Ausgabe 
5.7.1938
 
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Reichliche Getreidevorräte

sowohl bie

dem im Haushalt meistgebrauchten Obstgeliermtttel

Flüssig: Normalflasche

Tortosa.

Moskau rüstet im fernen Osten.

Warschau, 5. Juli. (DNB. Funkspruch.)Ga- zetta Polska" veröffentlicht eine Meldung, in der auf Militärtransporte hingewiesen wird, die aus allen Teilen der Sowjetunion nach dem Fernen Osten gingen. Die kriege­rischen Vorbereitungen der roten Armee nähmen dort ein fieberhaftes Tempo an. Auch in der Mon­golei wurden Truppen zusamipengezogen. Die dort stationierten mongolischen Truppen würden durch s o w j e tru s s i sch e S p e z i a l a b t e i - langen verstärkt. Unter den Truppen, die jetzt im Fernen Osten stünden, befänden sich auch Abteilungen aus der Ukraine.

Eisenbahnelektrifizierung in Italien.

Rom, 4. Juli. (Europapreß.) Das Elektrifizie- runqsprogramm der italienischen Staatsbahnen macht große Fortschritte. Am 28. Oktober d. I, dem Erinnerungstag an den Marsch auf Rom, werden zwei große Linien dem elektrischen Verkehr über­geben werden: die Linie Mailand» Bo- I O/Q n a Ancona und die Linie Rom L i - vorno Pisa, wodurch weitere 177 Kilometer italienischer Eisenbahnen elektrifiziert sein werden. Das gesamte elektrische Eisenbahnnetz Italiens wird damit eine Ausdehnung von über 5100 Kilometer erhalten. Durch Einführung weiterer Stromlinien­züge und Schnelltriebwagen wird der Verkehr eine weitere Beschleunigung erfahren. Mit einem Auf­wand von 150 Millionen Lire (rd. 20 Mill. RM.) wird eine neue Eisenbahnlinie inRom angelegt werden, die das Gelände für die Weltausstellung 1942 mit dem Zentrum Roms verbinden soll.

erkundet werden kann. Das ist rm Hinblick aus oen geplanten ganzjährigen Luftpostverkehr zwischen Europa und den Vereinigten Staaten besonders wichtig. Wann dieser Dienst ausgenommen werden kann, steht noch nicht fest. Die diesjährige Versuchs, reihe soll jedoch zeigen, daß die technischen Voraussetzungen gegeben sind, den Plan- verkehr mit Postflucszeugen zu eröffnen und damit eine wirkliche Schnellverbindung über den Nord-

beiOpekia ist die Sicherheit, mit der alle Marme­laden bestimmt gelingen. Millionen Hausfrauen wissen das seit Jahren aus eigener Erfahrung und sind restlos begeistert, weil die Opekta- Mdrmeladen so vollkommen und so unübertreff-

Kameradschast

der ehemaligen Kriegsfreiwilligen.

Mailand, 4. Juli. (DNB.) Den Höhepunkt des Treffens der Kriegsfreiwilligen in A o st a, an dem über 4000 Frontkämpfer teil­nahmen, bildete eine von dem Präsidenten des ita­lienischen Verbandes, dem Abgeordneten Cosel- schi, verlesene Erklärung, in der die italienischen Kriegsfreiwilligen ihren ehemaligen Kame­raden von der Gegenseite Grüße auf­richtigster Kameradschaft zum Ausdruck brachten und ihnen Bewunderung für ihre Tapferkeit aus­sprechen. Weiter heißt es in der Erklärung noch, die lateinische, Solidarität sei bewußt von denen gebrochen worden, die sich mit der Barbarei verbündeten und die spanische Na­

tion der Moskauer Zwangsherr sch aft ausliefern wollten. Geistige und aktive Soli­darität könne nur gegenüber jenen Völkern bestehen, die sich achten und ohne Hintergedanken in dieser entscheidenden Phase der Geschichte Europas und der Welt für die Ordnung, Freiheit und Zivilisation gegen Anarchie, Unterdrückung und Barbarei zusammen geschart hätten.

