Ausgabe 
4.7.1938
 
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9JL-tfpoit

besten

Kampf um den Meistertitel

des Reichsbundes, an der Sache der körperlichen Ertüchtigung unseres Voltes.

Der weitere Verlauf des Abends brachte dann mancherlei unterhaltsame Darbietungen. Die drei Gesangvereine, die im Orte bestehen (Germania", Teutonia" undLiederkranz"), trugen durch schöne Volkslieder zur Ausgestaltung des Abends bei, Turner und Turnerinnen zeigten 'Hebungen am Barren, die erkennen ließen, daß mit außerordent« lichem Fleiß gearbeitet worden war; die Ball« Übungen der Turnerinnen gefielen allgemein durch die Sicherheit und die Eleganz, mit der sie vor. getragen wurden, bei der Bodengymnastik der Tur­ner sah man einige sehr originelle Hebungen, in denen die. Beteiligten Mut und Kraft bewiesen. Der Festwalzer der Turnerinnen und das Reckturnen der Turner stellten weitere eindrucksvolle Beweise für die intensive Arbeit dar, die im DerelN ge- eistet wird. Zu einem besonderen Erfolg gestaltete sich das TanzspielRadetzky-Marsch", das von den Turnerinnen unter Begleitung von Chor (Oefang. vereinGermania") und Orchester aufgeführt wurde. Stürmischer Beifall dankte den beteiligten, die sich entschließen mußten, ihre Vorführung zu

geendet hatte.

Unvergleichlicher Entscheidungskampf

Eine zweimalige Verlängerung von je 15 Minu­ten wird notwendig. Sie bringt Hannover die Mei­sterschaft.

Müde und überanstrengt sind alle Spieler. Aber unter den stürmischen 2Infeuerungsrufen der Massen reißt man sich auf beiden Seiten zum letzten Appell zusammen. Szepan hat mit zwei Schüssen Pech. Hannovers erster Vorstoß führt zu einer weiteren Ecke. Der Titelverteidiger besitzt offenbar noch Re­serven, er hat ein leichtes Hebergewicht. Kalwitzki verschießt, wenig später Lay. Rach dem letzten Sei­tenwechsel sind noch immer die Schalter obenauf. Kalwitzki und Kuzorra schießenFahrkarten".

Dann fällt in der 117. Minute nach einem unvergleichlichen Ringen d i e Entscheidung. Hannover ist durchgebrochen, R. Meng schießt; Klodt läßt das Leder abprallen. Malecki spurtet herbei, und im Handumdrehen sitzt der Ball im Netz. Der Schlußpfiff des Schieds­richters wirkt wie eine Erlösung, beide Mannschaften haben bis zur letzten Erschöpfung ihrer Kräfte ge­kämpft. v f

Der Reichssportführer überreicht auf dem Spiel­feld der erstmals siegreichen Mannschaft von Han­nover 96 den Meisterkranz und tröstet in herzlichen Worten die in Ehren unterlegene Elf des Titelver­teidigers. t

Ein unvergleichlicher Kampf, der insgesamt nicht weniger als 237 Minuten dauerte, ist zu Ende. Der nicht zu erschütternde Kampfesmut der Hannoveraner hat ihnen zum ersten Male den stolzesten Titel des deutschen Fußballsports eingebracht, den des deut­schen Meisters!

schalteten.

henkel/INetaxa lieferten einen großen Kampf.

Die wichtigste Entscheidung des letzten' Tages der Wimbledon-Meisterschaften fiel am Samstag tm Männer-Doppel, das die amerikanischen Titel­verteidiger Budge/Mako und das deutsche Davispokalpaar H e n k e 1 / M e t a x a im Kampfe sah Die Zuschauer bekamen eines der besten Spiele zu sehen, die Wimbledon je im Männer-Doppel brachte. Der Kampf war außerordentlich schnell; lediglich Mako war dem Tempo nicht gewachsen und siel stark aus. Dafür befand sich Budge wieder in blendender Spiellaune und riß den Kampf für die Amerikaner aus dem Feuer. Bei den Deutschen war Henkel eine Kleinigkeit besser als Metaxa, doch zeigte sich der Wiener am Retz ganz groß in Fahrt und holte durch vorzügliches Schmettern manchen Gutpunkt. Budges 'Einsatz entschied das Gefecht zu­gunsten der Amerikaner, die 6:4, 3:6, 6:3, 8:6 siegten und ihren Titel damit erfolgreich ver­teidigten.

henkel auch imMixed" unterlegen.

