Ausgabe 
2.12.1938
 
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men und Herren, wir zählen alle Freuden des späten Weihnachtseinkaufs auf:

1. Geringe Auswahl und nur solche Dinge, die die Früheinkäufer nicht haben wollten.

2. Aus den Geschenken für Kurt und Fritz kann überhaupt nichts werden, da sie ausverkauft sind.

3. Gekauft wird in Aufregung, wahllos und falsch. Resultat: Vater total pleite.

4. Aerger, Verdruß, im Gedränge beschädigte Schuhe und Kleider, Gesundheitsschäden und hierdurchstimmungsvolle" Feiertage.

Haben wir nicht nötig? Diese Frage tft eigentlich sehr dumm, denn:Bedenke vorden Fe st en, wer früh kauft, schenkt am besten!"

Die blaue Kerze.

Rach be-r Heimkehr der Ostmark und der Sudeten- lande ins Reich können wir erst ermessen, wie viel Rot und Elend Deutsche für chr Bekenntnis zur großen Kulturgemeinschaft aller Deutschen erleiden mußten. Wir hören aus den Erzählungen dieser Heimgekehrten von den Entbehrungen, die sich nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in geistiger Hinsicht ertrugen. Oftmals hat nur ein Zeichen: ein Buch oder em Lied, ihnen den Mut zum Aushalten gegeben.

Zu Weihnachten soll die blaue Kerze das Zeichen sein, das den Deutschen, die im fremden Staat leben müssen und dort ihre Heimat gefunden haben, von uns aus dem Rüche dargebracht wird. Diese Kerze, deren Farbe schon davon kündet, daß sie ein Sinn- bild der Treue sein will, bedeutet auch wirklich eine

Reumann'Spengel, Iungmädel-Gruvpensührerin; Bauer, Kreishauptstellenleiter und SA.-Sturmfüh» rcr; Gerbig, Gefolgschaftsführer; Riehm, Univ.- Professor.

33. Walltor st raße, Asterweg: Finkel, Sturmführer; Schneider, Landgerichtsrat; Moos, Oberfähnleinführer; Scharrer, Univ.-Prof.

34. Kirchenplatz, Lindenplatz: Sack, Kreishauptstellerlleiter; Seiler, Oberstudienrat; Beate, Polizeioberinspektor.

35. Reuen Bäue , Sonnen st raße: Hum­mel, Univ.-Prof., Sturmführer; Horn, Sturmführer; Köhler, Rechtsanwalt; Schneider, Ortsgruppen- kasienleiter.

36. An der ^-Standarte: Burgeleit, Orts» gruppenamtsleitsr; Knorr, OG«Amtsletter; Dr. Trieb, Staatsanwalt, Eger, Univ.-Prof.

37. Hitlerwall, Moltkestraße: Heep, Rechtsanwall; Schaffner, Kreisamtsleiter; Nickel, Stammführer; Goebbels. Sturmführer.

38. Kaiserallee, Moltkestraße: Weber, Regierungsrat; Heydt, Kreishauptstellenlsiter; We­ber, Ortsgruppenleiter; Dr. Breuning, Preffeamts- lotter.

39. Licher Straße, StadtLich: Schömbs, Obertruppführer; Weber, Ortsgruppenamtsleiter; Krollpfeiffer, Univ.-Prof.; Ullrich, Univ.-Prof.

40. Walltor st raße, Marburger Str.: Emma Weitzel, Rektorin; Stroh, Rektor; Lenz, Sturmführer; Schönefeld, Krim.-Kommissar.

41. Marburger Straße, Wiese ck e r Weg: Eifert, Altgardist; Schmidt, LS.-Führer; Freund. Obertruppfuhrer; Haas, Univ.-Prof.

42. Krofdorfer Straße, Rodheimer Straße: Dr. E. Wagner, Landwirtschaftsrat; Schauder, Univ.-Prof.; K. H. Schmidt, Kreishaupt­stellenleiter; Braun, Sturmführer; Bahs, Kreis­hauptstellenleiter.

43. Bahnhof st raße, Löwengasse: Ull­rich, Kreisamtsleiter; Luch, DRK.-Haupt- und -Be- reitschastsführer; Glaser, Univ.-Prof.; Glöckner, Univ.-Prof.

