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Natur.

Wirtschaft

Frankfurt a. M.

4.4.

Dalum

4-4.

2.4.

4.4.

99,8

115

100

Kokswerke und Chemische Fabrik 7

139,4

183,5

Retchrbank

12

151,5 151,5

26.7 I 26,75

Devisenmarkt Berlin Jrantfurl a. Hl.

102,1

99,5

Schlub- kurS

144

148

163

121,25

101,65

111,4

138

75,75

76,75

131,9

245

143,5

148

164 120,75

172

222 148,75

143,75

250,5

175

125 145,65 159,75

140,5 149,65

148

147,5

109

121,5

125,75

116,75

140,5

232

149

126,25

154,5

183

0,723

5,706

62,27

11,25

63,84

57,23

8,709

2,496

143,5 147 164 121

172 Ji

222,5

148,5

144

250

175,13

145,5 160,75 141,25

149,75

149,5 48,75 172,5

115 163

146,5 108,75 121,75

126

117

140,25

232

148,5 126,13

217,75

111,5

101,75

108,75

0,723 5,706 62,29

11,255 63,87 57^26

8,709

2,496

0,721 5,694

62,15

11,23 63,72 57,11

8,691

2,492

218 111,65 100,25 109,25

222,5 147,75 122,75

144

176,25 124,65

161,25

142 150,4 149,5 49,18

173 115

163,25 162

146,5 108,75

122

159.75

127

117,_ 140,25 113,25 231,75

130 148,5

125,75 155

184

98,65 206,4

217,75 111,25

101,9 108,75 151,25

26,75

200

129,4

116,75

126,75

118,5

Schluß!. Mittag» börse

mit

Ab-

Schlußk. Abend- börie

103,75

101

100,9

100,1

133

14 . 6 . 0

8 . 5 .. 7

6

12 6 Vs . 4 . B

,. 9

10 ,./6

7 . 7

6 .. 7 . 6

0 ey, sy, .. 8 >. 6 .. 6 .. 4 4y,

ver- rvir der

0,721

5,694

62,17

11.235

63,75

57,14

8,691

2,492

Japan Jugoslawien C«lo .....

ölen Lissabon.... Studbolm .. Schweiz.... Spanten.... Prag......

Budapest... Neuyork....

Lahmeyer ................

Mainkraft Mannesmann Mansselder Bergbau Metallgeiellschaft...........

Crenitein & Koppel ......

Rheinische Braunkohle......

Rheinische Elektro Rhcinltahlwcrke............

Rheintsch-Westsälische Elektro RütgerSwcrke .............

Salzdetfurth Kalt..........

Schlickert & Co.............

Schultheis Patzenhofer......

Siemens L Halske.....

Süddeutsche Zucker.........

Bereinigte Stahlwerke Westdeutsche Kaushos.......

Westeregeln Alkalt.....<

Zellstoff Waldhof..........

Olavi Minen..............

4-April

Atttlickie Notierung W I Bries

. ii

4 4K

7 .. 6 ,. 0 . 12 .. 6 .. 6 .. 6 .. 7 .. 6

7 ,. 4 .. e . 10 4y» .. 0 .. 4 .. 6 . 0,6

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. .

Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Das größte Kunstwerk der Natur

Die seltsame .Stufenleiter" des Sehens.

Don Dr. H. Woltereck.

Berliner Handelsgesellschaft .

Commerz- und Privat-Bant ... 6

Deutsche Diskonto..... ......6

Dresdner Bank.............. 4

Accumulatoren-Fabrik.... Aichafscnburg Zellstoff.... Bemberg..............

Bekula Buderus Eilen..........

Gement Heidelberg.......

Cement Karlstadt ....... Conti Kum int...........

Daimler Motoren Dessauer Gas........4..

Deutsche Erdöl......

Deutsche Gold- und Silber Deutsche Linoleum.......

Elektrische Lieferungen.... Elektrische Licht und Kraft. I. G. Farben-Jndustrie ... Hellen & Guilleaume Geöfürel................

Th. Goldschmidt.........

Gritzner Ptaschtnen Haroener...............

Hoesch Eilen Philipp Hvlzmanu Ilse Bergbau............

Ilse Genüsse............

Kalt Aschersleben Klöcknerwerke ...........

