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Morgen: Wiederholungsspiel um die deutsche Iußballmeisterschast.

Der große Fußballkampf, der Höhepunkt des deutschen Fußballsports, das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft wird am morgigen Sonntag seine zweite Auflage erfahren, nachdem am ver­gangenen Sonntag das Spiel zwischen Schalke 04 und Hannover 96 nach 120 Minuten harten Kamp­fes mit 3:3 Toren unentschieden geendet hatte. Wer wird nun den Sieger stellen? Das ist die Frage, die jeden bewegt, der für das Fußballspiel auch nur einiges Interesse hat. Eine Voraussage für diesen Kampf zu wagen, wäre unvorsichtig. Zwar gesteht man den .Knappen" die reicheren Chancen zu entscheiden wird aber doch die Tagesform.

Gchlußturnier des Saugruppen­lehrganges für Basketball.

Der unter Leitung der Reichsbundlehrer Mu­re ro und Clausen stehende Basketball-Lehr­gang wird heute mit einem Turnier abgeschlossen. Es spielen gegeneinander die Gaue Südwest, Mit­telrhein, Niederrhein und Hessen; weiterhin finden ein Frauen- und ein Jugendspiel statt.

Großer Autopreis von Frankreich.

Auto-Union wieder am Start

Die Auto-Union hat sich durch das Mißgeschick, von dem sie am Donnerstag beim Training zum Großen Autopreis von Frankreich betroffen wurde, nicht entmutigen lassen: sie wird am Sonntag mit zwei Wagen zur Stelle sein! In anstrengender Nachtarbeit haben die Monteure zwei Wagen start­fertig gemacht und dabei den beim Sturz Hasses beschädigten Stromlinier mit einer normalen Renn- faroHarte versehen. Rudolf Hasse kam im offenen Wagen, ohne das Tempo zu sehr zu beschleunigen, auf 2:47 Minuten und war damit schon schneller als am Vortage Müller mit dem Stromlinienmodell. Hasse wird am Samstag beim Abschlußtraining ver­mutlich noich schneller sein können. Der geheimnis­volle französische Sefac drehte unter Chaboud vier Runden, wobei die schnellste mit 3:36 gestoppt wurde. Der Wagen ist ein 3-Liter-Achtzylinoer mit

Kompressor. Etancelin kam mit dem Talbot, der zweiten französischen Waffe am Sonntag, am drit­ten Trainingstage schon auf 2:58 Minuten. Mer­cedes-Benz begnügte sich mit dem Einsatz des Trai- ningswagens, der von Seaman (England) gesteuert, eine schnellste Runde von 2:41,6 erreichte. Die bis­her von den Deutschen vorgenommenen Reifen­proben haben ergeben, daß das ganze Rennen am Sonntag voraussichtlich ohne jeden Reifenwechsel durchgefahren werden kann.

Flugkapitän Hanna Neitschan derGpitze

Einer Meldung der Wettbewerbsleitung des Ziel- streckenfluges des NSFK. zufolge ist von den Teil­nehmern als einzige Hanna Reitfch nach kurzer Lan­dung in Flensburg innerhalb des 10-Kilometer- Kreifes in Kiel gelandet. Don den anderen Wettbe­werbsteilnehmern haben fünf Flensburg erreicht. Der Rest ist mit zwei Ausnahmen ostwärts der neu festgelegten Wertungsgrenze gelandet.

Radländerkampf München-Mailand.

Ricci (Italien) erster Etappensieger. Deutschland führt in der Länderwertung.