44. F r a n k i u r t e r S t r a ß e, A l i c e n lt r a ß e: Katzenmeier, Kreisamtsleiter; Dr. Gläser, Ortsgrup­penschulungsleiter: Käthe Pfeffer, Untergauführerin; Dr. Laupert, Amtsgerichtsrat; Dr. Speckhardt, Land­gerichtsdirektor.

III Gaststättensamrnluug:

Dauer: 20 bis 22.30 Uhr. Es sammeln nur die Politischen Leller, die Führer und Männer der SA., des RSKK. und der ff. Und zwar:

1. Die Politischen Leiter im Bereich der OG. Gie- ßen-Ost. (Für diese Sammlung sind nur die Poli­tischen Leiter der Ortsgruppe Gisßen-Ost eingesetzt.)

2. Die SA. in der Ortsgruppe Gießen-Mitte.

3. Das RSKK. in der Ortsgruppe Gießen-Nord.

4. Die ff in der OG. Gießen-Süd.

Die Sammelbüchsen für die Gaststättensammlung sind um 20 Uhr auf der Dienststelle der NSD., Gie­ßen, Goethestraße 34, abzuholen, und um 22.30 Uhr auf der Bezirkssparkasse wieder abzuliefern.

Kreisleitung Wetterau der NSDAP.

KMWWMMM

Die It Kreisrundschreiben Nr. 9/38 angesetzte Be- zirksbesprechung der Kreiswaltung der DAF. für Ortsobmänner und Betriebsobmänner, die am 3.12.1938 stattfinden sollte, fällt aus. Neuer Termin wird bekanntgegeben.

WAW./ Orte «truppe <tzießen-Nord.

Bär.: Sohlermbrechnuug.

Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine (Serie B) bis spätestens Montag, 5. Dezember, auf der Geschäftsstelle, Walltorstraße 38, einzureichen. Später eingehende Kohlengutscheine können nicht mehr angenommen werden. Die Gutscheine müssen auf der Rückseite mit dem Stempel oder Unterschrift der Kohlenhändler und der Unterschrift, Straße und Hausnummer des Hilfsbedürftigen versehen sein.

Unfergau®eiferau(116) 893? - Werk

Am Dienstag, 6.12., treten alle Führerinnen der Gießener BDM.-Werk-Gruppen um 20 Uhr an der Schillerschule an zur Monatsschulung. Dienstbücher und Schreibzeug sind mitzubringen. Die Benach­richtigung erfolgt durch die Gruppenführerinnen.

Die Führerinnen der übrigen BDM.-Werk-Grup- pen nehmen an den Wochenendschulungen der BDM.-Ringe teil.

Bett.: Wacheneudschulung des TNädelringes Gießen.

Am Sonntag, 4.12., treten alle Mädelschar- und -schaftsführerinnen um 830 Uhr an der Schiller­schule an. Mitzubringen sind diesmal außer Schreib- zeua und Liederbüchern noch Turnschuhzeug, Papp/, Klebstoff, Schere, Buntpapier (matt) Usw. Die Grup­penführerinnen sind für die Wochenendschulungen beurlaubt.

Bett.: BDM. Leiskungsabzeichen.

Dienstag, 6.12., beginnt ein Sanikurs. Antreten um 20 Uhr in der Schillerschule.

Weihnachtsmarkt im Klub.

inte zur Wahl.

Ergänzungswahl der Gudetendeutschen zum Äroßdeutschen Neichötag am 4. Dezember 4938.

Die Wahlhandlung zur Ergänzungswahl der Su- detendeutschen zum Großdeutschen Reichstag srndet am Sonntag, 4. Dezember 1938, un­unterbrochen von 9 bis 18 Uhr, ftatt Der Abstimmungsraum für sämtliche stimmberechtigten Sudetendeutsche aus dem Stadt- und Land­kreis G i e ß e n befindet sich im R e g i e ru n g s - gebäude (Kreisamt), Gießen, Land- gras-Philipp-Platz 3, Sitzungssaal.

Zur Stimmabgabe dürfen nur amtlich hergestellte Stimmzettel verwendet werden. Im Abstimmungs­raum erhält jeder Stimmberechtigte einen amtlichen Stimmzettel nebst einetn Umschlag. Die Stimm­abgabe geschieht in der Weise, daß der Wahlberech- tigte ein Kreuz in den auf dem Stimm­zettel auf gedruckten Kreis setzt. Stimm­zettel, die mit Vermerken oder Vorbehalten versehen sind, sowie nicht amtlich hergestellte Stimmzettel sind ungültig.