lieh im Geschmack sind. Das ist es ja auch» worauf es ankommt und deshalb bereiten die Hausfrauen nach wie vor bequem und mühelos Marmeladen und Gelees in 10 Minuten mit

sam und unaufschiebbar sind, werden von dem Be­auftragten für den Vierjahresplan bezeichnet. Be­triebe, die solche Aufgaben durchzuführen haben, müssen die hierfür benötigten Arbeitskräfte, soweit diese nicht schon vom Arbeitsamt gestellt werden können, auf einem von den Arbeitsämtern erhältlichen Formblatt beim Landesarbeits­amt anfordern. Soweit auch das Landes­arbeitsamt den Bedarf an Arbeitskräften nicht auf dem sonst üblichen Vermittlungswege decken kann, veranlaßt es, daß die benötigten Kräfte verpflichtet werden. Die Verpflichtung erfolgt durch das Ar­beitsamt in einem in der Anordnung geregelten Verfahren. ...

Nach der Verordnung des Beauftragten jur den Vierjahresplan kann jeder deutsche Statatsange- hörige verpflichtet werden. Die Durchführungsan­ordnung bestimmt hierzu, daß in e r st e r Linie ledige Personen verpflichtet werden sollen. Ferner trifft die Anordnung Vorsorge, daß der Verpflichtete durch die Verpflichtung wirtschaft­lich nicht schlechter ge st eilt werden soll als bisher und daß seine Arbeitskraft auf der neuen Arbeitsstelle so zweckvoll wie m o g = li eingesetzt wird. Wieweit von der Verpflich- tung von Arbeitskräften Gebrauch gemacht werden muß, hängt in erster Linie vvn Art und Umfang der durchzuführenden Aufgaben ab.

Die Anordnung trifft weiter nähere Bestimmung über die Sicherung des alten Arbeits­platzes und der Dienst- oder Werkwohnung, die der Verpflichtete etwa inne hat. Ferner bestmimt die Anordnung, daß die Kosten der erstmaligen An­reise zum Dienstort das Arbeitsamt, die Kosten der Rückreise nach Beendigung der Verpflichtung der Betriebsführer zu tragen hat, bei dem die Dienste zu leisten sind. Dienstpflichtigen mit eigenem fiaus-- halt kann vom Arbeitsamt auf Antrag eine ange­messene Trennungsbeihilfe gewährt werden. Fachanwätte für Gieuerrecht.

Staatssekretär Reinhardt

eröffnete die Rcichsfinanzschule Berlin.

Oie Sicherstellung des Krästebedarfs für Aufgaben von besonderer staats- politischer Bedeutung.

Zu der vom Beauftragten für den Dierjahres- plan, Ministerpräsident Generalfeldmarschall Gö­ring erlassenen, am 1. Juli 1938 in Kraft getre­tenen Verordnung zur Sicher st ellung des Kräftebedarfs für Aufgaben von be­sonderer staatspolitischer Bedeutung ' vom 22. Juni 1938 hat der Präsident der Reichs- anstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenver­sicherung unter dem 29. Juni 1938 eine Durch- führungsanordnung erlassen, die im Deut­schen Reichsanzeiger Nr. 149 vom 30. Juni 1938 verkündet ist. Die Aufgaben, die besonders bedeut-

nungRechtsanwalt" die SonderbezeichnungFach­anwalt für Steuerrecht" führen, sofern sie vom zuständigen Oberfinanzpräsidenten in die Liste derFachanwälte für Steuerrecht" eingetragen sind. Dazu müssen sie ein Zeugnis der Reichssinanzschule Berlin darüber beibringen, daß sie mit dem Wesen der Steuern und mit den Vorschriften der Steuer­gesetze vertraut sind und die Buchführung und das Bilanzwesen sowie die praktischen Auswirkungen und Beziehungen von Buchführung und Bilanz zum Steuerrecht beherrschen. Das Zeugnis der Reichs­finanzschule Berlin kann nur dadurch erlangt wer­den, daß der Rechtsanwalt an einem mindestens einmonatigem Lehrgang der Schule teilnimmt.

Die nationalpolitifchen Erziehungsanflalten.

