1 Million Tonnen Getreide mehr.
(künftiger Abschluß des Getreidewirtschastsjahres.
ZdR. Dom Reichsnährstand werden für den 31. Juli jedes Jahres keine Dorratsmeldungen über die landwirtschaftlichen Bestände bekanntgegeben, da diese erfahrungsgemäß zu dieser Zeit nur noch sehr gering sind, so daß sie für die Marktversorgung keine Rolle mehr spielen. Sie reichen aber — das trifft auch in diesem Jahre zu — für die Deckung des Eigenbedarfs der Landwirtschaft bis, zur Ver- foraung aus der neuen Ernte aus, und zwar beim Hafer noch bis weit in den September hinein, bis die Derfütterung von neuem Hafer ohne Bedenken möglich ist.
Entscheidend für die Beurteilung der Versor- gungsLage sind zu diesem Zeitpunkt allein die Lagerbestände in der zweiten Hand, deren Höhe soeben vom Statistischen Reichsamt bekanntgegeben wurde. Wegen der nicht mehr nennenswerten Anlieferungen der Landwirtschaft im Verlaufe des Monats Juli mußte der laufende Vermahlungsbedarf fast ausschließlich aus den Lagerbeständen befriedigt werden, "wobei die eigenen Bestände der Mühlen in erster Linie in Frage kamen. Erwartungsgemäß sind daher die Lagerbestände beim Weizen und beim Roggen in der zweiten Hand im Juli etwa in Höhe des laufenden Dermahlungsbedarfes zurückgegangen. Um so erfreulicher ist es, festzustellen, daß sie trotzdem noch ganz erheblich über den vorjährigen Mengen liegen.
Beim Roggen ermittelte das Statistische Reichsamt am 31 Juli 1938 in den Lägern der Mühlen
und Verteiler noch rund 970 000 Tonnen, das sind fnst 500 000 Tonnen mehr als vor einem Jahre. Beim Weizen ergab sich eine Bestandsziffer in den Mühlen und Lagerhäusern von rund 640 000 Tonnen, das find rund 220 000 Tonnen mehr als vor einem Jahre. Insgesamt gingen also die verfügbaren Weizen- und Roggenmengen in der zweiten Hand um etwa 700 00 0 Tonnen über die vorjährigen hinaus
Auch bei der Gerste ergibt die Erhebung des Statistischen Reichsamtes über die Lagerbestände der zweiten Hand mit einem Gesamtvorrat von- noch rund 325 000 Tonnen einen Mehrbestand von rund 190 000 Tonnen und beim Hafer mit einem Vorrat von rund 175 000 Tonnen ein Mehr gegenüber dem Vorjahre von rund 90 000 Tonnen. Auch hier ist also eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahre festzustellen.
Insgesamt waren also am 31. Juli rund eine Million Tonnen Getreide mehr als vor einem Jahre verfügbar. In diesem Jahre steht mit Sicherheit eine erheblich größere Ernte als im Vorjahre zu erwarten, wenn sich auch zu diesem Zeitpunkt zahlenmäßige Angaben über den Ausfall der Ernte noch nicht machen lassen. Jedenfalls ist die Versorgung mit Getreide für das Wirtschaftsjahr 1938/39 auf Grund der erheblich größeren Anfangsbestände und auf Grund der größeren Ernte allen Schwierigkeiten enthoben.
Ein neues deutsches Transozean-Klugzeug
DO 26 .Seeadler", die jüngste Schöpfung unseres Flugzeugbaus.
Auf dem Müggelsee bei Berlin wasserte am Donnerstag ein neues deutsches Transozean- Flugzeug, das von den Dornier-Werken in Friedrichshafen gebaute Flugboot „Do 26". Das Flugboot ist als Katapult-Flugzeug entwickelt worden, doch ift es imstande, auch ohne Katapultstart mit vier Fluggästen und Post auf der.Südatlantik-Strecke eingesetzt zu werden. Die größte Reichweite des Flugzeuges beträgt 9000 Kilometer. Das Flugzeug besitzt seitliche Stabilitäts-Schwimmer, bte wie ein Fahrgestell bei einem Landflug- zeua in die Tragflächen nach dem Start eingezogen werden. Bei den Vorführungen über dem Müggelsee erzielte das Flugboot eine Stundengeschwindig- keit von 335 Kilometer.