222 148,9 122,9 143,75

175,4

125 145,75;

160 140,9 149,75 148,73

49,13

173

115

163,5 162,5

147,5

109

121,5 159,25

126,4

117

153.25

140,5

114

231

131

148,75 126,9

154,75

166

99,4 207,5

21t,75 111,25 100,75

109 151,5

26.5

A.G. für Verkehrswesen .... Oft

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hamburg-Amerika Paket......0

Norddeutscher Lloyd..........0

Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7

Mein-Mainische Börse.

Miltagsbürse freundlich.

Frankfurt a. M., 4. April. Die Börse hatte überaus ruhigen Wochenbeginn. Obwohl eine Reihe sehr günstiger Abschlüsse vorlag, ging von ihnen kaum eine Anregung auf die Geschäftstätigkeit aus. Der Auftragseingang aus dem Publikum war sehr klein und nur auf einzelne Spezialwerte beschränkt.

Bei fester Grundtendenz ergaben sich an den Aktienmärkten vorwiegend Erhöhungen bis 1 v. S). Etwas regere Umsätze hatten am Chemie­markt IG. Farben mit 160,75 (159,75), fest lagen Goldschmidt mit 149,25 (148), dagegen bröckelten Scheideanstalt auf 250 (250,50) ab. Maschinen- und Motorenwerke lagen sehr ruhig, schwächer Rhein­metall mit 142,75 (143,75), Demag unverändert 154,75, BMW. unverändert 159,50, Adlerwerke vom Abschluß nur wenig berührt mit 123,50 (123). Am

überlegen, daß es die Nähe und die Ferne gleich scharf abbildet. Diese Eigenschaft der Augenlinse, die Krümmung ihrer Vorderfläche in Sekunden­schnelle je nach denoptischen Bedürfnissen" ändern zu können, ist ein Vorzug der elastischen, lebenden Substanz vor der starren Glaslinse, der alle die kleinen Nachteile, von denen wir sprachen, bei weitem aufwiegt.

Wie das Auge gebaut ist.

Vor kurzem hat sich ein weiterer Beweis für die allen technischen Konstruktionen weit überlegene Güte" unseres Auges ergeben und dieser Be­weis betrifft die vielleicht imponierendste von den wunderbaren Eigenschaften dieses Meisterwerks der Natur. Die Physiker und die Physiologen haben nämlich festgestellt, daß unser Auge gam nach den physikalischen Gesetzen des Lichtstrahlskonstruiert' ist. Vor wenigen Jahrzehnten hat der große deutsche Physiker Geheimrat Planck die Theorie ausge­stellt, daß die Lichtstrahlen aus kleinsten Energie- teilchen bestehen, die wie winzige Wurfgeschosse unser Auge treffen. Die Gelehrten haben nun aus­gerechnet, wieviel solcheLichtquanten", wie

Das Auge in der Bauchhaut.

Wenn wir also dasFabrikationsgeheimnis" des Augen nicht zu lösen vermögen und es wohl nie lösen werden, so können wir doch wenigstens die Natur bei einigen ihrerHerstellungsverfahren" beobachten. Die moderne Biologie kann uns da vieles sagen. Sie kennt eine ganze Stufen­leiter des Auges von den sogenannten Augen­flecken über die verschiedenen Formen der licht­empfindenden, aber nicht Bilder entwerfenden Seh­organe niederer Tiere bis zum Linsenauge des Menschen dem edelsten Organ des höchstent­wickelten Bewohners dieser Erde. Als wenn die Na­tur mit verschiedenen Lösungen hätte experimentie­ren wollen, die sie immer wieder durch andere, noch bessere ersetzte, so finden mir alle überhaupt nur denkbaren Formen eines lichtempfindlichen Organs im Tierreich vertreten. Da gibt es primitive Ein­zeller, deren Augen nur den Lichteinfall als solchen verzeichnen, da sind Augen, die nach dem Camera- obsciira-Prinzip ohne Linse arbeiten und immer­hin schon in einigen Fällen bildmäßige Eindrücke erzeugen. Dann wieder versucht es die Natur mit einem ungeheuer komplizierten Gebilde: dem aus zahllosen Linsen zusammengesetzten Insekten- äuge. Durch Versuche und sogar photographische Aufnahmen der letzten Zeit hat man nachgewiesen, daß diese allzu vielen Linsen der Jnsektenaugen nur ein ausgesprochen unscharfes Bild erzeugen, das allerdings für die Bedürfnisse dieser Tiere völlig genügt. Auch sonst ist speziell die Linsenbildung im Tierreich in den verschiedensten Formen verbreitet, wir finden sie selbst bei Würmern und anderen nie­deren Lebewesen, wir finden sie manchmal an den merkwürdigsten Stellen, wie auf dem Rücken oder am Bauch der Tiere.