ReichsministerRustüberAufgabenundZiele

Ahrenshoop, 4. Juli. (DNB.) Bei einem Besuch des Zeltlagers von zwölf nationalpolitischen Erziehungsanstalten in Ahrenshoop auf dem Darsz, wo gegen 3000 Erzieher-Jungmannen aus dem ganzen Reich untergebracht find, erinnerte Reichs­minister Rust an die Begründung der ersten drei Anstalten am Geburtstag des Führers im Jahre 1983. Die drei ehemaligen Kadettenanstalten P l ö n, Potsdam und Köslin wurden für die natio­nalpolitische Schulung umgestaltet. Es sollte auf ihnen der totale Mensch gepflegt werden ohne eine einseitige geistige Ausbildung. Unter verstärk­ter Berücksichtigung der körperlichen Ausbildung und der Stärkung des Gemeinschaftssinnes lehne sich der Lehrplan an die sämtlicher übrigen hohen Schulen an. Der Minister umriß dann kurz die zur Zeit im Reiche bestehenden 14 Anstalten und teilte mit, daß in diesem Jcrhre in Preußen vier An­stalten neu gebaut würden, und zwar werde Potsdam durch Einschaltung einer Oberstufe zu einer vollen Anstalt ausgebaut. Weiter werde die Nationalpolitische ErziehungsanstaltS ch a r n - hör st" am Steinhuder Meer, eine neue Anstalt bei Hirsch berg und eine bei Trier

Trocken: Beutel für 4 kg Marmelade zÄ5f 65

Beutel für 2 kg Marmelade z48< 34

atlantik zu schaffen.

Aus aller Wett.

Suzanne Lenglen gestorben.

Paris, 4. Juli. (Europapreß.) Die größte fran­zösische Tennisspielerin, Suzanne Lenglen, ist am Montagmorgen im Alter von 39 Jahren gestorben. Sie war vor etwa 14 Tagen an Leukämie erkrankt. In den letzten drei Tagen hatte sich chr Zustand plötzlich verschlechtert. Auch drei Blutübertragungen hatten ihr keine Rettung mehr bringen können. Der Tod von Suzanne Lenglen hat in allen französischen Sportkreisen schmerzliches Bedauern ausgelöst. Ihrs Laufbahn als Tennismeisterin war einzigartig. Schon im Jahre 1914 hatte sie als 15jährige die Weltmeisterschaft in St. Cloud errungen und seit­dem hat sie zahlreiche Siege davongetragen, u. a. die internationalen Meisterschaften von Wimbledon 1919 bis 1923 sowie 1925, außerdem etwa hundert Siege an der Riviera. In den Gemischten-Doppel- Spielen hatte sie die besten französischen Spieler uls Partner, darunter Cochet, Borotra u. a. Im Jahre 1926 wurde Suzanne Lenglen Berufsspielerin und machte eine glänzende Tournee durch die Ver­einigten Staaten-

Todesstrafe für die Lütticher Giftmörderin beantragt.

In dem Prozeß gegen die mehrfache Giftmörderin Witwe Becker beantragte der Generalstaats­anwalt vor dem Lütticher Geschworenengericht die Todesstrafe. Der Generalstaatsanwalt gab zu, daß eine Reihe von Tatbeständen nicht geklärt worden fei. Dor allem habe sich nicht feststellen lassen, wer die Witwe Becker in dem Gebrauch des gefähr­lichen, von ihr verwandten Gifts unterrichtet habe. Die Schuld der Becker stehe jedoch außer Frage, zumal seit ihrer Verhaftung sich weitere Giftmorde nicht mehr ereignet hätten.

90-Jahrfeier desDeutschen Hauses" in Mexiko.

DasDeutsche Haus", nach dem 1842 gegründeten Deutschen Gesangverein der älteste deutsche Verein Mexikos, beging bn Beisein des deut­schen Gesandten, des Landesgruppenleiters und zahl­reicher mexikanischer Gäste sein 90jähriges Jubiläum. Der Präsident des Vereins, Carl Stein, gab einen Rückblick über die Geschichte des Deutschen Hauses, die gleichzeitig eine Geschichte der deutschen Kolonie in Mexiko war. Der deutsche Gesandte Frhr. Rudi von Cothenberg, sowie Landesgruppenleiter Wirtz bezeichneten dasDeutsche Haus" als einen Hort deutschen Geistes und deutschen Gemütes. Die Mit- gliederzahl des Vereins, die bei der Gründung 39 bet trug, ist heute auf über 600 angewachsen.

