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Gießen, den 5. Mai 1938
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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Familie Ludwig Einhäuser Familie Karl Urbach.
Danksagung.
Allen Verwandten, Freunden und Bekannten sagen wir für die Anteilnahme, die sie uns beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen
Frau Gertrud Einhäuser, geb. Becker erwiesen haben, unseren herzlichen Dank. Insonderheit danken wir auch dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte bei der Beerdigung-
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Der Beirat der Deutschen Reichsbahn unter dem Vorsitz des Reichsverkehrsministers Dr. Dorpmüller beriet den Abschluß des Geschäftsjahres 1937 und den Geschäftsbericht. Der Reichsoerkehrs- minister setzte nach Zustimmung des Reichsministers der Finanzen den Jahresabschluß fest und verfügte die Ausschüttung der Dividende auf die ausgegebenen Vorzugsaktien Serie I bis V. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichtes wird in der nächsten
In der Rossauer Militärkaserne in Wien wurden Gedenktafeln für die beiden nationalsozialistischen Freiheitskämpfer Otto Planetta und Franz Holzweber enthüllt, die noch dem 25. Juli 1934 als Teilnehmer an dem Angriff auf das Bundeskanzleramt entgegen den von der Regierung gegebenen Zusagen h i n g e r i ch t e t worden waren.
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sei im Rahmen des Dreier - Währungsabkommens zwischen Frankreich, England und Amerika getroffen worden, dem die französische Regierung auch fernerhin Iren bleiben wolle. Der für Donnerstag festgesetzte Frank-Kurs werde nicht überschritten werden.
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„Die bevorstehende Landesverteidigungsanleihe", so rief Daladier aus, „wird allen Franzosen Gelegenheit geben, in vollem Bewußtsein eine Volksabstimmung ihres Patriotismus zu machen!" Darüber hinaus dürfe man die neuen Notverordnungen nicht nur unter dem undankbare^, aber notwendigen Aspekt der Steuererhöhungen betrachten. Sie seien Maßnahmen, die die Entwicklung der Produktion, des Handels und des Goldumlaufes sowie die Durchführung großer öffentlicher Arbeiten begünstigen sollten. Die Regierung lege dem Lande einen Plan vor, der die Währung .vor den unaufhörlichen Attacken schützen und die Erhaltung des für die nationale Verteidigung notwendigen Goldbestandes erlauben solle. Die Regierung habe einen Appell an den Mut der Franzosen anderen Tendenzen vorgezogen. Das höchste Ziel der Regierung sei die Ankurbelung de r französischen Arbeit.
Was wird der Franken wert sein?
Wie man in gut unterrichteten Kreisen erfährt, soll die Neubewertung des Franken zunächst nur tatsächlich vorgenommen werden. Die formelle Stabilisierung dürfte noch einige Zeit auf sich warten lassen. Man nimmt an, daß der neue Franken-Kurs schon in den nächsten Tagen festgesetzt wird und glaubt, daß er
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Auch nahm der Verwaltungsrat Kenntnis von den für den Ausbau der Reichsautobahnen im Lande Oe ft erreich getroffenen Maßnahmen.
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Erscheinen aller Mitglieder Pflicht.
Stabilisierung -es Franken auf abgewerteter Basis.
Daladier sucht eine neue Grundlage für ein großes Wirtschaftsprogramm.
Ehemai. Leibrardisten Die am 5. Mai Üattfindende
Monatsversammlung wird Umstände halber auf den 7.Mai,8.30Uhr im „Schivkavatz" verlegt. $082° Ter Vorstand.
Oberst Selinger, selbst nationalsozialistischer Vorkämpfer und Opfer des Schuschnigg-Systems, hielt die Gedenkrede.
*
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, der die Wanderausstellung „Freude und Arbeit" eröffnet hatte, überreichte Ministerpräsident Metaxas in Anwesenheit des deutschen Gesandten, Prinzen Erbach, das diesem vom Führer verliehene Großkreuz des Deutschen Adlerordens. Dr. Ley wurde anschließend von König Georg II. iw Privataudienz empfangen, der sich mit ihm über die Deutsche Arbeitsfront unterhielt.