Der Radländerkampf DeutschlandItalien im Amateur-Straßenfahren wurde am Freitag bei drückender Hitze mit der ersten-Etappe der Fern­fahrt MünchenMailand in Angriff genommen. Auf dem Weg von der Hauptstadt der Bewegung bis nach Innsbruck waren 183,5 Kilometer zurück­zulegen. Die deutsche Mannschaft mußte zwar dem Italiener Mario Ricci im Endspurt den Etappen­sieg überlassen, konnte sich dafür aber in der Länder­wertung einen Vorsprung von 19 Minuten erkämp­fen. Die Entscheidung fiel schon nach etwa 60 Kilo­meter in der Nähe von Aibling, wo Heller, Jrrgang, Richter und Zöbisch zusammen mit den Italienern Ricci und Benedetti dem Felde enteilten. Der Vor­sprung betrug zeitweise sechs Minuten, bis zum Ziel holten die Verfolger jedoch stark auf. Ricci versuchte an einer Baustelle bei Kufstein fortzukommen, wurde aber nach kurzem Kampf wieder eingefangen. Zö­bisch war bereits dem scharfen Tempo zum Opfer gefallen. So rüsteten in Innsbruck noch fünf Fahrer zum Endspurt, den vor einer großen Zuschauer­menge der Italiener Ricci nach einer Fahrzeit von 4:54,43 Stunden gewann.

Rückschau im heimischen Haudballsporl.

Nachdem auch die letzten Spiele der Bezirksklasse abgeschlossen werden konnten, ist es an der Zeit, einmal Rückschau zu halten und zu überprüfen, in­wieweit es möglich war, den Handballsport rm Kreis VIII zu fördern und vor allen Dingen auch die Spielkultur zu heben.

Die Bezirksklasse, die chre Rundenspiele mit elf Mannschaften begann, sank durch Ausscheiden des VfB.-Reichsbahn Gießen und der Marburger Kur- Hessen-Mannschaft auf neun Teilnehmer. Kurz vor Schluß mußte schließlich auch noch der Turnverein Roth die Segel streichen, so daß vorausgesetzt, daß alle Meldungen abgegeben werden ein­schließlich der beiden neu aufgestiegenen Mann­schaften das neue Spieljahr insgesamt zehn Bezirks­klassemannschaften sieht, die ihre Spiele nach den Anordnungen des Gaues in einer Staffel austragen müssen.

Die Spiele der Runde 1937/38 konnten nicht rest­los gefallen. Nicht alle Mannschaften nahmen es mit den Urnen obliegenden Verpflichtungen wirklich ernst. So kam es zu einer ganzen Reihe von Punkt­verzichten, die allerdings restlos auf unvollständige Mannschaften zurückzufuhren waren (Spvgg. 19 0 0 Gießen und 1860 Marburg). Alle übrigen Spiele konnten durchgeführt werden. Auffallend war, daß gerade Marburg nach einem ausgezeich­neten Start nach und nach vollkommen abfiel und heute am Ende der Tabelle steht. Nicht minder überrascht der schlechte Stand von 1900 Gießen. Die Mannschaft hat kaum ein Spiel gewinnen fön- den.

Gut gehalten haben sich ohne Ausnahme die Landvereine, allen voran der Staffelsieger, Turn­verein Lützellinden. Nicht unerwähnt sollen aber neben dem Tabellenzweiten (MTV. Gießen) vor allem auch bleiben: Hörnsheim, Münch­holzhausen, Heuchelheim usw., bei denen eine Leistungsverbesserung zu verzeichnen war, die sich nicht unwesentlich auf das Spielniveau über­haupt ausgewirkt hat. Es steht fest und kann auch jederzeit nachgewiesen werden, daß die abgelaufene Runde, obwohl die Abwicklung durch das herr­schende schlechte Wetter außerordentlich gelitten hat, eine Reihe ausgezeichneter Kämpfe brachte.

Ob alle diese Voraussetzungen auch für das neue

Spieljahr zutreffen werden, ist mit Bestimmtheit noch nicht zu sagen.

Wesentlich ungünstiger sicht es in der 1. Kreis- klasse aus. Nicht nur, daß die Spielstärke der einzelnen Mannschaften außerordentlich zu wünschen übrig läßt, es hat auch den Anschein, als ob man sich in den Vereinen nicht die Mühe geben würde, die man in einem einwandfreien Spielbetrieb un­bedingt aufwenden muß. Ob das an der Aufteilung liegt oder an dem überall herrschenden Spieler­mangel, ist nicht ersichtlich. Auf jeden Fall ist immer wieder festgestellt worden, daß die 2. Kreisklasse teil­weise spielstärker ist als die 1. Kreisklasse. Die Sache liegt hier also noch im Argen. Es steht allerdings zu hoffen, daß man auch in der 1. Kreisklasse weiter­kommen wird, wenn in der neuen Runde ebenfalls nur eine Staffel geschaffen wird. Es wird inter­essant sein, wie sich die beiden Staffelsieger (MSV. Barbara" Gießen und Turnverein Garbenheim) in der Bezirksklasse halten. Es wird ohne Zweifel schwere Spiele und auch Niederlagen geben.