Eine neue und recht seltsame Tatsache gehört hier­her: es ist die erst kürzlich gelungene Feststellung, daß man bei Embryonen gewisser Amphibien, die normalerweise die beiden üblichen Augen am Kopfe besitzen, durch entsprechendeOperationen" Augenlinsen an allen möglichen Stellen des Kör­pers künstlich Hervorrufen kann. Man pflanzte bei diesen Experimenten ein entsprechendes Stück der zukünftigen Augenanlaqe unter die Haut des Embryos ja, es ist Professor Holts re ter so- gar gelungen, eine Linsenbildung in der Bauchhaut eines Molches zu erreichen, indem er das abge­tötete Leber- oder Herzgewebe eines Salamander­embryos dorthin verpflanzte! Die Natur kann also die embryonale Haut eines solchen Tieres zur Bil­dung einer Augenanlage auch an ganzfalschen" Stellen bringen, wenn ein entsprechender Reiz ein­wirkt gewiß eine höchst seltsame und interessante Tatsache, die einen Beweis dafür liefert, wie fun­damental die Idee des Sehens in der lebendigen Substanz verankert ist.

Ist die Kamera überlegen?

das die Physiker nennen, wohl nötig sind, um ge­rade noch die Sinneszellen der Netzhaut zu erregen. Sie entdeckten, daß ein Lichtquant bereits die Lichtempfindung hervorzurufen vermag das ist also dietheoretische Gipfelleistung", da es ja eine geringere Lichtmenge als ein Lichtquant nicht geben kann. Diese neu entdeckte Tatsache ist von weit- tragender Bedeutung: sie zeigt uns nämlich, daß unser Organismus in einer geradezu fabelhaften Weise in die gesamte belebte und unbelebte Natur eingeordnet ist. Das Auge scheint gewissermaßen nach einem höheren Plane den physikalischen Eigen­schaften des Lichtes von vornherein angepaßt zu sein: die Netzhaut ist direkt für die einzelnen Licht­quanten eingerichtet und hätte gar nicht zweck­mäßiger und empfindlicher gebaut werden können.

Je tiefer die moderne Wissenschaft in die Ge­heimnisse des Baues und der Funktionen unseres Auges eindringt, desto größer wird ihre Bewunde­rung vor dieser unnachahmlichen Leistung der Natur. Und in der Tat gibt es ja kein Organ, das an Be­deutung dem Auge gleichgestellt werden könnte. In Bildern sehen, in Bildern erleben und behalten wir die Welt, hundertmal wichtiger als Hören, Riechen und Schmecken ist für das Erfassen aller Dinge, die uns umgeben, das Auge. So ist es wirklich berechtigt, dieses mit fast absoluter Vollkommenheit konstruierte", mit der Großhirnrinde und damit dem Sitz aller seelisch-geistigen Empfindungen bundene Organ als das zu bezeichnen, was eingangs sagten: als das größte Kunstwerk

AG.Buderussche Eisenwerke, Wehlar.

Fwd. Die Aufsichtsratssitzung der AG. Bude- rus'sche Eisenwerke in Wetzlar am 4. April geneh­migte den Jahresabschluß für das Geschäftsjahr 1937. Nach gegenüber dem Vorjahr um 788 000 Reichsmark erhöhten Abschreibungen von insgesamt 2 721000 RM., einer Zuweisung zur Unter» stützungsrücklage von 250 000 RM. (0,3 Mill. RM.) uni) zur Rücklage für Werkserneuerung von 1 Mil­lion RM. (i. V. 0,5 neue Dierjahresplanrücklage), verbleibt ein Reingewinn von 1223 502 RM., aus welchem die Verteilung einer Dividende von wieder 5 v. H. (auf das Grundkapital von 26 Mill. W.) der am 25. Mai 1938 stattfindenden Hauptversamm-

24.

245,5

144

147,25

164

121,25

lung vorgeschlagen werden soll.

