Ausgabe 
3.5.1938
 
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der Unfriedensverträge und gegen ihren Wider­stand das italienische Volk neu formten und seine Imperiumssehnsucht Wirklichkeit werden ließen.

Ein Mann schuf das: Mussolini. Und ein Mann schuf das .gleiche mit dem deutschen Volke: Adolf Hitler. Beide haben ihre Völker zum erstenmal in der Geschichte wirklich geeint, gegen eine Welt des Hasses, Mr Verleumdung und der Lüge. Beide Männer haben Geschichte gemacht, das alte Europa begraben und führen eine neue Zeit herauf, die eines wirklichen Friedens der Gerechtig­keit und des Rechtes. Als Mussolini das Wort von der Achse BerlinRom schuf, war die Wende voll­zogen. Die am spätesten ^geeinten großen euro­päischen Völker mit der ältesten Kultur Europas hatten sich zu einer, neu en Politik bekannt, und sie hatten vor allem die Macht gewonnen, diese Politik zu behaupten. Mussolinis Frieden^worte auf dem Berliner Maifeld bekundeten, daß Deutschland und Italien zusammen leben und wirken wollen gegen die zerstörenden Mächte des Bolschewismus, für das Ideal des Friedens. Zusammen wirken wol­len wie eine echte und rechte Ehegemeinschaft, in der jfber Partner seine Individualität wahrt, aber sie gleichzeitig der des Erkorenen anpaßt und dafür von ihm wieder gleiche Gegengabe empfängt.

So kommt Adolf Hitler nach Italien. Ein Mann, der Europas Politik änderte, trifft einen Volks­führer, der die Mittelmeerpolitik wieder als Zen­tralnerv der italienischen ansieht und in allen euro­päisch^ und weltanschaulichen Fragen mit dem deutsches Führer sich eins weiß. Das empfindet auch das italienische Volk, und die herzlichen Gefühle der italienischen Nation werden sich beim Führer­besuch entladen wie der berühmte Vulkan über des schönen Napoli Weichbild.

Daladiers erste Notverordnung.

Zur Sanierung von Wirtschaft und Staatsfinanzen.

Paris, 3. Mai. (Europapreß.) Die ersten Not­verordnungen der Regierung Dala- d i e r auf Durchführung des Dreijahresplanes, der die Gesundung der Staatsfinanzen und die Wieder­aufrichtung der französischen Wirtschaft vorsieht', sehen im wesentlichen vor: Eine achtprozentige Er­höhung aller direkten Steuern, von der der Staat eine Mehreinnahme von rund vier Mil­liarden Franken erwartet. Maßnahmen zur V e r - stärkung des Fremdenverkehrs durch Erleichterungen aller Art für Touristen. Die Bau­tätigkeit soll durch Steuerbegünstigungen ge­fördert werden. Don der 40-Stnnden-Woche ist die Möglichkeit von Abweichungen vorgesehen, jedoch muß die Erhöhung der Arbeitszeit durch außergewöhnlichen Auftragseingang begründet wer­den. Zahlreiche steuerliche Maßnahmen sind abge­ändert worden, die auf eine Ausweitung des Kredits und damit auf eine Belebung der Wirt­schaft hinauslaufen.

Diese ersten Maßnahmen haben in politischen Kreisen etwas enttäuscht, da man mehr er­wartet hatte. Man vermißt eine Erhöhung der Arbeitszeit und die Anleihe der nationalen Verteidigung sowie das Streikstatut. In Re- Nierungskreisen läßt man aber durchblicken, daß weitere Notverordnungen folgen werden.

Die schweizerische Landes­verteidigung.

Bern, 2. Mai. (Europapreß.) In der Schluß­sitzung der Tagung der Eidgenössischen Räte erklärte der Vorsteher des Militärdepartements, Bundesrat Min ger, die Verwendbarkeit und Schlagfertigkeit der eidgenössischen Armee sei in hohem Maße vom Verkehrswesen und insbesondere von den Motor­fahrzeugen abhängig. Letztere müßten bei ernsthaften Störungen im Eisenbahnverkehr die Lücken ausfüllen. Ein Ausbau der erneuerungsbe­dürftigen schweizerischen Motorfahrzeugparks würde sich jedoch auf 200 Milionen Schweizer Franken (rund 115 Millionen Reichsmark) stellen. Die Schweiz sei daher in starkem Maße auf die Re­quirierung angewiesen. Eine eigene lei­stungsfähige Motorwagen- und Mo - t o r r ä d e r - I n d u st r i e sei die Voraussetzung für die Motorisierung der schweizerischen Armee in 'Kriegszeiten. Eine hohe Besteuerung der großen Wagen liege daher nicht im Interesse der Landes­verteidigung. Wichtig wären Vundeszuschüsse an die Käufer inländischer Motorlastwagen, wodurch der Bund es in der Hand hätte, den Motorwagenbau auf verschiedene Typen zu beschränken. Es f e h l - ten leider die notwendigen Mittel hier­für.

