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der Europameisterschaften, als das größte und be­deutendste Ereignis der deutschen Leichtathletik 1938 angesehen werden.

Schmeling nach Amerika unterwegs.

Am Dienstagmittag verließ der Schnelldampfer Bremen" des Norddeutschen Lloyd Bremerhaven zur Fahrt nach Neuyork. An Bord befand sich der deutsche Meister aller Klassen, Max Schmeling, begleitet von seinemSchatten" Max Machon, die nun zum x-ten Male den Ozean überqueren, um die Schwergewichts-Weltmeisterschaft . für Deutsch­land zurückzuerobern. Am 22., Juni wird Schmeling im Neuyorker Yankee-Stadion zum zweitenmal auf denBraunen Bomber" Joe Louis treffen.

Kurz vor der Abfahrt unterhielt sich unser Meister­boxer mit einigen Pressevertretern über seinen kommenden Kampf. Schmeling betonte, daß er in der besten körperlichen Verfassung sei und dem Kampf mit Joe Louis mit großer Zuversicht ent- gegensehe. Habe er schon in der Mainacht 1936 den Neger in den Staub des Ringes gelegt, so sei er auch diesmal von seinem Siege überzeugt, da er ja nun den Neger kenne, während er 1936 einem völlig unbekannten Gegner gegenüberaestanden habe. Der 'Deutsche hat nun alle Hindernisse, die sich der Weltmeisterschaft immer wieder entgegenstellten, überwunden. Er steht jetzt vor dem Ziel.

Italien-Radrundfahrt mit Deutschen.

DieGiro d'Jtalia", Italiens große Radrund­fahrt, wird auch in diesem Jahre wieder deutsche Berufsfahrer am Start sehen. Für die schwere Etap­penfahrt vom 7. bis 29. Mai wurden von deutschen Fahrern bisher Rudi W ö l k e r t, der spurtschnelle Schweinfurter, und Werner Huber (Altenburg) verpflichtet. ______

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DaölrrsteGießenerBahnrennen verlegt

Nachdem der bekannte Fahrer der deutschen Nationalmannschaft Jean Schorn seine bereits abgegebene Meldung zum Gießener Bahnradrennen auf Geheiß des Fachamtes Radfahren im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen wieder zurückziehen mußte, haben nun noch drei Fahrer abgesagt. Schorn muß am gleichen Tage die deutschen Farben in Kopenhagen vertreten. Um nun bei dem ersten diesjährigen Bahnrennen keine Enttäuschung zu er­leben, hak es der Veranstalter vorgezogen, das Rennen auf einen anderen Termin zu verlegen.

Deutsche Fußball-Auswahl gegen Wiener Elf.

Das fußballsportliche Geschehen des kommenden Sonntags ist um ein bedeutsames Ereignis be­reichert worden: im Düsseldorfer Rheinstadion wird an diesem Tage eine Fußball-Auswahl des Alt­reichs gegen eine Wiener Elf antreten! Wieder also stehen sich Großdeutschlands beste Fußballspieler im Kampf gegenüber, um die beim Duisburger Lehrgang erfahrene Schulung im ernsten Wett­streit zu unterstreichen und sich einen Platz in der großdeutschen Mannschaft, die am 22. Mai zum ersten Male in Erscheinung tritt, zu erwerben.

Amerikas Leichtathleten kommen!

Die Auslands-Kommission der Amerikanischen Amateur-Athletic-Unioy hat die Reise einer amerika­nischen Leichtathletik-Mannschaft im Monat August nach Europa genehmigt. Damit ist der Länderkampf Deutschland USA., der am 13. und 14. August im Berliner OlympiwStadion stattfinden wird, zur Tat geworden. Dieser große Kampf muß, ungeachtet

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Ein Lastzug verunglückt.

LPD. Marburg, 3. Mai. Bei dem Dorfe Gisselberg platzte plötzlich der vordere Reifen des Motorwagens eines mit 10 500 Kilo­gramm Dachpappe beladenen Lastzuges. Dadurch verlor der Fahrer die Gewalt über das Steuer. Der Lastzug geriet auf die linke Straßenseite und fuhr über den Straßengraben aus einen Acker, wobei er vier starke Obstbäume umbrach. Der An­hänger stürzte um. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. ,

Tennis-Länderkampf Deutschland-Indien 2:1.