Wählen können nur Personen ehemals tschecho­slowakischer Staatsangehö^iakeit (sowie Abkömm­linge und Ehefrauen dieser Personen), die als deut­sche Volkstumsangehörige vor dem 1.1.1910 in den heimgekehrten Gebieten geboren sind. (Für Perso­nen aus dem Hultschiner Gebiet: Verlust der deut- scheu Staatsangehörigkeit mit dem 10. 1. 1920 auf Grund des deuisch-tschecho-slowakischen Staatsange-

hörigkettsvertrages vom 29. 6. 1920 R G. Bl. S. 2284.) Für die Wahlberechtigung dieser Perso­nen ist es unerheblich, wann sie aus ihrer sude­tendeutschen Heimat fortgezogen sind und ob sie etwa bereits die deutsche Staatsangehörigkeit er­worben haben; Voraussetzung für die Stimmabgabe ist jedoch, daß sie in einer Stimmliste eingetragen, oder im BesH eines Stimmscheines sind. Außerdem müssen die Stimmberechtigten die übrigen Voraus­setzungen für die Teilnahme an der Ergänzungs- wahl erfüllen:

a) Vollendung des 20. Lebensjahres (am 4. 12. 1938);

b) deutsches oder artverwandtes Blut oder Eigen­schaft als jüdischer Mischling. (Näheres hier- üoer siehe die Ausführungen in dem am Wahl­lokal aufgehängten roten Plakat.)

Ferner gilt für die Wahlberechtigung, daß der Wähler nicht vorn Wahlrecht ausgeschlosien ist, oder daß für ihn weder die Ausübung des Wahlrechts ruht, noch daß er in der Ausübung des Wahlrechts behindert ist.

Bei der Absttrnrnungshandlung selbst hllft der Wähler das Wahlaeschäft erleichtern, wenn er beim Aufsuchen seines Namens in der Stimmliste seine amtlichen AusweiSpapiere (Paß, Heimatschein oder dgl.) zum Vorzeigen bereit hält.

ti6er=@rinnerungen an das Gudetenkand

Spähtrupps gegen de« Feind.

Nach dem feierlichen Einmarsch in Tschechisch- Gmünd, oder Ceske Delenice, wie es auf tsche­chisch hieß, bekommt der Regimentsreiterzug einen Auftrag vom Batl.-Kommandeur des III. Balls. In zwei Spähtrupps sollen wir von Gmünd über Erdweis auf Kunfach aufklären.

Die beiden Spähtrupps unter Führung von Leut­nant Krauß und Feldwebel Meyer machen sich auf den Weg. Wir reiten an der Bahnstrecke Gmünd Erdweis geschlossen vor. Rechts und links sind wir vom Wald eingeschlossen, unser Weg führt am Bahndamm her. Da sehen mir, wie in gewissen Abständen seitwärts Löcher in den Bahndamm ge- buddett sind. Die Tschechen hatten also alles zur Sprengung fertiggemacht. Der Weg führt nun aus dem Walde heraus, und wir sehen ein Dörfchen vor uns liegen. Es ist Erdweis. Wie wir uns dem Dorfe nähern, kommt von einer Nebenstraße eine motorisierte Pak-Abteilung in unsere Straße. Der Staub wirbelt, die Räder der Zugmaschinen knirschen. Wir biegen nach rechts ins Dorf ab.

Heute mittag sahen wir den hellen und begeister­ten Jubel eines Volkes, das seinen Befreiern zu­winkt und 3ujubelt. Hier in Erdweis sehen wir 3um erstenmal Tränen der Freude. Auck) hier sind alle Häuser geschmückt, die Leute jubeln uns zu und schenken uns reichlich Blumen. Unterdessen be­obachte ich einen Bauern von 50 bis 60 Jahren. Er steht vorm Hoftor. Als wir vorbeiretten, streckt er seine Hand 3um deutschen Gruß empor. Er kann sich nicht mehr hallen. Er sieht uns vorübertraben unb will etwas sprechen. Doch seine Lippen bewegen sich nur schwach. Seine Augen werden feucht, und verstohlen rinnt eine Träne über feine Wange.

