erforderliche zu veranlassen.

5. Gegen Zuwiderhandlungen wird nach den be­stehenden Strafvorschriften eingeschritten.

Diese polizeiliche Anordnung tritt sofort mit ihrer Veröffentlichung durch die Tagespresse in Kraft. Eine weitere Mitteilung an die zuständigen Behörden auf amtlichem Wege ergeht nicht.

Auch mit dieser Abwehrmaßnahme gegen jüdische Anmaßung hat der nationalsozialistische Staat dem gesunden Rechtsempfinden des deutschen Volkes Ausdruck gegeben. Der deutsche Mensch hat es schon lange als eine Provokation und als eine Gefährdung des öffentlichen Lebens empfunden, wenn Juden sich am Steuer eines Kraftwagens im deutschen Straßenbild bewegten, oder gar Nutznießer der von deutschen Arbeiter­fäusten geschaffenen Straßen Adolf Hitlers waren. Auch dieser vom deutschen Volke bisher mit uner­hörter Langmut ertragene Zustand hat jetzt sein Ende erreicht. Juden haben in Deutschland am Steuer eines Kraftwagens nichts mehr zu suchen! Stattdessen soll der schaffende deutsche Mensch mehr als bisher Gelegenheit haben, mit dem Kraftwagen, dem Werk' deutschen Geistes und deutscher Hände, die Schönheiten seiner Heimat kennen zu lernen und neue Kraft für seine Arbeit Zu schöpfen. Der nationalsozialistische Staat erstrebt weiter im Straßenverkehr eine G e -

Allgemeines Krastsahrverbot für Luden?

Weitere Abwehrmaßnahme des deutschen Volke«.

Staat in Anlehnung an die anderen Abwehrmaß­nahmen unter dem Eindruck der jüdischen Mordtat in Paris schon allein aus Gründen der allgemeinen Sicherheit diese seit langem notwendige Trennung vollziehen.

Menbann in Berlin.

Münz-, Linien- und Grenadierstrahe reine Judenstratzen.

Berlin, 3. Dez. (DRB.) Der Polizeiprä­sident hat bestimmt, daß Straßen, Plätze, An­lagen und Gebäude, über Die der Judenbann verhängt wird, von allen Juden deutscher Staats­angehörigkeit und staatenlosen Juden nicht be­treten oder befahren werden dürfen. Sind solche Juden bei Inkrafttreten dieser Verordnung noch innerhalb eines Bezirkes wohnhaft, über den der Jpdenbann verhängt ist, so benötigen sie einen Erlaubnisschein. Dom 1. Juli 1939 ab werden Erlaubnisscheine nicht mehr erteilt. Der Judenbann erstreckt sich in Berlin auf sämtliche Theater, Kinos, Kabaretts, öffentliche Konzert- und fßortragsräume, Museen, Rum­melplätze, die Ausstellungshallen am Meffe- damm einschließlich Ausstellungsgelände und Funkturm, die D e u t s ch 1 a n d h a 11 e und den Sportpalast, das Reichssportfeld, sämtliche Sportplätze einschließlich der Eisbahnen; sämtliche Badeanstalten und Hallenbäder ein­schließlich Freibäder; die W i l h e I m ft r a fj e von der Leipziger Straße bis Unter den Linden ein­schließlich Wilhelmsplatz; die Voß st raße von der Hermann-Göring-Straße bis zur Wilhelmstraße; das Reichsehrenmal mit der nördlichen Gehbahn Unter den Linden von der Universität bis zum Zeughaus. Ausgenommen sind Einrichtungen und Veranstaltungen, die nach behördlicher Genehmi­gung für jüdischen Besuch freigegeben sind.

