Je aufgeblüht und das Dolksvermogen hat sich in nichtgeahntem Maße erhöht. Vielleicht wird da und dort entgegengehalten, der einzelne merke in seinem Lohn oder Gehalt nur wenig von der Produktionserhöhung. Jedoch: Das Schwimmbad im Betriebe, die Erholungsstätten, die Verbesserung der Arbeitsverhältnisse — sind sie nicht bereits umgesetzte Produktionser- g e b n i s s e , die dem einzelnen als Teil der Gemeinschaft seines Werkes zugute kommen? Was die Produktionssteigerung auch für den einzelnen bedeutet, das würde er erst ganz ermessen, wenn das Hauptergebnis dieser Produktionssteigerung nicht vorhanden wäre, nämlich die Waffen unserer Wehrmacht, und ein Feind unseres Volkes widerstandslos in Deutschland einmarschierte. In Deutschland wäre längst Krieg, Mord und Terror wie in anderen Teilen der Welt wenn sein Friede nicht geschützt werden würde durch seine Wehrmacht! Das Wunder des Werdens dieser neuen Wehrmacht aber war nur möglich dank der gewal- digen Arbeitsleistung, die das deutsche Volk in wenigen Jahren vollbrachte, deren höchster * usdruck unsere Armeen mit ihren Geschützen. Tai*-3, bie Flaks und Flugzeuge, die Kampfschiffe tin,er«,i Marine sind. Ich übergebe diese Fahnen im Namen des Mannes, dem die deutschen Arbeiter, dem Betriebsführer und Gefolgsmänner die große Entwicklung danken, die auch sie im Rahmen ihres Volles haben erleben dürfen. Mehr noch als die Symbole, der Arbeitsehre zeichnet sie das Bewußtsein aus, wiederum in einem Jahr der Pflichterfüllung für den Führer zugleich ein Jahr des Dankes für den Führer in schaffender Arbeit hinter sich gebracht zu haben."
Nach den Liedern der Nation verließen dann die ausgezeichneten Betriebsgemeinschaften, Betriebsführer und Betriebsobmänner unter Vorantritt der Goldenen Fahnen das Haus, während sich die Teilnehmer zu ihren Ehren von den Plätzen erhoben. Don der Staatsoper aus zogen die Fahnen, geleitet von einem Marschblock der Berliner Werkscharen mit Musik- und Spielmannszug unter dem Jubel der die festlich geschmückte Straße Unter den Linden säumenden Zuschauer in das NS.-Gemein- schaftshaus .Kraft durch Freude" in der Tiergartenstraße.
26 Reichssieger aus dem Gau Heffen-Naffau.
NSG. Don den 26 Reichssiegern des Gaues Hessen-Nassau wurden, wie schon gemeldet, folgende vom Führer empfangen: Erwachsene: Martin Kaiser, Pflastersteinmacher Ober- widdersheim; Hans B a u st i a n , Molker, Schotten: Lorenz Bramberger, Graphiker Zeichner, Offenbach: Martin Schm all, Segelslugzeugbauer, Griesheim a. M.; Jakob Linden
mai e r, Telegraphenbauhandwerker, Oppenheim; Emma Bosse, Hausdame, Frankfurt a. M.
Weiter stellt der Gau Hessen-Nassau folgende Reichssieger: Erwachsene: Wilhelm Hofmann, Bergmann, Heckholzhausen; Walter Böni sch, Speditionsangestellter, Frankfurt a. M.; Paul Bretthauer, Holzwarenarbeiter, Frohnhausen (Dill); Kurt Späth, Chemiearbeiter, Kelsterbach a. M.; Walter Krombach, Chemiearbeiter, Neuenhain (Taunus); Joachim R o matt o w s k i, Lithograph, Offenbach; Karl Bender, Handschuhmacher, Wetzlar; Johann G l a p i a k, Mechaniker, Frankfurt a. M.; Elfriede Buchert, Näherin, Mörfelden.
Jugendliche: Walter Kirchner, Klempner, Wendelsheim; Gotthold Schönwandt, Silberschmied, Nordeck über Gießen; Jakob Lang, Diamantschleifer, Dorf ■ Erbach; Hans Moritz, Schneider, Frankfurt a. M.; Erwin Weil, Lehrhauer, Wallenfels; Walter Rabe, Chemiearbeiter, Höchst a. M.; Hans Su th^i me r, Versicherungslehrling, Biebesheim; Walter Frey, Drucker, Darmstadt; Käthi Müller. Uniformnäherin, Neu-Isenburg.
Zum zweiten Male Reichssieger wurden in Hessen-Nassau: Willi Gies, Lederzuschneider, Diedenbergen (Taunus); Helmuth Lorz, Elfenbeinschnitzer, Darmstadt-Arheilgen.
