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jährlich die Namen der Reichssieger eingetragen.

Neues für -en Büchertisch

ging, um die Hacke zu holen.

Nun stand Jurinka allein auf dem Acker und spürte den großen, blauen Himmel als Segen über sich und dem Kind. Mütterliche Verklärung kam : t- - i C-. -x avn * STÜnMat n <l vni nitß h3m

Baum, der Frucht zu tragen versprach. Er sah, wie schön sie war und stark, und, einer heftigen Regung folgend, ging er auf sie zu und legte seine beiden Arme um sie unter dem großen blauen Himmel. Er sagte kein Wort, aber er hielt Ju- rinka mit seinen mächtigen Händen, als wäre sie der Pflug, der die Erde für die Saat aufreißt.

So dicht, spürte er den Geruch ihres Haares. Er sah.ihren Hals und die Fülle ihrer Brust und mußte sie fester an sich nehmen. Es war nur ein Augenblick, denn es kamen Leute aber Jurinka konnte es nicht vergessen. Sie ging ins Haus und stand am Herd und dachte an Mathias, der ihr Mann wär. Seit heute. Sie hatte ihn gespürt. Ein

Der Gauletter zum Reichshandwettertag 1938

hatte, mochte sie nicht anders heißen. Weib, sagte da Mathias einfach zu ihr. Er hatte in allem seine eigene Art. Mit der Sonne war er auf und davon, fand sich zum Mittag« und Abendbrot ein, sprach wenig und schlief schnell und fest.

Nun war Jurinka zwar nach außen ein derbes Bauernweib, aber das Kleid ist nicht die Seele. Sie hatte viele Gedanken, und mit den Gedanken kam manche Sehnsucht, und bald litt sie im Geheimen an dem gar zu kargen Mann. Sie hatte es sich anders gedacht. Der Vater war ein milder Mann gewesen, der oft vor aller Kinder Augen die Mut­ter herzlich uyiarmt und so viel er wollte geküßt hot Jurinka grämte sich um ihre Jugend, bis sie eines Tages ein Kindlein unter dem Herzen spürte,

Oper in einer kleinen italienischen Stadt

Eine Wandertruppe war gekommen, es gabLa Traviata"; in der Nacht von halb zehn bis halb eins.

Auf der Galerie sahen sie mit Hüten und wilden Baskenmützen und tobten sehnsüchtig, wie es immer nicht anfangen wollte. Die beiden Karabmierl mit den Napoleonshüten und roten Hosenstrelfen blickten hinauf mit dem träumerischen Gleichmut von Ma­rionetten. Aber als es begonnen hatte, waren sie auf der Galerie wie im seidenen Parterre empfindlich für jede Störung. Nur die Fächer rauschten, und die Funken der Zigaretten glühten auj; und als unter den Statisten ein Fräulein erkannt wurde, aus dem Ort, gab es ein Summen der Heiterkeit; eine Stimme rief sie beim Namen, und die Kara- binieri blickten drohend. . .

Es wurde eine zarte Aufführung, diszipliniert und ehrfürchtig vor dem Wort und der Reinheit der Musik, zuweilen dramatisch gesteigert. Wie spielten sie den Tod der Violetta ergriffen und fast im Trance! Alles vergaß man, die müde heiße Nacht, und die Fächer erstarrten.

Violettas Bewegungen waren groß und voller Anmut. Ihr Reifrock von Seide bauschte sich, aus dem Spitzenkragen stieg schlank und fein der Hals, die Locken fielen dunkel um das schmale Gesicht. Und ihre Stimme war ganz wie die vom Vogel im Oelbaum: schwebend, stark und rem, hell und frisch wie Wasser, die Kadenzen wie Quellen, wie kleine springende Bogen, ausgespannt und nie ganz los- gelassen. Don einer hellen Höhe tanzt es herab, vogelhaft süß oder scharf und immer ernst. Ich mar so verwundert über die Verhaltenheit des Ganzen. _

Wie ich dann in der Nacht durch d:e Kolonnaden ging, wo noch die Wärme des Tages schwamm, und die steinernen schwarzen Säulen fremder stehen als am Tage, fingen sie schon an, ihren Markt auf­zubauen. Mit übernächtigen Gesichtern schmückten sie die Pfirsiche mit Blättern, auf denen der Tau noch glänzte im Laternenschein.