Wenn die Verwaltung sich entschlossen hat, bei reichlich bemessenen Abschreibungen bei dem vor- jährigen Dividendensatz zu bleibön, so war hierfür maßgebend, daß der Gesellschaft in den nächsten Jahren aus ihrer Mitarbeit am Vierjahresplan er- hedliche Aufgaben bevorstehen. Diese werden sich in erster Linie auf weitere Untersuchungen in ihren Eisensteinfeldern, sowie den Ausbau ihrer Gruben erstrecken. Sodann ist die Modernisierung und Er­weiterung ihrer beiden Hochofenwerke Oberscheld bei Dillenburg und Sophienhütte bei, Wetzlar not­wendig geworden. Die Erhaltung der Leistungs­fähigkeit der Gießereien, sowie deren teilweise Um­stellung auf andere Erzeugnisse erfordern ebenfalls entsprechend hohe Investierungen. Mit der Durch­führung dieses umfangreichen Programms ist be- reite begonnen. Es wird sich auf eine Reihe von Jahren erstrecken. Die für die ersten Bauabschnitte benötigten Mittel stehen bereit.

Die Beschäftigung im ersten Vierteljahr 1938 be­wegte sich ungefähr im Rahmen des Vorjahres. Der vorliegende Auftragsbestand reicht für mehrere Monate.

Adam Opel AG , Rüsselsheim.

Fwd. Die Adam Opel AG. in Rüsselsheim berich­tet über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 1937. Die Automobilindustrie insgesamt nahm an dem unauf­haltsamen Fortschritt der 1933 eingeleiteten Auf­wärtsbewegung der deutschen Industrie teil und steigerte ihre Erzeugung um H v. H. im letzten Jahre. Die Opel-Erzeugung verzeichnet eine Steige­rung um 7,8 v. H. auf 130 267 Kraftwagen, wobei das noch im Aufbau begriffene Werk Brandenburg mit 21,6 v. H. (17 337 Wagen) beteiligt war, wah­rend Rüsselsheim auf 112 930 Wagen kam und da­mit die Erzeugung um 5,9 v. H. erhöhte. Der In- landsverkauf hat zwar einen Rückgang um 9 v. H. erfahren, doch ist der Jnlandsumsatz infolge der steigenden Aufnahmefähigkeit des Marktes für mitt­lere Preisklassenwagen insgesamt höher gewesen. Anderseits stieg der Verkauf im Ausland für Opel- roagen um 107,6 v. H. .

Die Erfolgsrechnung zeigt einen Bruttoertrag von 113,29 (125,49) Mill. RM., daneben Zins- eingänge 4,05 (3,99), ao. Erträge 4,54 (6,0). An­derseits erforderten Löhne -und Gehälter 61,89 (50,86), soziale Abgaben 4,51 (3,90), Besitzsteuern vermindert 9,96 (11,71) und so Aufwendungen für Jubiläum und Sonderabschreibungen auf Material­bestände von 5,65. Rach 30,29 Abschreibungen für Anlagen verbleibt einschl. 1,81 (2,17) Vortrag ein Gewinn von 11,38 (22,11), woraus die HV. am 5. Mai eine Dividende von 8 (6) v. H., die Zuwei­sung von 6,3 Mill. RM. an die Rücklagen und den Vortrag von 300 000 RM. entgegennehmen soll. Für neue Anlagen wurden 26 (33) Mill. RM. veraus­gabt und damit seit der Machtübernahme für 101 gegen 40 Mill. RM. in dem Jahrfünft davor.

Im ersten Vierteljahr 1938 waren beide Werke (Rüsselsheim und Brandenburg) voll beschäftigt: es liegen für die nächsten 6 Monate noch für die Voll­beschäftigung Aufträge aus dem In. und Auslande vor. Die Ausfuhr lag in den ersten drei Monaten um 77 v. H. höher, als in der gleichen Dorsahres- zeit. Das Verhältnis des Exports zum Inlands- absatz, das auf 34,2 (15,0) v. H. sich entwickelte, hat , sich inzwischen auf 49,5 v. H. erhöht. Infolge der , Wirtschaftsgesundung und der Einkommenskräfti- ; gung erhöhte sich die Quote der Barverkäufe von , Kraftwagen im letzten Jahre sehr beachtlich, gleich­zeitig blieb das Kreditgeschäft weiterhin gesund.

(199,50) ein.

