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Infolge der neuen Dienststundeneinteilung muß die poliklinische und Prioat-Sprechstunde Mittwoch nachmittags ausfallen. Samstag vormittag findet ebenfalls keine Sprechstunde statt. Die Verwaltung ist Mittwoch und Samstag nachmittags ab ^2 Uhr

Hilde Krüger * Hilde Körber Waldemar Leitgeb * Volker von Collande » Maria Koppenhöfer Otto Wernicke * Albert Florath Spielleitung: Harald Paulsen Eine lebendige Fülle der Ereignisse gibt diesem Film das Tempo und das Mit­reißende. Ausgezeichnete Darsteller tra­gen das Ganze zu nachhaltiger Wirkung Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche

Täglich 4.00. 6.00, 8.30 Uhr

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Von der Reise zurück

Hans MaDüelsdorff

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Ich habe Durst! Draußen brüten 30 Schatten­grade, nach Celsius gemessen. Die Kinder haben hitzefrei ich nicht! Ausgerechnet vor meinem Schreibfischfenster hängt dos Thermometer. Der Wetterbericht sagt Gewitter an. Und ich habe das Gefühl, langsam auszutrocknen. Eine illustrierte Zeit­schrift liegt vor mir, in der wie jahreszeitgemäß von einer Expedition nach Spitzbergen berichtet wird. Unendlich dehnen sich die Flächen des Inland­eises. Dorthin wünschen sich meine dörrenden Schleim­häute. Schafft mir Kühlung! Irgendwo regt sich nun doch der Verstand gegen die revoltierenden Sinne. Ich beschließe etwas zu trinken und mir dayn streng wissenschaftlich über meinen Zustand Klarheit zu verschaffen.

Was soll man trinken?

Was trinke ich nur? Eis! flüsterte eine Erin­nerung an die erste Schulzeit. EineMolle" meint ein Versucher aus dem Nebenzimmer, der sich gerade vom Laufjungen einen handlichen Mahkrug hat holen lassen. Ich wühle in meinem hitzegeschwäch­ten Gedächtnis: Was trinken denn eigentlich die Polarfahrer im ewigen Eis? Und ich erinnere mich, in einem Expeditionsbericht gelesen zu haben, daß es den sicheren Tod bedeutet, wenn man kein Petro­leum mehr hat, um im Primuskocher, dem treuen Freund aller Arktisforscher, sich den Schnee zu heißem Wasser zu schmelzen. Also mit Eis ist das solch eine Sache es kühlt, aber es scheint nicht zu löschen. Jetzt habe ich den roten Faden: tonnman den Dur st loschen? kaum, denn sonst könn­ten Frühschoppen in heißer Zeit nie die Ausdehnung angenommen haben, die frühere Studentengeneratio­nen dazu für nötig hielten. Heißen Tee nur heißen Tee, ohne Zucker mit etwas Zitrone, das hat mir einmal ein Tropenfreund empfohlen! Ich bin zwar etwas mißtrauisch, wahrscheinlich hat der Ratgeber keinen Gaskühlschrank gehabt und trank dann lieber heiß als lauwarm. Aber ich habe gerade dieses Durstgetränk noch nicht versucht. Man muß gründlich fein also doch heißen Tee.

Oietrockene Kehle'".

Die medizinische Forschung sagt darüberDie ge­wöhnliche Auffassung, daß die .trockene Kehle< die Durstempfindung verursacht, ist falsch. Wohl kommt das Gefühl von Trockenheit im Munde beim Durst vor, stellt aber nicht das Wesen der Durst­empfindung dar. Denn diese kann bei befeuchtetster Mundschleimhaut weiter bestehen." Da haben wir's, beibefeuchtetster Mundschleimhaut". Ich werfe einen mitleidigen Seitenblick auf meinen Kameraden

von nebenan, der gerade das zweite Vier zur Be- feuchtung der Mundschleimhaut ansetzt. Er schwelgt beglückt in Feuchtigkeit und ahnt nicht, daß sein Durst bleiben wird.Es kann der Durst nicht von der Wasserverarmung des Körpers allein kommen", lese ich weiter,denn es gibt Zustände, bei denen der Körper abnorm wasserreich ist und doch qualvoller Durst weiter besteht. Das Durstgefühl kommt viel­mehr von einer Vermehrung d e s Salz- g e h a l t s i m B l u t, der wieder auf das sogenannte Zwischenhirn wirkt. Die Erregungen, die von diesem Organ ausgehen, bewirken Zusammenziehungen der Speiseröhre, durch die die Durstempfindung in der Tiefe des Schlundkopfes zustande kommt."