Die zweite Begegnung BlldgeHenkel gab es im Gemischten Doppel zwischen den Titelverteidigern Marble/Budge und dem amerikanisch/deut- schen Paar Fabyan/Henkel. Der Deutsche war von dem vorangegangenen Kampf reichlich ermüdet und konnte die ganz ausgezeichnet spielende Amerikanerin wenig unterstützen. Auf der anderen Seite war Donald Budge wenig von den An­strengungen des Männer-Doppels anzumerken. Mit 6:1, 6:4 siegten die Amerikaner verdient.

Boxländerkampf Deutschland - England. 10:6-Sieg der Deutschen.

OerFestsonntag.

Der gestrige Sonntagvormittag brachte auf dem Sportplatz des Turnvereins Heuchelheim ein reges Leben. Die Turnerinnen und Turner traten zu einem internen Wettstreit an, in dem aus­gezeichnete Leistungen erzielt wurden. Die Beteili­gung an diesem Vereinswettkampf war außerordent­lich 'stark und der Verein bewies erneut seine ziel- bewußte Arbeit in die Breite. Unter der Leitung des Oberturnwarts Fritz V o l k m a n n und des Frauen- turnwarts Otto Volk mann, wie unter der Mit­arbeit des Fachworts für Leichtathletik, O. Rinn, wurden die Kämpfe in verhältnismäßig kurzer Zeit bestritten. .

Rach der Mittagsstunde formierte sich em Fest- zug, an dem neben den Turnerinnen und Turnern in ihrem schmucken weißen Dreß auch die Vereine des Ortes mit ihren Fahnen teilnahmen. Leider ver­mißte man dabei die Gießener Turnvereine. Unter den Klängen der Musik zog man durch die Haupt- ftraßen des Dorfes und rief damit gleichzeitig die Einwohnerschaft der Gemeinde zum Festplatz

Mit großer Begeisterung folgte man1 den Vorfüh­rungen' des Festnachmittags. Die Turner zeigten die großangelegten Freiübungen, die für das Bres­lauer Fest Pflichtübungen sind; die Turnerinnen führten in graziösen Keulenübungen ebenfalls die Aufgabe für Breslau vor. Mancher Freund durfte auch gestern der edlen Sache des Turnens und da- mit dem Reichsbund für Leibesübungen gewonnen worden sein.

Im Anschluß an diese Vorführungen nahmen Vereinsführer und Oberturnwart die Siegerehrung für die internen Wettkämpfe des Vormittags vor und stolz nahmen die Siegerinnen und Sieger ihre Auszeichnungen, das goldene Eichenblatt des RfL., in Empfang. Nachdem noch ein Faustballspiel ausgetragen worden war, fand die Reihe der offi­ziellen Veranstaltungen ihren Abschluß. Die weiteren Stunden des Nachmittags und des Abends brachten bei Musik und Tanz und kameradschaftlicher Unter» Haltung noch manche anregende Stunde. Ein Fackel- reigen bildete den schönen Abschluß des Tages.

Die Ergebnisse der Wettkämpfe.

Leichtathletik. Männer: 1. Karl Stahlhut 3480,7 P.; 2. Franz Müller 2461,2; 3. Walter Hardt, 2079,7; 4. Ludwig Ulm 2068,2; 5. Hans Krämer 2005,3 P. Jugend: 1. Walter Lang 4369,75 P.; 2. Artur Sack 4247,5; 3. Hermann Ludwig 4226,25; 4. Werner Schmidt 3717,5; 5. Walter Siegel 3620,25 Punkte. /

Turner, Jugend-Ober stufe: 1. Erwin Kind 185 P.; 2. Äilli Hahn 182; 3. Albert Rinn 169; 4. Adolf Rinn 163; 5. Ludwig Franz 145 P.