Am Rentenmarkt waren Altbesitz bei kleinem Bedarf etwas höher mit 133,13 (132,90). Kommunal-Umschuldung zunächst unverändert 96,30, im Verlaufe aber auf 96,20 rückläufig. Am Pfand­briefmarkt verblieb Nachfrage, wobei Goldpfand- tirie e weiterhin rationiert wurden, Liquidations- roer e lagen mäßig höher. Stadtanleihen notierten zumeist unverändert. Industrie-Obligationen lagen uneinheitlich bei kleinen Veränderungen.

Die Aktienmärkte lagen auch im Verlaufe sehr still, die Kurse entwickelten sich weiterhin etwas uneinheitlich, doch blieb ein fester Grundton er­halten. Verhältnismäßig lebhaft blieben IG. Far­ben mit 161 bis 160,75 bis 161 nach 160,75, AEG. etwas höher mit 120,50 nach 120,13, ebenso Hoesch ntit 115,50 nach 115, dagegen Verein. Stahl 111,50 nach 111,75. Die später notierten Werte zeigten Abweichungen bis zu 1 v. H. nach beiden Seiten, Holzmann verloren gegen die Einheitsnotiz 2,25 v. H. auf 162,75. Von Bankaktien waren Dresdner weiter erhöht auf 118,50 (118), während Commerz­bank und Deutsche Bank je 0,25 v. H. abbröckelten auf 116,75 bzw. 126,75.

Abendbörfe still.

Die Abendbörse war farblo's und verzeichnete auf allen Gebieten nur sehr kleines Geschäft. Der größte Teil der notierten Kurse lag gegen den Mittags- schluß unverändert: soweit Abweichungen eintraten, gingen sie kaum über 0,25 bis 0,50 v. H. hinaus. Nur Gesfürel ermäßigten sich um 1,13 v. H. auf 149,75 etwas stärker. Die Auflegung der neuen Reichsanleihe stößt angesichts der sehr flüssigen Geldlage auf einen günstigen Zeitpunkt, so daß ihr schon jetzt ein voller Erfolg beschieden. werden kann.

©dilufiL Abend- börie

4-4.

Wenn man unser Auge mit der Optik eines erst- klassigen Photoapparates vergleicht, dann scheinen dessen Linsen Triumph der Technik! in der Tat besser zu sein, als das natürliche Linsen­system des Auges. So ist die Rundung der Horn- .haut keineswegs so exakt wie die einer Präzisions­linse, feinste Trübungen und Stäubchen werden fast in jedem Auge gesunden alles Dinge, die in einem guten optischen System niemals Vorkommen. Oder ein andererFehler": Wenn wir am Abend svazierengehen, dann erscheinen uns bekanntlich alle Lichter von weitem als strahlende Sterne mit un­regelmäßigen Strahlenbündeln, obwohl diese Lam­pen ihr Licht ja durchaus gleichmäßig verteilen. Das erklärt sich aus der unregelmäßigen Licht­brechung an der Oberfläche unseres.stets feuchten Auges, die sich erst bann störend bemerkbar macht, wenn sehr viel Licht auf einen sehr kleinen Teil

Gründonnerstag und ftarfamsfag keine Abendbörfe.

Fwd. Am Samstag vor Ostern, 16. Avril, bleiben die Börsenräume für jeden Verkehr geschlossen. An diesem Tage findet eine Lieferung nicht statt. Des­gleichen fällt die Abendbörse am Donnerstag vor Ostern (Gründonnerstag), 14. April, aus.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 4. April. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Reichsmark: Weizen W13 210 (am 30. März 211), W16 213 (214), W 19 217 (218), W20 219 (220); Roggen R 12 192 (193), R15 195 (196), R 18 199 (200), R 19 201 (202) Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futter­gerste, Futterhafer nicht notiert. Weizenmehl, Type» 812, W 13 29,50, W 16 29,60, W 19 29,60, W 20 29,95; Roggenmehl, Type 1150, R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50, plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizen- kleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlen- ftation. Sojaschrot, Palmkuchen, Erdnußkuchesi, Treber getr., 14, Höchstpreis ab Erzeugerstation; Trockenschnitzel nicht notiert; Heu, lose, 5,50, das­selbe, drahtgepreßt, nicht notiert; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt, 3,30, gebündelt 3, Er­zeugerhöchstpreis frei Erzeugerverladestation.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 5. April. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 635 Kälber, 17 Hümmel, 32 Schafe, 3360 Schweine. Es kosteten: Kälber 40 bis 65 Mark, Hämmel 35 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. Marktverlauf: Kälber Und Schweine zugeteilt, Häm­mel und Schafe lebhaft.

