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Nr. 252 Erstes Blatt

188. Jahrgang

Dienstag, 4-Oktober 1958

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Das Gudetenland empfängt seinen Befreier.

Beispiellose Szenen jubelnder Begeisterung und dankbarer Freude beim Einzug des Führers ins befreite Egerland.

bader Quellwasser. Hier trägt sich der Führer auch in das Goldene Buch dieses bekannten Badeortes ein. Auf der Weiterfahrt nahm der Führer auf freiem Felde inmitten seiner führenden Wehr­machtsoffiziere ein militärisches Mittagsmahl ein.

Wenige Minuten später konnte dann auch die Hauptstadt des Egerlandes ihrem dankerfüllten Herzen Luft machen.

Egerland.

Adolf Hitler, der Befreier des sudetendeutschen Ge­bietes, hat inmitten der die dritte Zone besetzenden deutschen Truppen das Egerland besucht. Er hat die tiefe und vom Tschechenterror erlöste Liebe der Be­freiten entgegengenommen und die urdeutsche Stadt Eger, in der Wallenstein durch Habsburgs Tücke fiel, die Stadt einer alten deutschen Kaiserpfalz be­treten. Untrennbar ist das Egerland mit der deutschen Geschichte verbunden. Dieser nordwestliche Teil Böh­mens bildet den Uebergang zu den deutschen Sied­lungsgebieten des Böhmerwaldes. Das Egerland selbst umfaßt neben den zahlreichen Badeorten, den Metall- und Keramikfabriken und den Kohlenlagern auch ein größeres landwirtschaftliches Gebiet, haupt­sächlich im unteren Egerland, wo die Berge etwas zurücktreten. Dort ist eine der Kornkammern Böhmens. Diese Kornkammer ist das Gegenstück zu dem ebenfalls vorwiegend bäuerlichen Braun- auerLändchen im Osten Nordböhmens. Fast die Hälfte des Gebietes ist lOOprozeitig deutsch, das übrige Gebiet ist von 70 bis 90 und der Rest von 50 bis 70 v. H. Deutschblütigen besiedelt.

Die alte Reichsstadt Eger hat städtebaulich den mittelalterlichen Charakter erhalten. Besonders in der Zeit während und nach der Befreiung Deutsch­lands von napoleonischem Joch war das Eger­land mit den westböhmischen Weltbädern Karlsbad, Marienbad, Franzensbad, Teplitz dem deutschen Kulturkreis eng verbunden. Goethe weilte nicht weniger als 19mal tm Egerland, in seiner geliebten Sommerheimat". Schiller und Herder, Mozart und Beethoven, Fichte und Körner, Kleist und Blücher hielten sich dort auf. Richard Wagner liebte dieses Land und der liebenswerte Maler deutscher Sitte, Ludwig Richter, kam oft aus Meißen herüber und legte in seinen volkstümlichen Holzschnitten und Radierungen den urdeutschen Geist seiner Bewohner dar. Es ist das Land, in dem deutscher Kunstfleiß herrliche Geigen schuf, weibliche Hände zarte Spitzen klöppeln, die Glasmacherkunst die herrlichen Eger- manngläser hervorbrachte und die Liebenswürdig­keit und mannhafte Standfestigkeit seiner Bewoh­ner, die den berühmten Egerländer Marsch schufen, sich tapfer gegen die Tschechisierung wehrten. Die Egerländer Gmoa" hat in den Zeiten der Unter­drückung für die deutsche Sache im Reiche in vor­bildlicher Weise gewirkt.

Jetzt ist das Egerland endgültig ein Glied jenes vielgestaltigen Großdeutschlands geworden, das aus der Vielheit zur Einheit erwuchs und dessen Führer Adolf Hitler die großdeutsche Ahnung stolze Wirk­lichkeit werden ließ. Im August 1848 fand in Tep­litz der erste deutsch-böhmische Landtag statt, der be­schloß, seine Abgeordneten in die Paulskrrche zu Frankfurt a. M. zu senden, um d^rt für den großdeutschen Gedanken einzutreten. Er ist jetzt erfüllt, und ganz Deutschland wird den Jubel der Egerländer nachempfinden, der wie Flügel der Liebe und Dankbarkeit den Führer umgibt, der die Freiheit allen Deutschen erkämpfte. 0.8.

Unser Bild zeigt Adolf Hitler bei seiner Fahrt durch das Meer der jubelnden Menschen und wehenden Fahnen in Asch. (Scherl-Bilderdienst, Berlin.)