Turner, Jugend-Unter st ufe: 1. Werner : Kreiling, Richard Krieger 133 P.; 2. Alfred Henning t 124; 3. Otto Rinn 122; 4. Otto Hofmann 111;

5. Willi Groh 104 P. r , Ä .

Turnerinnen-Ober st ufe: 1. Gretel Krei­ling 145 P.; 2. Erna Sack 141; 3. Anna Sack 137; 4. Marie Trumpfheller 120; 5. Erna Hofmann 113 P.

Turnerinnen-Mittel st ufe: 1. Gerda Volkmann 154 P.; 2. Erna Hahn 149; 3. Irmgard Neide! 139; 4. Elisabeth Ludwig 123; 5. Luise Hen­kelmann, Elli Hofmann 122 P. .

Turnerinnen-Unterstufe: !. Emmi Krock 156 P.; 2. Martha Hofmann, Adelheid Rinn 124 P.; 3. Ann'i Kreiling 123; 4. Irmgard Wobker 122 P>t 5, Else Krock 121 P.

Die Vorbereitungen für das Fest waren mit großer Sorgfalt betrieben worden. Seit Wochen stellten sich die Mitglieder in freien Stunden zur . Verfügung und legten mit Hand an« wo es zu'ücher noch

-Wrseier des Turnvereins Heuchelheim

Ein Fest der Oorfgemeinschast.

Fortuna hat den Sieg verdient errungen. Eine bessere Gesamtleistung in Gemeinschaft mit plan­mäßigerem Spiel gaben den Ausschlag. Der HSV. mar ein tapferer Verlierer.

Hannover 96 Hais geschafft!

Lleber 1OOOOO Zuschauer bei den Großkämpfen Gchalke-Hannover und FortunaHGV

Der vergangene Samstag und der gestrige Sonn­tag brachte für Heuchelheim eine Veranstaltung, an der die gesamte Einwohnerschaft lebhaftesten An­teil nahm. Der Turnverein Heuchelheim konnte die Feier seines 50jährigen Bestehens begehen und damit gleichzeitig auf einen Abschnitt feiner Geschichte zurückblicken, die nicht nur Vereins- geschichte, sondern Dorfgeschichte darstellt. Die Feier wurde diesmal nicht in der Turnhalle, sondern, wie es einem Feste zu sommerlicher Zeit entspricht, un­ter einem riesigen Zelt gefeiert, das, als am Sams­tagabend die Reihe der Veranstaltungen mit einem Kommers begann, bis auf den letzten 'Platz besetzt war. 2500 Personen mögen an diesem Festabend teilgenommen haben. Vertreter der Partei, des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen, der Gemeinde, sämtlicher örtlicher Vereine, rote auch die Betriebsführer der einheimischen Werke nahmen daran teil und bekundeten ihre Verbundenheit mit der edlen Sache des Turnvereins.

sich brachte.

Großer Tennistriumpb für USA.

Was nach feinem Lande bisher gelang, das brachten die Amerikaner in Wimbledon zuwege. Sie errangen sämtliche fünf Titel! Weder die Engländer noch die Australier oder tue Franzosen haben jemals eine derartig beherrschende Stellung im Welttennis eingenommen, wie USA. in diesem Jahre. Wohl fehlten die Australier diesmal, aber das kann den großartigen Triumph der Ame­rikaner nicht schmälern. Bester Mann von _ben Gästen aus Hebersee war wieder einmal der rot­haarige Kalifornier Donald Budge, der seine überragende Leistung aus dem Vorjahre wieder­holte urä) abermals drei Titel gewann. Wie groß die Klasse dieses Tennis-Giganten ist, kann man am besten daran ermessen,, daß er so gut wie keine Rückendeckung durch seine Landsleute hatte. Allein sein Doppelpartner Mako hatte noch im Einzel gemeldet, war aber doch zu schwach, um Budge größere Hindernisse aus dem Wege zu räumen. So stand der lange, hagere Kalifornier fast allein im Einzel und zusammen mit Mako auch allein im Doppel gegen die besten Spieler der alten Welt. Aber keiner von ihnen konnte Donald Budge ernst­lich gefährden. Neben d.en beiden Titeln der Männer holte er sich zusammen mit der blonden Alice Marble wieder die Meisterschaft im Gemischten

witzki verschossen hat. Schalke kommt zur dritten Ecke und dann ist Pause.