Oie goldenenFahnen für Hessen-Nassau
NSG. Am Sonntag trafen in den beiden, neu zu nationalsozialistischen Musterbetrieben ernannten Werken unseres Gaues die vom Stellvertreter des Führers im Auftrage des Führers verliehenen goldenen Fahnen ein. und zwar in Mainz die des Zementwerkes Dyckerhoff und Söhne. Mainz-Amöneburg. Sie wurde durch die Werkscharen der Betriebe des Dyckerhoff-Konzernes, die zu diesem Ehrentage im Werk Amöneburg zusammengezogen waren, feierlich abgeholt. Im Werk selbst fand eine Feierstunde statt, in der der Be- triebsführer der Hauptverwaltung den Mahnruf an die Gefolgschaft richtete, darum zu kämpfen, daß diese Fahne nie wieder niedergeholt würde und an die Betriebsführer, daß sie sorgen sollten für alle die, die für diese Fahne kämpften und im Betriebe Werte schafften. Der zweite neue Musterbetrieb unseres Gaues, die Basaltwerke Luckenbacher Ley, Luckenbach-Oberwester- w a l d, nahm am Nachmittag die goldene Fahne in die Obhut des Betriebes. Kreisleiter Fischer erinnerte daran, daß ein Betrieb, der in seinem Wesen mit dem Westerwald verbunden sei, sich in hartem Ringen zu dieser Auszeichnung emporgeschafft habe. Dann wurde jedem Gefolgschafts- Mitglied ein Anzug übergeben, um bei Aufmärschen ein einheitliches Bild zu gewährleisten. Die Feier findet am Montag seine Fortsetzung, da der Betrieb Luckenbacher Ley seiner Gefolgschaft auch noch am Montag einen freien Tag gab.
Nächtlicher Ausklang im berliner Lustgarten.
Seneralfeldmarschall Söring spricht noch einmal zu den Berlinern.
Der Nationale Feiertag des deutschen Volkes fand in der Reichshauptstadt auch diesmal wieder seinen Ausklang mit einer Kundgebung im Lustgarten, der ein großer F a ck e l z u g vorausging. Die Tribünen im Lustgarten sind dicht besetzt. Die Leibstandarte „Adolf Hitler" marschiert in 36er- Reihen bis an die Stufen des Alten Museums. Nach einiger Zeit stehen alle Formationen des Fackelzuges. Die Fahnen marschieren aus dem großen Mittelportal des Schlosses heraus,.angestrahlt vom grellen Licht der Scheinwerfer. Wie ein silbernes Band zieht sich die lange Formation der Fahnenträger auf das Museum zu. Laute Heil-Rufe künden das Nahen des Ministerpräsidenten Göring. Der Ministerpräsident schreitet zunächst die Front der Formationen vor dem Museum ab. Als er im Scheinwerferlicht auf der Tribüne sichtbar wird, jubelt ihm die Menge von neuem zu. Dann spricht Göring. Mächtig hallt seine Stimme über die Köpfe der Tdusende von
Menschen.
Meine lieben deutschen Volksgenossen und -ge- nossinnen! Kameraden!, so sagt er, als heute mittag unser Führer an dieser Stelle zu uns sprach, brach durch das Gewölk die Sonne -und strahlte über uns mit ihrem warmen Frühlingslicht. Wie diese Sonnenstrahlen durch das Gewölk drangen, s o wich auch einst die Finsternis aus Deutschland. Ein Mann hatte das Licht des Glaubens entzündet, bis über allen Gauen Deutschlands das Feuer der Freiheit leuchtete. Inmitten unter uns steht der herrliche Kai- baum, eine gewaltige Fichte aus der befreiten Ostmark. Er erzählt uns symbolhaft von dem Werden unseres Volkes. Er sah das Erste Reich unter- gehen. Nacht wurde es in Deutschland. Zum zweiten Male sah dieser Baum die Sonne aufgehen über unserem Vaterlandes. Ein Zweit es R e i^ch erstand, ein Reich äußerer Kraft und Starke. Es mußte zerbrechen, denn ihm fehlte die Einheit und damit die höchste Kraft, um die letzte Probe zu bestehen. Das Z w i s ch e n r e l ch entstand, ein Reich der Zersplitterung. Es verbrannte in den lodernden Flammen des aufgehenden neuen Reiches, des Dritten, des nationalsozialistischen Reiches, des Reiches Adolf Hitlers Die Führung dieses Reiches erkannte, ein Reich kann nur dann ewigen Bestand haben, eine Nation nur dann stark sein, wenn das Volk zusammen- geschweißt ist. Erste Voraussetzung und Er- fenntnis mar: Das Fundament die es Dritten Reiches ist die Volksgemeinschaft! Es ist kein- Phrase, wenn mir sagen, das einige deutsche Land ist unüberwindlich. Die Einheit der Wehrmacht, die Einheit der Pa^ei sie w^eni die Voraussetzung, um dem Dritten Reich jene Kraft zu geben, die so stark ausstrahlt, daß jener Traum ^Wirklichkeit wurde, den die besten Deutschen hegten, seitdem das Erste Reich in Trümmer gegangen war. Die Ostmark wieder zu gewinnen und mit den Brüdern aus Oesterreich ein Reich zu gestalten. Als Symbol dieses einigen Großdeutschen Deiches steht dieser Maibaum vor uns.