Bundesrat Minger kündigte dann weitere Kredit­forderungen zur Beschaffung neuen Materials an; 'die verantwortlichen Kreise seien einstimmig auch der Ansicht, es müsse eine Vereinheitlichung in der Ausbildung der Schweizer Armee er­folgen. Die Re Organisation der ober st en Heeresleitung werde noch im Jahre 1938 zum Abschluß gelangen. In Bezug auf den Ausbau der Luftwaffe müsse vorerst das vorbereitete Pro­gramm verwirklicht werden, das erhebliche Kredite notwendig mache.

Oie Forderungen der deutschen Volksgruppe in Polen. Posen, 2. Mai. (DNB.) In Posen fanden zwei stark besuchte Versammlungen des Deutschtums statt, die von der Jung deutschen Partei und der Deutschen Vereinigung veranstaltet waren. Senator Wiesner gab einen Ueberblick über die Lage der Volksgruppe, um dann ihre Forderungen auf dem Gebiet des deutschen S.chulwesens, der Arbeitsbeschaffung und des Boden­besitzes noch einmal eindeutig zu präzisieren. Die Forderung nach deutschen Schulen, die nicht nur dem Namen nach, vielmehr auch ihrem Geiste nach deutsch sein müßten, fand die leidenschaftliche Zustimmung der Tausende. Schließ­lich forderte Senator Wiesner Einstellung der bis- herigon Handhabung des Grenzzonenge- f e tz e s, das den Bestand der Volksgruppe ernstlich gefährde. x

Oie Kämpfe in Güdschantuna.

Schanghai, 3. Mai. (Europapreß.) Die Kämpfe in Südschantung haben nach mehrmaligem Wechsel der strategischen Lage zur Einnahme von Tanschengs, 60 Kilometer östlich von Pihsien, durch die Japaner geführt. Die Stadt war vorher zweimal wieder in chinesischen Händen gewesen. Bei Taiertschwang wird nach wie vor schwer gekämpft; die Chinesen sollen an Böhen gewonnen haben. Ilebereinstimmend besagen die Meldungen von der Kampffront, daß

die motorisierten Einheiten bei den Kämpfen eine bisher noch im ganzen chinesischen Krieg nicht erreichte Rolle spielen.

Die neue Arbeitszettordnung.

Berlin, 2. Mai. (DNB.) Das Reichsgesetzblatt veröffentlicht das neue Gesetz über die Ar­beitszeitordnung. Die Arbeitszeitordnung findet künftig auf Jugendliche keine An­wendung mehr, da diese dem Iugend- schutzgesetz unterliegen. Die neue Arbeitszeit­ordnung soll den erhöhten Anforderungen, die heute an die Erwachsenen gestellt werden müssen, Rechnung tragen und auch ihnen genügende Freizeit nach nationalsozialistischen Gesichts­punkten sicherstellen. Die regelmäßige Arbeits­zeit beträgt acht, Stunden täglich. Für alle männ­lichen Gefolgschaftsmitglieder ist eine einheit­liche Mindestpause vorgeschrieben, eine halbe Stunde, die in zwei Viertelstunden aufgeteilt wer­den kann. Die Bestimmungen über eine ununter­brochene Ruhezeit von elf in gewissen Fällen zehn Stunden sind auf alle ausgedehnt morden. Der erhöhte Schutz für Frauen gilt künftig für alle weiblichen Gefolgschaftsmitglie­der. Lediglich die Vorschriften über die Nachtruhe und den früheren Arbeitsschluß vor Sonn- und Feiertagen, der bei 17 Uhr liegt, sind nach wie vor auf Arbeiterinnen beschränkt geblieben, ihre Aus­dehnung auf weibliche Angestellte muß einer weite­ren Prüfung Vorbehalten bleiben. Die Arbeitszeit­ordnung tritt am 1. Januar 1939 in Kraft.

Eine Förderungsgemeinschaft für die Landjugend.

Berlin, 2. Mai. (DNB.) Der Reichsbauern­führer Darre erläßt einen Aufruf, in dem es heißt: Die Hitler-Jugend hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, die deutsche Jugend für die Land - arbeit zu gewinnen und dem Lande zu erhalten. In Erkenntnis, daß dieser Einsatz auch eine aus­reichende wirtschaftliche Förderung er­fahren muß, habe ich dieF ö r d e r u n g s g e- meinschaft für die Landjugend e. 23." mit dem Sitz in der Reichsbauernstadt Goslar ms Leben gerufen, um der förderungswürdigen Ju­gend im Nährstand Mittel zur Berufs­ausbildung und Existenzgründung zur Verfügung zu stellen. Ich rufe die Bauern und Landwirte und die der Landwirtschaft nahestehen­den Unternehmen auf, durch ihre Mitgliedschaft und durch Förderungsmittel an der gestellten Aufgabe mitzuwirken. Ich erwarte von den Bauern­führern und allen an der Erhaltung und Förderung eines tüchtigen Berufsnachwuchses des Nährstandes interessierten Stellen, daß sie mit' allem Nach­druck für die Bestrebungen der Förderungsgemem- schaft für die Landjugend eintreten."