Gerade diese deutschen Bauern im Hinterland haben so recht den Haß chrer Unterdrücker gespürt, die Willkür unduldsamer tschechischer Soldateska, die sich an den Deutschen nicht genug auslassen konnte. Doch jetzt hat die deutsche Wehrmacht ihre Brüder in Schutz genommen.

Unsere beiden Spähtrupps retten weiter ins tschechische Hinterland. Wir reiten weiter durch fruchtbare Ackerfelder. Vorn Feinde ist bis jetzt nocy nichts zu sehen. Ein hoher Kiefernwald nimmt uns auf. Auch Andenken in Gestalt von Brückenspren- gungen und Sperren haben die Tschechen nicht hin­terlassen. Doch wie wir weiter in den Wald hin­einreiten, sehen wir das erste Hindernis, das sich uns entgegenstellt. Aus einer Strecke von 100 Meter und mehr sind mitten im Walde auf beiden Sei­ten des Weges die nächsten Bäume angesägt und bann links und rechts über den Weg gestürzt wor­den. Auf den ersten Blick sind wir etwas verdutzt. Doch für uns Reiter ist diese Baumsperre kein Hin­dernis. Sie wird llnks umritten, und weiter geht es. Ein Kübelwagen von der 14. Komp, allerdings, der uns bis zur Baumsperre gefolgt war, muhte umkehren unb einen anderen Weg wählen.

An der nächsten Straßenkreuzung teilen sich die Spähtrupps. Der erste unter Leutnant Krauß reitet gerade durch den nächsten Wald weiter, der unter Feldwebel Meyer biegt nach links ab.

Der erste Spähtrupp, dem auch ich angehöre, stößt bald auf ein ähnliches Hindernis wie vorhin, das genau so umritten wird. Sonst ist aber von einem Tschechen nichts zu sehen. Sie sind ja auch einen Tagesmarsch vor uns ober sollen es wenig­stens sein.

Doch da sehen wir plötzllch auf dem geraden Waldweg eine tschechische Grenzstreife von drei Mann auf uns zukommen. Wir reiten im Trab weiter. Als wir uns bis auf 50 Meter genähert haben, gibt unser Leutnant für uns das Zeichen zum Halten. Es wird von den Tschechen als deut­scher Gruß aufgefaßt, und sie heben entsprechend bie Hände. Alsbald entspinnt sich zwischen ihnen und unserm Leutnant eine lebhafte Unterhaltung. Jetzt auf einmal wissen auch wir, was die beiden Baum­sperren Zu bedeuten hatten. Sie waren die Marken, bis wieweit die deutschen Truppen nach Ansicht der Tschechen vorgehen sollten. Schon einige Kilometer hatten wir die erste Marke überschritten, und laut Auftrag mußten wir noch bis zum Dorfe Kunsach aufklären.

Inzwischen ist uns ein Kraftfahrer von der 14. Kompanie gefolgt. Er wird mit einer Meldung zum Batl.-Kommandeur geschickt. Bald daraus fährt unser Leutnant mit den drei tschechischen Grenz­posten in einem Wagen von der 14. Kompanie selbst zurück. Wir haben inzwischen unsere Pferde in den Wald geführt und geschlaust. Nach einiger Zeit kommt das Auto der 14. Kompanie zurück und fährt mit den drei Tschechen und einigen Offizieren nad) Kunsach.

Die deutsche Bevölkerung von Kunsach sammelt sich ball» bei uns. Solange die Verständigung über die Grenze noch nicht hergestellt ist, werden bei uns Verhandlunaen mit tschechischen Grenzbehörden nur durch den Batl.-Kommandeur unb seinem Stabe geführt. Man einigt sich daraufhin, daß wir bis zur endgültigen Klärung des genauen Grenzver­laufes nicht weiter vorgehen.