Die Grillen schliefen schon.

Wera Wagenschein.

Lebendiges war von ihm zu ihr hingekommen und hatte an. ihr Herz gerührt, und im gleichen Augen­blick war der Bub unter ihrem Herzen gesprungen. Sie wußte setzt, wer er war, ihr Mann. Er war wie der Acker: er brauchte Zeit, Saat und Ernte auszutragen

Wie der Baler sollst melden", sprach sie zu dem

Die Krau auf dem Acker

Ton- Frieda pelh.

Deutsche Landschaft im Frühlingsbild Kleine Anweisungen für den photofreund.

23on Herbert Starke.

stellung Nahaufnahmen von Blütenzweigen auf 05 Meter Abstand (auf windstillen Augenblick achten!) machen und das landschaftliche Bild des Frühlings durch die schönen Motive der pflanz­lichen Kleinwelt ergänzen.

Kunst und Wissenschaft.

Staaisschauspielerin Hedwig Bleibtreu.

Der Führer und Reichskanzler hat der Hofschau­spielerin HedwigBleibtreu in Wien und Ber­lin den Titel Staatsschauspielerin ver­liehen.

Starter Erfolg

des Frankfurter Operngastspiels tn Bukarest.

In Bukarest schloß die Frankfurter Oper den Zyklus ihrerRing"-Aufführung mit der Götterdämmerung". Seit Tagen waren keine Karten mehr zu haben, und das glanzend gestimmte Haus bereitete den deutschen Künstlern begeisterte Huldigungen. Unter musikalischer ßcitung von Generalmusikdirektor Franz Konwitschny gaben die Frankfurter Sängerinnen und Sanger und das Orchester ihr Bestes her. Tags zuvor hatte das Orchester ein Sinfonie-Konzert gegeben, dessen Reinertrag zu Gunsten des Baues eines neuen Operngehaudes in Bukarest dient. Als Solist wirkte

Anna Maria Renner: Sibylla Augusta, Markgräfin von B<ab ein, Die Geschichte eines denkwürdigen Lebens. Mit 16^^Bild­tafeln. Preis in Seinen geb. RM. 4,50. _ Berlag Strecker und Schröder in Stuttgart. (136) Neben dem aus den Türkenkriegen berühmten kaiserlichen Reichsfeldmarschall Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden steht die Gestalt seiner Gemah­lin Sibylla Augusta im bewegten Zeitalter des Barocks. Fast ein Kind noch, wird die auf Schloß Schlackenwerth in Böhmen geborene Prinzessin von Sachsen-Lauenburg dem berühmten Feldherrn ver­mählt. Sie tritt an der Seite des großen Soldaten in die Welt der hohen Politti und bleibt dennoch in der Stille eines opferbereiten Frauendaseins. Der Tod des Türkenlouis erhebt sie zur Regentin der Markgrafschaft. Als kluge Verwalterin und schönheitsfreudige Barockfürstin zugleich verwirklicht sie ihre künstlerischen Gedanken in Bauwerken eben- o wie in reizvollen Spielereien der Kleinkunst und verpflanzt Kunst und Künstter aus dem östlichen Bereich ihrer Heimat herüber an den Oberrhein. Dem Historiker, der das Charakter- und Lebensbild die e Frau streng nach den Dokumenten zeichnet, erscheint sie als das Urbild einer barocken Fürstin, ausgeprägt in ihrer Eigenart wie Liselotte von der Pfalz. Die schöpferische Begabung der Fürstin ver­mochte in ihrem Lande wieder aufzurichten, was die Kriege der politischen Mächte in Europa nieder- gestampft hatten.