Wenn wir in diesen Jahren gerüstet haben, um Deutschlands Sicherheit zu garantieren, dann wissen wir auch, daß diese Sicherheit weiter gestärkt werden muß. Wir sehen, wie um uns herum die Völker rüsten, wie sie Flugzeuge aus aller Welt kaufen, Vorräte für den Krieg aufstapeln und fragen uns: Warum? Deutschland ist sich selbst genug. Deutschland will nichts, als in Sicherheit leben und arbeiten. Die Werte, die es schafft, sollen dem eigenen Volke zugute kommen. Das Ziel, alles zu tun, um die Sicher- heit der Ration zu wahren, wollen wir in die
ser nächtlichen Stunde bekräftigen, wollen für alle die andern, die nicht hier sein können, aussprechen: Die Pflicht jedes Deutschen ist höchster Einsatz für sein Volk.
Mit dieser Parole verbinden wir alle, die hier in nächtlicher Stunde stehen, und alle, die durch den Aether mit uns verbunden sind, jenen heißen Dank an den Führer. Ihm allein verdanken wir es, wenn heute die O st mark wieder Eck- tein des Reiches geworden ist. Er hat uns wieder den Glauben, die Zuversicht, die Freiheit und die Ehre gegeben. Aus tiefster Nacht hob Adolf Hitler sein Volk zu strahlendem Licht empor, aus Not zur Freude, aus Ohnmacht zur Kraft. Deutschland ist wieder groß. Deutschland ist wieder schön. Deutschland ist wieder einig. Ein Volk, ein Reick und ein Führer! (Stürmische Beifallskundgebungen.)
Wieder hallen Kommandos über den Platz. Der große Zapfenstreich der Musikkorps der Luftwaffe beschließt die Kundgebung als würdigen Ausklang des Feiertages der deutschen Nation. Durch die Gasse der aüfmarschierten Formationen verläßt der Generalfeldmarschall den Lustgarten. Noch lange begleiten ihn die stürmischen Heilrufe der Menge.
Verstärkter Lugendschutz.
Ein Gesetz über Kinderarbeit und Arbeitszeit der Jugendlichen.
Berlin, 1. Mai. (DNB.) Die Reichsreoierung hat ein Gesetz über Kinderarbeit und über die Arbeitszeit der Jugendlichen (Ju- gendschutzgesetz) beschlossen. Das Gesetz berücksichtigt Die Erkenntnis des nationalsozialistischen Staates, daß ein Volk nur dann zu höchsten Leistungen befähigt und berufen ist, wenn es eine an Leib und Seele gesunde Jugend hat. Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen sind in starkem Maße abhängig von seiner Beanspruchung während des Wachstums. Damit Wachstum, geisttge Entwicklung, Berufsausbildung und die Beanspruchung durch die Arbeit in Einklang gebracht werden, dehnt das neue Gesetz oen Jugendschutz auf alle in einem Lehr- oder Arbeitsverhältnis oder mit ähnlichen Dienstleistungen beschäfttgten Jugendlichen aus. Es läßt Ausnahmen nur noch für bestimmte Gewerbegruppen zu, B. für die Hauswirtschaft, die Landwirtschaft, die Luftfahrt, für die besondere Regelungen in Aussicht genommen sind. Entsprechend dem Punkte 21 des Parteiprogramms wird Kinderarbeitgrundsätzlich verboten. Nur in beschränktem Umfang wird die Beschäftigung von Kindern unter Bedingungen gestattet, die auch dem empfindlichen Organismus des Kindes einen genügenden Schutz gewähren. Durch die Heraufsetzung des Schutzalters von 16 auf 18 Jahre bleiben die Jugendlichen länger im Genüsse der besonderen Schutzvorschriften. Das bisherige Schutzalter ist nur dort beibehalten worden, wo die Jugendlichen soweit in den Erzeugungsvorgang eingeschaltet sind, daß sie zu ihrer Ausbildung und zur Aufrechterhaltung des Betriebes eng zusammen mit den Erwachsenen beschäftigt werden müssen.
Die a ch t st ü n d i g e Arbeitszeit ist beibehalten worden. Sie wird aber um die Unterrichtszeit in derBerufsschule gekürzt, die in Zukunft auf die Arbeitszeit anzurechnen und als solche zu' bezahlen ist. Für Jugendliche unter 16 Jahren ist jegliche Mehrarbeit verboten. Auch Jugendliche über 16 Jahre dürfen Mehrarbeit nur bei Vor- und Abschlußarbeiten, bei Arbeitsbereit- schäft, aus dringenden Gründen des Gemeinwohls und zu ihrer Ausbildung leisten, jedoch höchstens 54 Stunden in der Woche. Nachtarbeit wird " e '