Nach 90 Minuten wieder 3 3

Mitreißend verläuft auch die zweite Hälfte. Schalke erzwingt die vierte Ecke, die mit einem von Pritzer gehaltenen Schuß Kuzorras abschließt. Der kurz darauf gegebene fünfte Eckball für Schalke bringt gleichfalls nichts ein. Auf der Gegenseite rettet Klodt durch blitzschnelles Herauslaufen. Die Niedersachsen erreichen ihre zweite Ecke, die Ku­zorra unschädlich macht. Die Hannoveraner drücken stark und der Meister spielt zeitweise nur mit drei Stürmern. Aber bald wechselt das Gesicht des Kampfes erneut. Die Schalter befreien sich. Sie kommen zur sechsten Ecke, die durch ein Mißver­ständnis zwischen Pritzer und Deike entstanden -st. Pörtgen wird in letzter Sekunde von Sievert ge=

Der zweite Länderkampf zwischen den Amateurboxern Deutschlands und Englands sollte am Samstagabend auf der Dietrich-Eckart-Buhne des Reichssportfeldes in Berlin abgewickelt werden. Ein anhaltender Regen machte dem Fachamt Boxen aber am Samstag einen Strich durch die Rechnung, so daß die Begegnung erst am Sonntagvormittag gestartet werden konnte. Rund 16 000 Zuschauer hatten sich auf der herrlichen Anlage im Reichssport­feld eingefunden, unter ihnen der Reichssportfuhrer von Tschammer und Osten. Die deutsche Staffel, in her ebenso wie in der englischen in letzter Stunde eine Aenoerung vorgenommen werden mußte, siegte mit 10:6 Punkten und wetzte so vor einem neutra­len Kampfgericht, das diesmal aus einem Holländer, einem Belgier und einem Polen bestand, die Scharte von London aus, wo es vor einigen Monaten in-

stoppt. Der Meister spielt sich in große Form, Der« fällt aber in seinen alten Fehler: das Kreiselspiel reißt ein. Der krönende Torschuß bleibt aus.

In der 26. Minute endlich schließt Mecke ein feines Zusammenspiel mit dem zweiten Schalter Treffer ab. Aber kaum hat sich der Jubel gelegt, da heißt es durch R. Meng 2:2. Unb zwei Minuten später ist wieder alles umgeworfen: Szepan steht plötzlich frei vor dem Tor der Hannoveraner und knallt unhaltbar ein. Aber die Niedersachsen geben sich nicht geschlagen. Sie kämpfen und kämpfen, und in Mr 43. Minute haben sie es, mit Unterftüßung von Göttin Fortuna, geschafft. Bei, einer neuen Ecke vor dem Schalke-Tor drängen sich Freund und Feind. Da ertönt der Pfiff des Schiedsrichters. Es ist Hand gemacht worden. Jakobs macht aus diesem Elfmeter das 3:3 für feinen Verein und stellt da­mit ein Ergebnis her, mit dem der gewaltige Kampf schon vor acht Tagen trotz verlängerter Spielzeit

führungen.

Einen festlichen Auftakt fand der Abend mit einem chorischen Spiel, das nach dem feierlichen Einmarsch der Turnerinnen und Turner und der Jugend aufgeführt wurde. Das einzeln oder im Chor gesprochene Wort und das Lied wechselten miteinander ab. Die Hinaabe an die deutsche Leibes­übung, die Treue zu Volk, Führer und Vater­land, die Treue auch zum Vermächtnis Friedrich Ludwig Jahns sprach aus dem Wort und dem Lied. So fand der Abend seine richtige Einstim­mung. Vereinsführer Otto Rinn hieß besonders die Gäste aus nah und fern herzlich willkommen, gab seiner Freude über die Anwesenheit sämt­licher noch lebender Gründer des Vereins Ausdruck