Lin englischer passagierdampfer gescheitert.

Der von Montteal (Kanada) nach London unter­wegs befindliche englische PassagierdampferAs- c a n i a" ist mit 360 Fahrgästen und einer für die Bank von England bestimmten G o l d - ladung im Werte von 1,5 Millionen ; Dollar an Bord in der Gegend von Big Island, 275 Kilometer nordöstlich von Quebec, gescheitert. In ; das geschädigte Vorschiff drangen große Wasser- , massen ein, doch kann der Dampfer durch die Tätig­keit der Pumpen über Wasser gehalten werden. Zur

In den Krankenhäusern von Barcelona lägen 2000 Schwerverletzte. Die 30. sowjetspanische Divi­sion, die aus extremen Mitgliedern der sowjetspani­schen Gewerkschaften zusammengesetzt sei, habe ebenso wie die übrigen sowjetspanischen Verbände keine Wendung in der Kriegsführung gebracht. Die nationalen Erfolge haben einen erneuten Notschrei der roten Machthaber über den Sender Valencia an die Bevölkerung der Ostküste verursacht. Die Sage Valencias, so'sagte der bolschewistische Spre­cher, seiäußerst kritisch", es bestünde Ge­fahr, daß die Stadt an die Nationalen verloren gehe Auch die Verbindungen Madrids mit dem Süden seien äußerst gefährdet.

Oer nationalspanische Heeresbericht.

Salamanca, 5.Juli. (DNB. Funkspruch.) Wie der nationale spanische Heeresbericht meldet, wurden an der Teruel-Front die Operationen fort­gesetzt Die nationalen Truppen drangen weitere sieben Kilometer vor und fügten dem Feinde schwere Verluste zu. An der C a st e l l o n - F r o n t im Ad- Abschnitt Tales eroberten die Truppen Garcia Va- linos die Ortschaft Benitandua, erreichten das Ufer des Flusses Veo und besetzten alle im Norden des Espadangedirges liegenden Höhenzüge. Im Ab­schnitt Bechi wurde die Ortschaft Arkana be­setzt. In der Nähe der Küste wurden diePuntal- Höhen e r ft ü r m t, wo die Roten über 500 Tote und 400 Verwundete zurückließen. Die Beute an Kriegsmaterial ist außerordentlich groß. Bei den letzten Kämpfen wurden zwei rote Brigaden vollständig aufgerieben. Die national- spanischen Flieger bombardierten die Kasernen in

Oer Aufbau der DA!?, in der Ostmark.

Wien, 4. Juli. (DNB.) Der Aufbau der Deut­schen Arbeitsfront in der Ostmark, der von Reichs- kommissar Bürckel in die Hände von Pg. Hupfauer gelegt wurde, geht mit Riesenschritten voran. Seit dem Besuch Dr. Leys in den österreichischen Betrie­ben und seit der Eröffnung der ersten DAF.-Dienst- stellen haben sich bereits 7 88 00 0 österrei­chische Arbeiter in die gemeinsame Front ein­gereiht. Dabei haben in mehr als 13 7 0 0 Be­trieben die Arbeitskameraden vollzählig ihre Mitgliedschaft zur Deutschen Arbeitsfront erklärt.

Wieder planmäßige

Lusthansa-Nordailantik-^lüge.

erstehen.