Wie der nationalspanische Heeresbericht meldet, befinden sich die Truppen General Francos im Frontabschnitt C a st e l l 0 n in fortgesetztem Angriff. Sie erreichten die Straße von Aicala de Chisbert nach Cuevas de Dinroma. Trotz erheblichen Widerstandes der Bolschewisten konnten die Stellungen im Sturm erobert werden. Der Feind hatte schwere Verluste an Gefangenen und Kriegsmaterial.
Rundfunkrede Daladiers.
Paris, 4. Mai. (DNB.) Ministerpräsident Daladier hielt eine Rundfunkansprache, in der er eine Stabilisierung des Fran k verkündete, die die französische Regierung in Verbindung mit einem neuen Ab sinken der Währung be- schlossen habe, auf einer Grundlage, die der Regierung eine wirksame Verteidigung des Frank ermögliche. Der Ministerpräsident erklärte, er wolle dem t Lande die ganze Wahrheit sagen: Frankreichs Wirtschaft sei schwer in Mitleiden- ; schäft gezogen, die Arbeitslosigkeit im Zu- < nehmen begriffen. Die passive Handelsbilanz trage zu einer ständigen Verarmung , des französischen Volkes bei, die Statistiken über die eigene Produktion seien für die Franzosen geradezu beschämend. Die Wirtschaft und der Staatshaushalt befänden sich wieder unvermeid- , lich im Defizit. Die Erfordernisse des Schatzamtes saugten das Sparertum aus, verminderten den öffentlichen Kredit und bedrohten den Währungskredit.
Die für die Geschicke Frankreichs verantwortliche Regierung könne ein längeres Anhalten einer so schweren Lage nicht zulassen. Für eine wahrhafte Dertrauenspolitik müsse eine feste und allen Prüfungen widerstandsfähige Ausgangsgrund- l a g e geschaffen werden. Es gelte daher zunächst, ein Währungsniveau festzulegen, das den Lasten Frankreichs entspräche und das den Frank endlich vor den feit Jahren gegen ihn geführten Angriffen schütze.
Er habe daher beschlossen, ein Absinken der französischen Währung vorzunehmen -und sie gleichzeitig auf einer Basis zu sl a b i l i s i e r e n , auf der sie wirksam v e r le l d i g l werden könne. Dieser Beschluß
etwa zwischen 17 5 und 180 Franken füröas Pfund Sterling liegen wird. Weiter erklärt man, daß zwei Anleihen vorgesehen feien: zunächst eine kurzfristige und dann die große Aufrüstungsanleihe, die erst in einiger Zeit aufgelegt werde. Gegenwärtig ist der G 0 l db e st a n d des französischen N 0 t e n i n st i t u t s auf der Grundlage eines Satzes von 43 Milligramm Gold für einen Franken bewertet. Aus einer Neubewertung dieses Goldbestandes auf einer niedrigeren ' Grundlage wird sich ein erheblicher Kursgewinn für die Bank von Frankreich bzw. die französische Regierung ergeben. Der Franken fiel auf 1695/s zum Pfund ab im Gegensatz zu 1643/i2 und 1623/i6 am Montag. Die französische Kontrollstelle griff Mittwoch ein, ohne jedoch das Abfinken des Franken aufhalten zu können. Gegen Schluß der Börse war die Unsicherheit besonders stark, nachdem auch aus Neuyork Meldungen über erhebliche Schwächeperioden des Franken eingetroffen waren. Das Abfallen des Franken war nicht zuletzt auf Gerüchte zurückzuführen, wonach die französische Regierung gezwungen fein wurde, den Franken auf 17 5 zum Pfund a b zu - werten, um nach der vom Schatzkanzler Sir John Simon zum Ausdruck gebrachten Abneigung gegen eine englische Anleihe an Frankreich auf irgendeine Art eine Sanieru/ig der französischen Finanzen herbeizuführen.
In Regierungskreisen hofft man auf R ü ck kehr ausgewanderter Kapitalien. Die neue Abwertung dürfe sich nicht auf die Lebenshaltungskosten auswirken. Die Regierung müsse sogar, wenn möglich, einen langsamen Preisabbau erreichen. In allernächster Zeit werde ein kurzfristige Anleihe mit mäßigen Zinssätzen und in nicht allzu großer Höhe aufgelegt werden um den Markt vorerst nicht zu stark zu belasten. Dann werde die große Rüstungsanleihe gestartet werden.