Dieser Judenbann erstreckt sich nichtauf aus­ländische Juden. Wahrscheinlich wird der Ju- denbann in Kürze auf eine große Zahl Berliner Ströhen ausgedehnt werden. Es kommen hierfür vornehmlich die Hauptstraßen Berlins in Frage, da gerade in diesen Straßen das Judentum auch heute noch das Straßenbild mehr oder weniger beherrscht. Wahrscheinlich werden die im Zentrum und Norden Berlins gelegenen Straßenzüge, in denen schon seit Jahren das jüdische Element vorherrscht, so z. B. Münz-, Linien-, Grenadier st raße nicht zu den Judenbannbezirken gerechnet werden. Es empfiehlt sich daher für die Juden, jetzt schon eine andere Wohnung in einem der oben genannten Teile Berlins zu suchen und mit dort wohnenden deut­schen Volksgenossen einen Wohnungstausch vorzunehmen. Die Juden haben weiter damit zu rechnen, daß sie auf rein jüdische Gaststät- ten beschränkt werden.

Berlin, 3. Dez. (DNB.) Der Reichsführer ff | m e i n f d) a f t aller deutschen Menschen, und Chef der deutschen Polizei im Reichsministe- die sich freiwillig den Notwendigkeiten und den num des Innern Heinrich Himmler erläßt fol-

gertöe vorläufige polizeiliche Anord­nung über die Entziehung der Führer­scheine und Zulassungspapiere für Kraftfahr-

MueseltsameCrschießungeninRumänien

Wiederum ,6eim Fluchtversuch in Rächt und Rebel".

Bukarest, 4. Dez. (DRV.) Heber die Er­schießung von drei weiteren Mitgliedern der Eisernen Garde liegt jetzt ein Bericht des RegierungsblattesRomani a vor, der of­fenbar auf amtlicher Quelle beruht. Danach handelt es sich nicht, wie ursprünglich verlautet, um die Attentäter auf den klaufen'burger Universitätsrek­tor, sondern um Personen, die angeblich Anfang November in Klaufenburg mehrere Terror­akte begangen haben. Die Vorbereitungen dazu seien aus einem Dorfe getroffen worden, in das die drei Attentäter zum Zwecke einer Gegenüber­stellung mit dortigen Einwohnern transportiert werden sollten. Dies sei unter starker Gen­darmeriebewachung geschehen. Wie das Blatt fortfährt, fei der Kraftwagen entsprechend der Darstellung der Erschießung Eodreanus mitten in der Rächt und bei starkem Rebel von einer Gruppe Terroristen mit $d)üf- fen angegriffen worden. Dabei hätten die Gefange­nen aus dem Kampfgedränge Ruhen gezogen und feien vom Kraftwagen gesprungen, um zu ent­fliehen. Die Gendarmen hätten gemäß den er­haltenen Befehle aus die Fliehenden ge­schossen und sie aus der Stelle getötet. Die jüdische ZeitungLe Moment" weiß außerdem noch zu berichten, daß einige unbekannte Mitglie­der der Eisernen Garde verwundet worden seien. Anderen fei -es gelungen, zu entkommen. Die Toten, Verwundeten und Fesigenommenen seien nach Klau- fenburg zurücktransportiert worden. Beide Blätter behaupten außerdem, daß noch mehr Anschläge in anderen Städten geplant gewesen seien. Große Mengen Munition und revolutionäre Flugschriften seien gefunden worden.

Das Echo im Ausland.

Die PariserRspublique" schreibt, bisher könne man nur sehr fragmentarisch die Reaktionen der An­hänger Codreanus im Anschluß an die .Unterdrückung' ihres Führers beurteilen, die vom gleichen Dunkel eingehüllt sei wie die Nacht, in der sie stattgefunden habe. An Hand der brennenden Synagogen und der hier und da explodierenden Bomben sei damit zu rech­nen, daß das letzte Wort noch nicht ge­sprochen sei. Man brauche sich im übrigen nur daran zu erinnern, daß die Eiserne Garde der libe­ralen Regierungspartei bei den letzten Wahlen eine Niederlage beigebracht und sich einen großen Platz im Parlament gesichert habe. Die ganzeUni- versitäts fugend habe sich damals hinter (Sobreanu gestellt; die Bauernmassen teil­