E. H. Hamanke: Physik des All - tags. Praktische Physik für jedermann Mit 55Ab­bildungen. Leinen 4,80 Mark. Franckh sche Verlags­handlung, Stuttgart. - (140) - Hier wird von uns selbstverständlichen, in Jahrhunderten gereis­ten physikalischen Erkenntnissen in anschaulicher, jedem verständlicher Sprache geschrieben. Eine prak­tische Physik für jedermann, mit klaren Bildern von der Klingelleitung bis zur Wetterkarte und kurzen, gut durchqearbeiteten Bestimmungen all der Be­griffe, die uns imphysikalischen Alltag" begegnen. Wer die Grundbegriffe kennt, wird zu den klar beschriebenen Versuchen Hamankes übergehen und wird über das Verstehen hinaus zu den Urbildern kommen und zu den ersten großartigen Ideen, die den Weg zu einer Entwicklung der Welt gewiesen haben, die uns heute als selbstverständlich gegeben

NSG. Nach einer erfolgreichen Jahresarbeit und LeiftSng des deutschen Handwerks begrüße ich seine Vertreter wiederum in der Gauhauptstadt Frank­furt am Main, derStadt des deutschen Hand­werks". Besonders das letzte Jahr hat gezeigt, daß der Weg des deutschen Handwerks durch die ParoleArbeit und Ehre" b e st i m m t ist und damit den Forderungen de s N at io - nalsozialismus folgt. Als Mttgestalttr unseres kulturellen Lebens hat sich der deutsche Handwerkerstand im Bewußtsein dieser Sendung zu einer festen Gemeinschaft zufammengeschlosien und seine Notwendigkeit damit für alle Zukunft bewiesen. Das Schlagwort vomabfterbenben Hand­werk" ist durch Tatsachen überwunden. Geeint und auf das große Ziel ausgenchtet mar­schiert ein Stand, dessen Tradition mit der Ge­schichte des deutschen Volkes aufs engste verbunden ist So begrüße ich heute mit besonderer Freude die zum erstenmal am Reichshandwerkertag teil* nehmenden deutschen Brüder aus dem heim- gekehrten Oesterreick- Ua'

Aus einer Frühlingsreise empfängt uns die deutsche Landschaft in ihrem festlichsten Gewand. Man hätte Grund, mit dem ersten Blütenfall der Obstbäume der allzu schnell vergänglichen Natur­pracht ein wenig melancholisch nachzublicken. Wer jedoch den Wundern des deutschen Frühlings mit der Kamera in der Hand nachgeht, vermag Die schönste Jahreszeit doppelt zst erleben. Einmal auf der Reise selbst, dann bei der Fertigstellung der eigenen Aufnahmen und ihrer Betrachtung im Photoalbum. Das selbst aufgenommene Bild kann den Frühlingszauber der flüchtigen Zeit entreißen.

Dev Reigen der schönsten Frühjahrsmotive er­öffnet die Obstblüte. Es gibt zwischen April und Juni in den deutschen Gauen wahrhafte Motiv­paradiese, die sich dem Kamerafreund verschwende­risch auftun. Beispielsweise die in Frühlingsfarben eingebetteten Städtchen der Bergstraße zwischen Darmstadt und Heidelberg mit ihren schlanken, spitzen Kirchtürmen. Hier an dieser vom Klima ge­segneten Straße bietet jeder hochgelegene Garten mit seinen Blütenzweigen einen malerischen Vorder­grund für die im Tal liegenden Orte, während- die dunkelgrünen Bergketten des Odenwaldes den Hintergrund für das prächtige Blütenweiß geben. 9m Westen Deutschlands verlocken der Rhein und seine Seitentäler und die Täler des Schwarzwaldes im Frühling zu Mottoentdeckungen, im Süden sind es das bayerische Alpenvorland und die Täler Tirols und Vorarlbergs, die eine Kamerareise loh­nend machen. Hier schenkt die Landschaft m Dem Nebeneinander Der blumenübersäten Wiesen und der schmelzenden Schneereste der Kamera einzig- artige Stimmungsbilder vom Kampf des Früh­lings mit dem Winter. Das ergibt Photos, die mit V25 Sekunde und Blende 11 bei Sonne be­sonders schön gelingen. Kaum zu anderer Zeit kann man aus der Ostmark so herrliche Motive heimbringen wie zur Frühlingszeit, die in den Alpenländern sogar bis spät in den Juni hinein dauert. Ein ganz tiefer Kamerastandpunkt, 30 Zenti­meter über dem Erdboden, bringt die Frühlings-