Mehr stärkereiche Kartoffeln!

Bauern und Landwirte, denkt bei der Frühjahrs­bestellung daran, daß im Kartoffelanbau unbebjigt eine größere Umstellung auf stärkereiche Kartoffel­sorten erfolgen muß. Baut daher an Stelle stärke­armer mehr stärkereiche Sorten!

Denkt ferner daran, daß nach Jahren hoher Kar­toffelernten im nächsten Jahre Abbauerscheinuitzen auf den Feldern zu beobachten sind. Da unsere Kartoffelernten unbedingt auf der erreichten Höhe gehalten werden müssen, ist nach der Rekordernte des vorigen Jahres ein Pflanzgutwechsel mehr denn je dringend notwendig. Darum bestellt bei euren Verteilern umgehend neues Pflanzgut! Genügende Mengen an Hochzucht und anerkannter Saatrvare, insbesondere der stärkereichen Sorten, sind noch vorhanden.

Rundfunkprogramm

Mittwoch, 6. April.

6 Uhr: Canzone. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.50: Schluß mit der Landflucht. 11.40: Volk und Wirtschaft. Was versteht man unter Musterbetrieb? 12: Aus den Leitzwerken, Wetzlar: Werkskonzert. 13: Nachrichten. .13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Eviva! (Schallplatten.) 15: Kleine Kammermusik. 15.30: Pimpfe in der Juchhe. Manuskript: Hans Roeper. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Schallplatten.) 18.45: Fliegendes Deutschland. 19: Nachrichten. 19.10: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 20.55: Umschaltung. 21: Stunde der jungen Nation: Das Lieben bringt groß Freud. Chöre der deutschen Jugend. 21.30: Die linden Lüfte sind erwacht... 22: Nachrichten.'22.30: Tanz- und Unterhaltungsmusik. 24 bis 1: Nachtkon­zert. Szenen aus der OperMona Lisa" von Max , von Schillings.

dieser Oberfläche fällt. In diesem Falle treten die an sich geringen Fehler unseres Sehorgans so stark hervor, daß sie die Richtigkeit des Bildes tatsächlich beeinträchtigen. Wir könnten dieseFe h 1 e r li ft eZ/ des Auges noch weiter verlängern, könnten von den optifthen Täuschungen oder vonfalschem" Sehen rascher Bewegungen (Kino!) sprechen -1- aber unsere Beispiele mögen genügen.

Ist aber nun wirklich die menschliche Technik der Natur voraus? Gerade die modernste Forschung hat festgestellt, daß dies keineswegs der Fall ist, ja daß unser Auge unendlich viel mehr leistet als die beste und teuerste Kamera der Welt. Erstens sehen wir plastisch und farbig, ferner ist das Auge der photographischen Linse dadurch weit

Die moderne Wissenschaft kennt nur we­nige Gebilde des menschlichen Körpers so gut wie unser Auge, in dem wir zweifellos das größte Kunstwerk erblicken müssen, das die Natur überhaupt geschaffen hat. Trotzdem werden auch jetzt noch immer neue Ent­deckungen an diesem Organ gemacht, trotz- dem bleiben viele Rätsel noch ungelöst. Ueber einige besonders interessante Forschungs­ergebnisse auf diesem Gebiet berichtet der nachstehende Artikel.

Eines der noch ungelösten Rätsel um das Auge betrifft die Frage, wie dieses wichtigste Organ aller höheren Lebewesen überhaupt entstanden ist. Hat es sich im Laufe der Entwicklungvon selbst" ge­bildet, war vielleicht einstmals in den grauen An­fangstagen des Lebens auf der Erde ein glücklicher Zufall für die erste Bildung eines lichtempfänglichen Organs entscheidend?

Mathematik des Wunders."