ten sich in die Eiserne Garde und die nationale Bauernpartei. Es sei kaum anzunehmen, daß sich die Mitglieder der Eisernen Garde ohne weiteres mit dieser Niederlage ihrer Bewegung abfinden werden, denn sie seien durch jenen von Codreanu gepredigten reinigenden Messianismus zu Fana­tikern geworden und appellierten im Gegensatz zu anderen politischen Organisationen an die im rumä­nischen Volk tief verwurzelten religiösen Kräfte.

Die royalistischeAction Franxaise" schreibt, ausgehend von der (Ermordung Codreanus, die Nachrichtenagenturen, in denen der jüdische Ein­fluß vorherrsche, hätten dieses grausige Ereignis im allgemeinen bagatellisiert, dessen gefährliche Folgen bald zu Tage treten werden. Die Stunde sei gekommen, in der das Problem des zerstreuten und nicht assimilierungsfähigen jüdischen Volkes überall aufgeworfen sei. Man müsse fest­stellen, daß die Mehrzahl der französischen Zei­tungen und Zeitschriften einer so brüsten Auf­werfung der Juden frage schwach gegenüber stehe. Man kenne die prosemttische Reaktion in den Ver­einigten Staaten und in England; weniger bekannt sei aber Ö i e Geburt eines lebhaften Antisemitismus in den Vereinigten Staaten, der durch massenhaft verteilte Flug­blätter und Bilder zum Ausdruck komme. In Frankreich hätten die von dem Kabinett des sogenannten gut französischen Juden Leon Blum und seiner zynischen Unverschämtheit verursachten Desastres den seit der Dreyfuß-Affäre schlafenden Antisemitismus überall wieder aufgeweckt. Jeder Tag bringe dafür unbestreitbare Beweise.

Das Blatt der HungaristenbewegungM a g y a r- s a g" schreibt, die Anhänger der Eisernen Garde seien Verschworene des neuen Rumäniens gewesen. Sie kämpften für ein neues und glücklicheres Ru­mänien. Die Zielsicherheit, mit der in stockdunkler Novembernacht Codreanu und 13 feiner Getreuen auf der Flucht erschossen wurden, müsse den Neid aller Meisterschützen erregen. Mit diesen Schüssen aber beginne d i e Tragödie Rumäniens, denn mit ihnen zugleich sei auch das herr­schende Regime Rumäniens tödlich getroffen worden. Die Gefangenenwärter des gegenwärtigen rumänischen Regimes hätten über das Ziel hinausgeschossen. Im Selbstver­trauen auf die Bajonette habe man vergessen, daß auch ohne Freiheit der reine fanatische Glaube an eine Idee heute eine größere Kraft und größere Macht darstelle, als alle Bajonette. Codreanu hätte vielleicht den Gedanken Großrumäniens in die Zu­kunft hinüb erretten können. So aber werde Groß­rumänien an der 20. Jahreswende feiner Entstehung zu einem ewigen Traumbild. Das beherrschende Regime habe außer acht gelassen, daß moderne Dik­taturen sich nicht auf bewaffnete Gewalt,

Wahre Demokratie.

! Das Wochenende hat zwei Kundgebungen ge­bracht, die in geradezu lapidarer Handschrift die Einigkeit und Geschlossenheit des deutschen Volkes zu Volk, Führer und Reich und zur nationalsoziali­stischen Idee denkbar eindrucksvoll unterstrichen haben. Wie wir es nach dem jubelnden Empfang der deutschen Truppen, nach den Ausbrüchen un­sagbarer Begeisterung und Dankbarkeit bei der Triumphfahrt des Führers und schließlich nach den Freudenkundgebungen im Wahlkampf nicht anders erwartet haben, hat sich das deutsche Volk im Su­detenland mit einer überwältigenden Einhelligkeit von insgesamt 98,90 v. H. zu seinem Befreier Adolf Hitler und zum Großdeutschen Reich bekannt. Da­mit hat das deutsche Volk im Sudetenland, wie es ber Führer in feiner großen Rede in Reichenberg gesagt hat, die Geburtsurkunde des Dritten Reiches selbst vollzogen.