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Im deutschen Flugzeugbau herrscht eine Emsigkeit sondergleichen. Immer wieder werden wir durch verbesserte Typen überrascht und jedesmal müssen wir feststellen, daß ein neuer Stand der Entwicklung erreicht ist, der zu den besten Hoffnungen für die Zukunft berechtigt. „Do 26" ist die jüngste Schöpfung unseres Flugzeugbaus, ein Dornier- Flugboot, das zur Zeit auf dem Müggelsee bei Berlin liegt und hier Dorführungsflüge durchführt. Es gehört bereits der Deutschen Lufthansa, die diefe schnittige Maschine für ihren Nordatlantikdienst erworben hat. Ein paar Zahlen vom Flugzeug: Spannweite 30 Meter, Länge 24,50 Meter, Höhe 6,85 Meter, Höchstgeschwindigkeit 335 Kilometer in der Stunde, Reisegeschwindigkeit 310 Kilometer und größter Flugbereich 9000 Kilometer. Aus- oestattet ist der „Seeadler", so heißt die neue Maschine mit ihren gelben Tragflächen, mit vier Junkers-Motoren. Sie sind so angeordnet, daß je zwei Motoren hintereinander stehen. Selbstverständlich ist bei der Formgebung darauf geachtet, daß die Luft möglichst keine Widerstände findet Der Rumpf gleicht einem stattlichen, zugedeckten Motorboot. Er
ist so geräumig, daß er 80 000 Flugpost- Briefe aufnehmen kann, daneben natürlich die Brennstoffmenge, die für eine Ozeanüberquerung erforderlich ist. Besondere Kraftstoffbehälter sind nicht vorhanden, hier bildet die Bootshülle den Speicher. Neu ist das teilweise einziehbare Schwimmwerk. Für die Besatzung sind selbstverständlich alle Bequemlichkeiten geschaffen worden.
Insgesamt dürfen wir feststellen, daß mit diesem, zunächst nur für Postzwecke bestimmten Flugzeug eine Maschine geschaffen worden ist, die die Propbe- zeiung nicht unbegründet erscheinen läßt, daß Die Maschinen der nächsten Serie schon für den Pas - sagierdienst im Atlantikverkehr eingesetzt werden können. Fluggäste innerhalb von Stunden über den Nordatlantik zu bringen, ist- ja das große Ziel aller Kräfte, die sich um den Bau einer tragfähigen Luftbrücke zwischen den beiden Kontinenten bemühen. Wir dürfen voller Stolz feststellen, daß wir bei diesem Brückenbau bisher gut vorwärts gekommen sind, schneller und besser als andere Staaten. Wenn man den „Seeadler" im Fluge beobachtet, kann man die Deutsche Lufthansa zu dieser Neuerwerbung nur beglückwünschen. „Do 26" zeigte sich beim Start und beim Niedergehen auf dem Müggelsee ebenso von der besten Seite wie beim steilen Aufstieg, bei scharfen Kurven und beim Flug mit zwei Motoren. Mit diesem Flugzeug kann ohne Zwischenlandung die Strecke Lissabon—Neuyork, das sind 5600 Kilometer, zu- rückgelegt werden. Dann bleibt immer noch eine stattliche Reserve an Reichweite. Sicherheit, Festigkeit, Schnelligkeit und aerodynamische Güte sind auch in diesem Flugboot vereinigt, das nun hinausfliegen wird, um Der Menschheit zu dienen, aber auch von der überragenden Bedeutung des deutschen Flugzeugbaus und feiner Träger Zeugnis abzu- lege'n. Bü.
Neuer Ministerrat in Paris.
Innenpolitik im Vordergrund.
Paris, 2. Sept. (Europapreß.) Bereits drei Tage nach dem letzten Ministerrat findet am Frei- tagoormittag im Elysöe-Palast ein neuer M i- n i fte r r a t statt. Nach den Ankündigungen der französischen Presse wird Außenminister Bonnet auch diesmal das Wort ergreifen, um einen lieber» blick über die außenpolitische Entwicklung der letzten Tage zu geben. Im Mittelpunkt der Beratungen wird aber die innerpolitische Lage stehen. Dabei stehen zwei Fragen im Vordergrund: die finanzielle Lage und die Situation des Schatzamtes sowie die notwendigen Maßnahmen zur Wahrung der R e g i e r u n g s a u t o r i t ä t, besonders im Hafenarbeiterstreik von Marseille. Bei den Beratungen wird nach dem Willen des Ministerpräsidenten von einer Abwertung des Franken und von der Einrichtung einer Währungskontrolle nicht die Rede sein. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Regierung den Marseiller Hafenarbeiterstreik zum Anlaß nehmen wird, um den Gewerkschaften, die eine täglich größere Agitation entfalten, zu zeigen, daß sie gewillt ist, sich durchzusetzen. In der Pariser Presse kommt die Meinung zum Ausdruck, der Hafenarbeiterstreik, der nun über 50 Tage dauere, dürfe sich nicht zum Nachteil der französischen Wirtschaft verewigen.
Der neue Brotpreisaufschlag in Frankreich wird nun doch höher ausfallen als zunächst angenommen worden war, und zwar wird die Erhöhung nicht 10, sondern 20 Centimes für das Kilogramm Brot betragen.
Derkehröstreik in Lille.
Paris, 2. Sept. (DNB. Funkspruch.) Das Per- sonal der städtischen Straßenbahn von Lille hat am Donnerstagabend beschlossen, unverzüglich in den Streik zu treten. Der Streik, der mit dem heutigen Freitag einsetzt, ist auf Lohnforderungen und Entlassungen zurückzuführen.