Die 2. Kreisklasse ist in jeder Beziehung in Ordnung. Nicht nur, daß hier die meisten Mann­schaften (mit Ausnahme der Jugendklasse) vertreten sind. Die Spielstarke läßt, wie schon erwähnt wurde, bei dem weitaus größten Teil nichts zu wünschen übrig. Wenn es auch nur Eifer ist, den die ein­zelnen Spieler an den Tag legen, so braucht es ihnen um die Technik nicht bange zu sein. Diese kommt ohne weiteres. Die besten Beweise dafür liegen vor. Die Austragungsform wird auch in der neuen Runde beibehalten werden müssen, weil die Mannschaften mit Rücksicht auf die räumliche Aus­dehnung unseres Kreises sonst zu weite Fahrten aufbringen müßten.

Hefter die I u g e n d klasse, die heute von der HI. betreut wird, braucht wohl nichts gesagt zu werden. Mehr als 40 Mannschaften haben in den einzelnen Staffeln gespielt und ihre ßerftungen sich teilweise ausgezeichnet. Nachwuchs ist also vor­handen.

Alles in allem gesehen, * die Handballbewegung des Kreises VIII marschiert; sie geht auch in das neue Spieljahr 1938/39 mit den besten Aussichten hinein.

sv Jahre Turnverein Heuchelheim.

* Heuchelheim, 1. Juli. Der Turnverein Heuchelheim, der weit über die Grenzen des engeren Heimatgebietes hinaus bekannt ist, feiert am heu­tigen Tage fein 50. Gründungsfest. Im Jahre 1888 wurde der Verein von 47 Männern gegründet, um dem Wunsche nach turnerischer Betätigung im Orte gerecht zu werden. Wenn auch die Anfäyge des Ver­eins klein waren, so begann doch bald eine gute Entwicklung innerhalb des Vereins. Als ersten Vor­sitzenden wählte sich der junge Verein am Grün- dungstage Fr. Wilhelm Kreiling, der die Ge­schicke des Vereins in hervorragender Weise 31 Jahre lang leitete. Im Jahre 1919 wurde Ludwig Schmidt als sein Nachfolger gewählt, der dem Verein bis 4932 vorstand. Seit dieser Zeit wird er von dem jetzigen DereinsführerOtto Rinn geleitet. Von den Gründern leben heute noch neun. Es sind dies: Jakob Hahn, Georg Nesseldreher, Ludwig Hahn, Ludwig Rinn, Heinrich Schmidt, Heinrich D o l k m a n n, Jakob Rinn, Jakob Schmidt und Ludwig Dolkmann.

Trotzdem die Raumoerhältnisse zur Abhaltung der Uebungsftunben in den ersten Jahrzehnten sehr unzureichend waren, entwickelte sich der Verein zu einer ansehnlichen Stärke und konnte sich auch auf turnerischem Gebiete durchaus sehen lassen. Eine große Anzahl beachtlicher Siege auf größeren Turn­festen konnten dis Turner des Vereins erringen. Der Ausbruch des Krieges war für die Weiterentwick­lung eine Hemmung, wurden doch die besten Kräfte zu den Fahnen gerufen. Aber die Jugend des Ver­eins hielt den Turnbetrieb aufrecht. Als der Krieg zu Ende war, hatte der Turnverein 40 Mitglieder auf den verschiedenen Schlachtfeldern verloren.