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Fahri über die Grenze.

Eger, 3. Okt. (DRB.) Rach dem begeisterten Empfang in Hof, dessen ganze Bevölkerung zu Ehren des Befreiers des Sudetenlandes auf' den Beinen war, geht es in schneller Fahrt über Rehau und Selb an die ehemalige Reichsgrenze. Flugzeuge der deutschen Luftwaffe brausen über der Wagen­kolonne des Führers hinaus ins deutsche Sudeten­land. Im Grenzort Wikdenau kündet noch ein Schild die bisherige Reichsgrenze an. Roch einmal senkt sich inmitten der vor Freude jauchzenden Männer und Frauen der Schlagbaum. Dem Führer wird Meldung erstattet. Es ist 11.20 Uhr. Der Führer hat sich zum Wagen zurückbegeben, und nun pas­siert der Befreier des Sudetenländes die Grenze, die auszulöschen seiner genialen Politik gelungen ist, um inmitten seiner stolzen Wehrmacht selbst zu den Sudetendeutschen zu kommen. Der Musikzug eines SA.-Sturmes spielt die Nationalhymnen, und lang­sam gleitet der mit Blumen überschüttete Wagen des Führers ins freie deutsche Egerland.

Die Einwohnerschaft aller Flecken und Dörfer, die Adolf Hitler zunächst passiert, ist zur Stelle und jubelt dem Führer mit grenzenloser Begeisterung zu.

Wenige Minuten später trifft Adolf Hitler i n

As ch ein. Am Marktplatz wird haltgemacht. Ein einziger Jubelschrei, der überhaupt nicht wieder auf­hören will. Männer und Frauen tränenden Auges winken und jubeln und schwenken ihre Fähnchen. Auf dem Marktplatz läßt sich der Führer zunächst die Mitglieder der Bezirksleitung vorstellen, die er einzeln mit Handschlag begrüßt Auch viele Frei­korpsmänner haben hier Aufstellung genommen. Einer von ihnen berichtet dem Führer, der ihm dar­auf mit Worten des Dankes für oen restlosen Ein­satz die Hand reicht. Der Führer geht auch zu den Männern und Frauen, die in Massen ihm unauf­hörlich ihrHeil!" zurufen, dankt und dankt immer wieder. Die Menschen wissen sich vor Freude und vor Rührung nicht zu fasten. Dann wendet sich die Wagenkolonne wieder. Langsam fährt der Führer durch das erneut von tosendem Jubel und jauchzen­dem Dank erfüllte Asch.

Um 12.30 Uhr trifft der Führer in Franzens­bad ein, wo inmitten der jubelnden Masten beson­ders zahlreiche Egerländer Männer und Frauen in ihren Trachten aufmarschiert sind. Auch hier will der Dank an den Führer schier kein Ende nehmen. Mitten im Kuroiertel von Franzensbad, am Franzquell, kredenzen Egerländer Mädchen in ihrer Tracht dem Führer einen Schluck Franzens-

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Am Montagvormittaq überschritt derFührerundReichskanzlerin Wildenau die frühere deutsch-tschechische Grenze, um seinen Einzug in das befreite Egerland zu halten. Links vom Wagen Konrad Henlein, der Reichskommissar für die sudetendeutschen Gebiete. (Scherl-M.)

Aach 600 Zähren heim ins Reich.

Die alte Reichsstadt Eger feiert den Führer.

Es ist 13.25 Uhr. Da tost das Brausen der Heil­rufe durch die Straßen Egers: Der Führer i st d a. Die Menschen sind fassungslos vor Freude. Sie rufen und schreien und grüßen und winken. Ein wahrer Blumenregen geht auf die Straßen nieder, die der Führer langsam und nach allen Seiten dan­kend durchfährt. Bor dem Stadthaus verläßt der Führer den Wagen. Zwei Kinder in Egerlän­der Tracht überreichen dem Führer Blumen. Dann steigt er die alte Treppe hinauf zum Rathaussaal. Hier sind auf einem großen Tische die Urkunden der Stadt ausgebreitet. Kreisleiter W o l l n e r gibt aus übervollem Herzen der Freude des Sudeten­deutschen Landes in fchliechten Worten Ausdruck und dankt dem Führer dafür, daß er den Glanz alter deutscher Kaiserzeit in dieser Stunde und in dieser Stadt zu neuem Leben erweckt habe. Der Führer dankt ihm und betont, daß er sich an die Spitze seines Kampfes den Satz gestellt habe, die zehn Millionen Deutsche, die vom Reiche getrennt waren, wieder zurückzuführen in das Reich. An diesem Tage werde dieser Entschluß von ihm ver­wirklicht. Hinter dem Deutschtum im Sudetenland stehe von jetzt ab die ganze deutsche Nation.