Der halbamtliche „P e t i t P a r i s i e n" nennt die Entschlüsse der Regierung mutig. — Der „Malin" sagt, eine Politik, die zum Ziele habe, eine Ste 1 - gerungder Produktion herbeizuführen, habe auch eine Stabilisierung des Franken erfordern müssen, ohne die eine Geschäftstätigkeit auf lange Sicht ausgeschlossen gewesen wäre. — Das „Journal" erklärt, die Fehler der Politik Blums fett 1936 hätten Frankreich sch w e r e,O p f e r gekostet. Die Regierung habe einen schwerwiegenden Entschluß fassen müssen. — Die marxistischen Blätter wenden sich gegen den Abwertungsbeschluß. „Populäre" jagt, der Franken sei erneut der „monitären' Freiheit geopfert worden, anstatt die Devisenkontrolle einzuführen.
Or. Hyde Staatspräsident von Eire.
Dublin, 4. Mai. (DNB.) Dr. Douglas Hyde wurde zum Staatspräsidenten Irlands gewählt, nachdem die Regierungspartei und die größte südirische Oppositionspartei kürzlich seiner Kandidatur zugestimmt hatten. Dr. Hyde wird damit der erste Staatspräsident von Eire. Seine feierliche Einführung wird am 1. Juiii erfolgen. Dr. Hyde, der 78 Jahre alt ist, ist Protestant und hat sich als Organisator der Gälischen Liga, die er zur, Erzielung eines inneren Zusammenschlusses zwischen Protestanten und Katholiken gründete, einen Namen gemacht. Als der bekannteste irische Historiker hat er^eine hervorragende Rolle in der Wiederbelebung der i-rischen Sprache gespielt.
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4 Kinder bei einem Brand ums Leben gekommen.
In einem Häufe im Osten Berlins brach spät abends Feuer aus, das Mit rasender Schnelligkeit um sich griff. Dem dort wohnenden Invaliden A st e r m a n n , seiner Frau und seinen vier Kindern wurde durch den überaus starken Qualm der Weg ins Freie abgeschnitten. Erst unter vielen Mühen gelang es der Feuerwehr, die Familie über eine mechanische Leiter und durch bas Treppenhaus zu bergen. Die vier Kinder hatten jedoch bereits so schwere Brandwunden und Rauchvergiftungen daoongettagen, daß sie kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus trotz aller ärztlichen Bemühungen starben.
Grohfeuer auf einem französischen Dampfer im Hafen von Le Havre.
An Bord des französischen Luxusbampfers „La- fayette", der im Hafen von Le Havre zur Ausbesserung aufs Trockendock gelegt roorbeft war, brach - im Heizraum ein Großfeuer aus. Das Feuer hatte bald das ganze Schiff erfaßt. In den großen Oelbehältern fanden die Flammen reiche Nahrung und fraßen sich schnell im Innern des Schiffes weiter. Die Löscharbeiten waren sehr schwierig und gefährlich. So wurden etwa 50 Feuerwehrleute und Matrosen von einer Feuerwand abgeschnitten und konnten nur mit größter Anstrengung gerettet werden. 30 andere mußten sich vor dem rasenden Element auf das Vorschiff flüchten, um von dort mit Strickleitern von Bord zu kommen. Der Schaden ist außerordentlich hoch, doch sind Verluste an Menschenleben nicht zu beklagen.
Weiterbericht
Auf dem Nordostabhang des nordwest-europäischen Hochdruckgebietes gelangt ein Schwall milder Meeresluft in mittlerer Höhe nach dem deutschen Küstengebiet und bewirkt dort vorübergehende Bewölkungszunahme. Da die Warmluftzufuhr aber bereits schon wieder abgestoppt ist, bleibt für unser Gebiet der Hochdruckeinfluß erhalten.
Aussichten für Freitag: Heiter und vorübergehend stärker bewölkt, ttocken, Tagestempc« ratur um 15 Grad, nachts noch örtlich leichter Frost, mäßige bis schwache Winde um Süd ost.
Aussichten für Samstag: Meist heiter und trocken, östliche Winde.
Lufttemperaturen am 4. Mai: mittags 13,9 Grad Celsius, abends 6,2 Grad; am 5. Mai: morgens 3,6 Grad. Maximum 14 Grad, Minimum heute nacht —1,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 4, Mai: abends 11,2 Grad; am 5. Mai: morgens 6 Grad. — Sonnenscheindauer 13,7 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 38: 9614. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
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