Das leuchtet ohne weiteres ein, der ständige Wasserverlust durch Schweiß und Verdauung steigt natürlich bei großer Hitze erheblich an und ohne das Durstgefühl würden wir aar nicht wissen, wann wir wieder trinken müssen. Also muß Durst sein! Man stelle fid) einmal vor, was passieren kann, wenn die Abkühlung, die uns die Verdunstung des Schweißes auf der Haut bringt, nicht mit der Erwärmung durch die hohe Außentemperatur der Luft Schritt hält. Wir werden zu heiß, und es droht der H i tz f ch l a g. Bei schwerer körperlicher Anstren­gung, besonders bei langen Märschen, bei denen man auf Durst nicht achtet, tritt diese gefährliche Folge der Sommerhitze manchmal ein.

12 Liter pro Tag!

Inzwischen hat mein lieber Kamerad im Kampf mit dem Hitzschlag den dritten Krug an den Mund gesetzt, da kommt endlich mein Tee. Also herunter damit, damit der natürliche Hitzeausgleich erfolgen kann. Ich verstehe nun: da es gar nicht auf die Schleimhäute allein ankommt, deshalb ist es wohl kein Vorzug, wenn wir unserem Gaumen Flüssigkeit von 8 Grad statt von 50 Grad Wärme anbieten, auf das Schwitzen und die Abkühlung der Haut kommt es vornehmlich an und das bewirkt der Tee offenbar besser. Außerdem sorgt die Zitrone noch für Zu­führung von Vitamin C, jenen Wirkstoff in Früchten und frischem Gemüse, dessen Fehlen die berüchtigte Frühjahrsmüdigkeit zur Folge hat.

Während ich noch über die möglichen Wirkungen meines Tees nachsinne, fühle ich mich schon bedeutend weniger durstig und ich überlege, was eigentlich die Bewohner der heißen Zonen gegen den Durst tun. Die Wüstenbeduinen trinken bekanntlich Mokka, also ein heißes Getränk, außerdem findet man in allen Städten Kleinasiens die bekannten Limonaden Verkäufer. Also Hitze gegen Hitze und im übrigen vitaminhaltige Fruchtsäfte, das scheint

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matt mit 108 bis 107,50 (109,75), im übrigen er. gaben sich Einbußen bis zu 1 v. H. Maschinenwerte schwächten sich bis* 0,75 v. H. ab, ferner setzten Reichsbank, Westdeutsche Kaushvs, Berger Tiefbau bis 0,50 v. H. und Conti Gummi 1 v. H. niedriger ein. Gut behauptet lagen Bemberg mit 124,50.

Abendbörse knapp gehalten.

Die Abendbörse nahm einen stillen Verlauf und zeigte im Vergleich zu den Berliner Schlußkursen nur knapp gehaltene Notierungen, hingegen stellten sich gegen den hiesigen Mittagsschluß verschiedentlich mäßige Erholungen ein. Etwas höher lagen Man­nesmann mit 104 (103,50), Bemberg mit 124 (123,75), Demag mit 136,50 (136), Deutsche Erdöl mit 119,50 (118,50), andererseits bröckelten IG. Farben auf 148,25 (148,50), Rheinmetall auf 124,75 (125) und Licht und Kraft auf 130,75 (131,50) ab, Holzmann gewannen gegen den Einheitskurs 0,50 v. H. auf 140 (variabel zuletzt 144), lagen aber gegen Berlin 1,75 v. H. schwächer. Unverändert ge­langten Rheinstahl mit 137, Adlerwerke mit 105, Scheideanstalt mit 210, Gesfürel mit 129,50, Jung- hans mit 108, Metallgesellschaft mit 122 und RWE. mit 119,65 zur Notiz, ebenso Großbant- oktien, während Effektenbank 0,25 v. H. verloren auf 84,75, ferner Schuh-Herz 0,50 v. H. auf 120,50. Am Rentenmarkt blieben die Kurse behauptet, Reichsaltbesitz 130,30, Farben-Bonds 119,65, 5 v. H. Mühlheimer Berg 100,90, sowie im Freiverkehr Kommunal-Umschuldung mit 94,55.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 3. Aug. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W 9 196, W 11 198, W 12 199, W 13

200, W 16 203, W 18 205, W 19 207, W 20 209;

Roggen R 11 181, R 12 182, R 14 184, R 15

185 R 16 187, R 17 188, R 18 189, R 19 191

Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste, Futterhafer nicht notiert. Weizenmehl, Type 812, W 13 29,10, W 16 29,20, W 18, W 19 29,20, W 20 29,55; Roggenmehl, Type 997, R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtaus­gleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Treber nicht notiert, Wiesenheu mit Besatz (bis zu einem Drittel) 5,40, dasselbe mit Besatz (bis etwa ein Zehntel) 6,40, dasselbe (draht- gepreßt) 0,40 RM. mehr. Weizen- und Roggenstroh nicht notiert. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkf.

