Ausgabe 
3.2.1938
 
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Lettwortes des Reichswalters W ä ch t l e r schloß der Vorsitzende die Versammlung in üblicher Weise.

(Siebener lvochenmarktprette

* 1 er? l n' $ßbr- ^uf dem heutigen Wochen« kosteten: Deutsche feine Molkereibutter. % kg 1,57 Mark, seine Molkereibutter 1,52, Markenbutter *.'6O Mark, Matte 20 bis 25 Ps., Käse dos Stuck 5 bis 10, Eier, ausländische Kühlhauseier, 12, Ptrftn9' kb 10 bis 12, Weißkraut 9 bis 10, Rot- aut 12 b's 15, gelbe Rüben und Karotten 10 bis l5 bis 18' Unterkohlrabi 6 bis 8 Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 28, Feldsalat, V10 9 bis 10, Tomaten, % kg 40 bis 45, Zwiebeln 9 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 12 bl5 25, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Blumenkohl, das Stück 45 bis 55 Pf En-

divten 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 15 Pf., Kartoffeln, 50 kg 3,25 bis 3,75 Mark.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Derbindlichkett der Schristleitung.)

A. V. in L. Die Berufsberatungsstelle beim Ar« beitsamt in Gießen kann Ihnen auf alle mitgeteil- ten Fragen Auskunft geben. Wir empfehlen Ihnen, sich <m diese Dienststelle zu wenden.

h. 2t in V. Der Pächter eines landwirtschaft­lichen Grundstücks hat nach gesetzlicher Vorschrift die gewöhnlichen Ausbesserungen, worunter auch die Einfriedigungen fallen, auf seine Kosten zu be­wirken.

Die neue Rerchsmeldeordnung.

Ueber die am l.Mai d.J. in Kraft tretende neue Reichsmeldeordnung hat der Reichs- und preußische Minister des Innern jetzt durch einen Runderlaß an die Polizeibehörden Durchführungsbestimmungen gegeben, in denen für die Ueberqangszeit, in der die Volksgenossen sich erst die Bestimmungen der Reichs- Meldeordnung zu eigen machen müssen, den Melde- be Hord en ein besonders hohes Maß von Höflichkeit und Hllfsbereltschaft im dienstlichen Verkehr mit der Bevölkerung zur Pflicht gemacht wird.

Die Volksgenossen werden ihre Meldepflicht um so gewissenhafter erfüllen, je mehr ihnen die Melde- vehorden hilfsbereit entgegenkommen", so heißt es m dem Erlaß, in dem zu den einzelnen Bestim- mungen der neuen Reichsmeldeordnung Erläute­rungen gegeben werden. So werden z.B. nach der neuen Reichsmeldeordnung Zelte nicht als Woh­nungen angesehen, Wohnwagen dagegen nur dann, wenn sie ausschließlich als ENatz für eine Woh- nung und nicht zugleich als Fortbewegungsmittel dienen.

3n der Reichsmeldeordnung ist bestimmt, daß Personen, die aus ihrer bisherigen Wohnung aus­ziehen, ohne bereif eine neue Wohnung zu be­sitzen, der Meldebehörde ihren Verbleib anzugeben haben. Mit dieser Bestimmung sollen die jetzt so häufigen VermerkeUnbekannt verzogen" oder Auf Reisen abgemeldet" beseitigt werden. Rach den Durchführungsbestimmungen genügt es als Angabe des Verbleibs bei der Abmeldung, wenn der Melde- pflichtige, der noch keine neue Wohnung besitzt, die Behörde oder die Firma, bei der er angestellt ist, oder Verwandte, Bekannte oder Geschäftsfreunde der Meldebehörde angibt, bei denen ihn bis zu seiner endgültigen Anmeldung Zuschriften erreichen.

Die Vorschrift der Reichsmeldeordnung, daß sich der Meldepflichtige persönlich bei der Meldebehörde an- und abzumelden habe, ist in der Bevölkerung teilweise irrig dahin verstanden worden, als ob auf eine persönliche Behinderung im Einzelfalle feine Rücksicht genommen werde. Demgegenüber bestimmt schon die Reichsmeldeordnung, daß der Meldepflichtige sich im Falle persönlicher Behinde­

rung unter Angabe der Behinderungsgründe bei der Abgabe der Meldung durch einen erwachsenen Zugehörigen, durch seinen Wohnungsgeber oder den Hauseigentümer (Verwalter) oder deren er­wachsene Angehörige vertreten lassen könne. Rach den Durchführungsbestimmungen ist der Begriff Erwachsen" nicht eng auszulegen. Jugendliche über 15 Jahren sind in diesen Ausnahmefällen als Ver­treter zugelassen, sofern sie verständig genug sind, um zweckentsprechende Auskünfte geben und einen Auftrag an den Meldepflichtigen richtig übermitteln zu können.