Bis zum Abend, wo wir abgelöst werden, stehen wir daraufhin mit unseren Pferden im Walde auf Feld­wache. Wir unterhalten uns mit der deutschen Be­völkerung, soweit unsere Aufgabe es zuläßt. Aus den Sudetendeutschen bringt unsäaliches Leid und Elend. Rührend ist ihre Freude. Sie fragen uns: Warum rettet ihr denn nicht weiter? Wir haben alles schon vorbereitet. Heute ist der größte Tell der Tschechen wutschnaubend abgezogen." Jeder weiß uns etwas zu sagen. Ein Mann, den die Tschechen öfters mit dem Tode bedroht hatten, gibt jedem von uns seine Hand. Dann bricht er in Tränen aus. Hier wird uns allen so recht klar, was es beißt, unter fremdem Joch zu leben. Wir aber sind stolz, in dieser Stunde Soldat zu fein und durch unser Dasein die Befreiung herbeizuführen.

Als es dunkel wird, löst uns eine Feldwache von einer Schützenkompanie ab. Wir reiten denselben Weg nach Gmünd zurück, den wir gekommen find. Inzwischen haben die Pioniere die Baumfperren beseitigt. Der Weg ist frei. Nach einem scharfen Ritt treffen wir nach zwei Stunden wieder in Gmünd ein. Von ferne sehen wir auf dem Bahnhof den großen Kohlenhaufen, den die Tschechen vor wenigen Tagen angezündet haben, noch in rotem, gelbem unb grünlichem Lichte brennen.

Die dritte Gruppe des Reiterzuaes hat während unseres Unternehmens schon Quartier bezoaen. Wir stellen unsere Pferde in einem aroßen Schuvpen unter, verrichten die notwendige Arbett unb legen uns bann zum erstenmal im befreiten Gebiet be­friedigt zur Ruhe.

Gfs. Arn morgigen Samstagvormittag 10Uhr findet in den Räumen des Klubs bie Eröffnung des Weih­nachtsmarktes der NS.-Frauenschaft durch Kreis­leiter Backhaus statt. Ab 11 Uhr sind die Räume für den allgemeinen Verkauf geöffnet.

Wir möchten nochmals darauf Hinweisen, daß wirklich schöne und wertvolle Gegenstände sowohl durch Kauf, als auch durch bie Tombola erworben werden können. Unsere Kleinen werden sich auch keine Minute über Langeweile beklagen können, ein lustiger Kasperle, ein Glücksrad, schone Spielsachen zum Begucken in den Buden sorgen fortlaufend für Unterhaltung. Die Abt. Volkswirtschaft Hauswirt- schast sorgt vorbildlich für das. leibliche Wohl.

Der Verkauf findet statt: Am Samstag von 11 bis 22 Uhr; am Sonntag von 10 bis 22 Uhr.

Itornotuen

Tageskalender für Freitag.

Stadttheater: 20 bis 22.15 Uhr:Das Weib des Andern". Gloria-Palast, Seltersweg:Eine Nacht im Mai". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Taran­tella". Goethe-Bund unb Kaufmännischer Verein: 20 Uhr, Neue Aula, Dr. Hans Thimotheus Kroeber LichtbildervortragDer Bamberger Retter, ein Idealbild deutschen Wesens".

Stadttheater Gieße».

Heute abend findet die erste Wiederholung des SchauspielsDas Weib des Andern" von Lope be Vega, deutsche Nachdichtung von Hans Schlegel, statt, das am vergangenen Mittwoch uraufgeführt wurde. Spielleitung Dr. Hannes Razum. 10. Vor­stellung der Freitag-Miete. Beginn 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr.

Frühzeitig einkoufen!

Wer denkt denn jetzt schon an Weihnachten?" Eine Frage, die man Jahr für Jahr wieder hört. Und nur wenige denken in der Tat früher an das Weihnachtsfest mit den dazu gehörigen Geschenken, als bis mit einem Male der große Trubel da ift

Mancher meint, zum Einkäufen der großen und kleinen Gaben gehöre die richtige Feststimmung, und diese eben könne nur da aufkommen, wo ein herr­liches Gedränge ist, wo man sich einen Platz am Ladentisch erkämpft und heroisch seine Mitmenschen besiegt Anderen wieder scheint es ein besonderes Vergnügen zu bereiten, wenn sie in Resten wühlen, sich um die letzten Ladenhüter ftreUen müssen.

Wenn alle in letzter Minute kaufen, wenn der Sturm auf die Geschäfte in den letzten 14 Tagen oor sich geht, bann ist es für den Kaufmann natür- lich kaum noch möglich, neue Ware heranzuschaffen, wenn ein Artikel vergriffen ist.