Eine neue Entwicklung begann nach Beendigung des Weltkrieges, als alle Mitglieder wieder in die

Heimat zurückgekehrt waren. Es war schon vor Be­ginn des Krieges der Bau einer eigenen Turnhalle in Erwägung gezogen worden, und bei einem großen Teil der Mitglieder wurde der Wunsch nach einem eigenen Heim immer lebhafter. Nach dem Kriege ging man an diese Frage mit be­sonderem Nachdruck heran. Nach einigen Jahren der Vorbereitung und Werbung für den Bau wurde die Turnhalle im Jahre 1923 begonnen und 19 2 5 feriigge [teilt. Der Turnhallenbau wird im­mer in der Geschichte des Vereins ein Ruhmes­blatt für die damaligen Mitglieder sein. Ohne irgendeine Beihilfe von Staat und Ge­meinde haben die Mitglieder die Halle aus eigenen Mitteln unter Einsatz aller Kräfte geschaffen. Der Idealismus, von dem damals die.Mitglieder beseelt waren, sucht seinesgleichen und ist ein Grund, das schöne Vereinsheim dem Turnverein unter allen Um­ständen zu erhalten. Die Turnhalle in Heuchelheim bedeutet für die ganze Gemeinde einen großen Wert, öa sich hier alle größeren Veranstaltungen des kul­turellen und geselligen Lebens im Dorfe abspielen.

Nachdem der Verein ein eigenes Heim hatte, ge­schah die Weiterentwicklung immer rascher. Im Jahre 1927 übernahm der Verein als erster Landverein das Gauturnfest des damaligen Gaues Hessen. Es bewies sich bei dieser großen Veranstaltung, daß der Turnverein Heuchelheim durchaus nicht hinter otabfoereinen zurückzustehen brauchte. Die Ausrich- tung bes Gaufestes mürbe als mustergültig bezeich­net. 1933 würbe bann hier bas ©aufrauen» turnen abgehalten, bas ebenfalls zu aller Zuftie- benheit verlief. An turnerischen Erfolgen brachte ber Verein hervorragende Siege von großen Veranstal­tungen mit. Ganz besonders in 'ber Leichtathletik hatte er beachtliche Größen aufzuweisen. Bei dem

Kreisfest des Lahn-Dill-Kreises in Dillenburg 1937 würbe der Verein durch den Wanderpreis des Kreis- ührers für besten Einsatz ausgezeichnet. Auf dem Hoherodskopf-Bergfest 1937 ging der Turner Karl Stahlhut als Hoherodskopf-Sieger hervor, wah­rend die Gebrüder Neidel von überall als beste Langstreckenläufer Siege heimbrachten. Bei dem dies­

jährigen Weidigbergfest in Butzbach wurde Stahlhut ebenfalls erster Sieger.

Der Größe und Bedeutung des Vereins entspre­chend, wird am heutigen Samstag und am morgi­gen Sonntag eine würdige Feier der inhaltsreichen Geschichte des Vereins Rechnung tragen.

Vudge wieder Wimbledon-Sieger.

Lor weiteren Endkämpfen.

Der erste Titel der inoffiziellen Tennis-Welt- meifterfchaften wurde am Freitag in Wimbledon vergeben. Im Männereinzel fiel die Entscheidung zwischen dem Vorjahres-Sieger, dem Kalifornier Donald B u d g e , und Englands beliebtestem Spie­ler,Bunny" A u ft i n. Der Amerikaner bewies er­neut, daß er absolute Weltklasse darstellt und gegen­wärtig zumindest von keinem europäischen Spieler gefährdet ist. Nur vier Spiele ließ er dem Eng­länder in drei Sätzen und, siegte 6:1, 6:0, 6:3. Nach­dem sich der Kalifornier im Vorjahrenur" die Titel von Wimbledon und Forest Hills holte und daneben feinem Lande den Davispokal gewinnen half, will er 1938 den größten Triumph erringen: die Meisterschaften von Australien, Frankreich, Eng­land und USA. Drei davon besitzt er jetzt; den vierten Titel wird er sich zu Hause schwerlich ent­gehen lassen.

henkel in bester Form.

Daß unser Spitzenspieler Henner Henkel mehr kann, als er in seinem unglücklichen Vorschluß- runden-Kampf gegen Austin zeigte, beweist er in seinen Doppelspielen. Am Freitag erkämpfte er sich zusammen mit der Amerikanerin Fabyan im Ge­mischten Doppel den Eintritt in die Schlußrunde. Als Gegner trat auf Platz I das englisch-argentinische Paar James-Russell an.Henner" war in glän-- zender Form, schmetterte ein nach dem anderen und war auch am Netz nicht zu überwinden. Her­vorragend unterstützt von seiner Partnerin, führte Henkel das Paar mit 6:3, 1:6, 6:3 zum Siege und damit ins Endspiel, in dem sie auf den Sieger Marble-Budge Saunders-Shayes treffen.