Sind besondere Auskünfte notwendig, so kann die Meldebehörde jedenfalls persönliches Erscheinen des Meldepflichtigen anordnen. Um den Melde- pflichtigen Zeitverlust, Verdienstausfall und Fahrt­kosten zu ersparen, werden die Polizeibehörden je­doch von dieser Anordnung des persönlichen Erschei­nens möglichst wenig Gebrauch machen. Sie sind angehalten, stets zu prüfen, ob eine über den In­halt des Meldescheins hinaus erforderliche Fest­stellung nicht auch im Wege schriftlicher Anfrage, mündlicher Befragung durch einen Streifenbeamten oder fernmündlich erledigt werden kann.

In dem bisherigen Meldeverfahren waren vielfach Meldescheine benutzt worden, die im Durchschreib­verfahren hergestellt sind. Die Industrie hatte zu diesem Zweck Blocks mit drei oder vier Melde­scheinen und dazwischenliegenden Kohlepapieren her­gestellt. Der Runderlaß bestimmt hierzu, daß Meldescheine, die im Durchschreibverfahren leserlich hergestellt sind, auch weiter zuzulassen seien. Nicht mehr zugelassen sind vom Inkrafttreten der Reichs­meldeordnung ab Meldeoordrucke, deren Rückseite zum Zwecke der Durchschrift geschwärzt oder mit Kohlepapier beklebt sind.

Auch aus dem Runderlaß spricht die bereite in der Reichsmeldeordnung zutage getretene Absicht, den Volksgenossen die Erfüllung ihrer Meldepflicht tunlichst zu erleichtern, anderseits aber auch mit allem Nachdruck auf die gewissenhafte Erfüllung der Meldepflichten zu halten.

Aus der engeren Heimat.

Abschied von Oberst a. O. Krause.

In Darmstadt, wo er wie am Dienstag von uns berichtet im Ruhestand im Alter von 74 Jahren verstorben war, ist der Oberst a. D. Karl Krause am Dienstagoormittag auf dem Wald­sriedhof nach der Einäscherung zur letzten Ruhe be­stattet worden. An der Bahre des Verewigten in der Halle des Krematoriums zeugten viele Kranz- und Blumenspenden von der großen Wertschätzung, die dem alten 116er-Offizier zuteil geworden war. Nach der Gedenkrede von Pfarrer Kornmann sprachen Kassenwalter Heil als Vertreter der NSKOV., Kameradschaft Darmstadt, Forstmeister Diefenbach als Vertreter des Offizierkorps des alten Regiments 116, Oberst a. D. Oberregierungs­rat i. R. Lancelle namens der Ortsgruppe Darmstadt des Reichsverbandes Deutscher Offiziere und Dr. S i l b e r b a ch für die Vereinigung ehe­maliger 116er.

Kirchengesangfest in Lich.

Eine in den letzten Tagen in Gießen stattgehabte Chorobmänner- unb Chorleiter-Versammlung der Evangelischen Kirchen- und Frauenchöre des Evan­gelischen Dekanates Gießen hat das Programm des diesjährigen Kirchengesangfestes festgelegt. Es findet nach langjähriger Tradition Sonntag vor Pfingsten, das ist dem 2 9. Mai, statt. Festort ist L i ch. Es treffen sich dort ungefähr 23 Kirchen- und Frauenchöre mit etwa 800 bis 900 Sängerinnen und Sängern. Das Fest beginnt 14 Uhr mit einem Gottesdienst, in welchem erstmalig die Chöre grup­penweise fingen. Es sind vier Gruppen Gemischter Chor und zwei Gruppen Frauenchor aufgestellt. Auch die Nachfeier wird eine besondere Note auf« weisen. Im Unterschied zu früheren Veranstaltun­gen fallen die Einzelchöre diesmal aus. Dafür fin­det eine kirchenmusikalische Feier zu Ehren des Kirchenmusikers Heinrich Schütz statt. Nur Chöre und Soli von Heinrich Schütz werden zu Gehör gebracht werden.