Vrosessor Karl Hoehn mit, der das ks - Dur- Klavier-Konzert von Franz Liszt spielte. 2)er <Sc- [amteinöruct dieser ersten geschlossenen !^ng-Aus iihrnng in ©üiofteuropa ist außerordentlich Es ist der Jnitiatioe des Königs zu verdanken, daß der Generaldirektor der rumänischen Opern undi Th°°ter Jon Marin S a d ° v e a n u , für das G-Ms-l d-e finanzielle Unterstützung der rumänischen Regierung erhielt. Der König hat auch dieWalküre und Siegfried" besucht und sich Den ©enerahntenDan en Meißner und die Hauptmitwlrkenden vorstellen lassen. In der Presse gab es für die Gememschafts- leistung der Frankfurter Oper nur eine Stimme des Lobes. Darüber hinaus hat sie auch den Stoss des Ringes der Nibelungen und Wagners Auf­fassungen eingehend geschildert und auf diese We se dazu beigetragen, die deutsch-rumänischen Kultur- beziehungen zu vertiefen.

Ein deutscher Fliegerfilm.

Karl Ritter, der u. a. die FilmeUrlaub auf Ehrenwort".Unternehmen Michael", , Berrater undPatrioten" inszenierte, bereitet als sein näch­stes Werk einen deutschen Fliegerfilm vor, der Den TitelPour le Merite tragen wird. Das Manuskript schreibt Fred Hildenbrandt mit Karl Ritter. Die Hauptrollen werden Paul Hartmann und Jutta Fr eybe spielen. Die Aufnahmen sollen nach Pfingsten beginnen.

i ch. Mögen die nun be­ginnenden Arbeitstagungen jene Verpflichtung zur Leistung und Gesinnung mit sich bringen, die die bisherigen Aufgaben löste und auch die weiteren Ziele des deutschen Handwerks verwirklichen wird. Gez. Sprenger.

er, mit einer dicken Brieftasche ausgestattet, nach Dalmatien. Mit ähnlichen Absichten fährt auch em junger Mann dorthin, Rudi Rotter, der nur wenig Geld hat, dafür aber 20 Jahre zählt. Beide sehen und erleben viel, aber doch nicht ganz das, was sie gern möchten ... Riemkasten hat diesen Roman sehr leicht geschrieben, aber es ist keine platte Komik, sondern er schildett Menschen aus Fleisch und Blut mit ihren Fehlern und Wünschen, nicht boshaft, son­dern mit verständnisvoller Liebe.

D r. Gerhard Venzmkr: Geheim­nisse des Lebenssaftes. Dom Blut des Menschen, seinen Erkrankungen und seiner Heil« kraft. Preis in Leinen gebunden 1,80 Mk. Fraimh- sche Verlagsbuchhandlung in Stuttgart. Das 15 0. Kosmosbändchen ist ein willkommener Anlaß, auf ein Unternehmen hinzuweisen, das sich bemühte, Erkenntnisse der Naturwissenschaft zu einer Zeit ins Volk zu tragen, als dies noch em Wagnis sein mußte. 1904 erschien das erste Kos­mosbändchen, und seitdem haben, eine Reihe unse­rer bedeutendsten Naturforscher sich in den Dienst dieser wahrhaft volksbildnerischen Aufgabe gestellt. Das 150. Bändchen erzählt von den Geheirnnstsen des Blutes, die die physiologische Wissenschaft Schritt für Schritt zu einem guten Teil erforscht sind enthüllt hat. Die klare Darstellung des Ver­fassers, der auch schon durch andere volkstümliche Schriften -aus dem Gebiet der Medizin-bekannt ge­worden ist, macht auch eine an sich so schwierige und verwickelte Materie, wie die Rolle des Blutes im menschlichen Organismus, jedermann verständlich.

Hans Heinrich Ehrler: Mit dem Herzen gedacht. Betrachtungen. 162 Setten. Seinen 4 Mark. Albert Lcmgen/Georg Muller Ver­lag in München. 1938. (83) Wer Dem Sinn dieses Buches auf den Grund geht, wird gewahr, daß die darin gesammelten Betrachtungen Zeug­nisse eines klugen und reinen Herzens find. In ihrer Innerlichkeit und Glaubensstärke äußert sich ein gut Teil deutschen Wesens. Die Erfahrungen eines er­füllten und reif gewordenen Lebens sprechen aus diesen Blättern, die drei Jahrzehnte unserer jüng­sten Geschichte umfassen. Ehrfürchtig werden Die Bilder der Eltern ins Gedächtnis gerufen, mit denen sich die Erinnerungen an Heimat, Kindheit und Ju­gend verknüpfen, dankbar hie formenden Mächte ge­priesen, die den Dichter zum Manne reiften und feinem Werke förderlich waren. Mit Gedanken über das Wesen der Dichtung, über die Aufgaben des vaterländischen und des religiösen Dichters schließt das Buch ab.

führen? ,, r ..