wiederholen. t

Im Verlaufe des Abends wurden dem Verein durch den Gaufachamtsleiter Ries (Kassel) die Glückwünsche des Gaufachamtes überbracht. In einer Ansprache würdigte er die hohen ethischen Ziele, die der Verein bisher verfolgte, sprach über die Treue, die dem Verein von seinen Mitgliedern unverbruch- lich gehalten wurde und von den großen Aufgaben für die deutsche Zukunft. Für vorzügliche Gesamt­leistung des Vereins übergab der Gaufachamtsleiter dem Pereinsführer eine Ehrenurkunde des Gaues Hessen. Vereinsführer Otto Rinn nahm die Ehrung bewährter Mitarbeiter im Verein vor und ernannte unter Heberreichung der entsprechenden Hrkunde die Mitglieder Fritz D o l k m a n n, Otto Holtmann, Ernst Reuschling, Fritz Reuschling, Albert Rinn (Kassierer), Hermann Reuschling, Otto Hofmann, Fritz Sack, Ludwig Sack, Heinrich Weber, Karl Behling, August Engel­hardt, Karl Engelhardt, Karl G e r n a n d t, Otto Henkelmann und Albert Schimmel zu Ehrenmitgliedern. In launiger Weise sprach Ka­merad Schneider (Butzbach) über gemeinsame Erlebnisse der Vergangenheit. Der Seniorchef der Firma Rinn & Cloß erinnerte in einer dankbar aufgenommenen Ansprache an die Zeiten der Gründung und der ersten Jahrzehnte der Arbeit des Turnvereins. Gleichzeitig gab er dem Verein von einer Zuwendung Kenntnis, die er über den Zeitraum von fünf Jahren mit dem jährlichen Be­trag von 200 Mark festgesetzt hatte. Dieser Betrag solle dazu verwandt werden, den Turnern und Tur­nerinnen des Vereins erweiterte Möglichkeit zu geben, an auswärtigen Wettkämpfen teilzunehmen.

Bürgermeister Rinn verband mit feinem Glück­wunsch das Versprechen, daß sich der Verein als Jubiläumsgeschenk irgendein Turn- ober Sport­gerät wünschen könne. Die Freiwillige Feuerwehr ließ ebenfalls durch Bürgermeister Rinn einen Satz Keulen für Turnerinnen übergeben. Der Der- einsführer konnte außerdem eine stattliche Reihe schriftlicher Glückwünsche verlesen.

bauen, zu montieren, ju organisieren galt. So war dem Feste der gute Verlauf gesichert.

Die Jubiläumsfeier.

Das Programm, das der Festabend am Sams­tag brachte, war außerordentlich reichhalttg. Die Kapelle Schleuse bestritt den musikalischen Teil und wartete mit guter Konzertmusik auf, begleitete aber auch sinnentsprechend die zahlreichen turnerischen Vor-

Bender, Zwolanowski; Albrecht, Heibach, Schubarth, Pickartz, Kobierski.

Hamburger SV.: Warning; Dorfei I., Bohn; Weder, Reinhart, Kahl; Sikorski, Dörfel II., Hoff­mann, Noack, Carstens.

Der HSV. begann zusammenhängender und ge­schlossener, aber tm Ausnützen der Torgelegenheiten waren die Düsseldorfer ihrem Gegner voraus. Der erste gültige Treffer ist den Fortunen vorbehalten. In der 42. Minute fällt das zweite Tor der Düssel­dorfer durch Albrecht.

Nach Wiederbeginn setzt sich der HSV. stark ein und erzielt auch schon in der 9. Minute den ersten Gegentreffer. Auch in der Folge hat der HSV. etwas mehr vom Spiel. In der 15. Minute schon ist der Ausgleich heraestellt. Gleich darauf ist For­tuna erneut in Gefahr. Dann kommen die Düssel­dorfer wieder auf und übernehmen mehr und mehr die Initiative. Es dauert auch nur 12 Minuten, da ist erneut die Führung geschaffen. Die jetzt einsetzen­den neuen Angriffe des HSV. meistert die uner­schütterlich stehende Fortuna-Abwehr. In der 37. Minute fällt die endgültige Entscheidung. Im Zwei­kampf um den Ball siegt Bender über Noack. So­fort wanderte das Leder zu Schubarth, von hier zu Albrecht und schon hatte der Düsseldorfer Alt- Nationale den Torhüter Warning zum vierten Male geschlagen.