Dem Kirchenchor von Gießen wurde für die Nach­feier eine besondere Aufgabe gestellt, er wird die Feier mit einem großen kirchenmusikalischen Werk unter Hinzuziehung von Orchesterstimmen zur Auf­führung bringen.

Landkreis Giehen

u. Klein-Linden, 1. Febr. Der Männer- gesangvereinHarmonie" hatte seine Mite «lieber in die WirtschaftJur Burg" zur Jahres- Hauptversammlung eingeladen. Nach dem deutschen Sängergruß und einem Chorvortrag eröffnete der Vereinsführer Fritz Jung VIII. mit Begrüßungs­worten an den Ortsgruppenleiter und die gut be­suchte Versammlung die geschäftliche Tagung. Aus dem Jahresbericht des Vereinsführers ist u. a. ent­nommen, daß der Verein im verflossenen Jahr auf sein 50jähriges Bestehen zurückblicken konnte und aus diesem Anlaß am 19. und 20. Juni 1937 ein Sängerfest beging, das einen sehr schönen Verlauf nahm. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Verein eine Ehrenurkunde des Deutschen Sängerbundes überreicht. Der Verein nahm auch am letzten 3abr wieder, und zwar in Heuchelheim, am 5ßertungs» fingen teil. Seine Leistungen fanden beste Anerken­nung. Der Besuch der Singstunden war gut, elf nepe Mitglieder fanden Ausnahme in den Verein. Die Vereinsrechnung zeigte ebenfalls einen gün­stigen Stand und fand Genehmigung. Um öle für kommenden Sommer geplante größere ^angerfayrt durchführen zu können, empfahl der Vereinsführer stärkste Unterstützung der Reisekasse. Ortsgruppen« (eiter Dr. Crößmann schloß die Versammlung m

der üblichen Weise. Beim Gesang schöner Lieder verlebten die Sänger noch einige frohe Stunden.

gfs. Heuchelheim, 2: Febr. Der erste Pflicht­abend nach der Weihnachtspause vereinte die Mit­glieder von Frauenschaft und Frauen­werk imMühlchen". Nach herzlicher Begrüßung durch Frau Hainer sprach Frau Wobker zu den Frauen und ermahnte sie, auch im neuen Jahr? freudig mitzuarbeiten. Die Jugendgruppe brachte Chorgesang und Blockflötenspiel zu Gehör. Im Hin­blick auf die Pflege der Musik gedachte man Cosima Wagners, die das Werk des Meisters dem deutschen Volk erhalten und übermittelt hat. Ein Bericht aus ihrem Leben wurde vorgelesen. Nach gemeinsamem Gesang war der zweite Teil des Abends praktischen Fragen gewidmet.

gfs. Annerod, 2. Febr. Die Mitglieder der Frauenschaft und des Frauenwerks fan­den sich zu einem Pflichtabend zusammen, bei dem Ortsgruppenleiter Schäfer über die Bevölke­rungspolitik sprach, ein Thema, das besonders die Frauen angeht. Gesang und Ziehharmonikaspiel gestaltete den Abend besonders festlich. An einem anderen Abend hörten die Frauen über ein Ge­biet, das jetzt von großer Bedeutung ist, unser Grenz- und Auslanddeutschtum. Der Redner Kratz wußte in eindringlicher Weise die Verhält­nisse zu schildern, unter denen unsere Brüder drau­ßen für ihr Deutschtum kämpfen. Die nachfolgende Aussprache zeigte, mit welch großer Aufmerksam­keit die Frauen den Ausführungen gefolgt waren.

gfs. Staufenberg, 1. Febr.Das Deutsch­tum im Grenz- und Ausland" war das Thema, über das Lehrer Rabenau am Pflichtabend der Frauenschaft sprach. Interessante Lichtbilder ergänzten den fesselnden Vortrag, in dem der Red­ner das Leben der Auslanddeutschen in den ver­schiedensten Ländern schilderte. Eine Anzahl selbst-! gefertigte Sachen für auslanddeutsche Kinder war ausgestellt und zeigte, mit welchem Fleiß die Frauen sich dieser Aufgabe gewidmet hatten. Ge­dichte und Lieder umrahmten den Vortrag, der lebhaften Beifall fand.