Die Endspiel-Paarung im Männerdoppel.

Nach dem Ausscheiden Henkels in der Vorschluß­runde gegen Austin richtete sich das Interesse der Deutschen in Wimbledon auf das Männerdoppel. Und, hier ist es unseren Vertretern auch geglückt, ins Endspiel zu kommen. Henkel-Metaxa hatten es mit den Jugoslawen Kukuljevic- P a l a d a in ber Vorschlußrunde zu tun. Der Kampf, ber vor zahlreichen Zuschauern auf dem Centrecourt" vor sich ging, brachte übrigens den ersten Aufschluß über das Kräfteverhältnis der besten Doppelpaare Deutschlands und Jugoslawiens,

was bei der erwarteten Europazonen-Schlußrunde im Davispokal zwischen diesen beiden Ländern von einiger Bedeutung ist.

Nun, die Deutschen siegten leichter als angenom­men werden konnte 7:5, 6:2, 6:4. Sie treffen jetzt im Endspiel auf die amerikanischen Titelverteidiger B u d g e - M a k o. Die Zuschauer waren begeistert von dem prachtvollen Zusammenspiel der Deutschen, die ihren Gegnern nie eine Siegeschance ließen. Henkel ließ ganze Serien von Aufschlagaßen los, und Metaxa machte sich am Netz wieder überaus

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nützlich. Nur im ersten Satz kamen die Jugoslawen einmal auf 4:4 heran, dann aber holten sich die Deutschen den Satz 7:5 und waren in den beibeit folgenden Sätze nie mehr gefährdet.

Vudge dreimal im Endspiel.

Der überragende Mann in Wimbledon ist, wie im Vorjahre, der Amerikaner Donald Budge; nur ist feine Stellung inzwischen noch bedeutend siche- rer geworden. Genau wie 1937, steht er auch dies» mal in drei Endspielen. Das eine davon, das Män» nereinzel, hat er ja bereits gewonnen. Im Männer­doppel kam er am Donnerstag ins Finale, und int Mixed" bahnte er sich am Freitag zusammen mit Alice Marble den Weg ins Endspiel. Die Titelver­teidiger siegten 6:4, 6:2 gegen Saunders-Shayes und treffen am Samstag auf Fabyan-Henkel.

Im Frauendoppel setzten sich die Ameri­kanerinnen Fabyan-Mgrble in ber Vorschlußrunbe gegen Miller-Heine-Morphew (Sübafrika) 7:5, 6:4 durch und haben sich im Endkampf mit den Titel­verteidigern Mathieu - Porte (Frankreich - England) auseinanderzusetzen, die dem französischen Paar Andrus-Henrotin 3:6, 6:3, 6:4 das Nachsehen gaben.

Wirtschaft.

Nhein-Mainische Börse.

Miltagsbörse Spezialwerke Weiler feff.

Frankfurt a. M., 1. Juli. Die Börse war etwas lebhafter, wobei aber wieder im wesentlichen einige Spezialwerte bevorzugt waren. Immerhin zeigte sich zum Monatsanfäng auch stärkere Nach- frage nach Einheitswerten, was auf ein bisher zu­rückgehaltenes Anlageftedürsnis schließen läßt. Die herauskommende Ware farjb sehr gut Aufnahme, so daß die Gesamtverfassung der Börse sich wesent­lich besser und ausgespochen freundlich entwickelte. Im Vordergrund standen roieoerum Montanwerke, wo Mannesmann um 1,50 v. H., Verein. Stahlwerke 0,40 v. H., Rheinstahl 0,75 v. H. aufholten. Daneben rückten auch einige Maschinenwerte in den Vorder­grund, Demag etwa 1 v. H. höher gesucht, von Automobilaktien zogen Adlerwerke 0,50 v. H., Daim­ler 0,25 v. H. an. Versorgungswerte auch etwas lebhafter, hier konnten AEG. 0,50 v. H., Schuckert 0,75 v. H. Felten ünb Mainkraft je 0,25 v. H. ge­winnen. Am Markte für Chemiewerte waren zu­nächst IG. Farbenindustrie vernachlässigt und 0,40 v. H. niedriger, sie glichen aber rasch im Zuge der allgemeinen Festigkeit diesen Anfangsoerlust aus und gewannen dazu noch 0,25 v. H. Metallgesell­schaft bei etwas größeren Umsätzen stärker um 2 v. H. erholt, Rütgers gehalten, Deutsche Erdöl 0,75 v. H. befestigt. Ohne wesentliche Veränderung lag zunächst der Zellstoffmarkt. Auch Bau- und Zementaktien ruhiger. Im einzelnen lagen Reichs­bank 0,50 v. H., VDM. 1 v. H. freundlicher.