In biesem Jahre kommt weiter hinzu, baß bie sonst von fast allen Geschäften für die Weihnachtszeit benötigten Personalaushilfen nicht mehr zur Ver­fügung stehen, da diese so gut wie alle in Dauer­stellungen vermittelt werden tonnten.

Nun will Se. Majestät der Kunde und das gilt selbst für sonst ganz friedliche Naturen beim Weih- nachtsemkauf ganau so schnell und sorgfältig bedient fein, rote sonst auch. Das kann also in diesem Jahr .'beroll dort, wo zusätzliche Verkaufskräfte nicht zur I -ßerfuaung stehen, eine ganz gehörige Drängelei wer- lden. Wem das Spaß macht, bitte schön, meine Da-

Treuekundgebung für alle Deutschen, bie auf Vor­posten für deutsche Art und deutsches Wesen stehen. Aus diesem Grunde sollen alle, auch wir im Reich, das blaue Licht anzünden.

Und wenn wir in den Schein dieser Kerze schauen, wollen wir der großen Volksgemeinschaft gedenken, die nicht nur die 80 Millionen, die jetzt im Groß- deutschen Reich vereint leben, umfaßt, sondern die 100 Millionen, die auf wetter Welt verstreut leben.

*

** Ein Fünfundachtzigjähriger. Am heutigen Freitag, 2. Dezember, kann der frühere Bäckermeister Eduard Noll, Neustadt 39, in aller Rüstigkeit seinen 85. Geburtstag feiern. Der hochbe­tagte Mann, der sich im Schutzenoerein hervorge- tan hat, ist dessen Ehrenmitglied. Dem Iubllar herz­lichen Glückwunsch zum Geburtstag.

* Goldene Hochzeit. Der Werkstätten-Vor« sicher i. R. Friedrich Konrad und Frau Marie, geb. Arnold, Stephanstraße 37, können heute das Fest der Goldenen Hochzeit begehen. Beide Jubilare, die im 76. bzw. 74. Lebensjahre stehen, erfreuen sich bester Gesundheit. Seit 50 Jahren sind sie treue Leser des Gießener Anzeigers. An allen Ereignissen unserer Zeit nehmen sie regen Anteil. Wir beglück­wünschen bas Jubelpaar herzlich zum Ehejubiläum.

Deutsche Meisterin im Maschinenschreiben.

LPD. Darmstadt, 1. Dez. Bei den soeben in Bayreuth durchgeführten 4. Deutschen Meisterschaf­ten im Maschinenschreiben 1938 wurde Fräulein Emmy Wedel in Darmstadt (bei der Polizei- bireftion) bei 394 Reinanschlägen in der Minute mit der NoteSehr gut D e uts ch e Meisterin.

trotze Erfolge

der oberhessischen Pferdezucht.

Die alle drei Jahre ftattfinbenbe Landespferde­ausstellung der Landesbauernschaft Hessen-Nassau und des Landesverbandes der Pferdezüchter in Hes­sen-Nassau hat am 29. und am 30. November 1938 in Frankfurt a. M. stattgefunden. Aus dem Gebiet der Pferdezüchtervereinigung Ober­hessen war die Schau sowohl mit Kaltblut- als auch mit Warmblutpferden reichlich beschickt. Die oberhessische Pferdezucht darf stolz auf die Ergeb­nisse dieser letzten Landespferdeausstellung fein, sind doch

insgesamt 19 Ehrenpreise, 28 erste preise, / 29 zweite preise und 31 dritte preise

an die Züchter der Pferdezüchtervereinigung Ober- hessen gefallen. Die Schau hat bewiesen, daß seit der letzten Pferdeausstellung im Jahre 1935 die Pferde­zucht in Oberhessen große Fortschritte gemacht hat. Der von der Zuchtleitung gewünschte Typ ist durch­weg erreicht worden. Die ein- bis zweijährigen Stuten sowohl in der Abteilung Warmblut als auch in der Abteilung Kaltblut waren ganz ausgezeichnet. Auch bie anderen Klassen, insbesondere die Klaffe V fünf» bis zehnjährige Stuten waren sehr gut Die beiden größten WettbewerbeGroße Sammlungen der Pferdezüchtervereinigungen" konnten sowohl bei den Kaltblut- als auch bei den Warmblutpferden gegen stärkste Konkurrenz der anderen Pferdezüchter-. Vereinigungen erste Preise errungen werden. Nach­stehend geben wir einen Auszug aus der Ergebnis­liste:

Kaltblut.