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Die Förderungsgemeinschaft wird den Besten aus dem Nachwuchs aller Nährstandsberufe die zur an- geniessenen Existenzgründung fehlenden Mittel zur Verfügung stellen: Auch die A u s st a t t u n g wei­chender Erben wird erleichtert werden. Die Förderungsanwärter müssen am Reichsberufswett- l'ampf mit mindestens genügendem Gesamterfolg teilgenommen, eine Lehrlingsausbildung mit bestandener Lehrlingsprüfung abgeschlossen und den Neubauernschein oder die Dorbescheini­gung hierfür erworben haben. Sie müssen der NSDAP, oder einer ihrer Gliederungen angehören und sich'im aktiven Dien st der Bewe­gung bewährt haben. Sie sollen nach Möglichkeit eigene Ersparnisse nachweisen können. Zunächst berücksichtigt werden Söhne und Töchter kinderreicher Familien aus Nährstands­berufen sowie diejenigen, deren Eltern oder sie selbst'Verdienste um die nationalsozialistische Bewe­gung aufzuweisen haben. Besonders Berücksichti­gung finden ferner Söhne und Töchter aus stark belasteten Erbhöfen und tüchtige landwillige Jugend.

Oie Gattin des Gauleiters Jordan in Lauterbach beigeseht.

In Lauterbach wurde die in Dessau verstor­bene junge Gattin des Reichsstatthalters und Gau­leiters des Gaues Magdeburg-Anhalt RudolfJor- d a n, die von Lauterbach stammte, feierlich beige­setzt. Im Jakob-Sprenger-Haus fand eine Trauer­feier statt. Mit Gauleiter Reichsstatthalter Jordan erschien auch Gauleiter Reichsstatthalter Spr en­ge r,öer am Sarge einen herrlichen Kranz d es Führers niederlegte. Gauschülungsleiter Bren­necke (Dessau) hielt eine Ansprache. Durch ein Spalier, das die nationalsozialistische Jugend stellte, bewegte sich unter Vorantritt der Partei­formationen der Trauerzug zum Friedhof. An der letzten Ruhestätte der Toten sprach Gauschulungs­leiter Brennecke (Dessau) von der Saat und Ernte im Menschenleben und würdigte die Heim­gegangene als Lebensgefährtin des Gauleiters, an besten Seite sie für Deutschland kämpfte. Die Feier, die von Chören umrahmt wurde, schloß mit der Niederlegung zahlreicher Kränze.

Oas Flugzeugunglück bei Formia.

lieber den Hergang des Flugzeugunglücks bei Formia (zwischen Rom und Neapel), dem fünf Mann der Besatzung und 14 Fluggäste zum Opfer fielen, werden durch Europapreß noch folgende Ein­zelheiten bekannt: Das Verkehrsflugzeug war am Samstag bei verhältnismäßig günstigem Wetter in Brindisi abgeflogen. Ein orkanartiger Sturm auf den Höhen des Apennin.zwang aber dann den Piloten, von der normalen Flugroute ab­zuweichen. In dem Bergland in der Umgebung von Formiw geriet das Flugzeug plötzlich in dichten Nebel, der jede Sicht unmöglich machte. So ge­schah es, daß der Pilot schließlich jede Orientierung verlor und gegen den Nordostabhang des, Berges Teruto stieß, worauf das Flugzeug die steilen Hänge hinabstürzte und sofort in Flammen a u f g i n g. Den herbeigeeilten italienischen Behör­den und Hilfsmaynschaften gelang es nur noch die verkohlten Leichen der Fluggäste zu bergen. Die Leichen wurden später auf 19 Bahren in das Haus des Faschio in der Gemeinde Formia gebracht und auf dem dortigen Friedhof provisorisch beigesetzt. Zu der Trauerfeier hatten sich der Kommandant der italienischen Zivilluftfahrt, General Pelle­grini, der Präsident der italienischen Luftfahrt-' gesellschaft, Klinger, der Kommandant der äronautischen Schule von Caserta, sowie die lokalen Behörden und die Vertreter der faschistischen Or­ganisationen eingefunden. Unter den Opfern be­findet sich auch der berühmte italienische Archäologe Professor Pirro M a r c o n i, der Leiter der Aus­grabungen in Albanien. Er hatte seinerzeit die Aus­grabungen in Selinunt und in Tarent geleitet,

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