# Daubringen, 2. Febr. Die hiesige Frei­willige Feuerwehr hielt ihre Jahresschluß­versammlung ab. Brandmeister Römer erstattete den Jahresbericht. Er erwähnte u. a. die Beteili­gung d-r Wehr am Kreisverbandstag in Nieder- Bessingen und die Teilnahme des Oberbrandmeisters am Verbandstag in Büdingen. Man sprach sich bann noch aus über die Beteiligung am Kreisseuer- rvehrtag und über die Feier des lOjährigen Be­stehens Zum Schluß gab Bürgermeister D n e s noch Aufklärung über die Mitarbeit im Luftschutz, und er dankte der Wehr für ihre Arbeit

D Watzenborn-Steinberg, 2. Febr. Der hiesige Gesangverein 'Harmonie" hielt am Samstagabend in der Volkshalle sein Winteroergnüaen ab. Vereinsführer Ludwig Schä­fer dankte in einer kurzen Ansprache im Namen des Vereins für das zahlreiche Erscheinen. Im ersten Teil des Abends brachte der Verein unter Stab­führung seines Dirigenten Georg Burger Chöre und Lieder von bekannten Komponisten. Den musi­kalischen Teil bestritt die Kapelle Schleuse mit gutgeschulten Mwikchören. Der Vereinsleitung mar es gelungen das Gießener Stadttheater für diesen Abend zu gwinnem Die Gießener Künstler ver­schönten mit dem Lustspiel ,3m Rebeloch rumorte den zweiten Teil des Abends, und sie wurden für ihre Darbietungen mit reichem Beifall belohnt.

s Lang-Göns, 31. Jan. Bei der ersten Bre nnbolzv erste iaer un g in unferm Ge- me^ndewald waren die Preise recht ansehnlich eo Jofteten je zwei Raummeter Buchenscheiter 21 bis

24 Mark, Buchenknüppel 19 bis 21 Mark, Buchen­wellen (je 50 Gebund) 10 bis 12 Mark, Tannen- reisig mit Aesten 10 Mark. Hier fand eine über­raschende Verdunkelungsübung statt, die nach sorgfältiger Vorbereitung vorschriftsmäßig ver­lief.

* Holzheim, 2. Febr. Der hiesige Klein­tierzuchtverein hielt in der Wirtschaft Reitz seinen diesjährigen Züchterabend ab, der die Mit­glieder in schöner Kameradschaft vereinigte. Nach einer Begrüßungsansprache und nach einem Bericht des Vereinssührers Wilhelm Jung über die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung der Kleintierzucht in unserem Vaterlande, hielt der Kreisfachgruppen- Dorsitzende Kreiling (Gießen) einen Vortrag, in dem er eingehend die Aufgaben der Kaninchenzucht im Rahmen des Vierjahresplanes erörterte. Die Züchter gewannen aus diesem Vortrag reiche An­regungen für ihre Arbeit. Der weitere Verlauf des Abends brachte eine Reihe der unterhaltsamsten Darbietungen. Ausgezeichnete Musik erfreute die Teilnehmer. Außerdem gelangten, vorgetragen von jungen Mitgliedern des Vereins, Gedichte in ober­hessischer Mundart zu Gehör. Besonders gefielen

dabei die Gedichte des oberhessischen Heimatdichter- Georg Heß (Leihgestern). Auch einige Volkslieder wurden gemeinsam gesungen. Im Verlauf des Abends traten 10 Mitglieder der Jugendgruppe dem Verein bei. Der Vereinsführer, wie auch der Kreis­fachgruppenleiter gaben den jungen Züchtern manchs wertvolle Anregung mit auf den Weg. Kamerad« schaftliches Beisammensein beschloß den überaus an« regenden Abend.

gfs. Nieder-Bessingen, 2. Febr. In um lerer Gemeinde veranstaltet der Reichsmütter­oie n st einen Lehrgang in Gesundheitsfürsorge und häuslicher Krankenpflege. Schwester Josefine Englert wird den Kursus leiten. In denselben Wochen findet in Ober-Bessingen ein Lehrgang statt.

gfs. Weickartshain, 1. Febr. Die feierliche Verpflichtung der neuen Frauenwerksmit­glieder fand hier statt. Nachdem die Leiterin Frau Me l ch i o r die Frauen begrüßt hatte, sprach sie über die Aufgaben der Frau in dem großen Aufbauwerk des Führers. Nach Ueberreichung der Nadeln wurden die Frauen durch Handschlag ver­pflichtet. Passende Gedichte und Lieder verschönten die Feierstunde.