Jährlings st uten: Georg Wolf, Wohnbach, 2c-, Philipp Schudt, Londorf, 2k-, Wilhelm Ditzel 3c-Preis.

Jährlings st uten (außerhalb LHN. gez.): Ernst SBeber, Kirch-Göns, 2. Preis.

2 jährige Stuten: Phil. Schudt. ßonbnrf, 2b» und 2d», Julius Becker, Ober-Ofleiden, 2b-, Paul Hoffmann, Hof-Güll, 3e-Preis.

^2^ jährige Stuten: W. Weydelin, Neuhof, 4!^ jährige Stuten: Adolf Wolf, Wallern-

haufen 2s-Preis.

4 % j ä b r i g e Stuten (außerhalb LHN. gez.): Rudolf Walther, Reichelsheim i. W., E. u. la-Preis.

5» bis 10jährige Stuten: Wilhelm Mar- loff, Reichelsheim i. W., Ic-Preis.

5- bis 10jährige Stuten (außerhalb LHN. yez.): Julius Becker. Ober-Ofleiden, la», Wil­helm Wagner II., Kirch-Gons, 1b», Heinrich Alles, Holzheim, 3a-Preis.

314 jährige unb ältere Hengste: Fr. Rodrian. Erbacherhof, E. und la-, Paul Hoffmann, Hoi-Güll, 2. Preis.

Familien, Stuten mit mindestens zwei Nach­kommen: Julius Becker, Ober-Ofleiden, E. und 1b- Preis.

Kleine Sammlungen (4 oder 5 zwei» und dreijährige Stuten): Pferdezüchtervereinigung Ober­hessen 1. Preis.

Große Sammlungen: Pferdezüchterver- eintgung Oberhessen 1. Preis.

Warmblut.

Jährlings st uten: Rudolf Koch, Trais-Mün­zenberg, E. und 1b-, Alfred Rompf, Lang-Göns, 2a» Preis.

Jährfinasstuten (außerhalb LHN. gez)r Wilhelm Kuhl, Gambach, E. und 1. Preis.

2^ jährige Stuten: Konrad Voll,, Oscheim, E. unb la-, Heinrich Brückmann. Neuhof. Id», Otto Eckhardt, Kirch-Göns, 2a», Wilhelm Schmidt I., Gambach, 3b°Preis.

3jährige Stuten: Willi Brückel. Lanq- Göns. 2a», Herrn. Noll, Echzell, 2c», Ioh. Lenz IV.. Lützellinden, 3c», Gustav Weber, Ober-Hvraern, 3e-Preis.

2% jährige Stuten (IVa): Wilhelm Haupt, Kloster Arnsburg, 2c», Andr. Klotz, Holzheim, 3a- Preis.

4^ j ä b r i g e Stuten: Heinrich Grieb, Gam­bach, 3. Preis.

5 i ä 6 r i a e und ältere Stuten: Karl Becker V Mulchenheim, E. und la-, Rudolf Koch, Trais-Münzenberg, 1b-, Gustav Weber, Ober-Hör» gern, E. und le-, Albert Müller, Bellersheim, Ze- Preis.

5jährige und ältere Stuten (außerhalb HHN. gez.): Wtth. Keßler, Lang-Göns. lb», Konr. Wilh. Jung, Lang-Göns. 1c», Albrecht Müller, Bel­lersheim, E. und 2e». 9ldolf Dietrich, Langd, 3b», Karl Weitzel II. 3d-Preis.

Familien (Stuten mit mindestens zwei direk­ten Nachkommen): Gustav Weber. Ober-Hörgern, E. und la-, Rudolf Koch, Trais-Münzenberg. lb», Adolf Wolf, Wohnbach, E. und 2a», P. Buß, Gam­bach, 2b»Preis.

Familien (Generatton: Mutter, Kind, Enkel): P. Buß, Gambach, C. und 2. Preis.

Kleine Sammlungen (4 ober 5 zwei» bis dre-jährige Stuten): Pferdezüchtervereinigung Ober» heffen 1. Preis.

Große Sammlungen: 4 Pferdezuchterver» einigung Oberhessen 1. Preis.