Der Rentenmarkt war zwar nicht mehr ganz so still wie an. den Vortagen, aber immer noch ruhig, bei ebenfalls wieder unoeränbcrten Kur­sen. Reichsaltbesitz konnten ihre gestrige Erhöhung voll behaupten, Kommunal-Umschuldung 96.

Im weiteren Verlaufe hielt die Festigkeit an, wobei nach wie vor einige Spezialwerte beson­ders verlangt waren. So lagert VDM. nochmals 1 v. H., IG. Farbenindustrie bei lebhafteren Um­sätzen weitere 0,25 v. H., AEG. 0,25 v. H. über dem ersten Kurs. Von den später notierten Werten waren Scheideanstalt um 3 v. H., Aschaffenburger Zellstoff 1,50 v. H., Lahmeyer 1 v. H., Rheinftraun 0,50 v. H. über Portagskurs. Von Freiverkehrs­werten Bürbach-mit 80 (79,75), Frankfurter Han­delsbank ausschl. Dividende 60 (64) v. H. gehandelt. Renten blieben im Verlaufe ohne Anregung und weiterhin sehr still. Kommunal-Umschuldung bis 95,925 abqeschwächt. Tagesgelb nach dem Ultimo etwas leichter, der Satz wurde auf 3 (3,50) v. H. herabgesetzt.

Abendbörse behauptet.

Die Abendbörse war außerordentlich still. Gegen­über dem Mittagsschluß, ber uneinheitlich lag, war kaum eine Veränberung in ber Grundhaltung sest- zustellen. Es lagen Schwankungen nach oben und unten im Ausmaße von 0,25 bis 0,50 v. H. vor. Renten sehr still, Kommunal-Umschuldung 95,95. Die Abendbörse schloß ruhig. Es notierten Altbesitz­anleihe 132, Farbenbonds 125,90- ex. Dividende, Adca 102,75, Commerzbank 113,75, Deutsche Bank 120,25, Dresdner Bank 111,75, Buderus 117,50, Klöckner E 120,75, Mannesmann 114,50, Hoesch 114'75, Rheinstahl 142, Laurahütte 17,75, Adler- werke 114,25, MAN. 134, BMW. 148, Bemberg E 139,25, Bekula 161,5Q, Berger 150,50, Daimler 137,50, Demag 148,50, Scheideanstalt 240, Deutsche Linoleum 160,50, Deutscher Eisenhandel 146.25. Licht & Kraft 140,75, IG.-Farben 156,13, Gesfürel 139, Goldschmidt 136, Iunghans 117,50, Main- krait 92,25, Metallgesellschaft 134,25, Moenus 130,25, Stempel 103,50, VDM. 170.

Frankfurter Obff- und Geniüseniarkt.

Frankfurt a. M., 1. Juli. In. Perücksichti. gung der Jahreszeit ist das Gesamtangebot an Obst gering; auch Erdbeeren, r nn n= und güte- mäßig merklich nachlassend. Dagegen ist jetzt ge­bessertes Anliefern von Stachelbeeren und Johan­

nisbeeren sowie Himbeeren festzustellen. Bei gutem Geschäftsgang lagen die Preise kaum verändert. Ausländisches Obst und Südfrüchte waren nur gering angeboten. Hier war das Geschäft lebhaft bei festen Preisen.