Wirtschaft.

Mein-Mainische Börse.

INillagsbörse: Kaum behauptet.

Frankfurt a. M., 2. Febr. Die Börse lag am Aktienmarkt nach der gestrigen leichten Be­lebung des Geschäftes heute wieder sehr ruhig. Zwar erfolgten seitens der Kundschaft weiterhin kleine Anlagekäufe, denen aber einige Abgaben aus der Kulisse gegenüberstanden. Die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bei AEG. mit 4 v. H. bot keine Anregung und enttäuschte teilweise, ebenso, daß Buderus den Vorjahressatz von 5 v. H. beibe- halten dürfte. Letztere lagen daher stärker im An­gebot und kamen mit 124 (128) zur Notiz: von den übrigen Montanwerten gaben Rheinstahl auf 144,50 (145,50), Hoesch auf 115,50 (116), Verein. Stahl auf 113,50 (113,90) nach, wahrend Mannesmann mit 115,75 behauptet blieben. Leichte Rückgänge er­gaben sich außerdem bei JG.-Farben auf 162,25 (162,75), bei Daimler auf 143 (143,50), Westdeutsche Kaufhof lagen knapp gehalten mit 60,75 (60,90). Weiter fest waren andererseits bei klein geworde­nen Umsätzen Moenus Maschinen mit 132,50 (131,25) und von Bauwerten zogen Holzmann noch etwas an auf 161 (160,50), ferner lagen Reichs­bank 0,25 v. H. höher mit 211,50. Unverändert no­tierten Adlerwerke Kleyer mit 118,75 und Eßlinger Maschinen mit 121. Der Elektromarkt war vorläu­fig ohne Notterungen, AEG. nannte man mit 117,75 bis 118 (118,50).

Im Verlaufe blieb das Geschäft eng begrenzt. Die Haltung war gegen den Anfang fast unverändert, auch die Kurse zeigten nur wenig Abweichung. Wei­ter höher waren Moenus Maschinen mit 133 nach 132,50, ferner wurden Buderus etwas höher ge­nannt, wogegen JG.-Farben auf 161,75 nach 162,25 abbröckelten. Die später notierten Werte gin­gen zumeist um 0,50 bis 1 v. H. zurück, höher lagen Deutscher Eisenhandel mit 151,75 (150,75) und Kali Salzdetfurth mit 170 (169). AEG. ge­langten mit 117,75 (118,50) zur Notiz.

Der Freioerkehr war still und im ganzen wenig verändert. Man nannte Dingler Maschinen mit 86,50, Katz & Klumpp mit 110, Ufa Film mit 69,75. Wesentlich höher gesucht wurden Frankfurter Maschinenbau-Anstalt. Im Telephonverkehr hatten Deutsche Nileswerke größeres Geschäft und feste Haltung mit 157 bis 161. Tagesgeld unv. 2,75 v. H.

Abendbörfe ruhig.

In Ermangelung von Aufträgen und Anregungen war bie' Abendbörse sehr still. Die Umsatztätigkeit hielt sich in unverändert engen Grenzen und soweit überhaupt Abschlüsse erfolgten, hatten sie nur Min­

