Ausgabe 
2.8.1938
 
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von. Der Fünfte, der an der Spitze des Gletschers war, blieb tot auf dem Gletscher liegen. Bei einer Truppenübung von Alpini im Ge­biete des 2400 Meter hohen Monte Simone stürzte ein Offizier über eine 50 Meter hohe Wand tödlich ab.

Ellsworth will Oelvorkommen in der Antarktis

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 3. August, nachm. i/23 Uhr statt. Von Beileidsbesuchen bitte abzusehen.

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von Clermont-Ferrand, wo ein Soldat ertrunken ist, und in Bordeaux, wo ein Mann beim Baden ein Opfer der Wellen wurde.

Schwere Ueberschwemmungen in Japan.

Aus den Gebieten um Kobe und Osaka werden neue Ueberschwemmungen infolge an- dauernder Wolkenbrüche gemeldet. Durch einen Dammbruch am Sumiyofhi-Fluß in der Nähe von Kobe wurden 2000 Häuser überflutet und mehrere Brücken fortgeschwemmt. Der Eisenbahnverkehr ist unterbrochen. Da die Flüsse noch im Steigen be­griffen sind, muß mit weiterer Zunahme des Hoch­wassers gerechnet werden.

1900 Brieftauben flogen von Budapest nach dem Mein-Main-Gebiet.

820 Kilometer in knapp zwölf Stunden.

Lpd. Frankfurt a. M., 1. Aug. Arn Wochen­ende fand der diesjährige Nationalflug t)er ^Brief­tauben vorn Rhein-Main - Gebiet statt. Bei diesem Preisfliegen konkurrierten die Reisever­einigungen von Frankfurt a. M., Darmstadt. Mainz, Worms, Hanau und dem Kinzigtal. 1900 der besten und erfolgreichsten Tauben starteten früh­morgens in Budapest und hatten eine Strecke von etwa 820 Kilometer bis zu ihrem Heimat­schlag zurückzulegen. Die schnellste Taube (sie stammt aus Darmstadt) durchflog diese längste Preisflugstrecke des Jahres in 113/< Stunden. Die nachfolgenden Tauben fielen drei Stunden spä­ter im Schlag ein.

36 Millionen Sparkassenbücher.

Mit gutem Grund kann man sagen, daß im Durchschnitt auf jede deutsche Familie mindestens ein Sparkassenbuch entfällt. Etwa 36 Millionen Sparkonten verwalten die deutschen öffentlichen Sparkassen. Hiervon sind allein 28 Millionen Stück seit 1924, dem Zeitpunkt der Währungserneuerung, angelegt worden, der Rest entfällt auf sogenannte Aufwertungssparbücher. Einen Beweis für die weite Verbreitung des Sparens gerade auch in den wirt­schaftlich schwächeren Dolkskreisen bildet die Größen­gliederung der Sparbücher. Auf Sparkassenbücher bis zu 20 Mark entfallen nämlich über zwei Fünftel aller Sparguthaben und rund zwei Drittel auf

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Londoner Blätter veröffentlichen Unterredungen mit dem auf der Durchreise nach Südafrika in London eingetroffenen amerikanischen Forscher Lin­coln E l l s w 0 r t h , der eine Südpolar-Expedition zur Erschließung der in der Antarktis vermuteten Oelvorkommen plant. Ellsworth begibt sich dieser Tage auf dem Luftwege nach Südafrika, wo er seine Mitarbeiter für die Expedition 17 Personen erwartet. Das Ziel der Expedition ist Enderby- Land, wo Ellsworth auf Grund seiner bisherigen Forschungen große Oelvorkommen vermutet. Die Expedition wird auch Flugzeuge mit sich führen. Verwegener RaubÜberfaU auf eine Tteutjocfer Bank.

Ein verwegener Raubüberfall wurde auf eine Neuyorker Bank verübt. Vier Banditen dran­gen um die Mittagszeit, als die Bankportiers beim Essen waren, mit vorgehaltenem Revolver in das Gebäude ein, zwangen den Kassierer, das in der Kasse befindliche Geld in Höhe von über 50 000 Dollar (etwa 125000 Reichsmark) herauszuge­ben und ergriffen daraufhin unerkannt die Flucht.

Zwei Todesopfer eines Grubenunglücks.

Auf der ZecheHeinrich" in Effen-Ueberruhr er­eignete sich aus noch nicht geklärter Ursache eine Schlagwetterentzündung. Bier Berg­knappen erlitten leichte Verbrennungen. Zwei Hauer, die in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle arbeiteten, wurden nach überaus schwierigen Ret­tungsarbeiten t0t geborgen.

Mehrere Todesopfer der Hitzewelle in Frankreich.