den Männern fiel in diesem Jahre ein mächtiges Anwachsen der Spielstärke der amerikanischen Frauen. Drei von ihnen standen in der Vorschluß­runde, und zwei Amerikanerinnen machten das Endspiel unter sich aus. Die hervorstechendste Tat­sache ist hier das erfolgreichecome back" der siebenfachen Weltmeisterin Helen W i l 1 s - M o o d y, die den Endkampf gegen die allerdings im zwei- ten Satz verletzte Landesschwester Helen Ja- c o b 5 gewann. Dor dem Weltkriege war es der Engländerin Lamberts-Chambers gelungen, sieben­mal den höchsten Titel im Frauen-Tennis zu er­obern. Die Amerikanerin übertraf 1938 diesen Re- kord; sie holte sich den stolzen Titel zum achten Mate! Schließlich fiel auch das Frauen-Doppel durch Fabyan/Marble noch an USA., die die Titelverteidiger Mathieu/Yorke glatt aus­

folgt Aufstellung: '

Fortuna: Pesch; Janes, Bornefeld; Mehl, war em tapferer

Das schöne Spiel zwischen Fortuna und dem HSV. hatte die Massen in richtige Endspiel-Stim­mung versetzt und als beide Mannschaften mit dem Schiedsrichter Grabner (Regensburg) aufs Feld liefen, herrschte stürmische Begeisterung. Die Spiel­führer losten. Hnb in der Zwischenzeit konnte man feststellen, daß beide Mannschaften entgegen allen Ankündigungen wieder mit den gleichen Spielern, erschienen waren, die schon vor acht Tagen mit» kämpften. \ ,

Schalke 04: Klodt; Sontow, Bornemann; Gel- lesch, Tibulski, Berg; Kalwitzki, Szepan, Pörtgen, Kuzorra, Mecke. _

Hannover 96: Pritzer; Sievert, Petzoldt; Ja- köbs, Deike, Männer; Malecki, Pöhler, E. Meng, Lay, R. Meng.

Saffiger Kampf her ersten Halbzeit.

Wie schon vor acht Tagen, so entwickelt sich auch diesmal ein rassiger und schneller Kampf. Die West­falen entzücken erneut mit ihrem wundervollen Zu­sammenspiel. Die Niedersachsen sind wieder energie­geladen und besitzen einen himmelstürmenden Ta­tendrang. Beide Mannschaften sind, wie man er­kennt, sofort mit ganzem Ernst bei der Same. Immer größer wird das Format des Kampfes. Beiderseits wechseln die Angriffe vor den Toren. In der elften Minute kommt Hannover zur Führung. Malecki läßt zwei Gegner hinter sich und knallt wuchtig aufs Tor; Klodt kann nicht einwandfrei abwehren, Ti- bulski eilt herbei, trifft ober den Ball zu lasch. Da hat der Hannoveraner Lay die Gelegenheit gewit­tert und schnell ist das Werk vollendet. Zwei Minu­ten später stellt sich einem Schuß R. Mengs die Latte hindernd in den Weg. Klodt hat alle Hände voll zu tun, um die stürmischen Angriffe der Han­noveraner abzuwehren. Aber bald sind die Schalter wieder da. Ein blitzschnelles Durchspiel des rechten Flügels schließt Kuzorra mit einem Lattenschuß ab. Obwohl Die Niedersachsen kraftvoll verteidigen, kön­nen sie den Ausgleich nicht verhindern. In der 23. Mi­nute verpaßt Hannovers Jnnensturm eine Flanke von rechts. Schalke setzt sofort zum Gegenstoß an. Kuzorra führt den Ball und knallt dann urplötz­lich los: der verdutzt stehende Pritzer ist geschlagen! Hnangenehm wird die Lage für den Meister bet einer leichtsinnigen Rückgabe von Tibulski. Auf der Gegenseite bedroht eine zweite Ecke für Schalke die Niäersachsen, die erst aufatmen können, als Kal-

folge einer nach englischen Regeln Dorgenommenen Wertung nur zu einem Hnentschieden reichte.