destumfang. Gegen den Mittagsschlußverkehr waren die Kurse überwiegend nur knapp gehalten, die Ver­änderungen betrugen allerdings nur Bruchteile eines Prozentes. Niedriger waren u. a. Rheinstahl mit 144 (144,50), Deutsche Erdöl mit 143,75 (144,25), AEG. mit 117,40 (117,75), Hemberg mit 140,50 (141,25), Holzmann mit 160,50 (161) und Schlickert mit 178,50 (179,25). Etwas höher kamen Eßlinger Maschinen mit 121,50 (121) und Hapag mit 81,50 (81) zur Notiz. Unverändert lagen u. a. IG.-Far­ben mit 161,65 (161,75), Buderus mit 124, Verein. Stahl mit 113,50, Mannesmann mit 115,50 (115,65), Adlerwerke Kleyer mit 118,75, BMW. mit 152, Licht und Kraft mit 144,50, Gesfürel mit 148,75, Metallgesellschaft mit 148,25, DDM. mit 175 und Großbankaktien. Der Rentenmarkt lag, wie üblich abends, fast geschäftslos, die Haltung war aber ebenso wie die Kurse unverändert fest. 6 v. H. IG.» Farben notierten mit 130, 5 v. H. Gelsenkirchen Berg mit 103,25. Kommunal-Umschuldung gingen in kleinen Beträgen zu 95,25 um. Im telephonischen Freiverkehr waren Deutsche Nileswevke weiter ge­sucht mit 164 bis 164,50, nachdem bereits mittags eine Steigerung von 157 bis 163,50 eingetreten war.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. VJl., 2. Febr. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218. W 20 220, Roggen R 12 193, R 15 196, R 18 200, R 19 202 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete: Weizenmehl Type 812 W 13 29,40, W 16 29,50, W 19 29,50, W 20 29,85, Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtaus­gleich: Weizenfuttermehl 13,60, Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20, Rog- genkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühtenstation; Treber getr. 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation. Tendenz ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 3. Febr. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 768 Rinder (203 Ochsen, 99 Bullen, 345 Kühe, 121 Färsen), 563 Kälber, 40 Hämmel, 33 Schafe, 388 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 36 bis 43, Kühe 18 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 36 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hämmel 30 bis 46, Schafe 20 bis 40, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. Marktverkauf: Rinder und Schweine zugeteilt, Kälber mittelmäßig, Hämmel und Schafe langsam.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. ' Reichsbankdiskont 4 v. H., Lornbardzinsfuß 5 o. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß- kurs '

Schluß!. Mittag- börse

Schluß- fürs

Schluß!. Abend­börse

Schluß- kurS

Schluß!. Mittag, börse

Darum

1.2.

2-2.

12.

2-2.

Dalum

1-2-

2-2.

1-2-

2-2.