Und nichts konnte diesen Charakter des Dritten Reiches als eines Volksreiches besser Heraus­stellen als bas zweite Plebiszit dieses Wochenendes, ber Tag der nationalen Solidarität. Das Ergebnis dieses Tages, an dem wiederum alle führenden Persönlichkeiten der Bewegung und des Staates sich als Sammler in den Dienst des Win­terhilfswerkes gestellt hatten, hat alle früheren Er« aeb niste, die wir für kaum noch steigerungsfähig hielten, weit übertroffen. Der Führer hatte bei der Eröffnung des diesjährigen Winterhilfswerkes die Erwartung ausgesprochen, daß das Ergebnis den großen einmaligen politischen Erfolgen dieses Jah­res würdig sein möge. Und tatsächlich hat sich das Volk mit einer Begeisterung an diesem Tage ber nationalen Solidarität beteiligt, die einen materiel­len Erfolg gebracht hat, der alles Frühere weit in den Schatten stellt. Niemand wollte sich an diesem Tage die Gelegenheit entgehen lassen, mit feiner Spende dem Manne ein klein wenig Dank abzu­tragen, der in einem Jahre die Heimführung der Ostmark und die Vereinigung des Sudetenlandes mit dem Reich durch seine geniale Staatskunst be­wirkt hat. Und nicht zuletzt war diese alles bisher Dagewesene weit überragende Gebefreudigkeit von dem Wunsche beseelt, mit dem Ertrag den Brüdern und Schwestern zu helfen, die so lange unter ent­setzlicher Not ihr Leben fristen mußten, bis die Tat des Führers sie in den starken Schutz des Reiches nahm.

Daß das Volk in voller Freiwilligkeit mehr als 15 Millionen in wenigen Nachmittagsstunden zu­sammenbrachte, um dem Winterhilfswerk die gro­ßen und durch die Eingliederung der neuen Gaue wesentlich erweiterten Aufgaben durchführen zu helfen, stellt wohl die demokratischste Volksabstim­mung dar, die die Welt je gesehen hat. Denn wo sonst hat sich ein Volk jemals aus freier Entschlie­ßung zu einer solchen Tat des Opferns zusammen­gefunden? Wo sonst hat sich ein Volk jemals in so imponierender Weise durch die Tat zu seiner Füh­rung bekannt? Wo sind jemals die politischen Füh­rer so unter ihr Volk getreten, wie mir es diesmal wieder in der Reichshauptstadt und überall sonst im ganzen Lande erlebt haben?

Und gerade in den Arbeitervierteln Berlins, wo Göring und Goebbels mit ihren Sammelbüchfen unter den Masten erschienen, war die ^Begeisterung und der Jubel und der Sammeleifer grenzenlos, ein überwältigendes Zeugnis dessen, wie albern und niederträchtig die Lügen einer gewissen Aus­landspresse find, die ihren Lesern immer noch von einer nationalsozialistischen Diktatur faseln. Nein, hier zeigte sich der wahre D o l k s ft a a t m o - derner Prägung, die Einheit von Volk und Führung, die solche beispiellose Taten des Opfers, wie fie der Tag der nationalen Solidarität gebracht t)at, allein möglich macht. Nur mit Hohn und Verachtung sieht das deutsche Volk auf das giftige Verlegenheitsgeschwätz einer gewissen Auslandspresse, die aus Feigheit vor den allmäch- tigen jüdischen Jnseratenkönigen es nicht wagt, der Wahrheit die Ehre zu geben.