Die Hitzewelle hat in Frankreich mehrere Todesfälle durch Ertrinken verursacht. In Alenin im Departement Oran kenterten drei junge Menschen mit ihrem Kahn und versanken in den Fluten. In Algier wurden mehrere Badende durch eine plötzliche Flutwelle überrascht; drei von ihnen wurden ins Meer gerissen und ertranken. Weitere Unfälle beim Baden haben sich ereignet in der Nähe

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Sparkonten bis zu 100 Mark, nur etwa 100 000 Sparkassenbücher liegen dem Betrage nach über 10 000 Mark. Diese Zeilen zeigen, daß das Spar­kassenbuch Volksgut im wahrsten Sinne des Wortes ist.

Kunst und Wissenschaft.

Starker Erfolg

derGroßen deutschen Kunstausstellung 1938".

DieGroße deutsche K u n st a u s st e l - lung 1938" im Hause der deutschen Kunst in München, in der eine Auslese von nahezu 1200 Wer­ken zeitgenössischer deutscher Malerei, Graphik und Bildhauerei gezeigt wird, findet, wie erwartet, leb­haftestes Interesse in allen Dolkskreisen. Seit der feierlichen Eröffnung durch den Führer wurde die Ausstellung von annähernd 100 000 Personen be­sichtigt. Der außergewöhnliche Erfolg kommt beson­ders auch durch das bisherige Derkaufsergebnis zum Ausdruck. Schon vom Eröffnungstage an setzte eine starke Nachfrage nach verkäuflichen Werken ein. Inzwischen sind über 360 Werke also bereits rund ein Drittel aller ausgestellten Werke ver­kauft worden. Ein erfreuliches Zeichen für das große Interesse vieler Volksgenossen an den Aus­stellungen ist auch die erhöhte Nachfrage nach Dauer­karten. Die Ausstellungsleitung hat sich daher ent-' schlossen, den Preis für Dauerkarten zu ermäßigen. Es sei im übrigen nochmals daraus hingewiesen, daß jeder Besucher derGroßen deutschen Kunst­ausstellung 1938" an den Tageskassen des Hauses der deutschen Kunst eine Eintrittskarte zum kosten­losen Besuch der Glyptothek zu München erhält, wo seit kurzem derDiskuswerfer von Myron" zur Besichtigung fteigegeben ist.

Oie Narrenkappe.

Aulgrammjägcr.

H. G. Wells, der englische Romanschriftsteller, sitzt eines Nachmittags mit einigen Freunden in seinem Garten, als ihm die Post gebracht wird. Ein Brief macht ihm Spaß und er zeigt ihn sei­nen Freunden. Es ist die in bewundernden Worten abgefaßte Bitte eines glühenden Verehrers mit seiner Gewohnheit, auf keinen Brief zu antworten, zu brechen und dem Schreiber ein paar Zeilen zu schreiben.Soll er haben", sagt Wells, nimmt ein

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Blatt Papier und schreibt: ,Lerr H. G. Wells be» auftragt mich, Ihnen für Ihren liebenswürdigen Brief zu danken. Er bedauert, aus grundsätzlichen Erwägungen, die keine Ausnahme dulden, Ihnen das gewünschte Autogramm nicht senden zu kön­nen. Baxter, Sekretär."

Kritiker.

Man hatte dem französischen Dichter Voltaire des öfteren den Vorwurf gemacht, bei der Beur­teilung fremder Werke einen zu kritischen Maßstab anzulegen, so daß er beschloß, künftighin vorsichtiger zu sein. Ein junger adliger Dilettant brachte ihm ein Poem mit dem Titel:An die Nachwelt". Da Voltaire es mit ihm keineswegs verderben wollte, versuchte er es mit allerlei Ausflüchten. Als der junge Mann aber immer dringlicher wurde, sagte er-Sehr hübsch, wirklich sehr hübsch, nur fürchte ich, daß es seine Adresse nicht erreichen wird."

Wetterbericht

An der Südseite des unverändert kräftigen Hoch­druckgebietes über der Nordsee hält das warme Hoch­sommerwetter weiter an. Jedoch wird es örtlich zu gewittrigen Störungen kommen.

Vorhersage für Mittwoch: Heiter, warm und schwül. Gegen Abend vereinzelt gewittrige Stö­rungen, östliche Winde.

Vorhersage für Donnerstag: Fort­dauer des warmen Hochsommerwetters, nicht stö­rungsfrei.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thynot (in Urlaub, i. V.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: i. V. Hans Thein. D. A. VI. 38: 9035. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei 9t. Sange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.> 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. ________________

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Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 3. August, nachmittags

2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

Nach kurzem, schwerem Leiden entschlief heute meine Hebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter,

Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Luise Krämer, geb. Griesel

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