5% Deutsche ReichSanleihe v. 1927

*% Deutsche ReichSanl. von 1934 VA% Deutsche Reichsschatzanwei-

101,9 99,4

99,6

99 107,25 100,75

100,5

100 130,2

138,25

100

101,75

100 99,5

99,25

135,4

100

99,5

102,65

102,5

111,4

136

81,5

83 129,75

211,25

122

127 114,25

101,7

99,4

99,65

99 107,75 100,75

100,5

100 130,25

137,5

100

102,5

100

99,5

99,25

135,5

100

99,5

102,5

102,5 111,4

135,5

81,5

83

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211,5

122

127

114,25

Devisei

101,6

99,4

99,65

107,25

100,65

100

130

100

100

99,5

135,5

100

102,5

111,6

135,75

82,25

83

129,65

211

122

127

114,25

imarfl

101,7

99,3

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100,6

100

130,13

100

100

99,5

135,9

100

102,25

135,75

81,4

82,5

129,75

211,5

135,75

122

127

114,25

Berlin

Accumulatoren-Fabrt! ....... 14

Aschaffenburg Zellstoff........ 6

Bemberg...................0

Bekula................. 8

Buderus Eilen...............6

Cement Heidelberg...........7

Cement Karlstadt............6

Conti Gummi.............. 12

Daimler Motoren...... ey,

Deslauer Gas...............4

Deutsche Erdöl..............5

Deutsche Gold- und Silber.... 9

Deutsche Linoleum..........10

Elektrische Lieferungen........6

Elektrische Licht und Kraft.....7

9- G. Farben-Jndustrie.......7

Felten & Guilleaume.........6

Gesfürel....................7

Th. Goldschmidt ............. 6

Gritzner Maschinen...........0

Haroener.................8/,

Hoesch Eilen............... sy2

Philipp Holzmann...........8

Ilse Bergbau................6

Ilse Genüsse.............. 6

Kali Aschersleben............4

Klöcknerwerke ............. 4y2

KokSwerke und Chemische Fabrik 7

Lahmeyer..................6

Mainkraft............. 4

Mannesmann.............4%

Marisfelder Bergbau......... 7

Metallgesellschaft.............6

Orenstein & Koppel........ 0

Rheinische Braunkohle.......12

Rheinische Elektro............6

Rheinstablwerke..............6

Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6

Rütgerswerke ...............7

Salzdetfurth Kali............6

Schubert L Co............... 7

Schultheis Patzenhofer........4

Siemens & Halske...........9

Süddeutsche Zucker.......... 10

Bereinigte Stahlwerke......<y2

Westdeutsche Kaufhof.........0

Westeregeln Alkali............4

Zellstoff Walbhof............6

Otavi Minen...............0,6

$ranffurt a BL

141,25 141,5

169

128 166,75

192,25 143,5

144,25

254

168

129,5 144,75 162,75

139

149 141,65 51,25 175,5

116 160,5

134,5 111,4

119,75

121

95,75 115,75

147,75

231,25

145,5

127

153

169 179,75

211

113,9

60,9 111,25 149,25

29,25

141

140,5 168,5

124

166

194,75 143

143,75

253 167,25 129,5 144,5

161,65 138,75

148,75 141,5

175,5 115,5 160,5

134,5 111,9

119,25

121,5 95,75 115,5 157,5

148,25

144 127,4

153

170

178,5

209 113,5 60,75

111,75 149,25

29,3

228 141,75 141,5 169,75 128,25

192,5

143 122,4 144,25

167,75 129,75

144,75 162,75

139 149,25

141,9 51,25

176,25 116

161

135 111,75 120,13 159,5 121,5

115,9

148,5 110,5

231,5

145,65 127,25 153,25

170

180 95,75 214,75 210,5 113,75

61 111,75 148,5 29,25

228 141,5 140,75 169,25 124,25

194,75

143 122,13 144,25

167 129,75 144,75 161,65 138,75

148,5 141

51 175,75 115,13 160,75

134,75 111,25

119,5 159

121

115,4

158 148,75 109,75 231,25 129,25

144,5 127,5 152,4

170,25 179,65

95,75

214

209 113,65

60,9 111,25

148

29,5

4%% Deutsche Reichsschatzauwei- sungen von 1935, II. Holge ...

4Y?% Deutsche Reichslchatzanwei- sungen von 1936, III. Holge ..

5y2% Doung Anleihe von 1930 ..

454% Höllische Bolksstaatvon 1929

4y2% Deutsche Reichspostschatz von

1934 I......................

*y2% Deutsche Reichsbahnschatz

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

<y2% Hess. Landesbk. Darmstadt

Goldvfe. 91. 12..............

sy2% Hess. LandeS-Hyp.-Bank

Liqu. Goldvfe...............

</?% Preuh. Landespfdbr.-Anst.

Goldpfe. 81. 19 ..4...........

4y2% Preuß Gold-Komm. N. 20

<y2% Darm'lädier Komm.-Lan-

Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe

iy2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 iy2% Franks. Hyp. Gold-Komm.

Obl 2 3..................

5y2% Franks. Hyp. Liquidation

6y2% Rheiniiche Hyp. Liquidation

Goldpfe.....................

Steuerzutschoin-BerrechnungSkurs

S.G. für Der'ehrsweien ....

Hamburg-Si! )am. Damvfschiff. 0

Hamburg-Amerika Baker......0

Norddeutscher Lloyd..........0

Deutsche Reichsbahn Dorz.-Akt. 7

RelchSbanl................ 12

Berliner Handelsgesellschaft . 6y9

Commerz- uro Privat-Bank ... 6

Deutsche Diskonto............ 6

Dresdner Bank........... 4

1 .Februar

- 2-Februar

1 .Februar

2. Februar

jlmH'ch. Aoiierui g

Amtliche Rvtteruno

Amtliche Rvuerung

Amtliche Notierung

(Hnir

Nr--

«pir

Bne

Gelt

Brie,

Geir

Brie,

Buenos Alre- .............

0,683

0,687

0,685

0,689

Japan....................

Jugoslawien..............

0,724

0,726

0,723

0,725

Brüssel...................

41,97

42,05

41,97

42,05

5,694

5,706

5,694

5,706

Rio be Janeiro............

0,140

0,142

0,140

0,142

Oslo...................

62,45

62,57

62,35

62,47

Lolen....................

47,00

47,10

47,00

47,10

Wien.....................

48,95

49,05

48,95

49,05

stopenhagen...............

Danzig...................

55,47

55,59

55,38

55,50

Lissabon..................

11,29

11,31

11,27

11,29

47,00

47,10

47.00

47,10

Stockholm ................

64,05

6417

63.94

64,06

London...................

12,425

12,455

12,405

12,435

Schweiz..................

57,46

57,58

57,38

57,50

vehmgforS................

5,495

5,505

5,485

5,495

Spanten..................

14,49

14,51

14.49

14,51

Paris....................

8,132

8.148

8,132

8,143

Prag.....................

8,711

8,729

8,711

8,729

Holland ..................

138,56

138,84

138,34

138,62

Budapest.................

Italien

13,09

13,11

13,09

13,11

NeuYork..................

2,477

2,481

2,478

2,482