Herodot habe uns die Erziehungsgrundsatze der arischen Perser überliefert: Reiten, Bogenschießen und die Wahrheit sagen. Wenn wirReiten und Bogenschießen" richtig verstünden, dann bedeute es: Mutig sein, die Augen aufmachen und scharf beob­achten. In den WortenWahrheit sagen" liege aber eine anständige Moral eines arischen Volkes. Er­ziehen heiße,'Charakter bilden, die Grunb- tuqenden üben, die niemals in der Welt entbehrlich seien.Als wir", so betonte Minister Rust,vor einem halben Menschenalter mit dem Führer an­traten, hat uns jene ablehnende Richtung, die nur den Geist und nicht den Körper gelten lassen wollte, den Vorwurf gemacht, daß die Form unseres Kampfes unwürdig fei, weil wir auf die Straße gegangen sind und die anderen, die uns schlugen, auch geschlagen haben. In dieser Stunde enthüllte sich der Selbstbetrug von der alleinigen Beherrschung der Welt durch den kultivierten Geist: Die Faust gehört dazu. Der Führer wollte nicht nur den qeiftigen Arbeiter in der Führung des Volkes haben, sondern die Kraft haben, die nur zustande kommt, wenn Geist und Faust Zusammenwirken." Die Na­tionalpolitischen Erziehungsanstalten hatten die Jungmannen aus der Einseitigkeit ihres Lebens her­ausgebracht. Er habe diese Anstalten aber nicht ge­gründet, um gewisse Besonderheiten des Sportes durchzuführen, sondern um bedingungslose Natio­nalsozialisten zu erziehen.________________________

Hand" etwa 500 000 Tonnen höher als 1937 sind.

Jrn Vorjahr hatten wir trotz anfänglich wenig günstigen Wetters eine Rekordernte an Kartoffeln: allein an eingesäuerten Kartoffeln standen Ende Mai noch reichlich 4,6 Millionen Tonnen ober 1,2 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr zur Verfügung. Anders als im Vorjahr ist die Ernte an Brotgetreide auf der nördlichen Halbkugel fehr aussichtsreich mit Ausnahme von England, Frank­reich und Italien, welche Länder eine ungewöhn­liche Dürre während des Winters zu erdulden hatten, worauf die starken Fröste im Frühjahr auch nicht gerade fördernd auf das Wachstum einwirkten. Aber vor allem die Vereinigten Staaten und Kanada kommen mit Meldungen von Rekordernten, die be­reits derartig auf den Weltmarktpreis drücken, daß neuerdings die Ernteschätzungenheruntergerechnet" werden, um keine Panik des Ueberflusses entstehen zu lassen. Sehr gut wird ferner die ungarische und rumänische Ernte beurteilt, während in Südslawien die Anbauflächen etwas zurückgegangen sind und das Land außerdem alle seine Vorräte aus dem Vorjahr restlos abgestoßen hat. Die Länder, die Getreide kaufen, haben also die Auswahl, besonders da Frankreich trotz seiner recht schlechten Ernte an sich immer noch Ueberschußland ist. Als starke Käufer werden nur England, das infolge seiner Vorräte aber auch keine Eile hat, und Italien auf­treten. Für den Fall, daß die Weltmarktpreise, wie es nicht ausgeschlossen ist, trotz der sehr lebhaften Bemühungen in Washington zum Schutze der ame­rikanischen Landwirtschaft weiter zurückgehen soll­ten so wird natürlich die deutsche Landwirtschaft nicht berührt, da das heutige Preissystem gerade darauf aufgebaut ist, daß der Bauer mit einem beständigen Preis rechnen darf.

Berlin, 4. Juli. (DNB.) Staatssekretär im Reichsfinanzministerium, Reinhardt, eröffnete die Reichsfinanzschule in Berlin. Zweck der Schule ist die Durchführung von Lehrgän­gen für Rechtsanwälte, die in die Lifte für Fachanwälte für Steuerrecht ein­getragen zu werden wünschen. Staatssekretär Rein­hardt führte dabei aus: §107 Absatz 3 der Reichs­abgabenordnung gemäß gibt es zwei Gruppen von Personen, die ohne weiteres befugt sind, geschäfts­mäßig RatundHilfe inSteuerfachenzu erteilen und als Bevollmächtigte und Beistände von Steuerpflichtigen vor den Finanzbehörden aufzu­treten: dieRechtsanwälteundNotareund die Personen, die durch einen Oberfinanzpräsidenten alsSteuerberater" ausdrücklich zugelassen worden sind. Prozeßagenten, öffentlich bestellte Wirtschaftsprüfer, vereidigte Bücherrevisoren usw. können die allgemeine Befugnis, als Bevollmäch­tigte und Beistände von Steuerpflichtigen von den Finanzbehörden aufzutreten, nur durch ausdrückliche Zulassung als Steuerberater erlangen. Der Reichs­minister der Finanzen und der Reichsminister der Justiz haben Richtlinien über eine besondere Fachanwaltschaft für Steuerrecht er­lassen. Danach dürfen diejenigen Rechtsanwälte, die nach außen auch als Rechtswahrer auf dem Gebiet des Steuerrechts aufzutreten wünschen, nach Er­füllung bestimmter Bedingungen neben der Bezeich-