Der naiionalfpanische
Heeresbericht.
Salamanca, 2. Sept. (Europapreß.) Das nationalspanische Hauptquartier erklärt in dem in der Nacht zum Freitag herausgegebenen Heeresbericht:
Im Kampfabschnitt von Sueras an der Castellon- Front wurde am Mittwoch ein feindlicher Angriff in den Abendstunden mit schweren Verlusten für den Gegner zurückgeschlagen. Im Kampfabschnitt von Aldeanueva de Barbarroya haben die nationalen Truppen am Donnerstag eine Berichtigung ihrer Vorpostenstellungen vorgenommen.
An der Estremadura- Front hat der Feind am Donnerstag einige nationale Stellungen angegriffen. Die Angriffe wurden überall zurückgeschlagen und die feindlichen Einheiten dabei durch Verluste geschwächt. Von den nationalen Truppen wurden 452 Gefangene und am Mittwoch zwei Tanks, sowie zwei Straßenpanzerwagen unbrauchbar gemacht.
Die nach Ausgabe des Heeresberichts vom Mittwoch eingetroffenen Meldungen besagen, daß an den Fronten von Estremadura und Castellon am Mittwoch insgesamt neun bolschewistische Flugzeuge abgeschossen wurden. Am Donnerstag erfolgte dann der Abschuß von zwei weiteren feindlichen Flugzeugen.
Die nationale Fliegerei hat mehrere militärische Ziele in den Häfen von Selva und Aguillas mit Bomben belegt.
Nach den Meldungen der französischen Kriegsberichterstatter waren auch am Donnerstag die Kämpfe an der Estremadura-Front erbittert Die sowjetspanischen Milizen versuchten mit allen Mitteln, die Gefahren, die dem Gebiet der Quecffilber gruben von Almaden durch das nationale Dorrücken drohen, zu beseitigen.
Rückwandererheim in Stuttgart.
Stuttgart, 1. Sept. (DNB.) Auf einer der schönsten Höhen von Stuttgart wird einmal der stolze Bau des Rückivandererheimes der A O. entstanden sein und davon zeugen, in welch großzügiger Weise das nationalsozialistische Deutschland für das Wohl seiner Ausländsdeutschen Sorge trägt. Gauleiter Bohle nahm am Donnerstagnachmittag in Gegenwart der Hoheitsträger der AO., von Vertretern der Partei und des Staates, sowie von zahlreichen weiteren namhaften Persönlichkelten auf beim Baugelände, das mit den Fahnen des Dritten Reiches und der Stadt der Auslandsdeut^ schen geschmückt war, die Grund sie i n l e g u n g vor.
In seiner Begrüßungsansprache wies Oberbürgermeister Dr Str öl in darauf hin, daß die Stadtverwaltung seit dem Tage, da der Führer und Reichskanzler der Stadt Stuttgart den Namen „Stadt der Ausländsdeutschen" gegeben hat, die Beziehungen zwischen den Deutschen in aller Welt planmäßig ausgebaut und gepflegt habe. — Anschließend dankte der Leiter des Rückwandereramtes der AO., Gauamtsleiter Andersen, dem Oberbürgermeister für seine träftige Mithilfe an dem Bauplan des Rückwandererheimes
Nach Verlesung der Urkunde und ihrer Vermauerung durch zwei Maurerpoliere nahm Gauleiter Bohle mit drei Hammerschlägen und nachstehenden Worten die Grundsteinlegung vor: ,Lum Gedenken an den Führer — für die Größe des deutschen Volkes — zum Wohle der Ausländsdeutschen."
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Ohne „ Astra" in den Urlaub das wäre undenkbar. Denn in den Ferien will ich richtig ausspannen. Und da brauche ich eine Cigarette, die wirklichen Genuß schenkt, die gehalt• voll und doch leicht ist. Die „Astra“ gibt mir alles, was ich verlange: volles, reiches Aroma und natürliche Leichtigkeit
Otto Schweitzer
16.6.1938 Hoteldirektor, z.Zt. Bad Rothenfelde, Kurhaue
MtT UND OHNE MUNDSTOCK
Das ist das Geheimnis der „Astra": ihre genußschenkende und doch leichte Eigenart ist eben natürlich gewachsen und nicht chemisch erzielt. So aromatisch und natürlich leicht sind meist die feinsten Tabakblätter — aber trotzdem ist nicht jedes feine Blatt auch gleich für die „Astra" geeignet. Hier kommt es auf die Meisterschaft der Tabakauswahl und Mischkunst an, die auf der ganzen Welt nur noch im Hause Kyriazi schon in der dritten Generation als Familienüberlieferung lebt. Sie sorgt dafür, daß die „Astra" unabhängig von verschiedenen Ernten und Jahr* gangen, immer die gleiche bleibt.
Immer die gleiche: Reich an Aroma—besonders leicht!
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