Frankfurt a. M., 4. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 785 Rinder (darunter 185 Ochsen, 116 Bullen, 339 Kühe, 145 Färsen), 487 Kälber, 10 Härnrnel, 19 Schafe, 226 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen 35 bis 44, Kälber 35 bis 65, Härnrnel 35 bis 50, Schafe 25 bis 38, Schweine 53 bis 60 Mark. Marktverkauf: Rinder, Kälber, Schweine zugeteilt; Härnrnel und Schafe mittelmäßig.__________________

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Das Geheimnis derMarneschlacht1914 Die größte Tragödie des deutschen Volkes.) Die deutsche Schicksalsscblacht und ihre dunklen Hintergründe. Warum sind wir aus dem Sieg in den Rückzug geführt worden ? Warum hat Deutschland den Krieg verloren?

Von größt. Interesse für jeden Frontkämpfer, aber auch für alle deutschen Volksgenossen.

ALS EINLEITUNG

Volk an der Front

Der neue große Weltkriegsfilm mit den packenden Ori­ginalaufnahmen von der Front - wie sie wirklichwar- u.a. Die Schüsse von Serajewo Ostpreußen verwüstet Die Schlacht bei Tannenberg Unsere Armeen vor Paris Der Stellungskrieg Fliegerkämpfe Die Skagerrak­schlacht U-Boothelden Eine Welt voller Feinde

Wenn Tausend einen Mann erschlagen, Das ist nicht Ruhm, das ist nicht Ehr, Drum heißen wirds in späteren Tagen, Gesiegt hat doch das deutsche Heer.

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nach der jahrtausendealten Erfahrung von Menschen» die nicht nur wie ein paar Wochen, sondern tagaus» tagein mit der Hitze zu kämpfen haben, das beste Mittel gegen den Durst zu sein.

Und dann kommt mir ein Bericht einer Sahara­expedition in den Sinn, darin hieß es, daß die Wärme der Luft bis auf über 50 Grad anstieg. Der Wasseroerlust war so ungeheuer, daß einzelne Expe­ditionsteilnehmer bis zu 12 Liter Wasser am Tag tranken. Ich rechne: 12 Liter das sind 24 Halbe oder 48 normale Gläser Bier! Mein Gott, ich sehe im Geist meinen durstigen Kameraden in der Sahara. Aber das scheint mir doch eine Durstvision zu sein, also noch ein weiteres Glas heißen Tee!

Gelder für den Lustschutz veruntreut.

Lpd. Worms a. Rh., 3. Aug. Wer Gelder stiehlt oder veruntreut, die dem Schutz der Allgemeinheit oder dem Wohl der Volksgemeinschaft dienen sol- len, hat eine besonders harte Strafe zu gewärtigen. Das wurde einem vor dem Be­zirksschöffengericht angeklagten ehemaligen Unter­gruppenführer des Reichsluftschutzbundes vom Staatsanwalt gesagt. Der Angeklagte hatte, wie üblich; von den Blockwarten die Beitragsgelder ge- holt, die diese in den einzelnen Haushaltungen er­hoben hatten. Anstatt das Geld nun an den zu­ständigen Reoiergruppenführer abzuliefern, behielt der Angeklagte den Betrag von etwa 228 Mark für sich und lieferte die Abrechnungszettel nicht ab. Für diese Straftaten (Untreue, Unter­schlagung und Urkundenunterdrückung) verlangte der Staatsanwalt eine viereinhalbmonatige Gefäng­nisstrafe und 300 Mark Geldstrafe. Das Gericht be­urteilte die bisherige Straflosigkeit des Angeklag« ten und seine echte Reue als strafmildernd und er­kannte auf eine Gefängnisstrafe von sechs Wo­chen und 100 Mark Geld st rase.

Personenzug fährt auf haltenden Güterzug auf.

5 Personen schwer-, 25 leichtverletzt.

Lpd. Mainz, 3. Aug. Die Reichsbahndirektion teilt mit: Am Mittwoch früh um 6.32 Uhr stieß der von Bingerbrück kommende Personenzug 2402 auf dem Bahnhof Waldböckelheim der Strecke> KreuznachStaudernheim auf einen haltenden Gü­terzug auf. Es wurden fünf Personen schwer- und etwa 25 Personen leicht verletzt. Die Ursache ist noch nicht festgestellt. Für die bei dem Unfall schwer- verletzten fünf Personen, die mit Kraftwagen sofort in das Krankenhaus in Bad Kreuznach eingeliefert wurden, besteht keine Lebensgefahr.

Der Hilfsdienst der Reichsbahn und ärztliche Hilfe waren sofort zur Stelle. Um 10 Uhr war ein Gleis wieder befahrbar; der Verkehr wurde bis dahin durch Omnibusse auftechterhalten._________________

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnache mittag geschloffen.

Orthopädische Klinik der Ludwigs-Universität Gießen.

Die Büroräume des Reichsbahn-Verkehrsamts befinden sich jetzt Frankfurter Straße 24, Erdgeschoß. Reichsbahn-Verkehrsamt

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