Der bekannte Gelehrte Professor Bleuler hat sich die erhebliche Mühe gemacht, diese Frage nach den Regeln der Wahrscheinlichkeitsrechnung zu be­antworten. Er hat mit aller nur wünschenswerten Genauigkeit ausgerechnet, wie groß die Wahrschein­lichkeit Dafür ist, daß sich zu irgendeinem Zeitpunkt die verschiedenen Teilorgane des Wirbeltierauges durch Zufall so kombinieren, daß ein funktions­fähiges Sehorgan entsteht. Das (Ergebnis dieser Mathematik des Wunders" wollen wir lieber nicht hinschreiben Bleuler stellte nämlich fest, daß sich diese Wahrscheinlichkeit wie 1 zu einer Zahl mit mindestens vierzig Nullen verhält! (Eine Billion, die uns immerhin von der Inflationszeit her noch ein Begriff ist, hat nur 12 Nullten.) Dieses recht interessante Rechenexempel beweist also, daß bei der Bildung des Auges der Zufall nicht im Spiele gewesen fein kann.Erklären" läßt sich das Ent­stehen des Auges überhaupt nicht, und wir müssen es als eines Der vielen rätselvollen Wunder hin­nehmen. an denen auch für die modernste Wissen­schaft die Welt Des Lebens so ungeheuer reich ist.

Berlin

Kcüluü-

h.ri6 Wittag.

börie

----

Datum

5% Deutsche Retchöcmleihe v. 1927

4% Deutsche Reichsanl. von 1934 1/2% Deutsche Reichsschatzanwet- sungen von 1935 ...........

< y2% Deutsche Reichsschahanwet- jungen von 1935, II. Folge ...

< y2% Deutsche Reichsschatzanwei­sungen von 1936, III. Folge ..

6y2% TJoung Anleihe von 1930 ..

< y2% Hesitsche Bolküstaat von 1929 <y2% Deutsche RetchSpostlchatz von

1934 I......................

<y2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1086 I..................

ReichSanleihe-Altbesitz..........

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslvs.-Rechten.............

iy,% Hess. LandeSbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12..............

»y2% Hess. LandeS-Hyp.-BanI Liqu. Goldpfe...............

4H% Preub. LandeSpfdbr.-Ansi.

Goldpfe. R. 19..............

<y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 <y,% Darmstädter Komm.-Lan-

deöbank R. 6................

Deutsche Komm.-Sammel-Anlethe Auslos.-Rechte I..............

<y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 <y,% Franks. Hyp. Gold-Komm.

Obl. 2 3

5y,% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe.....................

6y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe.....................

Steuergutschein-BerrechnungSkure

Elektromarkt traten Gesfürel etwas hervor 150,90 (149,65), sonst hielten sich hier die weichungen bei 0,13 bis 0,40 v. H. Bauwerte schwankten bis 0,50 v. H. Don Zellstoffpapieren gingen Waldhof auf 150 (151,50) zurück. Der Mon­tanmarkt war ganz besonders ruhig, zunächst no­tierten nur Verein. Stahl mit 111,75 (111,65) und Hoesch mit urroeränbftt 115. Im einzelnen fetzten Westdeutsche Kaufhof mit 101,40 (100,25), Conti Gummi mit 223 (222) und Reichsbank mit 200

Schluv- kurs

2.4.

2.Aprik

Amtliche Notierung Geld | «ries

Schlich- kurs

2-4.

102,1

102,1

102,1

99,65

99,5

99,65

99,9

99,8

99,9

_

103,5

101,3

101,1

100,9

100,7

100,75

100,25

100,1

100,1

132,9

133

133

137,5

100

100

100

101,25

101,25

100

100

100

100

100

100

99,75

99,75

_

139,25

139,5

100

100

100

100

101,3

101,45

101,5

101,6

101,75

111,4

111,2

111,4

137

137,5

137,25

76,13

75,5

75,65

76,9

132

131,75

131,9

199,5

200

199,25

129,5

129,5

129,5

117

116,75

117

127

126,75

127

118

118,5

118

2 .April

4.April

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Gelb

Brie,

Geld

«ries

Buenos Aires.............

0,616

0,620

0,616

0,620

Brüssel...................

41,98

42,06

41,98

42,06

ilito de Janeiro............

0,145

0,147

0,145

0.147

Polen....................

47,00

47,10

47,00

47,10

Kopenhagen...............

55,21

55,33

55,23

55,35

Danzig...................

47,00

47,10

47,00

47,10

London...................

12,365

12,395

12,37

12,40

Heisingfor-................

5,475

5,485

5,475

5,485

Parts....................

7.662

7,678

7,682

7,698

Holland..................

137,90

138,18

137,96

138,24

Italien...................

13,09

13,11

13,09

13,11