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Aus der engeren Heimat.

Unfälle auf dem Lande.

Lei der Arbeit an der Eisendahnstrecke mürbe der 38jährige Heinrich K u h l b a ch aus Garben­teich von der Tür eines Eisenbahnwagens am Kopf getroffen. Der bedauernswerte Mann mußte mit einer klaffenden Kopfwunde in ärztliche Be­handlung gebracht werden. Der 56 Jahre alte Arbeiter Ludwig Mehl aus Großen-Linden wurde, als er fein Fahrrad führte, von hinten durch einen Motorradfahrer angefahren und kam schwer zu Fall. Unter dem Verdacht auf innere Verletzungen mußte der Verunglückte nach Gießen in ärztliche Behandlung gebracht werden. Bei seiner Arbeit an der Straße erlitt der 36jährige Asphaltarbeiter Erhard Mandler aus Heuchel­heim durch flüssigen Teer schwere Verbrennungen der rechten Hand. Als der etwa 36 Jahre alte Gärtner Wilhelm Lepper von D o r f g i l l da­mit beschäftigt war, von einem Baume einen Ast abzusägen, stürzte er von der Leiter. Lepper zog sich einen Unterschenkelbruch des rechten Beines zu. Der bei der Reichsautobahn-Baustelle Bersrod beschäftigte Arbeiter Petri aus Saasen erlitt bei seiner Arbeit eiqen Unterschenkelbruch des rech­ten Beines. Die 83jährige Witwe Maria List- m a n n aus Hungen kam in ihrer Wohnung un­glücklich zu Fall und zog sich einen Oberschenkel­bruch des rechten Beines zu. Einen schweren Unfall erlitt der 19 Jahre alte Reinhold Stock von Ettingshausen. Er wurde von einem Pferd durch Hufschlag am Unterleib schwer ge­troffen und mußte mit erheblichen inneren Ver­letzungen in ernstem Zustande zur ärztlichen Be­handlung nach Gießen gebracht werden. Die 63jährige Landwirtsehefrau Katharina Erbes aus Saasen zog sich bei einem unglücklichen Sturz einen Oberarmbruch zu. Mit einer schwe­ren Kopfverletzung mußte der bei der R^ichsauto- bahn beschäftigte Arbeiter Heinrich Dick aus E h r in g s h a u s e n (Kreis Alsfeld) zum Arzt ge­bracht werden. Der Verunglückte zog sich die Ver­letzung bei der Arbeit an den Kippwagen zu. Unter dem Verdacht auf schwere innere Verletzun­gen mußte der 45jährige Vorarbeiter Johann Häuser aus Salzböden (Kreis Wetzlar) nach Gießen gebracht werden. Häuser stürzte bei der Arbeit an einem Dache aus etwa 4 Meter Höhe ab. Bei der Arbeit im Walde geriet der 38- jährige Landwirt Adolf Stroh aus Wißmar

zwischen zwei Stämme und zog sich dabei einen Unterschenkelbruch des linken Beines zu. Sämtliche Verunglückte mußten zur ärztlichen Behandlung in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linden, 2. Febr. Die Vorstände der Kleinkinderschule und der Kranken- st a t i o n hielten am Dienstagabend gemeinsam ihre Jahreshauptversammlung ab. Die beiden ehrenamt­lichen Rechner der Stationen erstatteten die Rech­nungsberichte. Rach Prüfung durch den Vorstand wurden die Rechnungen genehmigt und den Rech­nern Entlastung erteilt. Der in den letzten Jahren gegründete Verein zur Förderung der Kleinkinder­schule zählt heute 108 Mitglieder mit einem Jahres­beitrag von 1 Mark, die Krankenstation zählt gegen­wärtig 365 Mitglieder. Es wurde in der Versamm­lung u. a. noch beschlossen, die Versicherung der Be­sucher der Kleinkinderschule gegen Unfall auch für die Zukunft beizubehalten.