Am Dienstag begann auf den Plätzen des Wies­badener THE. der Tennis-Länderkampf Deutschland gegen Indien. Man sah diesem Ereignis deshalb mit besonderer Spannung entgegen, weil hier zum erstenmal Deutschlands Spitzenspieler eingesetzt wurden, die das Hakenkreuz in den Davispokal­kämpfen des Jahres 1938 vertreten sollen. Der erste Länderkampf gegen Polen wurdS deutscherseits von Nachwuchskräften bestritten. In Wiesbaden nahmen neben Henner Henkel die beiden Wiener Georg von Metaxa und Hans Redl den Schläger in die Hand: dazu kam der Mainzer Dr. Heinz Tu­sch e r. Nun, de? erste Tag des auf vier (Einieb und zwei Doppelspiele berechneten Länderkampses brachte Deutschland eine 2:1-Führung. Nachdem Dr. Tüscher den Inder Mahmud Alam 6:3, 3:6, 6:2 ge­schlagen hatte, zogen die Gäste durch einen 9:7-, 3:6-, 6:1-Sieg von S. Ranbir über Redl gleich. Unser neues Doppel Nr. 1, Henkel-v. Metaxa, holte anschlie­ßend den zweiten Punkt für Deutschland. Mit 6:4, 10:8 wurden Ghaus Mohamed-Y. Singh bezwungen.

Zweiter Kampftag der Handball-Äaugruppen.

Am zweiten Mai-Sonntag gehen die Kämpfe um den Meistertitel im deutschen Handballsport weiter. Die Ergebnisse des ersten Spieltages ließen schon schließen auf die Stärke der einzelnen Mannschaften. Selbstverständlich lassen sich noch keine bestimmten Voraussagen geben, aber ein Bild von dem Kräfte- I Verhältnis in den vier Gaugruppen kann man sich schon machen. Weitere klare Siege sind in Gruppe 1 von MTSA. Leipzig und Oberalster Homburg zu erwarten, während in Gruppe 2 MSV. Weißenfels und Borussia Carlowitz erfolgreich sein dürften. Nicht ganz so klar ist die Lage in den übrigen bei­den Gruppen. Hier wird man erst die Ergebnisse abwarten müssen, um in den kommenden Spielen genauer sehen zu können.

Gaugruppe 1: Oberalster Hamburg VfL. Königsberg; Flak Stettin MTSA. Leipzig.

Gaugruppe 2: MSV. Borussia Carlowitz gegen Tv. Al Wetzlar; Polizei SV. Berlin MSV. Weißenfels.

Gaugruppe 37 Post SV. Hannover VfB 08 Aachen; Lintforter SV. Hindenburg Minden.

Gaugruppe 4: Post SV. München VfL. Haßloch; SV. Waldhof SV. Urach.

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Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 3. Mai. Auftrieb: Kälber 784 (gegen 682 am 26. April), Härnrnel und Schafe 133 (112), Schweine 4200 (3673). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 62 bis 65 (63 bis 65), b) 53 bis 59 (55 bis 59),

c) 42 bis 50 (43 bis 50), d) 35 bis 40 (65 bis 40).

Härnrnel b2) 46 bis 52 (46 bis 52), c) 41 bis 45 (41 bis 45), d) 34 bis 40 (35 bis 40). Schafe

a) 36 bis 42 (34 bis 42). Schweine a) 56.50 (56.50),

bl) 55.50 (55.50), b2) 54.50 (54.50), c) 52.50 (52.50), d) 49.50 (49.50). Sauen gl) 53.50 (53.50).

Fleischgroßmarkt: Angebot: 938 (1016) Viertel Rindfleisch, 603 (781) halbe Schweine, 23 (12) ganze Kälber, 10 (5) ganze Hammel, 16 (17) Kleinvieh. Notiert wurden je 50 Kilogramm in RM.: Ochsenfleisch a) 80, b) 69. Bullenfleisch a) 77, b) 66. Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54. Färsenfleffch a) 80, b) 69. Kalbfleisch I 81 bis 95, II 70 bis 80. Hammel­fleisch b) 76 bis 90, c) 65 bis 75. Schwemefleilch b) 73. Fettwaren: Roher Speck unter 7 cm 78,

Gießener Schlachtviehmarkt.

Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehoerteilungsmarkt) in der Diehversteige- rungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 8 Ochsen, 6 Bullen, 26 Kühe, 21 Färsen, 132 Kälber, 197 Schweine und 3 Schafe aufgetrieben.

An Preisen wurden erzielt: Ochsen 37 bis 44 Pf., Bullen 39 bis 42 Pf., Kühe 24 bis 44 Pf., Färsen 34 bis 43 Pf., Kälber 34 bis 62 Pf., Schafe 40 Pf. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,11 RM., Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 1,09 RM., Klasse b2 (120 bis 134,5 kg) 1,07 RM., Klasse c (100 bis 119,5 kg) 1,03 RM., Klasse df (unter 100 kg) 0,97 RM., Klasse gl und I (fette Specksauen und Altschneider) 1,05 RM., Klasse g2 und h (andere Sauen und Eber) 1,01 RM.

Marktverkauf: Großvieh und Schweine zugeteilt, Kälber und Schafe flott; alles ausverkauft.

Rhein-Mainische Börse.