So ergibt sich folgende Arbeitsvorschrift für die Gestaltung anspruchsvoller Frühlingsmottoe: Blu- tenoorbergrunb suchen, Kamera auf Stativ in 2 bis 3 Meter Äbstand davor aufstellen, Entfernung von 4 bis 6 Meter auf der Skala einstellen, mindestens auf f: 16 abblenden, Gelbfilter auffetzen und nun mittels des Drahtauslösers Vs bis 2 Sekunden je nach Helligkeit des Motivs belichten.

Wem es Freude bereitet, das Frühlingswunder in Nahaufnahmen einzelner Blüten und Blüten­zweige festzuhalten, wird die Plattenkamera mit doppeltem Auszug oder Die Rollfilmkamera mit Vorsatzlinse (Verkürzungslinfe) bevorzugen. Damit kann man bei genauester Beachtung Der Scharfein- SoUn^Mutter wächst in einer Nacht. Jurinka er­wachte und war eine Neue, als es sich in ihr regte. Mathias wußte es nicht.

Sie sprach von nun an, wenn sie allein war, mit dem Lebendigen, das sie in sich wußte.Du mußt ein Bud werden", sprach sie,aber anders als der Vater. Blonde, krause Haare mußt du haben und blaue Himmelsaugen, mußt groß und stark werden, aber mit innigem, zärtlichem Gemüt, deiner Mutter eine Freude ..." so träumte Jurinka.

Als alle Leute längst um ihr Geheimnis wußten, hatte Mathias noch kein Wort davon gesprochen, und Jurinka meinte heimliche Tränen, bis die Mutter es einmal sah und ihr zum Vorwurf machte Tränen gibst du dem eigenen Kind", schalt sie,da kann es niemals ein Bub werden, allenfalls ein schwächliches Mädchen." Da meinte Jurinka nicht mehr, denn sie mailte einen Sohn.

Eines Tages hatte der Mann Pflaumenbäume gebracht und machte sich daran, sie an den Acker - rand zu setzen, und rief nach Jurinka. Sie schürzte ihren Rock und trat vor die Tür und ging mit großen Schritten über den Acker zu ihm hin.Halt das Bäumel", sprach Mathias zu ihr und grub rings die Erde um, rnohl fünf, sechs Bäume lang, bis er auf hartes Erdreich stieß und ins Haus

blumen auf den Wiesen fn den Vordergrund der alpinen Landschaften.

Bei der Ausrüstung zu solchen photographischen Frühlingswanderungen sollte man neben dem p a n- chromatischen Film und dem hellen Gelb­filter nicht ein Gerät vergessen, das viele Photo­freunde für entbehrlich halten: das Stativ. Nicht die Ferne in dem Blütenmeer der Gärten, sondern die Nähe des Baumvorderarundes prägt den Durch­blicksmotiven die eigentliche Frühlingsstimmung auf; der günstige Standpunkt liegt jeweils 2 bis 3 Meter von dem nächsten Blütenzweig. Die Ein­stellung der Meterzahl erfolgt auf die doppelte Ent­fernung des vordersten Zweiges (4 Meter statt 2 Meter), und die Schärfenausdehnung bis zym Hintergrund kann durch Benutzung der kleinen und kleinsten Blende (f:16 bis f:36) erreicht werden. Kleine Blendenöffnung gewährt höchste Tiefen­schärfe vom Blütenvordergrund bis zum landschaft­lichen Hintergrund das bedingt aber auch wegen der entsprechenden Verdunkelung des Bildfeldes lange Belichtung, zumal das bei blauem Frühlings­himmel notwendige Gelbfilter seinerseits die nor­male Belichtungszeit auf Das Doppelte verlängert. Sv erfordert selbst das sonnigste Frühlmgsmottv mit Blütenvordergrund bei Blende 16 mindestens Vs bis 1 Sekunde Belichtung und wer möchte ohne Stativ solche Belichtung verwacklungsfrei aus-

Zeitschristen.