Die Engländer gaben einen völlig gleichwertigen Gegner ab, wenn man von den beiden schwachen Punkten der Mannschaft, dem Halbschwergewichtler Brown und dem Ersatzmann Powell im Leicht­gewicht, absieht. Nicht immer vermochten die dunkel­braun gebrannten deutschen Boxer, deren gesunde Farbe seltsam gegen das Weiß der Gäste abstach, durch ihren unerhörten Kampfgeist die famose Tech­nik der fast durchweg mit einer ausgezeichneten Linken ausgestatteten Briten auszugleichen. Mit einem Siege tm Fliegengewicht hatten die Engländer begonnen, aber immer wieder konnte Deutschland den Ausgleich erzielen, bis dann die schweren Ge­wichtklassen endgültig den Sieg zugunsten Deutsch­lands entschieden.

Großer deutscher Leichtathletik-Triumph

Deutschland schlägt Frankreich mit 105:46 punkten.

Den 12. Leichtathletik-Länderkarnpf bestritten am Sonntag die besten Achteten Deutschlands und Frank­reichs in Paris. Rund 10 000 Zuschauer hatten sich

Noch nie hat eine deutsche Fußball-Meisterschaft ein so gewaltiges und eindrucksvolles Finale erlebt wie in diesem Jahre. Eine Verkettung von Zu­fällen machte zwei Wiederholungsspiele, sowohl um den Meistertitel als auch um den dritten Platz, notwendig. Es war ein glücklicher Gedanke, beide Spiele am ersten Juli-Sonntag gemeinsam in der herrlichen Kampfstätte des Olympischen Stadions auf dem Reichssportfeld erneut zu veranstalten. Die Anziehungskraft und die Anteilnahme übertraf alle noch so hoch gespannten Erwartungen. Waren es am letzten Sonntag rund 95 000 Zuschauer, so kamen diesmal über 100 000 Menschen. Das flag- gengefchmückte, in hellstes Sonnenlicht getauchte Stadion bot mit seinen gewaltigen Menschenmassen ein imponierendes Bild. /

Während Tausende mit betrübter Miene vor ge­schlossenen Pforten stehen, macht sich im Stadion selbst gleich eine frohe Stimmung breit. Muntere Lieder klingen auf.

Das Eröffnungsspiel um die HJ.-Gebiets-Meister- schast gewinnt Blauweiß gegen Minerva Berlin glatt mit 6:3.

^Fortuna" Düsseldorf auf dem 3.Vlah.

Dann ist es so weit. Unter Führung des Berliner Schiedsrichters Zacher laufen die Mannschaften von Fortuna Düsseldorf und des HSV., die sich noch einmal um den dritten Platz derDeutschen" gegen- überstehen, in das Stadion ein und nehmen wie

im Colombes-Stadion eingefunden, als die beiden Mannschaften die Deutschen in braunen, die Fran­zosen in blauen Trainingsanzügen einmarschier­ten und vor den Tribünen Aufstellung nahmen. Den Glanzpunkt der zum Teil neu ausgebauten Anlagen bildete die ausgezeichnete 4 X 100-m-Bahn. Der Länderkampf brachte den Franzosen die bisher größte Schlappe. Im Vorjahre hatten sie in München mit 48:103 Punkten verloren; diesmal blieben die Deut­schen in Paris mit 105:46 Punkten siegreich. Von den 15 Wettbewerben gewann Deutschland nicht weniger als 14 und stellte dazu in 10 Konkurrenzen neben dem Sieger auch noch Den Zweiten. Nur ein­mal blieben die Gastgeber erfolgreich, und zwar genau wie im Vorjahre im Stabhochsprung, den diesmal aber nicht Vintoufky, sondern Ramadier an

Doppel. Mit der Behauptung der Spitzenstellung bet ünd schilderte dann die Geschichte des Vereins und . * ii.t. die hervorragenden Leistungen, die durch den

Opferwillen der Mitglieder erzielt wurden. Er sprach auch über die bedeutenden Erfolge in turneri­scher Hinsicht, die der Verein gerade in den letzten Jahren erzielen konnte. Er gab abschließend der Heberzeugung Ausdruck, daß der Verein mit Ruhe und Zuversicht in die Zukunft sehen könne und immer weiter arbeiten werde an den großen Zielen