ch Heuchelheim, 3. Febr. Zu einer eindrucks­vollen Kundgebung für den Reichsbund für Leibes­übungen gestaltete sich das am Samstag abgehal­tene Winterfest des Turnvereins Heuchel­heim. Die Turnhalle war bis auf den letzten Platz besetzt, als Dereinsführer Otto Rinn die Teilneh­mer begrüßte. Die Turn- und Sportgemeinde Rod­heim a. d. Bieber war mit einer Anzahl Turner und Turnerinnen zu der Feier erschienen. Der Vereins­führer ging in feiner Ansprache besonders auf . die volksdeutsche Bedeutung der früheren Deutschen Turnfeste ein und warb in diesem Zusammenhang für den Besuch des Deutschen Tum- und Sportfestes in Breslau. Es haben sich bereits schon 20 Mann aus dem Verein für die Teilnahme in Breslau ge­meldet. Die Vorführungen des Abends brachten einen Ausschnitt aus den verschiedenen Gebieten der Kör­perertüchtigung und zeigten, daß im Verein rege Arbeit auf allen turnerischen und sportlichen Ge­bieten geleistet wird. Den Anfang der Vorführun­gen machten die Jugendturner, die Freiübungen und Keulenstabübungen darboten. Die Turnerinnen führten dann einen sehr schönen Bauerntanz und anschließend gut ausgeführte Ballübungen vor. Die Leichtachleten des Vereins zeigten mit einer Vor­führung, daß auch die Leichtathletik in der Halle ein dankbares Gebiet ist und fanden stürmischen Beifall. Turner führten am großen Ring schöne Uebungen vor und Turnerinnen zeigten am Bar­

ren, daß auch das Geräteturnen bei den Turnerin­nen auf einer beachtlichen Höhe steht. Das Reck­turnen der Turner der ersten Riege bewies sorg­fältige Schulung. Ein von Turnern und Turnerin­nen aufgeführter Schwank ließ auch den Humor zu seiner Geltung kommen und fand lebhaften Beifall. Den Abschluß der turnerischen Vorführungen bilde­ten zwei gefällige Volkstänze der Turnerinnen. So­dann gedachte der Vereinsführer in kurzen Worten der Bedeutung des 30. Januar und des Mannes, der vor 5 Jahren Deutschlands Geschicke in die Hände nahm. Die Vorführungen des Abends wur­den von guter Musik der Kapelle Menges um­rahmt

T Lollar, 2. Febr. Am Montagabend fand hier eine unvermutete Verdunkelungs­übung statt. Um 18.30 Uhr ertönte die Luftschutz­sirene, und schon nach wenigen Minuten war Lollar in tiefste Finsternis gehüllt. Da auch das Buderus- sche Eisenwerk und die Eisenbahn mitübte, war tat­sächlich von unserem Orte nichts mehr zu sehen. Die ganze Uebung nahm einen mustergültigen Ver­lauf, was auch in der Besprechung des Verdunke­lungsstabes, die nach der Entwarnung um 20 Uhr stattfand, zum Ausdruck kam. Die Einwohnerschaft zeigte volles Verständnis für dkk zur Sicherheit unserer Heimat erforderlichen Maßnahmen des Luftschutzes.

> Treis a. d. L d a., 2. Febr. Hier fand eine Verdunkelungsübung statt. Auf das Alarmzeichen hin waren in kurzer Zeit alle Woh­nungen verdunkelt. Die Uebung nahm einen guten Verlauf und zeigte, daß die Einwohnerschaft den Maßnahmen des Luftschutzes Verständnis entgegen­bringt. In einer der Uebung folgenden Besprechung brachte dies auch der Gemeindegruppenführer des Reichsluftschutzbundes, der der Uebung beigewohnt hatte, zum Ausdruck.