Hessenland", Heimatzeitschrist für Kur­hessen, herausgegeben von Dr. C. Hitzer 0 th, Marburg, bringt im letzten Heft (3/4) u. a. als ein denkwürdiges Kapitel kurhessischer Politik eine af» tenmäßig belegte DarstellungAls die Main-Weser- Bahn gebaut werden sollte" von Dr. G. Hensell. Albrecht Kippenberger berichtet mit schönen Bild­beigaben über Volkskunst-Neuerwerbungen Des Mar­burger Unioersität^museums. Beiträge zur Geschichte der hessischen Auswanderung nach dem Osten liefert Dr. Friedrich Israel. Elisabeth Kersten schildert Den hessischen Flachsbau in alter Zeit. Berichte und An­fragen zur hessischen Volkskunde, die Bücherschau, Die Personalien und die Mitteilungen des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde seien vom übrigen Inhalt des gut ausgestatteten, sauber ge­druckten Heftes noch hervorgehoben.

Die Achse Berli nR 0 m von Italien aus gesehen: Der italienische Journälist Virginia Gayda schreibt über dieses Thema aus Anlaß des Führer- Besuches in Italien in derI 11 u st r i r t e n Z e i- tung ße'i p 3 i g". Der Beitrag, der das Kernstück der Nummer bildet, ist umrahmt von anderen Ar­tikeln und Bilderfolgen, Die im Zusammenhang mit Der Italien-Reise Des Führers einen Querschnitt durch bas Italien von heute geben. Aus dem wei­teren Inhalt verdienen folgende reichbebilderte Bei­träge Erwähnung:Die Faschistische Partei als Trägerin des Imperiums",Die Jugend Italiens marschiert",Bauten und Städtegründungen im faschistischen Italien",Auf dem Wege zur Autar­kie" undDopolavoro das italienische National­werk der Freizeitgestaltung",Kronprinz Humbert von Italien",Rom und Rom",Die ewige Stadt" undStätten des Führer-Besuches" Im Mittel­punkt des Heftes finden wir ein farbiges Kunstblatt mit Aquarellstudien aus Italien von Professor Fran? Kienmayer.

Hochsckuinachrichien.

Geh. Hofrat Professor Dr. Erich Bethe, Der seit 1931 emeritierte Ordinarius der klassischen Philo­logie an der Universität ß e i p 3 i g , vollendet sein 7 5. Lebensjahr. Bethe, der früher in Bonn, Rostock, Basel und (1903 bis 1906) auch in Gie - ß e n wirkte, hat hauptsächlich über griechische Hel­densage, griechisches Epos und griechische Tragödie gearbeitet. Sein Hauptwerk istHomer, Dichtung und Sage", Dessen letzter Band,Die Sage vom troischen Kriege", 1927 erschienen ist.

erscheint.

- F-lix Ri-mkasten: D>° Wunsch- tanbreife. Roman. 250 Seiten Geh.- 2,4° Mark, Leinen 3,50 Mark. Verlag Scherl, Berlin SW 68. 1938. (46) Voll Sehnsucht nach Dem großen Glück unD Den Abenteuern in fernen Landen ist baj> männliche Herz des Herrn Winfried Kleinschmidt von Beruf Prokurist einer Möbelfabrik. Folglich reift Leben in sich,und fein Kom anders. " Da stand Der Mann in der Tür und es war noch früh. Er fetzte sich an den Tisch und sah ihr zu. Um ihret­willen war er gekommen, das wußte Junnka. Hoyer als am Brauttag schlug ihr Herz.

Setz' dich her, Jurinka", sagte er und nannte sie zum erstenmal mit ihrem Namen,setz dich zu mir her ..." und sie ließ, was sie hielt, aus ihren Händen und folgte ihm.

Mathias war Ackermann, das heißt, er war schon als ein solcher auf die Welt gekommen. Nicht, weil fein Vater ein Bauernhaus und einen Acker, Feld und Vieh hatte, sondern weil sein Ackersinn auf den jungen Mathias übergekommen war, so daß er als Kind keine größere Freude hgtte, als in Mutters Garten Samen in die hungrige Früh- jahrserde zu streuen und die schwarze, wohlriechende Krume in den kleinen Händen zu halten.