Die verspätete Roggenblüte ist tn den meisten Teilen Deutschlands schon beendet, und die Winter­gerste wartet in ihrem satten reifenden Gelb auf die Sense. Da ist es nun höchst zeitgemäß, daß das Statistische Reichsamt die Ergebnisse einer E r - Hebung über d i e Getreide - und Mehl­vorräte veröffentlicht, die am 31. Mai durch­geführt wurde. Die Frage ist ja von erheblichem Interesse: Mit welchen Vorräten an Getreide gehen wir in das nächste Erntejahr hinein? Das Ver- fütterungsoerbot für Brotgetreide hat sich, wie unter Vorwegnahme der Zahlen schon eingangs gesagt werden kann, sehr günstig ausgewirkt.' Die vorhandenen Vorräte sind naturgemäß vor allem in den letzten Monaten des Erntejahres bei der zweiten Hand" zusammengefaßt. Die Landwirtschaft hat in den Betriebspausen während der Frühjahrs­bestellung Restlieferungen noch durchgeführt, obwohl ihre Hauptlieferungen wohl schon mit Winters Ausgang erledigt waren. In ihren Händen ist im wesentlichen nur noch der Eigenbedarf für die menschliche Ernährung. Gegenüber dem Vorjahr lagern bei der Landwirtschaft und derzweiten Hand" (Handel, Mühlen, Bäckereien, Nahrungs­mittelfabriken usw.) 500000 Tonnen an Roggen und 650 000 Tonnen an Weizen mehr als im Vorjahr, so daß die gesamten , Vorräte an Brot­getreide in diesem Jahre um reichlich 1,1 Millionen Tonnen höher waren als zur selben Zeit des Vorjahres. An Futterqetreide verfügt die Land­wirtschaft über 1,15 Millionen Tonnen vder um 200 000 Tonnen mehr als im Vorjahr, wobei zu berücksichtigen ist, daß, wie ein Blick auf unsere Wiesen und Weiden zeigt, die Grünfütterung bereits eingesetzt hat. Auch die industriellen Betriebe sind mit Hafer und Gerste so reichlich versorgt, daß die Gesamtvorräte bei Landwirtschaft undzweiter

Mit Genehmigung der amerikanischen und betf portugiesischen Regierung wird die Deutsche Luft­hansa von Mitte Juli bis Ende Oktober aus der Strecke Lissabon Hör t-a Neuyork wiederum versuchsweise einen planmäßigen Luft­verkehr über den Nordatlantik durchführen, der wöchentlich je einmal in beiden Rich­tungen betrieben werden wird. Bei den Flüge.n werden die mit vier Junkers-Schweröl-Motoren ausgerüsteten Hochseeflugzeuge des Musters HA 139 von Blohm & Voß Verwendung finden, die im Laufe der letzten Monate weiter verbessert wurdem Der Start dieser Flugzeuge in Horta und in Neu­york erfolgt von den Flugstützpunkt te nSchwabenland" undFriesen - land", die sich zur Zeit auf der Anfahrt zu ihren Stationen befinden. Nachdem die Deutsche Luft- Hansa schon 1936 als erste Luftverkehrsgesellschaft der Welt acht planmäßige Verkehrsflüge auf dieser schwierigsten Strecke ohne jeden Zwischenfall durch­geführt hatte, denen 1937 sechzehn planmäßige Flüge folgten, sind für dieses Jahr 28 Ozeanüber- querungen in Aussicht genommen. Die Fest­setzung der Termine wurde so vorgenommen, daß

" *' gute als auch die schlechte Jahreszeit rben kann. Das ist im Hinblick auf den

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