Der Gemüsemarkt zeigte starkes Angebot von Blumenkohl, Erbsen, Kohlrabi und Rhabarber; Karotten, Kopfsalat, Gurken, Rettich, Tomaten, Weißkraut und Wirsing hatten ausreichende Zu­fuhren, Bohnen, Spinat und Rotkraut jedoch nur knapp. Der Absatz war befriedigend, die Preise, mit Ausnahme von Erbsen, die merklich gefallen sind, lagen ziemlich unverändert. Aus dem Ausland lagen nur geringe Zufuhren für einige Gemüfe- arten vor, die jedoch flotten Absatz und feste Preise hatten.

Es notierten im einzelnen in RM.: Blumenkohl 100 St. 15 bis 50, Bohnen 50 kg 60 bis 65, Erbsen 50 kg 10 bis 13, Karotten 100 Bdl. 9 bis. 12, Gurken 100 St. 10 bis 40, Rettich 100 St. 5 bis 12, Kartoffeln (Erstlinge) 8, Rhabarber 50 kg 6 bis 8, Rotkraut 50 kg 18 bis 22, Kopfsalat 100 Stück 6 bis 12, Spinat 50 kg 25 bis 30, Tomaten 50 kg 35 dis 75, Weißkraut 50 kg 11 bis 13, Wirsing (Früh) 50 kg 9 bis 12, Zwie­beln mit Schlotten 100 Bdl. 10 bis 12, Zwiebeln (italienische) 50 kg 10 bis 11,50, Erdbeeren, je nach Sorte, 50 kg 33 bis 45, Johannisbeeren 50 kg 30 bis 35, Himbeeren 50 kg 42 bis 55, Kirschen (süß) 50 kg 45 bis 52, dieselben (sauer) 12 bis 45, Pfirsich etwa 4 bis 5 kg (italienische) 2 bis 2,40, unreife Stachelbeeren 50 kg 25 bis 28, die­selben (reif) 30 bis 48, Zitronen, Kiste 300 und 360 St., 14,65 bis 16,60 (italienische).

Rundfunkprogramm

Sonntag, 3.3ulL

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Römisch-katholischS Morgenfeier. 8.50: Zum Tag der deutschen Kunst? Orgelkonzert. 9.20: Das Ja zum Leben. 9.35: Chor* gesang. 10: Nur in ganzer Kraft ist ganze Liebe. 10.30: Ewiges Deutschland. Werke von Ludwig van Beethoven. 11.15: Wir Sudetendeutsche. Aus dem Lebensraum unserer Brüder jenseits der Grenze. 12: Nationale Frauenregatta, Frankfurt a. M. 12.10: Platzkonzert. |3: Mittagskonzert. 14: Für unsere Kin­der: Kasperle geht auf die Fischjagd. 14.30: Uns ge­hört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.15: Aus Leutesdorf am Rhein: Frohes Winzer­volk. 16: Nachmittagskonzert. Dazwischen: Berichte vomGroßen Autopreis von Frankreich" in Reims. 18: Unterhaltungsmusik. 1. Aus Deutschland. 19: Nachrichten. 19.10: Frisch aus derPresse". (Neue Schallplatten.) 19.30: Sportspiegel des Sonntags. 20: Alles für den Herrn, alles für die Dame, alles für das Kind. Tönende Frühjahrsauslagen. 22: Nach­richten. 22.15: Sportbericht. 22.30: Zu Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtmusik.

Montag, 4. )uU.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym­nastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gym­nastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.50: Von Liebe und Freude. 10: Schulfunk: Märchen. 11.45: Volk und Wirtschaft: Das Gewerbeaufsichtsamt. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Musikalische Kurzweil. 15: Für unsere Kinder: Jetzt basteln wir ... 16: Nachmittagskonzert. Da- zwischen: Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeit­geschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Nach­richten. 19.15: In der Sommernacht. Eine Hörfolge zum Gedächtnis des Dichters Theoder Storm. (50. Todestag.) 20: Stuttgart spielt auf. 22: Nachrichten. 22.15: Kamerad, wo bist du? 22.35: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 3: Nachtmusik.