INittagsbörse uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 3. Mai. Die Börse brachte am Aktienmar 5t eine weitere Schrumpfung des Geschäftes, da Kaufaufträge der Kundschaft kaum Vorlagen. Andererseits setzten sich Verkäufe aus Abwickelungen und Liquidationen fort, die bei der beschränkten Aufnahmeneigung zu den ersten Kursen überwiegend Abschwächungen von 0,50 bis 1 v. H. auslöften. Nach deren Erledigung wurde die Haltung etwas widerstandsfähiger und teilweise traten Erholungen um Bruchteile eines Prozentes ein, die Umsatztätigkeit erfuhr aber keine Zunahme. Stärker ermäßigt waren IG. Farben mit 158,75 (159,90) und Siemens mit 211 (212,25). Montan­werte gingen durchweg bis 0,65 v. H. und Hoesth um 1 v. H. zurück. Maschinen- und Motorenwerte ermäßigten sich bis 1 0. H., nur Moenus zogen bei etwas größeren Umsätzen auf 134 bis 134,25 (133,25) an. Elektro- und Zellstoffpapiere schwank­ten nach beiden Seiten bis 0,75 v. H. Etwas fester lagen u. a. Holzmann mit 165 (164) und Reichs­bank mit 198 (197,50), dagegen gaben Eonti Gummi auf 205,50 (206,50), Metallgesellschaft auf 139 (140) und Scheideanstalt auf 249,50 (250,50) nach.

Am Rentenmarkt hatte die Altbesitzanleihe des Reiches lebhafteres Geschäft und feste Haltung mit 133,25 bis 133,50 (132,90), hingegen ermäßig­ten sich Reichsbahn-Vorzugsaktien um 0,40 v. H. auf 130,13. Goldpfandbriefe waren z. T. mit un­verändert 100 repartiert und z. T. gestrichen. Li­quidationspfandbriefe bröckelten überwiegend bis 0,25 v. H. ab. Stadtanleihen und Kommunal-Obli- gationen lagen unverändert, Industrie-Anleihen schwankten bis 0,25 v. H. nach beiden Seiten.

Abendbörse behauptet.

Der Auftragseingang hatte keinen besonderen Umfang, so daß auch die Umsätze begrenzt blieben. Die Haltung war aber nicht unfreundlich, und die

Bekanntmachung.

Betr.: Schafbockversteigerung in Alsfeld.

Der Landesverband der Schafzüchter in Hessen- Nassau kann seine für den 5. Mai d. I. vorgesehene Zentralbock-Auktion in Gießen aus seuchenpolizei­lichen Gründen nicht abhalten. Die Versteigerung gelangt daher in 30590

Alsfeld Donnerstag, den 15.2Uai 1938, vormittags 10.30 Uhr in der Viehhalle

zur Durchführung.

Zum Auftrieb kommen zirka 100 Zuchtböcke aus anerkannten Stamm- und Herdbuchzuchten der Deut­schen schwarzköpfigen Fleischschafrafse. Sonderkörung und Prämiierung erfolät am Tage vor der Versteige­rung gegen 14 Uhr. Die in Hessen-Nassau ansässigen Schafhalter erhalten für Böcke, die auf dieser Ver­steigerung erworben werden, namhafte Ankaufsbei­hilfen. Da genügend gutes Material zur Verfügung steht, ist allen oberhessischen Schafhaltern beste An­kaufsmöglichkeit geboten.

Personen aus Sperr- und Beobachtungsgebieten der Maul- und Klauenseuche ist der Besuch der Ver­anstaltung untersagt.

Frankfurt, den 2. Mai 1938.

Landesverband der Schafzüchter in Hessen-Nassau.

Gez.: S ch u st e r.

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Kurse zeigten vielfach gegen die Mittagsnotierungen leichte Erhöhungen von 0,25 bis 0,50 0. H. Gut er­holt waren Conti Gummi mit 206,75 (205,50). Etwas lebhafter waren erneut Moenus Maschinen mit 135,50 (135). Im einzelnen gewannen u. a. Rheinstahl 0,25 v. H. auf 147,50, Adlerwerke 0,25 v. H. auf 121,75, Bekula 0,50 v. H. auf 163,50, Licht und .Kraft 0,25 v. H. auf 143,50, IG. Farben 0,25 v. H. auf 159, Gesfürel 0,75 v. H. auf 149,75 und am Einheitsmarkt stiegen Lokomotiofabrik Krauß auf 140 (138,50). Etwas niedriger lagen Deutsche Erdöl mit 145 (145,50), Junghans mit 123 (123,50) und Demag mit 156 (156,25). Am Rentenmarkt erhielt sich weiteres Interesse für Reichsaltbesitz mit 133,75 (133,50), 6 v. H. IG. Far­ben wurden 0,13 v. H. höher mit 130,65 gefragt.

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