Dann wende! sich Konrad Henlein an den Führer. Er weist daraufhin, daß Eger ur­sprünglich reichsunmillelbares Ge­ll i e! war, das während des Thronstreites zwi­schen Ludwig dem Bayern und Friedrich dem Schönen von Oesterreich als Pfand dem Böhmenkönig übergeben wurde, der wertvolle Kriegs- und Geldhilfe geleistet habe. Noch vor der Verpfändung übergab Ludwig dem Rate der Stadt Eger eine Urkunde, in der es heißt: Wisset, gewinnen wir Gewalt, die wir zu Recht haben sollen, daß wir immer danach trachten wollen, wie wir auch Luch zum rechten Staat w i ederbringen und Euch erlösen." Dieses Königswort ist, so schloß Konrad Henlein, durch mehr als sechs­hundert Jahre nicht eingelöst worden. Sie, mein Führer, haben es nun auch ermöglicht, daß Eger wieder ins Reich zurück­kehren darf.

Mit diesen Worten übergab Konrad Henlein dem Führer eine Urkunde aus dem Jahre 1315, in der dem Bürgermeister von Eger die Verpfändung der reichsunmittelbaren Stadt Eger an die Krone von Böhmen angekündet und der Stadt die Reichsun­mittelbarkeit garantiert wird.

Der Führer verläßt das Stadthaus. Auf dem Hof sieht der Führer an der dem S t e r b e z i m - mer Wallen st eins gegenüberliegenden Wand das Wort, das Felix Dahn 1897 an Badeni als Protest gegen die Sprachoerordnung schrieb:Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk; das höchste Gut des Volkes ist sein Recht. Des Vol­kes Seele lebt in seiner Sprache, dem Volke, dem Recht und seiner Sprache treu fand uns der Tag, wird dieser Tag uns finden." Als der Führer vor dem Portal sichtbar wurde, schlug ihm erneut der unbeschreibliche Beifallssturm entgegen, der ihn auf dem Wege hierher geleitet hat.

Auf dem Marktplatz schollen ihm minutenlang unaufhörlich die brausenden Sieg-Heil!-Rufe ent­gegen. Immer wieder vereinigten sich die überwäl­tigenden Kundgebungen der Egerländer in dem einzigen Ruf:Wir danken dem Führer!" Der Führer schreitet die Front der Ehrenkompanien der A-Leibstandarte Adolf Hitler und der Wehrmacht ab. Unter dem Jubel der Sudetendeutschen werden dem Führer sodann von Frauen und Mädchen in der schmucken Egerländer Tracht Blumensträuße überreicht. Als der Führer die Tribüne betritt und die Zehntausende vor ihm grüßt, da braust ihm er­neut ein ungeheurer Begeisterungssturm entgegen. Erst nach vielen Minuten gelingt es Konrad Henlein, sich Gehör zu verschaffen.

Des Sudetenlandes Schwur.

Konrad Henlein spricht zum Führer.

Mein Führer! Meine Egerländer!

Wohl selten hat unser Egerland, das reich ist an geschichtlicher Vergangenheit, einen solchen Tag er­lebt wie den heutigen, und ich darf wohl sagen: Es ist der schön st e und der heiligste Tag, den wir heute erleben. (Begeisterte Heil!-Rufe und Sprechchöre:Wir danken unserem Führer!") Denn unser Führer ist zu uns gekommen und hat' uns heimgeholt ins Reich. 20 Jahre waren wir gezwungen, in einem Staat zu leben, in den wir nicht wollten, in den wir nicht hinein­gehörten und der seine einzige Tätigkeit darin ge­sehen hat, unser Volkstum zu bedrängen. All -das Leid, die Not, das Elestd, der Kummer, die Tränen sie lasten sich nicht in Worten ausdrücken. Das, was wir durch 20 Jahre erdulden mußten es läßt sich nicht aussprechen. Aber um so glücklicher ist das Herz, das wir endlich, endlich frei sind. (Wieder erklingen die Sprechchöre.) Und so gilt unser Gruß dem Manne, der Deutschland aus tiefer Not emporgeführt hat zur Freiheit, emporgeführt hat zu Kraft und Stärke, dem Mann, von dem die Welt spricht und dem jeder Deutsche mit der letzten