<£ Bersrod, 2. Febr. In einer Versammlung des Obst- und Gartenbauvereins im Sadle des Gastwirts Ludwig Hofmann III. sprach Lehrer Debus von Ruppertsburg über die Pflan­zung und Pflege der Obstbäume, über die Absatz­möglichkeiten des Obstes und andere einschlägige Fragen. Um den Anbau von Beerenobst zu fördern, fand eine Verlosung von Stachelbeer-, Himbeer- und Johannisbeersträuchern statt.

ch Lauter, 2. Febr. Montag abend zeigte die Gemeindegruppe Grünberg des R e i ch s l u fi­sch u tz b u n d e s für die hiesige Untergruppe im Saale von Wirt Hock den SchmalfilmVolk in Gefcchr". Die erläuternden Worte sprach Gemeinde­gruppenführer K o h l b a ch. Durch diesen Film wurden die Einwol ner mit der Arbeit des Reichs-

luftschutzbundes bekanntgemacht. In der Schluß, ansprache forderte Bürgermeister P i tz alle biel jenigen, die der Arbeit des Reichsluftschutzbunde; noch fernstehen, zum Beitritt auf. Am gestrigen Tage vollendete Anna Katharina Pfeffer in voller körperlicher und geistiger Frische ihr 81. Lebensjahr.

(XD Langsdorf, 3. Febr. Die erste diesjährige Holzversteigerung fand unter sehr großer, Beteiligung von Kauflustigen aus Langsdorf unb* den umliegenden Ortschaften statt. Die Durchschnitts­preise betrugen in Buchenholz: Scheiter je 2 Raum­meter 21,50 Mark. Knüppel je 1 Raummeter 5,00 Mark. Wurzelholz je 1 Raummeter 3,50 Mark. Rundscheit je 2 Raummeter 18,00 Mark. Reisig je 1 Raummeter etwa 1,00 Mark. Das Stammholz wurde unter Zugrundelegung von festgesetzten Min­destpreisen an die Handwerker verkauft.

Kreis Wetzlar.

O Lützellinden, 2. Febr. In unserer Kirche wurde durch die Rheinische Missionsgesellschaft der MissionsfilmAndrea, der Sohn des Zaude- rers" vorgeführt. Bei allen Besuchern hinterließen die Bilder und der Vortrag einen tiefen Eindruck von der Lebenskraft des Evangeliums in-Ostafrika. Die Feier wurde durch den Gesang einiger Kirchen­lieder verschönt. Mit der Schlußansprache des Orts- geistlichen, dem gemeinsamen Gebet und Segen nahm die Feierstunde ihr Ende.

Schaufenstereinbrüche in Frankfurt.

F r a n t f ur t a. M., 3. Febr. (Lpd.) In der Nacht zum Donnerstag wurden in der Goethe- straße und in der Kaiserstraße zwei Schau­fenster eingeschlagen und wertvolle Photo- apparate und Pelz suchen gestohlen. Zur Ausführung der Tat benutzten die Einbrecher einen Personenkraftwagen mit dem Kennzeichen VH 7 0 8 4 6, der wenige Stunden vorher von einer Straße in Mainz entwendet worden war. Nach den ersten Feststellungen der Polizei kommen drei jüngere Männer als Täter in Betracht. Die Einbrüche wurden unter dem schützenden Ge­räusch des laufenden Motors begangen. Einer der Täter faß am Steuer des Wagens, während die beiden andern die Scheiben einschlugen und die ausgestellten Sachen aus den Schaufenstern nah­men. Der Wert der gestohlenen Photoapparate und Pelzsachen beträgt zirka 6000 Mark. Dor Ankauf der gestohlenen Sachen wird gewarnt. Die Krimi­nalpolizei bittet diejenigen Personen, die die Tater mit dem Kraftwagen vor oder nach der Tat gesehen haben, oder die Angaben über die Fahrtrichtung machen können, sich zu melden.

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Die Beerdigung findet Samstag, den 5. Februar, nachmittags 2l/2 Uhr, vom Trauerhause. Alicestraße 53, aus statt

das Nationalfozlalistlsthe Zlle§erkorps wird mit seinen Zührern und Männern in allen deutschen Gauen am 5. und 6. Zebruar 1938 zur 4. Neichsstraßen- sammlung des Winterhilfswerkes, dem willen unseres Führers freudig folgend, stch feines vertrauens auch in der Hilfs­bereitschaft deutschen Volksgenossen ge­genüber im nationalsozialistischen Geiste würdig erweisen.

dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe, herzensgute unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante

Frau Karoline Michel, geb.Volz

langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, im

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