Frühzeitig half er dem Vater bei der Arbeit. Er ging an der Seine hinter dem Pftug und trieb das Pferd mit hüh und hott und sah dabei die Schar in Öen Acker fassen und ihn aufbrechen. Er sah das Korn aus seines Vaters Händen laufen, sah Das Wunder des Brotes wachsen und werden und suchte, kaum ein Jüngling, Gott nicht hinter den ' weißen Wolken, sondern tief in Der ErDe, woher alles.Leben zu kommen schien.

Als Der Vater sterben mußte, gab er seinem Sohne Haus und Acker und alles, was er sonst noch hinterließ.Mach es recht, Mathias", sagte er und starb. Mahias war über dreißig Jahre alt. und als die Schwestern verheiratet und aus dem Haus waren, nahm er sich ein Weid, Das etwas anzufassen verstand. , r-,- ----- - . .

Es war ihm nicht schwer gefallen, eine solche zu ihr ins Herz. Gerade tra Mathias wieder aus dem finden, denn Mathias war groß und breit, war Haus und sah die Frau so stehen, mitten in seinem rechtschaffen und in guten Verhältnissen. Er war Acker. Ganz langsam ging er und sah auf Die fein schöner Mann, seine Züge roaten Derb. Seine § Frau. Er hatte gut gewählt sie stand wie ein Hände waren außergewöhnlich groß, aber Jurinka meinte, als sie seine Frau wurde, daß man in solchen Händen wohl behütet sein könne. An ihrem Namen hatte Mathias zuerst viel auszysetzen ge­habt, denn eigentlich hieß sie Julia. Doch weil sie von Kind an sich immer nur Jurinka rufen gehört

nisch und formal gut gelöst. Weiter fällt auf ein 1 feit eines Gesellen. Einen besonderen Anzlehun^s- neuartiger Hufbeschlag aus Leichtmetall und punkt der Ausstellung bildet das in einer Vitrine ein Lager schle über metall zum Ausspritzen vor der Ehrenhalle ausgestellteG1) r e n b u cb Der Pleuellager an Kraftfahrzeugen, das eine Er- des deutschen Handwerks . In dieses etwa fparnis um ein Drittel gegenüber den bisherigen V- Zentner sihwere ^Duch werden vo^ letzt ob^ all- Arbeitsvorgänaen bringt sowie ein neuartiger Dränagepflug für die Entwässerungsgraben von Wiesen. Ein Meister der Farbenphoto- g r a p h i e zeigt eine Porträtaufnahme, Die von einem gemalten BilD nicht zu unterscheiDen ist. In­teressant ist auch ein ® l a s g i 11 e r zur Beu­gung Des Lichtes für Spektroskope. Mit diesem Glas­gitter ist der Wissenschaft Die Möglichkeit gegeben, Die Grundstoffe der Materie auf spektralanalyti- schein Wege zu besttmmen. Der Meister hat es ver­standen, einen Millimeter auf 1000 Teilstriche zu zerlegen! Von Dem Erfindergeist dieses Meisters zeugen bisher 30 Gebrauchsmusterschutze und 20 Patente in vielen Ländern. Auf Grund seiner dies­jährigen Arbeit wird er eine besondere Auszeich­nung noch von Generalfeldmarschall Göring er­halten. In Der Abteilung Der SattlerhanD- roerfer hat ein Meister zum ersten Male Den erfolgreichen Versuch unternommen, ein PferDe- kummet aus synthetischen Lederwerk­st o f f e n herzustellen. Bewundernswert ist auch eine Pferdeleine aus deutschem Leder. Bei den Holzhandwerfern begeisterten ein aus deut­schem Nußbaum hergestellter Bücherschranf, eine Truhe, ein gedrechselter Blumenständer und eine aus Tanne und Ahorn gearbeitete klangvolle Vio­line. Eine Universal-Schraubstock-Bohr- Vorrichtung soll bei Arbeiten Verwendung finden, die ohne Anriß und Körner sicher gebohrt werden können. Bei Den Kunstschmieden wurde besonders die gute und schöne Formgebung bei Leichtmetallen prämiiert.« Ein zweiarmiger Kerzenleuchter zeigt in dieser Hinsicht die Fertig-